{"id":10595,"date":"2018-11-16T18:01:12","date_gmt":"2018-11-16T16:01:12","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=10595"},"modified":"2026-02-15T21:31:48","modified_gmt":"2026-02-15T19:31:48","slug":"wanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/el\/wanzen\/","title":{"rendered":"Wanzen"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Wanzen (<em>Heteroptera<\/em>) sind eine Unterordnung der Ordnung Schnabelkerfe innerhalb der Insekten, die au\u00dfer den Wanzen noch die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/zikaden\/\">Zikaden<\/a> und die Pflanzenl\u00e4use umfasst. Die Schnabelkerfe sind durch ihren R\u00fcssel gekennzeichnet, d.h. sie besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge; au\u00dferdem haben sie bestimmte Charakteristika der Fl\u00fcgeladerung gemein.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a>  <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/palomena_prasina-2.jpg\" alt=\"Gr\u00fcne Stinkwanze\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser auf dem R\u00fccken liegenden Gr\u00fcnen Stinkwanze sieht man den zwischen den Beinen angelegten Saugr\u00fcssel, mit dem die Wanze die Pflanzen ansticht und ihren Saft saugt.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Wanzen umfassen weltweit etwa 40.000 Arten. Die meisten Arten sind Pflanzenfresser, manche leben r\u00e4uberisch. Einige wenige Arten sind Ektoparasiten. Sie sind weltweit verbreitet und haben fast alle Lebensr\u00e4ume erobert; so gibt es z.B. auch Arten, die im S\u00fc\u00dfwasser oder auf dessen Oberfl\u00e4che leben und sogar auch auf der Meeresoberfl\u00e4che.<\/p>\n<p><big>W<\/big>ie alle Insekten zeigen auch die Wanzen eine Dreiteilung des K\u00f6rpers in Kopf, Brust (Thorax) und Hinterleib. Der Kopf ist meist ziemlich klein und weist den Saugr\u00fcssel auf sowie meist vierteilige Antennen. Die drei Beinpaare sitzen an den drei Brustsegmenten; es handelt sich um die typischen gegliederten Insektenbeine. Die hinteren zwei Brustsegmente tragen je ein Fl\u00fcgelpaar. Das vorderste Segment der Brust bildet den gro\u00dfen Halsschild. Das R\u00fcckenschild des mittleren Brustsegments ist als dreieckiges Scutellum oder Schildchen zwischen den Fl\u00fcgeln ausgebildet. Die Vorderfl\u00fcgel (Hemielyteren) sind in ihrem vorderen Bereich sklerotisiert und nur im hinteren Drittel h\u00e4utig (daher der Name <em>Heteroptera<\/em>). Die hinteren Fl\u00fcgel sind ganz h\u00e4utig. Der Hinterleib besteht aus 11 Segmenten und ist rundlich oder l\u00e4nglich aufgebaut. Viele Wanzen zeigen eine auff\u00e4llige F\u00e4rbung; andere sind gut getarnt und fallen in ihrem nat\u00fcrlichen Umfeld kaum auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/spilostethus_pandurus-1.jpg\" alt=\"Pandur, Spilostethus pandurus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An diesem Pandur sieht man gut die im vorderen Teil sklerotisierten und hinten h\u00e4utigen Hemielyteren (Vorderfl\u00fcgel). Das Schildchen ist bei dieser Art recht klein; es ist schwarz. Zwischen dem Schildchen und dem kleinen Kopf liegt der Halsschild. Gut zu sehen sind auch die vierteiligen d\u00fcnnen F\u00fchler.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Wanzen geh\u00f6ren zu den Insekten mit einer hemimetabolen Entwicklung, d.h. die Larven werden den erwachsenen Tieren allm\u00e4hlich \u00e4hnlicher, ohne dass ein Puppenstadium zwischengeschaltet ist. Die Larve ist eine Nymphe, d.h. sie ist dem adulten Tier im Gro\u00dfen und Ganzen schon \u00e4hnlich und weist im K\u00f6rperbau keine eigenen, bei den Erwachsenen nicht auftauchenden Merkmale auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/bugs_larvae-1.jpg\" alt=\"schl\u00fcpfende Wanzen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>schl\u00fcpfende Wanzen<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/bug_larva-1.jpg\" alt=\"Wanzen Larven\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Larven der Wanzen sehen im Gro\u00dfen und Ganzen den adulten Tieren \u00e4hnlich. Die Fl\u00fcgel fehlen allerdings noch; bei diesem Larvenstadium sind nur winzige Fl\u00fcgelanlagen ausgebildet.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie meisten Wanzen ern\u00e4hren sich von Pflanzens\u00e4ften, die sie mit ihrem Saugr\u00fcssel aus der Pflanze saugen. Entsprechend k\u00f6nnen sie bei starkem Befall einen gewissen Schaden in der Landwirtschaft und in den G\u00e4rten anrichten, bei uns vor allem an Tomaten und Bohnen. Die R\u00e4uber unter den Wanzen leben haupts\u00e4chlich von anderen Insekten, die sie ebenfalls aussaugen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bug with beetle\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/hippodamia_variegata-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Wanze hat einen kleinen Marienk\u00e4fer gefangen und saugt ihn aus.<\/small><\/p>\n<p><big>N<\/big>icht alle Wanzenarten treten zur gleichen Zeit auf. Es gibt eine Art, den Pandur, die das ganze Jahr \u00fcber anzutreffen ist; andere wie die im Sommer h\u00e4ufigen Gr\u00fcnen Stinkwanzen findet man \u00fcber eine l\u00e4ngere Periode. Die meisten Arten sind jedoch auf eine kurze Zeit von wenigen Wochen beschr\u00e4nkt, wobei eine Art (oder Artengruppe) die andere abwechselt. So erscheinen die Weichwanzen bei uns im Fr\u00fchjahr und sind dann f\u00fcr eine kurze Zeit sehr h\u00e4ufig, w\u00e4hrend die Streifenwanzen und Randwanzen erst im Sommer auftauchen. Au\u00dferdem gibt es bei manchen Arten starke Fluktuationen von Jahr zu Jahr, so bei der Erdwanze <em>Sehirus luctuosus<\/em>, die in manchen Jahren im Fr\u00fchsommer wie eine Plage auftritt, w\u00e4hrend sie in anderen kaum zu finden ist.