{"id":154,"date":"2009-03-09T19:46:20","date_gmt":"2009-03-09T17:46:20","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=154"},"modified":"2026-01-22T17:51:01","modified_gmt":"2026-01-22T15:51:01","slug":"krebse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/krebse\/","title":{"rendered":"Krebse"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Krebse geh\u00f6ren zum Stamm der Gliederf\u00fc\u00dfer, der die Kieferklauentr\u00e4ger <em>(Chelicerata)<\/em> mit den Pfeilschwanzkrebsen und den Spinnentieren (Spinnen, Skorpione und Milben) umfasst sowie die Tausendf\u00fc\u00dfer, die Krebstiere und die Sechsf\u00fc\u00dfer (Insekten, Springschw\u00e4nze u.a.). Der Unterstamm der Krebstiere umfasst die H\u00f6heren Krebse, die Kiemenf\u00fc\u00dfer (z.B. Salinenkrebs), die muschel\u00e4hnlichen Muschelkrebse und die &#8222;Maxillopoda&#8220;, zu denen die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/entenmuscheln\/\">Entenmuscheln<\/a> und die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seepocken\/\">Seepocken<\/a> gerechnet werden.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a> <\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Klasse der <strong>H\u00f6heren Krebse<\/strong> <em>(Malacostraca)<\/em> ist sehr vielgestaltig. Sie umfasst nicht nur die allgemein bekannten Arten wie Hummer, Taschenkrebse, Garnelen und Krabben, sondern auch Organismen, die ganz anders aussehen, so zum Beispiel die winzigen Wasserfl\u00f6he sowie zahlreiche weitere nur wenige Millimeter gro\u00dfe Arten, die im Sandboden, auf den Meerespflanzen oder freischwimmend im Plankton leben. Einige Arten besitzen gar einen ganz einfachen gebauten, stark reduzierten K\u00f6rper und leben parasitisch auf oder in Korallen, Seesternen, Fischen oder anderen Krebsen. Auch die Asseln geh\u00f6ren zu den H\u00f6heren Krebsen. Insgesamt sind etwa 28.000 Arten an H\u00f6heren Krebsen bekannt.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos k\u00f6nnen eine ganze Reihe an Krebsarten beobachtet werden, von denen einige in der Spritzwasser- oder der Gezeitenzone leben und andere auf dem Meeresboden. Manche Arten sind lebend schwer zu entdecken, weil sie sich beispielsweise tags\u00fcber im Sand eingraben oder unter Steinen oder in Algenbest\u00e4nden verstecken, man kann aber gelegentlich ihre Panzer am Strand finden. Die meisten Krebse sind Allesfresser.<\/p>\n<h3>Der K\u00f6rperbau<\/h3>\n<p><big>C<\/big>harakteristische Merkmale der Krebstiere sind der segmentierte K\u00f6rper mit gegliederten Gliedma\u00dfen und Au\u00dfenskelett. Bei einigen Gruppen sind die Segmente noch mehr oder weniger gleichf\u00f6rmig, z.B. bei den Asseln, w\u00e4hrend sie bei den meisten Krebsen deutlich unterschiedlich gestaltet sind. Meist kann man drei Abschnitte des K\u00f6rpers unterscheiden, den Kopf, den Thorax und das Abdomen, wobei die Segmente von Kopf und Thorax oft teilweise verschmolzen sind. Bei den Krebsen ist der Kopf oft mit mehreren Segmenten des Thorax verschmolzen (&#8222;Cephalothorax&#8220;), dessen Extremit\u00e4ten meist stark umgestaltet sind (Antennen, Scheren, Mundwerkzeuge), darauf folgen die \u00fcbrigen Thoraxsegmente, die je ein Paar Laufbeine tragen (&#8222;Peraeon&#8220;) und dann das Abdomen mit r\u00fcckgebildeten Extremit\u00e4ten, die nicht zum Laufen verwendet werden, sondern die verschiedene andere Funktionen \u00fcbernehmen. Die Extremit\u00e4ten sind in ihrer Grundform sogenannte Spaltbeine, die zwei \u00c4ste besitzen, die je aus vielen Gliedern bestehen.<\/p>\n<p><big>B<\/big>ei den Zehnfu\u00dfkrebsen (Gro\u00dfkrebse, Mittelkrebse, Krabben und Garnelen) besteht der K\u00f6rper aus zwei gro\u00dfen Abschnitten, dem Cephalothorax aus Kopf und Thorax und dem Abdomen. Der Kopf besteht aus 6 Segmenten; seine Extremit\u00e4ten sind zwei Paar Antennen, die Mandibeln (v.a. zum Zerlegen der Nahrung) und zwei Paar Maxillen (v.a. zum Fassen und Weiterreichen der Nahrung). Au\u00dferdem tr\u00e4gt er zwei meist auf Stielen sitzende Augen. Der Thorax besteht aus 8 Segmenten. Die vorderen drei tragen kleine Beine, die Maxillipeden oder Kieferf\u00fc\u00dfe, die ebenfalls der Nahrungsaufnahme dienen, die hinteren 5 tragen die Laufbeine. Diese Beine enden in Krallen oder Scheren, die sehr klein oder auch (vor allem die des ersten Paars) sehr gro\u00df ausgebildet sein k\u00f6nnen. An den Beinen des Thorax sitzen au\u00dferdem die Kiemen und je ein Paar tr\u00e4gt die Fortpflanzungsorgane. Der Cephalothorax ist vom Carapax, dem R\u00fcckenpanzer, bedeckt. Das Abdomen besteht aus 