{"id":70615,"date":"2024-09-24T22:56:03","date_gmt":"2024-09-24T19:56:03","guid":{"rendered":"https:\/\/azalas.de\/de\/?p=70615"},"modified":"2026-01-18T18:45:14","modified_gmt":"2026-01-18T16:45:14","slug":"neogastropoda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/neogastropoda\/","title":{"rendered":"Schnecken 7: Neogastropoda"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie <em>Neogastropoda<\/em> (&#8222;Neuschnecken&#8220;) sind eine gro\u00dfe und vielgestaltige Teilordnung der \u00dcberordnung <em>Caenogastropoda<\/em>, der die meisten marinen Schnecken angeh\u00f6ren. Zu den <em>Neogastropoda<\/em> geh\u00f6ren unter den Schnecken, die man bei uns antreffen kann, die Wellhornschnecken, T\u00e4ubchenschnecken, Spindelschnecken, Reusenschnecken, Stachelschnecken, Korallenschnecken, Mitraschnecken und Falschen Mitraschnecken und die Kegelschnecken. Die meisten Arten besitzen eine Siphonrinne oder einen Siphonkanal; ansonsten sind die Geh\u00e4use sehr vielgestaltig.<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meeresschnecken\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Meeresschnecken<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <\/p>\n<p><small><strong>Eine Anmerkung zur Bestimmung:<\/strong> Einige Arten der Meeresschnecken sind leicht und sicher zu erkennen. In vielen F\u00e4llen gibt es jedoch mehrere verwandte Arten, die schwer zu unterscheiden sind. Ein weiteres Problem bei der Bestimmung ist, dass in den Bestimmungsb\u00fcchern nicht alle Arten enthalten sind; aber auch im Internet kann man zu vielen Arten kaum Informationen finden. Entsprechend sind manche der Bestimmungen leider ziemlich unsicher, und einige Arten m\u00fcssen g\u00e4nzlich unbestimmt bleiben.<\/small><\/p>\n<p><small><strong>Und ein Wort zu den Namen:<\/strong> Wie bei so machen Meerestieren herrscht bei den Schnecken eine gro\u00dfe Verwirrung mit den Namen: F\u00fcr fast alle Arten gibt es eine gro\u00dfe Anzahl von heute nicht mehr g\u00fcltigen Synonymen, die in \u00e4lteren B\u00fcchern aber durchaus noch benutzt werden. Ich verwende hier die Namen entsprechend dem <a href=\"http:\/\/www.marinespecies.org\/\">World Register of Marine Species<\/a> (Stand 2020), wo man auch die entsprechenden Synonyme finden kann.<\/small><\/p>\n<p>Hier kann man direkt <strong>zu den Gattungen springen<\/strong> (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Wellhornschnecken, <em>Pisania, Aplus und Euthria<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">T\u00e4ubchenschnecken, <em>Columbella und Mitrella<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Spindelschnecken, <em>Tarantinaea und Aptyxis<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Reusenschnecken, <em>Tritia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">Stachelschnecken, <em>Hexaplex, Bolinus und Stramonita<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Korallenschnecken, <em>Coralliophila und Bableomurex<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\">Mitraschnecken und Falsche Mitraschnecken, <em>Episcomitra und Pusia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\">Kegelschnecken, <em>Conus<\/em><\/a><\/p>\n<h2>A. <em>Buccinoidea<\/em><\/h2>\n<p><big>D<\/big>ie <em>Buccinoidea<\/em> sind eine gro\u00dfe \u00dcberfamilie aus r\u00e4uberischen Schnecken, zu denen beispielsweise die Wellhornschnecken, die T\u00e4ubchenschnecken, die Spindelschnecken und die Netzreusenschnecken geh\u00f6ren.<\/p>\n<h3><a name=\"A\">1. <em>Buccinidae<\/em>, Wellhornschnecken<\/a><\/h3>\n<h6>Klipphorn, <em>Pisania striata<\/em>, Gmelin<\/h6>\n<p>sehr h\u00e4ufig<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Klipphorn wird bis zu 2,5 cm gro\u00df. Es lebt zwischen den Algen des Felslitorals. Diese Art ist nicht selten und kommt bis zur Wasseroberfl\u00e4che hinauf, so dass man sie auch lebendig finden kann.