{"id":440,"date":"2009-11-10T00:36:21","date_gmt":"2009-11-09T22:36:21","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=440"},"modified":"2025-06-12T20:09:25","modified_gmt":"2025-06-12T17:09:25","slug":"naxos-festung-apalirou","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/naxos-festung-apalirou\/","title":{"rendered":"Die byzantinische Festung von Apalirou"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie bedeutendste byzantinische Festung von Naxos liegt im S\u00fcdwesten der Insel zwischen der kleinen Ortschaft Sangr\u00ed und der Bucht von Agiass\u00f3s, nicht weit vom archaischen <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-demeter-tempel\/\">Demeter-Tempel<\/a>. Die gro\u00dfe Burganlage nimmt die Spitze des gut 450 m hohen Berg von Apal\u00edrou ein und \u00fcberschaut eine der gr\u00f6\u00dften Ebenen von Naxos. Der Berg und auch die Burg haben ihren Namen vom <a href=\"http:\/\/azalas.de\/kreuzdorn\/\">Kreuzdorn<\/a> (<em>Rhamnus lycioides<\/em>, gr. <em>apaliri\u00e1<\/em>) erhalten, der hier auch heute noch h\u00e4ufig zu finden ist.<\/p>\n<p><big>U<\/big>m zur Festung von Apal\u00edrou zu gelangen, f\u00e4hrt man (von der Ch\u00f3ra kommend) hinter Sangr\u00ed die Stra\u00dfe Richtung Agiass\u00f3s, also nach S\u00fcden. Nach etwa 1,5 Kilometern biegt man auf eine kleine Erdstra\u00dfe nach links ab und folgt dieser bis zu ihrem Ende. Dort kann man das Auto in der N\u00e4he eines Hofes stehen lassen und beginnt dann den Aufstieg bei einem Schild &#8222;Kastro Apal\u00edrou&#8220;, das unweit des Hauses am Fu\u00dfe des Hanges steht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_from_below-1.jpg\" alt=\"Blick auf das Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick von der Asphaltstra\u00dfe auf den Berg von Apal\u00edrou<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>er Pfad, der zur Festung hinauf f\u00fchrt, ist nicht sehr deutlich. Im Gro\u00dfen und Ganzen muss man schr\u00e4g nach rechts recht steil den Hang hinauflaufen. Am besten h\u00e4lt man sich, so gut es geht, an den deutlichsten Ziegenpfad. Es geht erst durch sch\u00fcttere Vegetation, dann durch eine lockere <a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\">Macchie<\/a> von <a href=\"http:\/\/azalas.de\/wacholder\/\">Ph\u00f6nizischem Wacholder<\/a>; an einigen Stellen stehen auch kleine Baumgruppen der <a href=\"http:\/\/azalas.de\/eichen\/\">Kermeseiche<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_view_hill-1.jpg\" alt=\"H\u00fcgel des Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der erste Teil des H\u00fcgels ist von einer lockeren Macchie vor allem aus Ph\u00f6nizischem Wacholder bewachsen.<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>uf der ersten H\u00fcgelkuppe \u00f6ffnet sich der Blick auf das \u00f6stlich gelegene, unbesiedelte Tal und auf die Spitze des Berges mit der Festung. Der Pfad verl\u00e4uft Richtung S\u00fcden \u00fcber den Sattel und dann weiter schr\u00e4g den steilen Hang des Apal\u00edrou-Berges hinauf. Auch hier ist es wichtig, auf dem deutlichsten Pfad zu bleiben, weil der steile Hang unterhalb der Festung sehr schotterig und dementsprechend rutschig ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_view_ne.jpg\" alt=\"Berge beim Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick in das \u00f6de Tal auf der \u00f6stlichen Seite des Festungs-Berges; im Hintergrund der Zeus<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_view-1.jpg\" alt=\"Blick auf das Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf dem Sattel \u00f6ffnet sich der Blick auf die Festung von Apal\u00edrou, die stolz auf dem Gipfel thront.