{"id":205,"date":"2009-05-04T00:09:30","date_gmt":"2009-05-03T21:09:30","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=205"},"modified":"2024-11-24T13:50:50","modified_gmt":"2024-11-24T11:50:50","slug":"kap-stavros","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/kap-stavros\/","title":{"rendered":"Kap Stavros bei Moutsouna"},"content":{"rendered":"<p><big>K<\/big>ap Stavros bei Moutsouna ist das einzige gr\u00f6\u00dfere Kap der Insel Naxos. Es erstreckt sich etwa anderthalb Kilometer ins Meer. Unsere Ferienh\u00e4user liegen ungef\u00e4hr zwei Kilometer n\u00f6rdlich des Kaps. Wir haben \u00fcber die Bucht von Azalas einen herrlichen Blick auf dessen Spitze, die sich leicht nach Norden wendet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/area\/view_azalas-2.jpg\" alt=\"Kap Stavros, Moutsouna, Naxos\"><br \/>\n<small>Blick von Norden auf Agios Dimitris und das Kap; rechts im Hintergrund Moutsouna<br \/>\n<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>as Wort <em>&#8222;Azalas&#8220; <\/em>(das<em> &#8222;z&#8220;<\/em> wird als weiches &#8222;s&#8220; ausgesprochen), das heute f\u00fcr die Bucht und ihre Umgebung verwendet wird, bezog sich urspr\u00fcnglich auf das Kap und leitet sich vermutlich von <em>&#8222;Zevs alievs&#8220;<\/em> oder <em>&#8222;Zas tou jialou&#8220;<\/em> ab, also &#8222;Zeus der Fischer&#8220; bzw. &#8222;Zeus des Strandes&#8220;. Diese Bezeichnung l\u00e4sst vermuten, dass im Altertum das so eindr\u00fcckliche Kap ebenso wie der h\u00f6chste Berg der Insel dem G\u00f6ttervater Zeus (neugriechisch <em>&#8222;Zas&#8220;<\/em>) geweiht war.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie vorderste Spitze des Kaps ist dreigespalten. Die beiden dicken, freistehenden Felss\u00e4ulen sind mit dem Rest \u00fcber einen niedrigen, schmalen Kiesstrand verbunden. Vor einigen Jahrzehnten gab es diesen Strand noch nicht und man konnte mit einem Boot zwischen den Felsen hindurchfahren. Der h\u00f6chste Punkt des Kaps mit 60 Metern liegt nah an der Spitze.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN1515-1_450.jpg\" alt=\"Kap Stavros, Moutsouna, Naxos\"><\/p>\n<p><big>G<\/big>eologisch unterscheidet sich Kap Stavros deutlich von seiner Umgebung. Es besteht aus jungen, noch weitgehend unverfestigten Flusssedimenten aus sehr unterschiedlichem, feinerem und gr\u00f6berem Material: Verbackene Erde, Sand, Kiesel und auch gr\u00f6\u00dfere Steine und Felsbrocken liegen unregelm\u00e4\u00dfig \u00fcbereinander geschichtet. Die etwa horizontalen Schichten sind an vielen Stellen durch Br\u00fcche gegeneinander verschoben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN4944-1_450.jpg\" alt=\"Kap Stavros, Moutsouna, Naxos\"><\/p>\n<p><big>U<\/big>m das Kap herum liegen im Meer gro\u00dfe abgebrochene Brocken: Das Material ist instabil. In den sechziger Jahren hat mein Schwiegervater es erlebt, wie ein gro\u00dfes St\u00fcck von der vordersten Spitze unter lautem Get\u00f6se und Entstehung einer riesigen Staubwolke abgebrochen ist. An der n\u00f6rdlichen Seite gibt es eine H\u00f6hlung, in die man mit dem Boot hineinfahren kann &#8211; wenn man sich traut!<\/p>\n<p><big>U<\/big>m auf das Kap zu gelangen, l\u00e4uft oder f\u00e4hrt man von unseren H\u00e4usern aus die Erdstra\u00dfe Richtung Moutsouna bis zur Bucht von Azalas (etwa eine Viertelstunde zu Fu\u00df). Dort biegt man in den Fahrweg ein, der entlang des (trockenen) Flusslaufes bis fast zum Strand f\u00fchrt; das letzte St\u00fcck muss man durch das Flussbett laufen. Hier kann es im Winter matschig sein, dann muss man \u00fcber die nebenan liegende Wiese klettern. Man kommt etwa in der Mitte des Strandes aus, den man nun bis zu seinem s\u00fcdlichen Ende entlang l\u00e4uft, wo ein Pfad auf das Kap f\u00fchrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2004-1_450.jpg\" alt=\"Der Strand von Azalas, Moutsouna, Naxos\"><\/p>\n<p><big>D<\/big>er Strand von Azalas besteht aus Steinen und Kieseln. Wir finden kaum Schnecken, aber an den h\u00fcbschen, runden, vielfarbigen Kieseln (vor allem Marmor und halb durchscheinender Calcit) kann sich das Auge kaum sattsehen.