{"id":1249,"date":"2010-06-07T23:24:45","date_gmt":"2010-06-07T20:24:45","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=1249"},"modified":"2026-02-17T19:41:31","modified_gmt":"2026-02-17T17:41:31","slug":"libellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/libellen\/","title":{"rendered":"Libellen"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Libellen geh\u00f6ren mit bis zu fast 20 cm Fl\u00fcgelspannweite zu den gr\u00f6\u00dften Insekten. Sie sind besonders h\u00fcbsche und elegante Tiere. Da ihre Larven im Wasser leben, sind die Libellen an Wasservorkommen gebunden. Entsprechend scheint Naxos eine f\u00fcr Libellen eher ung\u00fcnstige Gegend zu sein. Man kann jedoch an den Fl\u00fcssen, T\u00fcmpeln, Zisternen und Lagunen der Insel ziemlich viele Arten beobachten; einige sind auch weit vom Wasser entfernt in der Phrygana anzutreffen.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a> <\/p>\n<h3>K\u00f6rperbau<\/h3>\n<p><big>D<\/big>er K\u00f6rper der Libellen ist wie bei allen Insekten in Kopf, Brust und Hinterleib aufgeteilt. Die Libellen besitzen einen beweglichen Kopf mit gro\u00dfen, hochentwickelten Augen; die Brust ist kr\u00e4ftig mit drei Paar Beinen und zwei Paar unabh\u00e4ngig voneinander beweglichen, durch ein Netz von kr\u00e4ftigen Adern stabilisierten Fl\u00fcgeln, w\u00e4hrend der Hinterleib besonders lang und schlank ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/platycnemis_pennipes_nitidula_male-2.jpg\" alt=\"Libelle\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Libellen besitzen einen langgestreckten K\u00f6rper mit drei Bein- und zwei Fl\u00fcgelpaaren und einen beweglichen Kopf mit hochentwickelten Augen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthretrum_coerulescens-5.jpg\" alt=\"Gro\u00dflibelle\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei den Gro\u00dflibellen ist der K\u00f6rper oft dick und behaart.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/anax_ephippiger-2.jpg\" alt=\"Libelle Fl\u00fcgel\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Fl\u00fcgel weisen ein stabilisierendes Adernetz auf. Sie sitzen mit kr\u00e4ftigen Gelenken an den Brustsegmenten und k\u00f6nnen unabh\u00e4ngig bewegt werden, was den Libellen ihren sehr schnellen und geschickten Flug erm\u00f6glicht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_fonscolombii-5.jpg\" alt=\"Libelle Augen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Libellen besitzen gro\u00dfe, hochentwickelte Facettenaugen, die aus bis zu 30.000 Einzelaugen bestehen k\u00f6nnen.<\/small><\/p>\n<h3>Lebensweise<\/h3>\n<p><big>L<\/big>ibellen sind ausgezeichnete Flieger. Sie ern\u00e4hren sich von anderen Insekten, die sie im Flug erbeuten. Viele Arten jagen, indem sie unerm\u00fcdlich umherfliegen, andere setzen sich auf exponierte Warten wie Zweige oder gro\u00dfe Steine, von denen aus sie ihre Umgebung gut beobachten k\u00f6nnen. Libellen sind territoriale Tiere, die ihr Revier gegen andere Insekten verteidigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_fonscolombii-6.jpg\" alt=\"Libellen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Libellen erbeuten ihre Nahrung, meist kleine Insekten, im Flug.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_splendens_mingrelica_male-3.jpg\" alt=\"Libelle mit Beute\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier eine Geb\u00e4nderte Prachtlibelle mit einer erbeuteten Motte.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/trithemis_annulata-3.jpg\" alt=\"Libelle\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Manche Arten kann man gut fotografieren, weil sie sich immer wieder an denselben Stellen hinsetzen. Mit ein bisschen Geduld kann man sich den Libellen sehr weit ann\u00e4hern\u2026<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/trithemis_annulata-4.jpg\" alt=\"Libelle\" border=\"0\"><br \/>\n<small>\u2026ja sie sogar ber\u00fchren! Wer h\u00e4tte das gedacht!<\/small><\/p>\n<h3>Entwicklung<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Libellen sind hemimetabole Insekten, d.h. sie besitzen kein Puppenstadium (ein Ruhestadium, w\u00e4hrend dessen das Tier sich v\u00f6llig umwandelt). Im Gegensatz zu den meisten hemimetabolen Insekten (z.B. Heuschrecken) sind bei den Libellen die Larven den adulten Tieren allerdings sehr un\u00e4hnlich und zeigen auch eine deutlich andere Lebensweise. Zur Paarung ergreifen die M\u00e4nnchen die Weibchen am Hinterkopf mit speziellen Zangen, die sich am Hinterleibsende befinden (Cerci). In dieser sogenannten Tandemstellung sieht man die Libellen oft auch umherfliegen. Zur Begattung bilden sie ein Rad, indem das Weibchen sein Hinterleibsende an den vorderen Hinterleib des M\u00e4nnchens legt (&#8220;Paarungsrad&#8221;). Die Eier werden von den Weibchen im Wasser abgelegt, oft noch in Tandemstellung mit den M\u00e4nnchen. Die Larven leben im Wasser und ern\u00e4hren sich dort r\u00e4uberisch von Wasserfl\u00f6hen und anderen kleinen Wassertieren, die gr\u00f6\u00dferen Larven auch von Kaulquappen oder kleinen Fischen. Das Larvenstadium der Libellen dauert mit \u00fcblicherweise ein oder zwei Jahren wesentlich l\u00e4nger als das Erwachsenenleben: Die adulten Tiere leben meist nur ein paar Wochen. Die Larve f\u00fchrt eine ganze Reihe von H\u00e4utungen durch. Schlie\u00dflich kriecht sie aus dem Wasser heraus und heftet sich an eine Pflanze wie einen Schilfst\u00e4ngel. Dort schl\u00fcpft das adulte Tier.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/platycnemis_pennipes_nitidula_tandem-2.jpg\" alt=\"Blaue Federlibellen Tandemstellung\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blaue Federlibellen in Tandemstellung: Das M\u00e4nnchen ergreift mit speziellen Greifzangen am Hinterleibsende das Weibchen hinterm Kopf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/platycnemis_pennipes_nitidula_oviposition-2.jpg\" alt=\"Blaue Federlibelle Eiablage\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blaue Federlibelle bei der Eiablage.