{"id":145,"date":"2009-03-07T18:46:53","date_gmt":"2009-03-07T16:46:53","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=145"},"modified":"2026-03-01T18:37:06","modified_gmt":"2026-03-01T16:37:06","slug":"seeigel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/seeigel\/","title":{"rendered":"Seeigel"},"content":{"rendered":"<p><big>S<\/big>eeigel sind nicht unbedingt die beliebtesten Meeresbewohner. In m\u00e4\u00dfiger Anzahl geh\u00f6ren jedoch auch sie zu einem gesunden \u00d6kosystem.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/arbacia_lixula-2.jpg\"><br \/>\n<small>Schwarze Seeigel im flachen Wasser<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Seeigel stehen trotz ihres einfachen K\u00f6rperbaus recht hoch im Tierstammbaum in der N\u00e4he der Wirbeltiere. Sie stellen mit knapp 1000 Arten eine eigene Klasse <em>(Echinoidea)<\/em> und geh\u00f6ren gemeinsam mit den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seegurken\/\">Seegurken<\/a> und den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seesterne\/\">Seesternen<\/a> zum Stamm der Stachelh\u00e4uter <em>(Echinodermata)<\/em>. Wie die meisten Angeh\u00f6rigen der Stachelh\u00e4uter sind sie f\u00fcnfstrahlig radi\u00e4r-symmetrisch. Sie besitzen ein Au\u00dfenskelett aus Kalk. Diese Kalkschale ist besetzt mit kleinen H\u00f6ckern, auf denen die Stacheln stehen. \u00dcber die Schale ziehen sich au\u00dferdem f\u00fcnf radial verlaufende Doppelreihen von kleinen Ambulacralplatten, durch deren Poren die Seeigel die d\u00fcnnen Ambulacralf\u00fc\u00dfchen hervorstrecken, mit deren Hilfe sie sich fortbewegen bzw. ihr Atemwasser herbeistrudeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/sphaerechinus_granularis-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An diesem Skelett des Violetten Seeigels sieht man die kleinen H\u00f6cker, auf denen am lebenden Tier die Stacheln sitzen, und in Reihen dazwischen die Ambulacralplatten mit den kleinen Poren.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/sea_urchin-1.jpg\"><br \/>\n<small>An diesem Schwarzen Seeigel sind die ausgestreckten Ambulacralf\u00fc\u00dfchen zu sehen.<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>uf der K\u00f6rperunterseite sitzt die Mund\u00f6ffnung mit einer Art Kauapparat, der sogenannten Laterne des Aristoteles, mit dem die Seeigel Algen vom Felsen abschaben. Im K\u00f6rperinnern liegen in den f\u00fcnf Schalenteilen je abwechselnd f\u00fcnf m\u00e4nnliche und f\u00fcnf weibliche Keimdr\u00fcsen; die Eier und Spermien werden ins Meerwasser abgegeben. Au\u00dferdem liegt hier ein darm\u00e4hnlicher Verdauungsapparat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/paracentrotus_lividus_inside-1.jpg\"><br \/>\n<small>ge\u00f6ffneter Seeigel mit Keimdr\u00fcsen und Verdauungsapparat<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/aristotles_lantern-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>die &#8220;Laterne des Aristoteles&#8221;, der Kauapparat des Seeigels<\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>m Mittelmeer kommen mehrere Seeigel-Arten vor. Sie sind wie so viele Meeresbewohner gr\u00f6\u00dftenteils nachtaktiv und kriechen nachts auf den Felsen umher und weiden die Algenschicht ab. Sie werden von vielen Fischen, von manchen Krebsen und von Seesternen gefressen.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Stacheln der Seeigel haben leichte Widerhaken an der Spitze, so dass man sie schlecht aus der Haut herausbekommt. Am besten geht es, wenn man ein wenig \u00d6l draufsch\u00fcttet. Giftig sind die Stacheln aber nur bei wenigen Arten. Im Sand und am Sandstrand kommen Seeigel nicht vor, wohl aber auf den Felsen. Wenn man zu Felsen schwimmen will, wie zum Beispiel zur kleinen Felseninsel in unserer Bucht, ist es ratsam, Plastikschuhe zu tragen und eine Maske zu benutzen, damit man beim Anlandgehen sehen kann, wo Seeigel sitzen.<br \/>\n<br class=\"clear\" \/><\/p>\n<hr style=\"border-width: 2px;\">\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">Seeigel-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<h3>Seeigel-Arten auf Naxos<\/h3>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Meerestiere<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <\/p>\n<p><small><strong>Eine Anmerkung zur Bestimmung:<\/strong> Einige Arten sind leicht und sicher zu erkennen. In vielen F\u00e4llen gibt es jedoch mehrere verwandte Arten, die schwer zu unterscheiden sind. Oft sind in den Bestimmungsb\u00fcchern nicht alle Arten enthalten, aber auch im Internet kann man zu vielen Arten kaum Informationen finden. Entsprechend kann ich Fehler bei den Bestimmungen nicht ausschlie\u00dfen.