<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Geh\u00e4use des Klipphorns ist spindelf\u00f6rmig, schwach gew\u00f6lbt und glatt mit gro\u00dfem letztem Umgang. Die M\u00fcndung besitzt einen kurzen, engen Siphonalkanal und kleine Z\u00e4hne am Au\u00dfenrand. Das Schneckenhaus ist gl\u00e4nzend olivgr\u00fcn bis r\u00f6tlichbraun mit wei\u00dfen, auf den engen Spiralb\u00e4ndern sitzenden Fleckchen, die manchmal in deutlichen L\u00e4ngsstreifen angeordnet sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/pisania_striata-2.jpg\" alt=\"Pisania striata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das h\u00fcbsche Klipphorn ist an der Wasserlinie nicht selten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/pisania_striata-1.jpg\" alt=\"Pisania striata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Klipphorn, H\u00f6he: 23 mm<\/small><\/p>\n<h6>D&#8217;Orbignys Klipphorn, <em>Aplus dorbignyi<\/em>, Payraudeau<\/h6>\n<p><em>(= Cantharus dorbignyi)<\/em><br \/>\nh\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/aplus_dorbignyi-1.jpg\" alt=\"D'Orbignys Klipphorn, Aplus dorbignyi (= Cantharus d.)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>D&#8217;Orbignys Klipphorn ist braun gef\u00e4rbt und besitzt zahlreiche knotige Radialrippen, die von feinen Spiralreifen gekreuzt werden. H\u00f6he: 16 mm<\/small><\/p>\n<h6>Spindelhorn, <em>Euthria cornea<\/em>, L.<\/h6>\n<p><em>(= Buccinulum corneum)<\/em><\/p>\n<p>eher selten<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Spindelhorn lebt an der Felsk\u00fcste zwischen den Algen. Es wird bis etwa f\u00fcnf Zentimeter lang und ist bei uns eher selten. Die Umg\u00e4nge des Geh\u00e4uses w\u00f6lben sich etwas unterhalb der Naht deutlich hervor. Der letzte Umgang ist sehr gro\u00df mit einer kleinen, eif\u00f6rmigen M\u00fcndung mit dicker, fein gez\u00e4hnelter Lippe und recht langem, gebogenen Siphonkanal. Die F\u00e4rbung ist gelblich oder br\u00e4unlich mit sehr zarten Zuwachsstreifen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/euthria_cornea-2.jpg\" alt=\"Spindelhorn, Euthria cornea (= Buccinulum corneum)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das elegant geformte Spindelhorn ist bei uns nur selten zu finden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/euthria_cornea-1.jpg\" alt=\"Spindelhorn, Euthria cornea (= Buccinulum corneum)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Es besitzt geschwungene Windungen mit feinen Zuwachsstreifen und ist grau bis hellbraun gef\u00e4rbt. H\u00f6he: 31 mm<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\">2. <em>Columbellidae<\/em>, T\u00e4ubchenschnecken<\/a><\/h3>\n<h6>T\u00e4ubchenschnecke, <em>Columbella rustica<\/em>, L.<\/h6>\n<p>sehr h\u00e4ufig<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie T\u00e4ubchenschnecke ist eine der h\u00e4ufigsten Schnecken an den Felsk\u00fcsten, wenn man sie auch nur selten lebendig findet. Ihre Geh\u00e4use sind aber sehr beliebt bei den Einsiedlerkrebsen, deren Versammlungen man bei ruhigem Wasser \u00fcberall kurz \u00fcber der Wasserlinie entdecken kann. Die T\u00e4ubchenschnecke lebt r\u00e4uberisch und ern\u00e4hrt sich von kleinen Krebsen, Muscheln und anderen Schnecken.<\/p>\n<p><big>D<\/big>as bis 1,5 cm gro\u00dfe Geh\u00e4use der T\u00e4ubchenschnecke ist spindelf\u00f6rmig mit gro\u00dfem letzten Umgang und schmaler, fein gez\u00e4hnelter M\u00fcndung. Die F\u00e4rbung ist variabel, gelblich oder braun mit feiner Fleckung und einem helleren Band am Oberrand des letzten Umgangs; die Spitze ist meist bl\u00e4ulich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/columbella_rustica-2.jpg\" alt=\"Columbella rustica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die T\u00e4ubchenschnecke ist eine der h\u00e4ufigsten Arten bei uns.