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/anax_imperator-2.jpg\" alt=\"K\u00f6nigslibelle Paarungsrad\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle bei der Begattung: Das Weibchen biegt seinen Hinterleib mit der Geschlechts\u00f6ffnung zum Samenbeh\u00e4lter des M\u00e4nnchens am 2. oder 3. Hinterleibssegment.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/anax_imperator_oviposition-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle, Anax imperator\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle bei der Eiablage: Das Weibchen legt die Eier unter der Wasseroberfl\u00e4che an Wasserpflanzen ab.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/dragonfly_exuvie-1.jpg\" alt=\"Exuvie Libellenlarve\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Libellenlarve lebt r\u00e4uberisch im Wasser von Fl\u00fcssen und Teichen. Zur letzten H\u00e4utung kriecht die Larve aus dem Wasser heraus und die fertige Libelle schl\u00fcpft. An aus dem Wasser herausragenden Pflanzen findet man oft die leeren H\u00fcllen (Exuvien). Die Mundwerkzeuge der Libellenlarven bilden eine Fangmaske, die die Larve pl\u00f6tzlich hervorstrecken kann, um ihre Beute zu fassen. In Ruhestellung wird sie, wie hier zu sehen, unter dem Kopf angelegt gehalten. Zum Schl\u00fcpfen des adulten Tieres platzt die Larvenhaut auf der R\u00fcckenseite des Thorax auf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/dragonfly_exuvie-2.jpg\" alt=\"Exuvie Libellenlarve\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An den Exuvien kann man im Allgemeinen die Libellenart, um die es sich handelt, bestimmen. Sogar die Augen sind an der leeren Haut zu erkennen. Das letzte Larvenstadium besitzt hier gut zu sehende Fl\u00fcgelanlagen.<\/small><\/p>\n<h3>Libellenarten auf Naxos<\/h3>\n<p><big>I<\/big>n Mitteleuropa kommen etwa 85 Libellenarten vor; weltweit gibt es an die 6.000 Arten. Da die Libellenlarven ausschlie\u00dflich im Wasser leben, halten sich auch die erwachsenen Tiere der meisten Arten in der N\u00e4he von Fl\u00fcssen oder Teichen auf. Entsprechend sind sie nicht gerade die charakteristischsten Tiere trockener Landschaften wie sie im Mittelmeerraum vorherrschen. Dennoch kann man auf Naxos eine ganze Reihe von Arten beobachten. Bislang waren 19 Libellenarten nachgewiesen (Wolfgang Lopau, Verbreitungsatlas der Libellen in Griechenland, Libellula (Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Odonatologen), Supplement 10, 2010). Von diesen Arten habe ich drei noch nicht gesehen, w\u00e4hrend ich f\u00fcnf weitere hinzuf\u00fcgen kann (die Gabel-Azurjungfer, die S\u00fcdliche Binsen-Jungfer, den Violetten Sonnenzeiger und die S\u00fcdliche und Gro\u00dfe Heidelibelle).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/rivers\/apollonas-2.jpg\" alt=\"Fluss bei Apollonas Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser ganzj\u00e4hrig wasserf\u00fchrende, von Platanen und Erlen beschattete Flusslauf bei Apollonas ist ein ausgezeichnetes Libellenrevier, in dem insbesondere die Kleinlibellen sehr h\u00e4ufig sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/P1030596-1_450.jpg\" alt=\"Fluss bei Apollonas Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An dieser Stelle kann man im sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr wunderbar Libellen von mindestens f\u00fcnf Arten beobachten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/P1160024-1_450.jpg\" alt=\"T\u00fcmpel Kinidaros Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Andere Arten bevorzugen stehende Gew\u00e4sser; auf Naxos kommen diese Arten zum Beispiel an den kleinen k\u00fcnstlichen Wasserl\u00f6chern bei Kin\u00eddaros vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/P1160378-1_450.jpg\" alt=\"T\u00fcmpel Kinidaros Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch dieser im Sommer austrocknende, flache, dicht mit Binsen bestandene T\u00fcmpel im Migmatit-Gebiet bei Kin\u00eddaros ist ein guter Lebensraum f\u00fcr Libellen.<\/small><br \/>\n<br class=\"clear\" \/><\/p>\n<hr style=\"border-width: 2px;\">\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">Libellen-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<h3>Libellen-Arten auf Naxos<\/h3>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-libellen\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Libellen<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern):<br \/>\n<strong>1. Kleinlibellen<\/strong>: <a href=\"#A\">Prachtlibellen, <em>Calopteryx<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Federlibellen, <em>Platycnemis<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Azurjungfern, <em>Coenagrion<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Pechlibellen, <em>Ischnura<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">Weidenjungfern, <em>Lestes<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Winterlibellen, <em>Sympecma<\/em><\/a><br \/>\n<strong>2. Gro\u00dflibellen<\/strong>: <a href=\"#G\">K\u00f6nigslibellen, <em>Anax<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\">Schattenlibellen, <em>Caliaeschna<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#I\">Zangenlibellen, <em>Onychogomphus<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#J\">Quelljungfern, <em>Cordulegaster<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#K\">Blaupfeile, <em>Orthetrum<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#L\">Heidelibellen, <em>Sympetrum<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#M\">Feuerlibellen, <em>Crocothemis<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#N\">Sonnenzeiger, <em>Trithemis<\/em><\/a><\/p>\n<h3>1. Kleinlibellen<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Libellen werden in Klein- und Gro\u00dflibellen unterteilt. Die Kleinlibellen sind kleiner, schlanker und zarter als die Gro\u00dflibellen. Vorder- und Hinterfl\u00fcgel sind gleich gro\u00df und werden in Ruhestellung normalerweise \u00fcberm Hinterleib zusammengelegt. Die Augen stehen deutlich auseinander.