{"id":199,"date":"2009-04-22T22:29:00","date_gmt":"2009-04-22T19:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=199"},"modified":"2026-01-10T22:16:33","modified_gmt":"2026-01-10T20:16:33","slug":"infralitoral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/infralitoral\/","title":{"rendered":"Das Infralitoral"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>as Infralitoral beginnt an der unteren Wasserlinie, das hei\u00dft es umfasst den st\u00e4ndig untergetauchten Bereich des k\u00fcstennahen Benthals. Nach unten reicht bis zu der Tiefe, ab der lichtliebende Arten wie das Seegras und viele Algenarten nicht mehr gedeihen k\u00f6nnen. Entsprechend seiner gro\u00dfen Ausdehnung und der Tatsache, dass die Organismen hier keinem Trockenfallen ausgesetzt sind, ist das Infralitoral viel artenreicher als die dar\u00fcber gelegenen Zonen. Das Infralitoral ist, was die Umweltbedingungen betrifft, ein viel einheitlicherer und stabilerer Lebensraum als das Supra- und Eulitoral, insbesondere was den Wasserraum betrifft. Der Meeresboden bietet jedoch je nach Untergrund sehr verschiedene Lebensbedingungen, so dass das Benthal von sehr unterschiedlichen Organismen bewohnt wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/underwater_makares-8.jpg\" alt=\"Infralitoral\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Als Infralitoral bezeichnet man den Meeresbereich ab der unteren Wasserlinie (d.h. den nie trockenfallenden Bereich) bis zu der Tiefe, in der noch ausreichend Licht f\u00fcr die meisten Pflanzen zur Verf\u00fcgung steht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/underwater_makares-4.jpg\" alt=\"mit Algen bewachsene Felsen im Infralitoral\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die k\u00fcstennahen Felsen im Infralitoral sind meist dicht mit Algen und sessilen Tieren bewachsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/underwater-2.jpg\" alt=\"Infralitoral\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Au\u00dferdem leben im Infralitoral zahlreiche frei schwimmende Tiere, vor allem viele Fische.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Algen- und Seegrasbest\u00e4nde des Meeresbodens sowie auch die planktonischen Algen des Wasserraumes sind von ganz entscheidender Bedeutung nicht nur f\u00fcr das \u00d6kosystem Meer, sondern f\u00fcr den ganzen Planeten: Sie produzieren beispielsweise die H\u00e4lfte des Sauerstoffs der Atmosph\u00e4re und ihre Produktivit\u00e4t kann die eines Regenwaldes erreichen. Die Algeng\u00e4rten des Mittelmeeres sind wesentlich \u00e4rmer und weniger produktiv als die riesigen Algen- und Tangw\u00e4lder der poln\u00e4heren, kalten und n\u00e4hrstoffreichen Ozeane. Trotzdem spielen auch sie eine ganz entscheidende Rolle im \u00d6kosystem und bieten zahlreichen tierischen Organismen Versteck, Nahrung und Lebensraum: Es ist ganz erstaunlich, was alles <a href=\"http:\/\/azalas.de\/in-den-algen\/\">in den Algen lebt<\/a>. Den Artenreichtum der Algenbest\u00e4nde und der Seegraswiesen kann man nur dann erahnen, wenn man die darin lebenden Organismen mit einem Kescher herausfischt, da viele Arten so gut getarnt sind, dass sie anders kaum zu entdecken sind.<\/p>\n<h3>1. Felsboden<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Felsen im Infralitoral sind oft dicht von unz\u00e4hligen Organismen bewachsen, jedenfalls in de k\u00fcstennahen Bereichen. In Tiefen, die nicht mehr direkt vom Wellengang beeinflusst werden, k\u00f6nnen Algen und sessile Tiere bis auf wenige Arten nur an mehr oder weniger geneigten oder senkrechten (oder nat\u00fcrlich \u00fcberh\u00e4ngenden) Felsw\u00e4nden wachsen; die waagerecht liegenden Fl\u00e4chen sind den st\u00e4ndig im Meer absinkenden Feinsedimenten ausgesetzt, die dauerhaften Bewuchs