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/columbella_rustica-1.jpg\" alt=\"Columbella rustica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die meisten Exemplare sind braungefleckt mit blauer Spitze; einige sind aber auch gelb. H\u00f6he: 12 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Mitrella scripta<\/em>, L.<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/mitrella_scripta-2.jpg\" alt=\"Mitrella scripta\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/mitrella_scripta-1.jpg\" alt=\"Mitrella scripta\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser h\u00fcbschen, r\u00f6tlich gefleckten Art mit kleinem, l\u00e4nglichem Geh\u00e4use handelt es sich um die zu den T\u00e4ubchenschnecken geh\u00f6rende <em>Mitrella scripta.<\/em> H\u00f6he: 14 mm<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\">3. <em>Fasciolariidae<\/em>, Spindelschnecken<\/a><\/h3>\n<h6>Tarentinisches Spindelhorn, Mittelmeer-Spindelschnecke, <em>Tarantinaea lignaria<\/em>, L.<\/h6>\n<p><em>(= Fasciolaria lignaria, F . tarentina)<\/em><\/p>\n<p>h\u00e4ufig<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Tarentinische Spindelhorn besitzt ein hohes, spindelf\u00f6rmiges Geh\u00e4use mit langem Siphonkanal und getrepptem Gewinde mit Radialrippen, die dicke Knoten tragen. Der K\u00f6rper der lebenden Schnecke ist leuchtend purpurrot. Diese Art wurde ebenso wie die <a href=\"#E\">Purpurschnecke<\/a> fr\u00fcher zur Herstellung des ber\u00fchmten Purpurfarbstoffs verwendet. Das Tarentinische Spindelhorn wird bis zu 6 cm hoch. Es ist bei uns nicht selten, versteckt sich aber tags\u00fcber meist. Das Tarentinische Spindelhorn lebt r\u00e4uberisch, indem es andere Weichtiere anbohrt, mit seinem giftigen Sekret t\u00f6tet und dann aussaugt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tarantinaea_lignaria-1.jpg\" alt=\"Tarentinisches Spindelhorn, Mittelmeer-Spindelschnecke, Tarantinaea lignaria (= Fasciolaria lignaria, F . tarentina)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Tarentinische Spindelhorn besitzt ein stark getrepptes, knotiges Geh\u00e4use, das dem der Purpurschnecke auf den ersten Blick \u00e4hnlich sieht. H\u00f6he: 50 mm<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tarantinaea_lignaria-2.jpg\" alt=\"Tarentinisches Spindelhorn, Mittelmeer-Spindelschnecke, Tarantinaea lignaria (= Fasciolaria lignaria, F . tarentina)\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tarantinaea_lignaria-3.jpg\" alt=\"Tarentinisches Spindelhorn, Mittelmeer-Spindelschnecke, Tarantinaea lignaria (= Fasciolaria lignaria, F. tarentina)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der K\u00f6rper dieser Schnecke ist (im Gegensatz zu dem der Purpurschnecke) leuchtend purpurn gef\u00e4rbt; die M\u00fcndung ist auffallend wei\u00df. Auf dem unteren Foto macht sich das Tarentinische Spindelhorn wohl daran, die T\u00e4ubchenschnecke zu erbeuten.<\/small><\/p>\n<h6>Sizilianische Spindelschnecke, <em>Aptyxis syracusana<\/em>, L.