{"id":9707,"date":"2015-03-07T12:29:58","date_gmt":"2015-03-07T10:29:58","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=9707"},"modified":"2024-09-01T18:01:16","modified_gmt":"2024-09-01T15:01:16","slug":"naxos-zwergelefant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/naxos-zwergelefant\/","title":{"rendered":"Der Kykladen-Zwergelefant"},"content":{"rendered":"<h3>Fossilien auf Naxos<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Insel Naxos bietet zwar eine reiche und vielf\u00e4ltige Natur, aber eines fehlt ihr fast vollst\u00e4ndig: Fossilien. Eine ganze Kette von Ereignissen muss ablaufen, damit wir heute Fossilien finden k\u00f6nnen: Zuerst m\u00fcssen (tote) Tiere oder Pflanzen von Sedimenten zugesch\u00fcttet werden, dann m\u00fcssen diese auf eine Weise zu Stein werden, bei der die \u00dcberreste nicht zerst\u00f6rt werden (ohne zu starke Erhitzung oder Verformung), und schlie\u00dflich m\u00fcssen diese Fossilien durch Erosion wieder an die Erdoberfl\u00e4che gelangen und freigelegt werden.<\/p>\n<p><big>W<\/big>as Fossilien aus dem Pal\u00e4ozoikum und Mesozoikum betrifft, so liegt deren Fehlen auf Naxos daran, dass die Gesteine der Insel in der Erdneuzeit (vor allem im Mioz\u00e4n, vor etwa 20 Mio. Jahren) einer intensiven Metamorphose ausgesetzt waren, wodurch die Gesteine umkristallisiert wurden, so dass keine Fossilien erhalten bleiben konnten. F\u00fcr das Entstehen und den Erhalt j\u00fcngerer Fossilien aus der Erdneuzeit finden sich auf Naxos ebenfalls keine g\u00fcnstigen Bedingungen, da die Insel in dieser gesamten Zeit einer starken Heraushebung und Erosion unterworfen war (und auch heute noch ist), so dass das Erosionsmaterial zusammen mit dem \u00dcberresten von Tieren und Pflanzen gr\u00f6\u00dftenteils nicht auf der Insel abgelagert, sondern ins Meer geschwemmt wurde (bzw. in die jetzt vom Meer \u00fcberfluteten Ebenen zwischen den heutigen Inseln). Zug\u00e4ngliche Sedimente aus j\u00fcngerer Zeit, in denen sich Fossilien h\u00e4tten bilden und erhalten k\u00f6nnen, finden sich nur lokal an einigen Torrenten der Insel.<\/p>\n<h3>Inseln und Evolution<\/h3>\n<p><big>I<\/big>nseln stellen ein interessantes Spielfeld der Evolution dar. Die Anzahl der Landtiere, die auf einer Insel vorkommen, h\u00e4ngt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: Wie schwierig die Insel zu erreichen ist (Entfernung vom Festland und eventuelle Verbindung mit diesem in fr\u00fcheren Zeiten), und f\u00fcr was f\u00fcr eine Population sie Lebensraum bietet (abh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe der Insel, der Vegetation usw). Die auf einer Insel isolierte Population ver\u00e4ndert sich oft im Vergleich zur Mutterpopulation des Festlandes: Eine neue Art entsteht. Wichtig bei der Ver\u00e4nderung des Bestandes sind nicht nur zuf\u00e4llige Abweichungen, sondern auch spezielle Anpassungen an die Bedingungen auf der Insel. Ein bedeutender Faktor f\u00fcr pflanzenfressende Tiere ist die An- oder Abwesenheit von Beutegreifern (&#8222;Raubtieren&#8220;), die auf kleineren Inseln meist fehlen. Gr\u00f6\u00dfere Lands\u00e4ugetiere entwickeln auf Inseln oft Zwergformen: Kleinw\u00fcchsige Arten sind besser f\u00fcr das Insel-Umfeld geeignet, w\u00e4hrend die geringe Gr\u00f6\u00dfe in der Abwesenheit von Fressfeinden sowie von konkurrierenden Arten keinen Nachteil bedeutet. Kleinere Lands\u00e4ugetiere entwickeln dagegen oft Riesenformen, da sie einem geringeren Druck durch Beutegreifer ausgesetzt sind.