{"id":9802,"date":"2015-08-06T00:27:46","date_gmt":"2015-08-05T21:27:46","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=9802"},"modified":"2026-02-27T13:12:15","modified_gmt":"2026-02-27T11:12:15","slug":"fledermaeuse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/fledermaeuse\/","title":{"rendered":"Flederm\u00e4use"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Flederm\u00e4use bilden gemeinsam mit den Flughunden die Ordnung der Fledertiere, die mit etwa 1.100 Arten nach den Nagetieren die artenreichste S\u00e4ugetier-Ordnung darstellt. Flederm\u00e4use sind weltweit verbreitet; die Gattung der Mausohren besitzt das ausgedehnteste Verbreitungsgebiet innerhalb der S\u00e4ugetiere. Zweifellos ist diese weite Verbreitung auf die Flugf\u00e4higkeit der Fledertiere zur\u00fcckzuf\u00fchren. Zu den Flederm\u00e4usen geh\u00f6rt eins der kleinsten S\u00e4ugetiere (Schweinsnasenfledermaus, K\u00f6rperl\u00e4nge 3 cm), w\u00e4hrend Flughunde eine Fl\u00fcgelspannweite von bis zu 1,7 m erreichen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum_in_cave-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Auf Naxos sind Flederm\u00e4use vor allem in H\u00f6hlen, in den Schmirgelminen oder in alten Geb\u00e4uden anzutreffen. Hier zwei Gro\u00dfe Hufeisennasen in einer H\u00f6hle.<\/small><\/p>\n<h3>K\u00f6rperbau und Lebensweise<\/h3>\n<p><big>A<\/big>u\u00dfer den ausgestorbenen Flugsauriern und den V\u00f6geln sind die Fledertiere die einzigen Wirbeltiere, die die F\u00e4higkeit zum aktiven Flug entwickelt haben. Ihre Fl\u00fcgel werden durch die zwischen Vorderbeinen, Fingern, Hinterbeinen und Schwanz aufgespannten Flugh\u00e4ute gebildet. Die Finger sind (au\u00dfer dem r\u00fcckgebildeten Daumen) stark verl\u00e4ngert. Um die Flugf\u00e4higkeit zu erm\u00f6glichen sind die Knochen der Flederm\u00e4use (wie die der V\u00f6gel) sehr d\u00fcnn und zart ausgebildet. Der Brustkorb ist gro\u00df; das Herz ist sogar etwa dreimal gr\u00f6\u00dfer als bei anderen S\u00e4ugetieren mit gleichem Gewicht. Das Blut enth\u00e4lt au\u00dferdem besonders viele rote Blutk\u00f6rperchen und mehr H\u00e4moglobin, so dass es doppelt so viel Sauerstoff transportieren kann wie das anderer S\u00e4ugetiere.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/measuring_a_bat-1.jpg\" alt=\"eine Fledermaus wird vermessen\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Der Fl\u00fcgel der Fledermaus ist zwischen den Hinterbeinen und den extrem langen und d\u00fcnnen Knochen der Vorderbeine und der Finger aufgespannt. Der Daumen steht als Kralle ab; er ist nicht in die Flughaut eingebunden und wesentlich k\u00fcrzer als die anderen Finger. Die Flughaut ist durch Muskelstr\u00e4nge stabilisiert und wird durch Adern versorgt; sie ist in arttypische &#8222;Felder&#8220; aufgeteilt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum_skeponi-2.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Flederm\u00e4use sind die einzigen S\u00e4ugetiere, die aktiv fliegen k\u00f6nnen. Sie sind au\u00dferordentlich geschickt und wendig im Flug.