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_splendens_mingrelica_female-3.jpg\" alt=\"Kleinlibelle\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die kleinen, zarten Kleinlibellen-Arten legen die Fl\u00fcgel in Ruhestellung zusammen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"A\">Geb\u00e4nderte Prachtlibelle, <em>Calopteryx splendens mingrelica<\/em>, S\u00e9lys<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Prachtlibellen sind wohl die h\u00fcbschesten Libellen. Sie kommen an Flie\u00dfgew\u00e4ssern vor und sind auf Naxos beispielsweise am Fluss in der N\u00e4he von Ap\u00f3llonas h\u00e4ufig. Die M\u00e4nnchen f\u00fchren auff\u00e4llige Schaufl\u00fcge durch, mit denen sie die Weibchen anlocken wollen. Zwischendurch setzen sie sich gern an besonnte Stellen. Auf Naxos kommen zwei Prachtlibellen-Arten vor, die Geb\u00e4nderte Prachtlibelle und, deutlich seltener, die Blaufl\u00fcgel-Prachtlibelle. W\u00e4hrend die M\u00e4nnchen der zwei Arten an der F\u00e4rbung gut zu unterscheiden sind, \u00e4hneln sich die Weibchen sehr und sind nur mit etwas Erfahrung auseinanderzuhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_splendens_mingrelica_male-1.jpg\" alt=\"Geb\u00e4nderte Prachtlibelle, Calopteryx splendens mingrelica, M\u00e4nnchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die M\u00e4nnchen der Prachtlibellen besitzen eine wundersch\u00f6ne leuchtend dunkelblaue F\u00e4rbung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_splendens_mingrelica_male-2.jpg\" alt=\"Geb\u00e4nderte Prachtlibelle, Calopteryx splendens mingrelica, M\u00e4nnchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei der Geb\u00e4nderten Prachtlibelle sind nur die hinteren H\u00e4lften der Fl\u00fcgel blau gef\u00e4rbt. Gern sitzen die Libellen wie hier an besonnten Stellen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_splendens_mingrelica_female-1.jpg\" alt=\"Geb\u00e4nderte Prachtlibelle, Calopteryx splendens mingrelica, Weibchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Weibchen haben eine goldgr\u00fcne Farbe. Ihre Fl\u00fcgel sind im Gegensatz zu denen der Blaufl\u00fcgel-Prachtlibelle auch zusammenliegend durchscheinend und eher gr\u00fcnlich als goldbraun gef\u00e4rbt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_splendens_mingrelica_female-2.jpg\" alt=\"Geb\u00e4nderte Prachtlibelle, Calopteryx splendens mingrelica, Weibchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Noch ein Weibchen; man kann gut sehen, wie durchscheinend die Fl\u00fcgel sind.<\/small><\/p>\n<h6>Blaufl\u00fcgel-Prachtlibelle, <em>Calopteryx virgo festiva<\/em>, Brull\u00e9<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art ist auf Naxos wesentlich seltener anzutreffen als die Geb\u00e4nderte Prachtlibelle.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_virgo_festiva_male-1.jpg\" alt=\"Blaufl\u00fcgel-Prachtlibelle, Calopteryx virgo festiva, M\u00e4nnchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Fl\u00fcgel der M\u00e4nnchen der Blaufl\u00fcgel-Prachtlibelle sind vollst\u00e4ndig blau gef\u00e4rbt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_virgo_festiva_male-2\n.jpg\" alt=\"Blaufl\u00fcgel-Prachtlibelle, Calopteryx virgo festiva, M\u00e4nnchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man gut die Aderung der Fl\u00fcgel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/calopteryx_virgo_festiva_female-1.jpg\" alt=\"Blaufl\u00fcgel-Prachtlibelle, Calopteryx virgo festiva, Weibchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei den Weibchen sind die Fl\u00fcgel goldbraun gef\u00e4rbt und zusammengelegt nicht durchscheinend.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\">Illyrische Federlibelle, <em>Platycnemis pennipes nitidula<\/em>, Brull\u00e9<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Illyrische Federlibelle, die griechische Unterart der Blauen Federlibelle, ist mit Abstand die h\u00e4ufigste Kleinlibelle an den kleinen Flie\u00dfgew\u00e4ssern von Naxos.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/platycnemis_pennipes_nitidula_tandem-1.jpg\" alt=\"Illyrische Federlibelle, Platycnemis pennipes nitidula, Tandemstellung Paarung\" border=\"0\"><br \/>\n<small>P\u00e4rchen der Illyrischen Federlibelle in Tandemstellung. Die M\u00e4nnchen sind hellblau gef\u00e4rbt, die Weibchen beige.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/platycnemis_pennipes_nitidula_male-1.jpg\" alt=\"Illyrische Federlibelle, Platycnemis pennipes nitidula\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Charakteristische Kennzeichen der Illyrischen Federlibelle sind die besonders weit auseinander stehenden hellblauen Augen, der von oben dunkle Hinterleib mit eher wenig Blau, die dicken schwarzen Streifen auf der Brust und die stark verbreiterten Schienen der Hinterbeine.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/platycnemis_pennipes_nitidula_female-1.jpg\" alt=\"Illyrische Federlibelle, Platycnemis pennipes nitidula, Weibchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Weibchen der Illyrischen Federlibelle besitzen einen schwarzen Doppelstreifen an der Brustseite, wie auch die M\u00e4nnchen bei den meisten verwandten Arten. Auch sie haben verbreiterte, borstige Unterschenkel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/platycnemis_pennipes_nitidula_oviposition-1.jpg\" alt=\"Illyrische Federlibelle, Platycnemis pennipes nitidula, Tandemstellung Paarung\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Tandems der Illyrischen Federlibelle bei der Eiablage<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/platycnemis_pennipes_nitidula_female-2.jpg\" alt=\"Illyrische Federlibelle, Platycnemis pennipes nitidula, Weibchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein junges Weibchen der Illyrischen Federlibelle, bei dem die schwarze Zeichnung erst schwach ausgeblidet ist.