6 Segmenten, die kleinere Schwimmbeine (Pleopoden) tragen. Die vorderen zwei Schwimmbeine sind bei m\u00e4nnlichen Krebsen zu Gonopoden f\u00fcr die \u00dcbertragen der Spermien umgewandelt. Bei den weiblichen Krabben tragen die unter den Vorderk\u00f6rper gehaltenen Pleopoden die Eier. Das letzte Paar ist oft breiter ausgebildet (&#8222;Uropode&#8220;) und bildet mit dem allerletzten Segment, dem Telson, eine Art F\u00e4cher, der zum schnellen Wegschwimmen verwendet wird. Bei den Krabben ist das Abdomen unter den Thorax geschlagen. Von diesem Grundbauplan gibt es unendliche Abwandlungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/homarus_gammarus-2.jpg\" alt=\"Hummer\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An diesem Hummer sieht man den Cephalothorax mit dem R\u00fcckenpanzer, das l\u00e4ngliche Abdomen, dessen Ende mit dem F\u00e4cher aus den Uropoden und dem Telson nach vorn geschlagen ist, die zwei Paar Antennen und die 5 Paar Laufbeine, deren vorderes die gro\u00dfen Scheren tr\u00e4gt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pachygrapsus_marmoratus-8.jpg\" alt=\"Felsenkrabbe\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Hinterleibsende ist bei den Krabben unter den K\u00f6rper geschlagen. Bei den Weibchen ist das Abdomen breiter als bei den M\u00e4nnchen. Unter ihm werden die zahlreichen Eier von den umgestalteten Pleopoden getragen.<\/small><\/p>\n<h3>Fortpflanzung<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Krebse sind meist getrenntgeschlechtlich. Die \u00dcbertragung des Spermas geschieht als \u00e4u\u00dfere Befruchtung mithilfe spezialisierter Beine, der Gonopoden. Manche Krebstiere besitzen allerdings eine innere Befruchtung mit speziell umgebildeten Extremit\u00e4ten (&#8222;Pseudopenis&#8220;), andere geben Eier und Spermien frei ins Meerwasser ab. Die Mutter tr\u00e4gt meist die Eier, oft auch die Larven mit sich herum. Das erste freischwimmende Larvenstadium, die sogenannte Nautilus-Larve mit nur drei Beinpaaren, ist bei den H\u00f6heren Krebsen oft reduziert bzw. verbleibt im Ei. Es folgen weitere Larvenstadien, die nach und nach mehr Segmente ausbilden und schlie\u00dflich die Metamorphose zum adulten Krebs.<\/p>\n<p><br class=\"clear\" \/><\/p>\n<hr style=\"border-width: 2px;\">\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">Krebs-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<h3>Krebs-Arten auf Naxos<\/h3>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der Meerestiere<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <\/p>\n<p><small><strong>Eine Anmerkung zur Bestimmung:<\/strong> Einige Arten sind leicht und sicher zu erkennen. In vielen F\u00e4llen gibt es jedoch mehrere verwandte Arten, die schwer zu unterscheiden sind. Oft sind in den Bestimmungsb\u00fcchern nicht alle Arten enthalten, aber auch im Internet kann man zu vielen Arten kaum Informationen finden. Entsprechend kann ich Fehler bei den Bestimmungen nicht ausschlie\u00dfen.<\/small><\/p>\n<p>Hier kann man direkt <strong>zu den Arten springen<\/strong> (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Gro\u00dfkrebse<\/a> (B\u00e4renkrebs, Hummer, Languste)&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Einsiedlerkrebse<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Krabben<\/a> (Felsenkrabbe, Taschenkrebs, Maskenkrabben, Seespinnen, Schwimmkrabben, Schamkrabbe)&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Garnelen<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">Asseln<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Flohkrebse<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\">&#8222;Gespensterkrebs&#8220;<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h3><a name=\"A\">1. Gro\u00dfkrebse <em>(Astacidae)<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Gro\u00dfkrebse umfassen gro\u00dfe Krebsarten, die einen langgestreckten K\u00f6rper mit ausgestrecktem Abdomen besitzen. Auf Naxos kommen mehrere Gro\u00dfkrebs-Arten vor, die allerdings gr\u00f6\u00dftenteils in tieferem Wasser leben, so dass man sie nur selten zu Gesicht bekommt.<\/p>\n<h6>Gro\u00dfer B\u00e4renkrebs, <em>Scyllarides latus<\/em>, Latreille<\/h6>\n<p><big>B<\/big>eim Schnorcheln auf Naxos kann man gelegentlich den Gro\u00dfen B\u00e4renkrebs <em>(Scyllarides latus<\/em>) antreffen. Die B\u00e4renkrebse haben einen kr\u00e4ftigen K\u00f6rper und besitzen keine Scheren. Ihre Antennen sind zu kurzen, flachen, schaufelartigen Forts\u00e4tzen umgebildet, mit denen sie im Sand nach Beute graben. Sie ern\u00e4hren sich vor allem von Muscheln. Der Gro\u00dfe B\u00e4renkrebs wird bis zu 45 cm lang.