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/from_drone\/Apalirou-Festung-01.jpg\" alt=\"die byzantinische Festung Apalirou, Naxos, Blick aus der Luft\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein Blick auf die Festung aus der Luft; vorn sieht man den runden Wehrturm. Foto: Pergialis\u00a9fotopedia.de<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/from_drone\/Apalirou-Festung-02.jpg\" alt=\"die byzantinische Festung Apalirou, Naxos, Blick von oben\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der n\u00f6rdliche Teil der Festung von oben: Man sieht die Wehranlagen mit dem Rundturm ganz links und diverse Geb\u00e4ude; oberhalb der Mitte liegt der Kirchenkomplex. Foto: Pergialis\u00a9fotopedia.de<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>er Hang unterhalb der Festung ist sehr steil und m\u00fchselig zu begehen. Er ist \u00fcbers\u00e4t von Steinschutt mit unglaublich vielen Tonscherben darin. Im Mittelalter hatten die Bewohner von Naxos wegen der vielen Piraten\u00fcberf\u00e4lle die Hafenst\u00e4dte (wie die Jahrtausende alte Siedlung in der Ch\u00f3ra) aufgegeben und sich ins gesch\u00fctzte Innere der Insel zur\u00fcckgezogen; hier in Apal\u00edrou lag damals die gr\u00f6\u00dfte Siedlung der Insel. Ihre Einwohner bewirtschafteten die weite fruchtbare Ebene unterhalb des Berges.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_slope-1.jpg\" alt=\"Blick auf das Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Mittelalter lag auf dem Berg von Apal\u00edrou unterhalb der Festung die gr\u00f6\u00dfte Siedlung der Insel. Der steile Hang ist \u00fcbers\u00e4t von Schutt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_settlement_rubble-1.jpg\" alt=\"Hang unterhalb des Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Viele Tonscherben im Schutt zeugen von der menschlichen Nutzung.<\/small><\/p>\n<p><big>Z<\/big>iemlich weit oben am Hang wendet sich der Pfad wieder zur\u00fcck und l\u00e4uft nun, nicht sehr deutlich, nach schr\u00e4g links bis zum n\u00f6rdlichen Teil der Burg, in dem die meisten Geb\u00e4udereste erhalten sind. Schon von unten kann man sehr gut die in ihrem nordwestlichen Teil weitgehend intakte, mehrere Meter hohe Wehrmauer der Festung erkennen; genau gesagt handelt es sich in diesem Bereich um zwei Mauern, die in geringem Abstand \u00fcbereinander angelegt sind. An der unteren Wehrmauer ist das Fundament eines gro\u00dfen, runden Eckturmes erhalten. Auch Spuren weiterer T\u00fcrme sollen erkennbar sein. Im Areal liegen eine ganze Reihe von Geb\u00e4uderesten und mehrere gro\u00dfe und kleine Zisternen. Eine genaue Kartierung der Burg von Apal\u00edrou ist ab dem Jahr 2010 von Arch\u00e4ologen der Universit\u00e4ten von Oslo und Newcastle durchgef\u00fchrt worden. Innerhalb der Umfassungsmauern fand man, insbesondere auf der Westseite des H\u00fcgels, eine gro\u00dfe Anzahl an Geb\u00e4uden (mindestens 75 Wohnh\u00e4user), insgesamt 40 bis 50 Zisternen, zwei Kirchenkomplexe und ein Kloster. Die H\u00e4user besa\u00dfen eine Kanalisation und waren teilweise zweist\u00f6ckig. Insgesamt handelt es sich beim Burgkomplex um die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Festung dieser Zeit auf den Kykladen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_fortifications-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Direkt oberhalb der untersten Wehrmauer liegt diese zweite Mauer, die mit Bastionen verst\u00e4rkt ist. Dahinter liegen mehrere Geb\u00e4ude.