{"id":7822,"date":"2013-08-02T23:45:51","date_gmt":"2013-08-02T20:45:51","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=7822"},"modified":"2025-01-22T12:57:50","modified_gmt":"2025-01-22T10:57:50","slug":"strauchflechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/strauchflechten\/","title":{"rendered":"Strauchflechten"},"content":{"rendered":"<p><big>A<\/big>ls Strauchflechten bezeichnet man Flechten, die sich strauchig vom Substrat erheben. Meist sind sie schmallappig bis \u00e4stig ausgebildet; die Wuchsformen sind jedoch sehr variabel. Zu den Strauchflechten z\u00e4hlen auch die Bartflechten, die ein h\u00e4ngendes, bartartiges Gewirr d\u00fcnner \u00c4stchen bilden. Der \u00dcbergang zu den Blattflechten ist flie\u00dfend; bei einigen Gattungen ist es eine Definitionsfrage, wo man sie einordnet.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a> <\/p>\n<p><big>M<\/big>anche Strauchflechten wachsen auf der Erde (z.B. <em>Cladonia<\/em>), wo sie sich gegen H\u00f6here Pflanzen vor allem an ung\u00fcnstigen, beispielsweise kalten oder n\u00e4hrstoffarmen Standorten durchsetzen k\u00f6nnen &#8211; diese Arten sind vor allem in den n\u00f6rdlichen Regionen Europas verbreitet. Andere Strauchflechten wachsen epiphytisch (z.B. <em>Ramalina, Pseudevernia<\/em>), wobei sie insbesondere auf den \u00c4sten der B\u00e4ume und Str\u00e4ucher gedeihen, die sie oft dicht bedecken k\u00f6nnen. Diese Arten kommen an Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit vor, so in der Wolkenstufe der Gebirge. Nur relativ wenig Arten wachsen auf Stein (z.B. <em>Roccella, Ramalina<\/em>).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Cladonia convoluta\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/cladonia_convoluta_habitat-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Cladonia convoluta<\/em> kann sich in der Phrygana oder Garrigue auf flachgr\u00fcndigem Boden stellenweise gemeinsam mit Moos-Arten gegen\u00fcber den H\u00f6heren Pflanzen behaupten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina fraxinea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_fraxinea_habitat-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>dicht mit <em>Ramalina<\/em>-Arten bewachsener Kreta-Ahorn<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"diverse Ramalina-Arten auf Ast\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_habitat-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>artenreicher epiphytischer Flechten-Bestand mit mehreren <em>Ramalina<\/em>-Arten in der Bergregion von Naxos<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina fastigiata\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_fastigiata_habitat-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>hier ein epilithischer, d.h. auf Gestein wachsender Bestand von <em>Ramalina<\/em>-Arten<\/small><\/p>\n<p><big>S<\/big>trauchflechten sind im Allgemeinen auf eine hohe Feuchtigkeit angewiesen, da sie naturgem\u00e4\u00df mehr Wasser durch Verdunstung verlieren als die Krusten- oder Blattflechten, die dem Untergrund eng anliegen. Sie sind besonders charakteristisch f\u00fcr Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit (z.B. nebelreiche Berglagen oder K\u00fcstenregionen), da sie mit ihren feinen \u00c4stchen die Feuchtigkeit aus den vorbeiziehenden Nebelwolken &#8222;ausk\u00e4mmen&#8220; k\u00f6nnen. Die trockenen Kykladen sind entsprechend kein besonders g\u00fcnstiges Revier f\u00fcr Strauchflechten. Trotzdem sind auf Naxos mindestens 30 Arten zu finden, von denen die meisten, aber nicht alle, auf den Gipfeln der Berge gedeihen. Die artenreichsten Gattungen auf Naxos sind <em>Cladonia<\/em> und <em>Ramalina<\/em>; au\u00dferdem kommen <em>Anaptychia, Evernia, Pseudevernia, Roccella, Tornabea<\/em> und <em>Usnea<\/em> vor.<\/p>\n<p><big>I<\/big>n vielen Gegenden Europas sind die Strauchflechten sehr selten geworden, unter anderem wegen St\u00f6rung des Lebensraumes (z.B. F\u00e4llen alter Baumbest\u00e4nde, D\u00fcngereintrag in Magerwiesen), aber auch weil viele Arten sehr empfindlich gegen Luftverschutzung sind. Besonders empfindliche Flechten sind beispielsweise <em>Anaptychia ciliaris, Evernia prunastri<\/em> und <em>Ramalina farinacea<\/em>. Die Vorkommen dieser Arten auf Naxos zeigen, dass die Luft hier noch vergleichsweise rein ist.