{"id":12723,"date":"2020-10-18T01:23:44","date_gmt":"2020-10-17T22:23:44","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=12723"},"modified":"2024-08-24T21:09:13","modified_gmt":"2024-08-24T18:09:13","slug":"tektonische-einheiten-naxos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/tektonische-einheiten-naxos\/","title":{"rendered":"Die Tektonischen Einheiten von Naxos"},"content":{"rendered":"<p><big>I<\/big>m Laufe der Jahrmillionen werden die Kontinente unentwegt umgestaltet. Die Insel Naxos existiert in ihrer heutigen Form erst seit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurzer Zeit. Sie geh\u00f6rt zum sogenannten Attisch-Kykladischen Massiv, das in der Erdneuzeit im Zuge der Alpidischen Gebirgsbildung geformt wurde, und das ebenso wie die \u00fcbrigen Bergz\u00fcge Griechenlands und des Balkanraumes zum gro\u00dfen Gebirgssystem der Alpen und des Himalajas geh\u00f6rt. Es handelt sich um ein junges, noch im Wachstum begriffenes Falten- und Deckengebirge, das durch die Kollision von Afrika und Indien mit Eurasien gebildet wird. Im Bereich Griechenlands wurden mehrere Terrane (kleine Kontinentst\u00fccke) vom Nordrand Afrikas abgespalten und kollidierten nacheinander mit dem S\u00fcdrand Europas, wobei sie jeweils unter die Schichten des Kontinentrandes untergeschoben wurden.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Gesteinsschichten der Insel Naxos sind vermutlich zwei Terranen und den Sedimentschichten des dazwischenliegenden Ozeans zuzuordnen:<\/p>\n<p>1. Die untersten Schichten (&#8222;Gebirgswurzel&#8220;) entsprechen vermutlich den <u>\u00c4u\u00dferen Helleniden<\/u> (Kreta, Peloponnes, Ionische Inseln und W-Griechenland, auch Adriatische Platte), deren Schichten bei der Subduktion unter die anderen Schichten untergeschoben wurden.<\/p>\n<p>2. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Insel besteht aus Sedimenten, die sich im n\u00f6rdlich von den \u00c4u\u00dferen Helleniden gelegenen <u>Pindos-Ozean<\/u> oder im Flachwasser auf dem hinteren (&#8222;passiven&#8220;) Rand des vorigen Terrans, den Inneren Helleniden oder dem Pelagonischen Terran, abgelagert haben.<\/p>\n<p>3. Die oberste, nur in Teilen erhaltene Decke entspricht Schichten des <u>Pelagonischen Terrans<\/u>, aus dem Mittelgriechenland und Attika bestehen, und unter die alle vorher genannten Schichten untergeschoben wurden<\/p>\n<p><big>A<\/big>uf den Kykladen wird die Situation dadurch verkompliziert, dass es nach der Aufschiebung und Stapelung der Decken, beginnend im Mioz\u00e4n (vor 15 Mio. Jahren), zu einer starken Streckung kam, wodurch die Kruste soweit ausged\u00fcnnt wurde, dass die ganze Region im Meer versank. Die Kykladen sind somit als die aus dem Wasser ragenden Gipfel eines Gebirges zu verstehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/DSC_2719-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Blick von Zeus-Berg auf Koufonissi, Keros und Amorgos\"><br \/>\n<small>Die \u00c4g\u00e4is ist kein echter Ozean sondern ein gr\u00f6\u00dftenteils im Meer versunkener Teil des europ\u00e4ischen Kontinents.<\/small><\/p>\n<p><big>A<\/big>ls Folge dieser ungew\u00f6hnlichen tektonischen und geologischen Situation k\u00f6nnen auf Naxos geologische Vorg\u00e4nge studiert werden, die auf der Erde nur selten anzutreffen sind. Darum ist die Insel f\u00fcr die Geologen von besonderem Interesse.<\/p>\n<h3>1. Obere Kykladen-Decke<\/h3>\n<h6>1.a Allochthone Gesteine<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie tektonisch gesehen oberste Einheit auf Naxos geh\u00f6rt der Oberen Kykladen-Decke an, die nur in sehr kleinen Bereichen erhalten ist (Galan\u00e1dho &#8211; M\u00e9lanes &#8211; Engar\u00e9s, Moutso\u00fana). Die Obere Kykladen-Decke muss vermutlich als Teil des (sich weiter n\u00f6rdlich anschlie\u00dfenden) Pelagonischen Terrans betrachtet werden, unter das bei der Gebirgsbildung die tektonisch unterhalb liegenden Schichten untergeschoben wurden. Als unterste Schichten dieser sehr kleinr\u00e4umig auftretenden und schwer zu interpretierenden Gesteine der Oberen Kykladen-Decke treten <u>Ophiolithe<\/u> auf, die vor allem aus magmatischen Gesteinen der Ozeankruste und des Erdmantels bestehen (z.B. Tiefsee-Sedimente, Turbidite, Kissenlaven, Basalt-\u00e4hnliche Gabbros und ganz unten Olivin-reiche Gesteine des ozeanischen Erdmantels). Basische Gesteine dieser Art werden manchmal an einer Subduktionszone mit in die sich aufstapelnden Sedimentschichten &#8222;verschleppt&#8220; und gelangen so in die Gebirge hinein. Typisch f\u00fcr die Ophiolithe sind vor allem Serpentinite, die durch Metamorphose aus Olivin-reichen Gesteinen des ozeanischen Endmantels entstehen. Entsprechend ihrer Entstehung zeichnen die Ophiolithe in den Gebirgen die ehemaligen Plattengrenzen bzw die Lage der Subduktionszonen nach. \u00dcber den Ophiolithen liegen auf Naxos an manchen Stellen Kalksteine bzw. Marmore (teilweise mit versteinerten Nummuliten) und Schiefer, d.h. sowohl kalkhaltige Sedimente als auch Erosionsprodukte eines h\u00f6her gelegenen Gebirges, die sich im Flachwasser im Randbereich des Terrans abgelagert haben, sowie teilweise vulkanische Gesteine.