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/scyllarides_latus-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfer B\u00e4renkrebs, Scyllarides latus\"><br \/>\n<small>Der Gro\u00dfe B\u00e4renkrebs besitzt flache, schaufelartige Forts\u00e4tze am Kopf.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/scyllarides_latus-2.jpg\" alt=\"Gro\u00dfer B\u00e4renkrebs, Scyllarides latus\"><br \/>\n<small>Er wird bis zu 45 cm gro\u00df.<\/small><\/p>\n<h6>Europ\u00e4ischer Hummer, <em>Homarus gammarus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Krebs ist der Hummer, den man beim Schnorcheln nur selten sehen kann, weil er in gr\u00f6\u00dferen Meerestiefen vorkommt, der aber in unserer Gegend h\u00e4ufig von den Fischerbooten mit Netzen gefischt wird. Der Hummer erreicht eine L\u00e4nge von bis zu 60 cm und \u00fcber 10 kg Gewicht. Er besitzt sehr gro\u00dfe und dicke, ungleiche Scheren; die gr\u00f6\u00dfere benutzt er zum Zertr\u00fcmmern seiner Beute (vor allem Muscheln) und die schlankere zum Zerteilen. Man soll sich vor den Scheren h\u00fcten: Sie k\u00f6nnen durchaus einen Finger abschneiden! Hummer kommen auf Felsb\u00f6den in bis zu 50 Metern Tiefe vor. Die Weibchen tragen die Eier fast ein Jahr lang mit sich herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/homarus_gammarus-1.jpg\" alt=\"Hummer, Homarus gammarus\"><\/p>\n<h6>Gew\u00f6hnliche Languste, <em>Palinurus elephas<\/em>, Latreille<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Europ\u00e4ische Languste ist dem Hummer \u00e4hnlich, besitzt jedoch keine Scheren. Auff\u00e4llig sind die sehr langen, kr\u00e4ftigen Antennen. Die Languste wird bis zu 50 cm lang. Sie kommt vor allem ab etwa 50 Metern Tiefe vor und lebt wie der Hummer auf Felsb\u00f6den, wo sie sich tags\u00fcber meist in H\u00f6hlen versteckt. Sie ern\u00e4hrt sich wie die meisten Krebse sowohl von Algen als auch von diversen Invertebraten (W\u00fcrmer, Mollusken, Stachelh\u00e4uter\u2026). Bei Gefahr kann sie durch ein schnelles Schlagen des Hinterleibs davonschie\u00dfen. Beim Schnorcheln begegnet man Langusten ebenfalls nur selten, auch sie werden aber gefischt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/palinurus_elephas-1.jpg\" alt=\"Europ\u00e4ische Languste, Palinurus elephas\" border=\"0\"><\/p>\n<h3><a name=\"B\">2. Mittelkrebse <em>(Anomura)<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>Z<\/big>u den Mittelkrebsen geh\u00f6ren kleinere, langgstreckte Krebsarten, so vor allem die Einsiedlerkrebse. Auf Naxos sind Einsiedlerkrebse sehr h\u00e4ufig.<\/p>\n<h6>Felsk\u00fcsteneinsiedler, <em>Clibanarius erythropus<\/em>, Latreille<\/h6>\n<p><big>S<\/big>ehr h\u00e4ufig sind auf Naxos auch die Einsiedlerkrebse, wie zum Beispiel der Felsk\u00fcsteneinsiedler <em>(Clibanarius erythropus)<\/em>. Die Einsiedlerkrebse leben st\u00e4ndig in Schneckenh\u00e4usern und haben dementsprechend einen weichen, ungesch\u00fctzten Hinterk\u00f6rper. Wenn sie wachsen, so dass ihr Haus ihnen zu eng wird, suchen sie sich eine neue leere Schnecke, in die sie umziehen. Der Felsk\u00fcsteneinsiedler hat kleine, gleich gro\u00dfe Scheren und rote Beine.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/clibanarius_erythropus-1.jpg\" alt=\"Felsk\u00fcsteneinsiedler, Clibanarius erythropus\"><br \/>\n<small>Der Felsk\u00fcsteneinsiedler ist bei uns sehr h\u00e4ufig. Fast alle Schneckenh\u00e4user, die man am Strand findet, sind von einem Einsiedler bewohnt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/clibanarius_erythropus-2.jpg\" alt=\"Felsk\u00fcsteneinsiedler, Clibanarius erythropus\"><br \/>\n<small>Typisch sind die r\u00f6tlichen Beine.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/clibanarius_erythropus-3.jpg\" alt=\"Felsk\u00fcsteneinsiedler, Clibanarius erythropus\"><br \/>\n<small>Dieser Felsk\u00fcsteneinsiedler ist aus seinem Schneckenhaus herausgekrochen; man sieht den reduzierten und gewundenen Hinterk\u00f6rper.<\/small><\/p>\n<h6><em>Diogenes pugilator<\/em>, Roux<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Einsiedlerkrebs <em>Diogenes pugilator<\/em> geh\u00f6rt zu den &#8222;Linksh\u00e4ndern&#8220;, d.h. die linke Schere ist gr\u00f6\u00dfer. Er ist bei uns selten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/diogenes_pugilator-1.jpg\" alt=\"Diogenes pugilator\"><br \/>\n<small><em>Diogenes pugilator<\/em> ist eine weitere Art Einsiedlerkrebs mit schwarz-wei\u00dfen Beinen und einer gr\u00f6\u00dferen linken Schere; wir haben ihn auf Sandboden in etwa 2 Meter tiefem Wasser gefunden.