{"id":5489,"date":"2012-01-12T12:50:34","date_gmt":"2012-01-12T10:50:34","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=5489"},"modified":"2024-08-28T19:05:40","modified_gmt":"2024-08-28T16:05:40","slug":"chamaephyten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/chamaephyten\/","title":{"rendered":"Chamaephyten: Zwergstr\u00e4ucher"},"content":{"rendered":"<p><big>A<\/big>ls Chamaephyten bezeichnet man mehrj\u00e4hrige, oberirdisch \u00fcberdauernde Pflanzen, die niedriger sind als die Phanerophyten (Str\u00e4ucher und B\u00e4ume): die Grenze zwischen den beiden Formen wird bei einer maximalen H\u00f6he (der Erneuerungsknospen) von einem halben Meter festgelegt.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommen etwa 75 Zwergstr\u00e4ucher vor, das hei\u00dft ungef\u00e4hr 8 Prozent der Pflanzenarten sind Chamaephyten. Dieser Anteil wirkt zwar niedrig, ist aber hoch im Vergleich zu den meisten anderen Klimaregionen. Die Zwergstr\u00e4ucher sind ein sehr charakteristischer Bestandteil der Mittelmeerflora. Pflanzengesellschaften, die haupts\u00e4chlich aus Zwergstr\u00e4uchern bestehen, werden <a href=\"http:\/\/azalas.de\/phrygana\/\">Phryganas<\/a> genannt.<\/p>\n<h3>Lebensr\u00e4ume<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Zwergstr\u00e4ucher finden g\u00fcnstige Lebensbedingungen generell in denselben Lebensr\u00e4umen wie Phanerophyten (B\u00e4ume und gro\u00dfe Str\u00e4ucher), d.h. an allen nicht zu sehr gest\u00f6rten oder allzu trockenen Standorten. Sie brauchen jedoch ausreichend Licht, d.h. sie k\u00f6nnen nur an offenen Standorten dauerhaft wachsen; in W\u00e4ldern fehlen sie weitgehend. Entsprechend kommen Zwergstr\u00e4ucher auf Naxos vor allem dort vor, wo keine B\u00e4ume wachsen, oder wo sie so locker stehen, dass genug Platz auch f\u00fcr kleinere Pflanzen bleibt, insbesondere auf wasserundurchl\u00e4ssigen, schwer durchwurzelbaren Untergr\u00fcnden wie Schiefer und Granit. Phryganas sind charakteristisch f\u00fcr die trockenen, niedrigen Lagen der Insel, aber auch in der Bergregion kommen sie h\u00e4ufig vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/area\/phrygana-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana in Azalas\"><br \/>\n<small>Diese bl\u00fchende Phrygana (im Vordergrund) w\u00e4chst in den warmen, meernahen Gebieten von Naxos.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/erica_manipuliflora_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Heide auf dem Gipfel des K\u00f3ronos-Berges\"><br \/>\n<small>Auch in den Bergen von Naxos kommen von Zwergstr\u00e4uchern dominierte Vegetationsformen vor wie hier die Heide auf dem urspr\u00fcnglich bewaldeten Gipfel des K\u00f3ronos-Berges.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSCN5470-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Zwergstrauchvegetation auf Schiefer, Zeus-Berg, Naxos\"><br \/>\n<small>Phrygana mit Dorniger Bibernelle auf dem Zeus-Berg<\/small><\/p>\n<h3>Strategie<\/h3>\n<p><big>W<\/big>ie die Phanerophyten (B\u00e4ume und gro\u00dfe Str\u00e4ucher) bilden die Zwergstr\u00e4ucher dauerhafte, mehrj\u00e4hrige oberirdische Teile. Dabei haben die Str\u00e4ucher und Zwergstr\u00e4ucher allerdings eine deutlich andere Strategie eingeschlagen als die B\u00e4ume. Im Gegensatz zu den B\u00e4umen, die entweder immergr\u00fcn sind (Anpassung an trockene Klimazonen) oder ihre Bl\u00e4tter im Winter verlieren (eine Anpassung an die kalten Winter der gem\u00e4\u00dfigten Regionen), <u>werfen viele Str\u00e4ucher des Mittelmeergebietes ihre Bl\u00e4tter im Sommer<\/u> ab, d.h. sie treiben nach den ersten starken