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Schichten der Oberen Kykladen-Decke werden auf Naxos als &#8222;allochthon&#8220; (fremd) bezeichnet, da sie nicht &#8222;vor Ort&#8220; abgelagert wurden, sondern durch eine flache gro\u00dfr\u00e4umige Verschiebung von anderswo hertransportiert wurden, und keinerlei Verwandtschaft zu den \u00fcbrigen Gesteinen der Insel zeigen. Die auf Naxos auftretenden Gesteine der Oberen Kykladen-Decke sind gr\u00f6\u00dftenteils <u>nicht oder nur wenig metamorphisiert<\/u>. Wie das Auftreten der Ophiolithe bezeugt, handelt es sich um die Randbereiche des Terrans nahe an einer Subduktionszone. Die naxiotischen Schichten der Oberen Kykladen-Decke bestehen (abgesehen von den Ophiolithen) gr\u00f6\u00dftenteils aus jungen Sedimenten, die erst w\u00e4hrend der Gebirgsbildung abgelagert wurden.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Obere Kykladen-Decke ist von den darunter liegenden metamorphen Sedimentschichten durch eine <u>Scherzone<\/u> (&#8222;Paros-Naxos-detachment system&#8220;) getrennt, an der ab dem Mioz\u00e4n die Obere Kykladen-Decke \u00fcber Dutzende von Kilometern verschoben worden ist. Weitere Scherzonen dieser Art verlaufen im Bereich der n\u00f6rdlichen sowie der s\u00fcdlichen Kykladen. Bei der Verschiebung handelte es sich um eine Streckung, nicht um eine Aufschiebung; dabei wurde die oben gelegene Kykladen-Decke relativ zu den darunter gelegenen Schichten nach Norden verschoben (&#8222;top-to-the-north&#8220;). Diese Streckung entlang flacher Abschiebungen in der Sp\u00e4tphase bzw nach der Gebirgsbildung f\u00fchrte zu einer betr\u00e4chlichen Ausd\u00fcnnung der Kruste, was dazu f\u00fchrte, dass die ganze Platte sich absenkte und vom Meer \u00fcberflutet wurde: So entstand die \u00c4g\u00e4is, aus der heute nur die ehemaligen Bergspitzen als Inseln herausragen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCN5748-1_450.jpg\" alt=\"Makares\"><br \/>\n<small>Die \u00f6stlich von Naxos gelegenen M\u00e1kares-Inseln sind gr\u00f6\u00dftenteils aus der Oberen Kykladen-Decke aufgebaut.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/DSCN4948-1_450.jpg\" alt=\"Turbidit am Kap Stavros, Moutsouna, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf Naxos steht die Obere Kykladen-Decke nur in kleinen Bereichen an. Dabei handelt es sich um &#8222;allochthone&#8220;, d.h. entlang einer gro\u00dfen Scherzone von anderswo hertransportierte Schichten, die sich deutlich von den lokalen Gesteinen unterscheiden. Bei Moutso\u00fana liegt zwischen den &#8222;normalen&#8220; Schiefern und Marmoren der Region und den Flusssedimenten des Kaps eine schmale Zone mit Gesteinen der Oberen Kykladen-Decke. Hier sieht man einen Bereich mit Turbiditen aus dem Fr\u00fchen Mioz\u00e4n, die als Schlammstr\u00f6me im Ozean abgelagert wurden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080466-1_450.jpg\" alt=\"mioz\u00e4nes Konglomerat am Strand Chochlakas, Moutsouna, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der anderen Seite des Kaps steht ein mioz\u00e4nes Konglomerat an.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080490-1_450.jpg\" alt=\"mioz\u00e4nes Konglomerat am Strand Chochlakas, Moutsouna, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieses enth\u00e4lt gerundete Kiesel, die keine Gemeinsamkeit mit den \u00fcbrigen Gesteinen der Insel haben; sie enthalten unter anderem gr\u00fcne und braunrote Serpentinite.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080472-1_450.jpg\" alt=\"Scherfl\u00e4che am Strand Chochlakas, Moutsouna, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man wunderbar die Scherfl\u00e4che, an der die Obere Kykladen-Decke (rechts) \u00fcber den Schichten der darunterliegenden Einheit verschoben worden ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080496-1_450.jpg\" alt=\"Ophiolithe am Strand Chochlakas, Moutsouna, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Oberhalb der Konglomerate stehen Ophiolithe an, die aus gr\u00fcnlichem Serpentinit bestehen, d.h. aus metamorphem Basalt oder Gabbro des ozeanischen Erdmantels.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCN5025-1_450.jpg\" alt=\"Makares-Inseln\" border=\"0\"><br \/>\n<small>\u00c4hnliche Sedimente sind auch auf den M\u00e1kares-Inseln zu finden. Wie die meisten Gesteine der Oberen Kykladen-Einheit sind sie kaum metamorphisiert und erodieren deswegen sehr leicht.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080651-1_450.jpg\" alt=\"wenig metamorphisierte Sedimente der Oberen Kykladen-Decke, zwischen Melanes und Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der Westseite von Naxos liegen Gesteine der Oberen Kykladen-Decke in einer etwa dreieckigen Zone zwischen dem Granodiorit auf der einen Seite und den Schiefern und Marmoren der &#8222;Pindos-Einheit&#8220;, die den Migmatit umgeben auf der anderen Seite (von Galad\u00e1dho \u00fcber M\u00e9lanes bis zur Ebene bei Engar\u00e9s, wo sie von den j\u00fcngeren Sedimenten der Schwemmebene bedeckt sind). In dieser Zone sieht man an vielen Stellen wenig metamorphisierte Sedimente unterschiedlicher Art.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080652-1_450.jpg\" alt=\"wenig metamorphisierte Sedimente der Oberen Kykladen-Decke, zwischen Melanes und Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein wenig verfestigtes kalkhaltiges Gestein.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080656-1_450.jpg\" alt=\"Ophiolith bei Galanado, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Nord\u00f6stlich von Galan\u00e1dho stehen in zwei kleinen Bereichen dunkelgraugr\u00fcn gef\u00e4rbte Ophiolithe an.