{"id":5488,"date":"2012-01-11T00:57:17","date_gmt":"2012-01-10T22:57:17","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=5488"},"modified":"2024-08-27T08:37:22","modified_gmt":"2024-08-27T05:37:22","slug":"phanerophyten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/phanerophyten\/","title":{"rendered":"Phanerophyten: B\u00e4ume, Str\u00e4ucher und Lianen"},"content":{"rendered":"<p><big>A<\/big>ls Phanerophyten werden mehrj\u00e4hrige Pflanzen bezeichnet, die ganzj\u00e4hrig auch in ihren oberirdischen Teilen \u00fcberleben und bei denen die Erneuerungsknospen mehr als einen halben Meter hoch liegen; es fallen also B\u00e4ume und gro\u00dfe Str\u00e4ucher sowie mehrj\u00e4hrige kletternd wachsende Arten darunter. Auf Naxos spielen entsprechend des ung\u00fcnstigen Klimas mit der langen Sommertrockenheit die B\u00e4ume eine vergleichsweise geringe Rolle im Artenspektrum; trotzdem kommen hier immerhin etwa 45 Phanerophyten-Arten vor.<\/p>\n<p><big>B<\/big>\u00e4ume k\u00f6nnen nur dort wachsen, wo ihnen das ganze Jahr \u00fcber wenigstens etwas Wasser zur Verf\u00fcgung steht. Entsprechend fehlen sie auf Naxos dort, wo die durchwurzelbaren Bodenschichten im Sommer vollst\u00e4ndig austrocknen, wie \u00fcber Granit und Konglomeraten in den niedrigen und mittleren Lagen der Insel. Auf Marmor k\u00f6nnen B\u00e4ume dagegen auch in den trockeneren Regionen wachsen, weil sich in den tief in den Untergrund reichenden Kl\u00fcften und Spalten im Marmor das ganze Jahr \u00fcber ausreichend Feuchtigkeit h\u00e4lt, die die B\u00e4ume mit ihren tiefreichenden Wurzeln erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Lebensr\u00e4ume<\/h3>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommen Phanerophyten sowohl in den h\u00f6heren Lagen vor, wo es kleine <a href=\"http:\/\/azalas.de\/waelder\/\">W\u00e4lder<\/a> und gro\u00dfe Ginsterbest\u00e4nde sowie <a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\">Garrigues<\/a> aus verbissenen B\u00e4umen gibt, aber auch in den niedrigeren Lagen, vor allem auf Marmor, auf dem kleinere <a href=\"http:\/\/azalas.de\/hartlaubvegetation\/\">Hartlaubw\u00e4ldchen<\/a> und ausgedehnte <a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\">Macchien und Garrigues<\/a> wachsen. Ein weiterer typischer Lebensraum sind die T\u00e4ler mit ganzj\u00e4hrig wasserf\u00fchrenden Fl\u00fcssen, entlang derer <a href=\"http:\/\/azalas.de\/auwaelder\/\">Auw\u00e4lder<\/a> aus zahlreichen Baum- und Straucharten gedeihen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/area\/agios_dimitris_wood-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Hartlaubwald mit Kermeseiche und Steinlinde\"><br \/>\n<small>In den niedrigen Lagen w\u00e4chst an vielen Stellen ein niedriger Hartlaubwald mit Kermeseiche und Steinlinde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/P1010731-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Garrigue aus verbissenen Baumarten\"><br \/>\n<small>Diese Vegetation sieht auf den ersten Blick nach einer Phrygana (Zwergstrauchgesellschaft) aus; es handelt sich aber um eine Garrigue, in der auch verbissene Baumarten (Kermeseiche, Wilde Olive usw) vorkommen &#8211; dieselben Arten, die auch die Hartlaubw\u00e4lder bilden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cupressaceae\/juniperus_phoenicea_macquis-5.jpg\" border=\"0\" alt=\"Wacholder-Macchie\"><br \/>\n<small>An trockenen Standorten werden die Hartlaubw\u00e4lder durch offene Macchien ersetzt, die oft haupts\u00e4chlich aus dem Ph\u00f6nizischen Wacholder bestehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/mountain_wood-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Wald mit Kreta-Ahorn und Kermeseiche\"><br \/>\n<small>In den h\u00f6heren Lagen tritt zur Kermeseiche der Kreta-Ahorn hinzu.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/forest_quercus_pubescens-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Flaumeichenwald bei Komiaki\"><br \/>\n<small>Flaumeichenw\u00e4lder geh\u00f6ren der submediterranen Klimastufe an; auf Naxos gibt es einen derartigen Flaumeichenwald hoch an den Bergen in der N\u00e4he von Komiak\u00ed, wo sich bei Nordwind h\u00e4ufig die Wolken stauen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/riparian_forest-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Auwald mit Platane und Schwarzerle\"><br \/>\n<small>In den Auw\u00e4ldern, die entlang der ganzj\u00e4hrig wasserf\u00fchrenden Fl\u00fcsse der Insel wachsen, sind Morgenl\u00e4ndische Platane und Schwarzerle die h\u00e4ufisten Baumarten.<\/small><\/p>\n<h3>Strategie<\/h3>\n<p><big>A<\/big>lle mehrj\u00e4hrigen Pflanzen mit oberirdisch \u00fcberdauernden Anteilen, die in Gebieten mit mediterranem Klima wachsen, m\u00fcssen es durch besondere Anpassungen schaffen, mit der langen Sommertrockenheit fertig zu werden. Au\u00dferdem m\u00fcssen sie sich gegen die weidenden Tiere (Schafe und Ziegen) behaupten. Dazu haben sie verschiedene Strategien entwickelt, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.