{"id":13761,"date":"2021-03-14T11:35:57","date_gmt":"2021-03-14T09:35:57","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=13761"},"modified":"2024-10-31T19:09:50","modified_gmt":"2024-10-31T17:09:50","slug":"naxos-venezianische-wehrtuerme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/naxos-venezianische-wehrtuerme\/","title":{"rendered":"Die venezianischen Wehrt\u00fcrme"},"content":{"rendered":"<p><big>Z<\/big>u den vielen bemerkenswerten Sehensw\u00fcrdigkeiten der Insel Naxos geh\u00f6ren die venezianischen Wehrt\u00fcrme &#8211; Zeugnisse einer bewegten Zeit. Keine andere Insel der \u00c4g\u00e4is besitzt so viele Wehrt\u00fcrme wie Naxos.<\/p>\n<p><big>N<\/big>achdem der venezianische Kreuzfahrer Marco Sanudo die Insel Naxos im Jahr 1207 erobert hatte, teilte er sie unter seine gut 50 Gef\u00e4hrten auf und ernannte diese zu Feudalherren (wobei er reichere griechische Landbesitzer in ihrem Besitz lie\u00df und auch Land in Nutzung nahm, das damals unbesiedelt war). Die venezianischen Feudalherren errichteten sich in den D\u00f6rfern oder auf ihren L\u00e4ndereien wehrhaft angelegte Landh\u00e4user, in denen sie sich den Sommer \u00fcber aufhielten, w\u00e4hrend sie den Winter in ihren Herrenh\u00e4usern im <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-kastro-chora\/\">Kastro der Ch\u00f3ra<\/a> verbrachten.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Wehrt\u00fcrme waren urspr\u00fcnglich so gebaut, dass sie sich leicht verteidigen lie\u00dfen. Im untersten Stockwerk befanden sich bei manchen T\u00fcrmen keine Fenster oder T\u00fcren; allgemein waren die Fenster klein. Andere T\u00fcrme hatten T\u00fcren auch im unteren Stock, aber diese f\u00fchrten nur in die dort befindlichen landwirtschaftlichen R\u00e4ume ohne inneren Treppenzugang zu den Wohnr\u00e4umen in den oberen Stockwerken. Der Eingang zum Wohnbereich des Turms lag in beiden F\u00e4llen im zweiten Stock und war nur \u00fcber eine Leiter oder eine Br\u00fccke oder eine sehr steile, leicht zu verteidigende Treppe zu erreichen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_agia-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm von Agia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der venezianische Wehrturm von Agi\u00e1 im Norden von Naxos besitzt keine T\u00fcren oder Fenster im unteren Stockwerk; die Eingangst\u00fcr im zweiten Stock ist nur \u00fcber eine sehr steile Treppe zu erreichen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_chalki-2.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Chalki, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am Wehrturm in Chalk\u00ed f\u00fchrt eine gro\u00dfe, vom Turm getrennte Treppe zum ersten Stock hinauf; die Eingangst\u00fcr war aber nur \u00fcber eine einziehbare Br\u00fccke zu erreichen. Der Vorbau am Fenster oberhalb des Eingangs diente vermutlich ebenfalls der Verteidigung, z.B. f\u00fcr das Herabsch\u00fctten von hei\u00dfem \u00d6l.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie heutigen venezianischen Wehrt\u00fcrme der Insel stammen \u00fcberwiegend nicht aus dieser fr\u00fchen Zeit, sondern sind j\u00fcngeren Datums, vor allem aus dem 17. und 18. Jahrhundert, als die Insel schon unter <a href=\"https:\/\/azalas.de\/naxos-tuerkische-epoche\/\">t\u00fcrkischer Oberherrschaft<\/a> stand. Viele der Wehrt\u00fcrme sind heute verfallen; einige wenige sind noch bewohnbar bzw. werden noch bewohnt.<\/p>\n<h3>Der Wehrturm von Kourounoch\u00f3ri<\/h3>\n<p><big>D<\/big>er \u00e4lteste erhaltene Wehrturm der Insel steht in Kourounoch\u00f3ri bei M\u00e9lanes. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert und geh\u00f6rte der Familie Sanudo, war also die Landresidenz des Herzogs der Insel. Bei diesem Wehrturm wurde im Jahr 1383 der letzte Herzog der Familie Sanudo, Nicolo dalla Carcere, von Franziskus Crispi ermordet, der danach zum Herzog der \u00c4g\u00e4is ernannt wurde. Im 19. Jahrhundert geh\u00f6rte der Turm der aus Konstantinopel stammenden griechischen Adelsfamilie Frangopoulos, die zum katholischen Glauben \u00fcbergetreten waren. Als der 1833 nach der Befreiung Griechenlands als K\u00f6nig eingesetzte bayrische Prinz Otto zu einem Besuch auf die Insel Naxos kam, weilte er in diesem Turm.<\/p>\n<p><big>W<\/big>ie alle venezianischen Wohnt\u00fcrme der Insel war der Turm in Kourounoch\u00f3ri wehrhaft angelegt und besa\u00df ursp\u00fcnglich keine Fenster und T\u00fcren im Erdgeschoss. Der im zweiten Stock gelegene Eingang war nur \u00fcber eine steile Treppe oder eine Zugbr\u00fccke zu erreichen; erh\u00f6hte Mauern auf dem Dach sowie ummauerte Vorspr\u00fcnge in der Mitte der Seiten, von denen aus gro\u00dfe Steine herabgeworfen werden konnten, dienten der Verteidigung. Charakteristisch f\u00fcr die venezianischen Wehrt\u00fcrme sind die kleinen Zackent\u00fcrmchen auf dem Dach.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_kouronochori-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Kourounochori, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser heute nicht mehr genutzte und zum Verkauf stehende Wehrturm in Kourounoch\u00f3ri stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist der \u00e4lteste erhaltene venezianische Wehrturm der Insel (Foto von Dieter Linde).<\/small><\/p>\n<h3>Die Geschichte der Familie K\u00f3kkos<\/h3>\n<p><big>M<\/big>ehrere Wehrt\u00fcrme der Insel geh\u00f6rten der griechischen Familie K\u00f3kkos. <strong>Konstantinos Kokkos<\/strong>, der bekannteste Angeh\u00f6rige der Familie, war politisch sehr aktiv und wurde zum Vertreter der D\u00f6rfler und zum Richter ernannt. Er setzte sich unerm\u00fcdlich f\u00fcr die Rechte der armen griechischen Bauern ein. In den Jahren 1670 und 1681 f\u00fchrte er zwei Aufst\u00e4nde gegen die Feudalherren an. Dadurch machte er sich bei diesen nat\u00fcrlich sehr unbeliebt, was damit endete, dass er im Jahr 1687 ermordet wurde. Der Mord wurde von Franziskus Barozzi begangen, der ihm zusammen mit mehreren anderen katholischen Adeligen nahe der Stadt auflauerte. Die Vertreter der D\u00f6rfer der Insel und des Stadtviertel Burgos schickten einen langen, von vielen Priestern und B\u00fcrgern der Insel unterzeichneten Brief an den Admiral der venezianischen Flotte, mit dem sie die Bestrafung dieses Mordes am hochgesch\u00e4tzten Anf\u00fchrer der Naxioten ersuchten, schon allein um weitere Feindseligkeiten zu unterbinden, jedoch ohne Erfolg. Die venezianische Flotte war in dieser Zeit immer noch auf den Kykladen t\u00e4tig, st\u00e4ndig mit der osmanischen Flotte um die Seeherrschaft in der \u00c4g\u00e4is konkurrierend; etwa f\u00fcnf Jahre zuvor hatten die Venezianer die Insel Naxos kurzfristig wiedererobert, mit der Hoffnung, das Herzogtum der \u00c4g\u00e4is wiederherzustellen, hatten sie aber bald wieder an die Osmanen verloren.<\/p>\n<p><big>Z<\/big>wei Jahre sp\u00e4ter \u00fcbten die Anh\u00e4nger des Konstantinos Kokkos Rache f\u00fcr den Mord, indem sie den Schwiegervater von Franziskus Barozzi, Chrousis Coronello, der die Tat angestiftet haben sollte, bei Kaloxylos ermordeten. So entstand eine erbitterte Fehde zwischen den beiden Familien. Die Familie Kokkos zog sich ins wehrhafte Kloster Ypsilot\u00e9ras bei Gal\u00edni (nahe Engar\u00e9s) zur\u00fcck, das von Konstantinos Kokkos im Jahr 1660 errichtet worden war und in dem nun sein Sohn Ambrosios Abt war. Wenige Tage nach der Ermordung Coronellos stifteten die aufgebrachten Katholiken von Naxos den Piraten Reimond de Modene, der sich mit einer Fregatte im Hafen befand, dazu an, gemeinsam mit Anf\u00fchrern der katholischen Feudalherren unter Jakob Coronello, dem Sohn des Ermordeten, das Wehrkloster Ypsilot\u00e9ras zu \u00fcberfallen. Nach einer mehrt\u00e4gigen Belagerung, die mehreren Bewohnern des Klosters das Leben kostete, gelang es den Verteidigern, heimlich in der Nacht zu fliehen. Dabei lie\u00dfen sie die damals vierj\u00e4hrige Tochter von Konstantinos Kokkos zur\u00fcck, bef\u00fcrchtend, dass das Kind sie durch Weinen verraten w\u00fcrde; sie hofften, dass die Angreifer dem Kind nichts zuleide tun w\u00fcrden. Tats\u00e4chlich nahmen diese das M\u00e4dchen mit, und sie scheint zumindest eine zeitlang in der Ch\u00f3ra gelebt zu haben und soll im katholischen Glauben aufgezogen worden sein.<\/p>\n<p><big>D<\/big>urch das erneute Blutvergie\u00dfen wurde nun auch die venezianische Admiralit\u00e4t auf die Vorg\u00e4nge aufmerksam und verhaftete sowohl den Abt Ambrosios Kokkos und zwei seiner Mitstreiter als auch den naxiotischen Anf\u00fchrer der Angreifer Jakob Coronello. Erst deutlich sp\u00e4ter gelang es nach weiterem Blutvergie\u00dfen den Kapuzinern der Ch\u00f3ra, die durch die Ereignisse bitterlich verfeindete katholische und orthodoxe Kirche der Insel wieder einigerma\u00dfen auszus\u00f6hnen. Um der blutigen Fehde endg\u00fcltig ein Ende zu bereiten, vereinbarten die Familien Kokkos und Barozzi schlie\u00dflich, ihre Kinder zu verm\u00e4hlen, und die kleine Anno\u00fasa wurde dem Sohn des Franziskus Barozzi versprochen. Gem\u00e4\u00df der lokalen Tradition verliebte dieser Sohn namens Tsabat\u00eds sich unsterblich in die sch\u00f6ne Anno\u00fasa, die er im Wehrturm der Familie bei Potami\u00e1 erblickte, und auch sie erwiderte die Liebe des sch\u00f6nen jungen Mannes, mit dem Ergebnis, dass er sie entf\u00fchrte und die beiden gegen den Willen ihrer Familien heirateten und so die Feindschaft beendeten. Sie lebten im Wehrturm der Familie Barozzi in Chalk\u00ed, der noch lange &#8222;Turm der Anno\u00fasa&#8220; genannt wurde, w\u00e4hrend die Mutter von Anno\u00fasa, die Witwe des Konstantinos, bis zu ihrem Tod im Wehrturm bei Potami\u00e1 lebte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_potamia_kokkos-2.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In diesem Wehrturm im Tal von Potami\u00e1 lebte die Familie K\u00f3kkos.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_potamia_kokkos-4.jpg\" alt=\"Wappen am venezianischen Wehrturm in Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am Geb\u00e4ude ist der Wappen des Konstant\u00ednos K\u00f3kkos angebracht &#8211; rechts und links sind seine Anfangsbuchstaben K und K eingeritzt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_potamia_kokkos-3.jpg\" alt=\"Inschrift am venezianischen Wehrturm in Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>\u00dcber der T\u00fcr steht der Spruch: &#8222;Es ist n\u00fctzlich f\u00fcr das Leben, sich des Todes zu erinnern&#8220;. Die Buchstaben darunter stehen f\u00fcr das Jahr 1686.&#8220;<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_potamia_kokkos-5.jpg\" alt=\"Getreidem\u00fchle im Keller des venezianischen Wehrturms in Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wie in vielen Wehrt\u00fcrmen wurden auch hier landwirtschaftliche T\u00e4tigkeiten durchgef\u00fchrt: Im Keller befinden sich die \u00dcberreste einer Wasserm\u00fchle und einer \u00d6lm\u00fchle.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_potamia_kokkos-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser Wehrturm ist bis heute mit der romantischen Liebesgeschichte von Tsabat\u00eds Bar\u00f3zzi und Anno\u00fasa K\u00f3kkou verkn\u00fcpft, die heirateten, obwohl Anno\u00fasas Vater vom Vater von Tsabat\u00eds ermordet worden war.