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\">3. Krabben <em>(Brachyura)<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>A<\/big>ls Krabben bezeichnet man Krebsarten mit einem rundlichen Kopfbrustpanzer (&#8222;R\u00fcckenschild&#8220;), deren Abdomen unter diesen untergeschlagen ist. Auf Naxos kommen zahlreiche Krabben-Arten vor, von denen allerdings die meisten selten zu sehen sind, weil sie im Sand vergraben leben oder sich in den Algen verstecken.<\/p>\n<h6>Felsenkrabbe, <em>Pachygrapsus marmoratus<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><big>E<\/big>ine der h\u00e4ufigsten Krabbenarten auf Naxos ist die Felsenkrabbe mit einem bis 5 cm gro\u00dfen, fast viereckigen R\u00fcckenpanzer von dunkelgrauer, marmorierter F\u00e4rbung. Sie lebt in H\u00f6hlen und Spalten um die Wasserlinie herum und kann mit ein bisschen Geduld leicht am Strand entdeckt werden. Sie ist ein Allesfresser und ern\u00e4hrt sich vor allem von kleinen Invertebraten und Detritus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pachygrapsus_marmoratus-3.jpg\" alt=\"Felsenkrabbe, Pachygrapsus marmoratus\"><br \/>\n<small>Die Felsenkrabbe ist an der Felsk\u00fcste sehr h\u00e4ufig. Sie sitzt h\u00e4ufig genau an der Wasserlinie.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pachygrapsus_marmoratus-4.jpg\" alt=\"Felsenkrabbe, Pachygrapsus marmoratus\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pachygrapsus_marmoratus-7.jpg\" alt=\"Felsenkrabbe, Pachygrapsus marmoratus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sie besitzt einen unbehaarten, fast viereckigen, marmorierten K\u00f6rper. Dieses Exemplar ist besonders gro\u00df.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pachygrapsus_marmoratus-5.jpg\" alt=\"Felsenkrabbe\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pachygrapsus_marmoratus-8.jpg\" alt=\"Felsenkrabbe\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Hinterleib ist bei den Krabben unter den K\u00f6rper geschlagen. Bei den Weibchen ist das Abdomen breiter als bei den M\u00e4nnchen. Unter ihm werden die zahlreichen Eier getragen.<\/small><\/p>\n<h6>Italienischer Taschenkrebs, <em>Eriphia verrucosa<\/em>, Forsk\u00e5l<\/h6>\n<p><big>S<\/big>eltener, aber ebenfalls regelm\u00e4\u00dfig kommt der bis 15 cm gro\u00df werdende Italienische Taschenkrebs vor. Diese Art hat einen rundlicheren, braunen R\u00fcckenpanzer mit H\u00f6ckern, Haaren und Stacheln. Sie besitzt borstige Beine und kr\u00e4ftige Zangen. Der Italienische Taschenkrebs bewohnt das flache Wasser und die Gezeitenzone und ern\u00e4hrt sich von Aas, Mollusken, W\u00fcrmern usw. Gro\u00dfe Exemplare werden in den Mittelmeerl\u00e4ndern oft gefangen und gekocht oder gegrillt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/eriphia_verrucosa-1.jpg\" alt=\"Italienischer Taschenkrebs, Eriphia verrucosa\"><br \/>\n<small>Der Italienische Taschenkrebs lebt im gleichen Biotop wie die Felsenkrabbe, wird aber deutlich gr\u00f6\u00dfer und kr\u00e4ftiger.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/eriphia_verrucosa-2.jpg\" alt=\"Italienischer Taschenkrebs, Eriphia verrucosa\"><br \/>\n<small>Der R\u00fcckenschild ist rundlicher, die dicken Scheren mit H\u00f6ckern besetzt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/eriphia_verrucosa-3.jpg\" alt=\"Italienischer Taschenkrebs, Eriphia verrucosa\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Meist sitzt er in Spalten und kleinen H\u00f6hlen.<\/small><\/p>\n<h6>Maskenkrabbe, <em>Pisa tetraodon<\/em>, Pennant<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Maskenkrabben (Gattung <em>Pisa<\/em>) sind lebendig schwer zu entdecken, man kann ihre Panzer aber gelegentlich am Strand finden. Die Maskenkrabben haben etwa dreickig geformte R\u00fcckenpanzer mit Dornen an den R\u00e4ndern und lang vorstehendem Rostrum (Kopffortsatz). Sie setzen sich Algen und \u00e4hnliches auf den R\u00fccken, wo diese Maskierung festw\u00e4chst, so dass sie sie immer mit sich herumtragen. Wenn man eine Maskenkrabbe in eine Umgebung mit einem anderen Bewuchs setzt, entfernt sie ihren alten Bewuchs und maskiert sich mit passenden Pflanzen. <em>Pisa tetraodon<\/em> nagt Sitzl\u00f6cher in Schw\u00e4mme, in denen sie sich tags\u00fcber aufh\u00e4lt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pisa_tetraodon-2.jpg\" alt=\"Pisa tetraodon\"><br \/>\n<small>Die Arten der Gattung <em>Pisa<\/em> erkennt man am dreieckigen, langgestreckten Panzer mit weit vorstehendem Kopffortsatz und seitlichen Dornen vor den Augen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pisa_tetraodon-1.jpg\" alt=\"Pisa tetraodon\"><br \/>\n<small>An diesem recht gro\u00dfen Exemplar sind die &#8222;k\u00f6rnige&#8220; Oberfl\u00e4che und die seitlichen Dornen gut zu sehen. Meist sind die Panzer von Algen bewachsen, was die Bestimmung erheblich erschwert.