<\/p>\n<h6>1. Strategie: Laubabwerfende B\u00e4ume und Str\u00e4ucher<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie n\u00f6rdlichen laubabwerfenden Baumarten mit ihren zarten, leicht welkenden Bl\u00e4ttern sind gegen Trockenheit nur wenig resistent. Diese heute in Mitteleuropa vorkommenden Arten waren w\u00e4hrend der Eiszeiten im Mittelmeergebiet weit verbreitet, als sie vor der Eiskappe, die Mitteleuropa bedeckte, nach S\u00fcden ausweichen mussten. Heute k\u00f6nnen sie im Mittelmeergebiet nur <u>an relativ feuchten Standorten<\/u> gedeihen. Auf den meisten Inseln der Kykladen fehlen diese Arten entsprechend des trockenen Klimas v\u00f6llig. \u00dcberraschenderweise haben sich auf Naxos jedoch eine ganze Reihe sommergr\u00fcner, n\u00f6rdlicher Baumarten erhalten; sie wachsen vor allem in feuchten T\u00e4lern hoch in den Bergen sowie an Quellen und in den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/auwaelder\/\">Auw\u00e4ldern<\/a> entlang der ganzj\u00e4hrig wasserf\u00fchrenden Fl\u00fcsse. Zu diesen Arten geh\u00f6ren die Schwarzerle, die Silberweide, die Kleine Ulme und der Wei\u00dfdorn.<\/p>\n<p><big>A<\/big>bgesehen von diesen n\u00f6rdlichen Arten kommen auf Naxos auch einige im Mittelmeergebiet beheimatete Laubb\u00e4ume vor, die weiche Bl\u00e4tter besitzen, die sie im Winter abwerfen. Sie sind gr\u00f6\u00dftenteils auf die Bergregion oder feuchte Stellen wie Quellen und Auw\u00e4lder beschr\u00e4nkt, so die Morgenl\u00e4ndische Platane, der M\u00f6nchspfeffer und die Blumen-Esche. Einige weitere Arten sind ausreichend trockenheitsresistent, um auch an weniger feuchten Stellen in den mittleren Lagen der Insel gedeihen zu k\u00f6nnen, so die sommergr\u00fcnen Eichen, der Kreta-Ahorn, die Terebinthe und als trockenheitsresistenteste Art die Mandelbl\u00e4ttrige Birne, die auch in Meeresn\u00e4he in den trockenen Regionen vorkommt.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Bl\u00e4tter der meisten laubabwerfenden Arten werden von den Ziegen gefressen. Mit dem Problem der Beweidung m\u00fcssen sich allerdings nur die jungen Pflanzen auseinander setzen; die B\u00e4ume sind mit ihrem hohen Stamm der Reichweite der Ziegen entzogen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/deciduous_trees-1.jpg\" alt=\"herbstliche Platanen, bei Koronos, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<h6>2. Strategie: Hartlaubgew\u00e4chse<\/h6>\n<p><big>A<\/big>n trockeneren Standorten k\u00f6nnen auf Naxos von wenigen Ausnahmen abgesehen nur Baumarten gedeihen, deren Bl\u00e4tter speziell an die <u>Trockenheit<\/u> angepasst sind. Diese Arten besitzen kleine, immergr\u00fcne, harte, kaum welkende Bl\u00e4tter mit dicker Cuticula und Epidermis; manchmal sind sie auf der die Spalt\u00f6ffnungen tragenden Unterseite als Verdunstungsschutz au\u00dferdem dicht behaart. Man bezeichnet diese Arten als <u>Hartlaubgew\u00e4chse<\/u>. Im Mittelmeergebiet sind Hartlaubw\u00e4lder weit verbreitet, ebenso wie W\u00e4lder aus den sehr anspruchslosen <u>Nadelb\u00e4umen<\/u>, die sich auf eine sehr \u00e4hnliche Weise vor Wasserverlusten sch\u00fctzen. Die Nadelb\u00e4ume fehlen allerdings auf den Kykladen weitgehend; die einzigen Koniferen, die auf Naxos nat\u00fcrlicherweise vorkommen sind zwei Wacholder-Arten.<\/p>\n<p><big>N<\/big>iedrige <a href=\"http:\/\/azalas.de\/waelder\/\">W\u00e4lder<\/a> aus <a href=\"http:\/\/azalas.de\/hartlaubvegetation\/\">Hartlaubb\u00e4umen<\/a> stellen auf Naxos die nat\u00fcrliche Vegetation vor allem auf Marmor dar, wo die B\u00e4ume mit ihren tiefen Wurzeln das ganze Jahr \u00fcber feuchte Erdschichten in den Kl\u00fcften des Gesteins erreichen k\u00f6nnen. Durch Brand und Beweidung sind die Hartlaubw\u00e4lder auf Naxos allerdings stark zur\u00fcckgegangen. Als Ersatzvegetation w\u00e4chst in den meisten Gegenden eine offene, niedrige <a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\">Macchie oder Garrigue<\/a>, die im Wesentlichen aus denselben Baumarten besteht, welche hier aber lockerer stehen, so dass sie kein geschlossenes Kronendach bilden (Macchie), bzw. in Strauchform wachsen (Garrigue). Die trockenheitsresistentesten Baumarten auf Naxos sind der Mastixstrauch, der \u00d6lbaum, der Johannisbrotbaum und vor allem der Ph\u00f6nizische Wacholder, der in den niedrigsten Lagen im trockenen S\u00fcden der Insel oft als einzige Baumart gedeiht.<\/p>\n<p><big>E<\/big>in weiteres Problem, mit dem sich die Pflanzen auseinandersetzen m\u00fcssen, ist die <u>Beweidung<\/u>. Die niedrigen Hartlaubstr\u00e4ucher sind der Beweidung durch Ziegen ausgesetzt, ebenso wie auch die jungen B\u00e4ume. Die harten Bl\u00e4tter dieser Arten erscheinen nicht besonders verlockend, werden aber trotzdem stark von den Ziegen gefressen (wobei diese sich fast ausschlie\u00dflich an die jungen Triebe halten). Abgesehen von der Steifheit der Bl\u00e4tter haben manche Hartlaubgew\u00e4chse noch weitere Schutzma\u00dfnahmen gegen die Beweidung entwickelt, beispielsweise dornige Bl\u00e4tter (z.B. Kermeseiche) oder abschreckende, stark aromatische (z.B. Mastixstrauch) oder giftige (z.B. Oleander) Inhaltsstoffe. In den W\u00e4ldern k\u00f6nnen die Ziegen das Aufkommen von Jungwuchs v\u00f6llig unterbinden, wie es auf Naxos vor allem bei der empfindlicheren Steineiche der Fall ist, w\u00e4hrend die Kermeseiche sich mit ihren stacheligen Bl\u00e4ttern besser behaupten kann.