<\/p>\n<p><big>B<\/big>eim Betrachten der Steine am Strand f\u00e4llt uns auf, dass viele der Steine L\u00f6cher oder Poren aufweisen. Bei genauerer Untersuchung stellen wir fest, dass diese L\u00f6cher ganz verschiedene Urspr\u00fcnge haben. Zun\u00e4chst einmal gibt es, wie auch bei uns an den Str\u00e4nden, viele Marmorsteine mit kleinen oder gr\u00f6\u00dferen L\u00f6chern, die vom <a href=\"http:\/\/azalas.de\/im-stein-bohrende-lebewesen\/\">Bohrschwamm<\/a> stammen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2675-1_450.jpg\" alt=\"Stein mit L\u00f6chern vom Bohrschwamm\"><br \/>\n<small>Stein mit L\u00f6chern vom Bohrschwamm<\/small><\/p>\n<p><big>S<\/big>tellenweise finden wir durchl\u00f6cherte, schwere, graue Brocken, bei denen es sich um Bruchst\u00fccke des <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-kalkalgentrottoir\/\">Kalkalgentrottoirs<\/a> handelt. Hier haben wir es also mit von Lebewesen abgelagertem Kalk zu tun: vor allem den \u00dcberresten von verkalkten Algen (Kalkrotalgen), teilweise mit Skeletten und Schalen von R\u00f6hrenschnecken-Geh\u00e4usen, R\u00f6hrenw\u00fcrmern oder Moostierchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2600-1_450.jpg\" alt=\"Kalkalgentrottoir-Brocken\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2610-1_450.jpg\" alt=\"Kalkalgentrottoir-Brocken\"><br \/>\n<small>von krustigen Rotalgen gebildete Kalkbrocken mit \u00dcberresten von R\u00f6hrenschnecken und Moostierchen<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>m s\u00fcdlichen Ende des Strandes gibt es ein St\u00fcck oberhalb der Wasserlinie viel angewehten Sand, der sich ein ganzes St\u00fcck landeinw\u00e4rts zieht, ohne dass sich jedoch echte D\u00fcnen bilden. Hier finden wir por\u00f6se Steine einer weiteren Art: Bimssteine. Die Bimssteine liegen teilweise in Ablagerungen im Strandwall, aus denen sie nun allm\u00e4hlich wieder freigesp\u00fclt werden. Bimsstein bildet sich bei Vulkaneruptionen, wenn herausgeschleudertes Lavamaterial in der Luft blitzartig erstarrt, so dass das bei der Abk\u00fchlung entstehende Gas nicht entweichen kann und das Gestein blasig wird. Der Bimsstein in der \u00c4g\u00e4is stammt gr\u00f6\u00dftenteils vom gro\u00dfen <a href=\"http:\/\/azalas.de\/santorin-vulkan\/\">Vulkanausbruch in Santorin<\/a> etwa 1600 vor Christus, bei dem etwa zwei Kubikkilometer Bimsstein ausgeworfen wurden; eine zweite Eruption, bei der sich viel Bimsstein bildete, erfolgte 1650 nach Christus. Bimsstein ist sehr leicht und schwimmt auf dem Wasser. Die bei den erw\u00e4hnten Eruptionen des Vulkans in Santorin gebildeten Mengen an Bimsstein waren so gro\u00df, dass die \u00c4g\u00e4is \u00fcber gro\u00dfe Fl\u00e4chen vollst\u00e4ndig damit bedeckt gewesen sein muss. An fast allen Str\u00e4nden der \u00c4g\u00e4isinseln kann man heute noch Bimssteine finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2615-1_450.jpg\" alt=\"Bimsstein\"><br \/>\n<small>Bimsstein<\/small><\/p>\n<p><big>V<\/big>om s\u00fcdlichen Ende des Strandes aus klettern wir \u00fcber den kleinen Pfad auf das Kap hinauf. Es ist heute zwar etwas diesig, aber trotzdem ist der Blick auf die umliegende Ebene und die H\u00fcgel und Berge von Naxos dahinter herrlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2013-1_450.jpg\" alt=\"Blick vom Kap Stavros\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2012-1_450.jpg\" alt=\"Blick vom Kap Stavros\"><\/p>\n<p><big>A<\/big>uf der Hochfl\u00e4che des Kaps w\u00e4chst Wacholder, und zwar sowohl der auf Naxos weitverbreitete Ph\u00f6nizische Wacholder <em>(Juniperus phoenicea)<\/em> als auch der seltenere Gro\u00dffr\u00fcchtige Stechwacholder <em>(Juniperus oxycedrus ssp. macrocarpa)<\/em>, der nur in direkter Meeresn\u00e4he meist auf Flugsand und D\u00fcnen vorkommt. Wacholder geh\u00f6rt zu den Pflanzen, die sich durch ihre ungenie\u00dfbaren Inhaltsstoffe vor Fra\u00df sch\u00fctzen: Beide Arten werden kaum von den Ziegen gefressen. Der Stechwacholder ist au\u00dferdem unangenehm stachelig!In der Wacholder-Macchie wachsen auch die meisten der h\u00e4ufigeren Zwergstr\u00e4ucher sowie der Mastixstrauch <em>(Pistacia lentiscus)<\/em>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cupressaceae\/juniperus_phoenicea_macquis-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ph\u00f6nizischer Wacholder, Juniperus phoenicea\"><br \/>\n<small>Ph\u00f6nizischer Wacholder<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cupressaceae\/juniperus_macrocarpa-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dffr\u00fcchtiger Wacholder, Juniperus macrocarpa\"><br \/>\n<small>Gro\u00dffr\u00fcchtiger Stechwacholder<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Str\u00e4ucher und B\u00e4ume haben hier oben auf dem Kap nicht nur mit den Ziegen und dem unfruchtbaren, trockenen Boden zu k\u00e4mpfen, sondern vor allem mit dem Nordwind. Alle Str\u00e4ucher sind zu Boden gedr\u00fcckt und wachsen Richtung S\u00fcden, w\u00e4hrend auf der anderen Seite die Wurzeln vom Wind freigeblasen werden. Auch uns macht der k\u00fchle Wind zu schaffen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cupressaceae\/juniperus_phoenicea-6.jpg\" border=\"0\" alt=\"Ph\u00f6nizischer Wacholder, Juniperus phoenicea\"><br \/>\n<small>Die Str\u00e4ucher (Ph\u00f6nizischer Wacholder) sind vom Wind nach S\u00fcden gebeugt und die Wurzeln oft weitgehend freigelegt.<\/small><\/p>\n<p><big>E<\/big>ine Ginster-Art, <em>Anthyllis hermanniae<\/em>, zeigt die ersten ihrer kleinen, gelben Bl\u00fcten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/anthyllis_hermanniae-2.jpg\" alt=\"Anthyllis hermanniae\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/anthyllis_hermanniae_detail-2.jpg\" alt=\"Anthyllis hermanniae\"><br \/>\n<small><em>Anthyllis hermanniae<\/em><\/small><\/p>\n<p><big>Z<\/big>wischen den Str\u00e4uchern wachsen auf dem kargen Boden ein kleiner gelber Mauerpfeffer (vermutlich <em>Sedum litoreum<\/em>) sowie die ebenfalls gelbe niedrige Asteracee <em>Anthemis rigida<\/em> und der h\u00fcbsche Schmetterlingsbl\u00fctler <em>Hedysarum spinoissimum<\/em> mit seinen charakteristischen Fr\u00fcchten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/crassulaceae\/sedum_litoreum_habitat-1.jpg\" alt=\"Strand-Mauerpfeffer, Sedum litoreum\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Sedum litoreum<\/em><\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/anthemis_rigida-1.jpg\" alt=\"Steife Hundskamille, Anthemis rigida\"><br \/>\n<small>Steife Hundskamille, <em>Anthemis rigida<\/em><\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/sulla_spinosissima-1.jpg\" alt=\"Dorniger S\u00fc\u00dfklee, Sulla spinoissima\"><br \/>\n<small>Dorniger S\u00fc\u00dfklee, <em>Sulla spinoissima<\/em><\/small><\/p>\n<p><big>E<\/big>twa auf der H\u00e4lfte des Weges kommen wir in die N\u00e4he der steilen Abbruchkante, und der Blick auf die Steilw\u00e4nde