{"id":9493,"date":"2014-09-21T01:22:34","date_gmt":"2014-09-20T22:22:34","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=9493"},"modified":"2026-01-23T19:47:51","modified_gmt":"2026-01-23T17:47:51","slug":"seescheiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/seescheiden\/","title":{"rendered":"Seescheiden"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Seescheiden (Klasse <em>Ascidia<\/em>) geh\u00f6ren zum Stamm der sogenannten Manteltiere, bei denen es sich trotz ihres einfachen Aufbaus um die n\u00e4chsten Verwandten der Wirbeltiere handelt. Sie zeichnen sich durch eine gallertartige, knorpelige oder ledrige zellulose\u00e4hnliche Substanz aus, die den ganzen K\u00f6rper umh\u00fcllt (Mantel oder Tunica). In der Chorda, einem knorpeligen Stab, der als St\u00fctzorgan dient, besitzen sie einen Vorl\u00e4ufer der Wirbels\u00e4ule.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er K\u00f6rperbau der Seescheiden ist sehr einfach: im Wesentlichen bestehen sie aus einem auf dem Untergrund verwurzelten, vom Mantel eingeh\u00fcllten Schlauch. Die Seescheiden ern\u00e4hren sich, indem sie das Meerwasser filtrieren. In der Einstr\u00f6m\u00f6ffnung wird durch kleine Wimpern ein Wasserstrom erzeugt, der zum einfachen Kiemendarm f\u00fchrt, in dem die Nahrungspartikelchen herausgefiltert werden. Das Wasser str\u00f6mt durch die meist seitlich gelegene Ausstr\u00f6m\u00f6ffnung wieder aus. Seescheiden besitzen ein einfaches Nerven- und Kreislaufsystem und eine kr\u00e4ftige Muskulatur und k\u00f6nnen sich bei St\u00f6rung zusammenziehen. Es gibt sowohl einzeln lebende als auch Kolonien bildende Arten. Sie besitzen je nach Art unterschiedliche Farben (es gibt auch g\u00e4nzlich durchsichtige Arten) sowie eine charakteristische Form, insbesondere was die Anordnung der Ein- und Ausstr\u00f6m\u00f6ffnungen betrifft.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie etwa 2.000 Arten leben ausschlie\u00dflich im Meer (etwa 100 Arten im Mittelmeer). Die meisten Arten werden mehrere Zenti- oder Dezimeter gro\u00df, w\u00e4hrend andere mikroskopisch klein sind und im Sandl\u00fcckensystem leben. In den tieferen Regionen des Meeres sind die Seescheiden auf Felsb\u00f6den oft sehr h\u00e4ufig. Die Larven schwimmen frei im Meer. Bei ihnen wird die Verwandschaft zu den Wirbeltieren viel deutlicher als bei den adulten Tieren: sie \u00e4hneln etwa einer Kaulquappe.<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Meerestiere<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <small>Bitte beachten Sie, dass ich kein Experte bin und entsprechend manche Bestimmungen unsicher sind oder falsch sein k\u00f6nnen.<\/small><\/p>\n<h6>Mikrokosmos-Seescheide, <em>Microcosmus spec.<\/em><\/h6>\n<p><big>I<\/big>m Mittelmeer kommen zahlreiche Arten der Gattung <em>Microcosmus<\/em> vor, deren Bestimmung schwierig ist. Sie leben auf Felsw\u00e4nden und kommen auch schon im flachen Wasser vor. Die Gattung ist leicht daran zu erkennen, dass die Tiere von zahlreichen auf ihnen wachsenden Organismen bedeckt sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/ascidians\/microcosmus_spec-2.jpg\" alt=\"Mikrokosmos-Seescheide, Microcosmus spec.\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Seescheiden bestehen aus einem einfachen schlauchartigen K\u00f6rper mit einer Einstr\u00f6m\u00f6ffnung am Ende (im Bild rechts) und einer seitlichen Ausstr\u00f6m\u00f6ffnung; diese sind innen dunkelrot gef\u00e4rbt und ein klein wenig zusammengedr\u00fcckt. Die Arten der Gattung <em>Microcosmus<\/em> sind stark von anderen sessilen Organismen bewachsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/ascidians\/microcosmus_spec-1.jpg\" alt=\"Mikrokosmos-Seescheide, Microcosmus spec.\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier sieht man in die innen dunkelrote Ausstr\u00f6m\u00f6ffnung hinein.<\/small><\/p>\n<h6>Rote Seescheide, <em>Halocynthia papillosa<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch die Rote Seescheide ist eine einzeln lebende Art. Sie wird bis 10 cm gro\u00df und kommt an schattigen Stellen oder in tieferem Wasser h\u00e4ufig vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/ascidians\/halocynthia_papillosa-1.jpg\" alt=\"Rote Seescheide, Halocynthia papillosa\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Rote Seescheide ist vornehmlich in gr\u00f6\u00dferer Tiefe anzutreffen. Foto von Themos Bogiatsoglou<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/fische\/\">Fische<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Meerestiere \u00dcberblick<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Seescheiden (Klasse Ascidia) geh\u00f6ren zum Stamm der sogenannten Manteltiere, bei denen es sich trotz ihres einfachen Aufbaus um die n\u00e4chsten Verwandten der Wirbeltiere handelt. Sie zeichnen sich durch eine gallertartige, knorpelige oder ledrige zellulose\u00e4hnliche Substanz aus, die den ganzen K\u00f6rper umh\u00fcllt (Mantel oder Tunica). 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