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pisa_tetraodon-3.jpg\" alt=\"Pisa tetraodon\"><br \/>\n<small>Von der Unterseite erkennt man die kleinen hinteren Beine und die dicken Scheren.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/pisa_spec-1.jpg\" alt=\"Pisa spec.\"><br \/>\n<small>kleiner Krebs aus Algenbestand, vermutlich ebenfalls aus der Gattung <em>Pisa<\/em><\/small><\/p>\n<h6>Kleine Seespinne, <em>Maja crispata<\/em>, Risso<\/h6>\n<p><small><em>(= Maja verrucosa)<\/em><\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Kleine Seespinne wird bis etwa 6 cm lang. Typisch f\u00fcr diese Art ist, dass sie meist dicht mit Algen bewachsen ist, so dass sie lebend nur sehr schwer zu entdecken ist. Die Seespinnen oder Dreieckskrabben sind an ihrer dreieckigen K\u00f6rperform mit zugespitztem Kopf zu erkennen. Sie besitzen lange Beine und lange schmale Scheren. Seespinnen ern\u00e4hren sich von Weichtieren, Stachelh\u00e4utern und auch Algen. Sie f\u00fchren jedes Jahr weite Wanderungen \u00fcber den Meeresboden durch. Zu den Seespinnen geh\u00f6rt die gr\u00f6\u00dfte Krebsart, die Japanische Riesenkrabbe, die bis \u00fcber 3 m Beinspanne erreicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/maja_crispata-2.jpg\" alt=\"Kleine Seespinne, Maja crispata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das sieht eigentlich weniger nach einem Krebs aus&#8230;<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/maja_crispata-1.jpg\" alt=\"Kleine Seespinne, Maja crispata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>&#8230;ist aber doch einer! Die Artzugeh\u00f6rigkeit ist bei diesem dichten Algenbewuchs kaum zu erkennen; es wird sich aber vermutlich um eine Kleine Seespinne handeln.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/maja_crispata-3.jpg\" alt=\"Kleine Seespinne, Maja crispata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier noch einmal von unten.<\/small><\/p>\n<h6>Gro\u00dfe Seespinne, <em>Maja squinado<\/em>, Herbst<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gro\u00dfe Seespinne erreicht bis 20 cm Gr\u00f6\u00dfe. Sie wird gelegentlich in Netzen gefangen und ist wie die anderen gro\u00dfen Krebsarten als Leckerbissen gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/maja_squinado-2.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Seespinne, Maja squinado\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/maja_squinado-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe Seespinne, Maja squinado\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wie ihre kleine Schwester ist auch die Gro\u00dfe Seespinne so stark mit Algen bewachsen, dass man sie kaum entdecken kann, solange sie sich nicht bewegt.<\/small><\/p>\n<h6><em>Portumnus latipes<\/em>, Pennant<\/h6>\n<p><big>B<\/big>ei einigen Krabben sind die hintersten F\u00fc\u00dfe zu paddelartigen Schwimmf\u00fc\u00dfen umgebildet, mit denen sie sich im Wasser flink fortbewegen k\u00f6nnen. Diese Arten kommen vor allem an Sandstr\u00e4nden vor, wo sie ihre Zeit meist im Sand eingegraben verbringen, so dass man sie kaum entdecken kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/portumnus_latipes-2.jpg\" alt=\"Portumnus latipes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese von Meersalat bewachsene Schwimmkrabbe (vermutlich <em>Portumnus latipes<\/em>) haben wir in Ap\u00f3llonas entdeckt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/portumnus_latipes-1.jpg\" alt=\"Portumnus latipes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An diesem Exemplar kann man gut die sandfarbene, gepunktete Tarnf\u00e4rbung erkennen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Achelous hastatus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese h\u00fcbsche Art mit den roten Flecken auf den Schwimmf\u00fc\u00dfen haben wir an einem Sandstrand an der S\u00fcdwestk\u00fcste von Naxos gefunden; auch sie lebt meist im Sand versteckt und ist deswegen nur selten zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/achelous_hastatus-1.jpg\" alt=\"Achelous hastatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art ist an dem breiten Panzer mit dem seitlichen Dorn, der r\u00f6tlichen F\u00e4rbung und den langen Scheren zu erkennen. Die Schwimmf\u00fc\u00dfe tragen einen roten Fleck auf dem untersten paddelf\u00f6rmigen Glied.