<\/small><\/p>\n<p><big>W<\/big>ie jedermann wei\u00df, sind Flederm\u00e4use nachtaktiv, d.h. sie verbringen den Tag an ihren Ruhepl\u00e4tzen (Baumh\u00f6hlen, H\u00f6hlen, alte Geb\u00e4ude usw) und fliegen in der Nacht auf Nahrungssuche. In der Ruhe wird der Stoffwechsel der Flederm\u00e4use stark heruntergefahren; auch die K\u00f6rpertemperatur sinkt deutlich ab. Im Winter halten die Arten der gem\u00e4\u00dfigten Regionen eine Winterruhe. Flederm\u00e4use sitzen nicht wie andere Tiere, sondern h\u00e4ngen sich an die Decke der H\u00f6hlen oder R\u00e4ume, in denen sie leben. Die Hinterbeine der Flederm\u00e4use sind im Gegensatz zu anderen S\u00e4ugetieren nach hinten gedreht, was beim H\u00e4ngen praktischer ist. Die Fledermaus braucht sich nicht aktiv festzuhalten; die Sehnen der Zehen sind so konstruiert, dass die Krallen sich von allein schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum-4.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Ruhende Gro\u00dfe Hufeisennase. Die Flederm\u00e4use packen sich regelrecht in ihre Flughaut ein. In der Ruhe wird der Stoffwechsel stark heruntergefahren und die K\u00f6rpertemperatur sinkt bis auf wenige Grad \u00fcber der Au\u00dfentemperatur.<\/small><\/p>\n<h3>Ern\u00e4hrung und Sinne<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie meisten Flederm\u00e4use ern\u00e4hren sich von Insekten; gr\u00f6\u00dfere Arten jagen auch S\u00e4ugetiere, Amphibien oder Fische. Die verwandten Flughunde fressen Fr\u00fcchte oder Nektar und Pollen. Drei in S\u00fcd- und Mittelamerika verbreitete Fledermaus-Arten ern\u00e4hren sich vom Blut gro\u00dfer S\u00e4ugetiere (Vampirflederm\u00e4use).<\/p>\n<p><big>F<\/big>lederm\u00e4use besitzen gute, leistungsf\u00e4hige Augen; manche Arten k\u00f6nnen auch UV-Licht wahrnehmen. In der Nacht orientieren sie sich beim Flug jedoch haupts\u00e4chlich \u00fcber Echo-Ortung. Sie sto\u00dfen im Ultraschallbereich liegende Rufe aus, wobei bei vielen Arten merkw\u00fcrdige Nasenaufs\u00e4tze bei der Erzeugung der speziellen Laute helfen. Ihre gro\u00dfen, sehr sensiblen Ohren nehmen das zur\u00fcckkehrende Echo so genau wahr, dass sich die Fledermaus perfekt in ihrer Umgebung zurechtfindet und dabei auch feinste Objekte wahrnehmen kann. Au\u00dferdem findet und f\u00e4ngt die Fledermaus \u00fcber die Echo-Ortung auch ihre Beute, meist fliegende Tiere wie Insekten. Dabei kann sie ihre Beute nicht nur lokalisieren, sondern auch deren Bewegung und Gr\u00f6\u00dfe berechnen. Anhand der Fl\u00fcgelschlagfrequenz kann sie in vielen F\u00e4llen gar die Artzugeh\u00f6rigkeit bestimmen &#8211; und all das, w\u00e4hrend sie selbst mit hoher Geschwindigkeit fliegt!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum-6.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Bei dieser Gro\u00dfen Hufeisennase sieht man den merw\u00fcrdigen Nasenaufsatz und die gro\u00dfen, kompliziert gebauten Ohren. Man beachte auch den frei abstehenden, r\u00fcckgebildeten Daumen.<\/small><\/p>\n<h3>Fortpflanzung<\/h3>\n<p><big>V<\/big>iele Flederm\u00e4use leben in gro\u00dfen Kolonien; oft finden sich Tausende von Tieren in derselben H\u00f6hle. Im Fr\u00fchjahr suchen die Weibchen spezielle &#8222;Wochenstuben&#8220; auf, in denen sie zusammen ihre Jungen geb\u00e4ren und aufziehen. Flederm\u00e4use bringen nur ein Jungtier pro Jahr zur Welt. Im Gegensatz zu den meisten anderen S\u00e4ugetieren besitzen die Weibchen entsprechend nur zwei Zitzen. An der Leiste sind oft zwei Scheinzitzen ausgebildet, an denen sich das Jungtier festh\u00e4lt; so kann es auch an der Mutter h\u00e4ngen, w\u00e4hrend diese fliegt. Normalerweise werden die Jungtiere jedoch in der Wochenstube zur\u00fcckgelassen, w\u00e4hrend die Mutter auf Nahrungssuche ist. Flederm\u00e4use sind langlebig: Viele Arten erreichen ein Alter von 20, manchmal sogar \u00fcber 30 Jahren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum_cheimarrou-4.