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier eine gro\u00dfe, gut erhaltene Zisterne, die aus kleinen Feldsteinen mit einem Tonnengew\u00f6lbe gebaut und innen verputzt ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_view_w.jpg\" alt=\"Blick vom Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick nach Nordwesten \u00fcber die weite, noch heute mit Getreide bebaute Ebene. Etwa in der Bildmitte liegt der Demeter-Tempel, rechts dahinter das Dorf Sangr\u00ed; im Hintergrund sind die Orte \u00c1gios Prok\u00f3pios und \u00c1gia \u00c1nna zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_view_sw.jpg\" alt=\"Blick vom Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick nach S\u00fcdwesten Richtung Kastr\u00e1ki<\/small><\/p>\n<p><big>W<\/big>enn man weiter nach oben in den nord\u00f6stlichen Bereich der Festung vordringt, st\u00f6\u00dft man auf eine ganze Reihe kleiner Zisternen, von denen mehrere direkt an der Wehrmauer liegen. Hier befindet sich auch der zweite gr\u00f6\u00dfere Geb\u00e4udekomplex mit einer Kirchenruine und einigen kleineren Geb\u00e4uden drumherum. Die doppelschiffige Kirche war dem Heiligen Georgios geweiht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-3.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Eine gut erhaltene Zisterne liegt direkt hinter der Wehrmauer.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-4.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch dieses merkw\u00fcrdige, fast runde Geb\u00e4ude war eine Zisterne.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_church-4.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Kirche\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im n\u00f6rdlichen Teil der Burganlage stehen die \u00dcberreste einer Kirche und einiger weiterer Geb\u00e4ude daneben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_church-2.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Kirche\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Kirchengeb\u00e4ude ist einigerma\u00dfen gut erhalten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_church-5.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Kirche\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier die Apsis.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_church-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Kirche\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Mauerwerk der Kirchen ist eher unsorgf\u00e4ltig ausgef\u00fchrt. F\u00fcr den Bau wurde vor allem der hier vor Ort gefundene graue Marmor verwendet. Nur f\u00fcr die Simse unterhalb des Rundbogens sind von anderswo her transportierte Schieferplatten benutzt worden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_church-3.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Kirche\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Mauerwerk sind an vielen Stellen Tonscherben eingebaut worden &#8211; ein Hinweis darauf, dass es hier schon vor der Errichtung der Kirchen im Mittelalter eine menschliche Nutzung gab.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_shard-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Viele der Tonscherben, die auf dem Festungsgel\u00e4nde herumliegen, bestehen aus schlecht gesiebtem, grobem Ton, was vermuten l\u00e4sst, dass sie schon ziemlich alt sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_slate-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An vielen Stellen findet man Schieferplatten, die mit Absicht her transportiert sein m\u00fcssen, da hier nat\u00fcrlicherweise kein Schiefer vorkommt. Sie wurden m\u00f6glicherweise als Dachziegel verwendet.<\/small><\/p>\n<p><big>N<\/big>un laufen wir den westlichen Hang entlang bis zum S\u00fcdende des Berggipfels. Auch hier stehen die Reste einiger H\u00e4user. Weiter s\u00fcdlich kann man Mauern und Fundamente ausmachen, die \u00dcberreste von weiteren Geb\u00e4uden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou-2.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An der Westseite sind viele Geb\u00e4udereste erhalten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_house-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Ruine eines Hauses<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_house-2.