{"id":73930,"date":"2025-01-07T16:41:45","date_gmt":"2025-01-07T14:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/azalas.de\/de\/?p=73930"},"modified":"2025-01-07T16:41:45","modified_gmt":"2025-01-07T14:41:45","slug":"2-juni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/2-juni\/","title":{"rendered":"2. Juni"},"content":{"rendered":"<h1>2. Juni<\/h1>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/marchantiaceae\/lunularia_cruciata-2.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>Die Lebermoose stellen eine eigene Abteilung (<em>Marchantiophyta<\/em>) innerhalb der Pflanzen. Sie stehen verwandtschaftlich in der N\u00e4he der Moose (<em>Bryophyta<\/em>). Beide sind deutlich urt\u00fcmlichere Gruppen als die Gef\u00e4\u00dfpflanzen (B\u00e4rlapppflanzen, Farne und Samenpflanzen). Die Lebermoose der Ordnung <em>Marchantiales<\/em> wachsen blattartig am Boden liegend. Ihr Thallus ist der Gametophyt, d.h. die haploide Generation (mit nur einem Satz genetischer Information, entsprechend der Ei- und Samenzelle bei h\u00f6heren Organismen). Dieser produziert die geschlechtlichen Sporen, wobei die m\u00e4nnlichen Sporen in scheibenf\u00f6rmigen und die weiblichen in schirmf\u00f6rmigen Gametangien gebildet werden. Die Spermatozoide gelangen \u00fcber das Regenwasser zu den Archegonien (weibliche Gametangien). Die nach der Befruchtung entstehende diploide Generation (mit doppeltem Chromosomensatz) ist bei den Lebermoosen sehr kurzlebig: sie w\u00e4chst auf dem Archegonium und l\u00f6st sich auf, nachdem sie ungeschlechtliche Sporen produziert hat, aus denen der n\u00e4chste haploide Thallus hervorw\u00e4chst. Die Sporen werden mit dem Wind verbreitet. Die einfachen, rundlichen oder bandf\u00f6rmigen Thalli der Lebermoose liegen eng dem Boden an. Der Thallus bildet bis zu einen Zentimeter lange Rhizoide, mit denen er sich in der Erde verankert. Trotz ihrer L\u00e4nge sind die Rhizoide einzellig. Die Thallusunterseite ist bei vielen Arten mit Ventralschuppen besetzt. Die Zellen des Thallus enthalten h\u00e4ufig \u00d6lk\u00f6rper. Unterhalb der oberen Zellschicht liegen oft zahlreiche kleine Luftkammern, wodurch der Thallus fein wabenartig gefeldert aussieht. Das Mondbechermoos kommt in warm-gem\u00e4\u00dfigten Regionen fast weltweit vor. In Europa stammt es urspr\u00fcnglich vermutlich aus dem Mittelmeergebiet, hat sich aber inzwischen weit verbreitet. Die Lappen des Mondbechermooses sind meist rundlich im Umriss. H\u00e4ufig sitzen auf den Thalli halbmondf\u00f6rmige Brutbecher, bei denen es sich um die vegetativen Fortpflanzungsorgane handelt. In ihnen befinden sich kleine schuppenf\u00f6rmige Brutk\u00f6rper, die durch den Regen herausgeschwemmt und verbreitet werden.  Die Lebermoose kommen auf Naxos \u00fcberwiegend an feuchten, schattigen Stellen vor wie hier bei Komiak\u00ed.<\/div>\n<ul>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/marchantiaceae\/lunularia_cruciata-1.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/marchantiaceae\/lunularia_cruciata_habitat-1.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p><a href=\"\/lebermoose\/\">Zu den Lebermoosen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"middle\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"2. 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