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080657-1_450.jpg\" alt=\"Ophiolith bei Galanado, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In den einen dieser Ophiolithe ist eine kleine Kapelle hineingebaut.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1090048-1_450.jpg\" alt=\"mioz\u00e4ne Konglomerate mit dunkelbraunroten und gr\u00fcnen Serpentiniten bei Melanes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Ebene westlich von M\u00e9lanes besteht zum gro\u00dfen Teil aus mioz\u00e4nen Konglomeraten \u00e4hnlich denen bei Kap Stavr\u00f3s. Diese enthalten viel dunkelbraunroten und gr\u00fcnen Serpentinit und verwittern zu einer besonders dunklen Erde, von der sich der Name des Dorfes &#8222;M\u00e9lanes&#8220; ableitet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080559-1_450.jpg\" alt=\"Randbereich der Oberen Kykladen-Decke bei zwischen Melanes und Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am \u00dcbergang zur &#8222;Pindos-Decke&#8220; sind die diversen Schichten sehr kleinr\u00e4umig aneinandergelagert, verfaltet und gekippt, so dass man die gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4nge nur schwer nachvollziehen kann.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1090013-1_450.jpg\" alt=\"Randbereich der Oberen Kykladen-Decke zwischen Melanes und Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Stra\u00dfenverbindung von M\u00e9lanes zur Stra\u00dfe westlich von Potami\u00e1 folgend kommt man durch den Randbereich der Oberen Kykladen-Decke, die hier an Gesteinsschichten der Zeus-Einheit angrenzt (diese tritt westlich des Migmatiten nur in einer sehr schmalen Zone auf). Am Stra\u00dfenanschnitt erkennt man an vielen Stellen deutlich die durch die Bewegung der Oberen Kykladen-Decke verformten Gesteine, in denen durch die Scherung eine feine Lagerung entstanden ist (Foliation = &#8222;Mylonisierung&#8220;); wenn die Scherung unter spr\u00f6den Bedingungen, d.h. bei niedrigen Temperaturen ablief, ist das Gestein zerbrochen, fragmentiert oder zermahlen (St\u00f6rungsbrekzie, Kakirit).<\/small><\/p>\n<h6>1.b Autochthone Gesteine<\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf den allochthonen Schichten der Oberen Kykladen-Decke liegen im \u00e4u\u00dfersten Osten am Kap Stavr\u00f3s bei Moutso\u00fana ebenso wie im \u00e4u\u00dfersten Westen der Insel j\u00fcngere (plioz\u00e4ne) Schichten, wobei es sich \u00fcberwiegend um wenig verfestigte <u>Flusssedimente<\/u> aus dem sp\u00e4ten Mioz\u00e4n bis Pleistoz\u00e4n handelt, die aus den Erosionsprodukten der heute auf Naxos zu findenden Gesteine aufgebaut sind, d.h. vor Ort abgelagert wurden (&#8222;autochthon&#8220;).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/DSCN4944-1_450.jpg\" alt=\"Kap Stavros, Moutsouna, Naxos\"><br \/>\n<small>Kap Stavr\u00f3s bei Moutso\u00fana ist aus jungen, wenig verfestigten Flusssedimenten (Konglomeraten) aus dem Plioz\u00e4n aufgebaut.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1370873-1_450.jpg\" alt=\"Konglomerate, Kap Stavros, Moutsouna, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Konglomerate liegen tektonisch oberhalb der Oberen Kykladen-Decke. Sie bestehen aus den gleichen Gesteinen wie die heutigen Berge der Region, haben sich also vor Ort aus den lokalen Erosionsprodukten gebildet (&#8222;autochthon&#8220;).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1090083-1_450.jpg\" alt=\"Konglomerat, Palastinsel, Chora, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Insel Pal\u00e1tia, auf der der Apollon-Tempel bei der Ch\u00f3ra steht, ist ebenfalls aus Konlgomeraten aufgebaut. <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1090088-1_450.jpg\" alt=\"Konglomerat, Palastinsel, Chora, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Konglomerate bestehen zu einem gro\u00dfen Teil aus dunkelrotbrauner Erde, durchsetzt mit meist gut gerundeten Ger\u00f6llen aus den heute auf Naxos anstehenden Gesteinen, z.B. Granodiorit, Migmatit, Schiefer und Marmor, aber auch Serpenitinit. Daraus kann man ersehen, dass diese Konglomerate sich bildeten, als die Insel schon im Wesentlichen in ihrer heutigen Form bestand (oberes Plioz\u00e4n).<\/small><\/p>\n<h3>2. Metamorphe Sedimentschichten<\/h3>\n<p><big>D<\/big>er Hauptteil der Insel Naxos ist aus Sedimenten aufgebaut, die sich im <a href=\"http:\/\/azalas.de\/aegaeisraum-entstehung\/\">Pindos-Ozean<\/a> zwischen den Terranen der Inneren und \u00c4u\u00dferen Helleniden und \/ oder auf dem r\u00fcckseitigen Rand des vom Meer \u00fcberfluteten Inneren (pelagonischen) Terrans ablagerten. Diese Sedimente umfassen die auf den Kykladen typischen Marmore und Schiefer; teilweise treten auch metamorphe Tonsteine, Konglomerate und vulkanische Gesteine auf. Der ber\u00fchmte naxiotische <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-schmirgelminen\/\">Schmirgel<\/a> von K\u00f3ronos und Ap\u00edranthos liegt in den Marmoren, die aus diesen Flachwasser-Sedimenten entstanden.