{"id":4737,"date":"2011-12-18T00:48:44","date_gmt":"2011-12-17T22:48:44","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=4737"},"modified":"2025-02-18T20:01:17","modified_gmt":"2025-02-18T18:01:17","slug":"johannisbrotbaum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/johannisbrotbaum\/","title":{"rendered":"Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>er Johannisbrotbaum geh\u00f6rt zu den fr\u00fcher als eigene Familie gerechneten Johannisbrotgew\u00e4chsen, die heute aufgrund neuerer Untersuchungen als Unterfamilie <em>Caesalpinioideae<\/em> zu den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/schmetterlingsbluetler\/\">Schmetterlingsbl\u00fctlern <em>(Fabaceae)<\/em><\/a> gestellt wird. Die Johannisbrotgew\u00e4chse umfassen 120 bis 170 Gattungen mit 2000 bis 3000 Arten. Sie sind haupts\u00e4chlich in den Tropen und Subtropen verbreitet, mit einem Artenschwerpunkt im tropischen Amerika und Afrika. Die meisten Arten sind B\u00e4ume und besitzen gefiederte Bl\u00e4tter; die Bl\u00fcten k\u00f6nnen sehr vielgestaltig sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-schmetterlingsbluetler\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-baeume\/\">zur Foto-\u00dcbersicht der Baumarten<\/a><\/p>\n<h6>Johannisbrotbaum, <em>Ceratonia siliqua<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Ceratonia<\/em> umfasst nur zwei Arten. Der Johannisbrotbaum (Karobbaum) ist im Mittelmeergebiet und in Vorderasien sowie auf den Kanaren verbreitet. Die Wildform stammt vermutlich aus Arabien; wegen der Nutzung seiner Fr\u00fcchte als Nahrungs- und Futtermittel ist er in der Antike und im Mittelalter im gesamten Mittelmeerraum eingeb\u00fcrgert worden; er wird auch in Mittel- und S\u00fcdamerika sowie in Australien angebaut. Der Johannisbrotbaum ist ein sehr hitze- und trockenheitsresistenter immergr\u00fcner Hartlaub-Baum, der vor allem auf kalkhaltigen B\u00f6den w\u00e4chst und meist in K\u00fcstenn\u00e4he vorkommt und auch recht salztolerant ist; Frost vertr\u00e4gt er dagegen nicht. Auch auf Naxos w\u00e4chst der Johannisbrotbaum in den trockensten, niedrigsten Lagen.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Johannisbrotbaum kann als Strauch oder gro\u00dfer Baum wachsen. Die Bl\u00e4tter sind ledrig und paarig gefiedert mit breiten Fiederbl\u00e4ttchen. Die Bl\u00fcten stehen in Trauben oder K\u00e4tzchen, die direkt aus dem Stamm oder den \u00c4sten wachsen (Kauliflorie). Meist sind die Pflanzen di\u00f6zisch. Die Bl\u00fcten sind stark reduziert; Kronbl\u00e4tter sind keine ausgebildet und auch die Kelchbl\u00e4tter sind klein und bilden eine Scheibe. Die Fr\u00fcchte sind bis 30 cm lange H\u00fclsen, die bis zu einem Jahr am Baum h\u00e4ngen und erst gr\u00fcn, dann dunkelbraun gef\u00e4rbt sind; sie enthalten zehn bis f\u00fcnfzehn sehr harte Samen. Aus den H\u00fclsen wird das Kakao-\u00e4hnliche, s\u00fc\u00dfliche Johannisbrotmehl (Carob) gewonnen, das traditionell frisch oder getrocknet verzehrt oder zu Sirup oder Saft verarbeitet wird. Heute werden die H\u00fclsen vor allem als Tierfutter genutzt. Aus den Samen wird das Johanniskernmehl gewonnen, das in der Nahrungsmittel- und Kosmetik-Industrie als Dickungsmittel und Emulgator dient. Die Samen wurden in der Antike wegen ihres gleichm\u00e4\u00dfigen Durchschnittsgewichtes von knapp 200 mg als Gewichtseinheit f\u00fcr das Abwiegen von Diamanten verwendet; das Wort Karat leitet sich von der griechischen Bezeichnung f\u00fcr die Fr\u00fcchte des Johannisbrotbaumes (<em>ker\u00e1tion<\/em> = H\u00f6rnchen) ab, die sich von der oft gebogenen Form der H\u00fclsen herleitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/ceratonia_siliqua-1.jpg\" alt=\"Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/ceratonia_siliqua-2.jpg\" alt=\"Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Johannisbrotbaum w\u00e4chst meist als kleiner Baum.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/ceratonia_siliqua-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua\" \/><br \/>\n<small>Er ist charakteristisch f\u00fcr hei\u00dfe, trockene Standorte in den niederen Lagen der Insel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/ceratonia_siliqua-4.jpg\" border=\"0\" alt=\"Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua\" \/><br \/>\n<small>Unter g\u00fcnstigeren Umst\u00e4nden kann der Johannisbrotbaum einen dicken Stamm ausbilden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/ceratonia_siliqua_flower-1.jpg\" alt=\"Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die K\u00e4tzchen-f\u00f6rmigen Bl\u00fctenst\u00e4nde wachsen direkt aus den \u00c4sten und dem Stamm. Die Bl\u00fcten sind stark reduziert; die Kronbl\u00e4tter fehlen. Hier ein m\u00e4nnlicher Baum: die Bl\u00fcten bestehen fast nur aus Staubbl\u00e4ttern, die um einen gr\u00fcnlichen Diskus (Kelch) angeordnet sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/ceratonia_siliqua_fruit-1.jpg\" alt=\"Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die noch gr\u00fcnen H\u00fclsen.<\/small><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schmetterlingsbluetler\/\">Schmetterlingsbl\u00fctler I<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/klee\/\">Klee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schneckenklee\/\">Schneckenklee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/hornklee\/\">Hornklee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/wicken\/\">Wicken, Linsen und Platterbsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/lupinen\/\">Lupinen, Steinklee und Hauhechel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/ginster\/\">Ginster und Stinkstrauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/hartlaubvegetation\/\">Hartlaubvegetation<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Johannisbrotbaum geh\u00f6rt zu den fr\u00fcher als eigene Familie gerechneten Johannisbrotgew\u00e4chsen, die heute aufgrund neuerer Untersuchungen als Unterfamilie Caesalpinioideae zu den Schmetterlingsbl\u00fctlern (Fabaceae) gestellt wird. 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