{"id":4123,"date":"2011-10-17T16:44:21","date_gmt":"2011-10-17T13:44:21","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=4123"},"modified":"2025-02-21T21:14:23","modified_gmt":"2025-02-21T19:14:23","slug":"rosengewaechse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/rosengewaechse\/","title":{"rendered":"Rosengew\u00e4chse, Rosaceae"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Rosengew\u00e4chse sind eine gro\u00dfe, vor allem auf der Nordhalbkugel beheimatete Pflanzenfamilie (etwa 3000 Arten in 90 Gattungen, Ordnung Rosenartige), die au\u00dfer der Rose noch viele weitere bekannte Pflanzen umfassen, insbesondere zahlreiche Obstsorten. Sie wachsen als Str\u00e4ucher, B\u00e4ume oder seltener Kr\u00e4uter und besitzen meist gro\u00dfe, f\u00fcnfz\u00e4hlige, oft wei\u00dfe Bl\u00fcten. Auf Naxos kommen etwa zehn Vertreter der Rosengew\u00e4chse wild vor. Hier stelle ich bislang folgende Arten vor: die Mandelbl\u00e4ttrige Birne <em>(Pyrus spinosa)<\/em>, Webbs Mandel <em>(Prunus webbii)<\/em>, den Eingriffeligen Wei\u00dfdorn <em>(Crataegus monogyna)<\/em>, die Heilige Brombeere <em>(Rubus sanctus)<\/em>, die Dornige Bibernelle <em>(Sarcopoterium spinosum)<\/em> und den Kleinen Wiesenknopf <em>(Sanguisorba minor)<\/em> sowie den Warzigen Wiedenknopf <em>(Sanguisorba verrucosa)<\/em>.<\/p>\n<p><big>A<\/big>bgesehen von diesen wilden Vertretern werden auch zahlreiche kultivierte Rosengew\u00e4chse auf Naxos angebaut, oft in alten, lokalen Sorten: \u00c4pfel, Birnen, Quitten, Pflaumen und Zwetschgen, Sauerkirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Mandeln und Mispeln. Die besten Gegenden f\u00fcr den Obstanbau auf Naxos sind die n\u00f6rdliche Bergregion um die D\u00f6rfer Komiak\u00ed und K\u00f3ronos sowie die K\u00fcstenebene von Engar\u00e9s, von wo auch in der ersten H\u00e4lfte des vorigen Jahrhunderts schon vor allem Aprikosen in gro\u00dfen Mengen nach Athen exportiert wurden. Die lokalen Birnensorten wurden auf die wilde Mandelbl\u00e4ttrige Birne aufgepfropft. Viele der Obstb\u00e4ume stammen urspr\u00fcnglich aus Asien, aus der Gegend des Iran oder aus China, und werden oft schon seit Jahrtausenden kultiviert.<\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den Arten springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Mandelbl\u00e4ttrige Birne, <em>Pyrus spinosa<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Webbs Mandel, <em>Prunus webbii<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, <em>Crataegus monogyna<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Heilige Brombeere, <em>Rubus sanctus<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">Dornige Bibernelle, <em>Sarcopoterium spinosum<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Wiesenkn\u00f6pfe, <em>Sanguisorba<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-rosenartige\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-baeume\/\">zur Foto-\u00dcbersicht der Baumarten<\/a><\/p>\n<h6><a name=\"A\">Mandelbl\u00e4ttrige Birne, <em>Pyrus spinosa<\/em><\/a>, Forssk.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie ostmediterrane Mandelbl\u00e4ttrige Birne <em>(Pyrus spinosa<\/em> oder <em>P. amygdaliformis)<\/em> ist eine der h\u00e4ufigeren Baumarten auf Naxos: Sie kommt zwar nicht in geschlossenen Best\u00e4nden vor, sondern nur in Einzelexemplaren, ist aber in allen Lagen der Insel verbreitet und gedeiht gut. Sie ist der einzige laubabwerfende Baum, der auch in den w\u00e4rmsten Regionen in Meeresn\u00e4he vorkommt. Die Frucht der Mandelbl\u00e4ttrigen Birne ist klein und hart, wie ein Holzapfel. Die Fr\u00fcchte mancher B\u00e4ume k\u00f6nnen, wenn sie gut reif ist, bestens gegessen werden und ist sehr aromatisch &#8211; hierbei handelt es sich um eine alte gez\u00fcchtete Sorte der &#8222;Wildbirne&#8220;. Auf die Mandelbl\u00e4ttrige Birne werden auch die verschiedenen kultivierten lokalen Birnensorten aufgepropft. Die weite Verbreitung der Art auf der Insel h\u00e4ngt m\u00f6glicherweise teilweise mit dieser Nutzung zusammen; in nat\u00fcrlichen Waldbest\u00e4nden kommt sie allerdings in vielen Gegenden der Insel ebenfalls vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mandelbl\u00e4ttrige Birne, Pyrus spinosa\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/pyrus_spinosa-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Mandelbl\u00e4ttrige