{"id":4900,"date":"2012-01-03T23:58:17","date_gmt":"2012-01-03T21:58:17","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=4900"},"modified":"2025-01-28T21:18:38","modified_gmt":"2025-01-28T19:18:38","slug":"schwertliliengewaechse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/schwertliliengewaechse\/","title":{"rendered":"Schwertliliengew\u00e4chse, Iridaceae"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie weltweit verbreitete Familie der Schwertliliengew\u00e4chse <em>(Iridaceae)<\/em> umfasst 66 Gattungen und mehr als 2000 Arten. Die bekanntesten Gattungen sind die Schwertlilien <em>(Iris)<\/em>, die Gladiolen (Siegwurz, <em>Gladiolus)<\/em> und die Krokusse <em>(Crocus)<\/em>. Die oft sehr gro\u00dfen, farbigen und sch\u00f6nen Bl\u00fcten sind dreiteilig mit sechs Bl\u00fctenh\u00fcllbl\u00e4ttern in zwei Kreisen und nur drei Staubbl\u00e4ttern; sie sind von einer manchmal h\u00e4utigen Tragblatt-\u00e4hnlichen Scheide umh\u00fcllt. Die Pflanze ist meist ausdauernd und besitzt ein verdicktes Rhizom, Knollen oder Zwiebeln; die Bl\u00e4tter sind typischerweise schwertf\u00f6rmig. Die Fr\u00fcchte sind dreiteilige Kapseln.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommen aus der Familie der Schwertliliengew\u00e4chse vier <a href=\"https:\/\/azalas.de\/krokus\/\">Krokus-Arten<\/a> und drei <a href=\"https:\/\/azalas.de\/scheinkrokus\/\">Scheinkrokus-Arten<\/a> vor sowie die auf dieser Seite vorgestellten Arten: die Mittags-Schwertlilie und zwei Siegwurzen. Die im Mittelmeergebiet eigentlich h\u00e4ufige Gattung <em>Iris<\/em> (Schwertlilien) ist auf Naxos nicht vertreten.<\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\"><em>Moraea<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Siegwurz, <em>Gladiolus<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-einkeimblaettrige\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"A\"><em>Moraea<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Moraea<\/em> mit 200 Arten kommt im Mittelmeerraum, in S\u00fcdwestasien und in Afrika vor; die meisten Arten sind in der Kapregion heimisch. Sie sind den Schwertlilien auf den ersten Blick sehr \u00e4hnlich, besitzen aber Knollen statt Rhizome, rinnige, nicht flache Bl\u00e4tter und keine Bl\u00fctenr\u00f6hre. Charakteristisch f\u00fcr beide Gattungen ist die Gestaltung der Griffel, die drei lange, zweiteilige, bl\u00fctenblatt\u00e4hnliche Lappen bilden. Die \u00e4u\u00dferen Bl\u00fctenbl\u00e4tter sind gr\u00f6\u00dfer als die inneren.<\/p>\n<h6>Mittags-Schwertlilie, <em>Moraea (=Gynandriris) sisyrinchium<\/em>, (L.) Ker Gawl.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Mittags-Schwertlilie ist in den niedrigen Lagen der Insel an trockenen Standorten h\u00e4ufig; man findet sie verstreut in der Phrygana sowie an Weg- und Feldr\u00e4ndern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gynandriris_sisyrinchium-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Mittags-Schwertlilie, Moraea (=Gynandriris) sisyrinchium\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten der Mittags-Schwertlilien \u00f6ffnen sich erst nachmittags; abends verwelken sie wieder.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gynandriris_sisyrinchium-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Mittags-Schwertlilie, Moraea (=Gynandriris) sisyrinchium\"><br \/>\n<small>Die \u00e4u\u00dferen Bl\u00fctenbl\u00e4tter sind gro\u00df und herabgebogen; sie besitzen eine wei\u00dfe, lila gepunktete Mitte. Die inneren Bl\u00fctenh\u00fcllbl\u00e4tter sind wesentlich kleiner und stehen aufrecht; ihnen \u00e4hnlich sind die ebenfalls lila gef\u00e4rbten, langen, zweigeteilten Lappen der drei Griffel\u00e4ste.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gynandriris_sisyrinchium-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Mittags-Schwertlilie, Moraea (=Gynandriris) sisyrinchium\"><br \/>\n<small>Die bodenst\u00e4ndigen Bl\u00e4tter sind rinnig; der Bl\u00fctenschaft ist von papierartigen Deckbl\u00e4ttern umschlossen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\">Siegwurz (Gladiolen), <em>Gladiolus<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Gladiolus<\/em> kommt mit 250 Arten im Mittelmeergebiet, in S\u00fcdwestasien und in Afrika vor. Sie besitzen (oft leicht zygomorphe) Bl\u00fcten mit etwa gleich gro\u00dfen Bl\u00fctenbl\u00e4ttern. Die beiden auf Naxos vorkommenden Arten haben rosa Bl\u00fcten und sind schwer zu unterscheiden.