Regenf\u00e4llen im Lauf des Herbstes aus und verlieren ihre Bl\u00e4tter w\u00e4hrend der langen Sommertrockenheit. W\u00e4hrend diese f\u00fcr das <u>Mittelmeerklima<\/u> sehr g\u00fcnstige Strategie sich bei einer ganzen Reihe von Str\u00e4uchern herausgebildet hat, vor allem bei den Ginstern, den Zistrosen, vielen Lippenbl\u00fctlern und manchen strauchf\u00f6rmigen Korbbl\u00fctlern, tritt sie bei keinen B\u00e4umen auf, was vielleicht daran liegt, dass es das Mittelmeerklima noch nicht lange genug gibt, als dass diese Anpassung unter den B\u00e4umen mit ihrem weit l\u00e4ngeren Generationszyklus h\u00e4tte entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Str\u00e4ucher bilden ein flachgr\u00fcndiges, weit ausgebreitetes Wurzelsystem aus, das die Regenf\u00e4lle im Winter effektiv ausnutzen kann, treiben aber keine Wurzeln in gr\u00f6\u00dfere Tiefe. Sie k\u00f6nnen auf flachen, nicht tief durchwurzelbaren, im Sommer austrocknenden B\u00f6den gedeihen, auf denen B\u00e4ume sich nicht halten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/area\/phrygana-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana in Azalas\"><br \/>\n<small>gr\u00fcne Phrygana im Fr\u00fchling<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/DSCN6292-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana in Azalas im Sommer\"><br \/>\n<small>Im Sommer sind die Bl\u00e4tter der Str\u00e4ucher vertrocknet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSC_2477-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana \u00fcber Granit bei Kinidaros\"><br \/>\n<small>Phrygana \u00fcber Granit. Auf dem harten, wasserundurchl\u00e4ssigen Gestein k\u00f6nnen keine B\u00e4ume wachsen: Obwohl es hier im Winter besonders feucht ist, trocknet der flache Boden im Sommer ganz aus.<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>ls Schutz gegen die <u>Beweidung<\/u>, der alle niedrig wachsenden Pflanzen ausgesetzt sind, bilden manche Arten ein dichtes Dornenger\u00fcst aus; die \u00fcbrigen versuchen die Weidetiere durch eine starke Behaarung oder durch einen hohen Gehalt an \u00e4therischen \u00d6len abzuschrecken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum_spines-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Dornige Bibernelle bildet ein dichtes Geflecht aus spitzen Dornen aus. Hier sieht man wie im Schutz der Dornen im Herbst die neuen Bl\u00e4tter treiben.<\/small><\/p>\n<p><big>U<\/big>m sich an den Standorten, an denen auch B\u00e4ume wachsen k\u00f6nnen, gegen diese durchsetzen zu k\u00f6nnen, beg\u00fcnstigen viele Str\u00e4ucher <u>Feuer<\/u>, d.h. sie sind durch ihr dichtes Zweigger\u00fcst und durch einen hohen Gehalt an \u00e4therischen \u00d6len extrem leicht brennbar. Nach einem Feuer samen sich viele Arten sehr schnell wieder aus und wachsen z\u00fcgig in die H\u00f6he; im Lauf der Zeit werden sie dann nach und nach wieder durch die langsamer wachsenden B\u00e4ume verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis_habitat-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Die Zistrosen geh\u00f6ren aufgrund ihres hohen Harzgehaltes zu den besonders brennbaren Pflanzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/cistus_monspeliensis_after_fire-1.jpg\" alt=\"auskeimende Zistrose nach Feuer\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Nach Feuern keimen sie sehr schnell aus und k\u00f6nnen sich so gegen\u00fcber B\u00e4umen durchsetzen.