{"id":7485,"date":"2013-07-06T23:45:49","date_gmt":"2013-07-06T20:45:49","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=7485"},"modified":"2025-05-08T20:07:35","modified_gmt":"2025-05-08T17:07:35","slug":"baldriangewaechse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/baldriangewaechse\/","title":{"rendered":"Baldriangew\u00e4chse, Valerianoideae"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Baldriangew\u00e4chse werden heute als Unterfamilie zu den Gei\u00dfblattgew\u00e4chsen <em>(Caprifoliaceae)<\/em>, Ordnung <em>Dipsacales<\/em>, gestellt. Sie kommen vor allem in den gem\u00e4\u00dfigten Regionen der Nordhalbkugel und in den Anden vor. Es gibt acht Gattungen mit etwa 350 Arten. Auf Naxos kommen gut zehn Arten aus drei Gattungen vor.<\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Baldrian, <em>Valeriana<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Feldsalate, <em>Valerianella<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Spornblumen, <em>Centranthus<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-korbbluetler\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"A\">Baldrian, <em>Valeriana<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Baldriane mit etwa 250 Arten kommen in Eurasien und Amerika vor; eine Art, der Echte Baldrian, wird in der Volksheilkunde genutzt, vor allem als Beruhigungsmittel.<\/p>\n<h6><em>Valeriana dioscoridis<\/em>, Sm. (= <em>V. italica<\/em> Lam.)<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt eine Baldrian-Art vor, die nach dem ber\u00fchmten antiken Arzt Dioscorides benannte <em>Valeriana dioscoridis<\/em>. Sie ist in den etwas feuchteren Berglagen h\u00e4ufig anzutreffen. Heute rechnet man sie meist zu <em>V. italica<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valeriana_dioscoridis-1.jpg\" alt=\"Valeriana dioscoridis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Baldrian-Arten besitzen lange, aufrechte Bl\u00fctenst\u00e4ngel. Die grundst\u00e4ndigen Bl\u00e4tter sind gefiedert.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valeriana_dioscoridis_flower-1.jpg\" alt=\"Valeriana dioscoridis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die kleinen, f\u00fcnfz\u00e4hligen Bl\u00fcten sind zartrosa gef\u00e4rbt. Der Kelch ist zu einem kleinen runden Rand reduziert.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\">Feldsalate, <em>Valerianella<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung der Feldsalate umfasst etwa 80 krautige Arten, die sich sehr \u00e4hnlich sehen. F\u00fcr Naxos werden 13 Arten angegeben. Die Unterscheidung der Arten ist schwierig und erfolgt vor allem anhand der Ausbildung der Fr\u00fcchte und der Kelche zur Fruchtzeit.<\/p>\n<h6><em>Valerianella discoidea<\/em>, (L.) Loisel.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Feldsalat-Art <em>Valerianella discoidea<\/em> ist im Mittelmeergebiet weit verbreitet. Bei uns ist sie die h\u00e4ufigste Feldsalat-Art.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_discoidea_leaves-1.jpg\" alt=\"Valerianella discoidea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Feldsalate sind kleine, unauff\u00e4llige Arten mit dichasial verzweigten St\u00e4ngeln, an deren Enden die winzigen wei\u00dfen Bl\u00fcten in kleinen Kn\u00e4ueln sitzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_discoidea-2.jpg\" alt=\"Valerianella discoidea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Grundbl\u00e4tter sind schmal und ganzrandig, die St\u00e4ngelbl\u00e4tter sind bei dieser Art schmal fiederteilig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_discoidea_fruit-2.jpg\" alt=\"Valerianella discoidea\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Feldsalat-Arten unterscheiden sich haupts\u00e4chlich an der Form der Fr\u00fcchte und der Kelche zur Fruchtzeit. Bei <em>Valerianella discoidea<\/em> ist der oben auf der Frucht erhaltene Kelch scheibenf\u00f6rmig ausgebildet mit sechs sternartig ausgebreiteten Zipfeln und fein wollig behaarter Mitte.<\/small><\/p>\n<h6>Gez\u00e4hnter Feldsalat, <em>Valerianella dentata<\/em>, (L.) Pollich<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Gez\u00e4hnte Feldsalat ist in Eurasien und Nordafrika weit verbreitet; auf Naxos ist er eher selten anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_dentata-1.jpg\" alt=\"Valerianella dentata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Gez\u00e4hnte Feldsalat bildet, wie alle Feldsalate, eine kleine dichasial verzweigte Pflanze. Im unteren Abschnitt weist der St\u00e4ngel abw\u00e4rts gerichtete Haare auf. Die Bl\u00e4tter, hier vertrocknet, sind recht schmal.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_dentata_detail-1.jpg\" alt=\"Valerianella dentata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der dichte Bl\u00fctenstand besteht aus vielen kleinen Bl\u00fcten. Hier sieht man die kleinen, unterst\u00e4ndigen, rundlichen Fr\u00fcchte, die zwischen den schmalen Tragbl\u00e4ttern sitzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_dentata_fruit-1.jpg\" alt=\"Valerianella dentata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Kelch der Fr\u00fcchte ist zu einem einzelnen Zahn zur\u00fcckgebildet. Auf der dem Zahn gegen\u00fcberliegenden Seite sitzen zwei Rippen auf der Frucht. Die Frucht kann kahl oder wie hier kurz behaart sein.