Birne w\u00e4chst als gro\u00dfer dorniger Strauch oder als Baum. Im Fr\u00fchling bl\u00fcht sie intensiv. Sie ist auf Naxos in vielen Gegenden h\u00e4ufig, von den niedrigsten Lagen in Meeresn\u00e4he bis zu den h\u00f6chsten Bergspitzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mandelbl\u00e4ttrige Birne, Pyrus spinosa\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/pyrus_spinosa_flower-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>bl\u00fchende Mandelbl\u00e4ttrige Birne<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mandelbl\u00e4ttrige Birne, Pyrus spinosa\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/pyrus_spinosa-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein gr\u00f6\u00dferes Exemplar im Herbst.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mandelbl\u00e4ttrige Birne, Pyrus spinosa\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/pyrus_spinosa_fruit-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Mandelbl\u00e4ttrige Birne besitzt kleine, runde Fr\u00fcchte, deren Fruchtfleisch zur Reife br\u00e4unlich und m\u00fcrbe wird. Manche Exemplare bilden Fr\u00fcchte aus, die ausreichend gro\u00df und weich werden, dass sie gegessen werden k\u00f6nnen. Diese Birnen besitzen ein intensives, sehr angenehmes Aroma.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mandelbl\u00e4ttrige Birne, Pyrus spinosa\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/pyrus_spinosa-4.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein besonders gro\u00dfes Exemplar.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\">Webbs Mandel, <em>Prunus webbii<\/em><\/a>, (Spach) Vierh.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Prunus<\/em> umfasst etwa 200 Arten, von denen viele wegen ihrer Fr\u00fcchte kultiviert werden, so die Kirsche, die Pflaume, die Aprikose, der Pfirsich und die Mandel. <em>Prunus webbii<\/em> ist im \u00f6stlichen Mittelmeergebiet verbreitet, w\u00e4hrend die Wildform des kultivierten Mandelbaumes <em>(Prunus dulcis)<\/em> in S\u00fcdwestasien vorkommt. Bei den europ\u00e4ischen Best\u00e4nden der kultivierten Mandel handelt es sich m\u00f6glicherweise teilweise um Kreuzungen beider Arten. Auf jeden Fall ist der Mandelbaum in Griechenland schon seit dem Altertum in gro\u00dfem Ma\u00dfstab angebaut worden und die Mandeln waren sehr beliebt und ein wichtiger Exportartikel. Die Mandeln dieser wilden B\u00e4ume sind allerdings sehr bitter (und giftig!).<\/p>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt Webbs Mandel bei Panormos im S\u00fcdwesten der Insel (ein paar B\u00e4ume stehen auch bei Kleid\u00f3 etwas vor P\u00e1normos). Das verstreute, kleinr\u00e4umige Vorkommen k\u00f6nnte bedeuten, dass es sich nicht um echte Wildbest\u00e4nde, sondern um die letzten Reste antiker Best\u00e4nde handelt; die Baumart ist k\u00f6nnte im Altertum auf der Insel eingeb\u00fcrgert worden sein. Die Wilde Mandel bl\u00fcht schon sehr zeitig im Fr\u00fchjahr und stand so im Altertum als Symbol f\u00fcr das Wiedererwachen der Natur nach dem Winter. In der archaischen Epoche waren die Mandeln von Naxos besonders ber\u00fchmt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Webbs Mandel, Prunus webbii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/prunus_webbii-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Webbs Mandel w\u00e4chst als Strauch oder kleiner Baum.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Webbs Mandel, Prunus webbii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/prunus_webbii_flower-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Webbs Mandel bl\u00fcht im M\u00e4rz.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Webbs Mandel, Prunus webbii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/prunus_webbii_flower-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Manche B\u00e4umchen haben kr\u00e4ftig rosa Bl\u00fcten, manche fast wei\u00dfe.