<\/small><\/p>\n<p>Hier kann man direkt <strong>zu den Arten springen<\/strong> (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Schwarzer Seeigel, <em>Arbacia lixula<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Arbaciella elegans<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Steinseeigel, <em>Paracentrotus lividus<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Violetter Seeigel, <em>Sphaerechinus granularis<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">Diadem-Seeigel, <em>Centrostephanus longispinus<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Lanzenseeigel, <em>Cidaris cidaris<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\">Grauer Herzigel, <em>Brissus unicolor<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\">Kleiner Herzigel, <em>Echinocardium cordatum<\/em><\/a><\/p>\n<h6><a name=\"A\">Schwarzer Seeigel, <em>Arbacia lixula<\/em>, L.<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Schwarze Seeigel ist mit Abstand die h\u00e4ufigste Seeigel-Art im Mittelmeer. Er ist an seiner tiefschwarzen F\u00e4rbung zu erkennen. Er lebt auf Felsen und ern\u00e4hrt sich von deren Algenbewuchs, den er vor allem des Nachts mit seinem Kauapparat abschabt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Schwarzer Seeigel, Arbacia lixula\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/arbacia_lixula-3.jpg\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Schwarzer Seeigel, Arbacia lixula\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/arbacia_lixula-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Schwarze Seeigel ist bei uns die h\u00e4ufigste Art.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\"><em>Arbaciella elegans<\/em>, Mortensen<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Stellung dieser nur bis einen guten halben Zentimeter gro\u00dfen Art ist nicht ganz gekl\u00e4rt; oft wird angenommen, dass es sich um junge Exemplare vom Schwarzen Seeigel <em>Arbacia lixula<\/em> handelt. J\u00fcngere Untersuchungen deuten jedoch auf eine Eigenst\u00e4ndigkeit dieser Art, der einzigen ihrer Gattung, hin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/arbaciella_elegans-1.jpg\" alt=\"Arbaciella elegans\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Art <em>Arbaciella elegans<\/em> ist au\u00dfer der sehr kleinen Gr\u00f6\u00dfe daran zu erkennen, dass das Geh\u00e4use nur um die Mitte herum Stacheln tr\u00e4gt; diese sind kurz und abgeflacht.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"C\">Steinseeigel, <em>Paracentrotus lividus<\/em>, Lamarck<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Steinseeigel ist seltener als der Schwarze Seeigel, kommt aber ebenfalls regelm\u00e4\u00dfig vor. Er ist meist eher br\u00e4unlich oder violett gef\u00e4rbt, kann aber auch fast schwarz sein. Unterscheiden kann man ihn vom Schwarzen Seeigel daran, dass er mit seinen Ambulacralf\u00fc\u00dfchen stets etwas zur Tarnung auf sich legt: ein paar Algen, eine Muschelschale usw. Beide Arten kommen im Mittelmeer und im Ostatlantik von der Wasseroberfl\u00e4che bis in etwa 50 m Tiefe vor, der Steinseeigel auch bis in 80 m Tiefe. Steinseeigel k\u00f6nnen mithilfe ihres Kauapparates Wohnh\u00f6hlen in Kalkfelsen fressen, in denen sie sich dann tags\u00fcber aufhalten. Sie ern\u00e4hren sich vom Algenbewuchs der Felsen, zus\u00e4tzlich auch von Seegras.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Steinseeigel, Paracentrotus lividus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/paracentrotus_lividus-5.jpg\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Steinseeigel, Paracentrotus lividus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/paracentrotus_lividus-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Steinseeigel mit Tarnung<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Steinseeigel, Paracentrotus lividus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/paracentrotus_lividus-2.jpg\"><br \/>\n<small>Der Steinseeigel ist etwas r\u00f6tlich gef\u00e4rbt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Steinseeigel, Paracentrotus lividus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/paracentrotus_lividus-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In der Mitte der Unterseite ist die Mund\u00f6ffnung mit den Z\u00e4hnchen zum Abschaben der Algen zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/paracentrotus_lividus-4.jpg\" alt=\"Steinseeigel, Paracentrotus lividus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Manchmal trifft man gr\u00fcnliche Exemplare des Steinseeigels an; auch gr\u00fcne Skelette sind recht h\u00e4ufig zu finden.