{"id":197,"date":"2009-04-20T02:37:05","date_gmt":"2009-04-19T23:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=197"},"modified":"2024-09-21T17:30:47","modified_gmt":"2024-09-21T14:30:47","slug":"supralitoral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/supralitoral\/","title":{"rendered":"Das Supralitoral"},"content":{"rendered":"<p><big>A<\/big>ls Supralitoral wird die Spritzwasserzone bezeichnet. Sie beginnt an der mittleren Hochwasserlinie (mittlerer Wasserstand bei Flut) und reicht bis zur gr\u00f6\u00dften H\u00f6he, die noch von den Wellen benetzt wird. In der \u00c4g\u00e4is, wo der Tidenhub minimal ist, der Wasserstand aber aus anderen Gr\u00fcnden deutlich schwankt, scheint es den meisten Sinn zu machen, das Supralitoral an der mittleren Wasserlinie bei hohem Wasserstand beginnen zu lassen, d.h. ab der H\u00f6he, die nicht mehr regelm\u00e4\u00dfig oder zeitweise ganz von Wasser bedeckt ist, sondern nur von den Wellen erreicht wird.  In gesch\u00fctzten Lagen ist das Supralitoral nur eine schmale Zone, w\u00e4hrend es in wellenexponierten Lagen mehrere Meter H\u00f6he umfassen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/DSCN7518-1_450.jpg\" alt=\"Supralitoral\"><br \/>\n<small>Das Supralitoral ist ein schwieriger Lebensraum.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Spritzwasserzone ist ein extremer Lebensraum, der durch stark wechselnde Umweltbedingungen gekennzeichnet ist. Sie kann \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume v\u00f6llig trockenliegen; zwischendurch wird sie dem Salzwasser, aber bei Regenf\u00e4llen auch dem S\u00fc\u00dfwasser ausgesetzt, so dass die Organismen hier alle diese Bedingungen ertragen k\u00f6nnen m\u00fcssen. Eine Herausforderung ist auch die oft extreme mechanische Belastung durch den Wellengang. Die Temperaturen wechseln ebenfalls stark: In der Sonne heizen sich die Felsen auf, w\u00e4hrend sie bei den Wasserduschen pl\u00f6tzlich abk\u00fchlen. Viele Tiere der Spritzwasserzone sind nachtaktiv, um die hohen Temperaturen des Tages zu vermeiden. Das Nahrungsangebot ist gering: Pflanzen k\u00f6nnen kaum existieren, weil sie von den Wellen abgerissen werden, und auch an Tierarten k\u00f6nnen sich nur wenige Spezialisten halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCN5736-1_450.jpg\" alt=\"Supralitoral\"><br \/>\n<small>Die starkem Wellengang ausgesetzte Felsk\u00fcste ist v\u00f6llig kahl.<\/small><\/p>\n<h3>1. Sand- und Kiesb\u00f6den<\/h3>\n<p><big>V<\/big>on gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die Lebewesen im Supralitoral ist die Art des Untergrundes. Ein Sand- oder Kiesstrand bietet ganz andere Lebensbedingungen als eine Felsk\u00fcste, so dass in beiden Lebensr\u00e4umen deutlich unterschiedliche Organismen vorkommen. Wegen der starken Bewegung des lockeren Substrates k\u00f6nnen auf Sandstr\u00e4nden keine Pflanzen und keine sessilen Tiere existieren; somit ist das Supralitoral nur von wenigen Organismen bewohnt. Es wird jedoch von eine Reihe kleiner Detritusfresser aufgesucht, die ihre Nahrung im Sp\u00fclsaum suchen. Ein Spaziergang am Sandstrand kann zus\u00e4tzlich einen interessanten Einblick in die Meeresfauna des Eu- und Infralitorals erm\u00f6glichen: H\u00e4ufig findet man allerlei angeschwemmte Schneckenh\u00e4user, Muschelschalen, Krebspanzer und Seeigelskelette, aber auch die h\u00fcbschen Marienaugen (die Geh\u00e4usedeckel der Turbanschnecke).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCN0738-1_450.jpg\" alt=\"Sandstrand\"><br \/>\n<small>An einem Sandstrand k\u00f6nnen Pflanzen nur oberhalb des Supralitorals in den Gebieten wachsen, die von den Wellen nicht mehr erreicht werden. Die Zone des Supralitorals wirkt hier weitgehend unbelebt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/DSCN0757-1_450.jpg\" alt=\"Strandsammelgut\"><br \/>\n<small>Man kann im Sp\u00fclsaum und im Sand dar\u00fcber jedoch zahlreiche \u00dcberreste von Tieren des Eu- und Infralitorals finden: Muscheln, Schnecken, Marienaugen usw. (hier die Ausbeute eines Strandausflugs nach Psil\u00ed \u00c1mmos).