{"id":1915,"date":"2010-10-20T08:37:30","date_gmt":"2010-10-20T05:37:30","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=1915"},"modified":"2024-10-31T20:26:33","modified_gmt":"2024-10-31T18:26:33","slug":"naxos-cheimarrou","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/naxos-cheimarrou\/","title":{"rendered":"Der hellenistische Turm von Chimarrou"},"content":{"rendered":"<p><big>S<\/big>\u00fcdlich von Fil\u00f3ti, an der Stra\u00dfe nach Kaland\u00f3s, ist ein interessanter antiker Wehrturm aus der hellenistischen Zeit (etwa 3. Jhd. v. Chr.) zu besichtigen. Er liegt in 340 m H\u00f6he auf den niedrigen H\u00fcgeln s\u00fcd\u00f6stlich des Zeus-Berges, in einer im Sommer trocken und \u00f6de wirkenden, leicht h\u00fcgeligen Landschaft, die im Fr\u00fchjahr jedoch von dichtem Gr\u00fcn \u00fcberzogen ist. Es ist anzunehmen, dass die ganze Gegend in der Antike landwirtschaftlich genutzt wurde; schon in der Bronzezeit war die s\u00fcd\u00f6stliche K\u00fcstenregion von Naxos besiedelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_view-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Turm von Chim\u00e1rrou liegt auf einer unbedeutenden Anh\u00f6he inmitten h\u00f6herer H\u00fcgel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_view-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Umgebung wirkt im Sommer trocken und \u00f6de; im Fr\u00fchjahr sind aber viele T\u00e4ler und H\u00e4nge von einem erstaunlich dichten Gr\u00fcn \u00fcberzogen.<\/small><\/p>\n<h3>Die Architektur des Turmes<\/h3>\n<p><big>D<\/big>er Turm von Chim\u00e1rrou ist ein Rundturm wie auch die meisten anderen hellenistischen T\u00fcrme der Kykladen. Sein innerer Durchmesser betr\u00e4gt (unten) 7,2 Meter. Die Mauern sind etwa einen Meter dick, was einen \u00e4u\u00dferen Durchmesser von gut 9 Metern ergibt. Nach oben hin wird der Turm ein wenig d\u00fcnner. Er ist bis zu einer H\u00f6he von 15 Metern erhalten (etwa 40 Steinreihen von 30 bis 50 cm H\u00f6he). Urspr\u00fcnglich hat er wahrscheinlich f\u00fcnf Stockwerke besessen, von denen das oberste und etwa die H\u00e4lfte des darunterliegenden eingest\u00fcrzt sind, vermutlich vor allem durch Blitzschlag. Es ist unklar, ob der Turm ehemals ein spitzes Dach besa\u00df oder eine Dachterrasse.<\/p>\n<p><small>Der Turm wurde im Jahr 2004 in ein Ger\u00fcst geh\u00fcllt, das um 2021 wieder entfernt wurde; seit 2023 steht innen ein Ger\u00fcst, au\u00dfen jedoch nur eine unterste Reihe, au\u00dferdem liegen auf dem Gel\u00e4nde viele Ger\u00fcstteile herum; im Jahr 2024 wurde das Gel\u00e4nde v\u00f6llig abgesperrt. Meine hier verwendeten Fotos stammen aus unterschiedlichen Zeiten: Die \u00e4ltesten sind von 1990, als der Turm noch ohne Ger\u00fcst dastand; ich habe sie von meinen alten Papierfotos abfotografiert (deswegen die m\u00e4\u00dfige Qualit\u00e4t mancher Fotos).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_new-4.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Turm von Chim\u00e1rrou stammt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Es handelt sich um den Wehrturm einer kleinen b\u00e4uerlichen Siedlung, in den sich die Anwohner bei einem Angriff zur\u00fcckziehen konnten.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Mauern des Turms sind etwa einen Meter dick und bestehen aus einer Au\u00dfenwand aus gr\u00f6\u00dferen und einer Innenwand aus kleineren Steinen. Beide Mauern sind durch quer stehende Bindersteine verbunden: Jede dritte oder vierte Reihe besteht abwechselnd aus L\u00e4ufer- und Bindersteinen, wobei letztere von au\u00dfen betrachtet fast quadratisch, aber auch breiter sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_new-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Mauerwerk kann man zwischen den gr\u00f6\u00dferen Steinen auch kleinere, etwa quadratische erkennen: Diese sind die quereingebauten Steine, die die Innen- und die Au\u00dfenmauer verbinden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_entrance-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Eingang mit seinem dicken T\u00fcrsturz liegt an der wettergesch\u00fctzten S\u00fcdseite des Turmes.