<\/h6>\n<p><em>(= Fusinus syracusanus)<\/em><\/p>\n<p>selten<\/p>\n<p><big>A<\/big>uch diese Schnecke besitzt ein hohes, stark getrepptes Geh\u00e4use mit rundlicher M\u00fcndung und langem Siphonkanal. Es hat eine br\u00e4unliche Grundf\u00e4rbung und ist durch zahlreiche wei\u00dfe Radialrippen und Spiralleisten stark skulpturiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/aptyxis_syracusana-1.jpg\" alt=\"Aptyxis syracusana\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Sizilianische Spindelschnecke besitzt einen sehr langen Siphonkanal und ein getrepptes, durch Rippen und Spiralleisten skulpturiertes Geh\u00e4use. H\u00f6he: 19 mm<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"D\">4. <em>Nassariidae<\/em>, Reusenschnecken<\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Reusenschnecken leben vor allem auf Weichb\u00f6den, wo sie teilweise in gro\u00dfer Zahl anzutreffen sind. Sie ern\u00e4hren sich von Aas. Die Aufteilung der sehr zahlreichen Arten auf die Gattungen hat sich immer wieder ge\u00e4ndert, weswegen sie meist sehr viele Synonyme haben.<\/p>\n<h6>Wandelbare Reuse, <em>Tritia mutabilis<\/em>, L.<\/h6>\n<p>regelm\u00e4\u00dfig<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Wandelbare Reuse besitzt ein spitz kegelf\u00f6rmiges Gewinde mit deutlicher Treppung; der letzte Umgang ist aufgeblasen, die M\u00fcndung rundlich mit kurzem, tiefen Siphonkanal. Die Schale ist d\u00fcnn und durchscheinend wei\u00dflich mit br\u00e4unlicher Fl\u00e4mmung und Flecken unter der Naht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tritia_mutabilis-1.jpg\" alt=\"Wandelbare Reuse, Tritia mutabilis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Geh\u00e4use der Wandelbaren Reuse ist zart und halb durchscheinend. H\u00f6he: 20 mm<\/small><\/p>\n<h6>Dicklippige Netzreusenschnecke, <em>Tritia incrassata<\/em>, Str\u00f8m<\/h6>\n<p>regelm\u00e4\u00dfig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tritia_incrassata-2.jpg\" alt=\"Dicklippige Netzreusenschnecke, Tritia incrassata\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tritia_incrassata-1.jpg\" alt=\"Dicklippige Netzreusenschnecke, Tritia incrassata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die sehr kleine Dicklippige Netzreusenschnecke besitzt ein durch Radialrippen und Spiralleisten skulpturiertes Geh\u00e4use; die M\u00fcndung ist eif\u00f6rmig mit dicken Lippen und kurzer eingesenkter, innen dunkler Siphonalrinne. H\u00f6he: 10 mm<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tritia_incrassata-3.jpg\" alt=\"Dicklippige Netzreusenschnecke, Tritia incrassata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Art ist recht variabel; auch bei diesen Exemplaren handelt es sich vermutlich um die Dicklippige Netzreusenschnecke.<\/small><\/p>\n<h6><em>Tritia cuvierii<\/em>, Payraudeau<\/h6>\n<p>regelm\u00e4\u00dfig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tritia_cuvierii-1.jpg\" alt=\"Tritia cuvierii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese kleine Art weist nur schwache Rippen und Spirallinien auf, die eine sehr zarte Gitterstruktur bewirken. Um das Geh\u00e4use laufen unterbrochen gestrichelte Spiralb\u00e4nder. Die M\u00fcndung ist gez\u00e4hnelt. H\u00f6he: 15 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Tritia pellucida<\/em>, Risso<\/h6>\n<p><em>(= Cyclope pellucida)<\/em><\/p>\n<p>m\u00e4\u00dfig h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tritia_pellucida-1.jpg\" alt=\"Tritia pellucida (= Cyclope pellucida)\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Tritia pellucida<\/em> ist flach scheibenf\u00f6rmig geformt mit br\u00e4unlich gemusterter Ober- und wei\u00dfer Unterseite; die M\u00fcndung ist klein und liegt an der Unterseite des Geh\u00e4uses. Gr\u00f6\u00dfe: 9 mm<\/small><\/p>\n<h2>B. <em>Muricoidea<\/em><\/h2>\n<p><big>D<\/big>ie <em>Muricoidea<\/em> sind eine weitere artenreiche und vielgestaltige Schneckenfamilie. Viele ihrer Angeh\u00f6rigen sind effektive R\u00e4uber, die mit ihrer Radula ein Loch in das Geh\u00e4use ihrer Opfer \u00e4tzen und bohren. Die meisten Arten besitzen einen langen Siphonkanal.