{"id":9009,"date":"2014-01-07T00:54:16","date_gmt":"2014-01-06T22:54:16","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=9009"},"modified":"2024-10-23T17:06:33","modified_gmt":"2024-10-23T14:06:33","slug":"spaziergang-skeponi-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/spaziergang-skeponi-3\/","title":{"rendered":"\u2026und wieder Skeponi!"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>as Tal von Skep\u00f3ni mit seinen ganzj\u00e4hrig wasserf\u00fchrenden Fl\u00fcssen ist eine der sch\u00f6nsten Ecken von Naxos. Wenn es einem nichts ausmacht, sich weglos durch die Landschaft zu schlagen, kann man hier in fast unber\u00fchrte Natur eintauchen und stundenlang spazieren gehen, ohne einen Menschen zu sehen, ein Auto zu h\u00f6ren oder auch nur ein St\u00fcckchen M\u00fcll zu finden. Es ist eine wundersch\u00f6ne Landschaft mit undurchdringlicher Macchie, mit urt\u00fcmlichen W\u00e4ldern und verwunschenen Wasserl\u00e4ufen, die sich ihren Weg zwischen gro\u00dfen Granitbl\u00f6cken suchen\u2026 Zu jeder Jahreszeit ist das Tal von Skep\u00f3ni einen Besuch wert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340696-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hinter den verstreuten H\u00e4usern von Skep\u00f3ni liegen erst \u00fcberwachsene Terrassen, aber schon bald kommt man in felsige Regionen mit wild wucherndem Wald.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340700-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Das Fl\u00fcsschen sprudelt \u00fcber moos\u00fcberwachsene Granitbl\u00f6cke. Direkt am Fluss wachsen Erlen und hier und da eine Platane.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"S\u00fcdlicher T\u00fcpfelfarn, Polypodium cambricum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ferns\/polypodium_cambricum-2.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Ein Farn schaut aus der Erde: ein S\u00fcdlicher T\u00fcpfelfarn <em>(Polypodium cambricum)<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340714-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Jede Ecke, um die wir biegen, enth\u00fcllt eine neue zauberhafte Gegend. Das Vorw\u00e4rtskommen ist nicht \u00fcberall ganz einfach, aber wir gehen immer weiter &#8211; es ist einfach zu sch\u00f6n!<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340720-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Oberhalb des Flusslaufes erkennt man an den heute von Wald bewachsenen H\u00e4ngen an vielen Stellen eine alte Terrassierung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fungi\/terana_caerulea-1.jpg\" alt=\"Terana caerulea\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Unter einem vermodernden Ast entdecken wir einen h\u00f6chst erstaunlichen leuchtend blauen Pilz. Es handelt sich um die Art <em>Terana caerulea<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340724-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier steht ein Maulbeerbaum auf einer alten Terrasse. Wir treffen auf den Fu\u00dfpfad nach Komiak\u00ed, der hier den Fluss kreuzt, und beschlie\u00dfen, ihn in der entgegengesetzten Richtung wieder nach Skep\u00f3ni zur\u00fcckzugehen, um zu schauen, wo er beginnt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, Crataegus monogyna\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/crataegus_monogyna-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Weg f\u00fchrt\u00a0in halber H\u00f6he oberhalb des Flusses am Hang entlang. In den feuchten, k\u00fchlen T\u00e4lchen wachsen eine ganze Reihe auf Naxos seltener, laubabwerfender Geh\u00f6lze wie die Manna-Esche und, hier abgebildet, der Eingriffelige Wei\u00dfdorn.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, Crataegus monogyna\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/crataegus_monogyna_fruit-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Wei\u00dfdorn tr\u00e4gt jetzt (Anfang Januar) seine kleinen roten Fr\u00fcchte.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340755-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Nun gelangen wir auf den trockeneren Hang. Hier w\u00e4chst eine interessante Macchie, die sich vor allem aus immergr\u00fcnen Arten zusammensetzt: dunkelgr\u00fcne Erdbeerb\u00e4ume, Ginster, Baumheide (etwa in der Mitte des Bildes), au\u00dferdem herbstgef\u00e4rbter Ahorn und ganz links eine graugr\u00fcne Steineiche.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Westlicher Erdbeerbaum, Arbutus unedo\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/arbutus_unedo-4.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Auf Naxos wachsen Erdbeerb\u00e4ume nur hier in Skep\u00f3ni. Es handelt sich um den Westlichen Erdbeerbaum <em>(Arbutus unedo)<\/em>, ein immergr\u00fcnes Hartlaubgew\u00e4chs.<br \/>\n<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Westlicher Erdbeerbaum, Arbutus unedo\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/arbutus_unedo_flower-1.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>An einigen Erdbeerb\u00e4umen finden wir noch Bl\u00fcten. Sie sind wei\u00df und glockig geformt: Der Erdbeerbaum geh\u00f6rt zu den Heidegew\u00e4chsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Westlicher Erdbeerbaum, Arbutus unedo\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/arbutus_unedo_detail-1.