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Au\u00dfenwand des Turmes ist ohne M\u00f6rtel sehr sorgf\u00e4ltig aus Reihen von je gleich hohen Steinen gef\u00fcgt. Die H\u00f6he der Reihen variiert zwischen 30 und 40 cm; die untersten Schichten sind etwas h\u00f6her. Die Steine sind auf der Ober- und Unterseite sorgf\u00e4ltig mit Zahneisen gegl\u00e4ttet, so dass sie genau aufeinander liegen. Ihre wegen der Rundung des Turmes gekr\u00fcmmte Au\u00dfenseite ist von oben nach unten vorgew\u00f6lbt (Bossenmauerwerk), was dem Gem\u00e4uer eine gewisse Lebendigkeit verleiht. Diese Au\u00dfenseite der Steine ist nur ungef\u00e4hr zurechtgehauen und nicht mit Zahneisen bearbeitet; entlang der senkrechten Fugen sind die Steine allerdings sorgf\u00e4ltig gegl\u00e4ttet und in die richtige Form gebracht. Manche Steinen tragen eingeritzte Buchstaben, bei denen es sich vermutlich um die Signatur ihres Herstellers handelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_wall_outside-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die W\u00e4nde des Turmes sind sehr sorgf\u00e4ltig ohne M\u00f6rtel gemauert. Ober- und Unterseite der Steine sind exakt gegl\u00e4ttet; die Au\u00dfenseite ist nur grob behauen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_stones-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Um den Turm herum liegen zahlreiche heruntergefallene Steine.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_stone-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der Ober- und Unterseite sind die Steine sorgf\u00e4ltig mit Zahneisen gegl\u00e4ttet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_sign-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf einigen der mit Zahneisen behauenen Steine sind Buchstaben eingeritzt, vermutlich die Namensk\u00fcrzel der Steinmetze.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Innenwand des Turmes ist aus kleineren Steinen gef\u00fcgt. In einer Technik, der man auch bei vielen der traditionellen Steinh\u00e4user der Insel begegnet, sind dabei zwischen die gr\u00f6\u00dferen Steine hier und da kleine Stapel aus Steinplatten eingef\u00fcgt. Die Innenmauer ist nicht unsorgf\u00e4ltig, aber doch einfacher und weniger arbeitsaufw\u00e4ndig gehalten als die Au\u00dfenmauer; beispielsweise sind die Bindersteine oft nicht genau zugeschnitten, sondern ragen etwas aus der Wand heraus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_wall_inside-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Innenwand besteht aus kleineren Steinen. Man kann die typische Mauerweise erkennen, die auch bei vielen steinernen Hirtenh\u00e4usern angewendet wird: Zwischen den gro\u00dfen Steinen sind an manchen Stellen Stapel aus Steinpl\u00e4ttchen eingeschaltet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_connecting_stones-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die querverlaufenden Bindersteine ragen teilweise nach innen aus der Wand heraus.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_connecting_stones-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf einem St\u00fcck, wo die innere Wand eingest\u00fcrzt ist, kann man die Bindersteine gut sehen.<\/small><\/p>\n<p><big>P<\/big>ro Stockwerk sind etwa drei schmale Mauerscharten in die W\u00e4nde eingearbeitet, die der Belichtung und Bel\u00fcftung des Turmes dienten; als Schie\u00dfscharten waren sie nach genaueren Untersuchungen kaum zu verwenden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_embrasure-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>eine Mauerscharte von au\u00dfen<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_window-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Eine Mauerscharte von innen. Obwohl sie nach innen deutlich breiter wird, k\u00f6nnen die meisten Mauerscharten nach genauen Untersuchungen kaum zum Schie\u00dfen verwendet worden sein, da sie am durch eine Holzwand abgetrennten Treppenhaus lagen, welches zu schmal war, um ein Zielen und Schie\u00dfen zu erlauben.