<\/small><\/p>\n<h3>Pflanzenfamilien<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie meisten der auf Naxos vorkommenden Zwergstr\u00e4ucher geh\u00f6ren zu den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/lippenbluetler-2\/\">Lippenbl\u00fctlern<\/a>. Auch die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/zistrosengewaechse\/\">Zistrosen<\/a>&#8211; und die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/johanniskraut\/\">Johanniskrautgew\u00e4chse<\/a> sowie die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/strandflieder\/\">Strandflieder<\/a> sind \u00fcberwiegend Zwergstr\u00e4ucher. Die meisten <a href=\"http:\/\/azalas.de\/heidekrautgewaechse\/\">Heidegew\u00e4chse<\/a> wachsen als Zwergstr\u00e4ucher (auf Naxos kommen auch eine strauch- und eine baumf\u00f6rmige Art vor). Eine ganze Reihe an <a href=\"http:\/\/azalas.de\/korbbluetler-1\/\">Korbbl\u00fctlern<\/a> wachsen chamaephytisch. Unter den <a href=\"http:\/\/\/azalas.de\/ginster\/\">Schmetterlingsbl\u00fctlern<\/a> finden sich vor allem wichtige Str\u00e4ucher (also Phanerophyten), die in der Phrygana wachsen (die Ginster), aber auch einige Zwergstr\u00e4ucher.  Aber auch in anderen Pflanzenfamilien treten chamaephytische Arten auf, so unter den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/wolfsmilchgewaechse\/\">Euphorbien<\/a> und den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/kreuzbluetler-1\/\">Kreuzbl\u00fctlern<\/a>, sowie (um nur die wichtigsten zu nennen) unter den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/rosengewaechse\/\">Rosen<\/a>-, <a href=\"http:\/\/azalas.de\/braunwurzgewaechse\/\">Braunwurz<\/a>-, <a href=\"http:\/\/azalas.de\/nelkengewaechse-2\/\">Nelken<\/a>-, <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seidenpflanzengewaechse\/\">Seidenpflanzen<\/a>&#8211; und <a href=\"http:\/\/azalas.de\/winden\/\">Windengew\u00e4chsen<\/a> usw. Schlie\u00dflich sind auch der <a href=\"http:\/\/azalas.de\/kaper\/\">Kapernstrauch<\/a> und die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/aleppo-raute\/\">Aleppo-Raute<\/a> Zwergstr\u00e4ucher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/convolvulaceae\/convolvulus_oleifolius-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"\u00d6lbaumbl\u00e4ttrige Winde, Convolvulus oleifolius\"><br \/>\n<small>Die \u00d6lbaumbl\u00e4ttrige Winde kann als verholzender Zwergstrauch wachsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caryophyllaceae\/dianthus_cinnamomeus_detail-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dianthus cinnamomeus\"><br \/>\n<small>Die ausdauernde Nelke <em>Dianthus cinnamomeus<\/em> ist auf manchen \u00c4g\u00e4isinseln endemisch.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/plumbaginaceae\/limonium_roridum-2.jpg\" alt=\"Limonium roridum\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Strandflieder <em>Limonium roridum<\/em> w\u00e4chst bei uns an der Felsk\u00fcste. Er bildet recht gro\u00dfe, reichverzweigte Str\u00e4ucher.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/brassicaceae\/erysimum_naxense-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Erysimum naxense\"><br \/>\n<small>Der auf Naxos endemische Sch\u00f6terich <em>Erysimum naxense<\/em> w\u00e4chst als einer der wenigen Kreuzbl\u00fctler ebenfalls mehrj\u00e4hrig oberirdisch und muss als Zwergstrauch gelten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/scrophulariaceae\/scrophularia_heterophylla-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Scrophularia heterophylla\"><br \/>\n<small>Auch unter den Braunwurzen gibt es chamaephytische Arten wie hier <em>Scrophularia heterophylla<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asclepidiaceae\/cionura_erecta-1.jpg\" alt=\"Hundsw\u00fcrger, Cionura erecta\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der zu den Seidenpflanzengew\u00e4chsen geh\u00f6rende Hundsw\u00fcrger bildet einen niedrigen Strauch mit herzf\u00f6rmigen Bl\u00e4ttern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/capparaceae\/capparis_spinosa-1.jpg\" alt=\"Kaperstrauch, Capparis spinosa\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Der auf Naxos eher seltene Kaperstrauch kommt auf K\u00fcstenfelsen mit Salzeinfluss vor.