<br \/>\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">Flechten-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<h3>Strauchflechten-Arten auf Naxos<\/h3>\n<p>Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\"><em>Anaptychia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\"><em>Cladonia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\"><em>Evernia<\/em> s.l.<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\"><em>Pseudevernia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\"><em>Ramalina<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\"><em>Roccella<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\"><em>Tornabea<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\"><em>Usnea<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-flechten-und-pilze\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"A\"><em>Anaptychia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>er Gattung <em>Anaptychia<\/em> geh\u00f6ren etwa zehn Arten an. Es handelt sich um graue, schmallappige Strauch- oder Blattflechten mit Apothecien mit Lagerrand.<\/p>\n<h6><em>Anaptychia ciliaris<\/em>, K\u00f6rb.<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt eine Art dieser Gattung vor. Sie ist in den h\u00f6heren Lagen der Insel recht h\u00e4ufig anzutreffen; zudem w\u00e4chst sie teilweise in k\u00fcstennahen Wacholder-Best\u00e4nden, die im Einfluss der Meeresfeuchte stehen. <em>Anaptychia ciliaris<\/em> w\u00e4chst mehr oder weniger rosettig, leicht vom Substrat abgehoben bis strauchig in die H\u00f6he stehend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Anaptychia ciliaris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/anaptychia_ciliaris_habitat-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Anaptychia ciliaris<\/em> ist eine typische Flechtenart der h\u00f6chsten, feuchtesten Lagen von Naxos, hier beispielsweise auf dem Gipfel des Zeus auf Kreta-Ahorn.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Anaptychia ciliaris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/anaptychia_ciliaris-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art besitzt graue, sehr schmale, verzweigte Lappen, die auf der Unterseite unberindet sind. Charakteristisch sind die zahlreichen, \u00fcber die Lappenenden hervorstehenden, schwarzen Cilien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Anaptychia ciliaris\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/anaptychia_ciliaris-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Anaptychia ciliaris<\/em> bildet eher selten Apothecien aus; diese besitzen einen Lagerrand und sind leicht gestielt. Die dunkle Scheibe ist oft bereift.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\"><em>Cladonia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Cladonia<\/em> umfasst weltweit etwa 350 Arten, von denen einige stellenweise sehr h\u00e4ufig sind. Sie wachsen auf der Erde, seltener auch auf (morschem) Holz. <em>Cladonia<\/em>-Arten gedeihen vor allem an n\u00e4hrstoffarmen, sauren, gest\u00f6rten oder kalten Standorten auf flachen B\u00f6den, wo H\u00f6here Pflanzen wenig konkurrenzf\u00e4hig sind.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie <em>Cladonia<\/em>-Arten bilden einen zweigestaltigen Thallus aus: den Prim\u00e4rthallus, der auf dem Untergrund liegt und aus kleinen Lappen oder Schuppen besteht, und die Podetien (Sekund\u00e4rthallus), die mehr oder weniger aufrecht wachsen und becherf\u00f6rmig, stabf\u00f6rmig oder buschig verzweigt gestaltet sein k\u00f6nnen. Die Podetien tragen braune oder rote Apothecien mit Eigenrand, die jedoch l\u00e4ngst nicht bei allen Arten ausgebildet werden. Manchmal ist die Oberfl\u00e4che der Podetien soredi\u00f6s. Bei einigen <em>Cladonia<\/em>-Arten sind beide Thallus-Typen ausgebildet; eine ganze Reihe von Arten bestehen jedoch nur aus dem Prim\u00e4r- oder nur aus dem Sekund\u00e4rthallus. Entsprechend ist das Erscheinungsbild der Arten recht unterschiedlich.<\/p>\n<p>Auf Naxos kommen mindestens zw\u00f6lf <em>Cladonia<\/em>-Arten vor; einige der Arten sind selten und auf die h\u00f6chsten Gipfellagen beschr\u00e4nkt, andere sind h\u00e4ufiger und treten auch in den niedrigeren, trockeneren Lagen auf. Die Bestimmung der Arten ist nicht einfach, da diese sich sehr teilweise \u00e4hnlich und au\u00dferdem sehr variabel sind; trotzdem wollen wir hier einen Versuch machen.