{"id":1287,"date":"2010-06-10T10:03:46","date_gmt":"2010-06-10T07:03:46","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=1287"},"modified":"2024-10-19T21:33:49","modified_gmt":"2024-10-19T18:33:49","slug":"phrygana","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/phrygana\/","title":{"rendered":"Phrygana"},"content":{"rendered":"<p><big>A<\/big>ls Phrygana bezeichnet man die im \u00f6stlichen Mittelmeergebiet weit verbreiteten Pflanzenbest\u00e4nde aus Zwergstr\u00e4uchern und Str\u00e4uchern. Auch auf Naxos ist die Phrygana eine sehr h\u00e4ufige Vegetationsform. Manche Phrygana-Best\u00e4nde sind recht einf\u00f6rmig und artenarm, andere dagegen geh\u00f6ren zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften der Insel. Die Bezeichnung &#8222;Phrygana&#8220; leitet sich ab vom griechischen <em>phr\u00fdgano<\/em> = Dorniger Ginster <em>(Genista acanthoclada)<\/em>.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Begriff Phrygana wird nicht einheitlich gebraucht, deswegen soll er hier genauer erl\u00e4utert werden. Urspr\u00fcnglich wurden die (Zwerg-)strauch-Gesellschaften in Griechenland als <strong>Phrygana<\/strong> bezeichnet, die westmittelmeerischen in Frankreich dagegen als <a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\"><strong>Garrigue<\/strong><\/a>. Niels B\u00f6hling schlug in seiner Dissertation &#8222;Raumgliederung auf Naxos&#8220; (Gebr. Borntraeger Verlagsbuchhandlung 1994) vor, stattdessen eine \u00f6kologische Differenzierung zu verwenden: Die reinen Strauchgesellschaften, wie sie nur im \u00f6stlichen Mittelmeergebiet vorkommen, sollten dementsprechend als &#8222;Phrygana&#8220; bezeichnet werden, der Begriff &#8222;Garrigue&#8220; dagegen f\u00fcr Gesellschaften mit verbissenen Baumarten gelten, die f\u00fcr das westliche Mittelmeergebiet charakteristisch sind, im \u00f6stlichen aber auch vorkommen, und zwar auf anderen Standorten als die Phrygana.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/phrygana-3.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana bei Keramoti\"><br \/>\n<small>Unter Phryganas versteht man Pflanzengesellschaften aus Str\u00e4uchern.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/area\/phrygana-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"artenreiche Phrygana bei Azal\u00e1s\"><br \/>\n<small>Phrygana bei Azal\u00e1s<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana mit Sarcopoterium spinosum\"><br \/>\n<small>Manche Phryganas sind recht eint\u00f6nig und artenarm.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/phrygana-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"artenreiche Phrygana bei Tsikalario\"><br \/>\n<small>Andere wie hier bei Tsikalari\u00f3 geh\u00f6ren zu den artenreichsten Pflanzengemeinschaften von Naxos.<\/small><\/p>\n<h3>B\u00e4ume, Str\u00e4ucher, Zwergstr\u00e4ucher<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie mehrj\u00e4hrigen, oberirdisch \u00fcberdauernden Pflanzen werden in drei Typen unterteilt:<\/p>\n<ol>\n<li>B\u00e4ume: mit Stamm<\/li>\n<li>Str\u00e4ucher: h\u00f6her als 50 cm, aber ohne Stamm<\/li>\n<li>Zwergstr\u00e4ucher: weniger als 50 cm hoch<\/li>\n<\/ol>\n<p><big>B<\/big>\u00e4ume und Str\u00e4ucher werden als <strong>Phanerophyten<\/strong> zusammengefasst; die Zwergstr\u00e4ucher werden als <strong>Chamaephyten<\/strong> bezeichnet (siehe <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-lebensformenspektrum\/\">Lebensformenspektrum<\/a>).