<\/p>\n<p><big>V<\/big>iele Phanerophyten im Mittelmeergebiet zeigen eine \u00dcbergangsform zwischen Baum und Strauch: Sie bilden keinen echten Stamm aus, wachsen also strauchf\u00f6rmig, werden aber h\u00f6her als die &#8222;echten&#8220; Str\u00e4ucher, und entsprechen in ihren Anpassungen den B\u00e4umen. Viele dieser Arten, so zum Beispiel der Mastixstrauch, der Ph\u00f6nizische Wacholder und der M\u00f6nchspfeffer, k\u00f6nnen auch Baumform erreichen, wenn sie gro\u00df werden oder entsprechend beschnitten werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/sclerophylls-1.jpg\" alt=\"Hartlaubwald bei Agios Dimitris, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<h6>3. Strategie: Str\u00e4ucher<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie &#8222;echten&#8220; Str\u00e4ucher, die im Gegensatz zu den Zwergstr\u00e4uchern zu den Phanerophyten gerechnet werden, haben eine effektivere Anpassung an die Sommertrockenheit erreicht als die B\u00e4ume: Sie werfen ihre Bl\u00e4tter im Sommer ab, legen also eine <u>Vegetationspause w\u00e4hrend der Zeit der Sommertrockenheit<\/u> ein. Bei vielen Arten sind die Bl\u00e4tter sehr klein; manchmal wird die Photosynthese zu einem gro\u00dfen Teil durch die gr\u00fcnen St\u00e4ngel betrieben. Derartige Str\u00e4ucher nennt man <u>Rutenstr\u00e4ucher<\/u> (z.B. Pfriemenginster und Honigduftender Rutenstrauch). &#8222;Echte&#8220; Str\u00e4ucher kommen in allen Gegenden von Naxos vor und gedeihen auf allen Untergr\u00fcnden und unter allen klimatischen Bedingungen. Einen besonders gro\u00dfen Anteil der Vegetation stellen sie in Garrigue und Macchie; aber auch in der Phrygana (die haupts\u00e4chlich aus <a href=\"http:\/\/azalas.de\/chamaephyten\/\">Zwergstr\u00e4uchern<\/a> besteht) sind sie h\u00e4ufig. Au\u00dferdem treten sie in geringerem Ma\u00df als Unterwuchs in den W\u00e4ldern auf. Die h\u00e4ufigsten Str\u00e4ucher auf Naxos sind die drei Ginster-Arten und der Kreuzdorn.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Str\u00e4ucher sind vollst\u00e4ndig der Beweidung durch die Ziegen ausgesetzt, weswegen die meisten Arten sehr stachelig sind (Ginster, Kreuzdorn); andere sch\u00fctzen sich durch giftige Inhaltsstoffe oder starke Behaarung (z.B. Brandkraut).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/shrub-1.jpg\" alt=\"Phrygana beim Apano Kastro, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<h6>4. Strategie: Kletternde Pflanzen und Lianen<\/h6>\n<p><big>S<\/big>chlie\u00dflich kommen auf Naxos auch eine ganze Reihe ausdauernder kletternder Pflanzen bzw. Lianen vor, die ebenfalls zu den Phanerophyten gerechnet werden m\u00fcssen. Unter ihnen gibt es sowohl immergr\u00fcne als auch laubabwerfende Arten. Mehrere Arten sind anspruchslos und resistent gegen Trockenheit und k\u00f6nnen auch in den Hartlaubw\u00e4ldern der niederen Lagen gedeihen, andere sind auf die h\u00f6heren Lagen oder feuchte Standorte beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie kletternden Phanerophyten entziehen sich durch ihre kletternde Wuchsform der Reichweite der weidenden Tiere; manche Arten sind au\u00dferdem ungenie\u00dfbar oder stachelig (Brombeere).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/araliaceae\/hedera_helix-2.jpg\" alt=\"Efeu, Hedera helix\" border=\"0\"><\/p>\n<h6>5. Strategie: Sukkulente Str\u00e4ucher<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie sukkulenten Str\u00e4ucher sind besonders gut an die Trockenheit angepasst. Der Stamm besitzt dicke, wasserspeichernde Gewebeschichten; die Bl\u00e4tter sind klein oder fallen bei Trockenheit ab. Trotz ihrer ausgezeichneten Anpassungen an das trockene Klima gibt es auf Naxos und im Mittelmeergebiet allgemein nur wenig sukkulente Pflanzenarten (die meisten davon wachsen nur an Str\u00e4nden und fallen unter die Zwergstr\u00e4ucher).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/euphorbiaceae\/euphorbia_dendroides-1.jpg\" alt=\"Baumeuphorbie, Euphorbia dendroides\" border=\"0\"><\/p>\n<h3>Die Phaneropyhten-Arten von Naxos<\/h3>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos fallen etwa 5% der Pflanzenarten unter die Phanerophyten (etwa 45 Arten). Diese geh\u00f6ren unterschiedlichen Familien an; die Familien mit den meisten Arten sind die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/eichen\/\">Eichen<\/a> <em>(Fagaceae)<\/em>, die \u00d6lbaumgew\u00e4chse <em>(Oleaceae)<\/em> mit dem <a href=\"https:\/\/azalas.de\/oelbaum\/\">\u00d6lbaum,<\/a> der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/steinlinde\/\">Steinlinde<\/a> und der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/esche\/\">Blumenesche<\/a>, die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/ginster\/\">Schmetterlingsbl\u00fctler<\/a> <em>(Fabaceae:<\/em> Ginsterarten und Johannisbrotbaum) und die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/rosengewaechse\/\">Rosengew\u00e4chse<\/a> <em>(Rosaceae:<\/em> Mandelbl\u00e4ttrige Birne, Webb&#8217;s Mandel, Wei\u00dfdorn und Brombeere).<\/p>\n<h6>1. Laubabwerfende B\u00e4ume und Str\u00e4ucher<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fagaceae\/quercus_macrolepis-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Wallonen-Eiche, Quercus macrolepis\"><br \/>\n<small>Wallonen-Eiche, <em>Quercus macrolepis<\/em>: Die Wallonen-Eiche ist auf Naxos m\u00f6glicherweise von den Venezianern eingef\u00fchrt worden und w\u00e4chst nur angepflanzt; sie gedeiht aber sehr gut.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fagaceae\/quercus_pubescens-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Flaumeiche, Quercus pubescens\"><br \/>\n<small>Flaumeiche, <em>Quercus pubescens<\/em>: Die Flaumeiche, ein Charakterbaum der Submediterranen Klimastufe, ist in den Berglagen im n\u00f6rdlichen Naxos heimisch.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/sapindaceae\/acer_sempervirens_spring-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kreta-Ahorn, Acer sempervirens\"><br \/>\n<small>Kreta-Ahorn, <em>Acer sempervirens<\/em>: Der Ahorn ist die wichtigste waldbildende Baumart der h\u00f6heren Lagen nach der Kermeseiche.