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>noch eine Ruine<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apaliria-1.jpg\" alt=\"Kreuzdorn auf dem Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf dem Festungsgel\u00e4nde wachsen viele Kreuzdorne, von denen der Berg seinen Namen hat: Der Kreuzdorn hei\u00dft auf griechisch <em>apaliri\u00e1<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lichens\/xanthoria_ramalina_twigs-1.jpg\" alt=\"Flechten auf dem Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In den Zweigen wachsen h\u00fcbsche Flechten: <em>Xanthoria parietina<\/em> und eine <em>Ramalina<\/em>-Art.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou-2.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick von S\u00fcden auf den Teil der Burganlage mit den meisten Geb\u00e4uderesten<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_terraces-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier liegen auch viele Mauerreste aus Steinen, die ohne M\u00f6rtel oder Verputz aufeinander geschichtet sind.<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>n der S\u00fcdspitze des Berges liegen sch\u00f6ne Felsformationen aus wei\u00dfem Marmorfels mit h\u00fcbschen, gesch\u00fctzten, jetzt schon ergr\u00fcnenden nat\u00fcrlichen Terrassen dazwischen. Auf dem Gipfel finden wir schon wieder \u00dcberreste einer Zisterne; eine weitere Zisterne ist in den Boden eingearbeitet. Man hat einen sch\u00f6nen Blick nicht nur \u00fcber die Ebene im Westen, sondern auch \u00fcber die kleine Ebene von Marath\u00f3s, die sich nach Osten in die Berge schmiegt. Im S\u00fcden sieht man in der Ferne die Bucht von Agiass\u00f3s liegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_terraces-2.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im s\u00fcdlicheren Teil der Festung liegen sch\u00f6ne, gr\u00fcne nat\u00fcrliche Terrassen in die Marmorfelsen eingebettet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-11.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am s\u00fcdlichen Ende der Festung liegt ein halb in den Boden versenktes Geb\u00e4ude. Wie am r\u00f6tlichen, tonhaltigen Verputz zu erkennen ist, handelt es sich auch hier um eine Zisterne.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-5.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>noch eine Zisterne<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_view_se.jpg\" alt=\"Blick vom Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick nach S\u00fcdosten in das Tal von Marath\u00f3s<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_view_s.jpg\" alt=\"Blick vom Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick den Bergr\u00fccken hinab nach S\u00fcden, im Hintergrund links die Bucht von Agiass\u00f3s. Auf dem H\u00fcgel rechts der Bucht wird vermutlich ein Beobachtungsturm zur \u00dcberwachung des Meeres gelegen haben.<\/small><\/p>\n<p><big>W<\/big>ir laufen an der Ostseite der Festung wieder zur\u00fcck. Kurz unter dem Kamm ist eine breite Wehrmauer erhalten. Au\u00dferhalb der Wehrmauer wachsen einige Kermeseichen, vielleicht die \u00dcberreste eines Waldes, der hier mal wuchs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_wall-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An der Ostseite zieht sich eine Wehrmauer an der Kante des Gipfels entlang.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_wall-2.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Direkt hinter der Wehrmauer wachsen kleine Kermeseichen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick auf den Geb\u00e4udekomplex mit den Kirchen.