<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie H\u00f6hengrenze von einem halben Meter zur Unterscheidung von Zwergstr\u00e4uchern und Str\u00e4uchern ist nat\u00fcrlich recht willk\u00fcrlich, und es gibt einige Arten, deren Einordnung nicht eindeutig ist; die meisten Zwergstr\u00e4ucher sind aber recht klar als solche anzusprechen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/rosaceae\/sarcopoterium_spinosum-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum\"><br \/>\n<small>Die Dornige Bibernelle <em>(Sarcopoterium spinosum)<\/em> ist wohl der h\u00e4ufigste Zwergstrauch auf Naxos.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/fabaceae\/genista_acanthoclada_habitat-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Dorniger Ginster, Genista acanthoclada\"><br \/>\n<small>Ein typischer Strauch ist der Dornige Ginster <em>(Genista acanthoclada)<\/em>.<\/small><\/p>\n<h3>Die Pflanzenarten der Phrygana<\/h3>\n<p><big>P<\/big>hryganas sind wie erl\u00e4utert Best\u00e4nde, die in erster Linie aus Zwergstr\u00e4uchern bestehen. H\u00e4ufige Arten auf Naxos sind die Dornige Bibernelle <em>(Sarcopoterium spinosum)<\/em>, die Zistus-Arten <em>(Cistus spec.)<\/em> und <em>Erica manipuliflora<\/em>. Viele h\u00e4ufige Lippenbl\u00fctler geh\u00f6ren zu den Zwergstr\u00e4uchern wie der Kopfige Thymian <em>(Thymbra capitata)<\/em>, die Thymbra-Bergminze <em>(Satureja thymbra)<\/em>, der Griechische Dost <em>(Origanum onites)<\/em>, der Schopf-Lavendel <em>(Lavandula stoechas)<\/em>, die Strohblumen <em>(Helichrysum spec.)<\/em> und die Gamander-Arten <em>(Teucrium spec.)<\/em>.<\/p>\n<p><big>I<\/big>n den meisten Phryganas auf Naxos wachsen aber nicht nur Zwergstr\u00e4ucher, sondern auch Straucharten wie der Dornige Ginster <em>(Genista acanthoclada)<\/em>, der Behaarte Dornginster <em>(Calicotome villosa)<\/em> und der Kreuzdorn <em>(Rhamnus lycioides)<\/em>. Obwohl diese von der Wuchsform her zu den Phanerophyten gerechnet werden, \u00e4hneln sie in ihren <a href=\"http:\/\/azalas.de\/chamaephyten\/\">Standortbed\u00fcrfnissen und Anpassungen eher den Zwergstr\u00e4uchern<\/a> als den Baumarten.<\/p>\n<p><big>A<\/big>u\u00dferdem kommen in den Phryganas, wenn die Str\u00e4ucher nicht zu dicht stehen, nat\u00fcrlich auch zahlreiche einj\u00e4hrige Pflanzenarten sowie Stauden und Knollen- oder Zwiebelpflanzen vor. Die nur unzul\u00e4nglich gegen Fra\u00df gesch\u00fctzten einj\u00e4hrigen Pflanzen wachsen besonders gern im Stachelgestr\u00fcpp der Zwergstr\u00e4ucher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/lamiaceae\/thymbra_capitata-2.jpg\" alt=\"Thymbra capitata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Kopfige Thymian ist ein typischer, in den Phryganas von Naxos sehr h\u00e4ufiger Zwergstrauch.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_salviifolius-3.jpg\" alt=\"Cistus salviifolius\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Salbeibl\u00e4ttrige Zistrose ist auf Naxos seltener; hier am Kap Stavr\u00f3s, wo sie nur in wenigen Exemplaren vorkommt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/heather_keramoti-1.jpg\" alt=\"Heide bei Keramoti\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier eine typische Phrygana mit Heide und Ginster in der Umgebung von Keramot\u00ed.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/diversity_heather_keramoti-1.jpg\" alt=\"Heide bei Keramoti\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Zwischen den Str\u00e4uchern wachsen viele Stauden und einj\u00e4hrige Pflanzen.