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/monastery_ypsiloteras-1.jpg\" alt=\"Kloster Ypsiloteras bei Galini, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Das Kloster Ypsilot\u00e9ras bei Gal\u00edni wurde im Jahr 1600 von der Familie Kokkos errichtet. Es war von einer hohen Wehrmauer umgebenen und sehr wehrhaft gebaut. Das Kloster diente der Familie Kokkos als Festung im Freiheitskampf gegen die katholischen Feudalherren sowie auch als Fluchtburg f\u00fcr die Bauern der Umgebung im Fall von K\u00e4mpfen oder Piraten\u00fcberf\u00e4llen (Foto von Dieter Linde).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_chalki-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Chalki, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In diesem Wehrturm in Chalk\u00ed lebte die Familie Barozzi; hier wohnten Tsabat\u00eds und Anno\u00fasa nach ihrer Heirat. Von der Bev\u00f6lkerung von Chalk\u00ed wurde der Wehrturm noch lange &#8222;Turm der Anno\u00fasa&#8220; genannt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_chalki_coats_of_arms-1.jpg\" alt=\"Wappen am venezianischen Wehrturm in Chalki, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wappen oberhalb des Eingangs zum Turm: W\u00e4hrend der Turm urspr\u00fcnglich der Familie Barozzi geh\u00f6rte und das Wappen dieser Familie mit der Jahreszahl 1742 \u00fcber der Eingangst\u00fcr in den Turm selbst prangt, befindet sich am Eingang zum Hof dieses Wappen des englischen Konsuls G. Frangopoulos, der ab dem Jahr 1816 auf Naxos t\u00e4tig war und, der Inschrift zufolge, den Turm instandsetzte.<\/small><\/p>\n<h3>Weitere Wehrt\u00fcrme der Insel<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_belonia_galanado-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm Belonia bei Galanado, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Gut erhalten und heute noch bewohnt ist der Wehrturm Bel\u00f3nia bei Galan\u00e1do.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_belonia_galanado-2.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm Belonia bei Galanado, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Er stammt aus dem Jahr 1610.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_engares-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm bei Engares, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Oberhalb des Dorfes Engar\u00e9s liegt ein weiterer venezianischer Wehrturm im fruchtbaren Flusstal; dieser wurde 1787 erbaut.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_engares_coats_of_arms.jpg\" alt=\"Wappen am venezianischen Wehrturm bei Engares, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>\u00dcber der T\u00fcr sieht man das Wappen des Erbauers Andronikos Prantounas, der als katholischer Kirchenvorsteher der Metropole in Naxos und des Kosters Chrys\u00f3stomos t\u00e4tig war.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_engares_well-1.jpg\" alt=\"Brunnen beim venezianischen Wehrturm bei Engares, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Ein \u00fcbermauerter Brunnen in der N\u00e4he stammt aus derselben Zeit.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/villages\/skeponi-1.jpg\" alt=\"Skeponi, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die winzige verlassene Siedlung Skep\u00f3ni im Nordwesten der Insel war ebenfalls ein Feudalsitz.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_skeponi-1.jpg\" alt=\"kleiner venezianischer Wehrturm bei Skeponi, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man den kleinen &#8222;Wehrturm&#8220; von Skep\u00f3ni. Er wurde m\u00f6glicherweise vom Sohn Markos des Spaniers Francesco Coronello erbaut, der die Insel unter Joseph Nasi in den letzten Jahrzehnten des Herzogtums regierte, und dessen Familie sich auf der Insel ansiedelte.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_filoti-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Filoti, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In Fil\u00f3ti liegt ein eher kleiner Wehrturm im Taleinschnitt zwischen den beiden Dorfh\u00e4lften.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_filoti-2.