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Webbs Mandel, Prunus webbii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/prunus_webbii-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00e4tter kommen erst nach der Bl\u00fcte richtig hervor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Webbs Mandel, Prunus webbii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/prunus_webbii_detail-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Webbs Mandel bildet lange Dornen aus; Fr\u00fcchte und Bl\u00e4tter sind kleiner als bei der kultivierten Mandel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Webbs Mandel, Prunus webbii\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/prunus_webbii_fruit-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die kleinen, filzig behaarten, sehr bitteren Fr\u00fcchte.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"C\">Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, <em>Crataegus monogyna<\/em><\/a>, Jacq.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung Wei\u00dfdorn <em>(Crataegus)<\/em> ist in zahlreichen Arten in der gem\u00e4\u00dfigten Zone der Nordhalbkugel verbreitet. Die exakte Artbestimmung ist schwierig, unter anderem deswegen, weil die Arten sehr stark untereinander bastardieren. Der Wei\u00dfdorn ist ein gro\u00dfer Strauch mit kleinen, tief gebuchteten Bl\u00e4ttern und wei\u00dfen Bl\u00fcten. Die Fr\u00fcchte sind kleine, rote Apfelfr\u00fcchte. Der Wei\u00dfdorn geh\u00f6rt zu den eigentlich in n\u00f6rdlicheren Regionen verbreiteten, f\u00fcr die gem\u00e4\u00dfigte Zone typischen Arten, deren Vorkommen auf Naxos eher \u00fcberraschend ist. Er kommt auf der Insel in der Bergregion vor allem um die D\u00f6rfer K\u00f3ronos und Komiak\u00ed vor und bildet dort einen wichtigen Bestandteil der nat\u00fcrlichen W\u00e4lder und Geb\u00fcsche. Auf Wei\u00dfdorn als Unterlage wird auf Naxos die kultivierte Mispel <em>(Mespilus germanica)<\/em> aufgepfropft.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Wei\u00dfdorn ist eine wichtige Heilpflanze, dessen Triebspitzen und Bl\u00e4tter f\u00fcr das Herz und seine Durchblutung sehr f\u00f6rderliche Stoffe enthalten, w\u00e4hrend sie gleichzeitig den Blutdruck regeln; sie zeigen aber keine unerw\u00fcnschten Nebenwirkungen. Die Fr\u00fcchte sind essbar, aber wenig saftig. Sie k\u00f6nnen zu Gelee verarbeitet werden und sind sehr pektinhaltig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, Crataegus monogyna\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/crataegus_monogyna-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Wei\u00dfdorn w\u00e4chst als gro\u00dfer Strauch. Er ist in der Bergregion von Naxos verbreitet und dort stellenweise h\u00e4ufig anzutreffen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, Crataegus monogyna\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/crataegus_monogyna_leaves-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00e4tter des Wei\u00dfdorns sind klein und tief gebuchtet bzw gez\u00e4hnt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, Crataegus monogyna\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/crataegus_monogyna_flower-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die wei\u00dfen Bl\u00fcten sind typische Rosaceen-Bl\u00fcten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, Crataegus monogyna\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/crataegus_monogyna-1.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eingriffeliger Wei\u00dfdorn, Crataegus monogyna\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/crataegus_monogyna_fruit-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Herbst sind die Str\u00e4ucher beladen mit kleinen, leuchtend roten Apfelfr\u00fcchten; diese sind bei V\u00f6geln wie Drosseln \u00e4u\u00dferst beliebt.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"D\">Heilige Brombeere, <em>Rubus sanctus<\/em><\/a>, Schreb.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Heilige Brombeere w\u00e4chst auf Naxos vor allem in den mittleren und h\u00f6heren Lagen. Sie ist stellenweise sehr h\u00e4ufig und sogar l\u00e4stig, weil sie beispielsweise die nicht ausreichend gepflegten Weinterrassen unerbittlich \u00fcberwuchert. Eine von Brombeeren eroberte Terrasse ist nur mit viel M\u00fche &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; wieder freizulegen. Die Fr\u00fcchte der Brombeeren auf Naxos bleiben entsprechend der Trockenheit in den meisten Gebieten relativ klein, sauer und hart.