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Wochenstube der Gro\u00dfen Hufeisennase in einer alten Kirche<\/small><\/p>\n<h3>Flederm\u00e4use als bedrohliche und bedrohte Tiere<\/h3>\n<p><big>S<\/big>eit alters her sind den Menschen die Flederm\u00e4use unheimlich. Das liegt sicher einerseits an ihrer n\u00e4chtlichen Lebensweise, andererseits wohl auch an ihrem eher &#8222;h\u00e4sslichen&#8220; Aussehen. In Europa wurden Flederm\u00e4use mit der Dunkelheit und dem B\u00f6sen assoziiert, was so weit ging, dass der Teufel mit schwarzen Fledermaus-Fl\u00fcgeln abgebildet wurde, w\u00e4hrend die Engel wei\u00dfe Vogel-Fl\u00fcgel besitzen. Man nahm an, dass die Seelen der Menschen diese nach dem Tod als Flederm\u00e4use verlie\u00dfen. All das hat eine sehr negative Meinung \u00fcber Flederm\u00e4use in der Vorstellung der Menschen bedingt. Ganz im Gegensatz dazu wird die Fledermaus in China als Gl\u00fcckssymbol betrachtet.<\/p>\n<p><big>T<\/big>ats\u00e4chlich sollte man im Umgang mit Flederm\u00e4use allerdings vorsichtig sein. Zun\u00e4chst einmal sollte man sich stets bewusst sein, dass es die Tiere sehr belastet, wenn sie w\u00e4hrend der Ruhe gest\u00f6rt werden, insbesondere im Winterhalbjahr, wenn sie keine oder wenig Nahrung finden k\u00f6nnen und ihren Stoffwechsel stark herunterfahren. Sitzende Flederm\u00e4use sollten also m\u00f6glichst wenig gest\u00f6rt werden. Wenn man trotzdem einmal in die Lage kommt, eine Fledermaus anzufassen, muss man dabei Lederhandschuhe tragen, da die Tiere auch f\u00fcr den Menschen gef\u00e4hrliche Krankheiten \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Flederm\u00e4use besitzen sehr spitze Z\u00e4hne, die leicht die Haut durchdringen k\u00f6nnen. Beim Anfassen einer Fledermaus sollte man au\u00dferdem bedenken, dass die Tiere sehr zarte und d\u00fcnne Knochen haben, die leicht brechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><big>F<\/big>est steht, dass wir Menschen eine viel gr\u00f6\u00dfere Bedrohung f\u00fcr die Flederm\u00e4use darstellen, als diese f\u00fcr uns. Flederm\u00e4use brauchen unseren Schutz. Sie sind nicht nur durch die Abnahme ihrer Nahrung (Nachtschmetterlinge, K\u00e4fer usw) gef\u00e4hrdet, sondern vor allem auch durch die Zerst\u00f6rung und Versiegelung ihrer Wohnpl\u00e4tze (alte Geb\u00e4ude, H\u00f6hlen, Stollen, Tunnel, Brunnen usw). Es ist wichtig f\u00fcr die Tiere, dass ihre Einflugwege zu ihren Wohnpl\u00e4tzen offen bleiben und dass sie insbesondere an den Wochenstuben und den Winterquartieren m\u00f6glichst wenig gest\u00f6rt werden. Manchen Arten kann man dadurch helfen, dass man spezielle Fledermaus-Nistk\u00e4sten f\u00fcr sie aufh\u00e4ngt (meist dauert es \u00fcber ein Jahr, bis diese von den Tieren gefunden und angenommen werden). Mit der angemessenen Aufmerksamkeit und R\u00fccksicht ist es zu hoffen, dass wir uns diese \u00fcberaus interessanten und erstaunlichen Nachbarn weiterhin erhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Flederm\u00e4use auf Naxos<\/h3>\n<p><big>I<\/big>n Europa gibt es etwa 40 Fledermaus-Arten, von denen ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte als bedroht eingestuft wird. 35 dieser Arten kommen in Griechenland vor. Von den \u00c4g\u00e4is-Inseln lagen bisher nur sehr wenig Daten vor; f\u00fcr Naxos ist nun das Vorkommen von etwa dreizehn Arten nachgewiesen.