{"id":80,"date":"2008-09-20T00:37:47","date_gmt":"2008-09-19T21:37:47","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=80"},"modified":"2024-10-01T05:07:58","modified_gmt":"2024-10-01T02:07:58","slug":"terrassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/terrassen\/","title":{"rendered":"Terrassen"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Terrassen sind ein besonders auff\u00e4lliges Charakteristikum der mediterranen Landschaft. Heute ist etwa 10 % der Fl\u00e4che von Naxos terrassiert, urspr\u00fcnglich lag der Anteil wesentlich h\u00f6her. Intakte und noch bewirtschaftete Terrassen liegen vor allem in der N\u00e4he der D\u00f6rfer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN4834_450.jpg\" alt=\"Terrassen in Mesi\" \/><br \/>\n<small>Terrassen beim Dorf M\u00e9si<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_lioiri-1.jpg\" alt=\"Terrassen in Lio\u00edri bei K\u00f3ronos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>in Lio\u00edri bei K\u00f3ronos<\/small><\/p>\n<p><big>F<\/big>r\u00fcher, als die Bev\u00f6lkerung von Naxos ihre Nahrungsmittel noch fast vollst\u00e4ndig selbst produzierte, waren praktisch alle zu bewirtschaftenden Fl\u00e4chen der Insel genutzt. \u00dcberall kann man an den Bergh\u00e4ngen heute die Spuren nicht mehr genutzter, mehr oder weniger verfallener Terrassen erkennen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_koronos-1.jpg\" alt=\"Terrassen in Koronos, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<h3>Warum baut man Terrassen?<\/h3>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos sind alle bewirtschafteten H\u00e4nge terrassiert. Die Terrassen halten die sp\u00e4rliche Erde fest und sch\u00fctzen sie vorm Wegschwemmen durch starke Regenf\u00e4lle im Winter. Dadurch dass sie auch das organische Material an der Erdoberfl\u00e4che, Humus und Pflanzenreste, davor bewahren, mit den Regenf\u00e4llen davongeschwemmt zu werden, verbessern sie ebenfalls die Bildung von Erde. Eine nennenswerte Erdschicht kann man auf Naxos (au\u00dfer in den Ebenen) fast nur auf Terrassen finden; auf nicht terrassierten H\u00e4ngen ist meist nur ein sehr d\u00fcnner Boden ausgebildet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_lakkomersina-1.jpg\" alt=\"Terrassen mit Olivenb\u00e4umen in Lakkomersina, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>gut instand gehaltener terrassierter Olivenhain in Lakkom\u00e9rsina<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>u\u00dferdem stauen die Terrassen das Regenwasser, so dass es leichter im Boden versickern kann und weniger oberirdisch abflie\u00dft, was sich sehr g\u00fcnstig auf die Vegetation und auf den Wasserhaushalt der Insel auswirkt.<\/p>\n<p><big>A<\/big>ber auch in den Talsohlen ist das Gel\u00e4nde stets terrassiert, auch wenn es nur ein geringes Gef\u00e4lle gibt. Bei Beeten, die bew\u00e4ssert werden, ist es besonders wichtig, dass sie eben sind, damit sich das darauf geleitete Wasser gleichm\u00e4\u00dfig verteilt. Fr\u00fcher wurden die G\u00e4rten mit so gro\u00dfer Sorgfalt angelegt, dass auch gro\u00dfe Beete gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber einen aus den Fl\u00fcssen gespeisten Zulauf bew\u00e4ssert werden konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/P1260673-1_1500.jpg\" alt=\"terrassierter Olivenhain\" border=\"0\"><br \/>\n<small>sorgf\u00e4ltig terrassierte Olivenhaine an den H\u00e4ngen und in der Talsohle<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/P1260675-1_1500.jpg\" alt=\"terrassierter Olivenhain\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Von unten sieht man die hohen Terrassenmauern, die noch gut instand sind.<\/small><\/p>\n<h3>Die Konstruktionsweise der Terrassen<\/h3>\n<p><big>F<\/big>\u00fcr die Mauern der Terrassen wurden die Lesesteine von den Feldern verwendet, die sowieso m\u00f6glichst entfernt werden mussten, um die Bearbeitung zu erleichtern, sowie das vor Ort anstehende Gestein. Die H\u00f6he der Terrassenmauern richtet sich nach der Steilheit des Hanges. W\u00e4hrend an flachen H\u00e4ngen die Terrassenmauern oft nur wenige Dezimeter hoch sind, wurden an den steilsten H\u00e4ngen manchmal ein bis zwei Meter hohe St\u00fctzmauern errichtet, um je nur einen schmalen Streifen Erde zu sichern.