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"D\">Violetter Seeigel, <em>Sphaerechinus granularis<\/em>, Lamarck<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Violette Seeigel ist auf Naxos deutlich seltener als die beiden vorigen Arten. Er ist an seiner violetten F\u00e4rbung und den zahlreichen, eher stumpfen Stacheln mit wei\u00dfer Spitze zu erkennen. Violette Seeigel kommen vor allem in ruhigerem Wasser oder in gr\u00f6\u00dferer Tiefe vor. Zwischen den Stacheln sitzen kleine Zangen, die ein Gift abgeben k\u00f6nnen; sie sind jedoch nicht kr\u00e4ftig genug, um die menschliche Haut zu durchdringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Violetter Seeigel, Sphaerechinus granularis\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/sphaerechinus_granularis-1.jpg\"><br \/>\n<small>Der Violette Seeigel besitzt eher stumpfe, leicht violette Stacheln mit wei\u00dfen Spitzen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"E\">Diadem-Seeigel, <em>Centrostephanus longispinus<\/em>, Philippi<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Diademseeigel besitzt besonders lange, extrem d\u00fcnne Stacheln, die sehr beweglich sind. Die Stacheln sind nicht glatt, sondern mit zahlreichen winzigen H\u00f6ckerchen versehen. Sie dringen leicht in die Haut ein und brechen dann meist ab und sind schwer zu entfernen. Diademseeigel leben vor allem in gr\u00f6\u00dferer Tiefe. Wir haben gelegentlich ein Geh\u00e4use an einem Sandstrand gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Diadem-Seeigel, Centrostephanus longispinus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/centrostephanus_longispinus-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Diademseeigel besitzt sehr lange und d\u00fcnne Stacheln.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Diadem-Seeigel, Centrostephanus longispinus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/centrostephanus_longispinus-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sein Kauapparat weist besonders lange, spitze Z\u00e4hne auf.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"F\">Lanzenseeigel, <em>Cidaris cidaris<\/em>, L.<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Lanzenseeigel besitzt nur wenige und sehr dicke Stacheln. Die Stacheln werden sehr lang, bis zum doppelten K\u00f6rperdurchmesser. Zwischen den gro\u00dfen Prim\u00e4rstacheln sitzen kleine, stumpfe Sekund\u00e4rstacheln. Auch diese Art kommt erst in gr\u00f6\u00dferer Tiefe vor, wo sie vor allem auf Felsen und Korallenb\u00f6den lebt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Lanzenseeigel, Cidaris cidaris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/cidaris_cidaris-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Lanzenseeigel besitzt nur wenige, sehr dicke und stumpfe Prim\u00e4rstacheln, zwischen denen kleine Sekund\u00e4rstacheln sitzen. Am rechten Exemplar ist in der Mitte der Kauapparat mit seinen kleinen Z\u00e4hnen zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Lanzenseeigel, Cidaris cidaris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/cidaris_cidaris-2.jpg\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Lanzenseeigel, Cidaris cidaris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/cidaris_cidaris_skeleton-1.jpg\"><br \/>\n<small>Lanzenseeigel-Skelett; man sieht die hier sehr gro\u00dfen H\u00f6cker der Prim\u00e4rstacheln und die kleineren H\u00f6cker der Sekund\u00e4rstacheln sowie die Reihen der Ambulacralplatten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Lanzenseeigel, Cidaris cidaris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/cidaris_cidaris-4.jpg\"><br \/>\n<small>Hier ein lebender Lanzenseeigel im Meer.<\/small><\/p>\n<h3>Herzigel<\/h3>\n<p><big>M<\/big>it den Seeigeln nah verwandt sind die Herzigel (Unterklasse <em>Irregularia<\/em>), deren Skelette man gelegentlich am Strand finden kann. Diese sind nicht rund, sondern oval geformt; ihre Stacheln sind weich und fast pelz\u00e4hnlich. Die Ambulacralplatten mit den Ambulacralf\u00fc\u00dfchen ziehen sich nicht \u00fcber den gesamten K\u00f6rper, sondern liegen nur in den etwa sternf\u00f6rmig angeordneten Rinnen um das Apikalfeld auf der Oberseite und um die Mund\u00f6ffnung auf der Unterseite.<\/p>\n<p><big>L<\/big>ebende Herzigel sind nur sehr selten zu entdecken: Sie leben eingegraben im Sandboden in 10 bis 30 m Tiefe.