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mandelbl\u00e4ttrige Birne, Pyrus spinosa\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/pyrus_spinosa-4.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Mandelbl\u00e4ttrige Birne, <em>Pyrus spinosa<\/em>: Von allen laubabwerfenden Baumarten ist die Mandelbl\u00e4ttrige Birne am trockenheitsresistenten; sie w\u00e4chst in den niedrigsten Lagen ebenso wie in den Bergen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Webbs Mandel, Prunus webbii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/prunus_webbii-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Webbs Mandel, <em>Prunus webbii<\/em>: Diese wilde Mandelart kommt in wenigen Exemplaren in der N\u00e4he von P\u00e1normos vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/anacardiaceae\/pistacia_terebinthus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Terebinthe, Pistacia terebinthus\"><br \/>\n<small>Terebinthe, <em>Pistacia terebinthus<\/em>: Die Terebinthe ist anders als ihre immergr\u00fcne Verwandte, der Mastixstrauch, auf die h\u00f6heren Lagen der Insel beschr\u00e4nkt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/platanaceae\/platanus_orientalis-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Morgenl\u00e4ndische Platane, Platanus orientalis\"><br \/>\n<small>Morgenl\u00e4ndische Platane, <em>Platanus orientalis<\/em>: Die Morgenl\u00e4ndische Platane w\u00e4chst entlang der ganzj\u00e4hrig wasserf\u00fchrenden Fl\u00fcsse und an allen Quellen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/betulaceae\/alnus_glutinosa-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Schwarzerle, Alnus glutinosa\"><br \/>\n<small>Schwarzerle, <em>Alnus glutinosa<\/em>: Die Schwarzerle ist die wichtigste Baumart der naxiotischen Auw\u00e4lder.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/salicaceae\/salix_alba-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Silberweide, Salix alba\"><br \/>\n<small>Silberweide, <em>Salix alba<\/em>: Die in der \u00c4g\u00e4is sehr seltene Silberweide kommt nur an drei Fl\u00fcssen der Insel vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/salicaceae\/populus_alba-2.jpg\" alt=\"Silber-Pappel, Populus alba\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Silberpappel, <em>Populus alba<\/em>: Die Silberpappel w\u00e4chst in kleinen Best\u00e4nden am Flusslauf s\u00fcdlich von Ap\u00f3llonas.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oleaceae\/fraxinus_ornus-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Blumen-Esche, Fraxinus ornus\"><br \/>\n<small>Blumen-Esche, <em>Fraxinus ornus<\/em>: Die Blumen-Esche gedeiht an feuchten Stellen in den Bergen um K\u00f3ronos.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ulmaceae\/ulmus_minor-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Feld-Ulme, Ulmus minor\"><br \/>\n<small>Feld-Ulme, <em>Ulmus minor<\/em>: Die Ulme kommt nur an zwei Stellen von Naxos vor; sie braucht ebenfalls eine hohe Feuchtigkeit.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, Crataegus monogyna\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/crataegus_monogyna-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wei\u00dfdorn, <em>Crataegus monogyna<\/em>: Der Wei\u00dfdorn ist ein sommergr\u00fcner Strauch, der nur in den feuchtesten Lagen der Insel gedeiht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/vitex_agnus_castus-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"M\u00f6nchspfeffer, Vitex agnus-castus\"><br \/>\n<small>M\u00f6nchspfeffer, <em>Vitex agnus-castus<\/em>: Auch der ebenfalls sommergr\u00fcne M\u00f6nchspfeffer w\u00e4chst meistens als Strauch; er kann aber auch einen kleinen Stamm ausbilden. Er kommt in den w\u00e4rmeren Gegenden der Insel vor, ist aber auf gute Wasserversorgung angewiesen, so dass er nur entlang der Flussl\u00e4ufe und an Lagunen oder Quellen gedeihen kann.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/anagyris_foetida-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Stinkstrauch, Anagyris f\u0153tida\"><br \/>\n<small>Stinkstrauch, <em>Anagyris f\u0153tida<\/em>: Der zu den Schmetterlingsbl\u00fctlern geh\u00f6rende Stinkstrauch ist ein sommergr\u00fcner Strauch oder kleiner Baum, dessen Bl\u00e4tter keine besondere Anpassung an die Trockenheit aufweisen und im Lauf des Sommers abgeworfen werden. Er ist in den niedrigen und mittleren Lagen der Insel stellenweise h\u00e4ufig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/styracaceae\/styrax_officinalis-1.jpg\" alt=\"Echter Storaxbaum, Styrax officinalis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Echter Storaxbaum, <em>Styrax officinalis<\/em>: Der Storaxbaum kommt nur im Flusstal oberhalb von Engar\u00e9s vor. Es handelt sich um einen gro\u00dfen Busch oder kleinen Baum. Er ist ebenfalls auf ausreichend Feuchtigkeit angewiesen, w\u00e4chst aber nicht direkt am Wasser, sondern am schattigen Hang oberhalb des Flusses.<\/small><\/p>\n<h6>2. Hartlaubb\u00e4ume und -str\u00e4ucher<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fagaceae\/quercus_coccifera-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kermeseiche, Quercus coccifera\"><br \/>\n<small>Kermeseiche, <em>Quercus coccifera<\/em>: Die Kermeseiche ist der h\u00e4ufigste Baum auf Naxos, insbesondere in den mittleren und niedrigen Lagen auf Marmor, wo sie an vielen Stellen kleine oder gr\u00f6\u00dfere W\u00e4lder bildet oder als niedriger, verbissener Strauch w\u00e4chst.