<\/p>\n<p><small>Ich danke ganz herzlich Elena Papadatou, Artemis Kafkaletou-Diez und Geoff Billlington samt Mitarbeitern daf\u00fcr, dass sie mir ihre Informationen und Fotos zur Verf\u00fcgung gestellt haben sowie daf\u00fcr, dass ich bei ihrer Untersuchung der Flederm\u00e4use von Naxos dabei sein durfte.<\/small><\/p>\n<h6>Gro\u00dfe Hufeisennase, <em>Rhinolophus ferrumequinum<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gro\u00dfe Hufeisennase ist in Griechenland sehr h\u00e4ufig, auf dem Festland sowie auch auf den Inseln. Sie ist die Fledermaus, die man auf Naxos am h\u00e4ufigsten antrifft. Sie sitzt tags\u00fcber &#8211; meist in wenigen Exemplaren &#8211; in H\u00f6hlen, Minen oder verlassenen H\u00e4usern. In zwei alten Geb\u00e4uden haben wir Wochenstuben mit einigen Dutzend Exemplaren gefunden, in der H\u00f6hle <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-kako-spilaio\/\"><em>Kak\u00f3 Sp\u00edlaio<\/em><\/a> bei K\u00f3ronos im Oktober 2017 \u00fcber 50 Tiere, gr\u00f6\u00dftenteils Weibchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum_cheimarrou-2.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Gro\u00dfe Hufeisennase ist eine der gr\u00f6\u00dferen Flederm\u00e4use Europas, sie erreicht eine L\u00e4nge von 7 cm mit bis zu 40 cm Fl\u00fcgelspannweite. Sie kommt vor allem in S\u00fcdeuropa und Nordafrika vor; in Deutschland ist sie selten und gilt als gef\u00e4hrdet. In Griechenland ist sie eine der h\u00e4ufigsten Arten, auf dem Festland sowohl wie auch auf den Inseln. Sie ern\u00e4hrt sich \u00fcberwiegend von K\u00e4fern und Nachtschmetterlingen, die sie auch von Pflanzen oder vom Boden aufgreift.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum_detail-2.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum_detail-3.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier sieht man den merkw\u00fcrdigen, charakteristischen Nasenaufsatz der Gro\u00dfen Hufeisennase.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum_cheimarrou-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>unten und oben: Wochenstuben der Gro\u00dfen Hufeisennase in verlassenen Geb\u00e4uden<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_ferrumequinum_skeponi-3.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Hufeisennase, Rhinolophus ferrumequinum\" border=\"0\" \/><\/p>\n<h6>Kleine Hufeisennase, <em>Rhinolophus hipposideros<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Kleine Hufeisennase ist die kleinste Art ihrer Gattung. Mit 4 cm K\u00f6rperl\u00e4nge und 25 cm Fl\u00fcgelspannweite ist sie deutlich kleiner als die vorige Art. Sie ist auf Naxos wesentlich seltener anzutreffen. In Griechenland ist sie \u00e4hnlich h\u00e4ufig wie die Gro\u00dfe Hufeisennase und kommt auch auf vielen Inseln vor. In Europa reicht ihr Verbreitungsgebiet weiter nach Norden als das der Gro\u00dfen Hufeisennase.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_hipposideros-1.jpg\" alt=\"Kleine Hufeisennase, Rhinolophus hipposideros\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Eine Kleine Hufeisennase h\u00e4ngt allein in einem verlassenen Haus. Die Art ist an ihrer geringen Gr\u00f6\u00dfe und an der Gestaltung des Nasenaufsatzes zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h6>Blasius-Hufeisennase, <em>Rhinolophus blasii<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Blasius-Fledermaus ist eine s\u00fcdosteurop\u00e4ische Art. Sie ist in Griechenland sehr h\u00e4ufig, auf den Inseln ebenso wie auf dem Festland. Sie ist etwa 5 cm lang mit 30 cm Fl\u00fcgelspannweite. Die Art ist an der L\u00e4nge der Fingerknochen und der Gestaltung des Nasenaufsatzes zu erkennen. Auf Naxos haben wir die Blasius-Fledermaus in der Zeus-H\u00f6hle gefunden. Diese Art geht nur selten in Geb\u00e4ude. Oft kommt sie gemeinsam mit anderen Flederm\u00e4usen vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/rhinolophus_blasii-1.jpg\" alt=\"Blasius-Hufeisennase, Rhinolophus blasii\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Jede Art besitzt etwas abweichende K\u00f6rperma\u00dfe und einen anders gestalteten Nasenaufsatz.