{"id":200,"date":"2009-04-22T22:29:37","date_gmt":"2009-04-22T19:29:37","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=200"},"modified":"2026-01-10T10:35:34","modified_gmt":"2026-01-10T08:35:34","slug":"circalitoral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/circalitoral\/","title":{"rendered":"Das Circalitoral"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>as Circalitoral beginnt dort, wo das Licht zu schwach wird, als dass lichtliebende Organismen (wie beispielsweise das Seegras) gedeihen k\u00f6nnten, also etwa ab 30 bis 50, in sehr klaren Gew\u00e4ssern auch 100 Metern Tiefe. An Nordh\u00e4ngen oder vor allem in H\u00f6hlen treten Arten des Circalitorals jedoch auch schon viel n\u00e4her an der Oberfl\u00e4che auf.<\/p>\n<p><small>Ich tauche selbst nicht und schnorchele nur sehr wenig. Alle Fotos auf dieser Seite stammen von Themos Bogiatsoglou, dem ich herzlich f\u00fcr das \u00dcberlassen danke. Alle Fotos sind bei Naxos aufgenommen; einige fallen genau genommen noch ins Infralitoral, k\u00f6nnen aber auch einen Eindruck von den tieferen Regionen vermitteln.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/circalitoral-1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/P1016193-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><big>T<\/big>rotz des geringen Lichtangebots leben auch im Circalitoral noch eine ganze Reihe von Algenarten, vor allem Kalk-Rotalgen, aber auch einige Braun- und sogar Gr\u00fcnalgenarten. In diesen Bereichen \u00fcberwiegt aber bei weitem der Bewuchs der Felsen mit tierischen Organismen. Dabei treten viele Arten auf, die auch im Infralitoral vorkommen, aber es kommen eine ganze Reihe interessanter Arten dazu. Die auff\u00e4lligsten und bemerkenswertesten unter ihnen sind die Korallen-\u00e4hnlichen Gorgonen, einige Korallenarten, insbesondere die seltene Rote Koralle, Moostierchen, Schw\u00e4mme, Seeanemonen, Borstenw\u00fcrmer usw. Aber auch zahlreiche Seesterne, Seeigel, Seegurken, Seescheiden und Fischarten kann man hier beobachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/P5182979-1_450.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/P5182977-1_450.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/P8101447-1_450.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/P5182938-1_450.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie sessilen Tiere des Circalitorals filtrieren das Wasser oder fischen aus ihm ihre Beutetiere aktiv oder mittels ausgebreiteter Fang\u00e4rmchen und Tentakeln heraus. Die Organismen, die sich auf die letztere Art ern\u00e4hren, sind davon abh\u00e4ngig, dass ihnen die Nahrung mit den Meeresstr\u00f6mungen zugetrieben wird und kommen entsprechend vor allem an str\u00f6mungsreichen Standorten vor wie an den Eing\u00e4ngen gro\u00dfer H\u00f6hlen oder vor Landvorspr\u00fcngen. Sie recken sich oft in den Wasserraum hinein: Diese strauch- oder geweihartige Wuchsform findet man vor allem bei den Planktonf\u00e4ngern wie Korallen, Gorgonen und manchen b\u00e4umchenf\u00f6rmigen Moostierchen, \u00e4hnliches gilt aber auch f\u00fcr viele R\u00f6hrenw\u00fcrmer. Im Gegensatz dazu erzeugen sich die Filtrierer ihren Wasserstrom selbst und sind meist kissenf\u00f6rmig (z.B. Schw\u00e4mme).<\/p>\n<p><big>V<\/big>iele Arten der Korallenb\u00f6den des Circalitorals haben besonders leuchtende und bunte Farben, die man in dieser Wassertiefe jedoch nur mit Hilfe einer Lampe sehen kann.<\/p>\n<h3>Die bathyale und die abyssale Zone<\/h3>\n<p><big>\u00dc<\/big>ber die aphotischen Regionen des Mittelmeeres soll hier nur wenig gesagt werden. Sie werden in die bathyale Zone (bis etwa 2500 bis 3000 Metern Tiefe), die abyssale Zone (umfasst den gr\u00f6\u00dften Teil der echten Ozeanb\u00f6den bis zu einer Tiefe von 6000 bis 7000 Metern) und die hadale Zone (die Tiefseegr\u00e4ben unter 7000 Metern) unterteilt. Die letztere Zone fehlt im Mittelmeer v\u00f6llig, auch die abyssale Zone ist nicht gut ausgebildet und gr\u00f6\u00dftenteils von Organismen besiedelt, die anderswo in h\u00f6heren Meeresregionen leben. In der \u00c4g\u00e4is f\u00e4llt die aphotische Region g\u00e4nzlich in die oberste, bathyale Stufe: Es gibt gar keinen echten Ozeanboden und die Meerestiefe erreicht nirgendwo 2000 Meter.<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Leben in den aphotischen Bereichen des Meeres wird nicht nur durch das fehlende Licht, sondern auch durch die sinkenden Temperaturen, den geringen Sauerstoffgehalt und den steigenden Druck erschwert.<\/p>\n<p><big>I<\/big>m Tiefsee-Pelagial leben ganz im Gegensatz zum Epipelagial, den belichteten oberen Schichten (bis 200 Meter Tiefe), gar keine pflanzlichen Organismen und nur sehr wenige Tiere, sowohl was die Artenzahl als auch was die Individuendichte betrifft. Auch die tiefsten Regionen sind aber keineswegs leblos: Hier existieren vor allem verschiedene Fischarten und Krebse.<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Benthal der Tiefsee ist meist durch Sedimentb\u00f6den gekennzeichnet, auf denen vor allem viele Detritusfresser, aber nat\u00fcrlich auch r\u00e4uberische Arten leben. Sessile Tiere sind in den meisten Regionen wegen der starken Sedimentation von absinkendem Feinsubstrat, abgestorbenen Meeresorganismen usw. selten.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie aphotischen Regionen sind nur speziellen Forschungsschiffen zug\u00e4nglich und deswegen weit weniger gut erforscht als die k\u00fcstenn\u00e4heren Bereiche. Im Mittelmeer gibt es kaum echte Tiefseeorganismen wie in den gro\u00dfen Ozeanen, sondern hier sind auch die tiefsten Bereiche von Meerestieren besiedelt, die eigentlich in geringeren Tiefen zu Hause sind. Das liegt daran, dass das Mittelmeer nach seinem Austrocken im Mioz\u00e4n \u00fcber die nur bis etwa 300 Meter tiefe Meeresverbindung bei Gibraltar wiederbesiedelt wurde: Arten der Tiefsee konnten nicht einwandern.<\/p>\n<p>zur\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/mittelmeer-zonierung\/\">Die Zonierung des Meeres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/mittelmeer\/\">Das Mittelmeer<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/supralitoral\/\">Das Supralitoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/mesolitoral\/\">Das Eulitoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/infralitoral\/\">Das Infralitoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Die Tiere des Mittelmeeres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerespflanzen\/\">Die Pflanzen des Mittelmeeres<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Circalitoral beginnt dort, wo das Licht zu schwach wird, als dass lichtliebende Organismen (wie beispielsweise das Seegras) gedeihen k\u00f6nnten, also etwa ab 30 bis 50, in sehr klaren Gew\u00e4ssern auch 100 Metern Tiefe. 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