{"id":1059,"date":"2010-05-02T13:11:39","date_gmt":"2010-05-02T10:11:39","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=1059"},"modified":"2026-02-02T14:05:52","modified_gmt":"2026-02-02T12:05:52","slug":"schildkroeten-geckos-echsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/schildkroeten-geckos-echsen\/","title":{"rendered":"Schildkr\u00f6ten, Geckos und Echsen"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie Reptilien geh\u00f6ren zu den charakteristischsten Tieren des Mittelmeerraumes. In den warmen Regionen der Erde sind Reptilien wesentlich h\u00e4ufiger als etwa in Mitteleuropa, weil sie als wechselwarme Tiere auf hohe Au\u00dfentemperaturen angewiesen sind. Auf Naxos kommen eine Bachschildkr\u00f6ten-Art, zwei Gecko-Arten, eine Agame, zwei Eidechsen-Arten und die Johannisechse vor.<\/p>\n<p>Hier kann man direkt zu den Arten springen (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern): <a href=\"#A\">Balkan-Bachschildkr\u00f6te, <em>Mauremys rivulata<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Europ\u00e4ischer Halbfinger, <em>Hemidactylus turcicus<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">\u00c4g\u00e4ischer Nacktfinger, <em>Mediodactylus kotschyi<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">Hardun, <em>Stellagama stellio<\/em><\/a><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">\u00c4g\u00e4ische Mauereidechse, <em>Podarcis erhardii<\/em><\/a><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Riesen-Smaragdeidechse, <em>Lacerta trilineata<\/em><\/a><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\">Johannisechse, <em>Ablepharus kitaibelii<\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-amphibien-und-reptilien\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<h6><a name=\"A\">Balkan-Bachschildkr\u00f6te, <em>Mauremys rivulata<\/em>, Valenciennes<\/a><\/h6>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt (au\u00dfer den <a href=\"http:\/\/azalas.de\/unechte-karettschildkroete\/\">Meeresschildkr\u00f6ten<\/a>) nur eine Schildkr\u00f6tenart vor: die Balkan-Bachschildkr\u00f6te (Bei den Schildkr\u00f6ten herrscht eine ziemliche Verwirrung, was die Arten betrifft: teilweise wird die auf den Kykladen und in S\u00fcdosteuropa vorkommende Art als Kaspische Bachschildkr\u00f6te (<em>Mauremys caspica<\/em>) bezeichnet &#8211; beide Arten sind \u00e4u\u00dferlich nicht zu unterscheiden). Landschildkr\u00f6ten haben wir \u00fcbrigens auch schon mal auf Naxos gesehen, aber dabei handelt es sich um ausgesetzte Exemplare.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Balkan-Bachschildkr\u00f6te hat eine dunkel- oder gr\u00fcnlichbraune F\u00e4rbung und wird bis \u00fcber 20 cm lang. Sie ist am besten an den L\u00e4ngsstreifen an ihrem Hals zu erkennen; Jungtiere sind lebhafter gef\u00e4rbt. Sie lebt in Fl\u00fcssen, S\u00fcmpfen und Seen und kann, eingegraben im Gew\u00e4ssergrund, auch periodisches Austrocknen \u00fcberstehen, indem sie in einen Ruhezustand f\u00e4llt. Die Balkan-Bachschildkr\u00f6te ist ein Allesfresser und ern\u00e4hrt sich von Wassertieren aller Art, beispielsweise Wirbellosen, Fischen oder auch Fr\u00f6schen, nimmt aber gern auch pflanzliche Nahrung an.<\/p>\n<p><big>A<\/big>uf Naxos kommt die Balkan-Bachschildkr\u00f6te in ganzj\u00e4hrig flie\u00dfenden Fl\u00fcssen vor, so bei Kin\u00eddaros, bei Potami\u00e1 und bei Ap\u00f3llonas, au\u00dferdem in gr\u00f6\u00dferen Flussm\u00fcndungen wie in Kaland\u00f3s. Sie vertr\u00e4gt auch brackiges oder verschmutztes Wasser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-4.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Bachschildkr\u00f6ten sitzen h\u00e4ufig in dieser Art am Rand eines Gew\u00e4ssers; hier an der Flussm\u00fcndung in Ap\u00f3llonas.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-5.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Sie sind sehr scheu und springen bei jeder St\u00f6rung in Wasser, wo sie es sehr lang unter der Wasseroberfl\u00e4che aushalten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-6.