<\/small><\/p>\n<h6>Kleines Mausohr, <em>Myotis blythii<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>as Kleine Mausohr ist eine von 11 europ\u00e4ischen Arten seiner Gattung. Mausohren besitzen keine Nasenaufs\u00e4tze wie die Hufeisennasen; ihre K\u00f6pfe \u00e4hneln denen einer Maus mit gro\u00dfen Ohren. Das Kleine Mausohr wird 6 bis 7 cm lang mit einer Fl\u00fcgelspannweite von bis zu 40 cm; es ist also nicht klein, sondern etwa genauso gro\u00df wie die Gro\u00dfe Hufeisennase. Es kommt in S\u00fcdeuropa und im Mittelmeergebiet vor und kann auch l\u00e4ngere Wanderungen durchf\u00fchren. In Griechenland ist es h\u00e4ufig und kommt auch auf vielen Inseln vor. Mausohren leben vor allem in H\u00f6hlen, seltener auf Dachb\u00f6den. Auf Naxos existiert in der Zeus-H\u00f6hle eine Kolonie von etwa 1.000 bis 1.500 Exemplaren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/myotis_blythii_zas_cave-5.jpg\" alt=\"Kleines Mausohr, Myotis blythii\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Mausohren sitzen oft in gro\u00dfen Trauben, die aus mehreren Tausend Tieren bestehen k\u00f6nnen. Sie dr\u00e4ngen sich sehr eng aneinander, um sich gegenseitig zu w\u00e4rmen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/myotis_blythii_detail-2.jpg\" alt=\"Kleines Mausohr, Myotis blythii\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Mausohren besitzen gro\u00dfe Ohren mit einem langen, d\u00fcnnen Ohrendeckel. Charakteristisch f\u00fcr die Art ist die Gestaltung der Falten am Au\u00dfenrand des Ohres. Hier handelt es sich um ein \u00e4lteres Exemplar mit schon sehr stark abgenutzen Z\u00e4hnen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/myotis_blythii_detail_tail-1.jpg\" alt=\"Kleines Mausohr, Myotis blythii\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Mausohren besitzen einen langen Schwanz, der durch eine gro\u00dfe Flughaut mit den Hinterbeinen verbunden ist. Er hilft ihnen beim Einkeschern der Beute. Im Gegensatz zu vielen anderen Flederm\u00e4usen reicht die Flughaut bei den Mausohren bis direkt an die Hinterf\u00fc\u00dfe heran.<\/small><\/p>\n<h6>Wimperfledermaus, <em>Myotis emarginatus<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Wimperfledermaus ist mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge von 4 bis 5 cm und einer Spannweite von bis zu 24 cm deutlich kleiner als das Kleine Mausohr. Es ist eine w\u00e4rmeliebende Art, die in S\u00fcdeuropa, Nordwestafrika und dem Nahen Osten vorkommt. In Griechenland ist sie h\u00e4ufig, auf dem Festland wie auch auf den Inseln. In den n\u00f6rdlichen Teilen ihres Verbreitungsgebietes lebt sie vor allem in H\u00e4usern, weiter s\u00fcdlich \u00fcberwiegend in H\u00f6hlen. Ihre Wochenstuben teilt sie sich oft mit der Gro\u00dfen Hufeisennase. Die Wochenstuben k\u00f6nnen bis \u00fcber 1000 Tiere umfassen. Die Wimperfledermaus jagt vor allem Fliegen, M\u00fccken und Schmetterlinge, sammelt aber auch Spinnen und Raupen von der Vegetation ab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/myotis_emarginatus_detail-1.jpg\" alt=\"Wimperfledermaus, Myotis emarginatus\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Wimperfledermaus ist deutlich kleiner als das Kleine Mausohr.