<\/p>\n<h6><em>Cladonia convoluta<\/em>, Anders<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie vor allem mediterran verbreitete <em>Cladonia convoluta<\/em> ist auf Naxos wohl die h\u00e4ufigste <em>Cladonia<\/em>-Art und tritt auch in den niedrigsten Lagen in Macchie, Garrigue und Phrygana h\u00e4ufig auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Cladonia convoluta\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/cladonia_convoluta-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Cladonia convoluta<\/em> bildet nur den schuppigen Prim\u00e4rthallus aus. Hier ein besonders sch\u00f6nes Exemplar.<\/small><\/p>\n<h6>Eben\u00e4stige Rentierflechte, <em>Cladonia portentosa ?<\/em>, Coem.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art tritt in der Heide auf dem Gipfel des K\u00f3ronos-Berges auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Cladonia portentosa ?\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/cladonia_portentosa-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Cladonia portentosa<\/em> bildet nur den Sekund\u00e4rthallus aus, also die Podetien, die bei dieser Art dicht strauchf\u00f6rmig verzweigt sind (&#8222;Rentierflechten&#8220;). Die Art ist an der sparrigen Verzweigung zu erkennen; die Endzweige stehen meist zu dritt oder viert und sind recht gerade. Die Podetien sind wei\u00df mit matter, fein fleckiger Oberfl\u00e4che.<\/small><\/p>\n<h6>Echte Becherflechte, <em>Cladonia pyxidata<\/em>, Hoffm.<\/h6>\n<p><em><big>C<\/big>ladonia pyxidata<\/em>  ist hier und da in den feuchteren Regionen von Naxos anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Cladonia pyxidata\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/cladonia_pyxidata-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Cladonia pyxidata<\/em> besteht aus Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4rthallus, d.h. aus einem schuppigen, auf dem Erdboden ausgebreiteten Grundlager, aus dem sich die aufrechten, bei dieser Art becherf\u00f6rmigen Podetien erheben. Die Podetien sind in ihrem oberen Teil soredi\u00f6s.<\/small><\/p>\n<h6>Falsche Rentierflechte, <em>Cladonia rangiformis<\/em>, Hoffm.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art ist auf Naxos m\u00e4\u00dfig h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Cladonia rangiformis\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/cladonia_rangiformis-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die strauchartig verzweigten Podetien dieser Rentierflechte tragen in ihren unteren, zentralen Teilen kleine Schuppen; auch ein schuppiges Grundlager ist oft vorhanden. Die Podetien sind an den Enden oft regelm\u00e4\u00dfig dichotom verzweigt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Cladonia rangiformis\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/cladonia_rangiformis-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Podetien sind grau gef\u00e4rbt mit einer gr\u00fcnlichen Fleckung.<\/small><\/p>\n<h6><em>Cladonia uncialis ?<\/em>, Weber ex F.H. Wigg.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art kommt in der Heide auf dem K\u00f3ronos-Gipfel vor; sie ist selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Cladonia uncialis ?\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/cladonia_uncialis-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Rentierflechte besitzt br\u00e4unliche, sp\u00e4rlich verzweigte, mehr oder weniger in eine Richtung gebogene Podetien.<\/small><br \/>\n<h3\n\n<h3><a name=\"C\"><em>Evernia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie kleine, nur acht Arten umfassende Gattung <em>Evernia<\/em> ist vor allem in n\u00f6rdlichen, luftfeuchten Regionen verbreitet.<\/p>\n<h6><em>Evernia prunastri<\/em>, Ach.<\/h6>\n<p><em><big>E<\/big>vernia prunastri<\/em> ist auf Naxos in den h\u00f6heren Lagen an nebelreichen Stellen lokal h\u00e4ufig. Sie w\u00e4chst epiphytisch vor allem in den \u00c4sten der B\u00e4ume, meist gemeinsam mit <em>Ramalina<\/em>-Arten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Evernia prunastri\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/evernia_prunastri-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Evernia prunastri<\/em> ben\u00f6tigt luftfeuchte, nebelreiche Standorte, tritt aber schon in etwas niedrigeren Lagen auf als <em>Anaptychia ciliaris<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Evernia prunastri\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/evernia_prunastri-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art bildet einen strauchigen, dichotom verzweigten, meist h\u00e4ngenden Thallus, der mit einer Haftscheibe befestigt ist. Die Thallusabschnitte sind bandf\u00f6rmig und beidseitig berindet; sie bilden feine Sorale aus, die vor allem entlang der netzartigen verzweigten &#8222;Rippen&#8220; auf dem Thallus entstehen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"D\"><em>Pseudevernia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>A<\/big>uch diese Gattung, der vorigen \u00e4hnlich, umfasst nur wenige (f\u00fcnf) Arten, die vor allem in Nordamerika vorkommen. In Europa tritt nur eine Art auf.