<\/small><\/p>\n<h3>2. Ger\u00f6llb\u00f6den<\/h3>\n<p><big>A<\/big>n Str\u00e4nden mit groben Kies oder Ger\u00f6ll (meist aus Marmor, da Schiefer und Granit und \u00e4hnliche Gesteine schnell zerrieben werden bzw. in K\u00f6rner zerfallen) sind die Lebensbedingungen f\u00fcr Tiere und Pflanzen besonders ung\u00fcnstig: Es gibt kein Sandl\u00fcckensystem, in dem sich kleine Organismen aufhalten k\u00f6nnen und keinen stabilen Untergrund f\u00fcr Pflanzen oder sessile Tiere. Direkt an der Wasserlinie k\u00f6nnen sich einige Tiere unter den Steinen aufhalten, aber weiter oben, wo zwischen den Steinen kein Wasser mehr steht, fallen auch diese fast weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/beach\/gaidouromandres-2.jpg\" alt=\"Steinstrand\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Str\u00e4nde aus Steinen und grobem Kies sind der ung\u00fcnstigste Standort: Hier k\u00f6nnen sich im Supralitoral fast keine Lebewesen dauerhaft aufhalten.<\/small><\/p>\n<h3>3. Felsb\u00f6den<\/h3>\n<p><big>G<\/big>anz andere Lebensbedingungen bieten die Felsk\u00fcsten, wobei au\u00dferdem ein deutlicher Unterschied zwischen Schiefer- und Marmorgestein festzustellen ist. <\/p>\n<h6>3.1. Schiefer<\/h6>\n<p><big>E<\/big>ine Felsk\u00fcste aus Schiefer ist meist nur wenig besiedelt; es gibt einige Tiere, die sich an den Felsen aufhalten (s.u.), w\u00e4hrend Algen fast nur in den untersten Bereichen der Spritzwasserzone gedeihen k\u00f6nnen, die noch h\u00e4ufig benetzt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/coast-2.jpg\" alt=\"Supralitoral\"><br \/>\n<small>Oberhalb der oberen Wasserlinie h\u00f6rt der Bewuchs durch die im Eulitoral verbreiteten Kalkalgen schnell auf (das Foto ist bei besonders niedrigem Wasserstand aufgenommen).<\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>n der untersten Zone des Supralitorals wachsen meist einige Algen, vor allem aus den Gattungen <em>Chaetomorpha<\/em> und <em>Neosiphonia<\/em>. Etwas h\u00f6her gedeihen sp\u00e4rlich verteilt <em>Polysiphonia sertularioides<\/em> (auch auf Marmor) und selten <em>Nemalion elminthoides<\/em>. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/supralitoral_algae-1.jpg\" alt=\"Algenbewuchs im Supralitoral\"><br \/>\n<small><em>Chaetomorpha spec.<\/em> (gr\u00fcn) und <em>Neosiphonia(?)<\/em> (braun) auf Schieferfelsen in der untersten Zone des Supralitorals.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/red_algae\/polysiphonia_sertularioides-1.jpg\" alt=\"Polysiphonia sertularioides\"><br \/>\n<small><em>Polysiphonia sertularioides<\/em> kann l\u00e4ngeres Trockenfallen \u00fcberstehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/red_algae\/polysiphonia_sertularioides-2.jpg\" alt=\"Polysiphonia sertularioides\"><br \/>\n<small>von den Wellen \u00fcbersp\u00fclte <em>Polysiphonia sertularioides<\/em><\/small><\/p>\n<h6>3.2. Marmor<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Marmor weist dagegen die gesamte Spritzwasserzone (oft bis in \u00fcber einen Meter H\u00f6he) einen d\u00fcnnen Belag aus <a href=\"http:\/\/azalas.de\/blaualgen\/\">Blaualgen<\/a> auf. Dabei kann man drei Unterzonen unterscheiden: eine untere braungr\u00fcn gef\u00e4rbte, eine mittlere schwarze und eine obere wei\u00dfe bis br\u00e4unliche. Die unterste Zone in Wassern\u00e4he, die noch regelm\u00e4\u00dfig \u00fcbersp\u00fclt wird, tr\u00e4gt einen gelb- oder braungr\u00fcnen Bewuchs aus kleinen rasigen Blaualgen, beispielsweise der Art <em>Calothrix scopulorum<\/em>. In dieser sogenannten <u>Lithophyten-Zone<\/u> wachsen epilithische, aber auch endolithische, also im Stein lebende Blaualgen (beispielsweise <em>Mastigocoleus testarum<\/em>), die das kalkhaltige Gestein durch S\u00e4uren aufl\u00f6sen und so die Bildung kleiner Vertiefungen und L\u00f6cher bewirken. Auch durch die nat\u00fcrliche saure Reaktion des Meerwassers wird der Kalkstein langsam aufgel\u00f6st. In den L\u00f6chern kann sich die Feuchtigkeit l\u00e4nger halten, wodurch auch der Blaualgenbewuchs beg\u00fcnstigt wird, so dass die L\u00f6cher immer gr\u00f6\u00dfer werden; auf diese Weise werden die Felsen nach und nach tief zerfressen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/supralitoral-1.jpg\" alt=\"Supralitoral\"><br \/>\n<small>An der Marmork\u00fcste wird an der F\u00e4rbung der Felsen eine Zonierung des Supralitorals deutlich.