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/myotis_emarginatus_detail-2.jpg\" alt=\"Wimperfledermaus, Myotis emarginatus\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier sieht man die spitzen Z\u00e4hne. Diese Art besitzt keine Falten am Hinterrand der Ohren.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/myotis_emarginatus-2.jpg\" alt=\"Wimperfledermaus, Myotis emarginatus\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier eine Wochenstube der Wimperfledermaus unter dem Dach eines verlassenen Hauses. Die Tiere sitzen eng aneinander gedr\u00e4ngt. Die Jungen sind meist nach etwa 4 Wochen flugf\u00e4hig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/bats\/myotis_emarginatus-1.jpg\" alt=\"Wimperfledermaus, Myotis emarginatus\" border=\"0\" \/><\/p>\n<h6>Kleine Bartfledermaus, <em>Myotis mystacinus<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Kleine Bartfledermaus ist eine der kleinsten Arten ihrer Gattung. Sie ist in ganz Europa verbreitet, jedoch eher selten. Auf Naxos ist sie nur einmal gefunden worden (Geoff Billington, 2017). Vermutlich handelte es sich um einen zuf\u00e4lligen Gast: die Art kommt eigentlich in Griechenland nicht vor. Sie h\u00e4lt sich gern an Gew\u00e4ssern auf, aber auch an Waldr\u00e4ndern und in offenem Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1000797-1_450.jpg\" alt=\"Kleine Bartfledermaus, Myotis mystacinus\" border=\"0\" width=\"800\" \/><br \/>\n<small>Die unterschiedlichen Mausohr-Arten kann man vor allem an ihren K\u00f6rperma\u00dfen unterscheiden. Foto von Geoff Billington<\/small><\/p>\n<h6>Langfu\u00dffledermaus, <em>Myotis capaccinii<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Langfu\u00dffledermaus ist eine mediterrane Art, die of in gr\u00f6\u00dferen Kolonien oder gemeinsam mit anderen Mausohr-Arten vorkommt. Auf Naxos ist auch diese Art selten (Geoff Billington, 2017). In Griechenland ist sie bislang nur in wenigen Gebieten gefunden worden, darunter auf neun Inseln.<\/p>\n<h6>Zwergfledermaus, <em>Pipistrellus pipistrellus<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Zwergfledermaus geh\u00f6rt mit 4,5 cm K\u00f6rperl\u00e4nge und bis zu 25 cm Fl\u00fcgelspannweite zu den kleinsten europ\u00e4ischen Flederm\u00e4usen. Sie ist in Europa sehr weit verbreitet und in den meisten Gebieten die h\u00e4ufigste Fledermaus; auch in Griechenland ist sie sehr h\u00e4ufig. Weltweit umfasst die Gattung 35 Arten; in Europa treten 5 Arten auf. Die Zwergfledermaus lebt in Spalten und Ritzen von Geb\u00e4uden, wo sie oft in gro\u00dfer Zahl sitzt. Sie ist vor allem durch Zerst\u00f6rung und Versiegelung ihrer Wohnpl\u00e4tze bedroht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Pipistre-1_450.jpg\" alt=\"Zwergfledermaus, Pipistrellus pipistrellus\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Zwergfledermaus ist weit verbreitet und stellenweise h\u00e4ufig. Man beachte, dass Flederm\u00e4use nur von ausgebildeten und erfahrenen Forschern und nur zu Forschungszwecken angefasst werden d\u00fcrfen. Foto von Elena Papadatou<\/small><\/p>\n<h6>Europ\u00e4ische Wei\u00dfrandfledermaus, <em>Pipistrellus kuhlii<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art ist auf Naxos h\u00e4ufig, wie vor allem durch Aufnahmen mit dem Fledermausdetektor nachgewiesen werden konnte. Sie ist nur unwesentlich gr\u00f6\u00dfer als die Zwergfledermaus; bestes Unterscheidungsmerkmal (au\u00dfer den Rufen) ist ein hellerer Streifen am Hinterrand der Flughaut. Wie die meisten Zwergflederm\u00e4use lebt sie vor allem in Ritzen und Spalten, sowohl in Felsen, als auch in alten Geb\u00e4uden. In Griechenland ist sie sehr h\u00e4ufig, sowohl auf den Inseln wie auf dem Festland. In St\u00e4dten ist sie oft die h\u00e4ufigste Art.