<\/p>\n<h3><a name=\"E\">1. <em>Muricidae<\/em>, Stachelschnecken<\/a><\/h3>\n<p><big>C<\/big>harakteristisches Merkmal der Stachelschnecken sind die dicken Radi\u00e4r-Rippen (oft drei oder mehr) am Geh\u00e4use, die sehr h\u00e4ufig Ausst\u00fclpungen wie Ecken oder Stacheln bilden. Diese verdickten Rippen entstehen dadurch, dass das Gr\u00f6\u00dfenwachstum von Zeit zu Zeit eine Pause einlegt, so dass die Schale stattdessen &#8222;in die Dicke&#8220; w\u00e4chst. Bei vielen Arten gibt es st\u00e4rker stachelige Formen (Stachelform) sowie auch Formen, die keine Stacheln, sondern nur verdickte Rippen tragen (Knotenform).<\/p>\n<h6>Purpurschnecke oder Stumpfe Stachelschnecke, <em>Hexaplex trunculus<\/em>, L. <\/h6>\n<p><em>(= Trunculariopsis trunculus)<\/em><\/p>\n<p>h\u00e4ufig<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Purpurschnecke kommt bei uns h\u00e4ufig vor. Trotzdem kann man eine lebendige Schnecke nur selten entdecken: Die Tiere verstecken sich zwischen den Pflanzen des Infralitorals und sind oft auch durch einen starken Bewuchs mit Algen, Schw\u00e4mmen, Moostierchen usw. getarnt. Sie leben in Felsregionen ab der Wasserlinie.<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Geh\u00e4use der Purpurschnecke ist massig und recht gro\u00df (bis 8 cm). Die Umg\u00e4nge sind getreppt mit gro\u00dfen, in dicken Radialrippen angeordneten H\u00f6ckern und Knoten oder Stacheln an spiralf\u00f6rmigen B\u00e4ndern. Das Geh\u00e4use besitzt einen deutlichen Siphonkanal. Die F\u00e4rbung ist mehr oder weniger grau; in der M\u00fcndung schimmern innen drei breite braunviolette B\u00e4nder durch.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Purpurschnecke ern\u00e4hrt sich r\u00e4uberisch von Muscheln, Schnecken und \u00c4hnlichem sowie von Aas. Ihr R\u00fcssel ist mit spitzen Z\u00e4hnen bedeckt, mit denen sie ihre Beute erlegen und L\u00f6cher in Muschelschalen bohren kann. Sie besitzt ein farbloses Sekret zur Verteidigung, das unter Einwirkung von Sauerstoff \u00fcber gelb und gr\u00fcn dunkelrot wird und aus dem man in der Antike und im Mittelalter den ber\u00fchmten Purpurfarbstoff hergestellt hat. Zur Herstellung weniger Gramm des Farbstoffs waren die Dr\u00fcsen Tausender Schnecken erforderlich, was den hohen Preis verst\u00e4ndlich macht. Purpur wurde im Mittelalter nur von Kaisern und hohen W\u00fcrdentr\u00e4gern getragen. Auch heute ist es noch der teuerste Farbstoff der Welt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/prey_of_snails-1.jpg\" alt=\"angebohrte Muscheln, die einer Schnecke zum Opfer gefallen sind\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am Strand kann man viele Muschelschalen und Schneckengeh\u00e4use finden, die ein von einer Raubschnecke wie der Purpurschnecke einge\u00e4tztes Loch aufweisen: die \u00dcberreste einer Schneckenmahlzeit\u2026 (die oberste Muschel hat den Angriff \u00fcberlebt und das Loch wieder verschlossen!)<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/hexaplex_trunculus-2.jpg\" alt=\"Purpurschnecke, Stumpfe Stachelschnecke, Hexaplex trunculus (= Trunculariopsis t.)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Aus der Purpurschnecke wurde fr\u00fcher in einem komplizierten Prozess der kostbare Purpur-Farbstoff gewonnen. Der K\u00f6rper der Purpurschnecke ist allerdings nicht purpurn gef\u00e4rbt, sondern grau; die purpurne Farbe entwickelt sich erst bei der Verarbeitung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/hexaplex_trunculus-1.jpg\" alt=\"Purpurschnecke, Stumpfe Stachelschnecke, Hexaplex trunculus (= Trunculariopsis t.)