{"id":79,"date":"2008-09-20T00:27:43","date_gmt":"2008-09-19T21:27:43","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=79"},"modified":"2025-02-12T20:47:59","modified_gmt":"2025-02-12T18:47:59","slug":"naxos-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/naxos-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Die Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie \u00c4g\u00e4is ist eines der ersten Gebiete Europas, in denen die Menschen Land bewirtschafteten und die Kultivierung von Pflanzen betrieben. Seit sp\u00e4testens dem 3. Jahrtausend vor Christus ist Getreideanbau nachgewiesen. Die Ackerbau-Kultur hatten die aus Kleinasien eingewanderten vorgriechischen Volksst\u00e4mme (z.B. Pelasger und Karer) mitgebracht.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Grundpfeiler der mediterranen Ern\u00e4hrung sind Brot, Wein und Oliven\u00f6l. Getreide, Weinst\u00f6cke und \u00d6lb\u00e4ume werden auf Naxos schon seit Jahrtausenden kultiviert. Auch vielerlei Gem\u00fcsesorten, H\u00fclsenfr\u00fcchte und Obst k\u00f6nnen auf Naxos gut angebaut werden. W\u00e4hrend fr\u00fcher alle bewirtschaftbaren Fl\u00e4chen der Insel genutzt wurden und in allen Ecken, auch weit von den D\u00f6rfern entfernt, kleine b\u00e4uerliche Anwesen lagen, sind diese heute in den abgelegeneren Gegenden meist aufgegeben und verlassen und verfallen allm\u00e4hlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/olive_wine_fig.jpg\" alt=\"\u00d6lb\u00e4ume, Wein und Feigen an der Kirche \u00c1gios Jo\u00e1nnis Theol\u00f3gos in Gr\u00e1mmata bei Danak\u00f3s\" border=\"0\"><br \/>\n<small>\u00d6lb\u00e4ume, Wein und Feigen an der Kirche \u00c1gios Jo\u00e1nnis Theol\u00f3gos in Gr\u00e1mmata bei Danak\u00f3s<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_vineyard_olives-1.jpg\" alt=\"kleines Anwesen bei den Schmirgelminen von Apiranthos mit Oliven und Weinterrassen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei diesem kleinen, heute verlassenen Anwesen im Tal bei den Schmirgelminen von Ap\u00edranthos sieht man das Wohnhaus der Bauern ganz vorn im Tal und am Hang auf der rechten Seite Terrassen mit Oliven, auf denen auch Getreide angebaut wurde, und auf der linken Seite Terrassen, auf denen fr\u00fcher Wein stand, wie am Weintretbecken ganz unten zu sehen ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_vineyard-1.jpg\" alt=\"kleines Anwesen bei den Schmirgelminen von Apiranthos mit Oliven und Weinterrassen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die sorgf\u00e4ltig angelegten, heute leeren und verfallenden Weinterrassen mit dem Weintretbecken, der <em>lino\u00fa<\/em>.<\/small><\/p>\n<h3>Die traditionelle Landwirtschaft auf Naxos<\/h3>\n<p><big>B<\/big>is zum Aufkommen des Tourismus lebten die Bewohner von Naxos fast ausschlie\u00dflich von der Landwirtschaft. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass die Insel aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe und ihres relativen Reichtums an fruchtbarem Boden und an Wasser gute Vorraussetzungen f\u00fcr die Landwirtschaft bietet, w\u00e4hrend zum Beispiel die f\u00fcr die Bewohner vieler anderer \u00c4g\u00e4isinseln wichtige Fischerei und Schifffahrt durch den Mangel an geeigneten Buchten und Ankerstellen erschwert wird.<\/p>\n<p><big>N<\/big>och vor etwa 50 Jahren war die Insel Naxos, was die Versorgung ihrer Bev\u00f6lkerung mit Nahrungsmitteln betrifft, weitgehend autark. Obst und Gem\u00fcse wurden sogar in gr\u00f6\u00dferer Menge nach Athen exportiert. Fast alle Bewohner betrieben Landwirtschaft, auch wenn sie au\u00dferdem noch ein Handwerk aus\u00fcbten. Jeder Flecken bebaubarer Erde wurde genutzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/garden-1.jpg\" alt=\"Garten in Atsipapi\" border=\"0\"><\/p>\n<h3>Was auf Naxos angebaut wird:<\/h3>\n<p><big>B<\/big>eim gr\u00f6\u00dften Teil der Landwirtschaft handelt es sich um Produktion f\u00fcr den eigenen Bedarf. Von nennenswerter Bedeutung f\u00fcr die Wirtschaft der Insel im Sinne von Exporten ist vor