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Pipikuhl-1_450.jpg\" alt=\"Europ\u00e4ische Wei\u00dfrandfledermaus, Pipistrellus kuhlii\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Europ\u00e4ische Wei\u00dfrandfledermaus ist eine der kleinsten europ\u00e4ischen Fledermausarten. Sie besitzt wie alle Arten ihrer Gattung eine kurze Schnauze ohne Nasenaufsatz und ein dichtes Fell. Foto von Elena Papadatou<\/small><\/p>\n<h6>M\u00fcckenfledermaus, <em>Pipistrellus pygmaeus<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie M\u00fcckenfledermaus konnte bislang auf Naxos nur durch eine (nicht ganz gesicherte) Aufnahme mit dem Fledermausdetektor nachgewiesen werden, und ihr Vorkommen bedarf einer weiteren Untersuchung. Es handelt sich um die kleinste europ\u00e4ische Fledermaus-Art. Sie wurde erst im Jahr 2000 als eigene Art von der Zwergfledermaus abgetrennt und ist fast \u00fcberall sehr selten; nur in Griechenland ist sie stellenweise h\u00e4ufiger als die Zwergfledermaus; auf den Inseln scheint sie jedoch \u00fcberwiegend zu fehlen. Wie der Name vermuten l\u00e4sst, ern\u00e4hrt sich diese Fledermaus von sehr kleinen Insekten, \u00fcberwiegend von M\u00fccken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1000206-1_450.jpg\" alt=\"M\u00fcckenfledermaus, Pipistrellus pygmaeus\" border=\"0\" width=\"800\" \/><br \/>\n<small>Foto von Geoff Billington<\/small><\/p>\n<h6>Alpenfledermaus, <em>Hypsugo savii (=Pipistrellus savii)<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Alpenfledermaus ist mit den Zwergflederm\u00e4usen verwandt, und wird mit bis zu 5,4 cm K\u00f6rperl\u00e4nge nur wenig gr\u00f6\u00dfer. Ihre Ohren sind runder als die der Zwergflederm\u00e4use. Sie kommt in S\u00fcdeuropa und Mittelasien bis Afghanistan vor. In Griechenland ist sie eine der h\u00e4ufigsten Arten, die auch auf den Inseln oft anzutreffen ist. Auch sie ist meist in Felsspalten oder Ritzen von Geb\u00e4uden anzutreffen, und nur selten in H\u00f6hlen. Andere Arten dieser Gattung sind vor allem in Afrika und Vorder- bis S\u00fcdostasien verbreitet. Auf Naxos konnte diese Art bislang nur durch Aufnahmen der Rufe nachgewiesen werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Hypsugos-1_450.jpg\" alt=\"Alpenfledermaus, Hypsugo savii (=Pipistrellus savii)\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Alpenfledermaus ist den Zwergflederm\u00e4usen sehr \u00e4hnlich, wird aber etwas gr\u00f6\u00dfer und besitzt etwas rundere Ohren mit vier Ohrfalten. Das lange Fell ist hellbraun, auf der Unterseite fast wei\u00df. Die Haut des Gesichts, der Ohren und der Arme ist dagegen auff\u00e4llig dunkel. Foto von Elena Papadatou<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1000764-1_450.jpg\" alt=\"Alpenfledermaus, Hypsugo savii (=Pipistrellus savii)\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small> Foto von Geoff Billington<\/small><\/p>\n<h6>Balkan-Langohr, <em>Plecotus kolombatovici<\/em><\/h6>\n<p><big>W<\/big>ie die Mausohren und die Zwergflederm\u00e4use geh\u00f6ren auch die