<\/p>\n<h6><em>Pseudevernia furfuracea<\/em>, Zopf<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie einzige europ\u00e4ische <em>Pseudevernia<\/em>-Art ist an luftfeuchten, nebelreichen Standorten weit verbreitet; auf Naxos kommt sie nur in der Heide auf dem Gipfel des K\u00f3ronos-Berges vor, ist dort aber nicht selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Pseudevernia furfuracea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/pseudevernia_furfuracea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Pseudevernia furfuracea<\/em> besitzt einen stark verzweigten Thallus mit schmalen, bandartig abgeflachten, von unten leicht rinnigen Abschnitten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Pseudevernia furfuracea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/pseudevernia_furfuracea-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sie bildet nur selten Apothecien, aber oft stabf\u00f6rmige, manchmal verzweigte Isidien aus.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"E\"><em>Ramalina<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Ramalina<\/em> umfasst blass graugr\u00fcne Arten mit einem buschigen oder h\u00e4ngenden Thallus aus mehr oder weniger bandf\u00f6rmigen Abschnitten. Es gibt sowohl Arten mit rand- oder endst\u00e4ndigen, leicht gestielten Apothecien, als auch Arten, die Sorale tragen. Weltweit existieren etwa 200 Arten, von denen auf Naxos knapp zehn vorkommen. Sie wachsen vor allem epiphytisch auf den \u00c4sten oder seltener den St\u00e4mmen von B\u00e4umen in den nebelreichen, h\u00f6heren Lagen der Insel; wenige Arten wachsen auch auf Gestein, ebenfalls vor allem auf den Gipfeln der Berge.<\/p>\n<h6><em>Ramalina breviuscula ?<\/em>, Nyl.<\/h6>\n<p><em><big>R<\/big>amalina breviuscula<\/em> w\u00e4chst auf Granit an den schattigen Seiten von Felsbl\u00f6cken; diese Art ist auf Naxos m\u00e4\u00dfig h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina breviuscula ?\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_breviuscula-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art bildet dichte, kleine Polster aus breiteren oder schmaleren Abschnitten; hier und da tr\u00e4gt sie Apothecien. Die Bestimmung ist unsicher.<\/small><\/p>\n<h6><em>Ramalina canariensis<\/em>, J. Steiner<\/h6>\n<p><em><big>R<\/big>amalina canariensis<\/em> w\u00e4chst epiphytisch und ist eine der h\u00e4ufigsten <em>Ramalina<\/em>-Arten in den h\u00f6heren Lagen von Naxos; sie fehlt allerdings weitgehend in der Gipfelregion.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina canariensis\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_canariensis-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Ramalina canariensis<\/em> bildet kurze, dichte B\u00fcschelchen aus abgeflachten, hohlen Lappen meist ohne Apothecien.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina canariensis\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_canariensis-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Lappen dieser Art sind oft sehr breit. Sie sind innen hohl und brechen an manchen Stellen (links unten im Bild) zwischen den Rippen zu sehr feinen Soralen auf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina canariensis\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_canariensis-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sind die hohlen, aufbrechenden Lappen ebenfalls gut zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Ramalina farinacea<\/em>, Ach.<\/h6>\n<p><em><big>R<\/big>amalina farinacea<\/em>, eine weitere epiphytische Art, ist auf Naxos nur an den nebelreichsten Standorten anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina farinacea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_farinacea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Ramalina farinacea <\/em>besitzt einen b\u00fcschelig h\u00e4ngenden, stark verzweigten Thallus aus sehr feinen, schmalen Abschnitten, an denen kleine, ovale, randst\u00e4ndige Sorale sitzen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Ramalina fastigiata<\/em>, Ach.