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/achelous_hastatus-2.jpg\" alt=\"Achelous hastatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier dasselbe Tier von unten.<\/small><\/p>\n<h6><em>Xaiva biguttata ?<\/em>, Risso<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/xaiva_biguttata-1.jpg\" alt=\"Xaiva biguttata ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch diese Krabben-Art lebt meist im Sand versteckt; sie kommt bei uns gar nicht so selten vor, ist aber nur selten zu sehen.<\/small><\/p>\n<h6>Blaue Schwimmkrabbe, <em>Callinectes sapidus<\/em>, Rathbun<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Blaue Schwimmkrabbe stammt urspr\u00fcnglich aus Amerika, wo sie an der Atlantikk\u00fcste verbreitet ist. Sie ist ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa eingeschleppt worden und tritt nun auch in vielen Bereichen des Mittelmeergebietes auf. Auf Naxos kommt sie am Strand von Kaland\u00f3s vor, wo sie vor allem am kleinen Fl\u00fcsschen, das dort m\u00fcndet, anzutreffen ist. Die Weibchen wandern nach der Paarung ins flache Meer, wo auch die Larven leben, w\u00e4hrend die M\u00e4nnchen sich am liebsten das ganze Jahr \u00fcber im Brackwasser aufhalten. Sie ist essbar und wird im Mittelmeerraum schon in gro\u00dfem Ma\u00dfstab vermarktet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/callinectes_sapidus-1.jpg\" alt=\"Blaue Schwimmkrabbe, Callinectes sapidus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Blaue Schwimmkrabbe lebt an Flussm\u00fcndungen, auch im S\u00fc\u00dfwasser, wie hier bei Kaland\u00f3s. Sie ist an der leuchtend blauen F\u00e4rbung der Beine zu erkennen. Das letzte Beinpaar ist als Schwimmpaddel ausgebildet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/callinectes_sapidus-2.jpg\" alt=\"Blaue Schwimmkrabbe, Callinectes sapidus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der bis zu 20 cm breite R\u00fcckenpanzer weist auf jeder Seite neun Z\u00e4hne an der Vorderkante auf, von denen der hinterste als langer Dorn ausgebildet ist. Die Scheren sind kr\u00e4ftig, aber eher schmal.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/callinectes_sapidus-3.jpg\" alt=\"Blaue Schwimmkrabbe, Callinectes sapidus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Blaue Schwimmkrabbe ist ganz sch\u00f6n aggressiv und immer bereit, kr\u00e4ftig mit ihren Scheren zu kneifen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/callinectes_sapidus-4.jpg\" alt=\"Blaue Schwimmkrabbe, Callinectes sapidus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Weibchen besitzen orange gef\u00e4rbte Scheren und l\u00e4ngere Dornen an der Seite des Carapax.<\/small><\/p>\n<h6>Schamkrabbe, <em>Calappa granulata<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie merkw\u00fcrdige Schamkrabbe kommt auf Sandb\u00f6den vor, wo sie im Untergrund vergraben lebt. Ich habe sie noch nie lebend gesehen, sondern nur als Beifang von Fischern; ich will sie wegen ihrer Merkw\u00fcrdigkeit hier aber dennoch aufnehmen. Die Scherenbeine der Schamkrabbe sind sehr gro\u00df und so gestaltet, dass sie das &#8222;Gesicht&#8220; der Krabbe vollst\u00e4ndig verbergen, wenn sie sie vor dem Kopf schlie\u00dft. Auf diese Weise entsteht ein sandfreier Hohlraum vor dem Kopf der eingegrabenen Krabbe, der es ihr erm\u00f6glicht, sauberes Wasser zu atmen. Au\u00dferdem sind die gro\u00dfen Scherenbeine der Schamkrabbe beim Eingraben in den Sand n\u00fctzlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/calappa_granulata-1.jpg\" alt=\"Schamkrabbe, Calappa granulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die merkw\u00fcrdige Schamkrabbe lebt in gr\u00f6\u00dferen Wassertiefen im Sand vergraben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/calappa_granulata-2.jpg\" alt=\"Schamkrabbe, Calappa granulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die genau ineinander passenden riesigen Scherenarme halten den Sand vom Kopf der Krabbe fern, so dass sie auch im Sand vergraben sauberes Wasser atmen kann.<\/small><\/p>\n<p><big>Z<\/big>u den Krabben geh\u00f6rt auch die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/suesswasserkrabbe\/\">S\u00fc\u00dfwasserkrabbe <em>Potamon potamios<\/em><\/a>, die auf einer eigenen Seite abgehandelt wird.