Langohren zu den Glattnasen. Die Glattnasen-Flederm\u00e4use besitzen keinen Nasenaufsatz, aber oft sehr lange Ohren, die mit einem Ohrendeckel, dem Tragus, verschlie\u00dfbar sind. Die Langohren haben, wie ihr Name vermuten l\u00e4sst, besonders lange Ohren: Meist sind diese deutlich mehr als halb so lang wie der K\u00f6rper. Das Balkan-Langohr ist die kleinste Langohr-Art; es ist auf dem Balkan und in Nordafrika verbreitet. In Griechenland ist diese Art weit verbreitet, jedoch nicht sehr h\u00e4ufig. Bislang ist sie nur auf 13 Inseln nachgewiesen worden. Auf Naxos kommt sie vermutlich nur selten vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_9179-1_450.jpg\" alt=\"Balkan-Langohr, Plecotus kolombatovici\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Wie alle Langohren besitzt das Balkan-Langohr keinen Nasenaufsatz. Seine beeindruckenden Ohren sind mit mehr als 3 cm \u00fcber halb so lang wie der K\u00f6rper. Foto von Geoff Billington<\/small><\/p>\n<h6>Europ\u00e4ische Bulldoggfledermaus, <em>Tadaria teniotis<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Bulldoggfledermaus ist mit 8 bis 9 cm K\u00f6rperl\u00e4nge und 40 cm Fl\u00fcgelspannweite eine der gro\u00dfen Fledermaus-Arten Europas. Sie kommt nur in S\u00fcdeuropa und dem Mittelmeerraum vor; in Griechenland ist sie h\u00e4ufig und ist auch auf vielen Inseln anzutreffen. Sie besitzt keinen Nasenaufsatz und gro\u00dfe, runde, nach vorn gerichtete und anliegende Ohren. Ihr Schwanz ist nur etwa bis zur H\u00e4lfte in die Flughaut eingebunden. Das Fell und die Haut sind grau gef\u00e4rbt. Von allen europ\u00e4ischen Flederm\u00e4usen ist die Bulldogg-Fledermaus die einzige, deren Laute auch von Menschen geh\u00f6rt werden k\u00f6nnen. Deswegen ist ihre Anwesenheit vergleichsweise einfach zu bemerken. Bei uns sind Bulldogg-Flederm\u00e4use h\u00e4ufig zu h\u00f6ren: Die Art scheint auf Naxos weitverbreitet zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1000672-1_450.jpg\" alt=\"Europ\u00e4ische Bulldoggfledermaus, Tadaria teniotis\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Bulldoggfledermaus ist leicht an der Gestaltung ihres Gesichtes zu erkennen: Sie besitzt merkw\u00fcrdige, nach vorn gerichtete Ohren, eine faltige Oberlippe und eine Hautfalte unter den Ohren, die fast bis an das Auge heranreicht. Foto von Geoff Billington<\/small><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/fledermaeuse-suche\/\">Auf der Suche nach den Flederm\u00e4usen<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-tiere\/\">Die Tiere von Naxos<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/fledermaeuse-zeus-hoehle\/\">Bei den Flederm\u00e4usen in der Zeus-H\u00f6hle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/bat-cave\/\">Bat Cave<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/voegel-von-naxos\/\">Die V\u00f6gel von Naxos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flederm\u00e4use\">Flederm\u00e4use bei Wikipedia<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Flederm\u00e4use bilden gemeinsam mit den Flughunden die Ordnung der Fledertiere, die mit etwa 1.100 Arten nach den Nagetieren die artenreichste S\u00e4ugetier-Ordnung darstellt. Flederm\u00e4use sind weltweit verbreitet; die Gattung der Mausohren besitzt das ausgedehnteste Verbreitungsgebiet innerhalb der S\u00e4ugetiere. Zweifellos ist diese weite Verbreitung auf die Flugf\u00e4higkeit der Fledertiere zur\u00fcckzuf\u00fchren. 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