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/supralitoral_cyanobacteria-1.jpg\" alt=\"Supralitoral\"><br \/>\n<small>An diesem Marmorfelsen kann man deutlich die drei Zonen des Supralitorals erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/cyanobacteria_green-1.jpg\" alt=\"Supralitoral\"><br \/>\n<small>vom Blaualgenbewuchs braungr\u00fcn gef\u00e4rbte Marmorfelsen im untersten Supralitoral<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/cyanobacteria_green-2.jpg\" alt=\"durch endolithische Blaualgen entstehende L\u00f6cher im Marmorfels im Supralitoral\"><br \/>\n<small>Die endo- und epilithischen Blaualgen l\u00f6sen den Marmor auf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/cyanobacteria_brown-1.jpg\" alt=\"durch endolithische Blaualgen entstehende L\u00f6cher im Marmorfels im Supralitoral\"><br \/>\n<small>So entstehen sich stets weiter vertiefende L\u00f6cher.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/cyanobacteria_black-1.jpg\" alt=\"durch endolithische Blaualgen entstehende L\u00f6cher im Marmorfels im Supralitoral\"><br \/>\n<small>In den Vertiefungen sammelt sich Wasser an, wodurch der Blaualgenbewuchs weiter beg\u00fcnstigt wird, so dass die L\u00f6cher immer gr\u00f6\u00dfer und tiefer werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/supralitoral-3.jpg\" alt=\"durch endolithische Blaualgen entstehende L\u00f6cher im Marmorfels im Supralitoral\"><br \/>\n<small>Felsen des Supralitorals mit vielen L\u00f6chern<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/mesolitoral-4.jpg\" alt=\"L\u00f6cher im Marmorfels im Eulitoral\"><br \/>\n<small>Wenn sich in gro\u00dfen Vertiefungen das von den Wellen hineingesp\u00fclte Wasser dauerhaft h\u00e4lt, k\u00f6nnen sich Organismen des Eu- und sogar des Infralitorals ansiedeln (im Bild Seepocken, Napfschnecken und verschiedene Algenarten sowie etwa in der Bildmitte eine Seeanemone <em>(Aiptasia mutabilis)<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/supralitoral-4.jpg\" alt=\"zerfressene Marmork\u00fcste\"><br \/>\n<small>Durch die T\u00e4tigkeit der Blaualgen und die aufl\u00f6sende Wirkung des leicht sauren Meerwassers werden die Marmorfelsen oft zu messerscharfen Graten zerfressen.<\/small><\/p>\n<p><big>O<\/big>berhalb dieser Lithophyten-Zone schlie\u00dft sich eine bis etwa einen halben Meter hohe Zone an, die nur selten \u00fcbersp\u00fclt, aber recht regelm\u00e4\u00dfig durch die Gischt benetzt wird. Hier sind die Marmorfelsen durch einen d\u00fcnnen Belag der Blaualge <em>Entophysalis granulosa<\/em> schwarz gef\u00e4rbt. Im schwarzen Algenbelag kann man (ebenso wie in der gr\u00fcnen Zone) h\u00e4ufig die Fra\u00dfspuren der sich von ihm ern\u00e4hrenden Napfschnecken finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/cyanobacteria_black_feeding_traces-1.jpg\" alt=\"schwarzer Blaualgenbelag auf Marmorfels im Supralitoral mit Napfschnecken-Fra\u00dfspuren\"><br \/>\n<small>schwarzer Blaualgenbelag auf Marmorfels im Supralitoral mit Napfschnecken-Fra\u00dfspuren<\/small><\/p>\n<p><big>N<\/big>och dar\u00fcber schlie\u00dft sich eine meist etwas schmalere Zone an, in der die Marmorfelsen von einem br\u00e4unlichen bis wei\u00dfen, lackartigen Belag \u00fcberzogen sind. Hier werden die Felsen nur noch bei St\u00fcrmen benetzt. Auch dieser Belag wird vermutlich durch Blaualgen gebildet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/cyanobacteria_white-1.jpg\" alt=\"br\u00e4unlich-wei\u00dfer \u00dcberzug in der obersten Zone des Supralitorals\"><br \/>\n<small>br\u00e4unlich-wei\u00dfer \u00dcberzug in der obersten Zone des Supralitorals<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/cyanobacteria_black_white-2.jpg\" alt=\"Supralitoral\"><br \/>\n<small>wei\u00dfe und braune Ablagerungen im Supralitoral (vermutlich ebenfalls durch die Blaualgen hervorgerufen)<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sea\/cyanobacteria\/cyanobacteria_black_white-1.jpg\" alt=\"Supralitoral\"><br \/>\n<small>In den dunkelbraunen, pockigen Ablagerungen erkennt man deutliche Rillen, in denen Regen- und Spritzwasser abflie\u00dfen.<\/small><\/p>\n<h3>Tiere im Supralitoral<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie charakteristischsten und h\u00e4ufigsten Tiere des Supralitorals sind die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/napfschnecken\/\">Napfschnecken<\/a>, die w\u00e4hrend der Nacht den (Blau-)Algenbewuchs im Supralitoral oder im benachbarten Eulitoral abweiden.  Besonders hoch \u00fcber der Wasserlinie sitzt die Zwergstrandschnecke <em>(Littorina neritoides<\/em>, siehe <a href=\"http:\/\/azalas.de\/meeresschnecken\/\">Schnecken<\/a>), die ebenfalls den Algenbelag der Felsen abschabt. In den untersten, gelegentlich noch \u00fcbersp\u00fclten Bereichen des Supralitorals kommen die filtrierenden <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seepocken\/\">Seepocken<\/a> vor, sowohl auf Schiefer als auch auf Marmor. Auch einige <a href=\"http:\/\/azalas.de\/krebse\/\">Krebsarten<\/a> leben im Supralitoral: In Felsspalten oder unter angesp\u00fcltem Seegras findet man die nachtaktiven Klippenasseln <em>(Ligia italica)<\/em>; und auch die Felsenkrabbe <em>(Pachygrapsus marmoratus)<\/em> ist ein h\u00e4ufiger Besucher des Supralitorals, der allerdings immer wieder ins Meer eintauchen muss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pachygrapsus_marmoratus-6.jpg\" alt=\"Felsenkrabbe, Pachygrapsus marmoratus\"><br \/>\n<small>Die Felsenkrabbe sitzt oft knapp oberhalb der Wasserlinie.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/ligia_oceanica-1.jpg\" alt=\"Klippenassel, Ligia oceanica\"><br \/>\n<small>Die scheue Klippenassel kommt regelm\u00e4\u00dfig in der Spritzwasserzone vor.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/patella-2.jpg\" alt=\"Napfschnecke, Patella\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die typischsten Bewohner des Supralitorals sind die Napfschnecken.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/sea_snails\/melarhaphe_neritoides-2.jpg\" alt=\"Zwergstrandschnecke, Melarhaphe neritoides (= Littorina n.)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die winzige Zwergstrandschnecke (bis 8 mm) findet man in Felsritzen im oberen Supralitoral.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/chthamalus_stellatus-3.jpg\" alt=\"Sternseepocke, Chthamalus stellatus\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/chthamalus_stellatus-4.jpg\" alt=\"Sternseepocke, Chthamalus stellatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Sternseepocke kommt in der Spritzwasserzone h\u00e4ufig vor.<\/small><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/mesolitoral\/\">Das Eulitoral<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/mittelmeer-zonierung\/\">Die Zonierung des Meeres<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/infralitoral\/\">Das Infralitoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/circalitoral\/\">Das Circalitoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Die Tiere des Mittelmeeres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerespflanzen\/\">Die Pflanzen des Mittelmeeres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/blaualgen\/\">Blaualgen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Supralitoral wird die Spritzwasserzone bezeichnet. 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