{"id":70595,"date":"2024-09-24T14:07:11","date_gmt":"2024-09-24T11:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/azalas.de\/de\/?p=70595"},"modified":"2026-03-01T18:21:02","modified_gmt":"2026-03-01T16:21:02","slug":"hornschnecken-und-turmschnecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/hornschnecken-und-turmschnecken\/","title":{"rendered":"Schnecken 4: Hornschnecken und Turmschnecken"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Hornschnecken und die Turmschnecken geh\u00f6ren &#8211; innerhalb der gro\u00dfen \u00dcberordnung der <em>Caenogastropoea<\/em> (die den L\u00f6wenanteil der Schnecken umfasst) &#8211; zur \u00dcberfamilie der <em>Cerithioidea<\/em>, deren Angeh\u00f6rige sich durch turmf\u00f6rmige Geh\u00e4use auszeichnen. Auf Naxos kommen (mindestens) sechs Hornschnecken und eine Turmschnecken-Art vor.<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meeresschnecken\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Meeresschnecken<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <\/p>\n<p><small><strong>Eine Anmerkung zur Bestimmung:<\/strong> Einige Arten der Meeresschnecken sind leicht und sicher zu erkennen. In vielen F\u00e4llen gibt es jedoch mehrere verwandte Arten, die schwer zu unterscheiden sind. Ein weiteres Problem bei der Bestimmung ist, dass in den Bestimmungsb\u00fcchern nicht alle Arten enthalten sind; aber auch im Internet kann man zu vielen Arten kaum Informationen finden. Entsprechend sind manche der Bestimmungen leider ziemlich unsicher, und einige Arten m\u00fcssen g\u00e4nzlich unbestimmt bleiben.<\/small><\/p>\n<p><small><strong>Und ein Wort zu den Namen:<\/strong> Wie bei so machen Meerestieren herrscht bei den Schnecken eine gro\u00dfe Verwirrung mit den Namen: F\u00fcr fast alle Arten gibt es eine gro\u00dfe Anzahl von heute nicht mehr g\u00fcltigen Synonymen, die in \u00e4lteren B\u00fcchern aber durchaus noch benutzt werden. Ich verwende hier die Namen entsprechend dem <a href=\"http:\/\/www.marinespecies.org\/\">World Register of Marine Species<\/a> (Stand 2020), wo man auch die entsprechenden Synonyme finden kann.<\/small><\/p>\n<p>Hier kann man direkt <strong>zu den Gattungen springen<\/strong> (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Hornschnecken, <em>Cerithium<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Bittium<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Turmschnecke, <em>Turritellinella<\/em><\/a><\/p>\n<h3><a name=\"A\"><em>1. Cerithiidae<\/em>, Hornschnecken<\/a><\/h3>\n<h6>Nadelschnecke oder Gew\u00f6hnliche Hornschnecke, <em>Cerithium vulgatum<\/em>, Brugui\u00e8re<\/h6>\n<p>sehr h\u00e4ufig<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Nadelschnecke ist eine der gr\u00f6\u00dferen Schnecken bei uns; sie wird bis 6 cm lang. Sie lebt vor allem auf Schlamm und frisst Detritus und Kieselalgen. H\u00e4ufig sieht man sie in kleinen &#8222;Teichen&#8220; an der Wasserlinie.<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Geh\u00e4use der Nadelschnecke ist spitz turmf\u00f6rmig mit kleinen spiralig angeordneten H\u00f6ckern. An der rundlichen M\u00fcndung besitzt sie oben eine kleine Rinne und am unteren Ende einen kurzen, breiten Siphonalkanal. Die F\u00e4rbung ist hell mit feiner brauner Fleckung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/cerithium_vulgatum-1.jpg\" alt=\"Nadelschnecke oder Gew\u00f6hnliche Hornschnecke, Cerithium vulgatum (=Gourmya vulgata)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Nadelschnecke wird bis 6 cm lang. Die Innenlippe ist bei der ausgewachsenen Schnecke umgeschlagen. H\u00f6he: 50 mm<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/cerithium_vulgatum-2.jpg\" alt=\"Cerithium vulgatum (=Gourmya vulgata)?