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Sedimente wurden vom Mesozoikum an bis ins Eoz\u00e4n gr\u00f6\u00dftenteils im Flachwasser, seltener in Tiefwasser-Bereichen abgelagert. Im Eoz\u00e4n wurden sie im Zuge der Alpidischen Gebirgsbildung unter die Schichten der weiter n\u00f6rdlich gelegenen  Terrane untergeschoben, wobei der Pindos-Ozean geschlossen wurde und im Bereich der Kykladen ein Falten- und Deckengebirge entstand. Diese Unterschiebung f\u00fchrte zu einer <u>Hochdruck-Niedrigtemperatur-Metamorphose<\/u> der Sedimentschichten, die sich heute im s\u00fcd\u00f6stlichsten Bereich von Naxos noch nachweisen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos lassen sich die Sediment-Decken in zwei Einheiten aufteilen: die oben liegende Zeus-Einheit und die unten liegende Koronos-Einheit.<\/p>\n<h6>2.a Zeus-Einheit<\/h6>\n<p><big>E<\/big>twa im s\u00fcd\u00f6stlichen Drittel der Insel Naxos steht die sogenannte Zeus-Einheit an. Ihre Schichten bestehen \u00fcberwiegend aus <u>Marmoren<\/u> (metamorpher Kalkstein, d.h. Calzium-Carbonat) und Dolomiten (Calzium-Magnesium-Carbonat); in geringeren Anteilen treten Schiefer auf. In kleinen Bereichen finden sich au\u00dferdem Metakonglomerate (metamorphe Konglomerate). Die Decken der Zeus-Einheit sind relativ wenig verfaltet.<\/p>\n<p><big>I<\/big>m s\u00fcd\u00f6stlichsten Bereich von Naxos zeigen diese Gesteine die oben erw\u00e4hnte Hochdruck-Niedrigtemperatur-Metamorphose (vor 50 &#8211; 45 Mio. Jahren), durch die Mineralien der sogenannten <u>Blauschiefer-Fazies<\/u> entstanden (Glaucophan, auch z.B. Diaspor). Richtung Nordwesten, zum Kern der Insel hin, steigt der Metamorphosegrad nach und nach an: Diese Bereiche wurden etwas sp\u00e4ter durch eine <u>Regionalmetamorphose<\/u> bei h\u00f6heren Temperaturen und mittlerem Druck \u00fcberpr\u00e4gt (vor etwa 40 &#8211; 15 Mio. Jahren). Diese Metamorphose erfolgte im Zuge der Gebirgsbildung, als die heute exponierten Gesteinsschichten in tiefere Bereiche der Erdkruste gerieten. Dabei wurden die Schichten der Zeus-Einheit \u00fcber die darunter liegenden Schichten der Koronos-Einheit geschoben, wobei sich die obere Einheit nach S\u00fcden und die untere nach Norden bewegte. Duch die Regionalmetamorphose entstanden Mineralien der <u>Gr\u00fcnschiefer-Fazies<\/u> (Chlorite, auch z.B. Korund). Im Westteil der Insel tritt dieselbe Einheit kleinr\u00e4umig zwischen dem Migmatit-Dom und den allochthonen Gesteinen der Oberen Einheit auf. Nur im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdosten der Insel l\u00e4sst sich der Einfluss dieser zweiten Metamorphose nicht nachweisen, da die Schichten hier nicht in tiefere Krustenbereiche versenkt wurden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DSCN5515-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Gipfel des Zeus-Berges, Naxos\"><br \/>\n<small>Der Gipfel des Zeus besteht aus dicken Marmorschichten der Zeus-Einheit.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1030988-1_450.jpg\" alt=\"Steilwand bei Kalloni, Apiranthos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auch diese Marmorklippen nord\u00f6stlich von Ap\u00edranthos geh\u00f6ren zur Zeus-Einheit.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/azalas\/beach\/kryfolimanaki-1.jpg\" alt=\"Kryfolimanaki bei Agios Dimitris\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Landschaft bei Azal\u00e1s mit ihren Marmoren und Schiefern ist ebenfalls Teil der Zeus-Einheit.<\/small><\/p>\n<h6>2.b Koronos-Einheit<\/h6>\n<p><big>I<\/big>m mittleren und n\u00f6rdlichen Teil von Naxos tritt die unterhalb der Zeus-Einheit gelegene Koronos-Einheit zutage. Zwischen beiden Einheiten liegt die sogenannte Zeus-Scherzone. Die Koronos-Einheit besteht aus \u00e4hnlichen <u>Schiefern und Marmoren<\/u> wie die Zeus-Einheit; hier \u00fcberwiegen jedoch die Schiefer, und die Schichten sind st\u00e4rker verfaltet als in der Zeus-Einheit. Zum daruntergelegenen Migmatit-Kern hin treten bis zu meterdicke Amphibolit-Lagen auf, die sich aus zwischen die Sedimentschichten gedrungenen Magma-G\u00e4ngen gebildet haben. In den Marmoren dieser Einheit liegen die <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-schmirgelminen\/\">Schmirgelminen<\/a> von Naxos, in denen ungew\u00f6hnlich reiner Schmirgel (Korund) abgebaut wird.<\/p>\n<p><big>I<\/big>n der Koronos-Einheit erreicht der Metamorphose-Grad der Gesteine die sogenannte <u>Amphibolit-Fazies<\/u>. Durch das Absenken in noch tiefere Krustenbereiche und die damit einhergehenden h\u00f6heren Temperaturen wurden nun u.a. die Mineralien Biotit, Magnetit, Tremolit und Turmalin gebildet. In diesem Bereich hielt die Metamorphose bis vor etwa 16 Mio. Jahren an, als die Schichten durch die oben erw\u00e4hnte Streckung (Exhumierung) wieder n\u00e4her zur Oberfl\u00e4che verschoben wurden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/P1030763-1_450.jpg\" alt=\"Schiefer mit Aplit-Gang bei Komiaki, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In der Koronos-Einheit sind Schiefer dieser Art weit verbreitet. Oben und unten an diesem Aufschluss sieht man einen wei\u00dfen &#8222;aplitischen&#8220; (nur aus hellen Silikaten bestehenden) pegmatitischen (= gro\u00dfkristallinen) Gang. Diese G\u00e4nge entstanden w\u00e4hrend der Metamorphose, als Magma aus tieferen Erdschichten in Risse im Gestein eindrang.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/P1030769-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Pegmatit-Gang mit Turmalin und Granat bei Komiaki, Naxos\"><br \/>\n<small>An den Pegmatit-G\u00e4ngen kann man stellenweise interessante Mineralien finden, so hier schwarzen Turmalin und roten Granat.