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"C\">Gabel-Azurjungfer, <em>Coenagrion scitulum<\/em>, Rambur<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Azurjungfern sind ebenfalls kleine, schlanke Libellen. In Europa treten etwa 15 Arten auf, die sich teilweise sehr \u00e4hnlich sehen, so dass die Bestimmung schwierig ist. Die Gabel-Jungfer kommt haupts\u00e4chlich im Mittelmeerraum vor, breitet sich aber in den letzten Jahren auch in Mitteleuropa immer mehr aus. Sie lebt an stehenden Gew\u00e4ssern. Auf Naxos habe ich sie an den kleinen Wasserl\u00f6chern bei Kin\u00eddaros angetroffen; sie ist dort recht h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/coenagrion_scitulum_tandem-1.jpg\" alt=\"Gabel-Azurjungfer, Coenagrion scitulum, Tandemstellung Paarung\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Gabel-Azurjungfern in Tandemstellung. Die Azurjungfern zeigen eine auff\u00e4llige, leuchtend blaue F\u00e4rbung. Bei der Gabel-Azurjungfer sind M\u00e4nnchen und Weibchen auf den ersten Blick recht \u00e4hnlich gef\u00e4rbt, d.h. auch das Weibchen ist \u00fcberwiegend blau. <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/coenagrion_scitulum_tandem-2.jpg\" alt=\"Gabel-Azurjungfer, Coenagrion scitulum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Charakteristisch f\u00fcr die Art sind der etwa halbmondf\u00f6rmige Fleck auf dem zweiten Hinterleibssegment des M\u00e4nnchens, die gr\u00fcnliche untere Augenh\u00e4lfte beim Weibchen und das kurze, nicht sehr dunkle Fl\u00fcgelmal.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/coenagrion_scitulum_male-1.jpg\" alt=\"Gabel-Azurjungfer, Coenagrion scitulum, M\u00e4nnchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier kann man den gebogenen Fleck auf dem zweiten Hinterleibssegment des M\u00e4nnchens (oberes Tier) recht gut erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/coenagrion_scitulum_female-1.jpg\" alt=\"Gabel-Azurjungfer, Coenagrion scitulum, Weibchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>ein Weibchen der Gabel-Azurjungfer<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"D\">Gro\u00dfe Pechlibelle, <em>Ischnura elegans<\/em>, Vander Linden<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie in ganz Europa verbreitete und h\u00e4ufige Gro\u00dfe Pechlibelle sieht der Illyrischen Federlibelle auf den ersten Blick \u00e4hnlich. Das M\u00e4nnchen ist jedoch leicht zu erkennen am leuchtend hellblauen 8. Hinterleibssegment. Ferner besitzt es ein schwarz-wei\u00dfes Fl\u00fcgelmal. Die Augen sind oben schwarz und unten blau gef\u00e4rbt. Die Weibchen sind in ihrer F\u00e4rbung ziemlich variabel. Die Pechlibelle lebt vor allem an Stillgew\u00e4ssern; das Foto stammt von der Flussm\u00fcndung in Ap\u00f3llonas. Auf Naxos ist sie nur selten anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/ischnura_elegans_male-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Pechlibelle, Ischnura elegans ebneri, M\u00e4nnchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das M\u00e4nnchen der Gro\u00dfen Pechlibelle ist am hellblauen 8. Segment des ansonsten dunklen Hinterleibs zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/ischnura_elegans_violacea-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Pechlibelle, Ischnura elegans, Weibchen, forma violacea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier die zweite Jugendform der Weibchen, <em>forma violacea<\/em>, mit leicht violetter F\u00e4rbung an der Brust. Die erwachsenen Weibchen sind entweder so wie die M\u00e4nnchen gef\u00e4rbt, oder sie besitzen einen olivgr\u00fcnen Thorax ohne blaues Abdominalsegment.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/ischnura_\nelegans-2.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Pechlibelle, Ischnura elegans\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Einmal ist diese kleine, zierliche Libelle auch in unseren Garten gekommen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"E\">\u00d6stliche Weidenjungfer, <em>Lestes parvidens (= Chalcolestes parvidens)<\/em>, Artobolevsky<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie elegante Weidenjungfer kommt auf Naxos nur selten vor; ich habe sie am Fluss bei Kin\u00eddaros gefunden, wo mehrere Exemplare an einem dicht von Blumen und Gras bestandenen kleinen Nebenbach sa\u00dfen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kleinlibellen halten die Weidenjungfern ihre Fl\u00fcgel in der Ruhe ausgebreitet. Die Unterscheidung von der sehr \u00e4hnlichen Gemeinen Weidenjungfer <em>(Lestes viridis)<\/em> erfolgt hier nur der Wahrscheinlichkeit nach: Diese Art scheint in Griechenland deutlich seltener aufzutreten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/lestes_parvidens-1.jpg\" alt=\"\u00d6stliche Weidenjungfer, Lestes parvidens\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Weidenjungfern besitzen eine metallisch gr\u00fcn-bronzene F\u00e4rbung. Das Fl\u00fcgelmal ist braun.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/lestes_parvidens-2.jpg\" alt=\"\u00d6stliche Weidenjungfer, Lestes parvidens\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Unterseite der Brust ist zart gr\u00fcn gef\u00e4rbt, wobei die kr\u00e4ftig gr\u00fcne Farbe der Oberseite einen kleinen nach vorn gerichteten Zahn formt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/lestes_parvidens-3.jpg\" alt=\"\u00d6stliche Weidenjungfer, Lestes parvidens\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier noch einmal die charakteristische Zeichnung der Brust von nahem.<\/small><\/p>\n<h6>S\u00fcdliche Binsenjungfer, <em>Lestes barbarus<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie S\u00fcdliche Binsenjungfer ist, wie ihr Name vermuten l\u00e4sst, eine mediterrane Art, die aber in g\u00fcnstigen Jahren auch nach Mitteleuropa wandert. Sie bevorzugt binsenreiche, im Sommer austrocknende, stehende Gew\u00e4sser. Auf Naxos kommt sie an einem Gew\u00e4sser vor, das genau diese Bedingungen erf\u00fcllt: der kleine T\u00fcmpel bei Kin\u00eddaros.