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Filoti, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser Turm geh\u00f6rte der Familie Barozzi, die sich aus Venedig kommend erst auf Santorin, dann auf Kreta angesiedelt hatte. Vor dort aus kam sie Ende des 15. Jahrhunderts nach Naxos. Wie bei allen \u00e4lteren Wehrt\u00fcrmen war das obere Stockwerks des Turmes mit den Wohnr\u00e4umen nur \u00fcber eine h\u00f6lzerne Leiter zur T\u00fcr im zweiten Stock zug\u00e4nglich (am heutigen Balkon).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_filoti-3.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Filoti, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der erste Angeh\u00f6rige der Familie Barozzi, der nach Naxos kam, war der 1619 verstorbene Georgetto Barozzi. Er heiratete eine Tochter des Hauses Crispi, die das Dorf Fil\u00f3ti als Feudalbesitz in die Ehe brachte.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_filoti_coats_of_arms.jpg\" alt=\"Wappen am venezianischen Wehrturm in Filoti, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>\u00dcber dem Tor zum Garten sieht man noch heute das Wappen von &#8222;Geronimo Barozzi&#8220; mit der Jahreszahl 1718.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/villages\/apiranthos-2.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Apiranthos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In Ap\u00edranthos gibt es mehrere venezianische Wehrt\u00fcrme, von denen der gr\u00f6\u00dfte und am besten erhaltene heute der griechischen Familie Zevg\u00f3lis geh\u00f6rt, die ihn noch bewohnt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/villages\/apiranthos_tower-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Apiranthos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Wehrturm st\u00fctzt sich auf einen abenteuerlichen Rundbogen. Er stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde von der Familie K\u00e1stri errichtet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_agia_view-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Agia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der venezianische Wehrturm von Agi\u00e1 befindet sich in einer heute kaum noch besiedelten Ecke im Nordwesten von Naxos in etwa 200 Metern Meeresh\u00f6he auf einem kleinen Bergr\u00fccken oberhalb eines fruchtbaren, wasserreichen Tals. Er ist der eine von nur zwei Wehrt\u00fcrmen der Insel, die vom Meer aus sichtbar sind. Urspr\u00fcnglich geh\u00f6rte er vermutlich der Familie Kokkos. Er war bis 1992 bewohnt, als er ausbrannte und weitgehend zerst\u00f6rt wurde.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_agia-1.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Agia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wie die meisten venezianischen Wehrt\u00fcrme von Naxos hat er einen viereckigen Grundriss und drei Stockwerke. Fenster hat nur das oberste Stockwerk; in den unteren befinden sich lediglich schmale Schie\u00dfscharten. Typisch f\u00fcr die venezianischen Wehrt\u00fcrme sind die Zackent\u00fcrmchen auf dem Dach.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_agia-3.jpg\" alt=\"venezianischer Wehrturm in Agia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der sehr niedrige Eingang zum Turm liegt im ersten Obergeschoss und ist nur \u00fcber eine steile Treppe zu erreichen.<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>u\u00dfer den venezianischen Wehrt\u00fcrmen wurden auch einige wenige Wehrt\u00fcrme auf Naxos von den Griechen errichtet, insbesondere die zwei Wehrt\u00fcrme des M\u00e1rkos Pol\u00edtis in Keram\u00ed und Akad\u00edmi. M\u00e1rkos Pol\u00edtis war der Anf\u00fchrers des griechischen Widerstandes sowohl gegen die Venezianer als auch gegen die T\u00fcrken; er gr\u00fcndete gemeinsam mit einem Kapit\u00e4n von Paros und mit W\u00fcrdentr\u00e4gern der Kirche die <a href=\"https:\/\/azalas.de\/naxos-agios-artemios-kinidaros\/\">als Kirche getarnte erste orthodoxe Schule auf Naxos<\/a>.