<\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>m Turm verl\u00e4uft eine Treppe nach oben, die aus gro\u00dfen Steinplatten besteht, die aus der Wand hervorragen; sie sind etwa einen halben Meter tief eingemauert und liegen jeweils aufeinander auf. Die Tiefe, Breite und H\u00f6he der Stufen (35 x 80 x 26 cm) ist einheitlich gehalten. Die Treppe war h\u00f6chstwahrscheinlich durch eine Bretterkonstruktion vom Innenraum des Turmes abgetrennt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_stairs-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Treppe im Turm besteht aus etwa 80 cm aus der Wand ragenden Steinstufen. Auf dem Bild sieht man auch eine Mauerscharte, die offensichtlich (nachtr\u00e4glich?) nach oben hin schr\u00e4g vergr\u00f6\u00dfert worden ist; vermutlich um einen besseren Blick von der Treppe nach unten zu erlauben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_stairs-4.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im untersten Stockwerk sind die Treppensteine, soweit erkennbar, nachtr\u00e4glich abgeschlagen worden; vielleicht hat man zur gr\u00f6\u00dferen Sicherheit die Steintreppe durch eine hochziehbare Leiter ersetzt.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie B\u00f6den der Stockwerke waren aus Holz konstruiert. Von ihnen ist nichts mehr erkennbar als die L\u00f6cher in den W\u00e4nden f\u00fcr die jeweils sechs starken Holztr\u00e4ger sowie der rundumlaufende Mauerr\u00fccksprung, dessen H\u00f6he darauf schlie\u00dfen l\u00e4sst, dass die dicken ersten Balken eine zweite Balkenreihe trugen, auf der die Holzdielen auflagen. Das untere Stockwerk war vier Meter hoch, dar\u00fcber sind noch dreieinhalb etwas niedrigere Stockwerke erhalten. In jedem Stockwerk gab es auf Fu\u00dfbodenh\u00f6he eine sorgf\u00e4ltig konstruierte Wasserablaufrinne, die innen mit einer Gussplatte und au\u00dfen mit einem vorspringenden Wasserspeier versehen war. Das l\u00e4sst vermuten, dass im Turm regelm\u00e4\u00dfig h\u00e4usliche oder b\u00e4uerliche T\u00e4tigkeiten durchgef\u00fchrt wurden, die die Verwendung von Wasser erforderten. Im untersten Stockwerk des Turms ist eine gro\u00dfe Zisterne in den Felsboden eingearbeitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_stairs-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Turm besa\u00df urspr\u00fcnglich vermutlich f\u00fcnf Stockwerke. Von den Holzb\u00f6den ist nichts mehr erhalten; man sieht nur noch die L\u00f6cher, in denen die Balken steckten. Interessanterweise ist auch die hier zu sehende Mauerscharte schr\u00e4g nach oben erweitert worden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_gargoyle-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>ein Wasserspeier<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>er Turm von Chim\u00e1rrou wird aufgrund seiner Bauweise auf das 3. Jahrhundert v. Chr., also die hellenistische Periode, datiert. Er liegt in einer Entfernung von etwa 3,5 Kilometern (Luftlinie) von der K\u00fcste; die \u00f6stlich gelegenen T\u00e4ler sind heute von dichtem Wald bewachsen. Seiner Lage nach kann der Turm wohl kaum als Wachtturm gedient haben; selbst von seiner Spitze aus kann man keinen besonders guten Blick auf das Meer gehabt haben. Die genaue Lage des Turms ist vermutlich durch den gerade hier anstehenden, hervorragend zum Mauern geeigneten Marmor bedingt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_quarry-3.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_quarry-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Turm ist aus direkt vor Ort abgebautem Marmor errichtet; n\u00f6rdlich des Turmes kann man noch Stellen erkennen, an denen Marmor abgebaut worden ist. Es ist anzunehmen, dass der Turm wegen des hervorragenden Marmors gerade hier errichtet wurde.