<\/p>\n<p><big>B<\/big>ei hohen Terrassen legten die Bauern kleine steile Treppen an, um von einer Terrasse auf die andere zu gelangen, oder sie bauten (um den Platz f\u00fcr die Treppe zu sparen) aus den Mauern herausragende Steine als Stufen ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terrace_koronos-3.jpg\" alt=\"Terrasse mit Treppe\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Treppen dieser Art dienten dazu, auf die hohen Terrassen zu gelangen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terrace_stairs-1.jpg\" alt=\"Terrasse mit Treppe aus herausragenden Steinen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die platzsparendere, aber akrobatischere Version der Treppe besteht aus Steinen, die aus der Terrassenmauer herausragen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terrace_stairs-2.jpg\" alt=\"Terrasse mit Treppe aus herausragenden Steinen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>und noch ein Beispiel<\/small><\/p>\n<h3>Terrassen in Schieferregionen<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie f\u00fcr den Anbau am besten geeigneten Gebiete auf Naxos sind &#8211; abgesehen von den k\u00fcstennahen Schwemmebenen, in denen die in den Bergen wegerodierte Erde wieder abgelagert wird &#8211; die Gebiete, in denen Schiefer ansteht. G\u00e4rten und Weinberge wurden vor allem in Schiefergebieten angelegt, wo tiefgr\u00fcndiger Boden zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/DSCN4421-1_450.jpg\" alt=\"Terrassen in Myrisis, Naxos\" \/><br \/>\n<small>In den T\u00e4lern im Nordwesten von Naxos gibt es viel Wasser und reiche Vegetation; das Untergrundgestein ist Schiefer, der zu guter, tiefgr\u00fcndiger Erde verwittert. Hier sieht man noch bewirtschaftete Gem\u00fcsefelder (v.a. Bohnen) und mit \u00d6lb\u00e4umen bestandene Terrassen in der N\u00e4he des Flusslaufes in Myrisis; drumherum liegen aufgegebene und \u00fcberwucherte Fl\u00e4chen, deren Terrassen heute mehr oder weniger verfallen sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN6477-1_450.jpg\" alt=\"alter Terrassenboden \u00fcber Schiefergestein\" \/><br \/>\n<small>gut ausgebildeter Boden auf verfallenden Terrassen \u00fcber Schiefergestein<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>uf Schiefergestein wurden fr\u00fcher zur Anlage von Terrassen erst die St\u00fctzmauern errichtet und danach die Terrassen mit aufgebrochenem Gestein, das m\u00f6glichst klein zerschlagen wurde, aufgef\u00fcllt. In diesem lockeren Gestein konnten Kulturpflanzen wie Weinst\u00f6cke ausreichend tief wurzeln, so dass sie ihre Wasserversorgung den Sommer \u00fcber sicherstellen konnten, ohne dass Gie\u00dfen erforderlich war. Manche Pflanzen konnten in den ersten Jahren auch praktisch ohne Erde direkt in dem aufgebrochenen Schiefer-Rohboden wachsen. Nach und nach bildete sich durch den Bewuchs eine humushaltige Erdschicht aus, in der auch die anspruchsvolleren Gem\u00fcsearten gedeihen konnte. So wurde durch die Anlage von Terrassen kultiviertbare Erde geschaffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_koronos-2.jpg\" alt=\"Weinterrassen in K\u00f3ronos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Weinterrassen \u00fcber Schiefer in K\u00f3ronos<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN5483-1_450.jpg\" alt=\"junger Weinberg auf Schiefer-Rohboden\" \/><br \/>\n<small>junger Weinberg auf Schiefer-Rohboden<\/small><\/p>\n<h3>Terrassen in Marmorgebieten<\/h3>\n<p><big>I<\/big>n Gebieten in denen Marmor ansteht, gibt es normalerweise nur eine schlecht ausgebildete oberfl\u00e4chliche Bodenschicht. Diese Gebiete sind deswegen f\u00fcr die Landwirtschaft weniger geeignet; allerdings k\u00f6nnen hier B\u00e4ume gut wurzeln, da sie in den Kl\u00fcften des Marmors tiefe Wurzeln bilden k\u00f6nnen. In diesen Gebieten werden deswegen \u00fcberwiegend \u00d6lbaumhaine angelegt.