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/lestes_barbarus_male-1.jpg\" alt=\"S\u00fcdliche Binsenjungfer, Lestes barbarus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Ende Mai sa\u00dfen am kleinen T\u00fcmpel bei Kin\u00eddaros zahlreiche frisch geschl\u00fcpfte S\u00fcdliche Binsenjungfern. Hier ein M\u00e4nnchen, wie man an den zangenf\u00f6rmigen Anh\u00e4ngseln am Hinterleib erkennen kann. Es ist noch nicht ausgef\u00e4rbt: die Farbe \u00e4ndert sich noch zu kupferbraun. Charakteristisches Merkmal der Art ist das schwarz-wei\u00dfe Fl\u00fcgelmal.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/lestes_barbarus_female-1.jpg\" alt=\"S\u00fcdliche Binsenjungfer, Lestes barbarus, Weibchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein Weibchen. Die F\u00e4rbung der beiden Geschlechter ist bei dieser Art recht \u00e4hnlich.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/lestes_barbarus_female-2.jpg\" alt=\"S\u00fcdliche Binsenjungfer, Lestes barbarus, Weibchen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieses Exemplar hat schon eine gelblich-br\u00e4unlichere F\u00e4rbung angenommen. Es handelt sich ebenfalls um ein Weibchen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"F\">Gemeine Winterlibelle, <em>Sympecma fusca<\/em>, Vander Linden<\/a><\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch die Gemeine Winterlibelle habe ich bislang auf Naxos nur sehr selten gefunden (in der\u00a0Umgebung der Traga\u00eda), was aber daran liegen kann, dass sie unauff\u00e4llig und klein ist. Wir haben sie tats\u00e4chlich im Winter angetroffen: Diese Art geh\u00f6rt zu den wenigen Libellen, bei denen die adulten Tiere \u00fcberwintern. Wie die Weidenjungfer geh\u00f6rt sie zu den Teichlibellen, die an dem relativ langgestreckten Fl\u00fcgelmal zu erkennen sind. Die Gemeine Winterlibelle ist im Mittelmeergebiet h\u00e4ufig, kommt aber auch in Mitteleuropa vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympecma_fusca-1.jpg\" alt=\"Gemeine Winterlibelle, Sympecma fusca\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die unauff\u00e4llige Winterlibelle ist im Gegensatz zu anderen Libellenarten auch im Winter unterwegs. Sie sitzt meist mit zusammengelegten Fl\u00fcgeln an einem Zweig oder Pflanzenst\u00e4ngel. Die Fl\u00fcgel werden beide auf der der Sonne abgewandten Seite des Hinterleibs gehalten. Bei dieser Art sind M\u00e4nnchen und Weibchen gleich gef\u00e4rbt. Der Hinterleib ist beige mit dunkeren Ringen. Der Thorax tr\u00e4gt auf der Oberseite einen dunklen, kupferfarbenen Streifen mit geradem Rand und an der Seite je einen schmalen gewellten Streifen. Foto von Dieter Linde<\/small><\/p>\n<h3>2. Gro\u00dflibellen<\/h3>\n<p><big>B<\/big>ei den Gro\u00dflibellen sind die Fl\u00fcgel leicht verschieden gro\u00df. In Ruhestellung werden sie seitlich vom K\u00f6rper abstehend gehalten. Die gro\u00dfen Augen stehen eng beieinander.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/caliaeschna_microstigma-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dflibellen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Gro\u00dflibellen halten die Fl\u00fcgel im Sitzen quer abstehend.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"G\">Schabrackenlibelle, <em>Anax ephippiger<\/em>, Burmeister<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Schabrackenlibelle kommt in Asien und Afrika vor und wandert unregelm\u00e4\u00dfig in Europa ein. Von den Kykladen ist sie bislang nur auf Naxos nachgewiesen worden, tritt aber auch dort nicht sehr h\u00e4ufig auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/anax_ephippiger-1.jpg\" alt=\"Schabrackenlibelle, Anax ephippiger\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Schabrackenlibelle ist am braunen Hinterleib mit leuchtend blauem zweiten Segment zu erkennen. Sie ist eine der gr\u00f6\u00dferen Arten und besitzt besonders lange Fl\u00fcgel.<\/small><\/p>\n<h6>Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle, <em>Anax imperator<\/em>, Leach<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle ist die gr\u00f6\u00dfte heimische Libellenart. Sie lebt an stehenden Gew\u00e4ssern und kommt im gr\u00f6\u00dften Teil Europas vor. Auf Naxos ist sie hier und da zu sehen; teilweise sieht man sie auch weit vom Wasser entfernt jagen. Wie auch die anderen Edellibellen (Gattungen <em>Aeshna<\/em>, <em>Anax<\/em> u.a.) ist schwer zu fotografieren (und entsprechend zu bestimmen), da sie im Fliegen jagt und sich nicht regelm\u00e4\u00dfig auf eine Warte setzt (wie viele andere Libellenarten).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/anax_imperator-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle, Anax imperator\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle hat eine gr\u00fcne Brust und einen blauen Hinterleib mit schwarzem Streifen auf der R\u00fcckenseite.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/anax_imperator-2.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle, Anax imperator\" border=\"0\"><br \/>\n<small>P\u00e4rchen der Gro\u00dfen K\u00f6nigslibelle im Paarungsrad<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/anax_imperator_oviposition-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle, Anax imperator\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle bei der Eiablage. Bei den Weibchen ist der Hinterleib blaugr\u00fcn gef\u00e4rbt mit dunkelbraunem L\u00e4ngsstreifen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"H\">Schattenlibelle, <em>Caliaeschna microstigma<\/em>, Schneider<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Schattenlibelle h\u00e4lt sich, wie ihr Name sagt, gern im Schatten auf. Sie ist ein unerm\u00fcdlicher Flieger und lebt im Gegensatz zu den meisten anderen Aeschniden an schnellen Flie\u00dfgew\u00e4ssern. Auf Naxos ist sie nicht sehr h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/caliaeschna_microstigma-2.jpg\" alt=\"Schattenlibelle, Caliaeschna microstigma\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der K\u00f6rper der weiblichen Schattenlibelle ist braun mit schwarzen und wei\u00dfen Streifen auf jedem Segment. An den Seiten der Brust verlaufen zwei dicke, gelbe Schr\u00e4gstreifen. Auch die Vorderseite des Kopfes ist gelb. Charakteristisch ist das kleine schwarze Fl\u00fcgelmal.