<\/p>\n<h3>Die Eiszeiten in der \u00c4g\u00e4is<\/h3>\n<p><big>A<\/big>ls &#8222;Eiszeiten&#8220; (Pleistoz\u00e4n) wird der Zeitabschnitt der Erdgeschichte vor etwa 2,5 Mio. bis 12.000 Jahren bezeichnet. W\u00e4hrend dieser Epoche schwankte die Durchschnittstemperatur der Erde stark, wobei sich Kaltzeiten von etwa 100.000 Jahren Dauer mit Warmzeiten von etwa 10.000 Jahren Dauer abwechselten. Infolge der weitr\u00e4umigen Vereisung sank der Meeresspiegel w\u00e4hrend der Kaltzeiten deutlich: Gro\u00dfe Wassermengen waren in den Eiskappen und Gletschern gebunden.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uch im Bereich der \u00c4g\u00e4is lag der Wasserspiegel w\u00e4hrend der Kaltzeiten um bis zu 120 Meter niedriger als heute. Das f\u00fchrte dazu, dass die Insel Naxos und die benachbarten Inseln miteinander verbunden waren. W\u00e4hrend das Gel\u00e4nde auf den heute aus dem Meer hervorschauenden \u00c4g\u00e4isinseln fast \u00fcberall ziemlich steil und gebirgig ist, liegen zwischen den Inseln ausgedehnte Ebenen mit nur sehr geringem Gef\u00e4lle, die heute bis etwa 100 m unter dem Meeresspiegel liegen. Diese Ebenen lagen im Pleistoz\u00e4n \u00fcber lange Zeitabschnitte trocken. Die zentrale \u00c4g\u00e4is bot w\u00e4hrend der Kaltzeiten also ein ganz anderes Bild als heute und stellte einen weitaus g\u00fcnstigeren Lebensraum f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere S\u00e4ugetier-Arten dar als die heutigen Kykladen. Zur Zeit des niedrigsten Wasserstandes waren vermutlich alle Inseln der Kykladen miteinander verbunden; nur zwischen Andros und dem mit dem Festland verbundenen Eub\u00f6a verblieb wahrscheinlich ein 10 km breiter Meereskanal.<\/p>\n<h2>Die Zwergelefanten des Mittelmeerraumes<\/h2>\n<p><big>D<\/big>ie Elefanten des Pleistoz\u00e4ns und der Neuzeit werden in vier Gattungen eingeordnet: die heute ausgestorbene Gattung <em> Mammuthus<\/em>, die Gattung <em>Elephas<\/em>, der der Indische Elefant angeh\u00f6rt, die Gattung <em>Loxodonta<\/em> mit dem Afrikanischen Steppenelefanten und dem Waldelefanten aus den W\u00e4ldern Zentralafrikas, sowie eine weitere heute ausgestorbene Gattung, die urspr\u00fcnglich zu <em>Elephas<\/em> gerechnet wurde, aber heute als <em>Palaeoloxodon<\/em> abgetrennt wird.<\/p>\n<p><big>I<\/big>n Europa lebte im Pleistoz\u00e4n der Europ\u00e4ische Waldelefant <em>(Palaeoloxodon antiquus = Elephas a.)<\/em>. Dieser war eine Art des mediterranen und submediterranen Klimas und drang nur in den Warmzeiten bis nach Mittel- und teilweise Nordeuropa vor (w\u00e4hrend der Kaltzeiten wurde er dort durch das Wollhaarmammut ersetzt). Er lebte auch in Gebieten des Mittelmeeres, die heute \u00fcberflutet sind, aber w\u00e4hrend der Kaltzeiten trockenlagen. Zur Zeit des niedrigsten Wasserstandes drang er auf mehrere Inseln vor, wobei die Tiere teilweise Wasserstra\u00dfen von 10 bis 30 km durchschwimmen mussten, was f\u00fcr den gro\u00dfen Elefanten aber m\u00f6glich gewesen sein sollte. Nachgewiesene und akzeptabel dokumentierte Arten lebten auf den Inseln Sizilien <em>(P. falconeri, P. leonardi, &#8222;P. mnaidriensis&#8220;)<\/em>, Malta <em>(P. &#8222;melitensis&#8220;)<\/em>, Kreta <em>(P. creutzburgi)<\/em>, Zypern <em>(P. cypriotes)<\/em> und Tilos <em>(P. tiliensis)<\/em>. Auf Kreta (das nur durch eine 30 km breite Wasserstra\u00dfe von der damals mit dem Festland verbundenen Insel Antikythera getrennt war) lebte au\u00dferdem eine Zwergform des Mammuts <em>(Mammuthus creticus)<\/em>. Der Zwergelefant der kleinen, in der N\u00e4he von Rhodos gelegenen Insel Tilos \u00fcberlebte vermutlich bis in die Bronzezeit und wurde aller Wahrscheinlichkeit nach von den Menschen ausgerottet. Alle anderen Arten sind fr\u00fcher ausgestorben; genaue Informationen dazu fehlen uns aber meist. Der Europ\u00e4ische Waldelefant starb vermutlich schon vor etwa 35.000 Jahren aus.