{"id":162,"date":"2009-03-16T23:18:50","date_gmt":"2009-03-16T21:18:50","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=162"},"modified":"2026-01-09T13:35:47","modified_gmt":"2026-01-09T11:35:47","slug":"mittelmeer-umweltfaktoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/mittelmeer-umweltfaktoren\/","title":{"rendered":"Die Umweltfaktoren im Mittelmeer"},"content":{"rendered":"<p><big>M<\/big>it 3,9 Volumenprozent hat das \u00f6stliche Mittelmeer einen recht hohen <strong>Salzgehalt<\/strong>. Die <strong>Wassertemperaturen<\/strong> bewegen sich zwischen 25\u00b0C im August und September und 14\u00b0C im Dezember und Januar. Im Sommer erw\u00e4rmen sich die oberen Wasserschichten bis zu einer Tiefe von manchmal bis zu 30 Metern, wo die Temperatur pl\u00f6tzlich abf\u00e4llt (Thermokline). In der Tiefe hat das Wasser des Mittelmeeres eine Temperatur von nicht weniger als 13\u00b0C. Wenn sich im Winter die oberen Wasserschichten abk\u00fchlen, wird eine tiefreichende Durchmischung des Wasserk\u00f6rpers erm\u00f6glicht, wodurch in den nicht zu tiefen Gebieten die N\u00e4hrstoffe, die sich am Boden abgelagert haben, wieder aufgewirbelt werden.<\/p>\n<p><big>A<\/big>ufgrund der hohen Temperaturen hat das Mittelmeer einen eher geringen <strong>Sauerstoffgehalt<\/strong> (bei hohen Temperaturen kann sich weniger Sauerstoff im Wasser l\u00f6sen). Auch das <strong>Mineralangebot<\/strong> ist im Vergleich zu den poln\u00e4heren, kalten Ozeanen gering. Somit ist das Mittelmeer ein <strong>oligotrophes<\/strong>, das hei\u00dft n\u00e4hrstoffarmes Meer. Aufgrund der fehlenden Gezeitenstr\u00f6me gibt es auch in den flachen Bereichen nur wenig aufgewirbelte Schwebstoffe (und damit N\u00e4hrsalze). Entsprechend dieser N\u00e4hrstoffarmut ist das Mittelmeer planktonarm. Von dieser Schwebstoff- und Planktonarmut r\u00fchrt auch die besondere Klarheit der Gew\u00e4sser her, durch die intensiv blaue Farbe bedingt wird.<\/p>\n<p><big>E<\/big>in entscheidender Umweltfaktor im \u00d6kosystem des Meeres ist das <strong>Lichtangebot<\/strong>. Das Licht kann nicht beliebig tief ins Meer eindringen. Schon an der Oberfl\u00e4che wird etwa ein Drittel des Lichtes reflektiert. Au\u00dferdem wird das Licht vom Wasser absorbiert, so dass es im Meer mit gr\u00f6\u00dferer Tiefe schnell dunkel wird. Schon in gut f\u00fcnf Metern Tiefe sinkt die Lichtst\u00e4rke auf etwa die H\u00e4lfte; in 40 bis 50 Metern betr\u00e4gt sie nur noch etwa 1%. Dabei werden die verschiedenen Wellenl\u00e4ngen unterschiedlich stark absorbiert. Das langwellige rote Licht wird schon in den obersten Wasserschichten herausgefiltert, w\u00e4hrend das kurzwellige, energiereichere\u00a0 blaue Licht in gr\u00f6\u00dfere Tiefen vordringen kann. Ab einigen Metern Tiefe sieht entsprechend alles im Meer bl\u00e4ulich aus, und der Taucher kann die Farbenpracht der Meeresorganismen (auch da wo es noch recht hell ist) nur unter Zuhilfenahme einer Lampe bewundern. In den klarsten Gew\u00e4ssern des Mittelmeeres kann man teilweise noch in 100 Metern Tiefe lichtbed\u00fcrftige Organismen wie das Seegras <em>Posidonia<\/em> finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/mediterranean_light-1.jpg\" alt=\"Lichtbedingungen im Meer\" border=\"0\"><\/p>\n<p><big>I<\/big>n K\u00fcstenn\u00e4he ist die <strong>Wasserbewegung<\/strong> durch die Gezeiten oder den Wellengang von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr alle Meeresorganismen. Der Wellengang bewirkt eine Durchmischung des Wassers bis in erstaunlich gro\u00dfe Tiefen und f\u00fchrt so zu einer Verteilung der N\u00e4hrstoffe, die sich in stillen Gew\u00e4ssern am Boden absetzen. Von gro\u00dfer Bedeutung ist auch die Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff. Weil nur in flachen Meeren der Wasserk\u00f6rper durch den Wellengang bis zum Boden umgew\u00e4lzt wird, sind diese generell wesentlich eutropher, das hei\u00dft n\u00e4hrstoffreicher, und k\u00f6nnen mehr Plankton ern\u00e4hren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/mediterranean_waves-1.jpg\" alt=\"Meereswellen\" border=\"0\"><\/p>\n<p><big>I<\/big>m Mittelmeer sind nur die flachen Schelfgebiete in der Adria, der Nord\u00e4g\u00e4is, vor Tunesien und vor dem Nildelta <strong>eutroph<\/strong>. Dabei spielen nat\u00fcrlich auch die mit den gro\u00dfen Fl\u00fcssen eingeschwemmten N\u00e4hrstoffe eine Rolle. In den eutrophen Regionen leben deutlich mehr Fische, Mollusken usw. Heutzutage sind gerade diese Lebensr\u00e4ume jedoch durch einen \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Eintrag von N\u00e4hrstoffen aus Abw\u00e4ssern, D\u00fcngemitteln, Waschmittelr\u00fcckst\u00e4nden usw. gef\u00e4hrdet: Der \u00fcberm\u00e4\u00dfige N\u00e4hrstoffeintrag kann zu einem unnat\u00fcrlichen Algenwachstum und einer so starken Vermehrung des Planktons f\u00fchren, dass der Sauerstoff im Wasser aufgebraucht wird, woraufhin alles tierische Leben abstirbt (&#8220;Umkippen&#8221; des Gew\u00e4ssers). In der zentralen \u00c4g\u00e4is ist die Eutrophierung h\u00f6chstens in einigen stark besiedelten und von den Meeresstr\u00f6mungen weitgehend abgeschnittenen Meeresbuchten und H\u00e4fen ein Problem.<\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/mittelmeer-anforderungen\/\">Die Anforderungen des Meeres an seine Bewohner<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/mittelmeer-einfuehrung\/\">Das Mittelmeer<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 3,9 Volumenprozent hat das \u00f6stliche Mittelmeer einen recht hohen Salzgehalt. Die Wassertemperaturen bewegen sich zwischen 25\u00b0C im August und September und 14\u00b0C im Dezember und Januar. Im Sommer erw\u00e4rmen sich die oberen Wasserschichten bis zu einer Tiefe von manchmal bis zu 30 Metern, wo die Temperatur pl\u00f6tzlich abf\u00e4llt (Thermokline). 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