allem die Produktion von K\u00e4se aus Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch. Au\u00dferdem wird Fleisch nach Athen exportiert und in j\u00fcngerer Zeit in geringerem Ma\u00dfstab auch Weintrauben. Innerhalb der Insel werden Gem\u00fcse und Obst, Oliven\u00f6l und Wein sowie Fleisch und Milchprodukte verkauft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/sifones_farmer-1.jpg\" alt=\"Bauer in Sifones\" border=\"0\"><\/p>\n<h3>Gem\u00fcse<\/h3>\n<p><big>I<\/big>m Winterhalbjahr gedeihen auf Naxos \u00e4hnliche Gem\u00fcse wie in Mitteleuropa, so werden zum Beispiel diverse Kohlarten, Salat, M\u00f6hren, Rote Bete, Dicke Bohnen und Erbsen sowie Zwiebeln und Knoblauch angebaut. Auch einige typische Arten des Mittelmeerraumes wie Artischocken wachsen im Winter beziehungsweise Fr\u00fchjahr. Im Sommer werden w\u00e4rmeliebende Gem\u00fcse wie Zucchini, Auberginen, Paprika, Tomaten, Gurken und K\u00fcrbisse angebaut, au\u00dferdem verschiedene Bohnensorten, Mais und S\u00fc\u00dfkartoffeln, sowie Wasser- und Honigmelonen. Kartoffeln gedeihen auf Naxos besonders gut. Sie werden zweimal gepflanzt, einmal im Sp\u00e4tsommer und einmal im Sp\u00e4twinter.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Gem\u00fcseg\u00e4rten und Kartoffelfelder werden auf bew\u00e4sserbaren Terrassen angelegt, meist in der N\u00e4he der D\u00f6rfer oder auch entlang der Flussl\u00e4ufe oder an einer Quelle. Das Wasser wird von Quellen oder von st\u00e4ndig wasserf\u00fchrenden Fl\u00fcssen \u00fcber offene Wasserleitungen auf die Felder gef\u00fchrt, wobei die Bauern das Wasser ein- bis zweimal in der Woche in festgelegter Reihenfolge auf ihre Beete leiten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/cottages\/garden_in_winter-2.jpg\" alt=\"Salat in unserem Garten\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Winter baut man auf Naxos \u00e4hnliche Gem\u00fcse an wie in Mitteleuropa: Salat, Kohlsorten, M\u00f6hren, Rote Bete, Erbsen usw.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/cottages\/garden_in_summer-3.jpg\" alt=\"Paprika und Tomaten in unserem Garten\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Sommer werden die typischen Sommergem\u00fcse angebaut: Paprika, Tomaten, Gurken, Auberginen, Zucchini, Bohnen usw.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/garden_koronos-2.jpg\" alt=\"Gem\u00fcsegarten in Koronos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Gem\u00fcsegarten in K\u00f3ronos<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/garden-2.jpg\" alt=\"Gem\u00fcsegarten bei Apollonas\" border=\"0\"><br \/>\n<small>bew\u00e4sserte Beete bei Ap\u00f3llonas<\/small><\/p>\n<h3>H\u00fclsenfr\u00fcchte<\/h3>\n<p><big>I<\/big>n den ebeneren Regionen vor allem um das Dorf Sangr\u00ed herum wurden fr\u00fcher in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab H\u00fclsenfr\u00fcchte wie Linsen, Kichererbsen, Erbsen und &#8222;Weinbergs-Bohnen&#8220; angebaut, die eine gro\u00dfe Rolle in der Ern\u00e4hrung der Inselbewohner spielten. Diese Felder brauchten nicht oder kaum bew\u00e4ssert zu werden.<\/p>\n<h3>Obst<\/h3>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos gedeihen zahlreiche Obstarten. Weintrauben und Feigen gibt es in vielen Sorten; beide sind in besonderer Weise mit Dionysos, dem Hauptgott der Insel Naxos, verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/terraces_koronos_vineyard-1.jpg\" alt=\"Weinterrassen in Koronos\" ><br \/>\n<small>Weinterrassen in Koronos<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/vineyard-1.jpg\" alt=\"gefr\u00e4ster Weinberg bei Potami\u00e1\" border=\"0\"><br \/>\n<small>frisch gefr\u00e4ster Weinberg bei Potami\u00e1<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/grapes-1.jpg\" alt=\"Weintrauben bei Apollonas\" border=\"0\"><\/p>\n<p><big>I<\/big>n den Bergen wachsen au\u00dferdem viele auch in Mitteleuropa heimische Obstb\u00e4ume wie \u00c4pfel und Birnen (jeweils in mehreren Sorten, auch wilde Holzbirnen), Quitten, Pflaumen (vor allem