{"id":3993,"date":"2011-10-13T20:59:46","date_gmt":"2011-10-13T17:59:46","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=3993"},"modified":"2025-01-22T17:59:36","modified_gmt":"2025-01-22T15:59:36","slug":"osterluzei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/osterluzei\/","title":{"rendered":"Rundbl\u00e4ttrige Osterluzei, Aristolochia rotunda"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Osterluzeigew\u00e4chste geh\u00f6ren zur urt\u00fcmlichen Pflanzengruppe der Pfefferartigen <em>(Piperales)<\/em>. Diese werden mit anderen vergleichweise primitiven Gruppen zu den &#8220;Basalen Ordnungen&#8221; der Bedecktsamer gerechnet, die sich weder bei den Einkeimbl\u00e4ttrigen, noch bei den Zweikeimbl\u00e4ttrigen Pflanzen einordnen lassen. Zu den Basalen Ordnungen geh\u00f6ren au\u00dferdem beispielsweise die Seerosen und andere primitive Wasserpflanzen sowie die Magnolien und die Lorbeer- und Zimtb\u00e4ume. Die Pfefferartigen umfassen die Pfeffergew\u00e4chse mit 3000 Arten, von denen mehrere als Gew\u00fcrz genutzt werden, die Osterluzeigew\u00e4chse und zwei weitere sehr kleine Familien.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Osterluzeigew\u00e4chse werden in sieben Gattungen mit etwa 500 Arten unterteilt. Es handelt sich oft um Kletterpflanzen oder Str\u00e4ucher mit meist herzf\u00f6rmigen oder handf\u00f6rmigen Bl\u00e4ttern und dreiz\u00e4hligen Bl\u00fcten. In Europa kommen nur wenige Arten vor. Auf Naxos sind die Osterluzeien nur durch eine Art vertreten, die Rundbl\u00e4ttrige Osterluzei <em>(Aristolochia rotunda)<\/em>.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Osterluzeien oder Pfeifenblumen besitzen sogenannte Kesselfallenbl\u00fcten, die keine Kronbl\u00e4tter aufweisen, sondern aus drei zu einer gebogenen R\u00f6hre verwachsenen Kelchbl\u00e4ttern bestehen. Auf der Innenseite der Kelchr\u00f6hre wachsen dichte, steife, nach unten gerichtete Haare, die die zur Best\u00e4ubung eindringenden, durch den Duft der Bl\u00fcte angelockten Insekten hineinlassen, aber nicht wieder hinaus. Erst nach der Befruchtung schwinden die Haare und die Insekten k\u00f6nnen sich aus der Bl\u00fcte befreien. Auf der Oberseite der R\u00f6hre ist der Kelch zu einer Klappe (Zunge) verl\u00e4ngert, die sich in der Reife herunterklappt und die Bl\u00fcte verschlie\u00dft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-hahnenfussartige\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h6>Rundbl\u00e4ttrige oder Knollige Osterluzei, <em>Aristolochia rotunda<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Osterluzei wirkt, wie schon seit der Antike bekannt, geburtsf\u00f6rdernd (daher der wissenschaftliche Name), ist aber auch giftig (genotoxisch, nierensch\u00e4digend, krebserregend) und wird darum nicht mehr als Heilmittel verwendet.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt die Rundbl\u00e4ttrige oder Knollige Osterluzei vor, allerdings nicht sehr h\u00e4ufig; sie w\u00e4chst hier und da an etwas gesch\u00fctzten, feuchteren Standorten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/aristolochiaceae\/aristolochia_rotunda-2.jpg\" alt=\"Rundbl\u00e4ttrige Osterluzei, Aristolochia rotunda\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Osterluzeien besitzen sogenannte Kesselfallenbl\u00fcten, die aus drei zu einer gebogenen R\u00f6hre verwachsenen Kelchbl\u00e4ttern bestehen. Auf der Innenseite der Kelchr\u00f6hre wachsen dichte, steife, nach unten gerichtete Haare, die die zur Best\u00e4ubung eindringenden, durch den Duft der Bl\u00fcte angelockten Insekten hineinlassen, aber nicht wieder hinaus.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/aristolochiaceae\/aristolochia_rotunda-1.jpg\" alt=\"Rundbl\u00e4ttrige Osterluzei, Aristolochia rotunda\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Rundbl\u00e4ttrige Osterluzei besitzt eif\u00f6rmige, st\u00e4ngelumfassende Bl\u00e4tter, in deren Achseln die schlanken, gelbgr\u00fcnen Bl\u00fcten mit auff\u00e4lliger dunkelpurpurner Zunge stehen. Die untere Bl\u00fcte ist schon verbl\u00fcht: Die Klappe ist heruntergeklappt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/aristolochiaceae\/aristolochia_rotunda-3.jpg\" alt=\"Rundbl\u00e4ttrige Osterluzei, Aristolochia rotunda\" border=\"0\"><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Osterluzeigew\u00e4chste geh\u00f6ren zur urt\u00fcmlichen Pflanzengruppe der Pfefferartigen (Piperales). Diese werden mit anderen vergleichweise primitiven Gruppen zu den &#8220;Basalen Ordnungen&#8221; der Bedecktsamer gerechnet, die sich weder bei den Einkeimbl\u00e4ttrigen, noch bei den Zweikeimbl\u00e4ttrigen Pflanzen einordnen lassen. 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