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/DSC_7715-1_450.jpg\" alt=\"Schmirgelminen bei Koronos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In der Koronos-Einheit liegen die ber\u00fchmten ungew\u00f6hnlich reinen Schmirgelvorkommen der Insel.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/DSC_7617-1_450.jpg\" alt=\"Schmirgellinse bei Koronos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Schmirgel liegt in linsenf\u00f6rmigen Massen in die Marmorschichten eingebettet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1370986-1_450.jpg\" alt=\"K\u00fcste bei Apollonas, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An der Nordostk\u00fcste bei Ap\u00f3llonas wechseln sich dunkle und hellere Schieferlagen mit wei\u00dfen und r\u00f6tlichen Marmorschichten ab; auch dieser Bereich geh\u00f6rt zur Koronos-Einheit.<\/small><\/p>\n<h3>3. Die Kern-Einheit<\/h3>\n<p><big>D<\/big>er Kern der Insel besteht aus einem <u>Migmatit-Dom<\/u>. Als Migmatit bezeichnet man ein Mischgestein, das sich durch teilweises Aufschmelzen in hellere und dunklere Gesteinsanteile getrennt hat, durchsetzt mit Schollen oder &#8222;schwimmenden&#8220; Brocken nicht geschmolzener Gesteine. Der Migmatit von Naxos geh\u00f6rt zur Gebirgswurzel (d.h. entspricht vermutlich dem unter die Sedimentschichten des Pindos-Ozean untergeschobenen Terran der \u00c4u\u00dferen Helleniden) sowie den direkt dar\u00fcber liegenden Sedimentschichten. Diese Bereiche gerieten bei der Gebirgsbildung in so gro\u00dfe Tiefen, dass die Gesteine bei mittlerem Druck und sehr hohen Temperaturen teilweise aufschmolzen (Regionalmetamorphose). Sp\u00e4ter wurde die migmatitische Gebirgswurzel durch eine Aufw\u00f6lbung hervorgehoben und freigelegt.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Hochw\u00f6lbung, die zur <u>Exhumierung<\/u> des Migmatiten f\u00fchrte, spielte sich in zwei Phasen ab, wobei die erste noch Teil der Gebirgsbildung war, w\u00e4hrend es sich bei der zweiten um eine postorogene Streckung handelte. Hinter einer Subduktionszone (&#8222;back arc&#8220;) kommt es gelegentlich dazu, dass ein keilf\u00f6rmiges Krustenst\u00fcck durch den Druck der sich ann\u00e4hernden Platte herausgehoben wird. Das f\u00fchrt zu einer lokalen Streckung der Schichten und zur Exhumierung tiefer gelegener Anteile. Auf Naxos f\u00fchrte die Streckung im Akkretions-Keil zu einer Abschiebung entlang der Koronos-Scherzone zwischen der Koronos-Einheit und der Kern-Einheit, wobei die obere Einheit nach Norden verschoben wurde (vor etwa 16 Mio. Jahren). Durch die Verschiebungen kamen k\u00fchlere Gesteinsschichten \u00fcber dem hei\u00dferen Migmatiten zu liegen. In den Gesteinen dieser Schichten kam es nun zu einer <u>Kontaktmetamorphose<\/u> bei (wegen der Exhumierung) sinkendem Druck, aber h\u00f6heren Temperaturen. Unter diesen Bedingungen bildeten sich Mineralien der sogenannten Sillimanit-Gruppe, die dann entstehen, wenn das Gestein schon fast aufschmilzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1130248-1_450.jpg\" alt=\"Migmatit bei Koronos, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Inselinnern ist ein Migmatit-Dom freigelegt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080626-1_450.jpg\" alt=\"Migmatit bei Tsikalario, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man den s\u00fcdlichen Bereich des Migmatit-Doms zwischen Potami\u00e1 und Tsikalari\u00f3.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1130413-1_450.jpg\" alt=\"Migmatit bei Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Kernbereich zeigt der Migmatit eine feine B\u00e4nderung oder Streifung, die wegen tektonischer Bewegungen im fast aufgeschmolzenen Zustand stark verformt ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080589-1_450.jpg\" alt=\"Migmatit bei Potamia, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In den oberen Lagen, d.h. in seinen Randbereichen, weist der Migmatit ebenso wie die dar\u00fcberliegenden Gneise und Schiefer dagegen eine deutliche, etwa parallel verlaufende Schichtung aus schwarzen und hellen Lagen auf, die eher wenig verbogen oder verfaltet sind. Diese als Foliation bezeichnete Schichtung entstand durch die starke seitliche Scherung des Gesteins aufgrund der gro\u00dfr\u00e4umigen Bewegung der \u00fcber dem Migmatit liegenden Sedimentschichten der Koronos-Einheit entlang der Koronos-Scherzone (&#8222;Mylonisierung&#8220;).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080642-1_450.jpg\" alt=\"Gneis mit Mylonisierung bei Damalas, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An diesen Gneisen direkt s\u00fcdlich des Migmatit-Doms (bei der Kirche \u00c1gios Merko\u00farios n\u00f6rdlich von Damal\u00e1s) ist eine besonders deutliche &#8222;Mylonisierung&#8220; (durch seitliche Bewegung und Scherung entstandene Lagentextur) zu sehen. Zwischen den Schichten liegen rundliche Porphyroklasten, d.h. widerstandsf\u00e4higere Kristalle (meist Feldsp\u00e4te), die bei der Zerscherung nicht mit umgeformt worden sind.