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fagaceae\/quercus_ilex-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Steineiche, Quercus ilex\"><br \/>\n<small>Steineiche, <em>Quercus ilex<\/em>: Von den ehemals in den Bergen von Naxos vermutlich ausgedehnten Steineichen-W\u00e4ldern haben sich nur noch zwei kleine Reste erhalten, im Zeus-Steilhang und bei Kinidaros.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oleaceae\/olea_europaea_wild-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Wilde Olive, Olea europaea\"><br \/>\n<small>Wilde Olive, <em>Olea euroaea ssp. oleaster<\/em>: Die Wilde Olive ist an den eher trockenen Standorten insbesondere im S\u00fcdosten der Insel auf Marmor sehr h\u00e4ufig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oleaceae\/phillyrea_latifolia-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Breitbl\u00e4ttrige Steinlinde, Phillyrea latifolia\"><br \/>\n<small>Breitbl\u00e4ttrige Steinlinde, <em>Phillyrea latifolia<\/em>: Auch die Steinlinde kommt in den Hartlaubw\u00e4ldern der niedrigen Lagen auf Marmor h\u00e4ufig vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/ceratonia_siliqua-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua\"><br \/>\n<small>Johannisbrotbaum, <em>Ceratonia siliqua<\/em>: Der Johannisbrotbaum ist auf Naxos m\u00f6glicherweise eingef\u00fchrt. Er gedeiht nur in den w\u00e4rmsten Lagen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Westlicher Erdbeerbaum, Arbutus unedo\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/arbutus_unedo-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Westlicher Erdbeerbaum, <em>Arbutus unedo<\/em>: Der Westliche Erdbeerbaum kommt nur in einem kleinen Gebiet in Westnaxos auf Granit vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cupressaceae\/juniperus_macrocarpa-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dffr\u00fcchtiger Wacholder, Juniperus macrocarpa\"><br \/>\n<small>Gro\u00dffr\u00fcchtiger Wacholder, <em>Juniperus macrocarpa<\/em>: Der \u00dcbersandung vertragende, sehr Trockenheits-resistente Gro\u00dffr\u00fcchtige Wacholder w\u00e4chst entlang der K\u00fcste, insbesondere bei den Sandstr\u00e4nden im S\u00fcdwesten der Insel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cupressaceae\/juniperus_phoenicea-4.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ph\u00f6nizischer Wacholder, Juniperus phoenicea\"><br \/>\n<small>Ph\u00f6nizischer Wacholder, <em>Juniperus phoenicea<\/em>: Der Ph\u00f6nizische Wacholder ist eine der Trockenheits-resistentesten Arten der Insel. In den trockensten und hei\u00dfesten Gegenden im S\u00fcden der Insel w\u00e4chst er oft in fast reinen Best\u00e4nden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/anacardiaceae\/pistacia_lentiscus-4.jpg\" border=\"0\" alt=\"Mastixstrauch, Pistacia lentiscus\"><br \/>\n<small>Mastixstrauch, <em>Pistacia lentiscus<\/em>: Der anspruchslose Mastixstrauch ist eine der charakteristischen Arten der Macchie in den warmen Lagen von Naxos. Er w\u00e4chst meist als Strauch, kann aber auch einen kleinen Baum bilden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/apocynaceae\/nerium_oleander-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Oleander, Nerium oleander\"><br \/>\n<small>Oleander, <em>Nerium oleander<\/em>: Der Oleander ist die charakteristische Art der Torrente, das hei\u00dft der im Sommer austrocknenden Fl\u00fcsse; er gedeiht vor allem in den w\u00e4rmeren Gegenden von Naxos.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/tamaricaceae\/tamarix_hampeana-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Hampes Tamariske, Tamarix hampeana\"><br \/>\n<small>Hampes Tamariske, <em>Tamarix hampeana<\/em>: Die Tamariske wird zu einem hohen Baum. Sie ist salztolerant und w\u00e4chst auf Naxos stets in direkter Meeresn\u00e4he, wobei es sich meist nicht um Wildvorkommen, sondern um angepflanzte B\u00e4ume handelt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Baumf\u00f6rmige Heide, Erica arborea\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/erica_arborea-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Baumheide, <em>Erica arborea<\/em>: Die Baumheide ist auf Naxos fast nur in einem kleinen Granit-Gebiet im Westen der Insel zu finden, wo sie gemeinsam mit dem Westlichen Erdbeerbaum vorkommt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/solanaceae\/nicotiana_glauca-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Blaugr\u00fcner Tabak, Nicotiana glauca\"><br \/>\n<small>Blaugr\u00fcner Tabak, <em>Nicotina glauca<\/em>: Der Blaugr\u00fcne Tabak ist auf Naxos verwildert; man kann ihn hier und da an Stra\u00dfenr\u00e4ndern oder in Flusst\u00e4lern antreffen. Er bildet hohe, lockere Str\u00e4ucher oder kleine B\u00e4ume mit immergr\u00fcnen, l\u00e4nglichen, blaugr\u00fcnen Bl\u00e4ttern.<\/small><\/p>\n<h6>3. &#8222;Echte&#8220; Str\u00e4ucher<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/calicotome_villosa-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Behaarter Dornginster, Calicotome villosa\"><br \/>\n<small>Behaarter Dornginster, <em>Calicotome villosa<\/em>: Der Behaarte Dornginster ist auf Naxos weit verbreitet und sehr h\u00e4ufig; er kann sich auch an trockenen Standorten behaupten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/genista_acanthoclada-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dorniger Ginster, Genista acanthoclada\"><br \/>\n<small>Dorniger Ginster, <em>Genista acanthoclada<\/em>: Der Dornige Ginster ist ebenfalls sehr h\u00e4ufig, sowohl in den niedrigeren Lagen als auch an trockenen Standorten in den Bergen; manchmal bildet er fast reine Best\u00e4nde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/spartium_junceum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Pfriemenginster, Spartium junceum\"><br \/>\n<small>Pfriemenginster, <em>Spartium junceum<\/em>: Der Pfriemenginster ist von den Ginstern die anspruchsvollste Art und kommt vor allem in den mittleren Lagen und in den Bergen vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rhamnaceae\/rhamnus_lycioides-4.