<\/small><\/p>\n<p><big>S<\/big>o kommen wir wieder zur\u00fcck zu den Kirchenruinen. Kurz vor den Geb\u00e4uden f\u00e4llt uns wieder ein Loch im Boden auf: noch ein Wasserspeicher. Au\u00dfer den oberirdisch gemauerten Zisternen hatten viele der Geb\u00e4ude der Festung auch eine eigene unterirdische Zisterne.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-7.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-8.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>W\u00e4hrend die meisten Zisternen oberirdisch errichtet sind, gibt es auch unterirdisch gearbeitete, die sich wohl urspr\u00fcnglich unter den H\u00e4usern befanden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-9.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In einer Ecke der Zisterne befindet sich ein mit Erde verstopfter Zulauf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-6.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Dach dieser Zisterne ist als Tonnengew\u00f6lbe angelegt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_cistern-10.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos, Zisterne\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Innen sind die Zisternen verputzt.<\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>n der N\u00e4he finden wir einen urspr\u00fcnglich vermutlich antiken Marmorstein, in dessen schr\u00e4ge Seiten ein dem Malteserkreuz \u00e4hnliches Kreuz eingemei\u00dfelt ist. Derartige Kreuzzeichen wurden auch in der byzantinischen Kunst schon verwendet. Ganz \u00e4hnliche Steine wie dieser sind im Museum des <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-demeter-tempel\/\">Demeter-Tempels<\/a> ausgestellt; es handelt sich um aus alten Steinen des Tempels gearbeitete obere St\u00fctzsteine der kleinen Mittels\u00e4ulen in den Fenstern der byzantinischen Basilika, in die das Tempelgeb\u00e4ude im 6. Jahrhundert n. Chr. umgewandelt wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_stone_with_cross-1.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das eingeritzte Kreuz-Zeichen auf diesem Stein ist byzantinisch. M\u00f6glicherweise stammt der Stein ehemals vom Demeter-Tempel; ganz \u00e4hnliche Steine wurden beim Bau der byzantinischen Basilika auf dem Tempelgel\u00e4nde verwendet. Mehrere derartige Steine sind im Museum auf dem Tempel-Areal ausgestellt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_stone_with_cross-2.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<h3>Naxos w\u00e4hrend der byzantinischen Epoche<\/h3>\n<p><big>A<\/big>us der byzantinischen Epoche sind von den Kykladen keine direkten schriftlichen Zeugnisse erhalten, und so sind unsere Kenntnisse beschr\u00e4nkt. Die Festung von Apal\u00edrou wurde offensichtlich von den Einwohnern der gro\u00dfen Siedlung ganz in der N\u00e4he als Fluchtburg bei Piraten\u00fcberf\u00e4llen genutzt und diente gemeinsam mit dem nahegelegenen Hafen von Agiass\u00f3s als gut gesch\u00fctzter St\u00fctzpunkt der byzantinischen Handelsflotte. Dazu ist von Bedeutung, dass die Bucht von Agiass\u00f3s kein besonders gesch\u00fctzter nat\u00fcrlicher Hafen ist; selbst auf Naxos, einer Insel mit nur wenigen Buchten, gibt es bessere H\u00e4fen. Also wurde die Anlegestelle bei Agiass\u00f3s vermutlich wegen der Existenz der gut zu verteidigenden Burg genutzt und nicht umgekehrt.<\/p>\n<details>\n<summary>Byzantinisches Reich<\/summary>\n<p>Das Byzantinische Reich entwickelte sich aus Ostrom, d.h. den \u00f6stlichen Provinzen nach der Teilung des R\u00f6mischen Reiches und bestand von 330 bis 1453 n. Chr. \u00fcber mehr als tausend Jahre. Es stellte nicht nur die politische und kulturelle Weiterf\u00fchrung des R\u00f6mischen Reiches dar, sondern bewahrte vor allem auch die antiken griechischen Traditionen, Philosophie und Wissenschaft, die sp\u00e4ter vom sp\u00e4tmittelalterlichen Europa \u00fcbernommen wurden. Das byzantinische Reich betrieb in