wird frei. Hier bildet das Kap eine gr\u00f6\u00dfere Bucht. Es ist jedoch nicht ratsam, sich bis nah an die Kante zu wagen, da diese an vielen Stellen ein ganzes St\u00fcck \u00fcbersteht und das Material locker ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2065-2_450.jpg\" alt=\"Kap Stavros\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2066-2_450.jpg\" alt=\"Kap Stavros\"><\/p>\n<p><big>W<\/big>ir h\u00f6ren und sehen Mauersegler und auch einige Alpensegler; beide Arten br\u00fcten am Kap. Sonst sind keine bemerkenswerten V\u00f6gel unterwegs. Vor einigen Jahren br\u00fctete ein Wanderfalke an der vordersten Spitze des Kaps; aber dieses Jahr habe ich ihn noch nicht gesehen.<\/p>\n<p><big>N<\/big>un geht es einen kargen Schotterhang aufw\u00e4rts auf das vordere Teilst\u00fcck des Kaps. Hier finden wir eine Zwergstrauch-Art <em>(Teucrium brevifolium)<\/em>, die ich bislang noch nicht bl\u00fchend gesehen habe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/teucrium_brevifolium-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kurzbl\u00e4ttriger Gamander, Teucrium brevifolium\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/teucrium_brevifolium-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Kurzbl\u00e4ttriger Gamander, Teucrium brevifolium\"><br \/>\n<small>Kurzbl\u00e4ttriger Gamander, <em>Teucrium brevifolium<\/em><\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2126-1_450.jpg\" alt=\"auf Kap Stavros\"><\/p>\n<p><big>A<\/big>uf dem Grat herrscht besonders starker Wind und die wenigen niedrigen Ginster, Mastixstr\u00e4ucher und Heidestr\u00e4ucher, die hier gedeihen, sind vom Wind eng an den Boden gedr\u00fcckt. Bei starkem Sturm k\u00f6nnen im Winter die Wellen bis \u00fcber die H\u00e4lfte der etwa 30 Meter hohen Steilwand des Kaps hinaufschlagen, und die Gischt wird hier oben \u00fcber die Kante geweht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN3909-1_450.jpg\" alt=\"Kap Stavros im Winter Sturm\"><br \/>\n<small>Im Winter wird bei Sturm die Gischt \u00fcber die Abbruchkante geweht.<\/small><\/p>\n<p><big>T<\/big>rotz dieser widrigen Bedingungen sto\u00dfen wir auf dem windzugewandten oberen Abhang auf eine Art Wiese, die zu dieser Jahreszeit (Ende April) \u00fcbers\u00e4t ist von Blumen verschiedener Arten (vor allem die kleine rosa Nelke <em>Silene colorata<\/em>, der wei\u00dfe Doldenbl\u00fctler <em>Tordylium apulum<\/em> und der gelbe Bockshornklee <em>Trigonella balansae<\/em>).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2132-1_450.jpg\" alt=\"auf Kap Stavros\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/therophytes_cape_stavros-1.jpg\" alt=\"Silene colorata, Tordylium apulum, Trigonella balansae\"><br \/>\n<small><em>Silene colorata, Tordylium apulum, Trigonella balansae<\/em><\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>m Gestr\u00fcpp w\u00e4chst die Aleppo-Raute <em>(Ruta chalepensis)<\/em> mit h\u00fcbschen, fransigen Bl\u00fcten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rutaceae\/ruta_chalepensis_flower-1.jpg\" alt=\"Aleppo-Raute oder Gefranste Raute, Ruta chalepensis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Aleppo-Raute oder Gefranste Raute, <em>Ruta chalepensis<\/em><\/small><\/p>\n<p><big>U<\/big>m die Vermessungss\u00e4ule herum finde ich eine ganze Reihe von Schmetterlingsbl\u00fctlern <em>(Ononis reclinata, Trifolium scabrum, Medicago minima, Lotus peregrinus, Hippocrepis ciliata, Scorpiurus muricatus)<\/em>. Manche haben noch keine Fr\u00fcchte, was die Bestimmung erschwert. Erst in der Nahaufnahme kommt die Sch\u00f6nheit der kleinen Arten so richtig zum Vorschein. Wo schon Fr\u00fcchte da sind, haben sie, wie