<\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><\/p>\n<hr style=\"border-width: 2px;\">\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">Wanzen-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<h3>Wanzen-Arten auf Naxos<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Wanzen sind auf Naxos mit vielen Arten vertreten, von denen viele klein und unauff\u00e4llig sind. Entsprechend kann ich hier nur einige der h\u00e4ufigeren oder auff\u00e4lligeren Arten vorstellen; gr\u00f6\u00dftenteils Arten, denen ich bei uns auf dem Grundst\u00fcck und im Garten begegnet bin.<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-wanzen\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Wanzen<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <\/p>\n<p><small><strong>Eine Anmerkung zur Bestimmung:<\/strong> Einige Wanzenarten sind leicht und sicher zu erkennen. In vielen F\u00e4llen gibt es jedoch mehrere verwandte Arten, die schwer zu unterscheiden sind. Ich besitze leider keine angemessene Bestimmungsliteratur, aber auch im Internet kann man zu vielen Arten kaum Informationen finden. Eine korrekte Bestimmung ist oft nur am toten Tier mithilfe einer mikroskopischen Untersuchung m\u00f6glich. Ich hoffe, dass diese Seite trotz der Unsicherheit vieler Bestimmungen ihren Wert hat, indem sie die Vielfalt unserer Wanzenfauna vorstellt und so vielleicht Interesse an diesen oft vernachl\u00e4ssigten und unbeliebten Insekten weckt.<\/small><\/p>\n<p>Hier kann man direkt <strong>zu den artenreicheren Gruppen springen<\/strong> (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#J\">Feuerwanzen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#A\">Bodenwanzen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Randwanzen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Baumwanzen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Rhyparochromidae<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">Weichwanzen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Krummf\u00fchlerwanzen u. Sichelwanzen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\">Raubwanzen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\">Erdwanzen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#I\">Wasserl\u00e4ufer<\/a>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"J\">Feuerwanzen, <em>Pyrrhocoridae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Feuerwanzen bilden eine eigene kleine Familie innerhalb der Wanzen. Sie besitzen oft auffallende Warnfarben. Die Gemeine Feuerwanze ist leicht an ihrer charakteristischen schwarzroten F\u00e4rbung mit den runden schwarzen Flecken auf den Fl\u00fcgeln zu erkennen. Trotz ihrer auff\u00e4lligen Warnf\u00e4rbung scheint sie kaum giftig zu sein. Fressfeinde wie V\u00f6gel vermeiden sie offenbar, weil sie \u00e4hnlich gef\u00e4rbt ist wie die giftigeren ebenfalls schwarzroten Ritterwanzen, es handelt sich also um einen Fall von Mimikry.<\/p>\n<h6>Gemeine Feuerwanze, <em>Pyrrhocoris apterus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gemeinen Feuerwanzen versammeln sich gern in gro\u00dfer Anzahl. Sie sind flugunf\u00e4hig; bei den meisten Exemplaren sind die h\u00e4utigen Fl\u00fcgel zur\u00fcckgebildet. Sie sind phytophag und ern\u00e4hren sich haupts\u00e4chlich von den Samen von Malvengew\u00e4chsen. Die Art ist in Eurasien weitverbreitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/pyrrhocoris_apterus-1.jpg\" alt=\"Gemeine Feuerwanze, Pyrrhocoris apterus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die flugunf\u00e4hige Gemeine Feuerwanze ist an ihrer charakteristischen rot-schwarzen F\u00e4rbung zu erkennen, die mich immer an eine afrikanische Holzmaske erinnert.<\/small><\/p>\n<h6><em>Scantius aegyptius<\/em>, L.<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/scantius_aegyptius-1.jpg\" alt=\"Scantius aegyptius\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art sieht der Feuerwanze \u00e4hnlich, besitzt jedoch voll ausgebildete Fl\u00fcgel und kleinere schwarze Flecken auf den Fl\u00fcgeldecken. Sie ist seltener als die Feuerwanze.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"A\">Bodenwanzen, <em>Lygaeidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Bodenwanzen umfassen etwa 4000 Arten. Sie sind \u00fcberwiegend phytophag. Die K\u00f6rperform ist meist langgestreckt; charakteristische Kennzeichen sind ein schwaches eingedr\u00fccktes Kreuz auf dem Halsschild und eine y-f\u00f6rmige, erhabene Zeichnung auf dem Schildchen.  <\/p>\n<h6>Pandur, <em>Spilostethus pandurus<\/em>, Scopoli<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er h\u00fcbsche Pandur mit seiner schwarz-roten Zeichung ist bei uns mit Abstand die h\u00e4ufigste Wanzenart. Im Gegensatz zu allen anderen bei uns auftretenden Arten ist der Pandur das ganze Jahr \u00fcber anzutreffen; es vergeht kaum ein Tag, an den man bei uns auf dem Grundst\u00fcck keinen Pandur sieht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/spilostethus_pandurus-2.jpg\" alt=\"Pandur, Spilostethus pandurus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der sehr h\u00e4ufige Pandur tr\u00e4gt eine charakteristische schwarze Zeichnung auf Halsschild und Fl\u00fcgeln. Das kleine Scutellum ist schwarz. M\u00e4nnchen und Weibchen sehen fast gleich aus.<\/small><\/p>\n<h6>Ritterwanze, <em>Lygaeus equestris \/ simulans<\/em><\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch die sehr \u00e4hnlich gef\u00e4rbte Ritterwanze geh\u00f6rt zu den Bodenwanzen. Sie ern\u00e4hrt sich von Pflanzens\u00e4ften. Durch die Anreicherung von Bitterstoffen aus ihrer Nahrung sind die Ritterwanzen f\u00fcr Fressfeinde giftig oder schlecht schmeckend und werden gemieden. In ihrem ganzen Verbreitungsgebiet kommen gemeinsam zwei verschiedene Arten vor (<em>L. equestris<\/em> und <em>L. simulans<\/em>), die nur anhand mikroskopischer Merkmale unterschieden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/lygaeus_equestris-1.jpg\" alt=\"Ritterwanze, Lygaeus equestris\/simulans\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Zeichnung der Ritterwanze erinnert an ein schwarzes Kreuz, daher der Name. Charakteristisch ist der wei\u00dfe Fleck auf den Fl\u00fcgeln.