<\/p>\n<h3><a name=\"D\">4. Garnelen <em>(Caridea)<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>A<\/big>ls Garnelen werden kleine, langgstreckte Krebstiere mit zylindrischem Carapax (R\u00fcckenschild) bezeichnet. Auf Naxos kommen mehrere Arten h\u00e4ufig vor; sie sind allerdings schwer zu entdecken, da sie versteckt leben und klein und gut getarnt sind.<\/p>\n<h6>Felsengarnele, <em>Palaemon elegans<\/em>, Rathke und <em>P. serratus<\/em>, Pennant<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Felsengarnelen kommen an der K\u00fcste vor. Diese Tiere sind gar nicht so selten, verstecken sich aber unter Felsen und in den Algen und sind au\u00dferdem schwer zu entdecken, da sie fast durchsichtig sind. Die h\u00fcbsche Felsengarnele mit bl\u00e4ulichen Scherenbeinen wird bis zu 6 cm lang. Es gibt mehrere Arten, die sehr schwer zu bestimmen sind; man muss beispielsweise die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse der Scheren messen, was praktisch nur am toten Tier geht. Meine Bestimmungen sind darum unsicher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/palaemon_spec-1.jpg\" alt=\"Felsengarnele, Palaemon spec\"><br \/>\n<small>Die Felsengarnelen sind schwer zu entdecken, weil sie fast durchsichtig sind. Sie sitzen meist an der Unterseite von Felsen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/palaemon_spec-3.jpg\" alt=\"Felsengarnele, Palaemon spec\"><br \/>\n<small><em>Palaemon elegans<\/em> hat bl\u00e4ulich gef\u00e4rbte Beine<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/palaemon_spec-4.jpg\" alt=\"Felsengarnele, Palaemon spec\"><br \/>\n<small>Hier handelt es sich eventuell um <em>Palaemon serratus;<\/em> die Bestimmung erfolgt u.a. anhand der Anzahl der Z\u00e4hne auf dem Rostrum (vorderste Spitze des R\u00fcckenschildes) und ist nach einem Foto nicht m\u00f6glich.<\/small><\/p>\n<h6>Sandgarnele, <em>Philocheras spec.<\/em><\/h6>\n<p><big>B<\/big>ei uns kommt eine Sandgarnelen-Art vor, die nur selten zu entdecken ist, da sie tags\u00fcber meist im Sandboden des Flachwassers vergraben ist und au\u00dferdem eine ausgezeichnete Tarnf\u00e4rbung aufweist. Sie wird bis 2 cm lang. Sie besitzt lange F\u00fchler und kleine, aber kr\u00e4ftige Scheren, die jedoch weitgehend unter dem K\u00f6rper verborgen sind. Zwei l\u00e4ngere Beinpaare sind seitlich des K\u00f6rpers zu sehen, w\u00e4hrend die vorderen Beine unter dem K\u00f6rper gehalten werden und die hinteren 5 Beinpaare sehr kurz sind. Oben auf dem Brustpanzer sitzen ein nach vorn weisender Dorn mit zwei Augen-artig wirkenden H\u00f6ckern daneben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/philocheras_spec-1.jpg\" alt=\"Sandgarnele, Philocheras spec\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Garnele, die vermutlich zur Gattung <em>Philocheras<\/em> geh\u00f6rt, lebt in Sandb\u00f6den und ist nur selten zu sehen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"E\">5. Asseln <em>(Isopoda)<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Asseln besitzen einen einfacheren K\u00f6rperbau als die meisten Krebse: Die Segmente sind alle recht \u00e4hnlich gestaltet. Es handelt sich um recht kleine, unauff\u00e4llige Tiere. Zu den Asseln geh\u00f6ren die einzigen Krebstiere, die g\u00e4nzlich auf dem Land leben; es gibt unter ihnen jedoch auch viele Meeresbewohner.<\/p>\n<h6>Klippenassel, <em>Ligia oceanica<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie am einfachsten zu beobachtende Assel-Art bei uns ist die h\u00e4ufige Klippenassel. Diese kleinen, scheuen Tierchen leben in gro\u00dfer Zahl am Strand, wo sie sich tags\u00fcber meist unter Seegras oder in Felsritzen verstecken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/ligia_oceanica-2.jpg\" alt=\"Klippenassel, Ligia oceanica\"><br \/>\n<small>Die Klippenassel ist \u00fcberall am Strand h\u00e4ufig, aber sehr scheu.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/ligia_oceanica-3.jpg\" alt=\"Klippenassel, Ligia oceanica\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/ligia_oceanica-1.jpg\" alt=\"Klippenassel, Ligia oceanica\"><br \/>\n<small>Sie hat auff\u00e4llige gro\u00dfe Augen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Idotea metallica ?<\/em>, Bosc.<\/h6>\n<p><big>A<\/big>u\u00dfer der am Strand lebenden Klippenassel gibt es im Mittelmeer zahlreiche marine Asselarten, darunter beispielsweise die Gattung <em>Idotea<\/em>, deren Angeh\u00f6rige vor allem am Seegras leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/idotea_metallica-1.jpg\" alt=\"Idotea metallica?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Asselart <em>(Idotea metallica?)<\/em> lebt vor allem an Seegrasbl\u00e4ttern, denen sie in der F\u00e4rbung \u00e4hnelt.