<\/small><\/p>\n<h6>Stacheliger Feldsalat, <em>Valerianella echinata<\/em>, (L.) DC<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Stachelige Feldsalat ist im Mittelmeergebiet weit verbreitet; auf Naxos ist er nicht sehr h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_echinata-1.jpg\" alt=\"Valerianella echinata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Stachelige Feldsalat besitzt wie alle Feldsalat-Arten blassbl\u00e4uliche, kleine Bl\u00fcten; seine Bl\u00e4tter sind l\u00e4nglich mit schwach gez\u00e4hntem oder gebuchtetem Rand.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_echinata_detail-1.jpg\" alt=\"Valerianella echinata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Art ist an den drei gebogenen, ungleich langen H\u00f6rnern am Kelch zu erkennen; die Bl\u00fcten- und Fruchtstiele und die oberen St\u00e4ngelabschnitte sind verdickt. In den Dichasien (Verzweigungen) sitzen oft einzelne Fr\u00fcchte, die wesentlich schmaler sind als die Fr\u00fcchte in den Bl\u00fctenst\u00e4nden an den St\u00e4ngelenden.<\/small><\/p>\n<h6><em>Valerianella orientalis<\/em>, (Schltdl.) Boiss. &#038; Balansa<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art kommt an feuchteren Standorten in Zentralnaxos vor. Sie ist auf das \u00f6stliche Mittelmeergebiet beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_orientalis-2.jpg\" alt=\"Valerianella orientalis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser Art handelt es sich vermutlich um <em>Valerianella orientalis <\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_orientalis-1.jpg\" alt=\"Valerianella orientalis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Pflanze ist recht fleischig mit verdickten Stielen. Die Frucht ist leicht aufgeblasen mit drei kurzen H\u00f6rnchen am oberen Ende; der Kelch ist zur\u00fcckgebildet.<\/small><\/p>\n<h6>Aufgeblasener Feldsalat, <em>Valerianella turgida<\/em>, (Steven) Betcke<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Aufgeblasene Feldsalat kommt stellenweise in den Bergen von Naxos vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_turgida_flower-1.jpg\" alt=\"Valerianella turgida\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Zur Bl\u00fctezeit sehen sich die verschiedenen Feldsalat-Arten recht \u00e4hnlich.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_turgida-1.jpg\" alt=\"Valerianella turgida\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Den Aufgeblasenen Feldsalat kann man daran erkennen, dass die Fr\u00fcchte deutlich aufblasen sind, wobei sie eine dreikantige Form annehmen. Der Kelch ist zur\u00fcckgebildet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/valerianella_turgida_fruit-1.jpg\" alt=\"Valerianella turgida\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier noch einmal von Nahem.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\">Spornblumen, <em>Centranthus<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Spornblumen mit 9 Arten sind den Baldrianen \u00e4hnlich, unterscheiden sich jedoch durch einen (oft sehr kleinen) Sporn an den Bl\u00fcten. Auf Naxos kommt die Fu\u00dfangel-Spornblume vor.<\/p>\n<h6>Fu\u00dfangel-Spornblume, <em>Centranthus calcitrapae<\/em>, (L.) Dufr.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Spornblumen mit 11 Arten kommen vor allem im Mittelmeergebiet vor. Eine Art wird als Gartenpflanze gez\u00fcchtet. Die Fu\u00dfangel-Spornblume kommt verstreut in Phrygana und Macchie vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/centranthus_calcitrapae-2.jpg\" alt=\"Fu\u00dfangel-Spornblume, Centranthus calcitrapae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Fu\u00dfangel-Spornblume besitzt unten einfache, oben gefiederte Bl\u00e4tter und einen langgestielten Bl\u00fctenstand mit eng gedr\u00e4ngten, kleinen, rosa Bl\u00fcten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/centranthus_calcitrapae_detail-1.jpg\" alt=\"Fu\u00dfangel-Spornblume, Centranthus calcitrapae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten besitzen einen kleinen (hier nicht zu sehenden) Sporn an der Kronr\u00f6hre, daher der Name. Zur Fruchtzeit verwandelt sich der Kelch in einen fein fiedrigen Flugapparat.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-korbbluetler\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/grasskabiosen\/\">Kardengew\u00e4chse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/geissblatt\/\">Etrurisches Gei\u00dfblatt<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Baldriangew\u00e4chse werden heute als Unterfamilie zu den Gei\u00dfblattgew\u00e4chsen (Caprifoliaceae), Ordnung Dipsacales, gestellt. Sie kommen vor allem in den gem\u00e4\u00dfigten Regionen der Nordhalbkugel und in den Anden vor. Es gibt acht Gattungen mit etwa 350 Arten. Auf Naxos kommen gut zehn Arten aus drei Gattungen vor. 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