<\/small><\/p>\n<h6><em>Caenocoris nerii<\/em>, Germar<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie eher kleine Bodenwanze <em>Caenocoris nerii<\/em> habe ich auf Naxos erst einmal angetroffen. Sie sa\u00df in gro\u00dfer Zahl auf B\u00fcschen von <em>Cionura erecta<\/em>. Laut Literatur lebt diese Art vor allem auf dem Oleander, aus dem sie Giftstoffe aufnimmt, weswegen sie von Fressfeinden gemieden wird. <small>Ich danke Leonidas Romanos Davranoglou von der Facebook-Gruppe &#8220;Insects of Greece and Cyprus&#8221; f\u00fcr die Bestimmung!<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/caenocoris_nerii-1.jpg\" alt=\"Caenocoris nerii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die eher kleine Art <em>Caenocoris nerii<\/em> ist an der F\u00e4rbung, insbesondere an den roten Flecken um Halsschild und Schildchen, zu erkennen. Auf dem Foto sieht man auch eine Nymphe.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\">Randwanzen, <em>Coreidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie etwa 2000 Randwanzen-Arten zeichnen sich durch den verbreiterten Rand des Hinterleibs aus. Sie sind meist br\u00e4unlich gef\u00e4rbt; oft ist die Oberfl\u00e4che des K\u00f6rpers und der Fl\u00fcgel k\u00f6rnig strukturiert.<\/p>\n<h6>Braune Randwanze, <em>Gonocerus acuteangulatus<\/em>, Goeze<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Braune Randwanze geh\u00f6rt zur Familie der Randwanzen, deren Name sich vom auff\u00e4lligen, verbreiterten &#8220;Rand&#8221; des Hinterleibs ableitet. Ihr Halsschild ist oft an den &#8220;Schultern&#8221; zu auff\u00e4lligen Spitzen verbreitert. Die eher unauff\u00e4llige Braune Randwanze lebt insbesondere auf beerentragenden Str\u00e4uchern wie hier auf dem Mastixstrauch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/gonocerus_acuteangulatus-1.jpg\" alt=\"Braune Randwanze, Gonocerus acuteangulatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Braune Randwanze ist an den auff\u00e4llig zugespitzten &#8220;Schultern&#8221; zu erkennen. Der Name leitet sich vom verbreiterten Rand des Hinterleibs ab.<\/small><\/p>\n<h6><em>Centrocoris spiniger \/ variegatus<\/em><\/h6>\n<p><big>I<\/big>m Mittelmeerraum treten zwei sehr \u00e4hnliche Arten der Gattung <em>Centrocoris<\/em> auf, die sicher nur an der L\u00e4nge des R\u00fcssels zu unterscheiden sind, <em>C. spiniger<\/em> und <em>C. variegatus<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/centrocoris_spiniger-1.jpg\" alt=\"Centrocoris spiniger \/ variegatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese braun gemusterte Randwanze ist leicht daran zu erkennen, dass sie von der Seite betrachtet &#8220;buckelig&#8221; aussieht. Der an den &#8220;Schultern&#8221; hochgew\u00f6lbte Halsschild besitzt am Hinterrand zwei wei\u00dfe zapfenartige Ausbuchtungen. Der Rand des Hinterleibs ist hell- und dunkelbraun gestreift; auch die vorderen Fl\u00fcgel tragen helle und dunkle Streifen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/centrocoris_spiniger-2.jpg\" alt=\"Centrocoris spiniger \/ variegatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier noch einmal von oben.<\/small><\/p>\n<h6>Rhombenwanze, <em>Syromastus rhombeus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Rhombenwanze ist bei uns nur recht selten zu sehen. Sie ist leicht an ihrem rhombenf\u00f6rmig verbreiterten Hinterleib zu erkennen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/syromastus_rhombeus-1.jpg\" alt=\"Rhombenwanze, Syromastus rhombeus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die unauff\u00e4llige braune Rhombenwanze besitzt einen rhombenf\u00f6rmig verbreiterten Hinterleib. Auf dem K\u00f6rper und dem harten vorderen Teil der Fl\u00fcgel sitzen zahlreiche vertiefte Punkte.<\/small><\/p>\n<h6><em>Arenocoris waltlii<\/em>, Herrich-Sch\u00e4ffer<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Randwanzen-Art ist ebenso wie die sehr \u00e4hnliche <em>A. fallenii<\/em> dunkelgrau gef\u00e4rbt mit einer deutlichen Aderung der Fl\u00fcgel. Halsschild, Kopf und Schildchen tragen eine auff\u00e4llige Skulpturierung mit Buckeln und Z\u00e4hnen. Von der Schwesterart unterscheidet sie sich daran, dass die F\u00fchler zur Spitze hin leicht verbreitert sind. Beide Arten treten im Mittelmeergebiet und Teilen Europas und im Nahen Osten auf. Von beiden Arten ist diese die weitaus seltenere.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/arenocoris_waltlii-1.jpg\" alt=\"Arenocoris waltlii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die unauff\u00e4llige, gut getarnte <em>Arenocoris waltlii<\/em> besitzt deutliche Adern, Buckel und Z\u00e4hne auf dem K\u00f6rper und den Fl\u00fcgeln.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\">Baumwanzen, <em>Pentatomidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Familie der Baumwanzen ist mit etwa 6000 Arten besonders gro\u00df. Die meisten Arten sind rundlich geformt mit einem gro\u00dfen Schildchen, das manchmal den ganzen Hinterleib bedeckt. Oft sind sie auff\u00e4llig gef\u00e4rbt; manche Arten sondern ein \u00fcbelriechendes Sekret ab. Die meisten Baumwanzen leben von Pflanzens\u00e4ften, einige sind bedeutende Sch\u00e4dlinge in der Landwirtschaft.