{"id":3986,"date":"2011-10-13T08:13:53","date_gmt":"2011-10-13T05:13:53","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=3986"},"modified":"2025-03-14T21:32:35","modified_gmt":"2025-03-14T19:32:35","slug":"grasskabiosen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/grasskabiosen\/","title":{"rendered":"Kardengew\u00e4chse, Dipsacoideae"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Kardengew\u00e4chse (ehemalige <em>Dipsacaceae<\/em>) werden heute als Unterfamilie zur Familie der Gei\u00dfblattgew\u00e4chse <em>(Caprifoliaceae)<\/em> gestellt (Ordnung Kardenartige, <em>Dipsacales<\/em>). Es handelt sich meist um krautige Pflanzen, die mit ihren k\u00f6pfchenartigen Bl\u00fctenst\u00e4nden auf den ersten Blick den Korbbl\u00fctlern \u00e4hnlich sehen. Die Bl\u00fcten sind zum Rand des Bl\u00fctenstandes hin oft stark vergr\u00f6\u00dfert (&#8222;strahlend&#8220;). Der Kelch vieler Arten tr\u00e4gt charakteristische Borsten; au\u00dferdem weisen die Bl\u00fcten oft noch einen mehr oder weniger h\u00e4utigen Au\u00dfenkelch auf. Zu den Kardengew\u00e4chse geh\u00f6ren unter anderem die Karden, die Skabiosen, die Grasskabiosen und die Schuppenk\u00f6pfe. Auf Naxos sind sie mit zwei Grasskabiosen, dem bisher nicht f\u00fcr die Insel nachgewiesenen Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf und einer Art der Gattung <em>Pterocephalus<\/em> vertreten.<\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den Gattungen springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Grasskabiosen, <em>Lomelosia<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Schuppenk\u00f6pfe, <em>Cephalaria<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Fl\u00fcgelk\u00f6pfe oder Felsskabiosen, <em>Pterocephalus<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-korbbluetler\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"A\">Grasskabiosen, <em>Lomelosia<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Grasskabiosen umfassen etwa 40 Arten; auf Naxos kommen zwei Arten vor.<\/p>\n<h6>Pal\u00e4stina-Grasskabiose, <em>Lomelosia brachiata<\/em>, (Sm.) Greuter &amp; Burdet<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Pal\u00e4stina-Grasskabiose bl\u00fcht gegen Ende des Fr\u00fchjahrs; sie kommt in der N\u00e4he von Moutso\u00fana verstreut in der Phrygana vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/lomelosia_brachiata-1.jpg\" alt=\"Pal\u00e4stina-Grasskabiose, Lomelosia brachiata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Grasskabiosen besitzen lange St\u00e4ngel mit nur wenigen, schmalen Bl\u00e4ttern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/lomelosia_brachiata_flower-1.jpg\" alt=\"Pal\u00e4stina-Grasskabiose, Lomelosia brachiata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Pal\u00e4stina-Grasskabiose besitzt auff\u00e4llig strahlende, unsymmetrische Randbl\u00fcten; oft sind von vier vergr\u00f6\u00dferten Randbl\u00fcten zwei gegen\u00fcberliegende noch einmal deutlich gr\u00f6\u00dfer als die anderen beiden, wodurch der Bl\u00fctenstand seine ungew\u00f6hnliche, l\u00e4ngliche Form erh\u00e4lt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/lomelosia_brachiata_detail-1.jpg\" alt=\"Pal\u00e4stina-Grasskabiose, Lomelosia brachiata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am Fruchtstand fallen die zehn langen, bewimperten Kelchborsten und der h\u00e4utige Saum des Au\u00dfenkelches auf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/lomelosia_brachiata_fruit-1.jpg\" alt=\"Pal\u00e4stina-Grasskabiose, Lomelosia brachiata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier noch einmal der charakteristische Fruchtstand.<\/small><\/p>\n<h6><em>Lomelosia divaricata<\/em>, (Jacq.) Greuter &amp; Burdet<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch diese Art kommt bei uns in der Phrygana vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/lomelosia_divaricata-2.jpg\" alt=\"Lomelosia divaricata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf den ersten Blick sieht <em>Lomelosia divaricata<\/em> der vorigen Art sehr \u00e4hnlich, kann aber an den langen H\u00fcllbl\u00e4ttern, die den Bl\u00fctenstand weit \u00fcberragen, unterschieden werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/lomelosia_divaricata_flower-1.jpg\" alt=\"Lomelosia divaricata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fctenst\u00e4nde besitzen zahlreiche kleine, rosa, am Rand nur wenig vergr\u00f6\u00dferte Bl\u00fcten mit langen, \u00fcberstehenden, dunklen Kelchborsten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/lomelosia_divaricata-1.jpg\" alt=\"Lomelosia divaricata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man am Fruchtstand die je f\u00fcnf langen, d\u00fcnnen, schwarzen, nicht behaarten Kelchborsten und den auff\u00e4lligen, breiten Au\u00dfenkelchsaum, aus dem zahlreiche Nerven als spitze Borsten austreten.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\">Schuppenk\u00f6pfe, <em>Cephalaria<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Schuppenk\u00f6pfe sind eine recht gro\u00dfe Gattung mit 65 Arten, die im Mittelmeerraum, in Asien und in Afrika vorkommen. Auf den Kykladen waren bislang keine Schuppenk\u00f6pfe nachgewiesen; der Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf w\u00e4chst jedoch an wenigen Stellen bei Potami\u00e1, Damal\u00e1s und Sangr\u00ed.<\/p>\n<h6>Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf, <em>Cephalaria transsylvanica<\/em>, (L.) Roem. &amp; Schult.