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/sights\/fortresses\/tower_akadimi_politis-1.jpg\" alt=\"Wehrturm des Markos Politis in Akadimi, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der gro\u00dfe Wehrturm des M\u00e1rkos Pol\u00edtis in Akad\u00edmi ist einer der wenigen Wehrt\u00fcrme, die von Griechen errichtet wurden.<\/small><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-wehrturm-kloster-agia\/\">Der Wehrturm und das Kloster von Agia<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-sehenswuerdigkeiten\/\">Die Sehensw\u00fcrdigkeiten von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/festungen-und wehrtuerme\/\">Festungen und Wehrt\u00fcrme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-geschichte\/\">Die Geschichte der Insel Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-venezianische-epoche\/\">Naxos unter den Venezianern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-tuerkische-epoche\/\">Naxos unter t\u00fcrkischer Oberherrschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-agios-artemios-kinidaros\/\">Agios Artemios bei Kinidaros<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kastra.eu\/castlegr.php?kastro=fragopoulo\">Kastra.eu: \u00dcber den Turm in Kourounoch\u00f3ri<\/a> (auf griechisch)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/orinosaxotis.blogspot.com\/2018\/11\/1687.html\">OreinosAxotis: Die Geschichte des Turms der K\u00f3kkoi in Potami\u00e1 und des Tsabat\u00eds Bar\u00f3zzi und der Anno\u00fasa K\u00f3kkou<\/a> (auf griechisch)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ejournals.epublishing.ekt.gr\/index.php\/esperia\/article\/viewFile\/2000\/1843.pdf\">\u039f\u03b9 \u03a0\u03cd\u03c1\u03b3\u03bf\u03b9 \u03ba\u03b1\u03b9 \u03bf\u03b9 \u039f\u03c7\u03c5\u03c6\u03c9\u03bc\u03ad\u03bd\u03b5\u03c2 \u039a\u03b1\u03c4\u03bf\u03b9\u03ba\u03af\u03b5\u03c2 \u03c4\u03c9\u03bd \u039d\u03b7\u03c3\u03b9\u03ce\u03bd \u03c4\u03bf\u03c5 \u0391\u03b9\u03b3\u03b1\u03af\u03bf\u03c5 \u03ba\u03b1\u03b9 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03a0\u03b5\u03bb\u03bf\u03c0\u03cc\u03bd\u03bd\u03b7\u03c3\u03bf\u03c5 (14\u03bf\u03c2 \u03bc\u03b5 19\u03bf\u03c2 \u0391\u03b9\u03ce\u03bd\u03b1\u03c2)<\/a> &#8211; \u039c\u03b9\u03b1 \u0399\u03c3\u03c4\u03bf\u03c1\u03b9\u03ba\u03bf\u03c0\u03bf\u03bb\u03b9\u03c4\u03b9\u03c3\u03bc\u03b9\u03ba\u03ae \u03a0\u03c1\u03bf\u03c3\u03ad\u03b3\u03b3\u03b9\u03c3\u03b7 \u03bc\u03b5 \u0388\u03bc\u03c6\u03b1\u03c3\u03b7 \u03c3\u03c4\u03b7\u03bd \u03a0\u03b5\u03c1\u03af\u03c0\u03c4\u03c9\u03c3\u03b7 \u03c4\u03b7\u03c2 \u039d\u03ac\u03be\u03bf\u03c5<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n<p>verwendete Literatur: &#8222;\u0397 \u0399\u03b5\u03c1\u03ac \u039c\u03bf\u03bd\u03ae \u03a0\u03b1\u03bd\u03b1\u03b3\u03af\u03b1\u03c2 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03a5\u03c8\u03b9\u03bb\u03bf\u03c4\u03ad\u03c1\u03b1\u03c2 \u03b5\u03b9\u03c2 \u0395\u03b3\u03ba\u03b1\u03c1\u03ad\u03c2 \u039d\u03ac\u03be\u03bf\u03c5&#8220;, \u039d\u03af\u03ba\u03bf\u03c2 \u039a\u03b5\u03c6\u03b1\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03b9\u03ac\u03b4\u03b7\u03c2, \u039d\u03b1\u03be\u03b9\u03b1\u03ba\u03ae \u03a0\u03c1\u03cc\u03bf\u03b4\u03bf\u03c2, 1966 (zur Verf\u00fcgung gestellt von Herrn Chr. Ucke, dem hiermit herzlich gedankt sei)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den vielen bemerkenswerten Sehensw\u00fcrdigkeiten der Insel Naxos geh\u00f6ren die venezianischen Wehrt\u00fcrme &#8211; Zeugnisse einer bewegten Zeit. Keine andere Insel der \u00c4g\u00e4is besitzt so viele Wehrt\u00fcrme wie Naxos. 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