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Heilige Brombeere, Rubus sanctus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/rubus_sanctus-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Heilige Brombeere besitzt lange, sehr stachelige, \u00fcberh\u00e4ngende Triebe, die oft ein undurchdringliches Dickicht bilden. Die Bl\u00e4tter sind dreifach gefiedert mit eif\u00f6rmigen, gez\u00e4hnten Fiedern mit kleiner Spitze.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Heilige Brombeere, Rubus sanctus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/rubus_sanctus_flower-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten der Heiligen Brombeere sind rosa.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Heilige Brombeere, Rubus sanctus\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/rubus_sanctus_fruit-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Fr\u00fcchte sind meist eher klein und nicht sehr saftig.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"E\">Dornige Bibernelle, <em>Sarcopoterium spinosum<\/em><\/a>, (L.) Spach<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Dornige Bibernelle ist vielleicht der h\u00e4ufigste Zwergstrauch auf Naxos und besonders typisch f\u00fcr die Phrygana, das hei\u00dft f\u00fcr Standorte, die zu trocken sind, als dass B\u00e4ume wachsen k\u00f6nnten. Sie besitzt eine besonders charakteristische Wuchsform mit einem Dornenger\u00fcst aus Zweiglein, die je im Winkel von etwa 120\u00b0 zueinander stehen, so dass ein dichtes, kugeliges Gitter entsteht, in dessen Schutz die Bl\u00e4tter stehen. Auch viele andere Zwergstr\u00e4ucher des Mittelmeergebietes weisen diese Wuchsform auf. W\u00e4hrend der Sommertrockenheit wirft die Dornige Bibernelle ihre Bl\u00e4tter ab. Das Dornenger\u00fcst sch\u00fctzt die Pflanze nicht nur vor Fra\u00df, sondern hilft auch bei der Kondensation von Luftfeuchtigkeit. Im Innern des Strauchs entsteht eine gesch\u00fctzte Atmosph\u00e4re mit h\u00f6herer Luftfeuchtigkeit, die auch vielen anderen Pflanzen eine \u00dcberlebensm\u00f6glichkeit bietet. Au\u00dferdem finden im Innern der Dornstr\u00e4ucher auch zahlreiche Tiere Schutz und Unterschlupf. F\u00fcr den Menschen ist die Dornige Bibernelle nicht von besonderem Interesse. Die Amphoren mit dem Trinkwasser, die fr\u00fcher in einer Nische neben dem Hauseingang standen, wurden \u00fcblicherweise auf einem trockenen Strauch der Dornigen Bibernelle abgelegt, wo sie sich leicht zum Wassereinsch\u00fctten kippen lie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana mit Sarcopoterium spinosum\"><br \/>\n<small>Die Dornige Bibernelle ist wohl der h\u00e4ufigste Zwergstrauch auf Naxos und bildet in vielen Gegenden ausgedehnte Best\u00e4nde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Dornige Bibernelle bildet ein dichtes Geflecht aus spitzen Dornen aus.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum_spines-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man wie im Schutz der Dornen im Herbst die neuen Bl\u00e4tter treiben. Die Bl\u00e4tter sind gefiedert mit sehr kleinen Fiederbl\u00e4ttchen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum_flower-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Dornigen Bibernellen besitzen m\u00e4nnliche und weibliche Bl\u00fcten. Sie besitzen keine Bl\u00fctenbl\u00e4tter, sondern nur vier gr\u00fcnliche Kelchbl\u00e4tter; die m\u00e4nnlichen Bl\u00fcten, die im kleinen Bl\u00fctenstand unten stehen, tragen B\u00fcschel aus Staubbl\u00e4ttern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum_flower-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die weiblichen Bl\u00fcten sind an den kurzen, roten, fedrigen Narben zu erkennen. Die Bl\u00fcten werden durch den Wind best\u00e4ubt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum_fruit-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man wie die weiblichen Bl\u00fcten zu den roten Beeren anschwellen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum_fruit-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die dunkelroten Fr\u00fcchte werden gerne von V\u00f6geln gefressen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"F\">Wiesenkn\u00f6pfe, <em>Sanguisorba<\/em><\/a><\/h3>\n<h6>Kleiner Wiesenknopf, <em>Sanguisorba minor<\/em>, Scop.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Kleine Wiesenknopf ist ein mehrj\u00e4hriges, krautiges Rosengew\u00e4chs mit l\u00e4nglichen, gefiederten Bl\u00e4ttern und kugeligen Bl\u00fctenst\u00e4nden, deren Bl\u00fcten keine Bl\u00fctenbl\u00e4tter besitzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner Wiesenknopf, Sanguisorba minor\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sanguisorba_minor-2.