{"id":187,"date":"2009-04-07T09:33:40","date_gmt":"2009-04-07T06:33:40","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=187"},"modified":"2026-01-19T17:39:32","modified_gmt":"2026-01-19T15:39:32","slug":"kaeferschnecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/kaeferschnecken\/","title":{"rendered":"K\u00e4ferschnecken"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>er Stamm der Weichtiere (Mollusken) umfasst mehrere Klassen, unter denen die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/muscheln\/\">Muscheln<\/a>, die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/schnecken-einfuehrung\/\">Schnecken<\/a> und die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/tintenfische\/\">Kopff\u00fc\u00dfler (Tintenfische)<\/a> die wichtigsten und bekanntesten sind. Es gibt jedoch noch eine Reihe weiterer Klassen, so die K\u00e4ferschnecken <em>(Polyplacophora)<\/em>. Die K\u00e4ferschnecken sind eine sehr alte Tiergruppe, die auch in vielen fossilen Formen bekannt ist. Heute gibt es etwa 900 Arten, die ausschlie\u00dflich im Meer leben.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a> <\/p>\n<p><big>D<\/big>ie K\u00e4ferschnecken sind in vielen Aspekten den Schnecken \u00e4hnlich, tragen jedoch auf dem R\u00fccken acht querverlaufende, schmale Schalenplatten, die am Rand von einem rundumlaufenden G\u00fcrtel umgeben sind. Die Schalenplatten weisen ein charakteristisches Relief auf, beispielsweise eine feine K\u00f6rnung, einen l\u00e4ngsverlaufenden Kiel oder voneinander abgesetzte Mittel- und Seitenfelder. Die Schale ist im Gegensatz zu der der Schnecken lebendiges Gewebe und mit Sinnesorganen ausgestattet (beispielsweise Tastsinn und einfaches Sehverm\u00f6gen durch winzige, durchscheinende Aragonit-Kristalle, unter denen lichtempfindliche Zellen liegen). Die F\u00e4rbung der K\u00e4ferschnecken ist meist variabel. Wenn man sie von der Unterlage abl\u00f6st, sind sie in der Lage, sich langsam zusammenzurollen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/lepidochitona_cinerea-4.jpg\" alt=\"Lepidochitona cinerea\"><br \/>\n<small>Die aus acht querverlaufenden Platten bestehende Schale der K\u00e4ferschnecken ist im Gegensatz zu der der Schnecken lebendiges Gewebe. Hier sieht man deutlich die k\u00f6rnige Struktur der Schalenplatten und des umlaufenden G\u00fcrtels, der am Rand einen dichten Kranz feiner Stachelforts\u00e4tze tr\u00e4gt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/lepidochitona_cinerea-6.jpg\" alt=\"Lepidochitona cinerea\"><br \/>\n<small>Wenn man eine K\u00e4ferschnecke vom Felsuntergrund abl\u00f6st, rollt sie sich langsam zusammen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/rhyssoplax_olivacea-4.jpg\" alt=\"Rhyssoplax olivacea\"><\/p>\n<p><big>K<\/big>\u00e4ferschnecken geh\u00f6ren zu den unauff\u00e4lligeren, schwer zu entdeckenden Meerestieren. Sie sind klein, meist etwa ein bis zwei Zentimeter lang. Aufgrund ihrer Tarnf\u00e4rbung sind sie schwer zu entdecken. (Das trifft allerdings nur auf die bei uns heimischen K\u00e4ferschnecken zu; anderswo gibt es bis 45 cm gro\u00dfe und oft sehr farbenfreudige Arten). H\u00e4ufig sitzen die K\u00e4ferschnecken tags\u00fcber unter Steinen oder in den Kalkalgen. Sie kommen in der Gezeitenzone sowie in geringer Wassertiefe vor, vor allem auf mit Algen bewachsenem Felsuntergrund. Sie saugen sich \u00e4hnlich wie die Napfschnecken mit ihrem Fu\u00df am Substrat fest. Wenn sie aktiv sind, bewegen sich sich sehr langsam fort.<\/p>\n<p><big>K<\/big>\u00e4ferschnecken ern\u00e4hren sich ebenso wie die Napfschnecken von inkrustierten Algen oder Blaualgen, die sie mit ihrer Raspelzunge abschaben, die mit kleinen &#8222;Z\u00e4hnchen&#8220; mit eingelagertem Magnetit besetzt ist. Die Larven leben f\u00fcr kurze Zeit freischwimmend im Plankton.<\/p>\n<p><big>K<\/big>\u00e4ferschnecken sind nicht einfach zu bestimmen; die F\u00e4rbung ist variabel und die Struktur der Schalenplatten ist nur mit einer Lupe einigerma\u00dfen zu erkennen. So ist auch die Bestimmung der zwei hier vorgestellten Arten nicht g\u00e4nzlich sicher.