<\/p>\n<h6>Gr\u00fcne Stinkwanze, <em>Palomena prasina<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>E<\/big>s gibt mehrere gr\u00fcne Wanzen bei uns. Eine davon ist die Gr\u00fcne Stinkwanze, die ihren Namen \u00fcbrigens zu recht tr\u00e4gt: Wenn man sie anfasst, sondert sie ein unangenehm riechendes Sekret ab. Sie ist durchgehend gr\u00fcn gef\u00e4rbt; im Winter wird sie manchmal br\u00e4unlich. Das Schildchen ist sehr gro\u00df. Bei dieser Art ist der Vorderrand des Halsschildes leicht konkav eingebuchtet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/palomena_prasina-1.jpg\" alt=\"Gr\u00fcne Stinkwanze, Palomena prasina\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Gr\u00fcne Stinkwanze ist g\u00e4nzlich gr\u00fcn gef\u00e4rbt. Der Vorderrand des Halsschildes ist bei dieser Art ein wenig eingebuchtet (konkav). Auff\u00e4llig ist das besonders gro\u00dfe Schildchen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Palomena viridissima<\/em>, Poda<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie sehr \u00e4hnliche <em>Palomena viridissima<\/em> lebt wie die Gr\u00fcne Stinkwanze an verschiedenen Pflanzen und kann einen gewissen Schaden im Garten hervorrufen. Beide Arten sind bei uns ziemlich h\u00e4ufig. Von der Gr\u00fcnen Stinkwanze unterscheidet sie sich daran, dass der Vorderrand des Halsschildes ein wenig konvex, nicht konkav ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/palomena_viridissima-1.jpg\" alt=\"Palomena viridissima\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Palomena viridissima<\/em> ist der vorigen Art sehr \u00e4hnlich; meist ist auch sie g\u00e4nzlich gr\u00fcn, es gibt aber auch br\u00e4unliche Formen.<\/small><\/p>\n<h6>Gr\u00fcne Reiswanze oder S\u00fcdliche Stinkwanze, <em>Nezara viridula<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art ist ebenfalls als adultes Tier gr\u00fcn, weist jedoch drei bis f\u00fcnf kleine wei\u00dfe Punkte am Vorderrand des Scutellums auf sowie manchmal einen helleren Vorderrand am Halsschild und einen hellen Kopf. Die Gr\u00fcne Reiswanze ist in den Tropen und Subtropen weltweit verbreitet und kommt auch im Mittelmeergebiet h\u00e4ufig vor. Sie ruft einen gewissen Schaden in der Landwirtschaft und in G\u00e4rten hervor. Dabei ist der direkte Schaden durch das Saugen an Fr\u00fcchten oder Stengeln nicht so bedeutsam; aber die Wanze \u00fcbertr\u00e4gt sehr h\u00e4ufig eine Pilzkrankheit auf die Pflanze, die z.B. zum Abfallen der Fr\u00fcchte f\u00fchrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/nezara_viridula-1.jpg\" alt=\"Gr\u00fcne Reiswanze oder S\u00fcdliche Stinkwanze, Nezara viridula\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Gr\u00fcne Reiswanze ist wie die vorigen Arten gr\u00fcn gef\u00e4rbt. Sie ist an drei kleinen wei\u00dfen Punkten am Vorderrand des Schildchens zu erkennen. Au\u00dferdem sind manchmal der Vorderrand des Halsschildes und der Vorderkopf heller, wie hier beim oberen Tier.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/nezara_viridula_larva-1.jpg\" alt=\"Gr\u00fcne Reiswanze oder S\u00fcdliche Stinkwanze, Nezara viridula\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Nymphen der Gr\u00fcnen Reiswanze tragen auf der gr\u00fcnen Grundfarbe eine charakteristische Zeichnung mit wei\u00dfen, schwarzen und roten Punkten.<\/small><\/p>\n<h6>Streifenwanze, <em>Graphosoma lineatum<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch die Streifenwanze geh\u00f6rt zu den Baumwanzen. Sie weist kr\u00e4ftige rote und schwarze L\u00e4ngsstreifen auf. Bei dieser Wanze ist das Scutellum so gro\u00df, dass es die Fl\u00fcgel und den Hinterleib vollst\u00e4ndig bedeckt; nur ein kleiner, auf charakteristische Art abstehender Saum bleibt frei, der auff\u00e4llig &#8220;radi\u00e4r&#8221; gestreift ist. Die Streifenwanze ist in Eurasien verbreitet und stellenweise h\u00e4ufig. Sie ist nur im Sommer zu finden, vor allem auf Doldenbl\u00fctlern, an deren Samen sie saugt, sowohl die Nymphe als auch die Imago.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/graphosoma_lineatum-1.jpg\" alt=\"Streifenwanze, Graphosoma lineatum\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/graphosoma_lineatum-2.jpg\" alt=\"Streifenwanze, Graphosoma lineatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die schwarzrot gestreifte Streifenwanze ist unverwechselbar. Sie lebt auf den Bl\u00fcten von Doldenbl\u00fctern. Von unten ist die Streifenwanze gefleckt.<\/small><\/p>\n<h6>Fleckige Streifenwanze, <em>Graphosoma semipunctatum<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Fleckige Streifenwanze ist der vorigen Art sowohl im Aussehen als auch in der Lebensweise sehr \u00e4hnlich, unterscheidet sich aber daran, dass sie auf dem Halsschild Punkte, nicht Streifen tr\u00e4gt. Sie ist bei uns etwa ebenso h\u00e4ufig wie die Streifenwanze.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/graphosoma_semipunctatum-1.jpg\" alt=\"Fleckige Streifenwanze, Graphosoma semipunctatum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die der Streifenwanze sehr \u00e4hnliche Fleckige Streifenwanze tr\u00e4gt schwarze Punkte statt Streifen auf dem Halsschild.<\/small><\/p>\n<h6>Ankerwanze, <em>Ancyrosoma leucogrammes<\/em>, Gmelin<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Ankerwanze ist in S\u00fcdeuropa verbreitet. Bei uns ist sie selten; ich habe sie bislang nur einmal gesehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/ancyrosoma_leucogrammes-1.jpg\" alt=\"Ankerwanze, Ancyrosoma leucogrammes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Ankerwanze besitzt deutliche Spitzen am Halsschild. Sie ist an den wei\u00dfen L\u00e4ngsstreifen zu erkennen. <\/small><\/p>\n<h6>Purpur-Fruchtwanze, <em>Carpocoris purpureipennis \/ mediterraneus<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Purpur-Fruchtwanze ist oft auf Bl\u00fcten anzutreffen und saugt gern Nektar. Auch an Fr\u00fcchten und Gem\u00fcse saugt sie und kann so einen gewissen Schaden im Garten hervorrufen. Sie ist in Europa und Asien weit verbreitet. Zwei sehr \u00e4hnliche Arten, <em>C. purpureipennis<\/em> und <em>C. mediterraneus<\/em>, k\u00f6nnen nur schwer unterschieden werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/carpocoris_spec-2.jpg\" alt=\"Purpur-Fruchtwanze, Carpocoris purpureipennis \/ mediterraneus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Purpur-Fruchtwanze ist r\u00f6tlich gef\u00e4rbt mit einem gro\u00dfen, gew\u00f6lbten Schildchen, das sich weit nach hinten zieht. Au\u00dferhalb der Fl\u00fcgel ist ein gestreifter Rand sichtbar. Auch auf dem vorderen Halsschild sind mehr oder weniger deutliche Streifen zu erkennen. Die \u00e4u\u00dfersten Schultern sind schw\u00e4rzlich.