{"id":166,"date":"2009-03-18T20:12:43","date_gmt":"2009-03-18T18:12:43","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=166"},"modified":"2026-03-01T18:35:50","modified_gmt":"2026-03-01T16:35:50","slug":"seepocken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/seepocken\/","title":{"rendered":"Seepocken"},"content":{"rendered":"<p><big>W<\/big>er an einer Felsk\u00fcste Seepocken sieht, der wird bei ihrem Anblick kaum auf die Idee kommen, dass es sich bei ihnen um enge Verwandte der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/krebse\/\">Krebse<\/a> handelt. Sie geh\u00f6ren aber tats\u00e4chlich zum Unterstamm der Krebstiere: Gemeinsam mit den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/entenmuscheln\/\">Entenmuscheln<\/a> und manchen parasitischen Formen bilden sie die Unterklasse der Rankenf\u00fc\u00dfer.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/chthamalus_stellatus-5.jpg\" alt=\"Sternseepocke\"><\/p>\n<p><big>S<\/big>eepocken sind sessile, das hei\u00dft festsitzende Tiere, die in einem kegelf\u00f6rmigen Geh\u00e4use aus Kalkplatten sitzen, dessen offene Spitze mit beweglichen Kalkpl\u00e4ttchen verschlossen wird. Wenn sie sich \u00f6ffnen, strecken sie kleine &#8220;Rankenf\u00fc\u00dfchen&#8221;, die umgestalteten Beine, hervor und benutzen diese dazu, einen Wasserstrom zu erzeugen, durch den das Plankton, von dem sie sich ern\u00e4hren, herbei gestrudelt wird. Seepocken sind meist Zwitter. \u00dcberraschenderweise haben sie trotz ihrer sessilen Lebensweise eine innere Befruchtung &#8211; was dazu f\u00fchrt, dass sich nur recht nah beieinander sitzende Seepocken befruchten k\u00f6nnen (obwohl sie unter die Tiere mit den relativ l\u00e4ngsten Penissen fallen). Allerdings umgehen die Seepocken das Problem teilweise auch durch Selbstbefruchtung. Die zahlreichen Eier bleiben zun\u00e4chst im Muttertier und werden erst als kleine Larve freigesetzt. Nach einem planktischen Larvenstadium von einigen Wochen Dauer setzen sich die noch schalenlosen Jungtiere fest und durchlaufen eine Metamorphose, bei der die erste Antenne zum Anheftungsorgan umgewandelt wird und die Schalen abgesondert werden. Der Klebestoff, mit dem sich die Seepocken am Untergrund festheften, geh\u00f6rt zu den st\u00e4rksten Klebern \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/chthamalus_stellatus-4.jpg\" alt=\"Sternseepocke\"><\/p>\n<p><big>S<\/big>eepocken sind mit ihrem harten Geh\u00e4use sehr widerstandsf\u00e4hig gegen Wellenschlag sowie gegen Trockenheit und W\u00e4rme. So sind sie gut an die extremen Umweltbedingungen in der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/supralitoral\/\">Spritzwasserzone<\/a> angepasst. Bei uns kommen sie bevorzugt an schattigen Pl\u00e4tzen und in Felsritzen direkt an der Wasserlinie vor. Seepocken sind hier auf Naxos nicht sehr h\u00e4ufig, was m\u00f6glicherweise auf das begrenzte Angebot an Plankton zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<br \/>\n<br class=\"clear\" \/><\/p>\n<hr style=\"border-width: 2px;\">\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">Seepocken-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Meerestiere<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <small>Bitte beachten Sie, dass ich kein Experte bin und entsprechend manche Bestimmungen falsch sein k\u00f6nnen.<\/small><\/p>\n<p>Hier kann man direkt <strong>zu den Arten springen<\/strong> (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Sternseepocke, <em>Chthamalus stellatus<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Balanus trigonus<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Perforatus perforatus<\/a><\/p>\n<h6><a name=\"A\">Sternseepocke, <em>Chthamalus stellatus<\/em>, Poli<\/a><\/h6>\n<p><big>B<\/big>ei uns tritt gew\u00f6hnlich die im Mittelmeer sehr h\u00e4ufige Sternseepocke auf, die an der geschwungenen Trennlinie zwischen ihren Verschlussklappen und dem sternf\u00f6rmigen Umriss zu erkennen ist; die Unterscheidung von verwandten Arten ist allerdings nicht einfach.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/chthamalus_stellatus-2.jpg\" alt=\"Sternseepocke\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pachygrapsus_marmoratus-2.jpg\" alt=\"Sternseepocken auf einer Felsenkrabbe\"><br \/>\n<small>Seepocken wachsen nicht nur auf Felsen, sondern auch auf Tieren wie Schnecken und Muscheln oder hier einer Felsenkrabbe.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/chthamalus_stellatus-3.jpg\" alt=\"Sternseepocken, Chthamalus stellatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sie leben in der Spritzwasserzone und kommen bei uns insbesondere auf Schiefer vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/chthamalus_stellatus-1.jpg\" alt=\"Sternseepocken, Chthamalus stellatus\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/chthamalus_stellatus_apollonas-1.jpg\" alt=\"Sternseepocken, Chthamalus stellatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>dicht mit Sternseepocken besetzte Felsen in Apollonas<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\"><em>Balanus trigonus<\/em>, Darwin<\/a><\/h6>\n<p><big>N<\/big>ur einmal bislang habe ich (an einer Muschelschale) die Art <em>Balanus trigonus<\/em> gefunden, die an der Form der Kalkplatten und der dreieckigen \u00d6ffnung zu erkennen ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/balanus_trigonus-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Balanus trigonus\"><br \/>\n<small><em>Balanus trigonus<\/em> besitzt eine dreieckig geformte \u00d6ffnung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/balanus_trigonus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Balanus trigonus\"><br \/>\n<small>Die Kalkplatten des Geh\u00e4uses sind r\u00f6tlich gef\u00e4rbt.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"C\"><em>Perforatus perforatus ?<\/em>, Brugui\u00e8re<\/a><\/h6>\n<p><big>B<\/big>ei dieser Art mit sehr steilem, &#8220;vulkanartigem&#8221; Geh\u00e4use mit gleichm\u00e4\u00dfigen Rillen auf den Kalkplatten und kleiner \u00d6ffnung handelt es sich m\u00f6glicherweise um <em>Perforatus perforatus.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/perforatus_perforatus-2.jpg\" alt=\"Perforatus perforatus ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Perforatus perforatus<\/em> besitzt ein steiles, &#8220;vulkanartiges&#8221; Geh\u00e4use; die Bestimmung ist nicht sicher.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/perforatus_perforatus-1.jpg\" alt=\"Perforatus perforatus ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art ist bei uns sehr selten anzutreffen; sie bevorzugt schattige Pl\u00e4tze unter der Wasserlinie.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/entenmuscheln\/\">Entenmuscheln<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Meerestiere \u00dcberblick<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/krebse\/\">Krebse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/supralitoral\/\">Das Supralitoral<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum Weiterlesen: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seepocken\">Wikipedia<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer an einer Felsk\u00fcste Seepocken sieht, der wird bei ihrem Anblick kaum auf die Idee kommen, dass es sich bei ihnen um enge Verwandte der Krebse handelt. 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