<\/small><\/p>\n<h3>Phrygana &#8211; Garrigue<\/h3>\n<p><big>B<\/big>est\u00e4nde mit zu Strauchform verbissenen Baumarten sehen auf den ersten Blick einer Phrygana oft sehr \u00e4hnlich, werden jedoch als <a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\">Garrigue<\/a> bezeichnet. Bei nachlassender Beweidung kann eine Garrigue zu einer Macchie (lockerer niedriger Wald) oder einem Wald aufwachsen. In den vielen Garrigues kommen auch Ginster und Zwergstrauch-Arten h\u00e4ufig vor; der \u00dcbergang zwischen den beiden Vegetationsformen ist flie\u00dfend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/P1010731-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"><br \/>\n<small>Diese Pflanzengesellschaft sieht auf den ersten Blick einer Phrygana sehr \u00e4hnlich; es handelt sich aber um eine Garrigue, in der auch verbissene Baumarten (Kermeseiche, Wilde Olive usw.) vorkommen.<\/small><\/p>\n<h3>Der Einfluss des Untergrundgesteins<\/h3>\n<p><big>F<\/big>ast \u00fcberall auf Naxos, wo <strong>Marmor<\/strong> ansteht, selbst an den trockensten Standorten, wachsen auch B\u00e4ume, entweder als Wald oder als Macchie oder als Garrigue. Das liegt daran, dass auf Marmor die Kl\u00fcfte im Gestein den B\u00e4umen das Treiben tiefreichender Wurzeln erm\u00f6glichen; in diesen mit Erde angef\u00fcllten Kl\u00fcften bleibt auch den Sommer \u00fcber gen\u00fcgend Feuchtigkeit erhalten, so dass die B\u00e4ume die regenlose Zeit \u00fcberstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><big>\u00dc<\/big>ber wasserundurchl\u00e4ssigem hartem Gestein, das nur eine d\u00fcnne Erdschicht tr\u00e4gt, wie manchen <strong>Schiefer-Gesteinen<\/strong>, den oft betonhart zusammengebackenen <strong>Flusskonglomeraten<\/strong> und den wasserundurchl\u00e4ssigen <strong>Granit-\u00e4hnlichen Gesteinen<\/strong> im Zentrum und im westlichen Teil der Insel, trocknen dagegen die Bodenschichten im Sommer v\u00f6llig aus (siehe auch <a href=\"http:\/\/azalas.de\/boden\/\">Boden<\/a>). Diese Gesteine bilden au\u00dferdem keine Kl\u00fcfte wie der Marmor, so dass die B\u00e4ume keine tiefen Wurzeln treiben k\u00f6nnen. Auf diesen Standorten k\u00f6nnen &#8211; au\u00dfer in feuchten Tallagen oder an anderen Standorten mit viel tiefgr\u00fcndiger Erde &#8211; nur Zwergstr\u00e4ucher und Str\u00e4ucher gedeihen, die den Sommer \u00fcber eine Trockenpause einlegen (siehe <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-lebensformenspektrum\/\">Das Lebensformen-Spektrum: Die vier Strategien der Pflanzen<\/a>); die Baumarten fehlen dagegen, sowohl in Baumform als auch in verbissener Form. Hier wachsen also Phryganas.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSCN5470-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana und Garrigue auf dem Zeus\"><br \/>\n<small>An diesem Hang am Zeus ist deutlich sichtbar, dass die dunkelgr\u00fcneren verbissenen Hartlaub-Str\u00e4ucher in den Marmorb\u00e4ndern wachsen (mit den wei\u00dfen herausragenden Felsen), w\u00e4hrend auf dem Schiefer nur Zwergstr\u00e4ucher vorkommen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSC_2477-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana \u00fcber Granit bei Kinidaros\"><br \/>\n<small>An dieser im Winter sehr feuchten Stelle auf Granitboden kann, da der Boden im Sommer g\u00e4nzlich austrocknet, nur eine Phrygana gedeihen, w\u00e4hrend B\u00e4ume vollst\u00e4ndig fehlen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/DSCN4416-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana \u00fcber Schiefer bei Apollonas\"><br \/>\n<small>In den Schiefer- und Granitgebieten des Nordwesten von Naxos w\u00e4chst auf den H\u00e4ngen meist nur Phrygana ohne Baumarten, w\u00e4hrend die T\u00e4ler mit dichtem Wald bestanden sind.