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/carpocoris_spec-1.jpg\" alt=\"Purpur-Fruchtwanze, Carpocoris purpureipennis \/ mediterraneus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier bei der Paarung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/carpocoris_spec-3.jpg\" alt=\"Purpur-Fruchtwanze, Carpocoris purpureipennis \/ mediterraneus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die beiden Arten <em>C. purpureipennis<\/em> und <em>C. mediterraneus<\/em> sind nicht an klaren Merkmalen zu unterscheiden und es herrscht einige Uneinigkeit dar\u00fcber, wie und ob \u00fcberhaupt sie voneinander abzutrennen sind.<\/small><\/p>\n<h6><em>Codophila varia<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch diese Art geh\u00f6rt zu den Baumwanzen. Wie der Name sagt ist die F\u00e4rbung recht variabel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/codophila_varia-1.jpg\" alt=\"Codophila varia\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Codophila varia<\/em> besitzt ein schwarz-wei\u00dfes, oft \u03c9-f\u00f6rmiges Muster am Vorderrand des weit nach hinten ausgezogenen Schildchens. Typisch sind auch das auff\u00e4llig wei\u00dfe Ende des Schildchens und der l\u00e4ngsgestreifte vordere Halsschild und Kopf.<\/small><\/p>\n<h6>Beerenwanze, <em>Dolycoris baccarum<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Beerenwanze saugt wie der Name sagt gern an Beeren, die sie dadurch ungeniesbar macht, ern\u00e4hrt sich aber auch von vielen anderen Pflanzen wie Getreide, Tabak und Sonnenblumen und kann in der Landwirtschaft nennenswerte Sch\u00e4den hervorrufen. Sie ist in der Pal\u00e4arktis weit verbreitet und in vielen Gebieten sehr h\u00e4ufig. Bei uns ist sie nicht so oft anzutreffen.<br \/>\n<small>F\u00fcr die Bestimmung danke ich H. G\u00fcnther von der Webseite Koleopterologie.de.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/dolycoris_baccarum-1.jpg\" alt=\"Beerenwanze, Dolycoris baccarum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Beerenwanze ist eher unauff\u00e4llig br\u00e4unlich oder r\u00f6tlich gef\u00e4rbt. Charakteristisch sind die schwarzwei\u00df gestreiften F\u00fchler, der schwarzwei\u00dfe &#8220;Rand&#8221; und das hinten an der Ausbuchtung auff\u00e4llig helle Schildchen. Am vorderen Rand des Schildchens ist eine winzige parasitische Milbe zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h6>Schmuckwanze, <em>Eurydema ornata<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Schmuckwanze ist mit etwa 7 mm f\u00fcr eine Baumwanze eher klein. Ihre Zugeh\u00f6rigkeit zu den Baumwanzen erkennt man unter anderem an dem lang nach hinten gezogenen, an der Spitze gerundeten Schildchen. Die Schmuckwanze tr\u00e4gt schwarze Flecken auf rotem, seltener wei\u00dfem Grund.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/eurydema_ornata-1.jpg\" alt=\"Schmuckwanze, Eurydema ornata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Schmuckwanze tr\u00e4gt eine auff\u00e4llige Zeichnung mit schwarzen Flecken und Strichen auf leuchtend rotem Grund.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/eurydema_ornata-2.jpg\" alt=\"Schmuckwanze, Eurydema ornata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die seltenere schwarz-wei\u00dfe Farbvariante.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"D\"><em>Rhyparochromidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Angeh\u00f6rigen der Familie der <em>Rhyparochromidae<\/em> mit knapp 2000 Arten sind meist eher klein und unscheinbar. Oft besitzen sie verdickte Schenkel an den Vorderbeinen; manchmal sind die Fl\u00fcgel verk\u00fcrzt oder fehlen.<\/p>\n<h6><em>Trapezonotus dispar \/ arenarius<\/em><\/h6>\n<p><big>B<\/big>ei dieser Art handelt es sich um <em>Trapezonotus dispar<\/em> oder <em>T. arenarius<\/em>; die Unterscheidung dieser Arten ist nur durch eine mikroskopische Untersuchung m\u00f6glich. Sie geh\u00f6rt zur Familie der <em>Rhyparochromidae<\/em>, die erst vor kurzem von den Boden- und Baumwanzen abgespalten wurden. Wie die meisten Angeh\u00f6rigen dieser Familie lebt auch <em>Trapezonotus<\/em> vor allem in der Bodenschicht und ern\u00e4hrt sich \u00fcberwiegend von K\u00f6rnern und anderen Pflanzenteilen.<br \/>\n<small>F\u00fcr die Bestimmung danke ich H. G\u00fcnther von der Webseite Koleopterologie.de.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/trapezonotus_spec-1.jpg\" alt=\"Trapezonotus dispar oder Tr. arenarius\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die sehr kleine Wanze <em>Trapezonotus dispar<\/em> ist br\u00e4unlich gef\u00e4rbt mit einem auff\u00e4lligen schwarzen Schildchen. Der hintere Teil des Halsschildes hat eine hellere Farbe als der vordere; die Fl\u00fcgeldecken sind leicht gemustert.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"E\">Weichwanzen, <em>Miridae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie  Weichwanzen geh\u00f6ren mit 11.000 bisher beschriebenen Arten zu den gr\u00f6\u00dften Insektenfamilien. Sie umfassen eher kleine und schmale Arten, die oft eine gr\u00fcnliche Tarnf\u00e4rbung tragen, manchmal jedoch auch sehr bunt sind. Die Vorderfl\u00fcgel sind wenig sklerotisiert. Charakteristisch ist ein kleines Dreieck im h\u00e4utigen Anteil der Vorderfl\u00fcgel. Oft fehlen die \u00fcblichen drei Punktaugen auf der Stirn. Die meisten Weichwanzen saugen Pflanzens\u00e4fte. Bei uns leben sie \u00fcberwiegend auf Bl\u00fcten oder Bl\u00e4ttern; jede Art erscheint nur f\u00fcr eine kurze Zeit im Fr\u00fchling.<\/p>\n<h6>Gemeine Zierwanze, <em>Adelphocoris lineolatus ?