<\/small><\/p>\n<h6>Fischassel, Familie <em>Cymothoida<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Fischassel ist eine recht h\u00e4ufige parasitische Art, die au\u00dfen am K\u00f6rper von Fischen oder in deren Mundh\u00f6hle lebt. Wie bei allen Asseln sind die K\u00f6rperglieder bei dieser Art weitgehend gleichgestaltet. Die Beine tragen hakenf\u00f6rmige Krallen, mit denen sich der Parasit sicher an seinem Wirt festhalten kann. Bei der hier abgebildeten Art k\u00f6nnte es sich um ein Mitglied der Gattung <em>Nerocila<\/em> handeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/nerocila-2.jpg\" alt=\"Fischassel, Nerocila?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Fischassel lebt parasitisch au\u00dfen an Fischen oder in deren Mundh\u00f6hle.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/nerocila-3.jpg\" alt=\"Fischassel, Nerocila?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sie besitzt hakenf\u00f6rmige Krallen an den Beinen, mit denen sie sich am Wirt festklammert. Rechts im Bild sieht man den kleinen Mund, mit dem die Fischassel das Blut des Wirtes saugt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/nerocila_spec-1.jpg\" alt=\"Fischassel, Nerocila?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier kann man die merkw\u00fcrdigen Augen der Fischassel sehen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"F\">6. Flohkrebse <em>(Amphipoda)<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie sehr kleinen Flohkrebse sind mit den Asseln verwandt; im Gegensatz zu diesen sind sie jedoch seitlich abgeplattet.<\/p>\n<p><big>I<\/big>n Algenbest\u00e4nden findet man viele Flohkrebse, die meist so klein sind, dass man sie auch mit einer starken Lupe kaum bestimmen kann. Von besonderer Bedeutung f\u00fcr die Bestimmung ist die Form der Beinpaare. Flohkrebse haben keinen R\u00fcckenpanzer, alle Gliederst\u00fccke des R\u00fcckens sind etwa gleichf\u00f6rmig ausgebildet. Die abgebildete Art besitzt (auf jeder Seite) zwei schlanke F\u00fchler, zwei Scherenbeine mit kleinen Scheren und f\u00fcnf etwa gleich gestaltete Schwimmbeine, von denen zwei etwas nach vorn und drei etwas nach hinten gerichtet sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/amphipoda-1.jpg\" alt=\"Flohkrebs\"><br \/>\n<small>Flohkrebs-Art, m\u00f6glicherweise <em>Maera inaequipes<\/em><\/small><\/p>\n<h6><a name=\"G\">&#8222;Gespensterkrebs&#8220;, Familie <em>Caprellidae<\/em><\/a><\/h6>\n<p><big>W<\/big>enn man mit der Lupe in Algenbest\u00e4nden sucht, kann man noch weitere Arten entdecken, wie den abenteuerlich aussehenden, extrem gut getarnten &#8222;Gespensterkrebs&#8220;. Diese fast durchsichtige Art, die bis 1 cm gro\u00df wird, ist sehr langgestreckt mit kleinen, teilweise zur\u00fcckgebildeten Beinen und rundlichen Klammerscheren. Der Thorax (Brustsegmente) ist bei dieser Familie besonders langgestreckt, w\u00e4hrend das Abdomen zur\u00fcckgebildet ist und nur wenige Beine tr\u00e4gt. Der Gespensterkrebs ist besonders h\u00e4ufig auf Hydrozoen zu finden; er ern\u00e4hrt sich gemeinsam mit den Hydrozoen von Plankton. Die Bestimmung der Art ist nicht m\u00f6glich (man soll ja auch nicht \u00fcbertreiben!).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/crustaceans\/caprellidae-1.jpg\" alt=\"Gespensterkrebs\"><br \/>\n<small>Auf Hydrozoen kann man gelegentlich den winzigen &#8222;Gespensterkrebs&#8220; finden. Das Bild ist nicht gut genug, dass eine Bestimmung m\u00f6glich w\u00e4re (abgesehen davon dass mir die Bestimmungsliteratur fehlt), aber ich m\u00f6chte dieses urige Tier trotzdem nicht auslassen!<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-meerestiere\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/seepocken\/\">Seepocken<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-meerestiere\/\">Meerestiere \u00dcberblick<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/entenmuscheln\/\">Entenmuscheln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/suesswasserkrabbe\/\">S\u00fc\u00dfwasserkrabbe<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Krebse geh\u00f6ren zum Stamm der Gliederf\u00fc\u00dfer, der die Kieferklauentr\u00e4ger (Chelicerata) mit den Pfeilschwanzkrebsen und den Spinnentieren (Spinnen, Skorpione und Milben) umfasst sowie die Tausendf\u00fc\u00dfer, die Krebstiere und die Sechsf\u00fc\u00dfer (Insekten, Springschw\u00e4nze u.a.). Der Unterstamm der Krebstiere umfasst die H\u00f6heren Krebse, die Kiemenf\u00fc\u00dfer (z.B. 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