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Kleine Wiesenknopf kommt verstreut auf Naxos vor; er ist ziemlich selten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner Wiesenknopf, Sanguisorba minor\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sanguisorba_minor_flower-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am kugeligen Bl\u00fctenstand sitzen die m\u00e4nnlichen Bl\u00fcten im unteren Teil und die weiblichen im oberen; die Bl\u00fcten besitzen keine Bl\u00fctenbl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner Wiesenknopf, Sanguisorba minor\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sanguisorba_minor_fruit-2.jpg\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner Wiesenknopf, Sanguisorba minor\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sanguisorba_minor_fruit-1.jpg\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Man erkennt den Kleinen Wiesenknopf an seinen Fr\u00fcchten, die scharfe Kanten und unregelm\u00e4\u00dfige Rippen besitzen.<\/small><\/p>\n<h6>Warziger Wiesenknopf, <em>Sanguisorba verrucosa<\/em>, Ces.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Warzige Wiesenknopf, manchmal nur als Unterart des Kleinen Wiesenknopfes angesehen, kommt auf Naxos wohl etwas seltener vor als der Kleine Wiesenknopf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sanguisorba_verrucosa-1.jpg\" alt=\"Warziger Wiesenknopf, Sanguisorba verrucosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Warzige Wiesenknopf ist dem Kleinen Wiesenknopf sehr \u00e4hnlich.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sanguisorba_verrucosa_flower-1.jpg\" alt=\"Warziger Wiesenknopf, Sanguisorba verrucosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Ebenso wie der Kleine Wiesenknopf tr\u00e4gt auch der Warzige Wiesenknopf seine Bl\u00fcten in kugeligen, dichten Bl\u00fctenst\u00e4nden, in denen oben weibliche, in der Mitte zwittrige und unten m\u00e4nnliche Bl\u00fcten sitzen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sanguisorba_verrucosa_fruit-1.jpg\" alt=\"Warziger Wiesenknopf, Sanguisorba verrucosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Fr\u00fcchte besitzen keine deutlichen Kanten und l\u00e4ngliche, abgerundete Warzen.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-rosenartige\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-baeume\/\">zur Foto-\u00dcbersicht der Baumarten<\/a><\/p>\n<p>siehe auch: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/brennnesselgewaechse\/\">Brennnesselgew\u00e4chse<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rosengew\u00e4chse sind eine gro\u00dfe, vor allem auf der Nordhalbkugel beheimatete Pflanzenfamilie (etwa 3000 Arten in 90 Gattungen, Ordnung Rosenartige), die au\u00dfer der Rose noch viele weitere bekannte Pflanzen umfassen, insbesondere zahlreiche Obstsorten. Sie wachsen als Str\u00e4ucher, B\u00e4ume oder seltener Kr\u00e4uter und besitzen meist gro\u00dfe, f\u00fcnfz\u00e4hlige, oft wei\u00dfe Bl\u00fcten. Auf Naxos kommen etwa zehn Vertreter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":58912,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,11,9,12],"tags":[1662,732,729,865,730,1194,1657,1536,1655,1659,1658,1656,1661,1660],"class_list":["post-4123","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-flora-von-naxos","category-natur","category-naxos","category-pflanzen","tag-brombeere","tag-flora-of-naxos","tag-flora-von-naxos","tag-naxos","tag-pflanzen-von-naxos","tag-prunus-webbii","tag-pyrus","tag-rosaceae","tag-rosengewaechse","tag-rubus-sanctus","tag-sanguisorba","tag-sarcopoterium","tag-wilde-birne","tag-wilde-mandel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4123","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4123"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4123\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75594,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4123\/revisions\/75594"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4123"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4123"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4123"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}