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier und da tragen die B\u00e4ume schon reife Fr\u00fcchte. Sie sind nur wenig s\u00fc\u00df und besitzen ein zartes Aroma. Man verwendet sie haupts\u00e4chlich zum Herstellen von Schnaps und Lik\u00f6r.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340745-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Der Weg f\u00fchrt geradeaus weiter; sein Verlauf ist daran zu erkennen, dass er an vielen Stellen mit Steinen begrenzt ist. Bald kommen wir an eine Stelle, die f\u00fcrchterlich mit Ginster \u00fcberwachsen ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340749-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Gl\u00fccklicherweise haben wir eine S\u00e4ge dabei, die uns hilft, einen Weg zu bahnen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Westlicher Erdbeerbaum, Arbutus unedo\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/arbutus_unedo_habitat-1.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>noch einige Erdbeerb\u00e4ume<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340761-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Nachdem wir es geschafft haben, die Macchie zu durchqueren, kommen wir wieder in Felder, die erst wenig \u00fcberwachsen sind. Hier stehen viele Terpentinstr\u00e4ucher <em>(Pistacia terebinthus)<\/em>, die jetzt die Bl\u00e4tter abgeworfen haben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340767-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Und noch eine Steineiche (oder eine Felseneiche?).\u00a0<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340770-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Der Kreta-Ahorn ist hier sehr h\u00e4ufig. Er ist zu jeder Jahreszeit ein Schmuck f\u00fcr die Landschaft! Auf den heute nicht mehr bewirtschafteten Feldern wachsen Zistrosen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340771-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Der ganze Hang ist terrassiert. Wir laufen immer weiter etwa auf derselben H\u00f6he bis zum n\u00e4chsten Flusstal.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340774-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340777-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340778-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Dahinter kommen wir auf Terrassen, auf denen fr\u00fcher Wein angebaut wurde. Hier sieht man die \u00dcberreste eines Beckens, in der der Wein getreten wurde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340790-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Die Felsen sind mit interessanten Flechten bewachsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi, Peltigera praetextata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_praetextata-1.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier eine neue Blattflechten-Art f\u00fcr mich: <em>Peltigera praetextata<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/peltigera_praetextata_detail-1.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Diese Art ist an den kleinen schuppenf\u00f6rmigen Isidien an den Lappenr\u00e4ndern zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi, Scytinium lichenoides\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/scytinium_lichenoides-1.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier eine kleine <em>Scytinium<\/em>-Art mit schuppigen Lappenr\u00e4ndern; vielleicht <em>S. lichenoides<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/unidentified_lichen-1.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Und schlie\u00dflich eine kleine gr\u00fcne Blattflechte mit winzigen Apothecien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340794-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Wir gehen noch ein ganzes St\u00fcck auf dem schmalen Pfad weiter, der sich immer etwa auf der selben H\u00f6he h\u00e4lt; schlie\u00dflich sehen wir im \u00fcbern\u00e4chsten Tal dieses kleine Kloster, in dem \u00fcber 20 Jahre lang eine \u00e4ltere Nonne ganz allein lebte.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"bei Skeponi\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1340793-1_450.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Hier kehren wir um: Es wird sp\u00e4t und wir wissen nicht, ob wir in dieser Ecke irgendwo zur Stra\u00dfe hinabsteigen k\u00f6nnen. Zum Abschied noch einmal der Blick auf das Tal von Skep\u00f3ni.<\/small><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/spaziergang-potamia\/\">Bei Potamia<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"https:\/\/azalas.de\/wanderungen-und-spaziergaenge\/\">Wanderungen und Spazierg\u00e4nge<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/spaziergang-skeponi-1\/\">Skeponi 1 &#8211; Eine verlassene Siedlung in den Bergen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/spaziergang-skeponi-2\/\">Skeponi 2 &#8211; Erdbeerb\u00e4ume und ein verwunschener Gebirgsbach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/waelder\/\">W\u00e4lder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\">Macchie und Garrigue<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/blattflechten\/\">Blattflechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Die Flora von Naxos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Tal von Skep\u00f3ni mit seinen ganzj\u00e4hrig wasserf\u00fchrenden Fl\u00fcssen ist eine der sch\u00f6nsten Ecken von Naxos. 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