erschweren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/infralitoral-6.jpg\" alt=\"Infralitoral, artenreiche Algenbest\u00e4nde\" border=\"0\"><br \/>\n<small>artenreiche Algenbest\u00e4nde auf gut belichteten Felsen nahe der Wasseroberfl\u00e4che<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/infralitoral-7.jpg\" alt=\"\u00fcberh\u00e4ngende, dicht bewachsene Felsen im Meer\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An senkrechten und \u00fcberh\u00e4ngenden Felsen k\u00f6nnen auch bei weniger gutem Lichtangebot oft dichte Best\u00e4nde an Algen und sessilen Tieren gedeihen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/infralitoral-3.jpg\" alt=\"Sedimentation im Meer\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In etwas gr\u00f6\u00dferer Tiefe l\u00e4sst der Bewuchs meist deutlich nach, vor allem wegen der geringeren Wasserbewegung durch die Wellen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/infralitoral-4.jpg\" alt=\"Wurmalge auf zusedimentierendem Meeresboden\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Waagerechte Felsfl\u00e4chen werden durch die st\u00e4ndige Sedimentation zugesch\u00fcttet, mit der nur wenige Algen wie einige \u00c4hrentange und die Wurmalge zurechtkommen.<\/small><\/p>\n<h6>1.1. Schiefer<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Schiefer sind <a href=\"http:\/\/azalas.de\/braunalgen\/\">Braunalgen<\/a> wie der \u00c4hrentang (<em>Cystoseira<\/em> spec.), die Trichteralge (<em>Padina pavonina<\/em>) und die Gabelzunge (<em>Dictyota dichotoma<\/em>) besonders typisch, aber auch manche Rotalgen wie das feine Korallenmoos <em>(Jania rubens)<\/em>. Hier wirken die Algenbest\u00e4nde entsprechend der geringeren Artenzahl oft ein wenig eint\u00f6nig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/algae-4.jpg\" alt=\"Infralitoral\"><br \/>\n<small>Algenbest\u00e4nde im Infralitoral: auf Schiefer \u00fcberwiegen \u00c4hrentang und Trichteralge<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/infralitoral-1.jpg\" alt=\"Cystoseira\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die gro\u00dfen \u00c4hrentang-Arten sind oft von zahlreichen kleineren epiphytischen Algen bewachsen; sie bieten einen Lebensraum f\u00fcr unz\u00e4hlige kleine Tiere.<\/small><\/p>\n<h6>1.2. Marmor<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Marmor wachsen dagegen in K\u00fcstenn\u00e4he besonders artenreiche Algenbest\u00e4nde, die vor allem aus strauchigen, <a href=\"http:\/\/azalas.de\/rotalgen\/\">nicht verkalkten Rotalgen<\/a> sowie aus <a href=\"http:\/\/azalas.de\/kalkrotalgen\/\">Kalk-Rotalgen<\/a> bestehen. Je nach Standortfaktoren wie Wellenexposition und Lichtangebot \u00fcberwiegen jeweils andere Arten. Viele der Algenarten kommen auch in den unteren Bereichen des <a href=\"http:\/\/azalas.de\/mesolitoral\/\">Eulitorals<\/a> vor. (Die auf die tieferen Regionen beschr\u00e4nkten Arten kann ich hier leider nicht vorstellen, da ich praktisch nur von Land aus fotografiere.)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/algae-10.jpg\" alt=\"Infralitoral\"><br \/>\n<small>artenreiche Best\u00e4nde auf Marmorfels in den obersten Regionen des Infralitorals<\/small><\/p>\n<h3>Tiere auf Felsb\u00f6den<\/h3>\n<p><big>B<\/big>esonders viel Spa\u00df macht es die unz\u00e4hligen <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Tierarten<\/a>, die im Infralitoral vorkommen, zu entdecken. Vor allem an den weniger dicht von Algen bewachsenen Stellen kann man interessante Tiere finden. Besonders auff\u00e4llig und charakteristisch sind die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/schwaemme\/\">Schw\u00e4mme<\/a>, die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seeigel\/\">Seeigel<\/a> und <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seesterne\/\">Seesterne<\/a> sowie zahlreiche <a href=\"http:\/\/azalas.de\/fische\/\">Fischarten<\/a> wie die S\u00e4gebarsche, Ringelbrassen, Gelbstriemen, Goldstriemen, M\u00f6nchsfische, Meer\u00e4schen, verschiedene Lippfische, die farbenpr\u00e4chtigen Arten Meerjunker und Meerpfau und verschiedene <a href=\"https:\/\/azalas.de\/schleimfische-und-grundeln\/\">Grundel- und Schleimfisch-Arten<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/arbacia_lixula-2.jpg\" alt=\"Schwarze Seeigel, Arbacia lixula\"><br \/>\n<small>Schwarze Seeigel im flachen Wasser<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/fish\/brassen-3.jpg\" alt=\"Brassen\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diverse Brassenarten suchen in einem gemischten Schwarm ihre Nahrung im Algenbewuchs der Felsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sponges\/scalarispongia_scalaris-1.jpg\" alt=\"Schwamm\"><br \/>\n<small>Oft wachsen gro\u00dfe Schw\u00e4mme auf dem Felsenboden.<\/small><\/p>\n<p><big>U<\/big>nauff\u00e4lliger, aber ebenfalls charakteristisch sind Arten wie die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seeanemonen\/\">Siebanemone<\/a> <em>(Aiptasia mutabilis)<\/em>, die kleine <a href=\"http:\/\/azalas.de\/korallen\/\">Korallenart<\/a> <em>Balanophyllia europaea<\/em>, <a href=\"http:\/\/azalas.de\/hydrozoen\/\">Hydrozoen<\/a> beispielsweise der Gattung <em>Aglaophenia<\/em>, <a href=\"http:\/\/azalas.de\/wuermer\/\">W\u00fcrmer<\/a> wie die Kalkr\u00f6hrenw\u00fcrmer <em>Protula tubularia<\/em> und <em>Bispira volutacornis<\/em> und der Feuerwurm <em>Hermodice carunculata<\/em>, verschiedene <a href=\"http:\/\/azalas.de\/meeresschnecken\/\">Schnecken-<\/a> und<a href=\"http:\/\/azalas.de\/muscheln\/\"> Muschelarten<\/a>, diverse <a href=\"http:\/\/azalas.de\/krebse\/\">Krebse und Garnelen<\/a> wie die Felsengarnele (<em>Palaemon<\/em>  spec.) und die selteneren <a href=\"https:\/\/azalas.de\/seescheiden\/\">Seescheiden<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_anemones\/aiptasia_mutabilis-1.jpg\" alt=\"Siebanemone, Aiptasia mutabilis\"><br \/>\n<small>Die Siebanemone kommt auf den k\u00fcstennahen Felsen vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/palaemon_spec-1.jpg\" alt=\"Felsengarnele\"><br \/>\n<small>Die Felsengarnele findet man vor allem in kleinen Felsspalten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/aplysia_parvula-1.jpg\" alt=\"Aplysia parvula, kleiner Seehase\"><br \/>\n<small>Seltener trifft man die kleine Nacktschneckenart <em>Aplysia parvula<\/em> an.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/tarantinaea_lignaria-3.jpg\" alt=\"Tarentinisches Spindelhorn, Mittelmeer-Spindelschnecke, Tarantinaea lignaria (= Fasciolaria lignaria, F. tarentina)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Tarentinische B\u00fcndelhorn<em>(Facsiolaria lignaria)<\/em> lebt in dichten Algenbest\u00e4nden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/polychaetes\/protula_tubularia-2.jpg\" alt=\"Kalkr\u00f6hrenwurm, Protula tubularia\"><br \/>\n<small>Kalkr\u00f6hrenw\u00fcrmer sind bei uns eher selten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/polychaetes\/hermodice_carunculata-1.jpg\" alt=\"Feuerwurm, Hermodice carunculata\"><br \/>\n<small>Den Feuerwurm sollte man lieber nicht ber\u00fchren!