{"id":3998,"date":"2011-10-13T07:47:45","date_gmt":"2011-10-13T04:47:45","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=3998"},"modified":"2025-02-09T14:25:57","modified_gmt":"2025-02-09T12:25:57","slug":"sauerklee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/sauerklee\/","title":{"rendered":"Sauerklee, Oxalis"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Gattung Sauerklee <em>(Oxalis)<\/em> kommt in zahlreichen Arten vor allem in den Tropen vor. Sie geh\u00f6rt in die nur wenige, meist artenarme Gattungen umfassende Familie der Sauerkleegew\u00e4chse, die mit einigen weiteren kleinen, in den Tropen vorkommenden Familien die Ordnung der Sauerkleeartigen <em>(Oxalidales)<\/em> bildet. Nur wenige Angeh\u00f6rige dieser Ordnung sind in Europa heimisch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-schmetterlingsbluetler\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h6>Nickender Sauerklee, <em>Oxalis pes-caprae<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Nickende Sauerklee stammt urspr\u00fcnglich aus S\u00fcdafrika und ist vor etwa 200 Jahren auf Malta eingeb\u00fcrgert worden. Seitdem hat sich die Art im gesamten Mittelmeerraum ausgebreitet, so auch auf Naxos. Der Nickende Sauerklee kommt vor allem im Kulturland vor, insbesondere in Olivenhainen; dort w\u00e4chst er in den meisten Gegenden inzwischen fast fl\u00e4chendeckend. Er treibt sehr fr\u00fch im Jahr aus und bl\u00fcht vor allem im Februar und M\u00e4rz, danach macht er Platz f\u00fcr andere Pflanzen.<\/p>\n<p><big>W<\/big>as diese sehr effektive Ausbreitung angeht, so ist sie deswegen besonders bemerkenswert, weil sich der Sauerklee im Mittelmeergebiet ausschlie\u00dflich vegetativ vermehrt. Er bildet an den Wurzeln kleine Brutzwiebeln aus, mittels derer er sich schnell vermehrt und ausbreitet, insbesondere auf gepfl\u00fcgten Fl\u00e4chen. Wo der Sauerklee sich einmal angesiedelt hat, ist er praktisch nicht mehr auszurotten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_pes_caprae-2.jpg\" alt=\"Nickender Sauerklee, Oxalis pes-caprae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00e4tter des Nickenden Sauerklees sind wie Kleebl\u00e4tter dreiteilig gefiedert mit umgekehrt herzf\u00f6rmigen Teilbl\u00e4ttern. Die auff\u00e4lligen, leuchtend hellgelben Bl\u00fcten sind trichterf\u00f6rmig mit nur an der Basis verwachsenen Bl\u00fctenbl\u00e4ttern.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>er Nickende Sauerklee ist leicht giftig. Erwachsene Schafe meiden ihn, aber kleine L\u00e4mmchen k\u00f6nnen sterben, wenn sie zu viel Sauerklee fressen. Entsprechend ist die starke Ausbreitung der Pflanze ein Problem f\u00fcr Bauern und Hirten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_pes_caprae_habitat-1.jpg\" alt=\"Nickender Sauerklee, Oxalis pes-caprae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Insbesondere in den \u00d6lhainen der Traga\u00eda w\u00e4chst der aus S\u00fcdafrika im Mittelmeergebiet eingeschleppte Nickende Sauernklee an vielen Stellen fast fl\u00e4chendeckend. So sch\u00f6n das aussieht, ist es doch f\u00fcr die Bauern (und Botaniker) keine besondere Freude.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_pes_caprae-1.jpg\" alt=\"Nickender Sauerklee, Oxalis pes-caprae\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_pes_caprae_flower-1.jpg\" alt=\"Nickender Sauerklee, Oxalis pes-caprae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten des Nickenden Sauerklees werden im Mittelmeergebiet nicht befruchtet und es werden keine Fr\u00fcchte gebildet. Obwohl die Vermehrung rein vegetativ stattfindet, hat sich die Art \u00fcber das gesamte Mittelmeergebiet verbreitet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_pes_caprae_flower-2.jpg\" alt=\"Nickender Sauerklee, Oxalis pes-caprae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Seltener kommt eine gef\u00fcllte Form vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_pes_caprae_bulb-1.jpg\" alt=\"Nickender Sauerklee, Oxalis pes-caprae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man an der Wurzel die kleinen, wei\u00dfen Brutzwiebelchen, die leicht abfallen und die Art so effektiv verbreiten, dass man den Sauerklee aus einem Garten, wenn er sich einmal angesiedelt hat, kaum wieder entfernen kann.<\/small><\/p>\n<h6>Geh\u00f6rnter Sauerklee, <em>Oxalis corniculata<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Geh\u00f6rnte Sauerklee ist im Mittelmeergebiet heimisch, war aber bislang auf Naxos nicht nachgewiesen. Er kann ein- oder mehrj\u00e4hrig sein und kommt fast ausschlie\u00dflich in den D\u00f6rfern (Mon\u00ed, Ap\u00f3llonas, Ap\u00edranthos&#8230;) in den Fugen der Fu\u00dfwege vor. Er mag trockene und sonnige Standorte. Die radi\u00e4rsymmetrischen Bl\u00fcten sind leuchtend gelb und \u00f6ffnen sich nur in der Sonne.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_corniculata-2.jpg\" alt=\"Geh\u00f6rnter Sauerklee, Oxalis corniculata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Geh\u00f6rnte Sauerklee w\u00e4chst kriechend vor allem an oder auf Fu\u00dfwegen. Die Bl\u00e4tter sind oft r\u00f6tlich \u00fcberlaufen, die leuchtend gelben Bl\u00fcten sind recht klein.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_corniculata-1.jpg\" alt=\"Geh\u00f6rnter Sauerklee, Oxalis corniculata\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/oxalidaceae\/oxalis_corniculata_detail-1.jpg\" alt=\"Geh\u00f6rnter Sauerklee, Oxalis corniculata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die typischen hornf\u00f6rmigen Kapseln.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-schmetterlingsbluetler\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>siehe auch: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/klee\/\">Klee<\/a><\/p>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.flowersofchania.com\/html\/oxalis_3specs.html\">Oxalis pes-caprae in Flowers of Chania<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nickender_Sauerklee\">Wikipedia: Nickender Sauerklee<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gattung Sauerklee (Oxalis) kommt in zahlreichen Arten vor allem in den Tropen vor. Sie geh\u00f6rt in die nur wenige, meist artenarme Gattungen umfassende Familie der Sauerkleegew\u00e4chse, die mit einigen weiteren kleinen, in den Tropen vorkommenden Familien die Ordnung der Sauerkleeartigen (Oxalidales) bildet. 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