<\/small><\/p>\n<h3>Wuchsform<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie typischste Wuchsform der Chamaephyten ist der dichte, halbkugelf\u00f6rmige Strauch. Viele Arten zeigen jedoch auch eine lockere, offene Wuchsform.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/fumana_arabica-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Arabisches Nadelr\u00f6schen, Fumana arabica\"><br \/>\n<small>Das Arabische Nadelr\u00f6schen ist einer der locker wachsenden, nicht polsterf\u00f6rmigen Zwergstr\u00e4ucher. Um einen ausreichenden Schutz vor Sonne und Wind zu gew\u00e4hrleisten, w\u00e4chst es h\u00e4ufig dicht an anderen Str\u00e4uchern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/teucrium_divaricatum_in_genista_acanthoclada.jpg\" border=\"0\" alt=\"Teucrium divaricatum in Genista acanthocalda\"><br \/>\n<small>Hier w\u00e4chst ein nicht-dorniger, locker wachsender Zwergstrauch <em>(Teucrium divaricatum)<\/em> im Schutz eines dichten, dornigen Ginsters <em>(Genista acanthocalda)<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/micromeria_nervosa-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Nervige Bergminze, Micromeria nervosa\"><br \/>\n<small>Auch die kleine Nervige Bergminze z\u00e4hlt zu den Zwergstr\u00e4uchern, da ihre oberirdischen Teile ausdauernd sind, auch wenn man sie auf den ersten Blick kaum als &#8222;Strauch&#8220; bezeichnen w\u00fcrde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/anthyllis_hermanniae-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Anthyllis hermanniae\"><br \/>\n<small><em>Anthyllis hermanniae<\/em> besitzt dagegen eine &#8222;normale&#8220; Strauchform.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/satureja_thymbra-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Thymbra-Bergminze, Satureja thymbra\"><br \/>\n<small>Die Thymbra-Bergminze zeigt einen kompakten, polsterf\u00f6rmigen Wuchs, der die Schaffung eines gesch\u00fctzten &#8222;Binnenklimas&#8220; im Innern des Strauches bewirkt, wodurch die Wasserverluste durch Verdunstung effektiv herabgesetzt werden.<\/small><\/p>\n<h3>Anpassungen an Trockenheit und Beweidung<\/h3>\n<p><big>D<\/big>a ihre oberirdischen Teile mehrj\u00e4hrig sind, mussten die Zwergstr\u00e4ucher des Mittelmeergebietes besonders effektive Anpassungen entwickeln, mit deren Hilfe sie die lange <u>Sommertrockenheit<\/u> \u00fcberstehen k\u00f6nnen. Ein weiteres Problem f\u00fcr die Zwergstr\u00e4ucher ist, dass sie als niedrige ausdauernde Pflanzen ganzj\u00e4hrig der <u>Beweidung<\/u> ausgesetzt sind. Alle Arten haben deswegen besonders effektive Schutzma\u00dfnahmen gegen Fra\u00df entwickelt und werden tats\u00e4chlich kaum von den Schafen und Ziegen gefressen. Viele der Anpassungen der Zwergstr\u00e4ucher sch\u00fctzen die Pflanzen gleichzeitig sowohl vor Verdunstung als auch vor Beweidung.