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Purpurschnecke kommt in zwei Formen vor, der Knotenform mit verdickten knotigen Radialrippen (rechts) und der Stachelform, bei der die Radialrippen kurze Stacheln tragen (links). Man kann gut sehen, dass die Stacheln als Falten im Geh\u00e4userand entstehen; sie werden gebildet, indem das Gr\u00f6\u00dfenwachstum des Schneckengeh\u00e4uses von Zeit zu Zeit eine Pause einlegt, so dass der Schalenrand stattdessen &#8222;in die Dicke&#8220; w\u00e4chst. H\u00f6he: 70 mm<\/small><\/p>\n<h6>Herkuleskeule oder Brandhorn, <em>Bolinus brandaris<\/em>, L.<\/h6>\n<p><em>(= Murex brandaris)<\/em><\/p>\n<p>selten, in tieferem Wasser, nur gelegentlich am Strand zu finden<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie bis zu 10 cm lange Herkuleskeule besitzt einen rundliches Geh\u00e4use mit einem d\u00fcnnen, langen, geraden Siphonkanal, so dass sie keulenf\u00f6rmig aussieht. Auch bei dieser Art gibt es eine Stachelform, bei der an den Radialrippen lange Faltenstacheln sitzen, und eine Knotenform mit stark verdickten, aber nicht stacheligen Rippen. Lebensweise und Ern\u00e4hrung sind genauso wie bei der Purpurschnecke. Die Herkuleskeule ist seltener als die Purpurschnecke. Sie findet sich oft als Beifang in Fischernetzen.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uch die Herkuleskeule besitzt Purpurfarbstoff und wurde ebenso wie die vorige Art in der Antike in gro\u00dfen Mengen gefangen und zur Purpurherstellung verwertet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/bolinus_brandaris-1.jpg\" alt=\"Herkuleskeule oder Brandhorn, Bolinus brandaris (= Murex b.)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Knoten- und Stachelform der Herkuleskeule. Die M\u00fcndung des Geh\u00e4uses ist oft orange gef\u00e4rbt. H\u00f6he: 65 mm<\/small><\/p>\n<h6>Rotmund-Leistenschnecke, <em>Stramonita haemastoma<\/em>, L.<\/h6>\n<p><em>(= Thais haemastoma)<\/em><\/p>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><big>E<\/big>ine weitere gro\u00dfe Stachelschneckenart, die auf Naxos vorkommt, wenn auch nur sehr selten, ist die Rotmund-Leistenschnecke. Die intensiv orange gef\u00e4rbte M\u00fcndung ist charakteristisch. Das Geh\u00e4use ist durch schwache Knoten skulpturiert, die vor allem auf der Schulter des letzten Umgangs liegen. Auch diese Schneckenart wurde fr\u00fcher zum F\u00e4rben genutzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/stramonita_haemastoma-1.jpg\" alt=\"Stramonita haemastoma\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese sehr sch\u00f6ne Schnecke mit der orangen Innenwand des Geh\u00e4uses haben wir erst einmal gefunden. H\u00f6he: 45 mm<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"F\">2. <em>Coralliophilinae<\/em>, Korallenschnecken<\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Korallenschnecken wurden fr\u00fcher als Familie eingestuft, heute geh\u00f6ren sie als Unterfamilie zu den Stachelschnecken. Sie leben von Blumentieren (Korallen und Seeanemonen), teilweise auch von Schw\u00e4mmen oder Seepocken, die sie anbohren und aussaugen. Dazu besitzen sie anstatt der Radula, der typischen &#8222;Raspelzunge&#8220; der Schnecken, einen lang vorstreckbaren R\u00fcssel.<\/p>\n<h6><em>Coralliophila meyendorffii<\/em>, Calcara<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><big>D<\/big>iese kleine, dickwandige Schnecke kommt im Mittelmeer und im Atlantik vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/coralliophila_meyendorffii-1.jpg\" alt=\"Coralliophila meyendorffii\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Coralliophila meyendorffii<\/em> ist eine kleine, dickwandige wei\u00dfe Schnecke, deren Geh\u00e4use durch starke Radialw\u00fclste und d\u00fcnne Spiralrillen skulpturiert ist. H\u00f6he: 30 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Babelomurex cariniferus ?