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier k\u00f6nnte es sich ebenfalls um <em>Cerithium vulgatum<\/em> handeln, oder um <em>C. alucastrum<\/em>. H\u00f6he: 20 mm<\/small><\/p>\n<h6>Felsen-Hornschnecke, <em>Cerithium rupestre<\/em>, Risso<\/h6>\n<p>sehr h\u00e4ufig<\/p>\n<p><big>D<\/big>iese etwas kleinere Form wird neuerdings auch zur Art <em>Cerithium vulgatum<\/em> gerechnet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/cerithium_rupestre-1.jpg\" alt=\"Felsen-Hornschnecke, Cerithium rupestre\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Schnecken mit kleineren und gr\u00f6\u00dferen Knoten auf dem Geh\u00e4use werden oft als Felsen-Hornschnecke <em>(Cerithium rupestre)<\/em> bezeichnet. H\u00f6he: 15 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Cerithium lividulum<\/em>, Risso<\/h6>\n<p>h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/cerithium_lividulum-1.jpg\" alt=\"Cerithium lividulum\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Cerithium lividulum<\/em> besitzt eine hellgraue Schale mit feiner Gitterskulptur mit unregelm\u00e4\u00dfigen Spirallinien; auch hier weist die mandelf\u00f6rmige M\u00fcndung oben und unten eine Rinne auf und die Innenlippe ist umgeschlagen. H\u00f6he: 20 mm<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\"><em>Bittium latreillii<\/em>, Payraudeau<\/a><\/h6>\n<p>h\u00e4ufig<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/bittium_latreillii-1.jpg\" alt=\"Bittium latreillii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese sehr kleine Art geh\u00f6rt ebenfalls zu den Hornschnecken. Sie besitzt ein hohes, schlankes Geh\u00e4use mit feiner Gitterskulptur. Charakteristisch sind die wei\u00dfen Strichel auf den Umg\u00e4ngen. H\u00f6he: 12 mm<\/small><\/p>\n<h6><em>Bittium reticulatum ?<\/em>, da Costa<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/bittium_reticulatum-1.jpg\" alt=\"Bittium reticulatum ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art ist der vorigen sehr \u00e4hnlich, besitzt aber ein dunkleres, st\u00e4rker skulpturiertes Geh\u00e4use mit weniger wei\u00dfen Stricheln. Es k\u00f6nnte sich um <em>B. reticulatum<\/em> handeln. H\u00f6he: 13 mm<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\">2. <em>Turritellidae<\/em>, Turmschnecken<\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Turmschnecken haben sehr hohe, spitz turmf\u00f6rmige Geh\u00e4use. Sie leben eingegraben im Sandboden und ern\u00e4hren sich von winzigen Partikeln im Meerwasser, das sie filtrieren.<\/p>\n<h6>Gemeine Turmschnecke, <em>Turritellinella tricarinata<\/em>, Brocchi<\/h6>\n<p>sehr selten<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Gemeine Turmschnecke ist eine h\u00e4ufige und weitverbreitete Art, die in Sediment eingegraben lebt und sich von Kleinstpartikeln ern\u00e4hrt, die sie sich zustrudelt. Sie wird bis zu 6 cm lang. Um Naxos scheint diese Art nur selten vorzukommen; wir haben bislang nur einmal eine Schale gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/turritellinella_tricarinata-1.jpg\" alt=\"Turritellinella communis\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Turritellinella tricarinata<\/em> besitzt ein spitzes, hohes Haus mit feinen Spiralstreifen auf den wenig abgesetzten Windungen. H\u00f6he: 22 mm<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meeresschnecken\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/littorinimorpha\/\">&#8222;Strandschneckenverwandte&#8220;, Littorinimorpha<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schnecken-einfuehrung\/\">Schnecken Einf\u00fchrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Meerestiere \u00dcberblick<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hornschnecken und die Turmschnecken geh\u00f6ren &#8211; innerhalb der gro\u00dfen \u00dcberordnung der Caenogastropoea (die den L\u00f6wenanteil der Schnecken umfasst) &#8211; zur \u00dcberfamilie der Cerithioidea, deren Angeh\u00f6rige sich durch turmf\u00f6rmige Geh\u00e4use auszeichnen. 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