<\/h6>\n<p><em><big>R<\/big>amalina fastigiata<\/em> ist die h\u00e4ufigste und am weitesten verbreitete <em>Ramalina-<\/em>Art auf Naxos. Sie ist recht trockenheitsresistent und gelegentlich auch in den niedrigeren Lagen der Insel anzutreffen. An den nebelreichen Stellen der Hocht\u00e4ler ist diese Art oft dominant, in den h\u00f6chsten Lagen ist sie seltener. Sie w\u00e4chst meist epipytisch, kommt aber auch auf schattigen Granit-Felsw\u00e4nden vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina fastigiata\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_fastigiata-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Ramalina fastigiata<\/em> ist auf Naxos die h\u00e4ufigste <em>Ramalina<\/em>-Art; sie bildet teilweise dichte Best\u00e4nde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina fastigiata\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_fastigiata-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Ramalina fastigiata<\/em> ist an den fl\u00e4chen- oder endst\u00e4ndigen Apothecien zu erkennen. Die Art ist stark verzweigt und bildet rundliche, dichte B\u00fcschel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina fastigiata\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_fastigiata-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf Naxos ist diese Art recht h\u00e4ufig auch epilithisch anzutreffen. Auf Gestein bildet sie oft besonders kompakte, kurze und dichte Polster.<\/small><\/p>\n<h6><em>Ramalina fraxinea<\/em>, Ach.<\/h6>\n<p><em><big>R<\/big>amalina fraxinea<\/em> kommt vor allem in den n\u00f6rdlichen Hocht\u00e4lern von Naxos vor, wo sie lokal recht h\u00e4ufig ist. Sie w\u00e4chst insbesondere auf den dicken \u00c4sten und St\u00e4mmen von Eichen. Sie bevorzugt gesch\u00fctzte Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina fraxinea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_fraxinea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Ramalina fraxinea<\/em> bildet sehr lange, bandf\u00f6rmige Lager mit rand- oder fl\u00e4chenst\u00e4ndigen Apothecien. Diese Art ist ziemlich selten, kann aber an sehr nebelreichen Standorten dichte Best\u00e4nde bilden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina fraxinea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_fraxinea-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein Exemplar ohne Apothecien; charakteristisch sind die langen, flachen Lappen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina fraxinea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_fraxinea_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier erkennt man gut die randst\u00e4ndigen Apothecien.<\/small><\/p>\n<h6><em>Ramalina requienii<\/em>, Jatta<\/h6>\n<p><em><big>R<\/big>amalina requienii<\/em> w\u00e4chst auf Silikatgestein. Sie bildet randst\u00e4ndige, grobe Sorale aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina requienii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_requienii-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser Art mit dem in verzweigte bandf\u00f6rmige, rinnige Abschnitte aufgeteilten Lager handelt es sich vermutlich um <em>Ramalina requienii<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina requienii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_requienii_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die auff\u00e4lligen Sorale sind randst\u00e4ndig; sie flie\u00dfen zusammen, bis sie fast den ganzen Rand der Thallusabschnitte einnehmen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Ramalina subfarinacea<\/em>, Nyl.<\/h6>\n<p><em><big>R<\/big>amalina subfarinacea<\/em> w\u00e4chst epilithisch auf Granit und ist nur in den h\u00f6chsten Lagen der Insel anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina subfarinacea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_subfarinacea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Ramalina subfarinacea<\/em> \u00e4hnelt <em>R. farinacea<\/em> in den sehr schmalen Abschnitten mit randst\u00e4ndigen Soralen; sie w\u00e4chst aber epilithisch und bildet oft dickere B\u00fcschel mit einer breiteren Anheftungsstelle. <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ramalina subfarinacea\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/ramalina_subfarinacea-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Thallus h\u00e4ngt nicht so sehr herab wie bei <em>R. farinacea<\/em>, sondern bildet mehr oder weniger aufrechte, stehende B\u00fcschelchen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"F\"><em>Roccella<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Roccella<\/em> umfasst vorwiegend tropische Arten; in Europa kommen zwei, drei Arten im Mittelmeergebiet und in k\u00fcstennahen Bereichen Westeuropas vor. Es handelt sich um b\u00fcschelig wachsende, an einer Haftstelle befestigte, bl\u00e4ulich graue Arten mit rundlichen oder leicht abgeflachten Thallusabschnitten.