<\/em>, G. B. Sowerby II<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><big>B<\/big>ei dieser Schnecke k\u00f6nnte es sich um eine junge, stachellose Form von <em>Babelomurex cariniferus<\/em> handeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/babelomurex_cariniferus-1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Schnecke ist m\u00f6glicherweise ein kleines Exemplar der Art <em>Babelomurex cariniferus<\/em>, die am Geh\u00e4use meist deutliche Stacheln tr\u00e4gt \u00e4hnlich wie die Stachelform der Purpurschnecke. Charakteristisch f\u00fcr die Art ist der deutliche Kiel etwa in der Mitte der Umg\u00e4nge, der auch an der M\u00fcndung als kleine Falte zu sehen ist.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"G\">3. <em>Mitridae<\/em>, Mitraschnecken<\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Mitraschnecken erbeuten ihre Nahrungstiere (v.a. W\u00fcrmer und Weichtiere) mithilfe ihrer als langer R\u00fcssel vorstreckbaren Radula und bet\u00e4uben sie mit Gift, das in den Speicheldr\u00fcsen produziert wird; dieses Sekret wird an der Luft purpurfarben. Ihre Geh\u00e4use sind meist langgestreckt und glatt mit kurzem Siphonkanal. Sie besitzen kein Operculum.<\/p>\n<h6><em>Episcomitra cornicula<\/em>, L.<\/h6>\n<p>recht h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/episcomitra_cornicula-1.jpg\" alt=\"Episcomitra cornicula\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Schale der Mitraschnecken ist abgerundet-spindelf\u00f6rmig mit schmaler M\u00fcndung mit drei deutlichen Falten auf der Innenlippe. <em>Episcomitra cornicula<\/em> besitzt eine gelbliche bis braune F\u00e4rbung. H\u00f6he: 16 mm<\/small><\/p>\n<h3>4. <em>Costellariidae<\/em>, Falsche Mitraschnecken<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Falschen Mitraschnecken sehen den Mitraschnecken \u00e4u\u00dferlich sehr \u00e4hnlich, unterscheiden sich jedoch in Merkmalen des K\u00f6rperbaus und darin, dass ihr Sekret gelbgr\u00fcn, nicht purpurfarben ist. Verwandtschaftlich stehen sie den Stachelschnecken nahe. Sie leben meist im Sand eingegraben; auch sie erbeuten andere Weichtiere und W\u00fcrmer.<\/p>\n<h6><em>Pusia ebenus<\/em>, Lamarck<\/h6>\n<p>recht h\u00e4ufig<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Gattungen <em>Pusia<\/em> und <em>Vexillum<\/em> wurden erst k\u00fcrzlich aufgrund von anatomischen Merkmalen der lebenden Schnecke von der Gattung <em>Mitra<\/em> abgetrennt und trotz der gro\u00dfen \u00c4hnlichkeit der Geh\u00e4use (zusammen mit einigen weiteren kleineren Gattungen) in eine eigene Familie gestellt (<em>Costellariidae)<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/pusia_ebenus-1.jpg\" alt=\"Pusia ebenus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Pusia ebenus<\/em> ist der vorigen Art sehr \u00e4hnlich, aber meist dunkler gef\u00e4rbt. Das Geh\u00e4use tr\u00e4gt einen wei\u00dflichen Spiralstreifen; die Falten an der Innenlippe sind etwas sch\u00e4rfer ausgebildet.  die Bestimmung ist jedoch nicht sicher, und die Unterscheidung schwierig. H\u00f6he: 12 mm <\/small><\/p>\n<h6><em>Pusia granum<\/em>, Forbes<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/pusia_granum-1.jpg\" alt=\"Pusia granum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese kleine Art besitzt h\u00fcbsche, gefl\u00e4mmte Spiralb\u00e4nder. H\u00f6he: 7 mm<\/small><\/p>\n<h2>C. <em>Conoidea<\/em><\/h2>\n<p><big>D<\/big>ie gro\u00dfe \u00dcberfamilie der <em>Conoidea<\/em> umfasst mehrere r\u00e4uberische Schneckenfamilien, deren pfeilartig ausgebildte Radula Gift in das Opfer injezieren kann (&#8222;Giftz\u00fcngler&#8220;). Ihre bekanntesten Angeh\u00f6rigen sind die Kegelschnecken.