<\/small><\/p>\n<h3>Der Turm als Wehranlage<\/h3>\n<p><big>D<\/big>iverse Eigenheiten der Architektur des Turmes zeigen deutlich, dass er der Verteidigung gedient hat. Zu diesen Charakteristika geh\u00f6rt die runde Form, durch die er vor Angriffen mit Rammb\u00f6cken besser gesch\u00fctzt war (mithilfe von Rammb\u00f6cken lie\u00dfen sich au\u00dfer den Toren am besten die Ecken der Geb\u00e4ude einschlagen). Bezeichnend ist au\u00dferdem das Fehlen von Fenstern; der Turm weist nur ein paar nach au\u00dfen hin sehr schmale, nach innen schr\u00e4g verbreiterte Mauerscharten auf (je drei pro Stockwerk). Diese waren so schmal, dass sie kaum der Verteidigung gedient haben k\u00f6nnen, insbesondere nicht die, die am engen Treppenhaus lagen; ihr Zweck kann nur die Belichtung und Bel\u00fcftung des Turmes gewesen sein. Trotzdem ist die Enge der Schlitze ein eindeutiger Hinweis auf den Charakter des Turmes als Flucht- oder Wehranlage, die den Nutzern Schutz bei Angriffen leisten sollte. Oberhalb der T\u00fcr liegt das einzige Fenster, das der Verteidigung des Eingangs (der einzigen angreifbaren Stelle des Turmes) durch das Herabwerfen von Steinen diente; es trug ehemals zu diesem Zweck einen h\u00f6lzernen Vorbau. So konnten sehr effektiv nicht nur m\u00f6gliche Eindringlinge abgewehrt, sondern auch Rammb\u00f6cke zerschmettert werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_entrance-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die einzige gef\u00e4hrdete Stelle des Turmes war sein Eingang.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_window-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Oberhalb der T\u00fcr liegt das einzige Fenster des Turmes, das als Verteidigungsluke f\u00fcr den Eingang diente. Es besa\u00df urspr\u00fcnglich einen kleinen Vorbau aus Holz, wie an den herausragenden Steinen zu erkennen ist; neben und oberhalb des Fensters sieht man au\u00dferdem kleine Vertiefungen, die etwas mit der Befestigung dieser Holzkonstruktion zu tun hatten.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Architektur des Turmes war genau den Bed\u00fcrfnissen seiner Erbauer angemessen: Wie man an den Wasserrinnen erkennen kann, handelte es sich nicht um ein reines Wehr- oder Wachthaus, sondern der Turm diente als Wohn- und Arbeitsgeb\u00e4ude f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen landwirtschaftlichen Hof, und war au\u00dferdem effektiv zum Abwehren und \u00dcberdauern eines Piratenangriffs ausger\u00fcstet. Dabei war jeder \u00fcberfl\u00fcssige Aufwand vermieden worden und gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Effizienz in der Architektur angestrebt.<\/p>\n<h3>Die \u00e4u\u00dferen Wehrmauern<\/h3>\n<p><big>D<\/big>er Wehrturm liegt in einem quadratischen Hof von knapp 40 Metern Seitenl\u00e4nge, der von einer Wehrmauer umgeben ist. Um die innerste, sorgf\u00e4ltig gemauerte Wehrmauer herum sind drei bis vier weitere Schutzmauern angelegt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_fortification-3.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Turm von Chim\u00e1rrou ist von einem etwa 40 x 40 Meter gro\u00dfen, viereckigen Hof mit mehreren Schutzw\u00e4llen umgeben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_new_fortification-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die innerste Umfassungsmauer ist sorgf\u00e4ltig aus behauenen Steinen errichtet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_outer_wall-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Teilweise liegen H\u00e4user direkt hinter der inneren Umfassumgsmauer, die die eine Wand des Hauses stellt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_fortification-4.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Um die innere Umfassungsmauer herum liegen zwei bis drei weitere, einfacher gemauerte Mauern eng hintereinander, in denen hier und da schmale Durchg\u00e4nge freigelassen sind.