<\/p>\n<h6>1. Blattabwurf bzw. weitgehendes Vertrocknen der Bl\u00e4tter<\/h6>\n<p><big>Z<\/big>wergstr\u00e4ucher k\u00f6nnen nicht so tiefe Wurzeln bilden wie die B\u00e4ume, die auf durchwurzelbaren B\u00f6den auch w\u00e4hrend der Sommertrockenheit in den tiefen Bodenschichten noch ausreichend Wasser erreichen k\u00f6nnen. Im Gegensatz zu den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/phanerophyten\/\">B\u00e4umen<\/a> haben die Zwergstr\u00e4ucher und die Str\u00e4ucher die F\u00e4higkeit entwickelt, ihre Bl\u00e4tter im Sommer abzuwerfen, um die Verdunstung zu reduzieren; sie legen also im Sommer eine &#8222;Trockenpause&#8220; ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Die Zistrosen geh\u00f6ren zu den Pflanzen, deren Bl\u00e4tter im Lauf des Sommers verdorren. Hier eine Montpellier-Zistrose im Fr\u00fchling.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_monspeliensis_dry_leaves-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Montpellier-Zistrose, Cistus monspeliensis\"><br \/>\n<small>Im Sommer rollen sich die Bl\u00e4tter der Zistrose zusammen und werden braun, bis sie schlie\u00dflich abfallen.<\/small><\/p>\n<h6>2. Blattreduktion, steife Bl\u00e4tter<\/h6>\n<p><big>N<\/big>at\u00fcrlich gibt es auch eine ganze Reihe an Zwergstr\u00e4uchern, die ihre Bl\u00e4tter im Sommer nicht abwerfen. Die Bl\u00e4tter dieser Arten sind stets sehr klein und steif mit einer dicken Cuticula (sch\u00fctzende Wachsschicht auf der Oberfl\u00e4che) und Epidermis (\u00e4u\u00dfere Zellschicht). Eine ganze Reihe von Arten besitzt nadel- oder fast schuppenf\u00f6rmige Bl\u00e4tter. Bei vielen Arten rollen sich die Bl\u00e4tter bei Trockenheit ein, wodurch die mit den Stomata (kleine \u00d6ffnungen f\u00fcr den Gasaustausch) besetzte Unterseite besonders gesch\u00fctzt wird. Manchmal sind die Stomata zus\u00e4tzlich in die Epidermis eingesenkt. Die kleinen, harten Bl\u00e4tter sind au\u00dferdem  auch kaum attraktiv f\u00fcr die Weidetiere.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/prasium_majus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dfer Klippenziest, Prasium majus\"><br \/>\n<small>Obwohl der Klippenziest an sehr trockenen Standorten gedeiht, sind seine Bl\u00e4tter recht zart und zeigen als Anpassungen an die Trockenheit nur ihre eher kleine Gr\u00f6\u00dfe und eine gl\u00e4nzende Oberfl\u00e4che. Den trockenen Sommer \u00fcbersteht der Klippenziest dadurch, dass er seine Bl\u00e4tter abwirft.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/micromeria_juliana-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Julianische Bergminze, Micromeria juliana\"><br \/>\n<small>Die Bergminzen-Art <em> Micromeria juliana<\/em> beh\u00e4lt ihre Bl\u00e4tter auch im Sommer; diese sind fast nadelf\u00f6rmig und rollen sich bei Trockenheit zusammen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/hypericaceae\/hypericum_empetrifolium-2.jpg\" alt=\"Kr\u00e4henbeeren-Johanniskraut, Hypericum empetrifolium\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch das Kr\u00e4henbeeren-Johanniskraut besitzt ausdauernde, nadelige B\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Erica manipuliflora\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/erica_manipuliflora-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die auf Naxos vorkommende Heide <em>Erica manipuliflora<\/em> wirft ihre Bl\u00e4tter ebenfalls nicht ab; diese sind fast schuppenf\u00f6rmig ausgebildet.