gro\u00dfem Ma\u00dfstab Handel und besa\u00df ein straff organisiertes Staatswesen und eine gut funktionierende B\u00fcrokratie. Trotz fortw\u00e4hrender K\u00e4mpfe mit den verschiedenen Nachbarstaaten war Byzanz \u00fcber lange Zeit das m\u00e4chtigste und reichste Staatsgebilde Europas. Hauptstadt des Byzantinischen Reiches war Konstantinopel, das heutige Istanbul. W\u00e4hrend das Reich anfangs das ganze \u00f6stliche Mittelmeergebiet umfasste einschlie\u00dflich Kleinasiens, der Levante und Teilen \u00c4gyptens, verlor es nach und nach gro\u00dfe Gebiete an seine Nachbarn und wurde schlie\u00dflich etwa auf das Gebiet Griechenlands eingeschr\u00e4nkt. Byzanz spielte f\u00fcr Europa nicht nur eine entscheidende Rolle als Bewahrer des antiken Kulturgutes, sondern auch als Verteidiger der \u00f6stlichen Grenze gegen die Araber und sp\u00e4ter die T\u00fcrken. Von gro\u00dfer Bedeutung war auch die \u00dcbernahme der byzantinischen orthodoxen Religion und Kultur durch Russland und seine Nachbarstaaten. Das Ende des byzantinischen Reiches wurde eingel\u00e4utet durch die Einnahme und Zerst\u00f6rung Konstantinopels durch die vom byzantinischen Kaiser urspr\u00fcnglich zur Hilfe bei innenpolitischen Auseinandersetzungen gerufenen fr\u00e4nkischen und venezianischen Kreuzritter im Jahr 1204. Drei kleinere \u00fcberlebende Reiche in Griechenland und Kleinasien f\u00fchren die byzantinische Tradition nach der Eroberung fort; auch Konstantinopel konnte vor\u00fcbergehend wieder befreit werden, wenn auch das Reich nun zu geschw\u00e4cht war, um seine Gebiete dauerhaft halten zu k\u00f6nnen. Nach vielen Abwehrk\u00e4mpfen wurde Jahr 1451 die Hauptstadt endg\u00fcltig von den T\u00fcrken eingenommen und das byzantinische Reich nahm sein Ende.<br \/>\n<\/details>\n<p><br class=\"clear\"><\/p>\n<details>\n<summary>Piraterie<\/summary>\n<p>Die \u00e4lteste Erw\u00e4hnung von Piraterie \u00fcberhaupt stammt aus der \u00c4g\u00e4is: Die griechischen Mythen berichten, dass der Gott Dionysos bei der Insel Ikaria von tyrrhenischen Piraten entf\u00fchrt worden sei. Den antiken Geschichtsschreibern zufolge ist das Piratenwesen seit Beginn einer nennenswerten Schifffahrt ein Problem in der \u00c4g\u00e4is gewesen. Schon w\u00e4hrend der Fr\u00fchen Bronzezeit hatten allem Anschein nach die kykladischen Ansiedlungen unter Piraten\u00fcberf\u00e4llen zu leiden. W\u00e4hrend der klassischen Antike und des R\u00f6mischen Reiches gelang es den Machthabern, die Piraterie einzud\u00e4mmen. Danach lebte sie jedoch wieder auf, zun\u00e4chst etwa im 7. Jhd. n. Chr. durch arabische Schiffe. Die Araber konnten von 827 bis 961 n. Chr. die Herrschaft \u00fcber Kreta erringen, von wo aus sie Raubz\u00fcge in die \u00c4g\u00e4is unternahmen. So wird berichtet, dass arabische Piraten die Insel Naxos um 850 n. Chr. heimsuchten, und dass die Naxier den Arabern Tribut zahlten. Sp\u00e4ter trieben auch Piraten anderer Nationalit\u00e4t in der \u00c4g\u00e4is ihr Unwesen, so katholische Piraten wie vor allem Genuesen und Venezianer und schlie\u00dflich auch Griechen und T\u00fcrken. Auch w\u00e4hrend der venezianischen Periode waren Piraten\u00fcberf\u00e4lle noch an der Tagesordnung; und bis ins 19. Jhd. hinein gab es Piraten in der \u00c4g\u00e4is.<br \/>\n<\/details>\n<p><br class=\"clear\"><\/p>\n<p><big>N<\/big>ur auf wenigen Kykladeninseln gibt es byzantinische Festungen; die meisten Burgen und Kastelle sind venezianisch. Es erscheint nicht sehr wahrscheinlich, dass die gro\u00dfen byzantinischen Festungen von der lokalen Bev\u00f6lkerung zum Schutz gegen die Piraten erbaut worden seien. Obwohl die Pl\u00fcnderungen teilweise solche Ausma\u00dfe annahmen, dass manche Inseln vor\u00fcbergehend g\u00e4nzlich verlassen wurden, scheinen sich die Einheimischen zum Schutz gegen die \u00dcberf\u00e4lle haupts\u00e4chlich in die Berge zur\u00fcckgezogen und die Hafen- und K\u00fcstensiedlungen aufgegeben zu haben.