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kreuzdorn, Rhamnus lycioides\"><br \/>\n<small>Kreuzdorn, Rhamnus lycioides: Der Kreuzdorn ist in Macchie und Garrigue auf Marmor h\u00e4ufig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/santalaceae\/osyris_alba-1.jpg\" alt=\"Honigduftender Rutenstrauch, Osyris alba\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Honigduftender Rutenstrauch, <em>Osyris alba<\/em>: Der Honigduftende Rutenstrauch kommt im Zentrum der Insel vor, wo er auf Schiefer oder Granit gedeiht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/phlomis_fruticosa-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Brandkraut, Phlomis fruticosa\"><br \/>\n<small>Brandkraut, <em>Phlomis fruticosa<\/em>: Das Brandkraut ist einer der wenigen strauchf\u00f6rmigen Lippenbl\u00fctler. Es ist durch seine dichte Behaarung gut vor Verdunstung gesch\u00fctzt und wird wegen seiner Giftigkeit nicht von den Schafen und Ziegen gefressen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/myrtaceae\/myrtus_communis-1.jpg\" alt=\"Myrte, Myrtus communis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Myrte, <em>Myrtus communis<\/em>: Die Myrte ist hier und da in den Bergen von Naxos anzutreffen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/thymelaeaceae\/thymelaea_hirsuta-1.jpg\" alt=\"Behaarte Spatzenzunge, Thymelaea hirsuta\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Behaarte Spatzenzunge, <em>Thymelaea hirsuta<\/em>: Die Behaarte Spatzenzunge ist kommt an einigen Stellen im Westen der Insel vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/thymelaeaceae\/thymelaea_tartonraira-1.jpg\" alt=\"Silberwei\u00dfe Spatzenzunge, Thymelaea tartonraira\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Silberwei\u00dfe Spatzenzunge, <em>Thymelaea tartonraira<\/em>: Die Silberwei\u00dfe Spatzenzunge w\u00e4chst dagegen eher in den h\u00f6heren Lagen; auch sie ist auf Naxos selten.<\/small><\/p>\n<h6>4. Kletternde Phanerophyten, Lianen<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ephedraceae\/ephedra_foeminea-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Meertr\u00e4ubel, Ephedra foeminea\"><br \/>\n<small>Meertr\u00e4ubel, <em>Ephedra foeminea<\/em>: Das Meertr\u00e4ubel ist ein interessanter, urt\u00fcmlicher Nacktsamer. Es w\u00e4chst in Macchie und Hartlaubw\u00e4ldern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Efeu, Hedera helix\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/araliaceae\/hedera_helix-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Efeu, <em>Hedera helix<\/em>: Der Efeu kommt an feuchten Stellen vor; er w\u00e4chst besonders gern auf Platanen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Heilige Brombeere, Rubus sanctus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/rubus_sanctus_flower-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Heilige Brombeere, <em>Rubus sanctus<\/em>: Die Heilige Brombeere kommt vor allem in den Bergen vor, wo sie insbesondere die aufgegebenen Felder und Weinberge unaufhaltsam \u00fcberwuchert.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/smilacaceae\/smilax_aspera-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Raue Stechwinde, Smilax aspera\"><br \/>\n<small>Raue Stechwinde, <em>Smilax aspera<\/em>: Die Raue Stechwinde ist recht umempfindlich gegen Trockenheit und w\u00e4chst verstreut in den niedrigeren Lagen der Insel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/lonicera_etrusca-1.jpg\" alt=\"Etrurisches Gei\u00dfblatt, Lonicera etrusca\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Etrurisches Gei\u00dfblatt, <em>Lonicera etrusca<\/em>: Das Etrurische Gei\u00dfblatt ist vor allem in den mittleren Lagen der Insel anzutreffen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ranunculaceae\/clematis_cirrhosa-1.jpg\" alt=\"Rankende Waldrebe, Clematis cirrhosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Rankende Waldrebe, <em>Clematis cirrhosa<\/em>: Die Rankende Waldrebe kommt hier und da in den trockeneren Gegenden von Naxos vor, vor allem in Kermeseichen-W\u00e4ldchen.<\/small><\/p>\n<h6>5. Sukkulente Str\u00e4ucher<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cactaceae\/opuntia_ficus_indica-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Feigenkaktus, Opuntia ficus-indica\"><br \/>\n<small>Feigenkaktus, <em>Opuntia ficus-indica<\/em>: Der sehr anspruchslose, sukkulente Feigenkaktus ist auf Naxos eingeb\u00fcrgert worden. Seine Heimat ist Mittelamerika.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/euphorbiaceae\/euphorbia_dendroides-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Baumeuphorbie, Euphorbia dendroides\"><br \/>\n<small>Baumeuphorbie, <em>Euphorbia dendroides<\/em>: Die Baumeuphorbie ist ein niedriger, b\u00e4umchenf\u00f6rmiger Phanerophyt, der seine Bl\u00e4tter nur f\u00fcr recht kurze Zeit im Fr\u00fchjahr und fr\u00fchen Sommer beh\u00e4lt und den Rest des Jahres mithilfe seiner Stammsukkulenz \u00fcbersteht.