<\/small><\/p>\n<h3>Phrygana als nat\u00fcrliche Vegetation<\/h3>\n<p><big>A<\/big>llgemein wird angenommen, dass die Phrygana keine nat\u00fcrliche Vegetationsform ist, sondern ein durch menschliche Einfl\u00fcsse, vor allem durch Beweidung und Brand, entstandenes Degradationsstadium der Hartlaubw\u00e4lder. So sollen auch die \u00c4g\u00e4ischen Inseln urspr\u00fcnglich einheitlich von Wald bewachsen gewesen sein, der unter dem Einfluss des Menschen (Rodung, Brand, Beweidung) stadienweise zu Macchie, dann zu Garrigue und schlie\u00dflich zu Phrygana degradiert wurde. Dieser folgt dann als letzte Stufe die kaum bewachsene Felstrift.<\/p>\n<p><big>E<\/big>ine genauere Untersuchung ergibt jedoch ein anderes Bild. Die Degradierung eines Waldes durch Feuer und Beweidung f\u00fchrt auf Naxos zur Ausbildung einer Garrigue: Baumarten wie die Kermeseiche und der Kretische Ahorn sind resistent gegen Feuer und Beweidung und k\u00f6nnen sich auch unter extremen Bedingungen noch halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSCN5492-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Garrigue auf dem Gipfel des Zeus-Berges\"><br \/>\n<small>Hier auf dem Gipfel des ehemals waldbestandenen Zeus ist die Vegetation zwar aufgrund intensiver Beweidung heute sehr sp\u00e4rlich, es handelt sich aber immer noch um eine Garrigue, in der sich die Baumarten Kermeseiche und Kretischer Ahorn in verbissener Form halten k\u00f6nnen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/garrigue_acer_quercus-1.jpg\" alt=\"verbissene B\u00e4ume (Kreta-Ahorn und Kermeseiche) in der sehr sp\u00e4rlichen Garrigue auf dem Gipfel des Zeus-Berges\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei den niedrigen &#8222;Str\u00e4uchern&#8220; handelt es sich um verbissene B\u00e4ume (Kreta-Ahorn und Kermeseiche).<\/small><\/p>\n<p><big>M<\/big>acchien k\u00f6nnen dagegen zwar eine Degradationsform des Hartlaubwaldes sein, sind es aber nicht immer: Insbesondere im S\u00fcden von Naxos sind gro\u00dfe Gebiete, die f\u00fcr die Kermeseiche und f\u00fcr geschlossenen Wald zu trocken sind, von nat\u00fcrlichen Macchien bewachsen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/macchia_panormos-1.jpg\" alt=\"Macchie mit Ph\u00f6nizischem Wacholder und Wilder Olive bei P\u00e1normos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Macchie mit Ph\u00f6nizischem Wacholder und Wilder Olive bei P\u00e1normos<\/small><\/p>\n<p><big>W<\/big>as die Phryganas betrifft, so treten auch diese auf vielen Standorten und in gro\u00dfen Teilen der Insel nat\u00fcrlich auf, und zwar dort, wo aufgrund des ung\u00fcnstigen Untergrundes in Verbindung mit Trockenheit keine B\u00e4ume gedeihen k\u00f6nnen, insbesondere \u00fcber Migmatit und anderen Granit-\u00e4hnlichen Gesteinen, die nur eine d\u00fcnne, im Sommer austrocknende Erdschicht ausbilden, sowie an trockenen Standorten in Hanglagen auch \u00fcber Schiefer. Es gibt nur wenige Gebiete auf Naxos, in denen heute eine Phrygana (keine Garrigue!) w\u00e4chst, die aber waldf\u00e4hig sind und fr\u00fcher unter \u00e4hnlichen Klimabedingungen bewaldet waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/shrub-1.jpg\" alt=\"Phrygana ohne Baumarten auf Migmatit beim Ap\u00e1no K\u00e1stro\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Phrygana ohne Baumarten auf Migmatit beim Ap\u00e1no K\u00e1stro: An Standorten dieser Art trocknet die d\u00fcnne Erdschicht im Sommer vollst\u00e4ndig aus, so dass B\u00e4ume keine ausreichende Feuchtigkeit finden, w\u00e4hrend die Str\u00e4ucher den Sommer \u00fcberstehen, indem sie ihre Bl\u00e4tter abwerfen.<\/small><\/p>\n<h3>Phrygana als Ersatzvegetation von Wald<\/h3>\n<p><big>E<\/big>s gibt jedoch einige Phrygana-Standorte auf Naxos, an denen unter heutigen Bedingungen allem Anschein nach auch Wald gedeihen k\u00f6nnte. Es ist nicht ganz einfach zu erkl\u00e4ren, warum an diesen Standorten eine Phrygana und kein Wald w\u00e4chst.