<\/small><\/p>\n<h3>Das Geh\u00f6ft<\/h3>\n<p><big>I<\/big>m s\u00fcdlichen Teil des Hofes liegen an der West- und an der Ostseite eine ganze Reihe von kleinen, direkt aneinander liegenden, rechteckigen H\u00e4usern, die eine kleine b\u00e4uerliche Siedlung bildeten. Die H\u00e4user haben eine Gr\u00f6\u00dfe von je einigen Metern. Ihre W\u00e4nde sind ebenfalls recht sorgf\u00e4ltig gemauert, wenn auch aus kleineren Steinen und deutlich einfacher als der Turm. Die W\u00e4nde sind an den meisten Stellen bis auf einen guten Meter H\u00f6he erhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_houses-7.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im s\u00fcdlichen Teil des Hofgel\u00e4ndes ist eine Reihe von kleinen H\u00e4usern ausgegraben worden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_houses-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Mauern der H\u00e4user sind recht gut erhalten. Das Fu\u00dfbodenniveau liegt einen guten Meter niedriger als der Eingang des Wehrturms und das (heutige) Bodenniveau.<\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>n mehreren H\u00e4usern der Siedlung liegen in den Fu\u00dfboden eingelassene, sorgf\u00e4ltig verputzte Gruben, bei denen es sich h\u00f6chstwahrscheinlich um Zisternen handelte, die von den D\u00e4chern der H\u00e4user mit Regenwasser gef\u00fcllt wurden. Die Fu\u00dfb\u00f6den sind oft mit ordentlich zusammengef\u00fcgten Steinplatten belegt. In einem der Geb\u00e4ude finden sich die \u00dcberreste einer \u00d6lpresse. Zum Zermahlen der Oliven diente eine runde, dicke, leicht ausgeh\u00f6hlte Steinplatte mit einer Vertiefung in der Mitte, in der urspr\u00fcnglich eine Holzachse steckte, um die herum der an einem waagerechten Holz steckende Mahlstein lief. Daneben steht, an die Wand gelehnt, eine Steinplatte mit einer umlaufenden Rille, auf der die Oliven ausgepresst wurden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_houses-5.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Fu\u00dfb\u00f6den sind teilweise sorgf\u00e4ltig aus Steinplatten gef\u00fcgt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_houses-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_cistern-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In mehreren H\u00e4usern liegen in den Boden eingelassene Zisternen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_houses-6.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In einem der H\u00e4user sind \u00dcberreste einer antiken \u00d6lpresse erhalten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_houses-4.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf diesem Stein wurden die Oliven zermahlen. Die Zwischenmauer, die auf dem Stein der \u00d6lpresse steht, muss nachtr\u00e4glich eingezogen worden sein; sie sieht auch etwas unsorgf\u00e4ltiger gemauert aus, als die \u00fcbrigen W\u00e4nde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_houses-3.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei diesem Stein handelt es sich vermutlich um die Platte, auf der die zerdr\u00fcckten Oliven ausgepresst wurden; in der rundumlaufenden Rinne lief das \u00d6l ab.<\/small><\/p>\n<h3>Weitere hellenistische T\u00fcrme auf Naxos und im \u00c4g\u00e4israum<\/h3>\n<p><big>I<\/big>n S\u00fcd- und S\u00fcdwest-Naxos sind \u00dcberreste von mindestens 6 \u00e4hnlichen Geh\u00f6ftt\u00fcrmen nachzuweisen, die h\u00f6chstwahrscheinlich aus etwa derselben Zeit stammen. Auch sie lagen nicht an erh\u00f6hten Stellen, so dass eine Funktion als Wacht- oder Signalturm ausgeschlossen werden kann. Der n\u00e4chste dieser T\u00fcrme liegt sogar geradezu versteckt oberhalb einer kleinen Bucht (\u00d3rmos R\u00edna) \u00f6stlich von Kaland\u00f3s. Nach ihrer Lage kann es sich also auch hier nur um Flucht- und Wehrt\u00fcrme gehandelt haben, die je zur Verteidigung eines Geh\u00f6ftes dienten. \u00c4hnliche T\u00fcrme gibt es auch auf vielen benachbarten Inseln (z.B. mehrere gut erhaltene auf Ikaria), aber auch allgemein im \u00c4g\u00e4israum, in Attika, auf dem Peloponnes und in anderen Gegenden Griechenlands. Au\u00dferhalb Griechenlands sind \u00e4hnliche Geh\u00f6ftt\u00fcrme aus der Antike vor allem aus Teilen Kleinasiens, von der (griechisch kolonisierten) Krim und aus Sardinien bekannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/pyrgos_rina-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Oberhalb der Bucht R\u00edna liegen die \u00dcberreste eines Rundturmes, der zwar deutlich kleiner ist als der Turm von Chim\u00e1rrou, ihm aber ansonsten in der Bauweise \u00e4hnelt, so dass man davon ausgehen kann, dass er aus derselben Zeit stammt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/pyrgos_rina-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Neben den Turm liegen die Mauern eines heute verfallenen Hirtenhauses, das unter Verwendung der antiken Mauern errichtet worden war.