<\/p>\n<h3><a name=\"H\">1. <em>Conidae<\/em>, Kegelschnecken<\/a><\/h3>\n<h6>Mittelmeer-Kegelschnecke, <em>Conus ventricosus<\/em>, Gmelin<\/h6>\n<p><em>(= Conus mediterraneus)<\/em><\/p>\n<p>sehr h\u00e4ufig<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Kegelschnecke wird bis zu 6 cm gro\u00df. Lebendig ist sie eher selten zu sehen, da sie sich tags\u00fcber meist in dichten Algenbest\u00e4nden oder unter Steinen aufh\u00e4lt. Nachts geht die Kegelschnecke auf Jagd: Sie erbeutet haupts\u00e4chlich Borstenw\u00fcrmer, die sie mit ihrer pfeilartigen, spitzen Zunge, die mit einem Gift ausgestattet ist, &#8222;harpuniert&#8220;. Der Zungenpfeil kann auch zur Abwehr benutzt werden; manche tropischen Arten k\u00f6nnen sogar dem Menschen gef\u00e4hrlich werden. Jeder Pfeil kann nur einmal verwendet werden; die Schnecke besitzt mehrere weitere Z\u00e4hne in einer Tasche an der Radula.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Kegelschnecke hat eine konische Schale mit kurzer, flach kegelf\u00f6rmiger Spitze und sehr gro\u00dfem letzten Umgang, der nach unten hin gleichm\u00e4\u00dfig umgekehrt kegelf\u00f6rmig zul\u00e4uft. Die M\u00fcndung ist schmal langgestreckt mit einer kurzen, breiten Siphonalrinne.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/conus_ventricosus-2.jpg\" alt=\"Mittelmeer-Kegelschnecke, Conus ventricosus (= C. mediterraneus)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Mittelmeer-Kegelschnecke wird zum unteren Ende hin kegelf\u00f6rmig schmaler. Bitte beachten: Auch wenn die europ\u00e4ischen Arten nicht lebensgef\u00e4hrlich sind, soll man eine lebendige Kegelschnecke vorsichtshalber nicht anfassen!<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/conus_ventricosus-1.jpg\" alt=\"Mittelmeer-Kegelschnecke, Conus ventricosus (= C. mediterraneus)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die F\u00e4rbung der Mittelmeer-Kegelschnecke ist variabel; am h\u00e4ufigsten ist eine olivgr\u00fcne Farbe mit feiner Fleckung, aber es kommen auch dunkellila, r\u00f6tliche und gelbliche Exemplare vor. Die meisten Geh\u00e4use tragen einen wei\u00dfen Spiralstreifen etwa in der Mitte. Die Spitze kann mehr oder weniger stark hervorragen. H\u00f6he: 33 mm<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meeresschnecken\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/lungenschnecken-und-hinterkiemer\/\">Lungenschnecken und Hinterkiemer<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schnecken-einfuehrung\/\">Schnecken Einf\u00fchrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Meerestiere \u00dcberblick<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>siehe auch: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/littorinimorpha\/\">Littorinimorpha<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.schnecken-und-muscheln.de\/galerie\/galerie_muricidae.htm\">Muricidae mit Bolinus brandaris, in: Fischhaus Zepkow<\/a>, mit vielen Informationen zum Purpur-Farbstoff<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Charonia_tritonis\">Wikipedia: Tritonshorn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Purpur_(Farbstoff)\">Wikipedia: Purpur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.idscaro.net\/sci\/04_med\/class\/fam3\/species\/tarantinaea_lignaria1.htm\">Tarentinaea lignaria, in: Idscaro.net<\/a>, mit einem Foto der erstaunlichen Eier<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.weichtiere.at\/Schnecken\/index.html?\/Schnecken\/meer\/conotoxin.html\">Der Giftapparat der Kegelschnecken, in: Die lebende Welt der Weichtiere (weichtiere.at)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Neogastropoda (&#8222;Neuschnecken&#8220;) sind eine gro\u00dfe und vielgestaltige Teilordnung der \u00dcberordnung Caenogastropoda, der die meisten marinen Schnecken angeh\u00f6ren. 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