<\/p>\n<h6>Die Heide auf dem Gipfel des K\u00f3ronos-Berges \u00fcber Migmatit<\/h6>\n<p><big>E<\/big>rstaunlicherweise w\u00e4chst auf dem Gipfel des K\u00f3ronos-Berges keine Garrigue wie auf dem Zeus, obwohl es hier sicher ebenso feucht ist. Auf dem K\u00f3ronos-Berg fallen auf ganz Naxos wahrscheinlich die h\u00f6chsten Regenmengen (sicher 1000 mm pro Jahr) und die Bergspitze liegt h\u00e4ufig in Wolken. Trotzdem gedeiht hier auf dem Migmatit, aus dem der westliche Gipfel besteht, nur eine Heide ohne Baumarten. Das l\u00e4sst sich vermutlich dadurch erkl\u00e4ren, dass die d\u00fcnne Erdschicht \u00fcber dem Migmatit im Sommer trotz der hohen Regenmengen, die im Winter fallen, g\u00e4nzlich austrocknet, so dass unter heutigen Verh\u00e4ltnissen keine B\u00e4ume hochwachsen k\u00f6nnen. Es ist aber doch sehr wahrscheinlich, dass dieser Gipfel urspr\u00fcnglich bewaldet war und auch heute noch Wald tragen k\u00f6nnte. In einem Wald k\u00f6nnte sich mehr Erde ansammeln, und ein sch\u00fctzendes Kronendach w\u00fcrde dazu beitragen, dass gen\u00fcgend Feuchtigkeit erhalten bleibt, um auch das Hochkommen von Jungwuchs zu erm\u00f6glichen. Es ist somit der Wald selbst, der die Bedingungen schafft, unter denen B\u00e4ume wachsen k\u00f6nnen, und wenn er einmal verloren ist, kann er nicht wieder hochwachsen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/heather_mount_koronos-1.jpg\" alt=\"Heide auf dem Gipfel des Koronos-Berges\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf dem Gipfel des K\u00f3ronos-Berges w\u00e4chst heute eine Heide ohne verbissene Baumarten, das hei\u00dft eine Phrygana, obwohl es sich um einen der regenreichsten Standorte der Insel handelt und man sicher davon ausgehen muss, dass hier auch Wald wachsen k\u00f6nnte.<\/small><\/p>\n<h6>Phrygana auf dem Gipfel des K\u00f3ronos-Berges \u00fcber Marmor<\/h6>\n<p><big>E<\/big>rstaunlicher Weise w\u00e4chst jedoch auf dem K\u00f3ronos-Berg auch \u00fcber Marmor auf gro\u00dfen Fl\u00e4chen eine Phrygana aus Dornigem Ginster. Auch hier fehlen die Baumarten (stellenweise kommt allerdings die Mandelbl\u00e4ttrige Birne in den Ginster-Best\u00e4nden vor), obwohl sie hier eigentlich wachsen k\u00f6nnen m\u00fcssten. Wie kommt es, dass diese Ginster-Best\u00e4nde so stabil und langlebig sind und nicht durch die in der Nachbarschaft vorkommenden Kermeseichen-Ahorn-W\u00e4lder ersetzt werden? K\u00f6nnen vielleicht die Baumarten zwischen den dichtwachsenden Ginstern nicht keimen? Wodurch sind die B\u00e4ume, die hier aller Wahrscheinlichkeit nach urspr\u00fcnglich wuchsen, eliminiert worden? Vielleicht erhalten sich diese Best\u00e4nde und werden nicht durch Wald ersetzt, weil sie allzu h\u00e4ufig abgebrannt werden, so dass sogar die feuerresistenteren Baumarten nach und nach verschwunden sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/phrygana_genista-2.jpg\" alt=\"Phrygana aus Dornigem Ginster am Koronos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier im \u00f6stlichen Bereich des K\u00f3ronos-Berges w\u00e4chst auch \u00fcber Marmor eine Phrygana aus Dornigem Ginster, obwohl hier auch Baumarten wachsen k\u00f6nnen m\u00fcssten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/phrygana_genista-3.jpg\" alt=\"Phrygana aus Dornigem Ginster am Koronos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Es ist nicht einfach zu erkl\u00e4ren, warum an dieser Stelle die Baumarten fehlen (au\u00dfer einigen Exemplaren der Wilden Birne).