zahlreiche Mirabellen-\u00e4hnliche Sorten, aber auch die mitteleurop\u00e4ischen Zwetschgen) und Sauerkirschen (es gibt sogar einige wenige S\u00fc\u00dfkirschenb\u00e4ume). Auch Erdbeeren lassen sich leicht anbauen. Au\u00dferdem wachsen auf Naxos viele w\u00e4rmeliebende, frostempfindliche Obstb\u00e4ume wie Maulbeeren, Aprikosen, Pfirsiche und Granat\u00e4pfel, Mispeln und Khaki-Pflaumen; und sogar Bananen k\u00f6nnen in den gesch\u00fctzten Lagen kultiviert werden. Und nat\u00fcrlich gibt es Zitronen und eine ganze Anzahl von Orangen- und Mandarinen-Sorten sowie die gro\u00dfe S\u00fcdfrucht Kitron, deren Bl\u00e4tter zur Herstellung des bekannten gleichnamigen Lik\u00f6r verwendet werden. Auch Mandelb\u00e4ume und Waln\u00fcsse gedeihen gut auf Naxos, und in den h\u00f6chsten, k\u00fchlsten Lagen stehen ein paar Esskastanien-B\u00e4ume.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/pomegranate-1.jpg\" alt=\"Granatapfel\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Granatapfel wurde schon in der fr\u00fchen Antike in Griechenland eingef\u00fchrt; er stammt aus West- und Zentralasien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/medlar-1.jpg\" alt=\"Japanische Wollmispel\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Japanische Wollmispel ist erst im 18. Jahrhundert in Griechenland eingef\u00fchrt worden.<\/small><\/p>\n<p><big>H<\/big>eute ist die Produktion an Obst auf der Insel stark zur\u00fcckgegangen, nur Weintrauben werden in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab angebaut. In den Bergen im n\u00f6rdlichen Naxos sind viele ehemalige Obstg\u00e4rten verwildert; an manchen Stellen w\u00e4chst geradezu ein Wald aus Sauerkirsch-, Apfel- und Birnb\u00e4umen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/sour_cherry_tree-1.jpg\" alt=\"Sauerkirsche\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Sauerkirsche ist einer der h\u00e4ufigeren Obstb\u00e4ume in den Bergen von Naxos. Aus ihren Kirschen wird Lik\u00f6r hergestellt sowie eine S\u00fc\u00dfspeise, die zur Begr\u00fc\u00dfung von G\u00e4sten im Haus serviert wird <em>(&#8222;glyk\u00f3 tou koutalio\u00fa&#8220;)<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/pear_kontoula-1.jpg\" alt=\"Birnensorte Kontoula\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Eine der drei traditionellen Birnensorten auf Naxos hei\u00dft <em>konto\u00fala<\/em> (&#8222;die Kurze&#8220;).<\/small><\/p>\n<p><big>E<\/big>benso wie die Gem\u00fcseg\u00e4rten m\u00fcssen auch die meisten Obstb\u00e4ume im Sommer gegossen werden mit Ausnahme der Weintrauben, der Feigen, der Mandel- und der Maulbeerb\u00e4ume. Walnussb\u00e4ume wurden direkt an den Flussl\u00e4ufen gepflanzt, wo sie st\u00e4ndig ausreichend Feuchtigkeit bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/oranges-1.jpg\" alt=\"Orangenb\u00e4ume bei Potamia\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Zitrusfr\u00fcchte geh\u00f6ren zu den B\u00e4umen, die regelm\u00e4\u00dfig gew\u00e4ssert werden m\u00fcssen. <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/walnut-1.jpg\" alt=\"Walnussbaum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch die Walnussb\u00e4ume brauchen viel Wasser. Fr\u00fcher wurden Walnussb\u00e4ume entlang der Fl\u00fcsse in der N\u00e4he der D\u00f6rfer angepflanzt. Aus den gr\u00fcnen Waln\u00fcssen wird auf Naxos ein beliebter Lik\u00f6r und eine S\u00fc\u00dfspeise <em>(&#8222;glyk\u00f3 tou koutalio\u00fa&#8220;)<\/em> hergestellt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/almond_tree-1.jpg\" alt=\"Mandelbaum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Mandelb\u00e4ume sind dagegen recht anspruchslos. Sie wurden vor allem in der Umgebung der Traga\u00eda angebaut. Hier ein Mandelbaum am Rand eines \u00d6lbaumhaines.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/old_mulberry_tree-1.jpg\" alt=\"Mandelbaum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Ein weiterer beliebter und trockenheitsresistenter Obstbaum ist der Maulbeerbaum. Hier ein besonders altes und gro\u00dfes Exemplar bei Kal\u00f3xylos.