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Anlage gro\u00dfer Geh\u00f6ftt\u00fcrme auf Naxos bezeugt die Existenz von reichen Gro\u00dfgrundbesitzern, die in der Lage waren, derart aufw\u00e4ndige Bauten zum Schutz ihrer L\u00e4ndereien zu errichten &#8211; man kann daraus den Schluss ziehen, dass in der hellenistischen Zeit auf Naxos eine Aristokratie herrschte. Es ist anzunehmen, dass die Besitzer im Turm selbst wohnten und in den H\u00e4usern des Geh\u00f6ftes die Untergebenen, die die Felder bewirtschafteten. Dass so viele derartige T\u00fcrme errichtet wurden, spricht au\u00dferdem von der Gef\u00e4hrdung der Inseln, vor allem durch Piraten: Vor einem Piratenangriff konnten sich die Bewohner wohl durch Zur\u00fcckziehen in den Wehrturm effektiv sch\u00fctzen, wogegen die T\u00fcrme nicht dazu geeignet waren, einem Krieg oder einer langen Belagerung zu widerstehen.<\/p>\n<h3>Die Kapellen am Turm von Chim\u00e1rrou<\/h3>\n<p><big>N<\/big>eben dem Turm stehen zwei winzige byzantinische Kapellen, deren Tonnend\u00e4cher in traditioneller Weise von oben  mit Steinplatten gedeckt sind. Im 5. oder 6. Jahrhundert stand hier eine fr\u00fchbyzantinische Basilika, von der jedoch nur sp\u00e4rliche \u00dcberreste erhalten sind. Nur die n\u00f6rdliche der Kapellen (Zood\u00f3chos Pig\u00ed = Lebensspendender Quell) wird noch genutzt. Beim Bau der Kapellen sind einige Steine des Turmes verwendet worden, was zeigt, dass ein Teil des Turmes zur Zeit ihrer Erbauung schon eingest\u00fcrzt war. Nicht weit weg hat man sp\u00e4rliche \u00dcberreste einer kleinen byzantinischen Siedlung (Ariov\u00e9sa) gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_chapels-2.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Neben dem Turm liegen zwei kleine Kirchlein. Hier konnten auch die Spuren einer fr\u00fchbyzantinischen Basilika ausgemacht werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_chapel-4.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die n\u00f6rdliche Kapelle (Zood\u00f3chos Pig\u00ed) wird noch genutzt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_chapel-3.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In der s\u00fcdlichen Kapelle sind Steine des Turmes eingebaut, was zeigt, dass schon zur Zeit ihrer Errichtung Teile des Turmes eingest\u00fcrzt waren.<\/small><\/p>\n<h3>Der heutige Zustand des Turmes<\/h3>\n<p><big>N<\/big>ach einer Zeichnung aus dem Jahr 1856 zu urteilen, war der Turm damals schon fast in demselben Zustand wie heute (max. 40 Steinschichten). Ludwig Ross, ein in Athen t\u00e4tiger deutscher Arch\u00e4ologe, der Naxos im Jahr 1835 bereiste, berichtet allerdings noch von 50 Steinschichten (die vermutete H\u00f6he von f\u00fcnf Stockwerken w\u00fcrde etwa 53 Steinschichten bedeuten). Er erw\u00e4hnt auch, dass man in der N\u00e4he hellenistische Gr\u00e4ber gefunden habe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou-4.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Mindestens ein Stockwerk des Turms ist schon eingst\u00fcrzt und fehlt (Foto von 1990).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_damage-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Einige der obersten Steine sind seitlich verrutscht und stark absturzgef\u00e4hrdet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_inside-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sehr bedenklich und schade ist au\u00dferdem, dass die Innenwand an der einen Seite fast auf der ganzen H\u00f6he weggebrochen ist &#8211; hier ist eine Reparatur dringend n\u00f6tig!