<\/p>\n<p><big>A<\/big>u\u00dfer den bisher genannten, besser bekannten Arten (die aber teilweise ebenfalls noch keinen offiziellen wissenschaftlichen Namen erhalten haben), sind auch auf vielen weiteren \u00c4g\u00e4isinseln \u00dcberreste von Zwergelefanten gefunden worden. So gab es eine bislang nicht benannte Art auf Rhodos und eine Art, die auf den Kykladen vorkam. Diese Zwergelefanten sind jeweils nur durch sehr sp\u00e4rliche \u00dcberreste nachgewiesen.<\/p>\n<h3><em>Palaeoloxodon lomolinoi<\/em><\/h3>\n<p><big>V<\/big>om Zwergelefanten der Kykladen sind nur sehr wenige Skelettreste bekannt. Es gibt zwar Berichte \u00fcber Funde auf mehreren Inseln der Kykladen (Naxos, Delos, Paros, Milos und Seriphos), aber nur ein einziges dieser Fundst\u00fccke, eines von Naxos, ist bis heute erhalten und steht einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Verf\u00fcgung. Es handelt sich um ein St\u00fcck eines Kiefers mit den zwei hinteren Backenz\u00e4hnen, das s\u00fcdlich von Moutso\u00fana in einem Flusstal namens Trypit\u00ed gefunden wurde. Der Kykladen-Zwergelefant ist erst letztes Jahr als eigene Art beschrieben worden. Er kam vermutlich auf allen Kykladeninseln vor, die wenigstens zeitweise w\u00e4hrend der Kaltzeiten des Pleistoz\u00e4ns miteinander verbunden waren: Sicher bildeten Naxos, die kleineren Nachbarinseln und Paros und Antiparos eine gemeinsame, gro\u00dfe Insel, die vermutlich zeitweise auch mit Mykonos &#8211; Delos &#8211; Tinos &#8211; Andros verbunden war. Ungesichert ist die Verbindung nach Eub\u00f6a und damit zum Festland; hier blieb soweit wir wissen ein Meereskanal von 10 km zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Fundstelle des Fossils liegt in einem kleinen Torrente (trockenes Flusstal). Am Rand dieses Tals befinden sich eiszeitliche Sedimente, die in einem kleinen See abgelagert wurden, und aus denen das Fossil h\u00f6chstwahrscheinlich stammt. Im Oktober 2013 waren die Biogeografen Giorgos Lyras (Athen) und Alexandra van der Geer (Athen und Leiden, Niederlande) auf Naxos, um nach weiteren Resten des Skeletts, von dem das Fundst\u00fcck stammt, zu suchen. Leider hat die Suche keine weiteren Spuren ergeben. Die Art ist nun aber immerhin wissenschaftlich beschrieben worden und hat ihren Namen erhalten: <em>Palaeoloxodon lomolinoi<\/em>, zu Ehren von Mark Lomolino, einem wichtigen Erforscher der Biogeografie der Inseln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/P1320588-1_450.jpg\" alt=\"Trypiti, Naxos, auf der Suche nach dem Kykladen-Zwergelefant\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der Suche nach dem Zwergelefanten: Mit Giorgos Lyras und Alexandra van der Geer in Trypit\u00ed s\u00fcdlich von Moutso\u00fana im Oktober 2013.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/P1320614-1_450.jpg\" alt=\"Trypiti, Naxos, auf der Suche nach dem Kykladen-Zwergelefant\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei den r\u00f6tlichen Sedimenten, die rechts im Bild zu sehen sind, handelt es sich um eiszeitliche Sedimente, die sich in Seen gebildet haben. Dieses sind die richtigen Ablagerungen f\u00fcr \u00dcberreste des Zwergelefanten. Leider konnten trotz gr\u00fcndlicher Suche keine weiteren Teile des Skeletts, von dem das Kieferst\u00fcck stammt, gefunden werden.