oft bei den Schmetterlingsbl\u00fctlern, die verr\u00fccktesten Formen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/ononis_reclinata_detail-1.jpg\" alt=\"Ononis reclinata\"><br \/>\n<small><em>Ononis reclinata<\/em><\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/trifolium_scabrum-1.jpg\" alt=\"Trifolium scabrum\"><br \/>\n<small><em>Trifolium scabrum<\/em><\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/medicago_minima-1.jpg\" alt=\"Medicago minima\"><br \/>\n<small><em>Medicago minima<\/em><\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/hippocrepis_ciliata-1.jpg\" alt=\"Hippocrepis ciliata\"><br \/>\n<small><em>Hippocrepis ciliata<\/em><\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/scorpiurus_muricatus_detail-2.jpg\" alt=\"Scorpiurus muricatus\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/scorpiurus_muricatus_detail-3.jpg\" alt=\"Scorpiurus muricatus\"><br \/>\n<small><em>Scorpiurus muricatus<\/em><\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/\/fabaceae\/lotus_peregrinus-4.jpg\" alt=\"Lotus peregrinus\"><br \/>\n<small><em>Lotus peregrinus<\/em><\/small><\/p>\n<p><big>N<\/big>ach S\u00fcden streift der Blick den steilen, kahlen Schotterhang hinab zu einer kleinen Bucht; auch am S\u00fcdhang gedeihen einzelne Stechwacholder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2205-1_450.jpg\" alt=\"auf Kap Stavros\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cupressaceae\/juniperus_macrocarpa-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gro\u00dffr\u00fcchtiger Wacholder, Juniperus macrocarpa\"><br \/>\n<small>Stechwacholder <em>(Juniperus macrocarpa)<\/em><\/small><\/p>\n<p><big>S<\/big>chlie\u00dflich machen wir uns wieder an den Abstieg, und klettern der sich allm\u00e4hlich zum Horizont neigenden Sonne entgegen \u00fcber die kleinen Pfade zum Strand zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN2136-1_450.jpg\" alt=\"auf Kap Stavros\"><\/p>\n<p>n\u00e4chster Artikel: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/botanischer-spaziergang-in-azalas\/\">Ein fr\u00fchsommerlicher botanischer Spaziergang in Azalas<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/aktivitaeten\/\">Aktivit\u00e4ten auf Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/was-tun\/\">Was tun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/haeuser\/\">Die H\u00e4user<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>weiter: <a href=\"https:\/\/azalas.de\/umgebung\/\">Die Umgebung<\/a><\/p>\n<p>siehe auch: <\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/panorama\/\">Rundblick von Kap Stavros<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/zistrosen-auf-dem-kap\/\">Zistrosen auf Kap Stavros<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/flora-von-naxos\/\">Die Flora von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/naxos-moutsouna\/\">Moutsouna &#8211; ein Hafenort mit Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/im-stein-bohrende-lebewesen\/\">Im Stein bohrende Lebewesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-kalkalgentrottoir\/\">Das Kalkalgentrottoir<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/santorin-vulkan\/\">Vulkanausbruch in Santorin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/azalas.de\/wanderungen-und-spaziergaenge\/\">Wanderungen und Spazierg\u00e4nge<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kap Stavros bei Moutsouna ist das einzige gr\u00f6\u00dfere Kap der Insel Naxos. Es erstreckt sich etwa anderthalb Kilometer ins Meer. Unsere Ferienh\u00e4user liegen ungef\u00e4hr zwei Kilometer n\u00f6rdlich des Kaps. 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