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er \u00d6lbaum kommt auf Naxos auch wild vor; er gedeiht gut an felsigen und trockenen Stellen ohne nennenswerte Bodenschicht. Auch f\u00fcr die \u00d6lbaumhaine wurden jedoch \u00fcblicherweise Terrassen angelegt. Das liegt unter anderem daran, dass das Sammeln der Oliven wesentlich einfacher ist, wenn der Boden um die B\u00e4ume herum eben und frei von Str\u00e4uchern ist. Auf den Terrassen wurde unter den B\u00e4umen zus\u00e4tzlich Getreide angebaut, das hier im Winterhalbjahr gut gedeihen konnte. Durch das f\u00fcr den Getreideanbau erforderliche Pfl\u00fcgen beziehungsweise Hacken wurde der Boden von Wildwuchs freigehalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/olive_trees_terraces-1.jpg\" alt=\"Terrassen auf Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>terrassierter Olivenhain<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/P1030809-1_450.jpg\" alt=\"Terrassen bei Koronos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Terrassen f\u00fcr Getreideanbau unter Olivenb\u00e4umen, bei Atsip\u00e1pi in der N\u00e4he von K\u00f3ronos. Man sieht, dass die Erde sehr mager, d\u00fcnn und steinig ist. Trotzdem haben Terrassen dieser Art den Menschen das Brot f\u00fcr ein ganzes Jahr gesichert.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/P1030794-1_450.jpg\" alt=\"Dreschplatz bei Atsipapi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier der Beweis, dass hier Getreide angebaut wurde: ein Dreschplatz (gr. <em>al\u00f3ni<\/em>).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/P1260515-1_1500.jpg\" alt=\"Olivenhain mit Dreschplatz\" border=\"0\"><br \/>\n<small>noch ein Dreschplatz in einem Olivenhain<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/P1260482-1_1500.jpg\" alt=\"kleine Terrassen mit Oliven\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier eine h\u00fcbsche Reihe von sorgf\u00e4ltig errichteten Terrassen, je mit einem Olivenbaum bepflanzt, auf einem Streifen mit Erde zwischen Marmorfelsen.<\/small><\/p>\n<p><big>W<\/big>enn keine besseren Fl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung standen, errichteten die Bauern manchmal auch an sehr felsigen Marmorh\u00e4ngen kleine Terrassenmauern, hinter denen je ein bisschen sp\u00e4rliche Erde lag, um den Anbau von ein wenig Getreide zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN6592-1_450.jpg\" alt=\"Terrassenmauern an felsigem Marmorhang\" \/><br \/>\n<small>Derartige kleine Terrassenmauern dienten dazu, auch auf sehr felsigem Gel\u00e4nde kleine bebaubare Streifen mit Erde zu schaffen, auf denen je ein bisschen Getreide ges\u00e4t werden konnte.<\/small><\/p>\n<h3>Wann wurden die Terrassen angelegt?<\/h3>\n<p><big>M<\/big>an wei\u00df nicht recht, seit wann Terrassen gebaut werden. Nur an wenigen Stellen im Mittelmeergebiet kann man nachweisen, dass Terrassen schon im Altertum oder gar schon in der Bronzezeit angelegt worden sind. W\u00e4hrend der Bl\u00fctezeit der Insel Naxos im Altertum war praktisch die gesamte Insel kultiviert. Es erscheint wahrscheinlich, dass auch damals schon Terrassen angelegt wurden, insbesondere in Gebieten, die bew\u00e4ssert wurden. In den folgenden Jahrtausenden, w\u00e4hrend derer die Bev\u00f6lkerung immer wieder durch Piraten\u00fcberf\u00e4lle dezimiert wurde, verfielen vermutlich in vielen Gebieten die Terrassen wieder. Die heutigen Terrassen sind vermutlich gr\u00f6\u00dftenteils erst in den letzten Jahrhunderten angelegt worden. Bis in die Sechziger Jahre wurden von den Dorfbewohnern gelegentlich noch neue Terrassen angelegt, wenn sie ungenutzte Fl\u00e4chen (wieder) in Gebrauch nahmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSC_2625-1_450.jpg\" alt=\"Terrassen in Skeponi, Naxos\" \/><br \/>\n<small>gut erhaltene Terrassen in Skep\u00f3ni<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie meisten der heute verfallenen Terrassen wurden bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, meist bis etwa zum Beginn der Sechziger Jahre bewirtschaftet, manche auch noch l\u00e4nger. Jedenfalls hat sich praktisch in allen Gebieten der Insel der heute sichtbare Verfall der Terrassen einschlie\u00dflich Zuwuchern und Wiederbewaldung in diesem Zeitraum abgespielt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/DSC_2588-1_450.jpg\" alt=\"mit Wald \u00fcberwachsene Terrassen in Skeponi, Naxos\" \/><br \/>\n<small>Auf diesen nicht mehr genutzten Terrassen nahe am Auwald in Skep\u00f3ni sind gro\u00dfe Erlen gewachsen.