<\/p>\n<h6><em>Roccella phycopsis<\/em>, Ach.<\/h6>\n<p><em><big>R<\/big>occella phycopsis<\/em> kommt auf Naxos nur selten vor; sie w\u00e4chst an schattigen Stellen an Granit- oder Schieferbl\u00f6cken und ist eher in den niedrigen Lagen als auf den Gipfeln zu finden.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Flechte <em>Roccella tinctoria<\/em> und andere verwandte Arten wurden fr\u00fcher zur Herstellung eines roten oder blauen Farbstoffs verwendet; dieser war vermutlich schon in Mesopotamien bekannt und wurde im antiken Griechenland als wertvollster Farbstoff nach dem Purpur hoch gesch\u00e4tzt. Im Mittelalter lebte die Produktion wieder auf, wobei die Herstellungsweise lange geheim gehalten wurde. Die Flechten f\u00fcr die Farbstoff-Produktion wurden vor allem auf den Azoren und den Kanaren gesammelt. Der blaue (alkalische) Farbstoff, der sich aus <em>Roccella<\/em> gewinnen l\u00e4sst, hei\u00dft Lackmus und diente beispielsweise zum Bl\u00e4uen der W\u00e4sche. Der rote (saure) Farbstoff hei\u00dft Orcein; er wurde zum F\u00e4rben von Stoffen und Wolle verwendet, denen er eine herrliche purpurne oder rote T\u00f6nung verleiht, die jedoch mit der Zeit verblasst und nicht waschecht ist. Aufgrund der Farb\u00e4nderung entsprechend dem S\u00e4uregrad wird Lackmus au\u00dferdem als pH-Indikator benutzt. Neuerdings wird eine positive Wirkung des Farbstoffs Orcein bei Alzheimer-Patienten untersucht, da der Farbstoff die giftigen Ablagerungen in den Gehirnzellen, die die Krankheit verursachen, unsch\u00e4dlich macht. Bei einer Anwendung des Farbstoffes ist allerdings Vorsicht geboten, weil er vermutlich selbst giftig ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Roccella phycopsis\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/roccella_phycopsis_habitat-1.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Roccella phycopsis\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/roccella_phycopsis-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Roccella phycopsis<\/em> w\u00e4chst typischerweise an den Unterseiten von Granit- oder Schieferbl\u00f6cken in feuchten T\u00e4lern in Meeresn\u00e4he.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Roccella phycopsis\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/roccella_phycopsis_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Ihr Thallus besteht aus bl\u00e4ulich-grauen, wenig verzweigten, rundlichen, leicht gebogenen Abschnitten, die runde, hervorstehende Sorale tragen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"G\"><em>Tornabea<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie kleine, mit <em>Anaptychia<\/em> verwandte Gattung <em>Tornabea<\/em> umfasst nur zwei Arten. In Europa tritt die inzwischen in den meisten Regionen sehr seltene <em>Tornabea scutellifera<\/em> auf.<\/p>\n<h6><em>Tornabea scutellifera<\/em>, J.R. Laundon<\/h6>\n<p><em><big>T<\/big>ornabea scutellifera<\/em> kommt auf Naxos sehr selten und lokal nur in den h\u00f6chsten, nebelreichen Gipfellagen vor; sie w\u00e4chst epiphytisch vor allem in Gestr\u00e4uch und den \u00e4u\u00dferen Zweigen von B\u00e4umen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Tornabea scutellifera\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/tornabea_scutellifera-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Tornabea scutellifera<\/em> bildet kleine B\u00fcschelchen aus verzweigten, oft verworrenen, sehr d\u00fcnnen, rundlichen Abschnitten; sie bildet nur sehr selten Apothecien aus.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"H\"><em>Usnea<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Bartflechten der Gattung <em>Usnea<\/em> zeichnen sich durch ihre h\u00e4ngenden, an einer Haftstelle befestigten, verzweigten, aus fadenf\u00f6rmigen, runden Abschnitten bestehenden Thalli aus, die eine charakteristische gelbliche Farbe haben. Es gibt etwa 600 <em>Usnea<\/em>-Arten, was die Gattung zu einer der gr\u00f6\u00dferen Flechtengattungen macht. Viele Arten sind recht variabel und wurden teilweise fr\u00fcher als mehrere Arten behandelt, sind aber in der letzten Zeit zusammengefasst worden. Manche Arten k\u00f6nnen aufgrund einer antibiotischen Wirkung zur Behandlung von Wunden oder Lungenkrankheiten eingesetzt werden. Aus anderen Arten wurden fr\u00fcher Farbstoffe zum F\u00e4rben von Stoffen gewonnen.