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wenn sie wieder auftauchen, schaut oft zuerst nur der Kopf aus dem Wasser. Um das Atmen zu erm\u00f6glichen, sitzen die Nasenl\u00f6cher der Schildkr\u00f6te ganz vorn an der Spitze des Kopfes.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-7.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ist die Streifung des Halses gut zu erkennen. Der Panzer dieser Schildkr\u00f6te ist von Algen bewachsen, was f\u00fcr die Tiere teilweise zu einem Problem werden kann.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-8.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>ein kleineres Exemplar am Fluss bei Kin\u00eddaros<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-9.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>und hier von nahem&#8230;<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-10.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-2.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>gro\u00dfe Balkan-Bachschildkr\u00f6te an Land<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-3.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\"><br \/>\n<small>Bei St\u00f6rung zieht die Schildkr\u00f6te, wie allgemein bekannt, Kopf und Beine in den Panzer hinein. Au\u00dferdem hat dieses Exemplar ein \u00e4u\u00dferst \u00fcbelriechendes Sekret abgegeben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mauremys_rivulata-1.jpg\" alt=\"Balkan-Bachschildkr\u00f6te, Mauremys rivulata\"><br \/>\n<small>Eine Balkan-Bachschildkr\u00f6te schwimmt im kleinen Teich am Wasserfall bei Keramot\u00ed.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"B\">Europ\u00e4ischer Halbfinger, <em>Hemidactylus turcicus<\/em>, L.<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Europ\u00e4ische Halbfinger ist eine von zwei Gecko-Arten, die auf Naxos vorkommen. Er wird bis zu 10 cm lang und hat eine hellbr\u00e4unliche, ein wenig durchsichtig wirkende F\u00e4rbung. Auf dem ganzen K\u00f6rper sitzen kleine H\u00f6cker. Charakteristisch sind die Haftscheiben an den F\u00fc\u00dfen, die die vorderen Zehen freilassen (&#8222;Halbfinger&#8220;, im Gegensatz zum Mauergecko, wo sie sich \u00fcber den ganzen Zeh erstrecken). Sie erm\u00f6glichen dem Halbfinger das Klettern selbst an glatten W\u00e4nden; die Tiere k\u00f6nnen m\u00fchelos auch unter der Decke entlang laufen. Der Europ\u00e4ische Halbfinger gibt ein schnell wiederholtes, schnalzendes Ger\u00e4usch von sich. Er kommt rund um das Mittelmeergebiet vor, au\u00dferdem in Nordafrika und S\u00fcdwestasien bis Indien.<\/p>\n<p><big>G<\/big>eckos sind vorwiegend nachtaktiv, orientieren sich beim Jagen aber trotzdem mit dem Gesichtssinn. Entsprechend haben sie sehr gro\u00dfe Augen, die eine senkrechte Pupille aufweisen. Der Europ\u00e4ische Halbfinger kommt an Felsen und B\u00e4umen vor; sehr h\u00e4ufig lebt er an und in H\u00e4usern, wo er abends leicht bei der Jagd zu beobachten ist: F\u00fcr gew\u00f6hnlich sitzt er unter der Decke, besonders in der N\u00e4he von Lampen, und versucht die vom Licht angelockten Motten und anderen Insekten zu erbeuten. Bei der Jagd pirscht er sich erst langsam an die Beute an, um sie dann mit einem pl\u00f6tzlichen Sprung zu erhaschen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/hemidactylus_turcicus-1.jpg\" alt=\"Europ\u00e4ischer Halbfinger, Hemidactylus turcicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Europ\u00e4ische Halbfinger hat eine br\u00e4unliche F\u00e4rbung mit vielen Flecken und Punkten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/hemidactylus_turcicus-2.jpg\" alt=\"Europ\u00e4ischer Halbfinger, Hemidactylus turcicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der ganze K\u00f6rper ist mit H\u00f6ckern und Warzen \u00fcbers\u00e4t.