<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/cephalaria_transsylvanica-1.jpg\" alt=\"Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf, Cephalaria transsylvanica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf ist eine ziemlich seltene Pflanze, die auch auf Naxos nur sehr selten vorkommt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/cephalaria_transsylvanica_detail-1.jpg\" alt=\"Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf, Cephalaria transsylvanica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sie wird gut einen Meter hoch mit langen leicht verzweigten Stielen, die die endst\u00e4ndigen Bl\u00fctenk\u00f6pfchen tragen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/cephalaria_transsylvanica_leaves-1.jpg\" alt=\"Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf, Cephalaria transsylvanica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00e4tter sitzen vor allem im unteren Bereich des St\u00e4ngels und sind gefiedert. Bei den weiter oben am St\u00e4ngel sitzenden Bl\u00e4ttern sind die Fiederbl\u00e4ttchen schmaler. Charakteristisch f\u00fcr die Art ist, dass sich die unteren Fiedern sichelf\u00f6rmig zum St\u00e4ngel hin biegen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/cephalaria_transsylvanica_flower-1.jpg\" alt=\"Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf, Cephalaria transsylvanica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bl\u00fcten sind rosa mit f\u00fcnf unten zu einer R\u00f6hre verwachsenen Kronbl\u00e4ttern. Die randst\u00e4ndigen Bl\u00fcten sind stark vergr\u00f6\u00dfert. Zwischen den Bl\u00fcten sitzen sehr schmale Spreubl\u00e4tter (hier kaum zu erkennen).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/cephalaria_transsylvanica_flower-2.jpg\" alt=\"Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf, Cephalaria transsylvanica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die H\u00fcllbl\u00e4tter des Bl\u00fctenk\u00f6pfchens sind breit dreieckig mit langer schmaler Spitze.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\">Fl\u00fcgelk\u00f6pfe oder Felsskabiosen, <em>Pterocephalus<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Pterocephalus<\/em>, manchmal als Fl\u00fcgelk\u00f6pfe oder Felsskabiosen bezeichnet, umfasst etwa 25 Arten, die im Mittelmeerraum, in Asien und in Afrika auftreten.<\/p>\n<h6><em>Pterocephalus plumosus<\/em>, (L.) Coult.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie seltene Art <em>Pterocephalus plumosus<\/em> habe ich erst ein Mal in der Gegend von Danak\u00f3s gefunden. Sie kommt auch im Nordteil der Insel verstreut an trockenen, offenen Standorten vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/pterocephalus_plumosus-1.jpg\" alt=\"Pterocephalus plumosus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Pterocephalus plumosus<\/em> besitzt einen hellblauen Bl\u00fctenkopf, der von spitzen H\u00fcllbl\u00e4ttern umrandet ist, die etwas k\u00fcrzer sind als die leicht glockigen Bl\u00fcten. Die Bl\u00e4tter sind tief fiederspaltig. Die abgebildete Pflanze ist wegen besonderer Trockenheit sehr klein geblieben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/caprifoliaceae\/pterocephalus_plumosus_flower-1.jpg\" alt=\"Pterocephalus plumosus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>hier der Bl\u00fctenkopf von der Seite<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-korbbluetler\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schuppenkopf\/\">Siebenb\u00fcrger Schuppenkopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/geissblatt\/\">Etrurisches Gei\u00dfblatt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/korbbluetler\/\">Korbbl\u00fctler<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Zur Flora von Naxos<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kardengew\u00e4chse (ehemalige Dipsacaceae) werden heute als Unterfamilie zur Familie der Gei\u00dfblattgew\u00e4chse (Caprifoliaceae) gestellt (Ordnung Kardenartige, Dipsacales). Es handelt sich meist um krautige Pflanzen, die mit ihren k\u00f6pfchenartigen Bl\u00fctenst\u00e4nden auf den ersten Blick den Korbbl\u00fctlern \u00e4hnlich sehen. Die Bl\u00fcten sind zum Rand des Bl\u00fctenstandes hin oft stark vergr\u00f6\u00dfert (&#8222;strahlend&#8220;). Der Kelch vieler Arten tr\u00e4gt charakteristische [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":56515,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,11,9,12],"tags":[1691,732,729,1689,1169,1429,1692,1690,865,730],"class_list":["post-3986","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-flora-von-naxos","category-natur","category-naxos","category-pflanzen","tag-dipsacaceae","tag-flora-of-naxos","tag-flora-von-naxos","tag-grasskabiosen","tag-kardengewaechse","tag-lomelosia","tag-lomelosia-brachyata","tag-lomelosia-divaricata","tag-naxos","tag-pflanzen-von-naxos"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3986","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3986"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3986\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75801,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3986\/revisions\/75801"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3986"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3986"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3986"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}