<\/small><\/p>\n<h6>3. Behaarung<\/h6>\n<p><big>E<\/big>ine Reihe von Zwergstrauch-Arten ist dicht behaart, wodurch ebenfalls die Verdunstung reduziert wird, indem um die Bl\u00e4tter herum eine gesch\u00fctzte, stille, feuchte Luftschicht geschaffen wird. Die Behaarung ebenso wie eine dicke, oft gl\u00e4nzende (reflektierende) Cuticula sch\u00fctzt die Pflanze au\u00dferdem auch vor zu starker Sonneneinstrahlung. Auch die Weidetiere fressen dicht behaarte Bl\u00e4tter nicht gern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/brassicaceae\/matthiola_tricuspidata-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dreih\u00f6rnige Levkoje, Matthiola tricuspidata\"><br \/>\n<small>Die Dreih\u00f6rnige Levkoje geh\u00f6rt zu den dicht behaarten Pflanzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/teucrium_polium-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kopfiger Gamander, Teucrium polium ssp. capitatum\"><br \/>\n<small>Der Kopfige Gamander ist ebenfalls fein silbrig behaart, wodurch die Verdunstung reduziert und die Sonnenstrahlung reflektiert wird. Seine Bl\u00e4tter sind au\u00dferdem sehr klein.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/lavandula_stoechas-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Schopf-Lavendel, Lavandula stoechas\"><br \/>\n<small>Auch die Bl\u00e4tter des Schopf-Lavendels weisen eine dichte, filzige Behaarung auf.<\/small><\/p>\n<h6>4. Sukkulenz<\/h6>\n<p><big>B<\/big>ei einigen Zwergstrauch-Arten sind die Bl\u00e4tter sukkulent. Diese Art der Anpassung an die Trockenheit tritt im Mittelmeergebiet eher selten auf; die meisten sukkulenten Artn wachsen an Str\u00e4nden oder salzigen Standorten. Durch Schleimstoffe, die in die fleischigen Bl\u00e4tter eingelagert sind, wird die osmotische Saugkraft der sukkulenten Pflanzen erh\u00f6ht, so dass sie auch aus trockenem oder salzhaltigem Boden noch Wasser aufnehmen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wird in den sukkulenten Pflanzenteilen Wasser gespeichert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apiaceae\/crithmum_maritimum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Meerfenchel, Crithmum maritimum\"><br \/>\n<small>Der Meerfenchel besitzt sukkulente Bl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<h6>5. \u00c4therische \u00d6le<\/h6>\n<p><big>E<\/big>ine weitere Anpassung an die Trockenheit ist ein hoher Gehalt an \u00e4therischen \u00d6len: Die Pflanze h\u00fcllt sich in eine &#8222;Dunstglocke&#8220;, die eine Art Glashauseffekt bewirkt, wodurch die Verdunstung reduziert wird. Der hohe Gehalt an \u00e4therischen \u00d6len schreckt auch die weidenden Tiere ab; viele Arten sind sogar giftig, so dass sie kaum oder gar nicht gefressen werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/origanum_onites-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Griechischer Dost, Origanum onites\"><br \/>\n<small>Viele Zwergstr\u00e4ucher, wie hier der Griechische Dost, sind stark aromatisch.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/thymbra_capitata-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kopfiger Thymian, Thymbra capitata\"><br \/>\n<small>Der Kopf-Thymian besitzt sehr kleine Bl\u00e4tter. Auch er geh\u00f6rt zu den stark aromatischen Zwergstr\u00e4uchern, die sich in eine sch\u00fctzende &#8222;Dunstglocke&#8220; aus \u00e4therischen \u00d6len h\u00fcllen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/salvia_fruticosa-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Griechischer Salbei, Salvia fruticosa\"><br \/>\n<small>Eine weitere sehr aromatische Art ist der Griechische Salbei.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rutaceae\/ruta_chalepensis-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Aleppo-Raute, Ruta chalepensis\"><br \/>\n<small>Die Aleppo-Raute wird von Weidetieren wegen ihres unangenehmen Geruches und ihrer Giftigkeit verschm\u00e4ht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/vinca_major-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dfes Immergr\u00fcn, Vinca major\"><br \/>\n<small>Das Gro\u00dfe Immergr\u00fcn besitzt recht gro\u00dfe und flache Bl\u00e4tter. Zum Schutz gegen Verdunstung sind sie relativ steif und ledrig; trotzdem kann das Immergr\u00fcn auf Naxos nur an feuchten Standorten gedeihen. Vor Beweidung sch\u00fctzt es sich wie der verwandte Oleander durch seine giftigen Inhaltsstoffe.