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/hemidactylus_turcicus-3.jpg\" alt=\"Europ\u00e4ischer Halbfinger, Hemidactylus turcicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An den F\u00fc\u00dfen sitzen kleine Haftscheiben, die die vordere H\u00e4lfte der Zehen freilassen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/hemidactylus_turcicus-4.jpg\" alt=\"Europ\u00e4ischer Halbfinger, Hemidactylus turcicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Haftscheiben erm\u00f6glichen den Gecko-Arten das Klettern auch an ganz glatten W\u00e4nden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/hemidactylus_turcicus-5.jpg\" alt=\"Europ\u00e4ischer Halbfinger, Hemidactylus turcicus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wie alle Geckos besitzt der Europ\u00e4ische Halbfinger senkrechte Pupillen, hier als sehr schmaler schwarzer Schlitz zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"C\">\u00c4g\u00e4ischer Nacktfinger, <em>Mediodactylus kotschyi<\/em>, Steindachner<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er \u00c4g\u00e4ische Nacktfinger unterscheidet sich vom Europ\u00e4ischen Halbfinger an seiner dunkleren F\u00e4rbung und den sehr schlanken Zehen ohne Haftscheiben. Auch er wird etwa 10 cm lang. Auf R\u00fccken und Schwanz sitzen kleine H\u00f6cker. Der \u00c4g\u00e4ische Nacktfinger \u00e4hnelt dem Halbfinger in der Lebensweise, klettert aber etwas weniger geschickt und kommt seltener an Geb\u00e4uden vor. Tags\u00fcber versteckt er sich gern an der Unterseite gro\u00dfer Steine. Der \u00c4g\u00e4ische Nacktfinger kommt in Griechenland und der T\u00fcrkei, in der Levante, der Krim und einer kleinen Region in S\u00fcditalien vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mediodactylus_kotschyi-1.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ischer Nacktfinger, Mediodactylus (=Cyrtodactylus) kotschyi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der \u00c4g\u00e4ische Nacktfinger ist \u00fcblicherweise dunkler gef\u00e4rbt als der Halbfinger. Dieses Exemplar besitzt einen regenerierten Schwanz, wie daran zu erkennen ist, dass auf ihm die typischen H\u00f6cker fehlen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mediodactylus_kotschyi-2.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ischer Nacktfinger, Mediodactylus (=Cyrtodactylus) kotschyi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Er besitzt sehr schlanke Zehen ohne Haftscheiben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mediodactylus_kotschyi-3.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ischer Nacktfinger, Mediodactylus (=Cyrtodactylus) kotschyi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sind die senkrechten Pupillen und die gro\u00dfen Ohrl\u00f6cher zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/mediodactylus_kotschyi-4.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ischer Nacktfinger, Mediodactylus (=Cyrtodactylus) kotschyi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der \u00c4g\u00e4ische Nacktfinger kann seine Farbe je nach Stimmung wechseln. Hier ein junges Exemplar mit hellbrauner Grundf\u00e4rbung und intensiver Streifung auf R\u00fccken und Schwanz.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"D\">Hardun, <em>Laudakia stellio<\/em>, L.<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Hardun geh\u00f6rt zur gro\u00dfen Familie der Agamen, die in Afrika, Asien und Australien vorkommen. Er ist die einzige Art dieser Familie, die auch in Europa auftritt; hier beschr\u00e4nkt sich sein Verbreitungsgebiet auf einige Inseln der Kykladen, auf Korfu und die Gegend um Thessaloniki. Es wird angenommen, dass der Hardun hier schon in der Antike aus Afrika eingeschleppt oder mit Absicht eingef\u00fchrt worden ist.