<\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><\/p>\n<hr style=\"border-width: 2px;\">\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">K\u00e4ferschnecken-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<h3>K\u00e4ferschnecken-Arten auf Naxos<\/h3>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meeresschnecken\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Meeresschnecken<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Meeresschnecken- und K\u00e4ferschnecken-Arten. <\/p>\n<p><small><strong>Eine Anmerkung zur Bestimmung:<\/strong> Einige Arten sind leicht und sicher zu erkennen. In vielen F\u00e4llen gibt es jedoch mehrere verwandte Arten, die schwer zu unterscheiden sind. Oft ist zur korrekten Bestimmung eine Untersuchung mit dem Mikroskop erforderlich. Ein weiteres Problem bei der Bestimmung ist, dass in den Bestimmungsb\u00fcchern nicht alle Arten enthalten sind; aber auch im Internet kann man zu vielen Arten kaum Informationen finden. Entsprechend sind manche der Bestimmungen leider ziemlich unsicher, und einige Arten m\u00fcssen g\u00e4nzlich unbestimmt bleiben.<\/small><\/p>\n<h6><em>Lepidochitona cinerea<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie kleine K\u00e4ferschnecke <em>Lepidochitona cinerea<\/em> besitzt einen breiten, k\u00f6rnigen G\u00fcrtel, der meist abwechselnd schwarz und wei\u00df gef\u00e4rbt ist. Auch die Schalenplatten sind k\u00f6rnig. Die F\u00e4rbung ist sehr variabel. Sie ist eine der h\u00e4ufigsten Arten im Mittelmeer und im europ\u00e4ischen Atlantik.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/lepidochitona_cinerea-1.jpg\" alt=\"Lepidochitona cinerea\"><br \/>\n<small>K\u00e4ferschnecken sind in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung schwer zu entdecken, weil sie in ihrer F\u00e4rbung dem Untergrund stark \u00e4hneln.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/lepidochitona_cinerea-2.jpg\" alt=\"Lepidochitona cinerea\"><br \/>\n<small>K\u00e4ferschnecken leben in der Gezeitenzone und auf Felsuntergrund in eher geringer Wassertiefe.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/lepidochitona_cinerea-3.jpg\" alt=\"Lepidochitona cinerea\"><br \/>\n<small>Hier ein Exemplar mit schwarzen Flecken.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/lepidochitona_cinerea-5.jpg\" alt=\"Lepidochitona cinerea\"><br \/>\n<small>Hier von der Unterseite; der K\u00f6rper \u00e4hnelt von unten sehr dem einer Napfschnecke.<\/small><\/p>\n<h6><em>Rhyssoplax olivacea<\/em>, Spengler<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch die Art <em>Rhyssoplax olivacea<\/em> ist im Mittelmeer h\u00e4ufig anzutreffen. Sie ist br\u00e4unlich gef\u00e4rbt und besitzt auff\u00e4llig gestreifte Schalenplatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/rhyssoplax_olivacea-3.jpg\" alt=\"Rhyssoplax olivacea\"><br \/>\n<small>Diese K\u00e4ferschnecke besitzt eine auff\u00e4llige Streifung auf den Schalenplatten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/rhyssoplax_olivacea-2.jpg\" alt=\"Rhyssoplax olivacea\"><br \/>\n<small>Die Hauptplatten sind l\u00e4ngs-, die Seitenplatten quer gestreift. Der G\u00fcrtel ist fein punktiert.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/chitons\/rhyssoplax_olivacea-1.jpg\" alt=\"Rhyssoplax olivacea\"><br \/>\n<small>Ein h\u00fcbsches Tier und ein ziemlich erstaunliches Lebenwesen!<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meeresschnecken\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/muscheln\/\">Muscheln<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Meerestiere \u00dcberblick<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/napfschnecken\/\">Napfschnecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schnecken-einfuehrung\/\">Schnecken<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K\u00e4ferschnecken\">K\u00e4ferschnecken bei Wikipedia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.weichtiere.at\/placophora\/haupt.html\">Die lebende Welt der Weichtiere: K\u00e4ferschnecken (weichtiere.at)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.greekseashells.com\/index.php\/polyplacophora.html\">The Greek Seashells, Polyplacophora<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Stamm der Weichtiere (Mollusken) umfasst mehrere Klassen, unter denen die Muscheln, die Schnecken und die Kopff\u00fc\u00dfler (Tintenfische) die wichtigsten und bekanntesten sind. 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