<\/em>, Goeze<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie in Europa und Asien weitverbreitete Gemeine Zierwanze ern\u00e4hrt sich von den Bl\u00fcten von Korbbl\u00fctlern und Schmetterlingsbl\u00fctlern. Sie geh\u00f6rt zur gro\u00dfen Gruppe der Weichwanzen, die eher kleine und schmale Arten umfasst, die oft auf Bl\u00fcten oder Bl\u00e4ttern leben und meist nur f\u00fcr kurze Zeit im Fr\u00fchling erscheinen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/adelphocoris_lineolatus-1.jpg\" alt=\"Gemeine Zierwanze, Adelphocoris lineolatus ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser h\u00fcbschen Weichwanze k\u00f6nnte es sich um die Gemeine Zierwanze handeln, auch wenn die F\u00e4rbung etwas abweicht.<\/small><\/p>\n<h6><em>Calocoris nemoralis<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Weichwanze <em>Calocoris nemoralis<\/em> sitzt meist auf Bl\u00fcten besonders von Korbbl\u00fctern, von deren Nektar sie sich ern\u00e4hrt. Sie ist auff\u00e4llig variabel in der F\u00e4rbung, die sowohl rot als auch gr\u00fcn sein kann, mit oder ohne schwarze Flecken. Der Kopf und die Fl\u00fcgel sind schwarz. Sie kommt vor allem in S\u00fcdeuropa vor und ist bei uns im Fr\u00fchjahr h\u00e4ufig anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/calocoris_nemoralis-2.jpg\" alt=\"Calocoris nemoralis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Fr\u00fchling ist <em>Calocoris nemoralis<\/em> sehr h\u00e4ufig auf gro\u00dfen Korbbl\u00fcten anzutreffen. Wenn man sich n\u00e4hert, verschwindet sie schnell auf der Unterseite der Bl\u00fcte. Diese Wanze ist eher schmal und besitzt eine rote F\u00e4rbung mit schwarzen Fl\u00fcgeln, einem schwarzen Schildchen und je zwei schwarzen Flecken auf den Fl\u00fcgeldecken.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/calocoris_nemoralis-1.jpg\" alt=\"Calocoris nemoralis\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Calocoris nemoralis<\/em> kann, wie viele Wanzenarten, sehr unterschiedlich gef\u00e4rbt sein. Hier eine rote Form, bei der die schwarzen Flecken nur ganz schwach angedeutet sind.<\/small><\/p>\n<h6>Zweipunktige Wiesenwanze, <em>Closterotomus norwegicus<\/em>, Gmelin<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Closterotomus<\/em> ist nah mit <em>Calocoris<\/em> verwandt. Die Zweipunktige Wiesenwanze ist \u00fcberwiegend gr\u00fcn gef\u00e4rbt. Sie ern\u00e4hrt sich von Bl\u00fcten und kann an Kulturpflanzen wie Kartoffeln, Getreide, R\u00fcben und Pistazien erheblichen Schaden hervorrufen.<br \/>\n<small>F\u00fcr die Bestimmung danke ich H. G\u00fcnther von der Webseite Koleopterologie.de.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/closterotomus_norwegicus-1.jpg\" alt=\"Zweipunktige Wiesenwanze, Closterotomus norwegicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die kleine, gr\u00fcne Zweipunktige Wiesenwanze ist an den zwei kleinen dunklen Punkten auf dem vorderen Halsschild zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Grypocoris sexguttatus<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Weichwanzen sind eine sehr artenreiche Familie. Viele Arten sind auff\u00e4llig gef\u00e4rbt; trotzdem sind sie wegen ihrer Kleinheit meist schwer zu entdecken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/grypocoris_sexguttatus-1.jpg\" alt=\"Grypocoris sexguttatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Grypocoris sexguttatus<\/em> zeigt eine auff\u00e4llige schwarz-gelbe Zeichnung. Die Fl\u00fcgel tragen 6 schwarze Flecken. Das Schildchen liegt zwischen den vorderen schwarzen Flecken wie ein gelbes Herzchen.<\/small><\/p>\n<h6>Gemeine Wiesenwanze, <em>Lygus pratensis<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gemeine Wiesenwanze ist in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet und vielerorts h\u00e4ufig. Sowohl die erwachsenen Tiere als auch die Larven saugen an Pflanzen und k\u00f6nnen dadurch in G\u00e4rten trotz ihrer Kleinheit einen gewissen Schaden hervorrufen. Man kann den Bestand durch biologische Bek\u00e4mpfung mithilfe einer Schlupfwespen-Art, die ihre Eier in die Larven legt, kontrollieren. Bei uns ist sie selten, so dass sie auch im Garten nicht weiter st\u00f6rt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/lygus_pratensis-1.jpg\" alt=\"Gemeine Wiesenwanze, Lygus pratensis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die F\u00e4rbung der Gemeinen Wiesenwanze ist recht variabel. Die M\u00e4nnchen sind \u00fcberwiegend r\u00f6tlich, die Weibchen gr\u00fcnlich gef\u00e4rbt. Auch hier wirkt das Schildchen wie ein wei\u00dfes Herzchen. Der Halsschild tr\u00e4gt vier dunklere Streifen oder Flecken.<\/small><\/p>\n<h6><em>Deraeocoris rutilus<\/em>, Herrich-Sch\u00e4ffer<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Weichwanzen der Gattung <em>Deraeocoris<\/em> leben r\u00e4uberisch von kleinen Insekten, vor allem von Blattl\u00e4usen. Mit ihrem Saugr\u00fcssel k\u00f6nnen sie auch beim Menschen einen schmerzhaften Stich hervorrufen. Sie suchen sich ihre Beute auf den verschiedensten Pflanzenarten. Wie alle Weichwanzen verstecken sie sich auf der Unterseite der Bl\u00e4tter wenn man sich ann\u00e4hert, so dass es gar nicht einfach ist, sie zu fotografieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/deraeocoris_rutilus-2.jpg\" alt=\"Deraeocoris rutilus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Deraeocoris rutilus<\/em> besitzt rote Fl\u00fcgeldecken, bei manchen Exemplaren mit je einem kleinen schwarzen Punkt, w\u00e4hrend Kopf, Thorax, Schildchen und Hinterende schwarz sind. Hier zwei Tiere bei der Paarung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/deraeocoris_rutilus-3.jpg\" alt=\"Deraeocoris rutilus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch hier handelt es sich vermutlich um <em>Deraeocoris rutilus<\/em>.<\/small><\/p>\n<h6><em>Deraeocoris schach<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/deraeocoris_schach-1.jpg\" alt=\"Deraeocoris schach\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/deraeocoris_schach-2.jpg\" alt=\"Deraeocoris schach\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese in S\u00fcdeuropa verbreitete Weichwanzen-Art zeigt eine charakteristische schwarz-rote Zeichnung. Sie ist bei uns recht regelm\u00e4\u00dfig anzutreffen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Psallus<\/em> spec.