<\/p>\n<p><big>B<\/big>artflechten gedeihen vor allem in k\u00fchlen, nebel- und niederschlagsreichen Bergregionen. Entsprechend sind sie auf den Inseln der s\u00fcdlichen \u00c4g\u00e4is sehr selten, und ihr Auftreten auf Naxos ist bemerkenswert. Auf Naxos kommen drei <em>Usnea<\/em>-Arten vor, die fast ausschlie\u00dflich in der Heide auf dem oft wolkenverhangenen K\u00f3ronos-Berg wachsen (sehr selten auch auf dem Gipfel des Zeus). Die drei auf Naxos auftretenden Arten sind meist schwer zu unterscheiden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Usnea spec, Naxos\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/usnea_spec-1.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Usnea spec, Naxos\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/usnea_spec-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bartflechten mit ihrer typischen Wuchsform kommen auf Naxos fast nur in der Heide auf dem K\u00f3ronos-Berg vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Usnea spec, Naxos\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/usnea_spec-3.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Gipfes des K\u00f3ronos ist sehr oft in Wolken geh\u00fcllt. Die Bartflechten &#8222;k\u00e4mmem&#8220; die Feuchtigkeit aus und decken so ihren Wasserbedarf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Usnea spec, Naxos\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/usnea_spec-4.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bestimmung der Arten ist nicht einfach. Auf Naxos kommen die Arten <em>Usnea articulata, U. cornuta<\/em> und <em>U. flammea<\/em> vor. Die meisten Exemplare tragen isidi\u00f6se Sorale, wie hier zu sehen. Bei diesem Exemplar handelt es sich vermutlich um <em>U. cornuta<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Usnea spec, Naxos\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/usnea_cornuta_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die zu zylindrischen Isidien auswachsenden Sorale.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-flechten-und-pilze\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten\/\">Flechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/blattflechten\/\">Blattflechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten-koronos-berg\/\">Flechten auf dem Koronos-Berg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten-zeus-berg\/\">Flechten auf dem Zeus-Berg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flechten-mandelbaum\/\">Flechtenflora eines Mandelbaumes<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/taxusbaccata.hubpages.com\/hub\/Dye-Plants-II-The-Atlantic-Purple-Wonder-Archil-lichen-Roccella-tinctoria\">Hubpages: Dye Plants: Roccella tinctoria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gesundheitsforschung-bmbf.de\/de\/4455.php\">BMBF: Roter Farbstoff gegen Alzheimer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Usnea\">Wikipedia: Usnea<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Strauchflechten bezeichnet man Flechten, die sich strauchig vom Substrat erheben. Meist sind sie schmallappig bis \u00e4stig ausgebildet; die Wuchsformen sind jedoch sehr variabel. Zu den Strauchflechten z\u00e4hlen auch die Bartflechten, die ein h\u00e4ngendes, bartartiges Gewirr d\u00fcnner \u00c4stchen bilden. Der \u00dcbergang zu den Blattflechten ist flie\u00dfend; bei einigen Gattungen ist es eine Definitionsfrage, wo man [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":67004,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,11,9,12],"tags":[747,64,745,32,709,729,869,34,741,865,867,730,746,744,748,743,33,47],"class_list":["post-7822","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-flora-von-naxos","category-natur","category-naxos","category-pflanzen","tag-anaptychia","tag-botanik","tag-cladonia","tag-ferien","tag-flechten","tag-flora-von-naxos","tag-griechenland","tag-kykladen","tag-lichens","tag-naxos","tag-pflanzen","tag-pflanzen-von-naxos","tag-pseudevernia","tag-ramalina","tag-roccella","tag-strauchflechten","tag-urlaub","tag-wandern-auf-naxos"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7822"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75158,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7822\/revisions\/75158"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67004"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}