<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/starfish\/ophioderma_longicaudum-1.jpg\" alt=\"Schlangenstern, Ophioderma longicaudum\"><br \/>\n<small>Wenn man Gl\u00fcck hat, findet man auch einen Schlangenstern, hier ein Exemplar von <em>Ophioderma longicaudum<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><big>N<\/big>icht vergessen werden sollen auch die vielen <a href=\"http:\/\/azalas.de\/im-stein-bohrende-lebewesen\/\">Organismen, die im Stein leben<\/a>, wie die Bohrschw\u00e4mme (z.B. <em>Cliona celata<\/em>), und von denen man deswegen meist gar nichts zu sehen bekommt au\u00dfer vielleicht bei genauem Hinschauen die winzigen Ausstr\u00f6m\u00f6ffnungen, die aus den L\u00f6chern im Gestein schauen. Nur mit gro\u00dfem Gl\u00fcck kann man eine im Gestein bohrende Muschel entdecken. Spuren von der Existenz der Steinbohrer findet man in den Kieseln des Strandes, von denen viele an ihrer Oberfl\u00e4che siebartig durchl\u00f6chert sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sponges\/cliona_celata-1.jpg\" alt=\"Bohrschwamm, Cliona celata\"><br \/>\n<small>Bohrschwamm<\/small><\/p>\n<p><big>V<\/big>on den sessilen Arten der Felsb\u00f6den sind viele ungenie\u00dfbar oder sehr wehrhaft, so dass sie sich kaum vor Fressfeinden zu sorgen brauchen. Sie haben dementsprechend oft auffallende Farben wie viele Seeanemonen und Schw\u00e4mme. Auch von den beweglichen Meeresbewohnern sind viele wehrhafte oder giftige Arten kr\u00e4ftig gef\u00e4rbt, so manche Seesterne und Nacktschnecken. Andere Arten sind in ihrer F\u00e4rbung dem Untergrund so gut angepasst, dass sie kaum zu entdecken sind wie viele Schneckenarten, der Drachenkopf, viele Schleimfische und Grundeln sowie die Garnelen. Manche Krebsarten leben in dichten Algenrasen verborgen und tarnen sich sogar durch Algen, die sie auf ihrem R\u00fccken anpflanzen, so dass sie lebendig kaum zu entdecken sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/felimare_tricolor-1.jpg\" alt=\"Felimare tricolor\" \/><br \/>\n<small>Die giftige Nacktschnecke <em>Felimare tricolor<\/em> ist eine der vielen intensiv gef\u00e4rbten Arten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/maja_squinado-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Seespinne, Maja squinado\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Gro\u00dfe Seespinne ist so stark mit Algen bewachsen, dass man sie kaum entdecken kann, solange sie sich nicht bewegt.<\/small><\/p>\n<h3>2. Ger\u00f6ll- und Kiesb\u00f6den<\/h3>\n<p><big>G<\/big>er\u00f6llb\u00f6den bestehen aus gr\u00f6\u00dferen Steinen, die nicht festsitzen, sondern in den flachen Meeresbereichen von der Brandung umhergerollt werden k\u00f6nnen. In gr\u00f6\u00dferer Tiefe werden die Steine der Ger\u00f6llb\u00f6den nur bei starken St\u00fcrmen bewegt. Entsprechend werden sie den Sommer \u00fcber von einem nicht sehr attraktiv aussehenden, aber nat\u00fcrlichen Bewuchs aus schnellw\u00fcchsigen Algen bedeckt, der bei den starken Winterst\u00fcrmen wieder abgerieben wird. Die Tierwelt dieser Ger\u00f6llbereiche ist der der Felsb\u00f6den \u00e4hnlich was die beweglichen Arten wie Fische, Schnecken, Seeigel und Seesterne betrifft; sessile Arten fehlen jedoch weitgehend. Typische Tiere, die auf den Ger\u00f6llb\u00f6den leben, sind die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seegurken\/\">Seegurken<\/a>. Einen \u00dcbergang zu den Sandb\u00f6den und somit einen Zwischenzustand, was die Fauna und Flora betrifft, bilden die Kiesb\u00f6den.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/algae_on_pebbles-1.jpg\" alt=\"Algenbewuchs auf Steinen im Meer\"><br \/>\n<small>B\u00f6den mit Ger\u00f6ll tragen meist nur einen unattraktiv wirkenden Bewuchs aus kleinen, schnellw\u00fcchsigen Gr\u00fcnalgen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/fish\/chelon_labrosus-2.jpg\" alt=\"Meer\u00e4schen\"><br \/>\n<small>Ein Schwarm von jungen Meer\u00e4schen weidet den Algenbelag auf den Steinen ab.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_cucumbers\/holothuria_stellati-1.jpg\" alt=\"Holothuria stellati ?\"><br \/>\n<small>Die Seegurken leben auf dem Meeresboden, insbesondere auf Fels- und Ger\u00f6llb\u00f6den.