<\/h6>\n<p><big>I<\/big>m sp\u00e4ten Fr\u00fchling findet man auf den Bl\u00fcten der Wucherblumen eine sehr kleine Wanzenart, die vermutlich der Gattung <em>Psallus<\/em> angeh\u00f6rt. Die nur etwa 4 mm gro\u00dfen Tiere halten sich of zu mehreren auf den Bl\u00fcten auf. Der schmal l\u00e4ngliche K\u00f6rper ist recht dick und der R\u00fccken leicht buckelartig gew\u00f6lbt. Die Beine sind auff\u00e4llig lang und ebenso wie die F\u00fchler sehr d\u00fcnn. Die Tiere sind dunkelgrau mit winzigen schuppenartigen Haaren auf dem K\u00f6rper und den Fl\u00fcgeln, die ihnen ein graues Aussehen verleihen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/psallus_spec-1.jpg\" alt=\"Psallus spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei diesen sehr kleinen, dunkelgrauen Wanzen, die gern auf den Bl\u00fcten der Wucherblume sitzen, handelt es sich vermutlich um eine Art der Gattung <em>Psallus<\/em>.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"F\">Krummf\u00fchlerwanzen, <em>Alydidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Krummf\u00fchlerwanzen sind mit etwa 250 Arten eine kleine Gruppe. Sie sind meist schmal und langgestreckt mit langen Beinen und einem vergeichsweise gro\u00dfen Kopf, der breiter ist als der Vorderrand des Halsschildes.<\/p>\n<h6>Sichelbein, <em>Camptopus lateralis<\/em>, Germar<\/h6>\n<p><big>D<\/big>as Sichelbein ern\u00e4hrt sich von Pflanzen. Es ist in ganz Europa verbreitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/camptopus_lateralis-1.jpg\" alt=\"Sichelbein, Camptopus lateralis\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Camptopus lateralis<\/em> ist unauff\u00e4llig braun gef\u00e4rbt und besitzt eine charakteristische, sehr schmale Form, wobei der Kopf mit den Augen breiter ist als der Halsschild. Die Hinterbeine besitzen verbreiterte Oberschenkel und lange, etwas krumme Unterschenkel. Auf dem Kopf besitzt das Sichelbein einen hellen L\u00e4ngsstreifen.<\/small><\/p>\n<h3>Sichelwanzen, <em>Nabidae<\/em><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Sichelwanzen mit etwa 500 Arten besitzen einen sichelf\u00f6rmig gebogenen R\u00fcssel. Sie sind meist sehr klein mit schmalem K\u00f6rper; manchmal ist der Hinterleib verbreitert. Oft ist der Halsschild ringf\u00f6rmig ausgebildet und vom Rest des Thorax deutlich abgesetzt. Alle Arten leben r\u00e4uberisch.<\/p>\n<h6>Ameisen-Sichelwanze, <em>Himacerus mirmicoides<\/em>, O. Costa<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie sehr kleine, leicht zu \u00fcbersehende Ameisen-Sichelwanze ist in Europa weit verbreitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/himacerus_mirmicoides-1.jpg\" alt=\"Ameisen-Sichelwanze, Himacerus mirmicoides\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Nymphen der Ameisen-Sichelwanze \u00e4hneln einer Ameise, daher der Name. Sie tragen, wie hier zu sehen, zwei helle Flecken an der Hinterleibsbasis, so dass es so wirkt, als ob sie eine schmale &#8220;Ameisentaille&#8221; h\u00e4tten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/himacerus_mirmicoides-2.jpg\" alt=\"Ameisen-Sichelwanze, Himacerus mirmicoides\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die Nymphe von der Seite, so dass der gebogene Kopf und der sichelf\u00f6rmige R\u00fcssel zu erkennen sind. Die Nymphe und auch die Imago sind nur etwa 7 mm lang.<\/small><\/p>\n<h6><em>Prostemma<\/em> spec.<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/prostemma_spec-1.jpg\" alt=\"Prostemma spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese kleine schwarzrote Wanze mit zur\u00fcckgebildeten Fl\u00fcgeln geh\u00f6rt zur Gattung <em>Prostemma<\/em>. Die Vorderbeine sind leicht verdickt. Die Wanzen dieser Gattung leben r\u00e4uberisch und ern\u00e4hren sich von anderen Wanzen, vor allem von Bodenwanzen und Erdwanzen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"G\">Raubwanzen, <em>Reduviidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>A<\/big>lle Raubwanzen ern\u00e4hren sich r\u00e4uberisch, wie der Name vermuten l\u00e4sst: Sie fangen kleine Insekten oder andere Gliederf\u00fc\u00dfer. Manche Arten k\u00f6nnen auch den Menschen schmerzhaft stechen. Die Familie umfasst etwa 7000 Arten, die vor allem in tropischen Gebieten verbreitet sind. Aussehen und K\u00f6rperbau sind sehr variabel. Charakteristisch ist der kr\u00e4ftige, gebogene Stechr\u00fcssel, der nicht an den K\u00f6rper angelegt wird. Viele Arten k\u00f6nnen ein Ger\u00e4usch produzieren, indem sie den R\u00fcssel \u00fcber eine Rinne auf der Vorderbrust reiben. Manchmal sind die Vorderbeine zu Fangbeinen umgestaltet; einige Arten saugen Blut an Wirbeltieren.<\/p>\n<h6><em>Rhynocoris punctiventris<\/em>, Herrich-Sch\u00e4ffer<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Raubwanze <em>Rhynocoris punctiventris<\/em> zeigt eine auff\u00e4llige rotschwarze Warnf\u00e4rbung. Es gibt mehrere \u00e4hnliche Arten, deren Unterscheidung schwierig ist. <em>Rh. punctiventris<\/em> kommt in Griechenland und dem Nahen Osten vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/rhynocoris_punctiventris-1.jpg\" alt=\"Rhynocoris punctiventris\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Raubwanze <em>Rhynocoris punctiventris<\/em> ist schwarz-rot gef\u00e4rbt. Halsschild und Kopf sind schwarz, das Schildchen besitzt einen hellen Rand. Die Fl\u00fcgel sind im vorderen, verh\u00e4rteten Teil rot, w\u00e4hrend der membran\u00f6se Teil dunkel ist. Auff\u00e4llig ist der schwarz-wei\u00df gestreifte Rand, der um den Hinterleib verl\u00e4uft. Die Beine sind rot mit schwarzen &#8220;Knien&#8221;.