<\/small><\/p>\n<h3>Geographische Verbreitung<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Hartlaubgeh\u00f6lze und die Str\u00e4ucher, die auf Naxos vorkommen, sind gr\u00f6\u00dftenteils Arten, die auf das Mittelmeergebiet beschr\u00e4nkt sind, so zum Beispiel die Pistazien- und Wacholder-Arten. Einige Arten sind auf der Insel eingef\u00fchrt und verwildert, etwa die Tamariske und der Feigenkaktus und der sich erst in den letzten Jahren ausbreitende Blaugr\u00fcne Tabak. Bei schon seit langem vom Menschen genutzten Arten, die auf Naxos vermutlich urspr\u00fcnglich nicht vorkamen, wie dem Johannisbrotbaum und dem Maulbeerbaum ist es Ansichtssache, ob man sie heute als einheimisch betrachten m\u00f6chte oder nicht. Manche der Phanerophyten von Naxos kommen au\u00dfer im Mittelmeergebiet auch in den \u00f6stlich angrenzenden Regionen vor, so die Morgenl\u00e4ndische Platane und die Myrte.<\/p>\n<p><big>E<\/big>ine Reihe von Baumarten von Naxos sind keine mediterranen Arten, sondern sie kommen auch im gem\u00e4\u00dfigten und sogar n\u00f6rdlichen Europa vor, so die Silberweide, die Silberpappel, die Schwarzerle, die Kleine Ulme, der Wei\u00dfdorn und der Efeu. Diese Arten wachsen heute entweder in den h\u00f6chsten Berglagen (wie auch die submediterrane Flaumeiche) oder in den Auw\u00e4ldern entlang der ganzj\u00e4hrig wasserf\u00fchrenden Fl\u00fcsse. Sie k\u00f6nnen als Relikte aus der Eiszeit betrachtet werden, als das Klima in der \u00c4g\u00e4is wesentlich k\u00fchler war und mittel- oder nordeurop\u00e4ischen Verh\u00e4ltnissen entsprach.<\/p>\n<p><big>U<\/big>nter den Baumarten gibt es kaum Endemiten, was wohl daran liegt, dass sie einen zu langen Generationszyklus besitzen, als dass es seit der Herausbildung der Flora des Mittelmeergebietes zu einer nennenswerten geographischen Aufspaltung h\u00e4tte kommen k\u00f6nnen. Eine der Arten mit dem kleinsten Verbreitungsgebiet ist der in der \u00c4g\u00e4is endemische Kreta-Ahorn.<\/p>\n<p><big>U<\/big>nter den Phanerophyten gibt es auch keine Kosmopoliten, wof\u00fcr es mehrere Gr\u00fcnde gibt: Erstens sind die gro\u00dfen und schweren Fr\u00fcchte der Baumarten f\u00fcr eine weite Verbreitung eher ungeeignet; zweiterns brauchen auch die Pflanzen mehr Platz und viel Zeit, um sich zu einem erwachsenen Baum zu entwickeln, was ihre Verschleppung und Ansiedlung in anderen Regionen eher unwahrscheinlich macht; drittens m\u00fcssen sich die Baumarten entsprechend ihrer langen Lebenszeit st\u00e4rker an ihre jeweiligen Standorte anpassen (anders als die oft kosmopolitischen kurzlebigen Annuellen).<\/p>\n<h3>Verbreitungsstrategien<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie meisten Phanerophyten produzieren st\u00e4rke- oder zuckerhaltige Fr\u00fcchte wie Eicheln, N\u00fcsse oder diverse Beeren, d.h. ihre Fr\u00fcchte werden vor allem durch Tiere verbreitet. Auf den Boden gefallene Oliven werden gern von M\u00f6wen gefressen, so dass man auf den kleinen Felseninseln, auf denen die M\u00f6wen br\u00fcten, oft Olivenkerne finden kann. Bei vielen Arten werden nicht jedes Jahr gleichviele Fr\u00fcchte produziert; den Keimlingen der gr\u00f6\u00dferen Eichenarten gelingt es oft nur in gro\u00dfen Abst\u00e4nden in besonders geeigneten Jahren, Fu\u00df zu fassen und heranzuwachsen. Die Nussfr\u00fcchte einiger Baumarten sind gefl\u00fcgelt oder gefiedert und werden durch den Wind verbreitet (Ahorn, Erle, Weide).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Frucht der Kermeseiche\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fagaceae\/quercus_coccifera_fruit-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Fr\u00fcchte der Kermeseiche<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/anacardiaceae\/pistacia_lentiscus_fruit-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Fr\u00fcchte des Mastixstrauches\"><br \/>\n<small>Die Fr\u00fcchte vieler Phanerophyten werden gern von Tieren gegessen und dadurch verbreitet, so die Fr\u00fcchte des Mastixstrauches.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oleaceae\/olea_europaea_fruit-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Fr\u00fcchte des \u00d6lbaums\"><br \/>\n<small>Die Fr\u00fcchte des \u00d6lbaums werden auf Naxos seit der Fr\u00fchen Bronzezeit zur \u00d6lgewinnung genutzt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/sapindaceae\/acer_sempervirens_fruit-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Fr\u00fcchte des Kreta-Ahorns\"><br \/>\n<small>Der Kreta-Ahorn bildet je zu zweit sitzende, leuchtend rote, gefl\u00fcgelte Fr\u00fcchte aus, die vom Wind etwas davongetragen werden.<\/small><\/p>\n<h3>Nutzung<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie wilden B\u00e4ume und Str\u00e4ucher von Naxos werden vor allem f\u00fcr ihr Holz genutzt. Auf Naxos wurden in der traditionellen Selbstversorger-Wirtschaft vor allem die stacheligen, \u00f6lhaltigen Ginster als Brennmaterial geerntet, sowohl zum Kochen als auch f\u00fcr die T\u00f6pfer\u00f6fen und die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-kalkbrennoefen\/\">Kalkbrenn\u00f6fen<\/a>. Entsprechend des hohen Bedarfs an Brennmaterial waren diese Str\u00e4ucher fr\u00fcher auf der Insel viel seltener als heute. Seit diese Selbstversorger-Wirtschaft ein Ende genommen hat, haben die Ginster sich in vielen Gegenden der Insel stark ausgebreitet, was zu einem gro\u00dfen Problem wird, da in den reinen Ginsterbest\u00e4nden nicht einmal die Ziegen Nahrung finden k\u00f6nnen, so dass sie von den Hirten regelm\u00e4\u00dfig abgebrannt werden.