{"id":4812,"date":"2011-12-24T18:57:35","date_gmt":"2011-12-24T16:57:35","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=4812"},"modified":"2025-04-23T23:21:29","modified_gmt":"2025-04-23T20:21:29","slug":"feigenkaktus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/feigenkaktus\/","title":{"rendered":"Feigenkaktus, Opuntia ficus-indica"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>er Feigenkaktus ist heute im Mittelmeergebiet weit verbreitet und h\u00e4ufig; er z\u00e4hlt aber eigentlich nicht zur nat\u00fcrlichen Flora dieser Region, sondern stammt aus Mittelamerika. Er geh\u00f6rt zur Familie der Kakteengew\u00e4chse, einer jungen Gruppe, die mit 1800 Arten in 130 Gattungen auf den Amerikanischen Kontinent beschr\u00e4nkt ist. Die meisten Kakteen sind Stammsukkulenten, die an (saisonale) Trockenheit angepasst sind. Die Gattung <em>Opuntia<\/em> umfasst etwa 190 Arten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-nelkengewaechse\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h6>Feigenkaktus, <em>Opuntia ficus-indica<\/em>, (L.) Mill.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Feigenkaktus ist eine kultivierte Opuntie mit recht schwach ausgebildeten Dornen; seine Heimat ist vermutlich in Mexiko zu suchen. Er bildet gro\u00dfe sukkulente Pflanzen, die aus aufeinander sitzenden, eif\u00f6rmigen, abgeflachten Triebabschnitten (&#8220;Platykladien&#8221;) bestehen. Auf den Platykladien sitzen zahlreiche sogenannte Areolen, kleine, dornentragende Polster, die sich aus reduzierten Kurztrieben entwickelt haben. Die Areolen tragen kleine, fleischige Bl\u00e4tter, die schnell wieder abfallen, und in B\u00fcscheln stehende, feine Dornen, von denen zwei normalerweise lang und kr\u00e4ftig ausgebildet sind; diese fehlen beim Feigenkaktus aber weitgehend. Aus den Areolen treiben auch die gro\u00dfen, gelben, becherf\u00f6rmigen Bl\u00fcten mit zahlreichen Kron- und Staubbl\u00e4ttern. Die Fr\u00fcchte entstehen durch Verwachsen des Bl\u00fctensprosses mit dem Fruchtknoten (&#8220;Scheinfr\u00fcchte&#8221;); entsprechend besitzen auch sie dornentragende Areolen. Sie werden zur Reife dunkelrot und sind essbar. Auch die jungen Bl\u00e4tter k\u00f6nnen gegessen werden. Bei der Ernte der Fr\u00fcchte ist allerdings gro\u00dfe Vorsicht geboten, da sich die sehr feinen, mit Widerhaken versehenen Dornen nur schlecht wieder entfernen lassen; am besten kann man sie mit Tesafilm oder einer d\u00fcnnen Kleber-Schicht abziehen.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Opuntien besitzen eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung wegen ihrer essbaren Fr\u00fcchte und Sprosse. Mehrere Arten werden als sehr anspruchslose und trockenheits- und hitzeresistente Futterpflanzen angebaut. Au\u00dferdem wurden Opuntien schon seit dem 11. Jahrhundert von den Azteken f\u00fcr die Gewinnung eines sehr wertvollen, karminroten Farbstoffes aus den auf ihnen lebenden Conchenille-Schildl\u00e4usen kultiviert. Auch heute noch wird nat\u00fcrliches Karmin produziert (vor allem in Peru, Mexiko, Chile, auf den Kanaren und in Afrika) und als Farbstoff in der Lebensmittel- und Kosmetik-Industrie verwendet. Im Mittelmeergebiet ist der Feigenkaktus wegen seiner Fr\u00fcchte eingef\u00fchrt worden; h\u00e4ufig wird er auch als nat\u00fcrliche, undurchdringliche Hecke angepflanzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cactaceae\/opuntia_ficus_indica-4.jpg\" border=\"0\" alt=\"Feigenkaktus, Opuntia ficus-indica\"><br \/>\n<small>Der Feigenkaktus bildet hohe Str\u00e4ucher aus aufeinander sitzenden, eif\u00f6rmigen, blatt\u00e4hnlichen &#8220;Platykladien&#8221;.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cactaceae\/opuntia_ficus_indica-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Feigenkaktus, Opuntia ficus-indica\"><br \/>\n<small>Auf den Platykladien sitzen auf den Fl\u00e4chen und an den R\u00e4ndern sogenannte Areolen, die kleine Dornen tragen und aus denen auch die Bl\u00fcten treiben. Diese bilden sich an kurzen, rundlichen Trieben, die rundherum kleine, fleischige Bl\u00e4tter tragen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cactaceae\/opuntia_ficus_indica-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Feigenkaktus, Opuntia ficus-indica\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten sind auff\u00e4llig, gro\u00df und leuchtend gelb. An den meisten Platykladien sieht man hier noch unreife Fr\u00fcchte (Scheinfr\u00fcchte).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cactaceae\/opuntia_ficus_indica_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Feigenkaktus, Opuntia ficus-indica\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten besitzen zahlreiche Kron- und Staubbl\u00e4tter. An der Bl\u00fctenknospe kann man die Areolen mit winzigen, fleischigen, bald abfallenden Bl\u00e4ttchen und langen spitzen Dornen erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cactaceae\/opuntia_ficus_indica-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Feigenkaktus, Opuntia ficus-indica\"><br \/>\n<small>Die Scheinfr\u00fcchte entstehen dadurch, dass der Bl\u00fctenstiel bzw. -boden mit den Fruchtbl\u00e4ttern verw\u00e4chst; aufgrund dieser Entwicklung aus einem Spross weisen auch die Fr\u00fcchte dornentragende Areolen auf. Die reifen Fr\u00fcchte k\u00f6nnen gegessen werden &#8211; aber Vorsicht bei der Ernte: Die sehr feinen Stacheln lassen sich nur schwer wieder entfernen (am besten mit Klebestreifen versuchen!).<\/small><\/p>\n<p><siehe auch: \n\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/nelkengewaechse-1\/\">Nelkengew\u00e4chse Teil I<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/nelkengewaechse-2\/\">Nelkengew\u00e4chse Teil II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/tamarisken\/\">Tamariske<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/mittagsblumengewaechse\/\">Mittagsblumengew\u00e4chse<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Opuntien\">Wikipedia: Opuntien<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Feigenkaktus ist heute im Mittelmeergebiet weit verbreitet und h\u00e4ufig; er z\u00e4hlt aber eigentlich nicht zur nat\u00fcrlichen Flora dieser Region, sondern stammt aus Mittelamerika. 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