<\/small><\/p>\n<h6>6. Dornen<\/h6>\n<p>Der wichtigste Beweidungsschutz ist nat\u00fcrlich die Ausbildung von Dornen oder Stacheln. Unter den auf Naxos vorkommenden Zwergstr\u00e4uchern ist allerdings nur ein recht geringer Anteil dornig (Stacheln treten gar nicht auf). Bei den dornigen Arten werden je die letztj\u00e4hrigen Triebe in Dornen umgewandelt. Charakteristisch f\u00fcr diese &#8222;Kugelstr\u00e4ucher&#8220; ist der Verzweigungstypus: Es bilden sich stets zwei neue, gleichstarke Triebe, die im n\u00e4chsten Jahr weiter wachsen, so dass an den Verzweigungen je Winkel von etwa 120\u00b0 entstehen. Auf diese Weise wird ein kompaktes, undurchdringliches Ger\u00fcst gebildet, in dessen Schutz die neuen Bl\u00e4tter und Bl\u00fcten treiben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/cichorium_spinosum-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dornige Wegwarte, Cichorium spinosum\"><br \/>\n<small>Die Dornige Wegwarte bildet ein Dornenger\u00fcst aus den Trieben des Vorjahrs, das die neuen Bl\u00e4tter sch\u00fctzt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/centaurea_spinosa_leaves-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dornige Flockenblume, Centaurea spinosa\"><br \/>\n<small>Die Dornige Flockenblume im Fr\u00fchjahr: Sie besitzt gr\u00fcne Triebe und St\u00e4ngel und sehr schmale, unauff\u00e4llige Bl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/centaurea_spinosa_summer-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dornige Flockenblume, Centaurea spinosa\"><br \/>\n<small>Im Herbst sind die Bl\u00e4tter verschwunden, die St\u00e4ngel braun geworden und die Triebe zu Dornen umgewandelt. Man sieht die vertrockneten Bl\u00fctenst\u00e4nde im Schutz des Dornenger\u00fcstes.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/centaurea_spinosa_dry-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dornige Flockenblume, Centaurea spinosa\"><br \/>\n<small>Jedes Jahr bildet sich auf diese Weise am Strauch eine neue &#8222;Schicht&#8220; an verholzten Trieben. Bei den Str\u00e4uchern der Dornigen Flockenblume ist das besonders gut zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h3>Verbreitungsstrategien<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie meisten Zwergstr\u00e4ucher bilden ihre Fr\u00fcchte als Kapseln aus, die die reifen Samen bei trockenem Wetter ausstreuen. Oft werden die Samen oder Fr\u00fcchte durch Ameisen verschleppt, eine sehr h\u00e4ufige Verbreitungsart in der Phrygana. Die Korbbl\u00fctler bilden Flugfr\u00fcchte aus; die Dornige Bibernelle beeren\u00e4hnliche Fr\u00fcchte, die von V\u00f6geln gefressen werden und au\u00dferdem als Klettfr\u00fcchte verbreitet werden k\u00f6nnen. Die Ginsterarten bilden H\u00fclsen mit gro\u00dfen, n\u00e4hrstoffreichen Samen aus, die bei Trockenheit explosionsartig aufspringen, so dass die Samen weit fortgeschleudert werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/erica_manipuliflora_flower-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Erica manipuliflora\"><br \/>\n<small>Das Heidekraut bildet kleine Kapseln mit winzigen Samen, die vom Wind verweht werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/calicotome_villosa_fruit-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Behaarter Dornginster, Calicotome villosa\"><br \/>\n<small>Die H\u00fclsen des