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"H\">Erdwanzen, <em>Cydnidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Erdwanzen sind weltweit mit gut 500 Arten vertreten. Sie sind meist \u00fcberwiegend schwarz gef\u00e4rbt und stark sklerotisiert. Sie leben im Boden und besitzen flache, breite K\u00f6rper mit einem kaum vorstehenden Kopf. Die beborsteten Hinterbeine werden zum Graben benutzt und weisen oft eine entsprechende Form auf. Die Erdwanzen ern\u00e4hren sich meist von den Wurzeln von Pflanzen; manche Arten k\u00f6nnen Sch\u00e4den in der Landwirtschaft hervorrufen. Sie k\u00f6nnen zur Paarung oder bei St\u00f6rung zirpende Ger\u00e4usche hervorrufen, die sie auf den Boden \u00fcbertragen; die Ger\u00e4uschrezeptoren liegen in den Beinen.<\/p>\n<h6><em>Sehirus luctuosus ?<\/em>, Mulsant &#038; Rey<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art bleibt mit etwa 7 mm K\u00f6rperl\u00e4nge eher klein. Normalerweise bekommt man von der Anwesenheit der Erdwanzen wegen ihrer unterirdischen Lebensweise kaum etwas mit. <em>Sehirus luctuosus<\/em> hat jedoch wie auch manche anderen Erdwanzen die Angewohnheit im Fr\u00fchsommer zu schw\u00e4rmen. Die Tiere fliegen dann insbesondere an windstillen Tagen in den Abendstunden und werden in gro\u00dfen Mengen von den Lichtern angezogen. Oft ist sie nur f\u00fcr ein paar Tage unterwegs, aber dann manchmal massenweise, was ziemlich l\u00e4stig sein kann, wenn man abends drau\u00dfen essen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/sehirus_luctuosus-1.jpg\" alt=\"Sehirus luctuosus ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Erdwanze, die bei uns in manchen Jahren in Fr\u00fchsommern\u00e4chten sehr h\u00e4ufig ist und in gro\u00dfen Zahlen von den Lichtern angelockt wird, sieht \u00e4hnlich aus wie ein Wassermelonen-Kern. Es handelt sich vermutlich um die Art <em>Sehirus luctuosus.<\/em><\/small><\/p>\n<h6><em>Cydnus aterrimus<\/em>, Forster<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Art <em>Cydnus aterrimus<\/em> geh\u00f6rt mit gut 1 cm K\u00f6rperl\u00e4nge zu den gr\u00f6\u00dften Erdwanzen. Sie ern\u00e4hrt sich von Wolfsmilch, bei denen sie haupts\u00e4chlich an den Wurzeln saugt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wanzenarten umsorgt das Weibchen das Gelege und k\u00fcmmert sich auch bis zur zweiten H\u00e4utung um die Nymphen. Diese saugen an Sekrettr\u00f6pfchen, die das Weibchen aus dem After abgibt, um endosymbiontische Mikroorganismen aufzunehmen. Wie die anderen Erwanzen verbringt auch diese Art ihr Leben gr\u00f6\u00dftenteils im Boden und man bekommt sie fast nie zu Gesicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/cydnus_aterrimus-1.jpg\" alt=\"Cydnus aterrimus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Mit bis gut 1 cm ist <em>Cydnus aterrimus<\/em> wesentlich gr\u00f6\u00dfer als die vorige Art. Sie ist am geschwungenen Hinterrand des Coriums (verh\u00e4rteter Teil des Fl\u00fcgels) zu erkennen. Der tiefschwarze K\u00f6rper ist mit winzigen P\u00fcnktchen \u00fcbers\u00e4t. Die h\u00e4utigen Fl\u00fcgel sind wei\u00dflich. Man beachte die langen Dornen an den Beinen und am K\u00f6rperrand und das sehr gerade abgegrenzte, fast gleichseitig dreieckige Schildchen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"I\">Wasserl\u00e4ufer, <em>Gerridae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>A<\/big>uch die Wasserl\u00e4ufer geh\u00f6ren zu den Wanzen. Sie besitzen sehr schmale K\u00f6rper. Die mittleren und hinteren Beinpaare sind sehr lang und werden kreuzweise gehalten. Durch ihre sehr dichte, kurze Behaarung sind sie wasserabweisend, so dass die Tiere auf dem Wasser laufen und springen k\u00f6nnen, wobei sie durch die Oberfl\u00e4chenspannung getragen werden. Die k\u00fcrzeren vorderen Beine dienen der Lokalisierung von Beute (ins Wasser gefallene Kleintiere) anhand der Wasserbewegung sowie zu deren Ergreifen. Wie alle r\u00e4uberischen Wanzen saugen die Wasserl\u00e4ufer ihre Beute mithilfe eines Saugr\u00fcssels aus. Die Wasserl\u00e4ufer haben unterschiedlich ausgebildete Fl\u00fcgel: Innerhalb einer Population gibt es sowohl fl\u00fcgellose Individuen als auch solche mit verk\u00fcmmerten Fl\u00fcgeln und flugf\u00e4hige Individuen mit voll entwickelten Fl\u00fcgeln.<\/p>\n<p><big>W<\/big>\u00e4hrend die meisten Wasserl\u00e4ufer auf Teichen und T\u00fcmpeln, seltener auf Fl\u00fcssen leben, gibt es auch einige Arten, die auf der Meeresoberfl\u00e4che leben, manche in K\u00fcstenn\u00e4he, aber manche auch auf dem offenen Meer (in tropischen Regionen). Es handelt sich um die einzigen marinen Insekten.<\/p>\n<h6>Wasserl\u00e4ufer, <em>Gerris<\/em> spec.<\/h6>\n<p><big>I<\/big>n Europa leben etwa 16 Arten an Wasserl\u00e4ufern, die vor allem zur Gattung <em>Gerris<\/em> geh\u00f6ren. Die Arten sind sich sehr \u00e4hnlich, so dass die Bestimmung schwierig ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bugs\/gerris-1.jpg\" alt=\"Wasserl\u00e4ufer, Gerris spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Wasserl\u00e4ufer leben st\u00e4ndig auf der Oberfl\u00e4che von Teichen oder langsam flie\u00dfenden Fl\u00fcssen. Auf Naxos kommen sie h\u00e4ufiger vor, als man meinen sollte.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-wanzen\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/zikaden\/\">Zikaden<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-tiere\/\">Die Tiere von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/insekten\/\">Die Insekten von Naxos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen: <a href=\"http:\/\/www.insektenbox.de\/wanzen.htm\">Wanzen bei Insektenbox<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wanzen (Heteroptera) sind eine Unterordnung der Ordnung Schnabelkerfe innerhalb der Insekten, die au\u00dfer den Wanzen noch die Zikaden und die Pflanzenl\u00e4use umfasst. Die Schnabelkerfe sind durch ihren R\u00fcssel gekennzeichnet, d.h. sie besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge; au\u00dferdem haben sie bestimmte Charakteristika der Fl\u00fcgeladerung gemein. 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