<\/small><\/p>\n<h3>\u00d6lb\u00e4ume und Getreide<\/h3>\n<p><big>A<\/big>uf den nicht bew\u00e4sserbaren Fl\u00e4chen mit ausreichender Erde wurden in guten Lagen, vor allem in den Bergen, Weinberge angelegt; an den kargeren, trockeneren Stellen pflanzte man Olivenhaine. In den Olivenhainen wurde unter den B\u00e4umen zus\u00e4tzlich Getreide angebaut. Gro\u00dfe Felder f\u00fcr Getreide und \u00d6lb\u00e4ume gab es vor allem in den gro\u00dfen Ebenen im S\u00fcdwesten der Insel. Auch heute wird auf diesen Feldern noch Getreide ges\u00e4t, das jedoch nur noch als Viehfutter genutzt und meist gar nicht mehr geerntet wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/churches\/panagia_liouriotissa_view_from_apalirou.jpg\" alt=\"Tal von Marathos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>mit Getreide und \u00d6lbaumhainen bewirtschaftete Gegend in S\u00fcdwestnaxos (Tal von Marath\u00f3s)<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/P1260515-1_1500.jpg\" alt=\"Dreschplatz im Olivenhain\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser Dreschplatz im \u00d6lbaumhain zeugt davon, dass hier Getreide unter den B\u00e4umen angebaut wurde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/olives_and_barley-1.jpg\" alt=\"Getreide unter Oliven, bei Kerami, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier bei Keram\u00ed ist heute noch unter den Oliven wie in alter Zeit Getreide angebaut.<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>lle bebaubaren H\u00e4nge wurden terrassiert, damit die Erde bei den starken Regenf\u00e4llen im Winter nicht abgetragen wurde. In den Bergd\u00f6rfern deckten die Familien ihren Bedarf an Getreide f\u00fcr das Brot oft von kleinen, steinigen Terrassen, die einem heute kaum bewirtschaftbar vorkommen. Nur ein geringer Teil der ehemals bebauten Fl\u00e4che wird heute noch genutzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/olive_trees-1.jpg\" alt=\"Terrassen mit \u00d6lb\u00e4umen bei Mesi, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/olive_trees_terraces-1.jpg\" alt=\"Terrassen mit \u00d6lb\u00e4umen bei Koronos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>karger, terrassierter Hang mit Olivenhainen<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/P1260519-1_1500.jpg\" alt=\"steiniges ehemaliges Getreidefeld\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Nat\u00fcrlich wurde Getreide auch auf Feldern angebaut, auf denen keine \u00d6lb\u00e4ume standen. Jede einigerma\u00dfen nutzbare, ebene Fl\u00e4che mit ein bisschen Erde wurde bebaut. Man kann sich schon wundern, dass die Menschen auf kargen, steinigen Fl\u00e4chen wie dieser gen\u00fcgend Getreide anbauen konnte, dass es sich lohnte, einen Dreschplatz zu haben.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>reschpl\u00e4tze hatten die Bauern in oder in der N\u00e4he von allen Getreidefeldern, jeweils an einer Stelle, an der nicht zu wenig und nicht zu viel Wind f\u00fcr das Worfeln blies. Der Boden der Dreschpl\u00e4tze wurde meist mit Steinplatten ausgelegt; um den runden Dreschplatz stand eine Reihe aus aufrechten Steinen, um das Getreide auf dem Dreschplatz zu halten. Zum Dreschen wurden wenn m\u00f6glich zwei, drei Rinder verwendet mit ein, zwei Mautieren in der Mitte, oder bei kleineren Dreschpl\u00e4tzen nur Maultiere. Vor dem Dreschen wurde der Dreschplatz mit anger\u00fchrtem Rindermist ausgestrichen, der zu einer steinharten, porzellanartigen Schicht trocknete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/aloni-3.jpg\" alt=\"Dreschplatz bei Agios Dimitris\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser gro\u00dfe Dreschplatz bei Azal\u00e1s besitzt einen Betonboden (was zeigt, dass er noch in relativ junger Zeit benutzt wurde).