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Hardun ist unverkennbar aufgrund seiner Gr\u00f6\u00dfe (bis 30 cm). Er besitzt einen kr\u00e4ftigen, abgeflachten, sehr stacheligen K\u00f6rper, einen dreieckigen Kopf und einen langen Schwanz. Die F\u00e4rbung ist dunkelgrau, teilweise mit helleren Flecken und kann sich schnell \u00e4ndern. Der Hardun ist tagaktiv und h\u00e4ufig auf besonnten Felsen zu sehen. Als Imponiergehabe zeigen die M\u00e4nnchen ein auffallendes Kopfnicken. Gelegentlich findet man im Garten beim Umgraben ein Gelege aus wei\u00dfen, weichschaligen, l\u00e4nglichen Eiern, die flach in der Erde vergraben werden. Der Hardun ern\u00e4hrt sich haupts\u00e4chlich von gro\u00dfen Insekten wie Bienen, weswegen er bei der Bev\u00f6lkerung nicht besonders beliebt ist; es ist aber ein unerschrockener J\u00e4ger, der auch die gro\u00dfen Hunderf\u00fc\u00dfer erbeutet.<\/p>\n<p><big>H<\/big>ier m\u00f6chte ich kurz auf die Herkunft des Namens <em>&#8222;Laudakia <u>stellio<\/u><\/em>&#8220; hinweisen. Linn\u00e9, der dem Reptil seinen Namen gab, und der sich offenbar hervorragend in der griechischen Mythologie auskannte, benannte es nach <a href=\"https:\/\/www.britishmuseum.org\/collection\/term\/BIOG142688\">Stellio<\/a>, oder nach anderer Version <a href=\"https:\/\/www.theoi.com\/Heros\/Askalabos.html\">Askalabos<\/a>: ein Junge, der von der G\u00f6ttin Demeter in eine Echse verwandelt wurde, weil er \u00fcber sie lachte, als sie auf der R\u00fcckkehr von ihrer ergebnislosen Suche nach Persephone die erste Nahrung zu sich nahm, den Getreidebrei <em>kykeon<\/em>, den sie hungrig und deswegen sehr hastig trank.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/stellagama_stellio-6.jpg\" alt=\"Hardun, Stellagama stellio\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der gro\u00dfe Hardun ist unverkennbar.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/stellagama_stellio-2.jpg\" alt=\"Hardun, Stellagama stellio\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der ganze K\u00f6rper ist mit Stacheln versehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/stellagama_stellio-4.jpg\" alt=\"Hardun, Stellagama stellio\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein besonders dunkles Exemplar.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/stellagama_stellio-1.jpg\" alt=\"Hardun, Stellagama stellio\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wenn er auf einem Ausguck sitzt, bewegt der Hardun oft den Kopf ruckartig auf und ab.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/stellagama_stellio-5.jpg\" alt=\"Hardun, Stellagama stellio\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Auf der nordwestlich gelegenen kleinen Nachbarinsel Delos gibt es Hardune, die einen fast schwarzen K\u00f6rper und einen gelben Kopf haben.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"E\">\u00c4g\u00e4ische Mauereidechse, <em>Podarcis erhardii<\/em>, Bedriaga<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie \u00c4g\u00e4ische Mauereidechse ist die weitaus h\u00e4ufigere der zwei Eidechsen-Arten, die auf Naxos leben. Sie kommt im s\u00fcdlichen Balkan vor und ist auf vielen \u00e4g\u00e4ischen Inseln die einzige Eidechsenart. Sie wird ohne den sehr langen Schwanz bis etwa 7 cm lang. Die F\u00e4rbung ist variabel, bei Weibchen ist die Grundfarbe braun, bei M\u00e4nnchen, insbesondere im Fr\u00fchling, gr\u00fcn. Oft ist eine deutliche Zeichnung mit hellen L\u00e4ngsstreifen auf dem R\u00fccken zu erkennen. Die Mauereidechse ist \u00fcberall h\u00e4ufig, nicht sehr scheu und gut zu beobachten.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie \u00c4g\u00e4ische Mauereidechse ist im Bereich der Kykladen in mehrere <a href=\"https:\/\/www.lacerta.de\/AS\/Taxon.php?Genus=19&#038;Species=61\">Unterarten<\/a> aufgespalten. Auf Naxos, Paros, Folegandros, Sikinos, Donoussa und den kleinen Kykladen kommt die Unterart <em>Podacis erhardii naxensis<\/em> (Werner) vor, eine andere Unterart beispielsweise auf Amorgos und je auf mehreren kleineren Inseln \u00f6stlich und s\u00fcd\u00f6stlich davon. Die gr\u00f6\u00dfere der Makares-Inseln besitzt eine eigene Unterart namens <em>Podarcis erhardii makariaisi<\/em> (Wettstein). Eine weitere Unterart namens <em>Podarcis erhardii buchholzi<\/em> (Wettstein) besiedelt die kleine, von uns aus so gerade Richtung Nordosten sichtbare Felseninsel Ktenia (mit Leuchtfeuer, von der lokalen Bev\u00f6lkerung <em>m\u00e9rmingas<\/em> (=Ameise) genannt).