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/garrigue_acer-1.jpg\" alt=\"Garrigue mit Kretischem Ahorn\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Nicht weit entfernt w\u00e4chst auf einem scheinbar gleichen Standort eine Garrigue mit Kretischem Ahorn.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/wood_acer_quercus_pyrus-1.jpg\" alt=\"Garrigue mit Kretischem Ahorn\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Etwas unterhalb im Tal &#8211; an weniger feuergef\u00e4hrdeten Standorten &#8211; wachsen W\u00e4ldchen aus Kretischem Ahorn, Kermeseiche und Mandelbl\u00e4ttriger Birne.<\/small><\/p>\n<h3>Phrygana als Sukzessionsstadium<\/h3>\n<p><big>P<\/big>hryganas k\u00f6nnen auch als Sukzessionsstadium auftreten, vor allem auf aufgegebenen Terrassen. Schon nach wenigen Jahren siedeln sich auf nicht mehr gepfl\u00fcgten Terrassen (Zwerg-)Str\u00e4ucher an. An Standorten, an denen B\u00e4ume gedeihen k\u00f6nnen, wandern auch die Baumarten im Laufe der Zeit ein, so dass eine Macchie oder ein Wald entsteht. Dieser Prozess geht jedoch sehr langsam vor sich; das Sukzessionsstadium Phrygana erweist sich an relativ trockenen Standorten oft als erstaunlich langlebig. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSC_2625-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"aufgegebene Terrasse mit Zwergstr\u00e4uchern\"><br \/>\n<small>Diese aufgegebenen Terrassen sind teilweise schon dicht mit Zwergstr\u00e4uchern \u00fcberwuchert.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/DSCN6500-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"alter Olivenhain mit Phrygana\"><br \/>\n<small>In diesem alten Olivenhain w\u00e4chst unter den \u00d6lb\u00e4umen eine niedrige Phrygana; wilde Baumarten haben sich noch nicht angesiedelt, obwohl die Fl\u00e4chen schon viele Jahrzehnte nicht mehr bewirtschaftet werden.<\/small><\/p>\n<h3>Typische Phrygana-Standorte auf Naxos<\/h3>\n<p><big>P<\/big>hryganas sind sehr variabel. Oft findet man in unterschiedlichen Regionen auch bei sehr \u00e4hnlichen Standortbedingungen Unterschiede in der Artenzusammensetzung, deren Gr\u00fcnde nicht ersichtlich sind. Die folgende, noch sehr unvollst\u00e4ndige Beschreibung von Phrygana-Ausbildungen auf Naxos soll kein Versuch (und schon gar kein vollst\u00e4ndiger) einer Einteilung der Phryganas in Pflanzengesellschaften sein; ich will nur auf ein paar typische Auspr\u00e4gungen aufmersam zu machen und die Variabilit\u00e4t zu verdeutlichen.<\/p>\n<h6>1. Phrygana in K\u00fcstenn\u00e4he (Ostnaxos)<\/h6>\n<p><big>E<\/big>in typischer nat\u00fcrlicher Phrygana-Standort ist die unmittelbare K\u00fcstenn\u00e4he auf Schiefer, wo B\u00e4ume aufgrund des Salzeinflusses und des Windes kaum gedeihen k\u00f6nnen (an vielen Stellen wachsen an der K\u00fcste aber Wacholder oder Tamarisken). Diese &#8222;K\u00fcsten-Phrygana&#8220; umfasst charakteristische, an diese Standortbedingungen angepasste Zwergstr\u00e4ucher wie die Dornige Wegwarte <em>(Cichorium spinosum)<\/em>, den Strandflieder <em>Limonium roridum<\/em>, die &#8222;Strohblume&#8220; <em>Helichrysum italicum<\/em>, den Dornigen Wundklee <em>(Anthyllis hermanniae)<\/em> und vor allem die ebenfalls als dorniger Zwerstrauch wachsende Flockenblumen-Art <em>Centaurea spinosa<\/em>. Auch <em>Erica manipuliflora<\/em>, der Mastixstrauch und die Dornige Bibernelle kommen h\u00e4ufig in diesen Best\u00e4nden vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/asteraceae\/centaurea_spinosa-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"K\u00fcsten-Phrygana mit Centaurea spinosa und Anthyllis hermanniae\"><br \/>\n<small>K\u00fcsten-Phrygana mit <em>Centaurea spinosa<\/em> und <em>Anthyllis hermanniae<\/em><\/small><\/p>\n<h6>2. Phrygana in niederen Lagen auf