<\/small><\/p>\n<p><big>E<\/big>twa vor 15 Mio. Jahren kam die Auffaltung im Bereich der Kykladen zum Erliegen und eine &#8222;echte&#8220; <u>Streckung der Kruste<\/u> setzte ein. Nach der  &#8222;lokalen&#8220; Streckung der Region durch das Herausdr\u00fccken des Akkretions-Keils und der damit verbundenen Exhumierung und Dekompression im Bereich des Migmatiten \u00e4nderten sich nun die Plattenbewegungen im Bereich der Kykladen grundlegend, da die Subduktionszone an den s\u00fcdlichen Rand von Kreta verlagert wurde (etwa vor 15 Mio. Jahren), wodurch die Subduktionsgeschwindigkeit deutlich verringert wurde. Etwa gleichzeitig begann die sich entgegen dem Uhrzeigersinn von Afrika l\u00f6sende Arabische Platte Druck auf die Anatolische Platte (T\u00fcrkei) auszu\u00fcben, so dass diese nach Westen Richtung \u00c4g\u00e4is auswich. Diese Ver\u00e4nderungen resultierten in einer starken W-O-Stauchung im Bereich der Kykladen, verbunden mit einer bedeutenen Streckung in N-S-Richtung.<\/p>\n<p><big>D<\/big>iese gro\u00dfr\u00e4umige Streckung, die nun an den gro\u00dfen kykladischen Scherzonen einsetzte, f\u00fchrte zur Verschiebung der &#8222;allochthonen&#8220; Schichten der Oberen Kykladen-Decke. Dadurch wurde die Kruste im Bereich der Kykladen soweit ausged\u00fcnnt, dass die Region unter den Meeresspiegel versank. Die gleichzeitige W-O-Einengung hatte au\u00dferdem eine extreme Verfaltung der zu diesem Zeitpunkt noch weichen (duktilen) Marmor- und Amphibolitschichten im &#8222;Dach&#8220; des Migmatit-Doms zur Folge, welche durch die Stauchung stellenweise fast senkrecht aufgestellt wurden. Diese Marmore werden heute in <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-marmorabbau-kinidaros\/\">Marmorsteinbr\u00fcchen<\/a> bei Kin\u00eddaros abgebaut, wo man die verschiedenen Aspekte der tektonischen Bewegungen wunderbar an den schwarzen Amphibolit-G\u00e4ngen im Marmor studieren kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1270340-1_450.jpg\" alt=\"Marmorschichten im Steinbruch bei Kinidaros, NAxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Migmatit-Dom liegen Schichten grobkristalliner Marmore, die in mehreren Steinbr\u00fcchen abgebaut werden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080905-1_450.jpg\" alt=\"Schieferschicht im Migmatit, Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Am Stra\u00dfenanschnitt westlich von Kin\u00eddaros sind nicht aufgeschmolzene Schieferschichten mit dem Migmatit verfaltet. Diese liegen im ehemaligen &#8222;Dach&#8220; des Migmatit-Doms.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080906-1_450.jpg\" alt=\"in enge Falten gestellte Marmor- und Amphibolit-Schichten, Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Nahe dabei sind in enge Falten gestellte Marmor- und Amphibolit-Schichten zu sehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080907-1_450.jpg\" alt=\"in enge Falten gestellte Marmor- und Amphibolit-Schichten, Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080908-1_450.jpg\" alt=\"pegmatitischer Aplitgang an den in enge Falten gestellten Marmor- und Amphibolit-Schichten, Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Ein pegmatitischer Aplitgang zeichnet die Schichten nach: Hier sind gro\u00dfe Quarzkristalle in die Risse eingewandert, die bei der Verfaltung entstanden sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080909-1_450.jpg\" alt=\"pegmatitischer, wei\u00dfer Aplitgang und Turmalin-reicher Gang, Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>ein wei\u00dfer Aplitgang und ein schwarzer Turmalin-reicher Gang nebeneinander<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080385-1_450.jpg\" alt=\"Boudinage in Amphibolit-G\u00e4ngen, Marmor aus Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An den Marmoren aus den Steinbr\u00fcchen bei Kin\u00eddaros kann man die Streckung der Kykladen-&#8222;Platte&#8220; an den schwarzen Amphibolit-G\u00e4ngen im Marmor studieren. Hier ist ein schwarzer Amphibolit-Gang unter spr\u00f6den Bedingungen gestreckt und dabei zerbrochen und gekippt worden. Dieses Ph\u00e4nomen wird als Boudinage bezeichnet.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080680-1_450.jpg\" alt=\"Boudinage in Amphibolit-G\u00e4ngen, Marmor aus Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Unter duktilen Bedingungen (d.h. bei h\u00f6herer Temperatur) l\u00e4sst die Streckung abgerundete &#8222;wurstf\u00f6rmig&#8220; aufgereihte &#8222;Boudins&#8220; entstehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080914-1_450.jpg\" alt=\"Boudinage in Amphibolit-G\u00e4ngen, Marmor aus Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei diesen Boudins ist unter duktilen Bedingungen die obere Schicht nach links, die untere nach rechts verschoben worden ist, so dass eine Asymmetrie entstanden ist.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Streckung in N-S- und die Stauchung in W-O-Richtung f\u00fchrten zu einer Herausw\u00f6lbung des Migmatit-Doms im Innern der Insel entlang einer von Norden nach S\u00fcden verlaufenden Achse. W\u00e4hrend die nun n\u00e4her an die Oberfl\u00e4che gelangten Gesteinsschichten langsamen ausk\u00fchlten, drangen noch aufgeschmolzene Gesteinsanteile (Quarz und Feldsp\u00e4te) im Zusammenhang mit dem nachlassenden Druck in die sich bei der Abk\u00fchlung bildenden Risse ein, wodurch die zahlreichen Pegmatit- und Leukogranit-Adern, -G\u00e4nge und -Schichten entstanden, die sowohl den Migmatiten als auch die dar\u00fcber liegenden Gneise und Schiefer durchziehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1420222-1_450.jpg\" alt=\"pegmatitische Aplit-G\u00e4nge in Schiefer bei Komiaki, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei der Aufw\u00f6lbung des Migmatiten bildeten sich Risse im umgebenden Gestein, in die \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Strecken magmatische Schmelze eindrang. Diese Adern enthalten meist nur helle Minerale (d.h. Quarz und Feldsp\u00e4te), da diese einen niedrigeren Schmelzpunkt aufweisen. Entsprechend ihrer einheitlichen F\u00e4rbung werden sie &#8222;Aplit&#8220;-G\u00e4nge (nach gr. <em>apl\u00f3<\/em> = einfach) genannt. Wenn die Kristalle im Gang durch das langsame Erstarren sehr gro\u00df gewachsen sind, werden sie als &#8222;pegmatitisch&#8220; bezeichnet. Hier sieht man pegmatitische Aplit-G\u00e4nge in Schiefer in der N\u00e4he von Komiak\u00ed.