<\/p>\n<h3>Die Funktion der Burg als Wachtposten, Fluchtburg und Versorgungspunkt<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Burg von Apal\u00edrou ist soweit wir wissen schon im 7. Jahrhundert angelegt worden (abgesehen davon, dass es vermutlich auf dem Berg schon eine antike Akropolis gegeben hat). Die byzantinischen Herrscher errichteten in dieser Zeit mehrere Festungen entlang des bedeutenden Seeweges von Konstantinopel nach Kreta, der \u00fcber Naxos verlief. Die st\u00e4ndige Besatzung der Festungen \u00fcberwachte das offene Meer und alarmierte bei drohender Gefahr die benachbarten Posten und eventuell in der N\u00e4he befindliche byzantinische Schiffe \u00fcber Rauch- und Feuersignale. Es gibt Berichte, dass die byzantinische Flotte sich zeitweilig zwischen den Inseln der Kykladen versteckt hielt, bis Piratenschiffe die Gegend wieder verlassen hatten.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uch als Versorgungspunkte waren die Festungen wichtig, da die byzantinischen Schiffe, um mehr Waffen transportieren zu k\u00f6nnen, nur wenig Verpflegung mitnahmen. Nachts wurden die Schiffe stets vor Anker gelegt, und die Mannschaften gingen an Land. Die Festung von Apal\u00edrou hat mit ihrem reichen Hinterland sicher vor allem als Versorgungspunkt eine Rolle gespielt. Der Ausblick auf das Meer war dagegen wesentlich schlechter; man muss davon ausgehen, dass es bei der Bucht von Agiass\u00f3s einen Wachtturm gegeben hat, der mit der byzantinischen Festung auf Ios, die eine weite Meeresfl\u00e4che \u00fcberblickte, in Sichtverbindung stand und \u00fcber Licht-, Feuer- und Rauchsignale mit ihr kommunizierte. Vermutlich bestand auch eine Verbindung zur zweiten byzantinischen Festung auf Naxos, der kleinen <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-festung-kalogeros\">Burganlage auf dem Kal\u00f3geros bei Ap\u00f3llonas<\/a> ganz im Norden der Insel, vielleicht \u00fcber eine kleine Zwischenstation auf dem Gipfel des M\u00e1vro Vo\u00fani bei K\u00f3ronos.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_view_n.jpg\" alt=\"Blick vom Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick nach Norden; links im Hintergrund der Bergzug des K\u00f3ronos mit seiner h\u00f6chsten Spitze M\u00e1vro Vo\u00fani fast in der Mitte des Bildes: Von dort aus hat man eine Sichtverbindung sowohl nach Apal\u00edrou als auch zur zweiten byzantinischen Festung bei Ap\u00f3llonas.<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>u\u00dfer ihrer Rolle als Versorgungshafen der byzantinischen Flotte diente die Festung von Apal\u00edrou sicher auch der Bev\u00f6lkerung der Umgebung, die damals die am dichtesten besiedelte Region von Naxos war, als Fluchtburg bei \u00dcberf\u00e4llen. Die Anzahl an Zisternen auf dem Festungsgel\u00e4nde beweist, dass die Burg darauf eingerichtet war, eine gro\u00dfe Bev\u00f6lkerung f\u00fcr eine lange Belagerungszeit zu beherbergen.<\/p>\n<h3>Die Zerst\u00f6rung der Burg von Apal\u00edrou<\/h3>\n<p><big>I<\/big>m Jahr 1207 (nach der blutigen und katastrophalen Einnahme Konstantinopels durch die Kreuzritter im Vierten Kreuzzug) n\u00e4herte sich der <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-venezianische-epoche\/\">Venezianer Marco Sanudo<\/a> der Insel Naxos mit dem Ziel, die Herrschaft \u00fcber die Kykladen zu erringen. Die Bev\u00f6lkerung der Gegend zog sich zusammen mit den genuesischen Piraten, in deren Hand die Insel damals war, auf die Festung von Apal\u00edrou zur\u00fcck. Der Venezianer lie\u00df nach der Landung seine Schiffe verbrennen, um seinen M\u00e4nnern die R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten zu nehmen, und nahm die Festung und damit die Insel nach mehrw\u00f6chiger Belagerung ein. Danach lie\u00df Marco Sanudo den alten Berichten zufolge die Festung schleifen, was das Ende der Burganlage von Apal\u00edrou bedeutete, und verlegte den Sitz der Hauptstadt wieder in die Ch\u00f3ra.