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>er Zwergelefant von Naxos erreichte ungef\u00e4hr ein Zehntel der Masse seines Vorfahrs, des Europ\u00e4ischen Waldelefanten, der mit \u00fcber 4 m Schulterh\u00f6he und bis zu 11 Tonnen Gewicht eines der gr\u00f6\u00dften R\u00fcsseltiere \u00fcberhaupt war. <em>Paleoloxodon lomolinoi<\/em> \u00e4hnelte somit in der Gr\u00f6\u00dfe dem Zwergelefanten von Tilos (Schulterh\u00f6he 1,4 m, Gewicht 650 kg). Deutlich gr\u00f6\u00dfer waren die Elefanten von Kreta; noch kleiner waren die von Zypern (bis 250 kg) und Sizilien <em>(P. falconeri)<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Palaeolo-1_450.jpg\" alt=\"Backenzahn des Kykladen-Zwergelefanten Paleoloxodon lomolinoi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>das Fundst\u00fcck aus Trypiti, nach dem der kykladische Zwergelefant beschrieben wurde (das Foto wurde mir freundlicherweise von Giorgos Lyras zur Verf\u00fcgung gestellt)<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/lomolino-1_450.jpg\" alt=\"verkleinert dargestelltes Exemplar von <em>Palaeoloxodon lomolinoi<\/em> mit Mark Lomolino&#8220; border=&#8220;0&#8243;><br \/>\n<small>verkleinert dargestelltes Exemplar von <em>Palaeoloxodon lomolinoi<\/em> mit Mark Lomolino, dem Insel-Biogeografen, nach dem die Art benannt ist (Foto ebenfalls von Giorgos Lyras)<\/small><\/p>\n<h3>Das Aussterben der gro\u00dfen Pflanzenfresser<\/h3>\n<p><big>N<\/big>ach den Eiszeiten, als mit steigendem Wasserspiegel die gro\u00dfe Kykladen-Insel in die heutigen Inseln zerfiel, starben die gro\u00dfen Pflanzenfresser aufgrund der Zersplitterung in zu kleine, isolierte Populationen nach und nach aus. Zumindest auf der Insel Tilos existierten manche Arten jedoch bis in die Steinzeit hinein, ja bis etwa 3000 v. Chr., als sie offenbar durch den Menschen ausgerottet wurden. Hier sind in H\u00f6hlen zahlreiche Skelettreste der genannten Tiere gefunden worden. Aus den Elefantensch\u00e4deln mit einem gro\u00dfen Loch in der Mitte des Gesichts \u2013 dem R\u00fcsselansatz \u2013 erkl\u00e4ren sich vermutlich die Sagen \u00fcber die ein\u00e4ugigen Kyklopen, wie sie beispielsweise in der Odyssee vorkommen.<\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-geologie\/\">Die Geologie der Insel Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/geologie-mittelmeer-entstehung\/\">Die geologische Entstehung des Mittelmeeres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/eiszeiten\/\">Die Eiszeiten in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-alt-und-mittelsteinzeit\/\">Die Alt- und Mittelsteinzeit auf Naxos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0031018214001862\">A dwarf elephant and a rock mouse on Naxos (Cyclades, Greece) with a revision of the palaeozoogeography of the Cycladic Islands (Greece) during the Pleistocene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/users.uoa.gr\/~glyras\/publication.html\">George Lyras, Publications<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Palaeoloxodon_lomolinoi\">Palaeoloxodon_lomolinoi<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fossilien auf Naxos Die Insel Naxos bietet zwar eine reiche und vielf\u00e4ltige Natur, aber eines fehlt ihr fast vollst\u00e4ndig: Fossilien. 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