<\/p>\n<p><big>Z<\/big>um Heizen der H\u00e4user verwendete man dagegen das Holz gr\u00f6\u00dferer B\u00e4ume, vor allem den sowieso anfallenden Schnitt der Olivenb\u00e4ume. Auch heute noch wird viel mit Olivenholz geheizt. Aus starken Trieben des wilden Olivenbaumes fertigte man Hirtenst\u00f6cke und haltbare Stiele f\u00fcr Gartenger\u00e4te. F\u00fcr Dachkonstruktionen gab es auf Naxos nicht viele geeignete B\u00e4ume, weswegen man meist nur <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-mitatoi\/\">kleine und schmale Steinh\u00e4user<\/a> bauen konnte, die mit gro\u00dfen Steinplatten ohne Verwendung von Holz gedeckt wurden. Teilweise wurden als Dachbalken gr\u00f6\u00dferer H\u00e4user fr\u00fcher die sehr dauerhaften St\u00e4mme des damals in manchen Gebieten der Insel angeblich baumf\u00f6rmig wachsenden Kreuzdorns verwendet; ansonsten eignete sich daf\u00fcr auch der Ph\u00f6nizische Wacholder.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Olive w\u00e4chst auf Naxos in vielen Landstrichen wild und kam vermutlich auch vor der Ankunft des Menschen schon auf den Inseln vor. Jedenfalls ist sie auf Naxos schon seit der <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-kylkadenkultur\/\">Fr\u00fchen Bronzezeit<\/a> f\u00fcr die Herstellung von \u00d6l genutzt worden. Der <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-groesster-oelbaum\/\">\u00e4lteste \u00d6lbaum<\/a> auf der Insel ist vermutlich mehrere tausend Jahre alt, d.h. er k\u00f6nnte schon in der Antike gepflanzt worden sein; eine genaue Ermittlung des Alters ist aber leider unm\u00f6glich, da der urspr\u00fcngliche Stamm l\u00e4ngst verschwunden ist.<\/p>\n<p><big>I<\/big>m Mittelalter wurden Wallonen-Eichen und Flaumeichen auf Naxos angepflanzt (letztere kommt aber vermutlich auch wild vor), da ihre Rinde f\u00fcr die Gerberei und die Eicheln als Schweinefutter verwendet wurden. Der Johannisbrotbaum und die Feige sind wohl schon in der Antike auf der Insel eingef\u00fchrt worden; beide kommen auch wildwachsend, d.h. verwildert vor, allerdings nicht besonders h\u00e4ufig. Andere Arten wie die Walnuss wachsen nur in der N\u00e4he der D\u00f6rfer, also vermutlich nicht in g\u00e4nzlich wilden Best\u00e4nden. Dasselbe gilt auch f\u00fcr den Maulbeerbaum, der im Mittelalter als Futterpflanze f\u00fcr Seidenraupen eingef\u00fchrt wurde und den Feigenkaktus, der aus Amerika stammt.<\/p>\n<p><big>W<\/big>ilde Phanerophyten, deren Fr\u00fcchte oder Bl\u00e4tter genutzt werden, sind beispielsweise der Mastixstrauch, die Brombeere und der Wei\u00dfdorn.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Zweige des Kreta-Ahorns und des M\u00f6nchspfeffers wurden fr\u00fcher zum K\u00f6rbeflechten verwendet.<\/p>\n<p>n\u00e4chster Artikel: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/chamaephyten\/\">Chamaephyten (Zwergstr\u00e4ucher)<\/a><\/p>\n<p>weitere Lebensformen: <\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/geophyten\/\">Geophyten (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/hemikryptophyten\/\">Hemikryptophyten (Staudenpflanzen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/therophyten\/\">Therophyten (Einj\u00e4hrige Pflanzen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/hydrophyten\/\">Hydrophyten (Wasserpflanzen)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-lebensformenspektrum\/\">Das Lebensformenspektrum von Naxos<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-vegetation\/\">Die Vegetation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Die Flora von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/hartlaubvegetation\/\">Die Hartlaubvegetation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/waelder\/\">W\u00e4lder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/auwaelder\/\">Auw\u00e4lder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\">Macchie und Garrigue<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/phrygana\/\">Phrygana<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Phanerophyten werden mehrj\u00e4hrige Pflanzen bezeichnet, die ganzj\u00e4hrig auch in ihren oberirdischen Teilen \u00fcberleben und bei denen die Erneuerungsknospen mehr als einen halben Meter hoch liegen; es fallen also B\u00e4ume und gro\u00dfe Str\u00e4ucher sowie mehrj\u00e4hrige kletternd wachsende Arten darunter. Auf Naxos spielen entsprechend des ung\u00fcnstigen Klimas mit der langen Sommertrockenheit die B\u00e4ume eine vergleichsweise geringe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":54535,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,9,12,13],"tags":[1488,732,729,1490,1489,218,865,730,610,1487,212],"class_list":["post-5488","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-natur","category-naxos","category-pflanzen","category-vegetation","tag-baeume","tag-flora-of-naxos","tag-flora-von-naxos","tag-kletterpflanzen","tag-lianen","tag-mittelmeer-vegetation","tag-naxos","tag-pflanzen-von-naxos","tag-phanerophyten","tag-straeucher","tag-vegetationsformen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5488"}],"version-history":[{"count":72,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69431,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5488\/revisions\/69431"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54535"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}