<\/small><\/p>\n<h3>Terrassen und Erosion<\/h3>\n<p><big>T<\/big>errassen und ihre B\u00f6den sind, insbesondere, wenn die Mauern sorgf\u00e4ltig aus guten Steinen errichtet sind, recht resistent gegen Verfall und Erosion. Trotzdem brauchen sie eine gewisse Pflege. Sch\u00e4den k\u00f6nnen vor allem bei sehr starken Regenf\u00e4llen entstehen, die Teile der St\u00fctzmauern einst\u00fcrzen lassen k\u00f6nnen, so dass das Erdmaterial auf die darunter gelegene Terrasse f\u00e4llt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN6015-1_450.jpg\" alt=\"eingest\u00fcrzte, alte Terrassenmauer in der Tragea\" \/><br \/>\n<small>eingest\u00fcrzte Terrassenmauer<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN6539-1_450.jpg\" alt=\"alter \u00d6lbaum auf verfallender Terrasse\" \/><br \/>\n<small>Wo die Terrassenmauer weggebrochen ist, wird die Erde bei starken Regenf\u00e4llen schnell weggeschwemmt.<\/small><\/p>\n<p><big>M<\/big>anchmal werden auch ganze Terrassen mitsamt den darauf wachsenden Weinst\u00f6cken oder Obstb\u00e4umen davongerissen. Kleinere Sch\u00e4den an den St\u00fctzmauern m\u00fcssen immer wieder ausgebessert werden, damit gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den vermieden werden. Besonders schnell erodieren nicht mehr bewirtschaftete Terrassen, die von Ziegen beweidet werden, da durch den Tritt die Erde gelockert wird und Steine losgetreten werden k\u00f6nnen. Die Ziegen treten Pfade von einer Terrasse auf die andere aus, auf denen auch das Regenwasser entlang l\u00e4uft, so dass sich immer weiter vertiefende Rinnen ausgewaschen werden, \u00fcber die der Regen die Erde davonschwemmt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terrace_erosion-1.jpg\" alt=\"Terrasse mit eingest\u00fcrzter Mauer bei Apiranthos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man wie viel Erde hinter der Terrassenmauer ansteht. Wo die Mauer zusammengebrochen ist, kommt es zu Erosion.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terrace_erosion-2.jpg\" alt=\"Terrasse mit eingest\u00fcrzter Mauer bei Apollonas, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Terrassenmauern k\u00f6nnen insbesondere durch heftige Regenf\u00e4lle besch\u00e4digt werden. Sie m\u00fcssen schnell repariert werden, damit die Erde nicht weggetragen wird.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_pnichtis-1.jpg\" alt=\"Olivenhain mit hohen, teilweise eingest\u00fcrzten Terrassen bei den Schmirgelminen von Apiranthos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An diesem Olivenhain mit frisch beschnittenen Oliven sieht man die hohen, m\u00fchselig errichteten Terrassenmauern, die jedoch an vielen Stellen schon eingest\u00fcrzt sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_erosion-3.jpg\" alt=\"Olivenhain mit erodierenden Terrassen bei Kal\u00f3xylos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Olivenhain mit erodierenden Terrassen bei Kal\u00f3xylos<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/DSCN7561-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"erodierende Terrassen bei Ap\u00edranthos, Naxos\" \/><br \/>\n<small>erodierende Terrassen bei Ap\u00edranthos<\/small><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/boden\/\">Boden<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-kulturlandschaft\/\">Die Kulturlandschaft<\/a><\/p>\n<p>siehe auch: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/erosion\/\">Erosion<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Terrassen sind ein besonders auff\u00e4lliges Charakteristikum der mediterranen Landschaft. 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