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/cephalopods\/octopus_vulgaris-4.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gew\u00f6hnlicher Krake, Octopus vulgaris\" \/><br \/>\n<small>Hier hat sich ein Oktopus zwischen den Steinen versteckt.<\/small><\/p>\n<h3>3.: Sandb\u00f6den<\/h3>\n<p><big>A<\/big>uch die im Einflussbereich der Wellenbewegung liegenden Sandb\u00f6den tragen aufgrund der st\u00e4ndigen Bewegung des Substrates keinen Pflanzenbewuchs; ab einigen Metern Tiefe treten hier allerdings oft die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/seegraeser\/\">Seegras-Arten<\/a> auf, die an vielen Stellen dichte <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-seegraswiesen\/\">Wiesen<\/a> bilden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/underwater-3.jpg\" alt=\"Infralitoral mit Sandboden\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Meeresgebiete mt Sandboden wirken auf den ersten Blick oft ziemlich unbelebt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/sea_gras\/cymodocea_nodosa-2.jpg\" alt=\"Tanggras, Cymodocea nodosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In geringer Meerestiefe w\u00e4chst an vielen Stellen das Tanggras.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/sea_gras\/posidonia_oceanica_meadow-2.jpg\" alt=\"Seegraswiese, Posidonia oceanica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Seegraswiesen kommen in etwas gr\u00f6\u00dferer Meerestiefe vor. Sie geh\u00f6ren zu den wichtigsten Lebensr\u00e4umen des Meeres und sie bieten unz\u00e4hligen Tieren Unterschlupf und Nahrung.<\/small><\/p>\n<h3>Tiere auf Sandb\u00f6den<\/h3>\n<p><big>S<\/big>essile Tiere fehlen nat\u00fcrlich auf Sand ebenso wie auf Ger\u00f6ll und Kies; und auch bewegliche Tiere sind auf diesen B\u00f6den nur in geringen Zahlen zu beobachten. Am h\u00e4ufigsten trifft man schon direkt am Strand diverse <a href=\"http:\/\/azalas.de\/fische\/\">Fischarten<\/a> an wie den Weit\u00e4ugigen Butt, die Meerbarbe, die Marmorbrasse und das Peterm\u00e4nnchen. In gr\u00f6\u00dferen Tiefen kann man mit etwas Gl\u00fcck einem Rochen begegnen.<\/p>\n<p><big>S<\/big>andb\u00f6den sind allerdings wesentlich reicher an Organismen als man von oben sehen kann: Die meisten Tiere leben eingegraben im Untergrund wie beispielsweise viele <a href=\"http:\/\/azalas.de\/krebse\/\">Krebsarten<\/a>: Diese kann man nur zuf\u00e4llig einmal entdecken, wenn sie den Sand kurzzeitig verlassen. Weitere Tiere der Sandb\u00f6den, die man (fast) nie lebendig zu Gesicht bekommt, sind eingegraben lebende <a href=\"http:\/\/azalas.de\/muscheln\/\">Muschel-<\/a>, <a href=\"http:\/\/azalas.de\/meeresschnecken\/\">Schnecken-<\/a> und <a href=\"http:\/\/azalas.de\/wuermer\/\">Wurmarten<\/a>, <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seeigel\/\">Herzseeigel<\/a> und manche <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seesterne\/\">Seestern-Arten<\/a>. Au\u00dferdem wohnt im Boden eine interessante, aber nur mit speziellen Mitteln zu untersuchende mikroskopische Sandl\u00fccken-Fauna.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/\/photos\/naxos\/fauna\/fish\/bothus_podas-3.jpg\" alt=\"Weit\u00e4ugiger Butt\"><br \/>\n<small>Der gut getarnte Weit\u00e4ugige Butt ist perfekt an das Leben auf Sandb\u00f6den angepasst.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/fish\/mullus_barbatus-3.jpg\" alt=\"Meerbarbe, Mullus barbatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Meerbarben suchen ihre Beute im Sand.