Behaarten Dornginsters springen bei Trockenheit pl\u00f6tzlich auf, so dass die Samen weit fortgeschleudert werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/prasium_majus_seeds_ants-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfer Klippenziest, Prasium majus, myrmekochore Fr\u00fcchte\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Gro\u00dfe Klippenziest geh\u00f6rt zu den vielen Pflanzenarten der Phrygana, deren Fr\u00fcchte bzw. Samen durch Ameisen in ihre Bauten verschleppt und dadurch verbreitet werden (&#8222;Myrmekochorie&#8220;).<\/small><\/p>\n<h3>Nutzung<\/h3>\n<p><big>V<\/big>iele Zwergstr\u00e4ucher sind besonders aromatisch, vor allem die Lippenbl\u00fctler, von denen viele als Gew\u00fcrz, f\u00fcr Tee oder als Heilkr\u00e4uter genutzt werden (Salbei, Oregano, Thymian, Bergminze etc). Aus dem Harz der Kretischen Zistrose hat man fr\u00fcher auf Naxos das sogenannte Labdanum hergestellt, das stark antibakteriell wirkt, das Immunsystem f\u00f6rdernd, f\u00fcr Haut und Magen gut ist und als Gew\u00fcrz f\u00fcr Backwaren genutzt wurde. Die besonders regelm\u00e4\u00dfig verzweigte Dornige Bibernelle wurde fr\u00fcher als Polster unter die Trinkwasser-Amphoren gelegt, damit man sie einfach kippen konnte, um sich Wasser einzusch\u00fctten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_creticus_flower-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kretische Zistrose, Cistus creticus\"><br \/>\n<small>Das stark aromatische Harz der Kretischen Zistrose, das als \u00e4u\u00dferst wirksames Heilmittel f\u00fcr viele Krankheiten genutzt werden kann, wurde fr\u00fcher auch auf Naxos gesammelt. Sowohl die Knospen und Triebspitzen als auch die Bl\u00e4tter sondern bei dieser Art an hei\u00dfen Tagen so viel Harz ab, dass sie richtig klebrig sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/satureja_thymbra_detail-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Thymbra-Bergminze, Satureja thymbra\"><br \/>\n<small>Au\u00dfer dem allbekannten Oregano und Thymian kann man auch die Thymbra-Bergminze (gr. <em>throumbi<\/em>) hervorragend als Gew\u00fcrz verwenden.<\/small><\/p>\n<p>n\u00e4chster Artikel: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/geophyten\/\">Geophyten (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)<\/a><\/p>\n<p>weitere Lebensformen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/phanerophyten\/\">Phanerophyten (B\u00e4ume und Str\u00e4ucher)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/hemikryptophyten\/\">Hemikryptophyten (Staudenpflanzen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/therophyten\/\">Therophyten (Einj\u00e4hrige Pflanzen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/hydrophyten\/\">Hydrophyten (Wasserpflanzen)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-lebensformenspektrum\/\">Das Lebensformenspektrum von Naxos<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-vegetation\/\">Die Vegetation von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/phrygana\/\">Phrygana<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Herbarium<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Chamaephyten bezeichnet man mehrj\u00e4hrige, oberirdisch \u00fcberdauernde Pflanzen, die niedriger sind als die Phanerophyten (Str\u00e4ucher und B\u00e4ume): die Grenze zwischen den beiden Formen wird bei einer maximalen H\u00f6he (der Erneuerungsknospen) von einem halben Meter festgelegt. Auf Naxos kommen etwa 75 Zwergstr\u00e4ucher vor, das hei\u00dft ungef\u00e4hr 8 Prozent der Pflanzenarten sind Chamaephyten. 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