<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_broken_wall-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man den Schaden im unteren Teil.<\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>m Jahr 2004 wurde der Turm in ein Ger\u00fcst geh\u00fcllt, ein Blitzableiter angebracht und der Eingang durch eine T\u00fcr verschlossen, so dass man nicht mehr hineingehen konnte. Die heruntergefallenen Steine wurden zusammengetragen und numeriert; der Turm sollte teilweise wieder aufgebaut werden, oder wenigstens ein weiteres Einst\u00fcrzen verhindert werden. Au\u00dferdem wurde das Gel\u00e4nde ausgegraben und die H\u00e4user des Geh\u00f6ftes freigelegt. Inzwischen ist das alte, verrostete Ger\u00fcst gl\u00fccklicherweise entfernt, und man kann wieder in den Turm hineinschauen. Leider liegen nun auf dem Gel\u00e4nde die ganzen Ger\u00fcstteile herum; auch die sorgf\u00e4ltig ausgegrabenen H\u00e4user sind von den Arbeiten etwas beeintr\u00e4chtigt. Es w\u00e4re sehr w\u00fcnschenswert, dass der Turm bald richtig restauriert wird, vor allem, damit er nicht doch irgendwann weiter einst\u00fcrzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/cheimarrou_new-1.jpg\" alt=\"Turm von Cheimarrou, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-sehenswuerdigkeiten\/\">Die Sehensw\u00fcrdigkeiten von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/festungen-und-wehrtuerme\/\">Festungen und Wehrt\u00fcrme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-geschichte\/\">Die Geschichte der Insel Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-hellenistische-epoche\/\">Die hellenistische Epoche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-roemische-epoche\/\">Die r\u00f6mische Epoche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/wanderung-suedkueste\/\">An der S\u00fcdk\u00fcste<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n<p>verwendete Literatur: Lothar Haselberger, Befestigte Turmgeh\u00f6fte im Hellenismus auf den Kykladeninseln Naxos, Andros und Keos, unver\u00f6ffentlichte Dissertation, Institut f\u00fcr Bauforschung und Baugeschichte der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen, etwa 1985,<br \/>\nzur Verf\u00fcgung gestellt von Herrn Chr. Ucke, dem hiermit herzlich gedankt sei<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdlich von Fil\u00f3ti, an der Stra\u00dfe nach Kaland\u00f3s, ist ein interessanter antiker Wehrturm aus der hellenistischen Zeit (etwa 3. Jhd. v. Chr.) zu besichtigen. Er liegt in 340 m H\u00f6he auf den niedrigen H\u00fcgeln s\u00fcd\u00f6stlich des Zeus-Berges, in einer im Sommer trocken und \u00f6de wirkenden, leicht h\u00fcgeligen Landschaft, die im Fr\u00fchjahr jedoch von dichtem Gr\u00fcn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":28427,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[336,17,2007,15,9,31],"tags":[32,374,872,869,887,34,865,377,880,375,33,373],"class_list":["post-1915","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-festungen-tuerme","category-geschichte","category-hellenistische-epoche","category-kultur","category-naxos","category-sehenswuerdigkeiten","tag-ferien","tag-gehoftturm","tag-geschichte","tag-griechenland","tag-hellenistische-periode","tag-kykladen","tag-naxos","tag-rundturm","tag-sehenswurdigkeiten","tag-turm-von-chimarrou","tag-urlaub","tag-wehrturm"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1915","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1915"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1915\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72012,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1915\/revisions\/72012"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1915"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1915"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/el\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1915"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}