<\/p>\n<h6>Italienische Siegwurz, <em>Gladious italicus<\/em>, Mill.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Italienische Siegwurz ist etwas h\u00e4ufiger als die folgende Art; sie w\u00e4chst vor allem auf Feldern und in Wiesen. Oft bildet sie recht gro\u00dfe Best\u00e4nde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gladiolus_italicus-2.jpg\" alt=\"Italienische Siegwurz, Gladious italicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Italienische Siegwurz kommt h\u00e4ufig in Getreidefeldern vor. Sie bildet hohe, einseitswendige Bl\u00fctenst\u00e4nde. Hier ein Exemplar auf unserem Grundst\u00fcck<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gladiolus_italicus-3.jpg\" alt=\"Italienische Siegwurz, Gladious italicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die intensiv gef\u00e4rbten Bl\u00fcten besitzen ein langes, spitzes oberes H\u00fcllblatt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gladiolus_italicus_flower-1.jpg\" alt=\"Italienische Siegwurz, Gladious italicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das beste Kennzeichen zur Unterscheidung von der \u00e4hnlichen Illyrischen Siegwurz sind die Staubbeutel, die deutlich l\u00e4nger sind als die Staubf\u00e4den.<\/small><\/p>\n<h6>Illyrische Siegwurz, <em>Gladiolus illyricus<\/em>, W.D.J. Koch<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Illyrische Siegwurz w\u00e4chst bei uns in einzelnen, verstreuten Exemplaren in der Phrygana. Wie die vorige Art kommt sie an eher trockenen Standorten vor allem in den niedrigen Lagen vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gladiolus_illyricus-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Illyrische Siegwurz, Gladiolus illyricus\"><br \/>\n<small>Die Illyrische Siegwurz ist hier und da in der Phrygana anzutreffen. Ihre Bl\u00fcten sind etwas blasser gef\u00e4rbt als die der Italienischen Siegwurz.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gladiolus_illyricus-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Illyrische Siegwurz, Gladiolus illyricus\"><br \/>\n<small>Die Hochbl\u00e4tter sind k\u00fcrzer und stumpfer als bei der vorigen Art.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/iridaceae\/gladiolus_illyricus_flower-1.jpg\" alt=\"Illyrische Siegwurz, Gladiolus illyricus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Staubbl\u00e4tter sind h\u00f6chstens ebenso lang wie die Staubf\u00e4den.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-einkeimblaettrige\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/krokus\/\">Krokus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/scheinkrokus\/\">Scheinkrokus (Romulea)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weltweit verbreitete Familie der Schwertliliengew\u00e4chse (Iridaceae) umfasst 66 Gattungen und mehr als 2000 Arten. Die bekanntesten Gattungen sind die Schwertlilien (Iris), die Gladiolen (Siegwurz, Gladiolus) und die Krokusse (Crocus). Die oft sehr gro\u00dfen, farbigen und sch\u00f6nen Bl\u00fcten sind dreiteilig mit sechs Bl\u00fctenh\u00fcllbl\u00e4ttern in zwei Kreisen und nur drei Staubbl\u00e4ttern; sie sind von einer manchmal [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":62629,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,11,9,12],"tags":[732,729,1585,865,730,1584],"class_list":["post-4900","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-flora-von-naxos","category-natur","category-naxos","category-pflanzen","tag-flora-of-naxos","tag-flora-von-naxos","tag-iridaceae","tag-naxos","tag-pflanzen-von-naxos","tag-schwertliliengewaechse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4900"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4900\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75255,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4900\/revisions\/75255"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}