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080873-1_450.jpg\" alt=\"pegmatitische Aplit-G\u00e4nge im Migmatit bei Kinidaros, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Aplit-G\u00e4nge sind in den Gesteinen, die den Migmatit-Dom umgeben, sehr verbreitet.<\/small><\/p>\n<p><big>I<\/big>m Norden des Migmatit-Doms tritt in einer schmalen Zone ein aus g\u00e4nzlich aufgeschmolzenen Sedimenten gebildeter Granit (Leukogranit) auf; kleinere Leukogranit-Schichten und Adern durchziehen auch die Gneise und Schiefer westlich des Migmatit-Doms bei Kourounoch\u00f3ri.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080854-1_450.jpg\" alt=\"Leukogranit bei Kourounoch\u00f3ri\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Leukogranit bei Kourounoch\u00f3ri<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080856-1_450.jpg\" alt=\"Leukogranit bei Kourounoch\u00f3ri\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Leukogranit besteht fast ausschlie\u00dflich aus hellen Mineralien (Quarz, Feldsp\u00e4te).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080857-1_450.jpg\" alt=\"Leukogranit bei Kourounoch\u00f3ri\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Er enth\u00e4lt oft kleine Einsprengsel von Turmalin.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080859-1_450.jpg\" alt=\"Pegmatit-Gang mit wei\u00dfen und gelblich-wei\u00dfen Feldsp\u00e4ten sowie grauem Quarz und d\u00fcnnere G\u00e4nge aus Quarz, bei Kourounochori, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein Pegmatit-Gang mit wei\u00dfen und gelblich-wei\u00dfen Feldsp\u00e4ten sowie grauem Quarz und d\u00fcnnere G\u00e4nge aus Quarz, die aus dem leichter erodierenden umgebenden Gestein (Schiefergneis) hervorragen.<\/small><\/p>\n<h3>4. Der Granodiorit<\/h3>\n<p><big>A<\/big>ls letzter bedeutender tektonischer Akt drang vor etwa 12 Mio. Jahren im Westen der Insel um die Ch\u00f3ra herum ein weiterer magmatischer Gesteinsk\u00f6rper nach oben: der Granodiorit. Bei diesem gelangte im Gegensatz zum Migmatit ein g\u00e4nzlich aufgeschmolzener Magmak\u00f6rper so nah an die Oberfl\u00e4che, dass er heute exponiert ist. Die Intrusion des Granodioriten erfolgte bei sehr niedrigen Dr\u00fccken und wurde durch die starke Ausd\u00fcnnung der Kruste infolge der Streckung in N-S-Richtung (beginnend vor etwa 15 Mio. Jahren) ausgel\u00f6st. Diese Streckung erfolgte im Bereich von Naxos an zwei Scherzonen: An der oberhalb der Zeus-Einheit liegenden Paros-Naxos-Scherzone, an der die Obere Kykladen-Einheit verschoben wurde, sowie weiter in der Tiefe an der S\u00fcd\u00e4g\u00e4ischen Scherzone; eine weitere derartige Scherzone verl\u00e4uft n\u00f6rdlich der Kykladen. Die Ursache f\u00fcr diese ungew\u00f6hnliche postorogene Dehnung im Bereich der Kykladen lag in einer Verringerung der Geschwindigkeit der Subduktion von Afrika unter die \u00c4g\u00e4ische Platte und in der Verlagerung der Subduktionszone weiter nach S\u00fcden durch die vollst\u00e4ndige Schlie\u00dfung des Pindos-Ozeans und die Anlagerung von Kreta. Die Dehnung f\u00fchrte zum Absinken der gesamten Region (Krustenkollaps) und damit zum Entstehen der \u00c4g\u00e4is.<\/p>\n<p><big>D<\/big>as Aufdringen des hei\u00dfen Granodiorits f\u00fchrte erneut zu einer Metamorphose: In einer schmalen Zone um den Granodioriten herum wurden die Gesteine bei einer <u>Kontaktmetamorphose<\/u> sehr niedrigen Dr\u00fccken, aber hohen Temperaturen unterworfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/P1010295-1_450.jpg\" border=\"0\" alt=\"Granodiorit bei der Chora, Naxos\"><br \/>\n<small>Im Westen der Insel steht ein Granodiorit an.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1410169-1_450.jpg\" alt=\"Granodiorit bei der Stelida, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Granodiorit-Landschaft<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1010271-1_450.jpg\" alt=\"Granodiorit bei der Stelida, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Granodiorit besteht &#8211; wie ein Granit &#8211; aus gro\u00dfen, gleichm\u00e4\u00dfig verteilten Kristallen von Feldspat, Quarz und Glimmer, die ihm eine &#8222;k\u00f6rnige&#8220; Textur verleihen. (Vom Granit unterscheidet sich der Granodiorit darin, dass er mehr Plagioklas als Kalifeldspat enth\u00e4lt, d.h. im Feldspat kommt mehr Calzium als Kalium vor.)