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/caliaeschna_microstigma-3.jpg\" alt=\"Schattenlibelle, Caliaeschna microstigma\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier zwei Tiere bei der Begattung. Das M\u00e4nnchen ist schwarz-blau gef\u00e4rbt. Foto von Sherri Bustad<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"I\">Kleine Zangenlibelle, <em>Onychogomphus forcipatus forcipatus<\/em>, L.<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie in Europa weitverbreitete Kleine Zangenlibelle lebt ebenfalls an Flie\u00dfgew\u00e4ssern. Sie sitzt besonders gern auf Steinen und Felsen. Auff\u00e4lliges Merkmal sind die besonders kr\u00e4ftigen zangenf\u00f6rmigen Hinterleibsanh\u00e4ngsel der M\u00e4nnchen, die zum Fassen der Weibchen bei der Paarung dienen. Die Zangenlibelle ist auf Naxos eher selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/onychogomphus_forcipatus_forcipatus-1.jpg\" alt=\"Kleine Zangenlibelle, Onychogomphus forcipatus forcipatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Kleine Zangenlibelle ist an den gro\u00dfen Zangen am leicht verdickten Hinterleibsende (nur beim M\u00e4nnchen), an den gr\u00fcnen, leicht auseinander stehenden Augen und an der charakteristischen schwarzen Zeichnung auf der gr\u00fcngelben Brust zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/onychogomphus_forcipatus_forcipatus-2.jpg\" alt=\"Kleine Zangenlibelle, Onychogomphus forcipatus forcipatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein Weibchen der Kleinen Zangenlibelle.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"J\">Griechische Quelljungfer, <em>Cordulegaster helladica<\/em>, Lohmann<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Griechische Quelljungfer, eine in Griechenland endemische Quelljungfer-Art, ist auf Naxos nur selten anzutreffen. Sie ist eng verwandt mit der Gestreiften Quelljungfer <em>(C. bidentata)<\/em>. Ich habe diese Art bislang auf Naxos erst sehr selten angetroffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/cordulegaster_helladica-1.jpg\" alt=\"Griechische Quelljungfer, Cordulegaster helladica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Griechische Quelljungfer besitzt gelbe Streifen auf dem schwarzen Hinterleib, wobei die vorderen Segmente je einen dicken und einen d\u00fcnnen Streifen tragen, die hinteren dagegen nur einen dicken. Hier ein Exemplar, das in den Fluss gefallen war.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/cordulegaster_helladica-2.jpg\" alt=\"Griechische Quelljungfer, Cordulegaster helladica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die charakteristische F\u00e4rbung der Brustseiten mit zwei dicken gelben Streifen und einem kleinen gelben Dreieck dazwischen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/cordulegaster_helladica-3.jpg\" alt=\"Griechische Quelljungfer, Cordulegaster helladica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Eine Griechische Quelljungfer mit Beute in einer weitgehend bewaldeten, feuchten Gegend bei Komiak\u00ed.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"K\">Kleiner Blaupfeil, <em>Orthetrum coerulescens<\/em>, Fabricius<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Blaupfeil-Arten geh\u00f6ren zu den Segellibellen. Die M\u00e4nnchen sind an ihrer &#8220;mehligen&#8221; hellblauen F\u00e4rbung zu erkennen; die Weibchen sind gelbbraun gef\u00e4rbt. Sie setzen sich gern hin und halten die Fl\u00fcgel dabei schr\u00e4g nach vorn. Die meisten Blaupfeil-Arten leben an Flie\u00dfgew\u00e4ssern.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Kleine Blaupfeil kommt in fast ganz Europa und im westlichen Asien bis Indien vor, ist aber recht anspruchsvoll was den Standort angeht und darum meist eher selten. Er bevorzugt langsam flie\u00dfende, flache Gew\u00e4sser. Auf Naxos ist er sehr h\u00e4ufig und weit verbreitet. Ich habe die meisten Exemplare anfangs wegen ihrer g\u00e4nzlich blauen F\u00e4rbung f\u00fcr den S\u00fcdlichen Blaupfeil gehalten; diese blaue F\u00e4rbung ist aber offenbar f\u00fcr s\u00fcdeurop\u00e4ische Tiere typisch. Ich danke Eleni-Maria Vaina von der Facebook-Gruppe &#8220;Greece&#8217;s and Cyprus&#8217; Odonata&#8221; herzlich f\u00fcr die Korrektur der Bestimmung!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_coerulescens-1.jpg\" alt=\"Kleiner Blaupfeil, Orthetrum coerulescens\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Beim Kleinen Blaupfeil ist die Brust normalerweise nicht blau bereift, sondern braun gef\u00e4rbt. Auch Vorderkopf und Fl\u00fcgelmal sind r\u00f6tlichbraun. Der Hinterleib ist beim M\u00e4nnchen g\u00e4nzlich blau bereift ohne schwarze Spitze. Hier handelt es sich vermutlich um ein noch nicht ganz ausgef\u00e4rbtes M\u00e4nnchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_coerulescens-2.jpg\" alt=\"Kleiner Blaupfeil, Orthetrum coerulescens\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei Tieren aus S\u00fcdeuropa ist oft der ganze K\u00f6rper blau bereift, so dass sie leicht mit dem S\u00fcdlichen Blaupfeil verwechselt werden k\u00f6nnen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_coerulescens-3.jpg\" alt=\"Kleiner Blaupfeil, Orthetrum coerulescens\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Eindeutig sind die beiden Arten nur an der Nervatur der Fl\u00fcgel zu unterscheiden. Beim Kleinen Blaupfeil liegt unterhalb der Radialader 3, die unterhalb und kurz hinter der Fl\u00fcgelspitze endet, und oberhalb der Radialsupplement\u00e4r-Ader eine Reihe mit gr\u00f6\u00dferen und nicht geteilten Zellen; auf dem Foto in der Mitte des ganz linken Fl\u00fcgels (rechter Hinterfl\u00fcgel des Tiers) gut zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_coerulescens-4.jpg\" alt=\"Kleiner Blaupfeil, Orthetrum coerulescens\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Kleine Blaupfeil ist eine der h\u00e4ufigsten Libellenarten auf Naxos; er ist an vielen Stellen auf der Insel anzutreffen.