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/portumnus_latipes-1.jpg\" alt=\"Portumnus latipes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die kleine Schwimmkrabbe <em>Portumnus latipes<\/em> kommt bei uns im flachen Wasser auf Sandb\u00f6den vor; man sieht sie aber nur sehr selten, da sie sich im Sand eingr\u00e4bt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/shellfish\/gari_depressa-1.jpg\" alt=\"Flache Sandmuschel, Gari depressa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Flache Sandmuschel ist eine der vielen Muschelarten, die im Sandboden leben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Kleiner Herzigel, Echinocardium cordatum\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_urchins\/echinocardium_cordatum-1.jpg\" border=\"0\" \/><br \/>\n<small>Auch die Herzigel leben im Sandboden, weswegen man sie fast nie lebendig zu Gesicht bekommt. Hier ein Kleiner Herzigel.<\/em><\/small><\/p>\n<h3>4.: Schlammb\u00f6den<\/h3>\n<p><big>M<\/big>it feinem Schlamm bedeckte B\u00f6den kommen vor allem an den M\u00fcndungen gro\u00dfer Fl\u00fcsse und in gr\u00f6\u00dferen Meerestiefen vor, wo sie sich aus dem st\u00e4ndig absinkenden feinen Sediment bilden. Sie sind arten\u00e4rmer als die Sandb\u00f6den, da in ihnen die Zwischenr\u00e4ume zu klein f\u00fcr die Sandl\u00fcckenbewohner sind. Au\u00dferdem kann wegen der feinen Korngr\u00f6\u00dfe keine Wasserzirkulation im Boden stattfinden, so dass es auch an Sauerstoff mangelt. Entsprechend werden Schlammb\u00f6den au\u00dfer von einigen in sie eingegrabenen W\u00fcrmern meist vor allem von Bakterien bewohnt, die bei Sauerstoffmangel \u00fcbelriechendes Faulgas produzieren. Auf den Schlammb\u00f6den des offenen Meeres leben diverse Detritusfresser (Seegurken, Fischarten, Krebse usw), die sich von allen m\u00f6glichen organischen Resten, die auf den Boden sinken, ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Mehr Unterwasserfotos findet man hier: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-unterwasserlandschaften\/\">Unterwasserlandschaften<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/circalitoral\/\">Das Circalitoral<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/mittelmeer-zonierung\/\">Die Zonierung des Meeres<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/supralitoral\/\">Das Supralitoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/mesolitoral\/\">Das Eulitoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Die Tiere des Mittelmeeres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerespflanzen\/\">Die Pflanzen des Mittelmeeres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-seegraswiesen\/\">Die Seegraswiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/in-den-algen\/\">Was in den Algen lebt<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Infralitoral beginnt an der unteren Wasserlinie, das hei\u00dft es umfasst den st\u00e4ndig untergetauchten Bereich des k\u00fcstennahen Benthals. Nach unten reicht bis zu der Tiefe, ab der lichtliebende Arten wie das Seegras und viele Algenarten nicht mehr gedeihen k\u00f6nnen. Entsprechend seiner gro\u00dfen Ausdehnung und der Tatsache, dass die Organismen hier keinem Trockenfallen ausgesetzt sind, ist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":60590,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21,1987,11,9,12,22],"tags":[35,1859,1860,1857,48,865,1858],"class_list":["post-199","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meer","category-meerestiere","category-natur","category-naxos","category-pflanzen","category-tiere","tag-agais","tag-felskuesten","tag-infralitoral","tag-meereskueste","tag-mittelmeer","tag-naxos","tag-zonierung-des-meeres"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=199"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77307,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199\/revisions\/77307"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60590"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}