Schiefer-Standorten oder Flusssedimenten (Ostnaxos)<\/h6>\n<p><big>W<\/big>o in den niedrigeren, trockenen Gegenden von Naxos wasserundurchl\u00e4ssiger Schiefer oder verbackene Flusssedimente (Konglomerate) den Untergrund bilden, k\u00f6nnen die Baumarten nicht gedeihen, weil das harte, trockene Gestein ohne Kl\u00fcfte die Ausbildung von tiefen Wurzeln verhindert. Auf diesen Fl\u00e4chen w\u00e4chst eine oft artenreiche Phrygana aus zahlreichen Zwergstr\u00e4uchern und Str\u00e4uchern wie dem Dornigen Ginster, dem Behaarten Dornginster, der Dornigen Bibernelle, dem Kopfigen Thymian und der Montpellier-Zistrose <em>(Cistus monspeliensis)<\/em>. Zus\u00e4tzlich gedeihen in diesen Phryganas eine gro\u00dfe Anzahl einj\u00e4hriger Arten sowie Geo- und Hemikryptophyten, die den Sommer nur in ihren unterirdischen Teilen \u00fcberdauern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/area\/phrygana-2.jpg\" border=\"0\" alt=\"artenreiche Phrygana auf Flusssedimenten bei Azalas\"><br \/>\n<small>artenreiche Phrygana auf verbackenen Flusssedimenten<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/DSCN6294-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"><br \/>\n<small>Das Flusskonglomerat ist oft durch verh\u00e4rtete rote Erde betonhart zusammengekittet und bildet nur eine d\u00fcnne Bodenschicht aus, die im Sommer v\u00f6llig austrocknet.<\/small><\/p>\n<h6>3. Phrygana auf Schiefer<\/h6>\n<p><big>I<\/big>m Norden von Naxos sind gro\u00dfe Gebiete auf dem dort anstehenden harten Schiefer in niedrigeren, trockenen Lagen mit einer recht einf\u00f6rmigen Phrygana vor allem aus Dorniger Bibernelle bewachsen. Auch der Behaarte Dornginster <em>(Calicotome villosa)<\/em> kommt hier h\u00e4ufig vor, manchmal auch die Kretische Zistrose <em>(Cistus creticus)<\/em>, die Flockenblumen-Art <em>Centaurea spinosa<\/em> und andere Arten. Hier und da ist die Wilde Birne <em>(Pyrus amygdaliformis)<\/em> als Geb\u00fcsch eingesprengt. Auf benachbarten Marmor-Standorten wachsen dagegen auch hier Kermeseiche und Kretischer Ahorn. In den h\u00f6heren Lagen sowie in den gesch\u00fctzten Taleinschnitten k\u00f6nnen wegen der gr\u00f6\u00dferen Feuchtigkeit die Baumarten auch auf Schiefer gedeihen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/phrygana_apollonas-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana mit Dorniger Bibernelle bei Apollonas\"><br \/>\n<small>Die H\u00e4nge um Ap\u00f3llonas sind mit einer Phrygana bewachsen, in der die Dornige Bibernelle besonders h\u00e4ufig ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/P1260568-1_1500.jpg\" alt=\"Phrygana mit Cistus creticus bei Apiranthos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Phrygana auf Schiefer-\u00e4hnlichen Gesteinen bei Apiranthos, mit Kretischer Zistrose, Dorniger Bibernelle, Italienischer Strohblume, Dornigem Ginster und Palisaden-Wolfsmilch.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/P1030954-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana mit Dorniger Bibernelle bei Apiranthos\" \/><br \/>\n<small>Oft w\u00e4chst die Dornige Bibernelle in fast reinen Best\u00e4nden wie hier bei Ap\u00edranthos.<\/small><\/p>\n<h6>4. Phrygana auf Granit-\u00e4hnlichen Gesteinen (Zentrum der Insel)<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uch auf Migmatit und anderen Granit-\u00e4hnlichen Gesteinen w\u00e4chst oft eine reine Phrygana ohne Baumarten, was zeigt, dass auch hier f\u00fcr die B\u00e4ume im Sommer nicht genug Wasser zur Verf\u00fcgung steht. Besonders typisch f\u00fcr Granitstandorte sind <em>Erica manipuliflora<\/em>, Zistrosen-Arten und die Dornige Bibernelle. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSC_2460-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana auf Granit\"><br \/>\n<small>Phrygana auf Granit, im Vordergrund mit Dorniger Bibernelle, im Hintergrund mit Heide und Zistrosen (bei Kin\u00eddaros)<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/cistaceae\/cistus_creticus_habitat-2.jpg\" alt=\"Cistus creticus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Phrygana mit Kretischer Zistrose (bei Kin\u00eddaros)<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/flora\/ericaceae\/erica_manipuliflora_habitat-2.jpg\" alt=\"Heide mit Erica manipuliflora\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Heide mit <em>Erica manipuliflora<\/em> und Ginster-Arten (bei Keramot\u00ed)<\/small><\/p>\n<h6>4. Phrygana mit Dornigem Ginster (Berggipfel)<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf den Gipfeln des K\u00f3ronos und des Fan\u00e1ri w\u00e4chst in gro\u00dfen Gebieten eine Phrygana, die haupts\u00e4chlich aus Dornigem Ginster besteht. Sie kommt sowohl auf Schiefer vor als auch wie schon erl\u00e4utert aus nicht einfach zu erkl\u00e4renden Gr\u00fcnden \u00fcber Marmor, wo man eigentlich eine Garrigue mit Baumarten erwarten w\u00fcrde. Vielleicht erhalten sich diese Best\u00e4nde, ohne dass B\u00e4ume einwandern k\u00f6nnen, weil sie so h\u00e4ufig abgebrannt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/vegetation\/phrygana_genista-1.jpg\" border=\"0\" alt=\"Phrygana aus Dornigem Ginster am K\u00f3ronos-Berg\"><br \/>\n<small>Phrygana aus Dornigem Ginster am K\u00f3ronos-Berg<\/small><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-vegetation\/\">Die Vegetation von Naxos<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-lebensformenspektrum\/\">Das Lebensformenspektrum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/macchie-und-garrigue\/\">Macchie und Garrigue<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/waelder\/\">W\u00e4lder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/boden\/\">Boden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/beweidung\/\">Beweidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/feuer\/\">Feuer<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Phrygana bezeichnet man die im \u00f6stlichen Mittelmeergebiet weit verbreiteten Pflanzenbest\u00e4nde aus Zwergstr\u00e4uchern und Str\u00e4uchern. Auch auf Naxos ist die Phrygana eine sehr h\u00e4ufige Vegetationsform. Manche Phrygana-Best\u00e4nde sind recht einf\u00f6rmig und artenarm, andere dagegen geh\u00f6ren zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften der Insel. Die Bezeichnung &#8222;Phrygana&#8220; leitet sich ab vom griechischen phr\u00fdgano = Dorniger Ginster (Genista acanthoclada). [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":59350,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2015,19,11,9,12,13],"tags":[866,64,32,869,34,186,181,865,867,88,868,1486],"class_list":["post-1287","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meine-lieblings-beitraege","category-boden","category-natur","category-naxos","category-pflanzen","category-vegetation","tag-azalas","tag-botanik","tag-ferien","tag-griechenland","tag-kykladen","tag-mediterranes-klima","tag-mediterranes-okosystem","tag-naxos","tag-pflanzen","tag-phrygana","tag-vegetation","tag-zwergstraeucher"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1287"}],"version-history":[{"count":40,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1287\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71513,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1287\/revisions\/71513"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}