<\/small><\/p>\n<h6>S\u00fcdlicher Blaupfeil, <em>Orthetrum brunneum<\/em>, Fonscolombe<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er S\u00fcdliche Blaupfeil ist auf Naxos wesentlich seltener als der Kleine Blaupfeil. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis China. Er besetzt \u00e4hnliche Lebensr\u00e4ume wie die vorige Art. Auf Naxos bin ich ihm an Fluss bei Ap\u00f3llonas begegnet.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie M\u00e4nnchen des S\u00fcdlichen Blaupfeils sind g\u00e4nzlich blau gef\u00e4rbt mit ausgepr\u00e4gter Bereifung; die Weibchen sind gelblich oder sp\u00e4ter braun. Eindeutig ist der S\u00fcdliche Blaupfeil vom Kleinen Blaupfeil nur an der Nervatur der Fl\u00fcgel zu unterscheiden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_brunneum-1.jpg\" alt=\"S\u00fcdlicher Blaupfeil, Orthetrum brunneum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das M\u00e4nnchen des S\u00fcdlichen Blaupfeils ist g\u00e4nzlich mehlig blau gef\u00e4rbt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_brunneum-2.jpg\" alt=\"S\u00fcdlicher Blaupfeil, Orthetrum brunneum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Oberhalb der Radialsupplementader eine Reihe an Doppelzellen (zu erkennen in der Mitte des im Bild obersten Fl\u00fcgels, d.h. des linken Hinterfl\u00fcgels des Tiers). Charakteristisch ist auch das milchwei\u00dfe Gesicht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_brunneum-3\n.jpg\" alt=\"S\u00fcdlicher Blaupfeil, Orthetrum brunneum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Gegensatz zum Kleinen Blaupfeil setzt sich der S\u00fcdliche Blaupfeil gern auch auf den Boden.<\/small><\/p>\n<h6>Gro\u00dfer Blaupfeil, <em>Orthetrum cancellatum<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Gro\u00dfe Blaupfeil ist in Europa und Asien weit verbreitet und h\u00e4ufig. Auf Naxos ist er nur recht selten anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_cancellatum-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfer Blaupfeil, Orthetrum cancellatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Gro\u00dfe Blaupfeil war hier am T\u00fcmpel nicht so einfach zu fotografieren, da er sich nur selten hingesetzt hat.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_cancellatum-2.jpg\" alt=\"Gro\u00dfer Blaupfeil, Orthetrum cancellatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art ist deutlich weniger blau bereift als die beiden vorigen; die Brust ist gelblich braun gef\u00e4rbt. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal von den anderen Blaupfeil-Arten sind die schwarz gef\u00e4rbten letzten Hinterleibssegmente und das tiefschwarze Fl\u00fcgelmal.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/orthetrum_cancellatum-3.jpg\" alt=\"Gro\u00dfer Blaupfeil, Orthetrum cancellatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man noch einmal gut die Fl\u00fcgeladerung mit den Doppelzellen vor der Radialsupplementader.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"L\">Fr\u00fche Heidelibelle, <em>Sympetrum fonscolombii<\/em>, S\u00e9lys<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Heidelibellen umfassen zahlreiche Arten, deren Bestimmung oft nicht einfach ist. Die Fr\u00fche Heidelibelle ist auf Naxos sehr h\u00e4ufig und weit verbreitet. Sie ist auch im Sommer noch anzutreffen und kommt weit von Wasservorkommen entfernt vor allem in offener Landschaft wie Phrygana und Heide vor. Ihre Namen hat sie daher erhalten, dass die Art in Mitteleuropa eher erscheint als die anderen Heidelibellen (ab Mai). Die M\u00e4nnchen der Heidelibellen sind meist \u00fcberwiegend rot gef\u00e4rbt, die Weibchen gelb.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Fr\u00fche Heidelibelle ist vor allem im Mittelmeergebiet verbreitet, wandert aber auch gern in Mitteleuropa ein. Sie ist am relativ langen Fl\u00fcgelmal, der geringen schwarzen Zeichnung und den gelben Streifen auf den Beinen zu erkennen, sowie an der F\u00e4rbung der Augen, die oben braun und unten blau sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_fonscolombii-1.jpg\" alt=\"Fr\u00fche Heidelibelle, Sympetrum fonscolombii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf Naxos sind viele Tiere mit einer nur leicht r\u00f6tlichen F\u00e4rbung anzutreffen; die Brust dieser Exemplare ist an den Seiten blaugr\u00fcnlich gef\u00e4rbt. Typisch sind die gelben Streifen auf den Beinen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_fonscolombii-2.jpg\" alt=\"Fr\u00fche Heidelibelle, Sympetrum fonscolombii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei diesen Exemplaren handelt es sich vermutlich um junge M\u00e4nnchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_fonscolombii-3.jpg\" alt=\"Fr\u00fche Heidelibelle, Sympetrum fonscolombii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Weibchen weisen dagegen eine gelbe F\u00e4rbung auf. Der Hinterleib tr\u00e4gt einen schmalen schwarzen L\u00e4ngsstreif an der Seite.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_fonscolombii-4.jpg\" alt=\"Fr\u00fche Heidelibelle, Sympetrum fonscolombii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Beide Formen kann man leicht an der zweigeteilten F\u00e4rbung der Augen erkennen, die oben braun und unten blau sind.<\/small><\/p>\n<h6>Gro\u00dfe Heidelibelle, <em>Sympetrum striolatum<\/em>, Charpentier<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Heidelibelle haben wir in der Traga\u00eda bei der Eiablage an einem kleinen Wasserlauf angetroffen. Sie ist auf Naxos selten. Vermutlich handelt es sich um die Gro\u00dfe Heidelibelle.