<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080535-1_450.jpg\" alt=\"Granodiorit mit hellem Pegmatit-Gang\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Granodiorit mit hellem Pegmatit-Gang<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1080533-1_450.jpg\" alt=\"Granodiorit, dunkle Minerale mit hellen Blasten, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf diesem Foto aus dem Randbereich des Granodioriten sieht einen Bereich, der nicht ganz aufgeschmolzen ist, so dass eine fast durchg\u00e4ngige Lage aus den dunklen Mineralen Biotit und Hornblende entstanden ist, die einen h\u00f6heren Schmelzpunkt aufweisen. Darin eingestreut finden sich kleine helle &#8222;Blasten&#8220; von g\u00e4nzlich aufgeschmolzenen und neu kristallisierten hellen Mineralen (Feldsp\u00e4te).<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1330768-1_450.jpg\" alt=\"Grenzbereich zwischen Schiefer und Granodiorit, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An der Grenze zum umgebenden Schiefer sieht man, dass der aufdringende Granodiorit in unregelm\u00e4\u00dfigen G\u00e4ngen zwischen den Schiefer eingedrungen ist; dabei haben sich Brocken vom Schiefer gel\u00f6st, die jetzt im Granodiorit &#8222;schwimmen&#8220;.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/P1370955-1_450.jpg\" alt=\"Felsturm bei Lionas, Naxos\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Zum Abschluss noch ein Foto von diesem malerischen kleinen Felsturm an der K\u00fcste n\u00f6rdlich von Lionas.<\/small><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/falten-verwerfungen-scherzonen\/\">Falten, Verwerfungen und Scherzonen<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-geologie\/\">Die Geologie der Insel Naxos<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-gesteine\/\">Die Gesteine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/plattentektonik-und-gebirgsbildung\/\">Plattentektonik und Gebirgsbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/aegaeisraum-entstehung\/\">Die Entstehung des \u00c4g\u00e4israumes<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n<p>zum Weiterlesen: Publikationen auf researchate.net:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/333630942_Compressional_origin_of_the_Naxos_metamorphic_core_complex_Greece_Structure_petrography_and_thermobarometry\">Compressional origin of the Naxos metamorphic core complex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/327542524_The_metamorphic_history_of_Naxos_central_Cyclades_Greece_Deciphering_the_Oligocene_and_Miocene_exhumation_events\">The metamorphic history of Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/293015048_The_two-stage_Aegean_extension_from_localized_to_distributed_a_result_of_slab_rollback_acceleration\">The two stage Aegean extension<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/46664871_Nappe_stacking_resulting_from_subduction_of_oceanic_and_continental_Lithosphere_below_Greece\">Nappe stacking resulting from subduction<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/46665336_Underthrusting_and_exhumation_A_comparison_between_the_External_Hellenides_and_the_hot_Cycladic_and_cold_South_Aegean_core_complexes_Greece\">Underthrusting and exhumation at the hot Cycladic core complex<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>ebenfalls:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/virtualexplorer.com.au\/article\/2007\/167\/inside-the-aegean-metamorphic-core-complexes\/media\/aegean_field_guide.pdf\">Journal of the Virtual Explorer: Aegean field guide<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/MittGeolGes_93_0105-0127.pdf\">Young neogene tectonics and relief development on Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0191814113001193#bib138\">The Moutsounas shear zone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.tekphys.geo.uni-mainz.de\/publications_PDF\/91-GoscombeEA04.pdf\">\u00dcber Boudinage von der Uni Mainz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Laufe der Jahrmillionen werden die Kontinente unentwegt umgestaltet. Die Insel Naxos existiert in ihrer heutigen Form erst seit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurzer Zeit. Sie geh\u00f6rt zum sogenannten Attisch-Kykladischen Massiv, das in der Erdneuzeit im Zuge der Alpidischen Gebirgsbildung geformt wurde, und das ebenso wie die \u00fcbrigen Bergz\u00fcge Griechenlands und des Balkanraumes zum gro\u00dfen Gebirgssystem der Alpen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":51360,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[347,11,9],"tags":[1223,886,1219,34,865,1224,1228,384,1225,992,1226,1227],"class_list":["post-12723","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geologie","category-natur","category-naxos","tag-aeussere-helleniden","tag-geologie","tag-gesteine","tag-kykladen","tag-naxos","tag-pelagonische-decken","tag-pindos-ozean","tag-plattentektonik","tag-scherzonen","tag-tektonik","tag-tektonische-einheiten","tag-terran"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12723","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12723"}],"version-history":[{"count":42,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12723\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69327,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12723\/revisions\/69327"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/51360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12723"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12723"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12723"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}