<\/small><\/p>\n<h3>Hirtenwesen<\/h3>\n<p><big>N<\/big>icht f\u00fcr die Kultivierung geeignete H\u00e4nge werden heute ebenso wie fr\u00fcher als Ziegen- und Schafweide genutzt. In den meisten Gebieten weiden die Tiere frei auf den Bergen, innerhalb der mit Steinmauern oder Z\u00e4unen umgrenzten Grundst\u00fccke. Fr\u00fcher betrieben die Dorfbewohner Wechselwirtschaft, indem abwechselnd jedes Jahr im einen Teil des Gemeindegebietes Getreide angebaut wurde, w\u00e4hrend im anderen die Tiere weideten. Heute weiden die Ziegen und teilweise auch die Schafe meist mehr oder weniger unbeaufsichtigt auf den landwirtschaftlich nicht genutzten H\u00e4ngen der Berge. Insbesondere f\u00fcr die Schafe s\u00e4en die Bauern auch Getreide auf den ehemaligen Feldern aus, das jedoch nicht abgeerntet wird &#8211; die Tiere werden einfach zum Abweiden auf die Felder getrieben.<\/p>\n<p><big>N<\/big>ur noch wenige Hirten produzieren heute noch K\u00e4se auf traditionelle Art. Manche verkaufen die Milch an die offizielle K\u00e4serei bei der Ch\u00f3ra, aber viele Hirten halten die Tiere haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Verkauf des Fleisches.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/mandra-1.jpg\" alt=\"Ziegenpferch bei Keramoti, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier eine typische &#8222;Hirtenstelle&#8220;, an der der Hirte die Ziegen in einen Pferch hineintreiben kann, um sie dann eine nach der anderen zu melken.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/goats-1.jpg\" alt=\"Ziegen auf Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Ziegen fressen vor allem die Bl\u00e4tter der Str\u00e4ucher und B\u00e4ume und werden freilaufend auf den H\u00fcgeln von Naxos gehalten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/sheep-1.jpg\" alt=\"Schafe auf Getreidefeld, Agios Dimitris\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Schafe werden oft auf Feldern gehalten, auf denen f\u00fcr sie Getreide angebaut wird, das sie abweiden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/sheep-2.jpg\" alt=\"Schafe auf Getreidefeld, Agios Dimitris\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Schafe auf einem abgefressenen, trockenen Acker<\/small><\/p>\n<h3>Imkerei<\/h3>\n<p><big>U<\/big>nd schlie\u00dflich soll auch die Imkerei nicht vergessen werden. Naxos produziert viel Honig bester Qualit\u00e4t; insbesondere der Thymianhonig ist sehr beliebt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/beekeeper-1.jpg\" alt=\"Imker bei Skeponi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Imker bei der Arbeit<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/bee_keeper_honeycomb-1.jpg\" alt=\"Honigwaben, Imkerei in Koronos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>die Bienenwaben in der Imkerei<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/agriculture\/bee_keeper_honey_extractor-1.jpg\" alt=\"Ger\u00e4te in der Imkerei in Koronos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>hier die Honigzentrifuge und die anderen Ger\u00e4tschaften eines Imkers in Koronos<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/traditions\/traditional_beehive-1.jpg\" alt=\"traditionelle Bienenst\u00f6cke\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Fr\u00fcher wurden horizontal gelegte Tonr\u00f6hren als Bienenst\u00f6cke verwendet.<\/small><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/terrassen\/\">Terrassen<\/a><\/p>\n<p>siehe auch: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/traditionelle-bienenhaltung\/\">Traditionelle Bienenhaltung<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-kulturlandschaft\/\">Die Kulturlandschaft<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00c4g\u00e4is ist eines der ersten Gebiete Europas, in denen die Menschen Land bewirtschafteten und die Kultivierung von Pflanzen betrieben. Seit sp\u00e4testens dem 3. Jahrtausend vor Christus ist Getreideanbau nachgewiesen. Die Ackerbau-Kultur hatten die aus Kleinasien eingewanderten vorgriechischen Volksst\u00e4mme (z.B. Pelasger und Karer) mitgebracht. Die Grundpfeiler der mediterranen Ern\u00e4hrung sind Brot, Wein und Oliven\u00f6l. 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