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_striolatum-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Heidelibelle, Sympetrum striolatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das M\u00e4nnchen der Gro\u00dfen Heidelibelle hat einen rot gef\u00e4rbten Hinterk\u00f6rper und rote und gelbe Streifen an der Brust. Der schwarze Strich an der Stirn zieht sich nicht an den Augen hinunter und der untere Teil der Augen ist gelbgr\u00fcn, nicht blau.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_striolatum_tandem-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Heidelibelle, Sympetrum striolatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein Foto von den Libellen in Paarungsformation: das rote M\u00e4nnchen hat das unauff\u00e4lliger gef\u00e4rbte Weibchen mit den Cerci hinter dem Kopf gefasst.<\/small><\/p>\n<h6>S\u00fcdliche Heidelibelle, <em>Sympetrum meridionale<\/em>, S\u00e9lys<\/h6>\n<p><big>B<\/big>ei dieser Libelle mit dem nur wenig gezeichneten K\u00f6rper handelt es sich um eine S\u00fcdliche Heidelibelle. Die Beine sind gelblich, die Brust fast einfarbig. Dieses Tier ist ein Weibchen; die M\u00e4nnchen sind bei den Heidelibellen stets \u00fcberwiegend rot gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_meridionale-1.jpg\" alt=\"S\u00fcdliche Heidelibelle, Sympetrum meridionale\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die S\u00fcdliche Heidelibelle weist die geringste Zeichnung am K\u00f6rper auf: die Brust tr\u00e4gt fast keine Streifung, ebenso der Hinterleib. Die Beine sind gelb. Charakteristisch ist der kleine schwarze Punkt an der Seite des Thorax, hier gut zu sehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/sympetrum_meridionale-2.jpg\" alt=\"S\u00fcdliche Heidelibelle, Sympetrum meridionale\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch bei diesem Exemplar handelt es sich um eine S\u00fcdliche Heidelibelle; man sieht gut die oben braunen, unten gelblichen Augen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"M\">Feuerlibelle, <em>Crocothemis erythraea<\/em>, Brull\u00e9<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Feuerlibelle ist mit den Heidelibellen verwandt. Sie stammt aus Afrika und dem Mittelmeerraum, hat sich aber inzwischen auch in Mitteleuropa ausgebreitet. Sie lebt an stehenden Gew\u00e4ssern. Auf Naxos ist sie eher selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/crocothemis_erythraea-1.jpg\" alt=\"Feuerlibelle, Crocothemis erythraea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das M\u00e4nnchen der Feuerlibelle ist g\u00e4nzlich leuchtend rot gef\u00e4rbt, einschlie\u00dflich Augen, Stirn, Hinterleibsende und Beinen. An der Basis der Hinterfl\u00fcgel sitzt ein runder orangeroter Fleck. Von rot gef\u00e4rbten Heidelibellen kann man die Feuerlibelle an ihrem abgeplatteten Hinterleib unterscheiden. Das Fl\u00fcgelmal ist gelblich.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"N\">Violetter Sonnenzeiger, <em>Trithemis annulata<\/em>, Palisot de Beauvois<\/a><\/h6>\n<p><big>E<\/big>ine der sch\u00f6nsten Libellen ist der Violette Sonnenzeiger mit seiner unwahrscheinlichen Farbe. Auch er zeigt die charakteristische Haltung der Blaupfeil-Arten mit nach vorn unten gehaltenen Fl\u00fcgeln. Wie bei der vorigen Art ist der ganze K\u00f6rper einschlie\u00dflich Fl\u00fcgel und Augen leuchtend rot gef\u00e4rbt; auf dem Hinterleib ist allerdings ein dunklerer Streifen und das Hinterleibsende zeigt oben eine dunklere Zeichnung, w\u00e4hrend es an den Seiten orange gef\u00e4rbt ist. Das Fl\u00fcgelmal wirkt dunkel, ist bei genauem Hinsehen aber ebenfalls rot. Die charakteristische rosaviolette F\u00e4rbung des Violetten Sonnenzeigers kommt durch eine Wachsschicht auf Hinterleib und Thorax zustande. Der Violette Sonnenzeiger kommt in Afrika und Asien vor und breitet sich in den letzten Jahren zunehmend auch in S\u00fcdeuropa aus. Auf Naxos ist er recht h\u00e4ufig anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/trithemis_annulata-1.jpg\" alt=\"Violetter Sonnenzeiger, Trithemis annulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Violette Sonnenzeiger ist leuchtend violett-rosa gef\u00e4rbt. Die Fl\u00fcgel haben rote Adern und einen gelben Fleck an der Basis. Auf dem Hinterleib ist ein dunklerer Streifen erkennbar.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/dragonflies\/trithemis_annulata-2\n.jpg\" alt=\"Violetter Sonnenzeiger, Trithemis annulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Etwa eine Sekunde nach dem Hinsetzten klappt der Sonnenzeiger seine Fl\u00fcgel schr\u00e4g nach vorn.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-libellen\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/netzfluegler\/\">Netzfl\u00fcgler<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-tiere\/\">Die Tiere von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/insekten\/\">Die Insekten von Naxos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>siehe auch: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/schmetterlinge\/\">Schmetterlinge<\/a><\/p>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Libellen\">Wikipedia: Libellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.libellen.li\/\">www.libellen.li<\/a>: Bestimmungshilfe mit vielen tollen Fotos der mitteleurop\u00e4ischen Libellen-Arten<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.libellenwissen.de\/\">Libellenwissen.de<\/a>: sehr informative Seite mit vielen Arten und Hinweisen zur Bestimmung<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.dragonflypix.com\/photosbyspecies.html\">Dragonflypix<\/a>: Fotos und informative Artbeschreibung europ\u00e4ischer Libellen-Arten auf englisch<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Libellen geh\u00f6ren mit bis zu fast 20 cm Fl\u00fcgelspannweite zu den gr\u00f6\u00dften Insekten. 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