<\/p>\n<h6><a name=\"G\">Grauer Herzigel, <em>Brissus unicolor<\/em>, Leske<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er bei uns h\u00e4ufigste Herzigel ist der Graue Herzigel, der bis zu 13 cm lang werden kann. Man findet seine Skelette h\u00e4ufig auf Sandboden im Meer, das lebende Tier ist dagegen nie zu sehen, da es dauerhaft im Sandboden eingegraben lebt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Grauer Herzigel, Brissus unicolor\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/brissus_unicolor-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Skelett von <em>Brissus unicolor<\/em>, hier mit einer besonders h\u00fcbschen F\u00e4rbung (die meisten Skelette, die man findet, sind einfach grau). Das Apikalfeld, an dem das Tier durch vier kleine Poren Wasser f\u00fcr die Atmung aufnimmt, liegt inmitten der durch eine geschwungene Linie abgegrenzten sogenannten Fasciole, die die sternf\u00f6rmig angeordneten Rinnen mit den Ambulacralplatten umschlie\u00dft.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Grauer Herzigel, Brissus unicolor\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/brissus_unicolor-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier die Unterseite mit der Mund\u00f6ffnung; ganz am linken Rand der Schale liegt, hier nicht zu sehen, die Anal\u00f6ffnung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/brissus_unicolor-1.jpg\" alt=\"Grauer Herzigel, Brissus unicolor\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An diesem Schalenbruchst\u00fcck sieht man noch einen Teil der weichen, pelz\u00e4hnlichen Stacheln.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"H\">Kleiner Herzigel, <em>Echinocardium cordatum<\/em>, Pennant<\/a><\/h6>\n<p><big>S<\/big>eltener findet man den Kleinen oder Gew\u00f6hnlichen Herzigel , dessen schwach herzf\u00f6rmiges Skelett kleiner (bis 5 cm) und weniger langgestreckt ist. Auch diese Art lebt 10 &#8211; 15 cm tief im Sandboden eingegraben. \u00dcber eine R\u00f6hre, die er mithilfe langer &#8220;Kittf\u00fc\u00dfchen&#8221; herstellt und mit einem Schleimsekret stabilisiert, steht der Kleine Herzigel mit der Sandoberfl\u00e4che in Verbindung; durch diese nimmt er das Atemwasser auf. An der Sandoberfl\u00e4che ist das Substrat muldenf\u00f6rmig ein wenig vertieft. Der Herzigel gr\u00e4bt sich mithilfe seiner weichen Stacheln langsam durch den Meeresboden und ern\u00e4hrt sich von den kleinen Organismen, denen er dabei begegnet. Oft leben gewisse Muschelarten in Assoziation mit dem Herzigel: Sie befestigen sich mit Byssusf\u00e4den an seinen Stacheln und ern\u00e4hren sich mit vom Detritus, den er ansaugt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner Herzigel, Echinocardium cordatum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/echinocardium_cordatum-2.jpg\"><br \/>\n<small>Skelett vom Kleinen Herzigel, Oberseite<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner Herzigel, Echinocardium cordatum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/echinocardium_cordatum-3.jpg\"><br \/>\n<small>Skelett vom Kleinen Herzigel, Unterseite<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner Herzigel, Echinocardium cordatum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/echinocardium_cordatum-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Einmal haben wir im flachen Wasser einen lebendigen Herzigel gefunden. Er besitzt helle Stacheln, die biegsam sind und nicht stechen. Auf dem Foto sieht man die Unterseite. Deutlich sichtbar sind die feinen roten Ambulacralf\u00fc\u00dfchen, die auf den etwa sternf\u00f6rmig angeordneten stachellosen Ambulacral-Platten um die nierenf\u00f6rmige Mund\u00f6ffnung angeordnet sind, und die der Atmung dienen. Links liegt die Anal\u00f6ffnung.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seesterne\/\">Seesterne<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Meerestiere \u00dcberblick<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n<p>Zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.beachexplorer.org\/arten\/echinocardium-cordatum\/steckbrief\">Gew\u00f6hnlicher Herzigel bei BeachExplorer<\/a>, auf deutsch<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Echinoidea\">Wikipedia<\/a>, auf englisch<\/li>\n<li><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seeigel sind nicht unbedingt die beliebtesten Meeresbewohner. In m\u00e4\u00dfiger Anzahl geh\u00f6ren jedoch auch sie zu einem gesunden \u00d6kosystem. 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