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou-4.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Burg Apal\u00edrou war die am besten gesch\u00fctzte Festung auf Naxos. Sie konnte von den Venezianern erst nach mehrw\u00f6chiger Belagerung eingenommen werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/apalirou_fortifications-2.jpg\" alt=\"Kastro Apalirou, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Burg wurde durch ihre Eroberer geschleift, um sie endg\u00fcltig unbewohnbar zu machen. Hier sieht man Zisternen, die durch eine hineingeschlagene Bresche zerst\u00f6rt sind &#8211; eine sehr effektive Ma\u00dfnahme um die Festung unbewohnbar zu machen.<\/small><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-festung-kalogeros\/\">Die byzantinische Festung auf dem Kalogeros<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-sehenswuerdigkeiten\/\">Die Sehensw\u00fcrdigkeiten von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/festungen-und-wehrtuerme\/\">Festungen und Wehrt\u00fcrme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-geschichte\/\">Die Geschichte der Insel Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-byzantinische-epoche\/\">Das byzantinische Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-venezianische-epoche\/\">Naxos unter den Venezianern<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Byzantinisches_Reich\">Byzantinisches Reich (Wikipedia)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.antikefan.de\/kulturen\/byzanz.html\">Byzantinisches Reich (Antikefan)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ncl.ac.uk\/mccordcentre\/research\/projects\/projects\/apalirouenvironsprojectnaxos.html\">Apalirou Environs Project, Newcastle University<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.hf.uio.no\/iakh\/english\/research\/projects\/naxos\/survey\/\">The survey at Kastro Apalirou, UiO<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n<p>verwendete Literatur: Byzantinische Burgen auf den Kykladen, Hannalene Eberhard, in: Jahrbuch der \u00d6sterreichischen Byzantinistik, Band 36, Wien, 1986<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die bedeutendste byzantinische Festung von Naxos liegt im S\u00fcdwesten der Insel zwischen der kleinen Ortschaft Sangr\u00ed und der Bucht von Agiass\u00f3s, nicht weit vom archaischen Demeter-Tempel. Die gro\u00dfe Burganlage nimmt die Spitze des gut 450 m hohen Berg von Apal\u00edrou ein und \u00fcberschaut eine der gr\u00f6\u00dften Ebenen von Naxos. Der Berg und auch die Burg [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":31132,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,336,17,15,9,31,334,7],"tags":[35,43,42,881,32,872,869,34,865,880,33,47,46],"class_list":["post-440","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-byzanz","category-festungen-tuerme","category-geschichte","category-kultur","category-naxos","category-sehenswuerdigkeiten","category-venezianische-epoche","category-wandern","tag-agais","tag-apalirou","tag-byzantinische-festung","tag-byzanz","tag-ferien","tag-geschichte","tag-griechenland","tag-kykladen","tag-naxos","tag-sehenswurdigkeiten","tag-urlaub","tag-wandern-auf-naxos","tag-wanderungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=440"}],"version-history":[{"count":34,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":76427,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/440\/revisions\/76427"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}