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/podarcis_erhardii-1.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ische Mauereidechse, Podarcis erhardii\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/podarcis_erhardii-5.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ische Mauereidechse, Podarcis erhardii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die M\u00e4nnchen der \u00c4g\u00e4ischen Mauereidechse besitzen einen gr\u00fcnlichen R\u00fccken. <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/podarcis_erhardii-3.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ische Mauereidechse, Podarcis erhardii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Weibchen sind braun mit L\u00e4ngsstreifen. Oft halten die Tiere wie hier auf sonnenwarmen Steinen die F\u00fc\u00dfe in die Luft.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/podarcis_erhardii-6.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ische Mauereidechse, Podarcis erhardii\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/podarcis_erhardii-4.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ische Mauereidechse, Podarcis erhardii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die ebenfalls gestreiften Jungtiere trifft man ab Juni an.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/podarcis_erhardii-2.jpg\" alt=\"\u00c4g\u00e4ische Mauereidechse, Podarcis erhardii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die \u00c4g\u00e4ische Mauereidechse ist recht zutraulich und sehr neugierig.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"F\">Riesen-Smaragdeidechse, <em>Lacerta trilineata<\/em>, Bedriaga<\/a><\/h6>\n<p><big>A<\/big>u\u00dfer der kleinen \u00c4g\u00e4ischen Mauereidechse kommt auf Naxos eine weitere Eidechsenart vor, n\u00e4mlich die bis zu \u00fcber 40 (ohne Schwanz 16) cm lange Riesen-Smaragdeidechse. Sie ist wesentlich seltener als die Mauereidechse und vor allem sehr scheu und darum nur selten zu sehen; meist sieht man sie nur schnell \u00fcber die Stra\u00dfe rennen oder im Geb\u00fcsch verschwinden. Sie ist einfarbig gr\u00fcn mit einer feinen Punktierung; Jungtiere weisen gew\u00f6hnlich L\u00e4ngsstreifen und hellere Flecken auf. Die Riesen-Smaragdeidechse kommt nur im s\u00fcdlichen und \u00f6stlichen Balkan einschlie\u00dflich der (gr\u00f6\u00dferen) griechischen Inseln vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/lacerta_trilineata-3.jpg\" alt=\"Riesen-Smaragdeidechse, Lacerta trilineata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Riesen-Smaragdeidechse ist sehr scheu.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/lacerta_trilineata-1.jpg\" alt=\"Riesen-Smaragdeidechse, Lacerta trilineata\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/lacerta_trilineata-2.jpg\" alt=\"Riesen-Smaragdeidechse, Lacerta trilineata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In der letzten Zeit sehen wir h\u00e4ufiger Exemplare auf unserem Grundst\u00fcck; allesdings haben sie etwas unter den Katzen zu leiden, wobei die Eidechse die Katze auch bei\u00dft, nicht nur umgekehrt.<\/small><\/p>\n<h6><a name=\"G\">Johannisechse, <em>Ablepharus kitaibelii<\/em>, Bibron &#038; Bory de Saint-Vincent<\/a><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Johannisechse geh\u00f6rt zu den Skinken. Die Angeh\u00f6rigen dieser Familie besitzen nur sehr kleine, fast nicht mehr benutzte, oder gar keine Beine. Bei der Johannisechse sind die Beinchen noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gut ausgebildet und werden zum Abst\u00fctzen des K\u00f6rpers benutzt; zur Fortbewegung schl\u00e4ngelt sich das Tier jedoch wie eine Schlange, ohne seine Beine zu gebrauchen.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Johannisechse ist klein (bis etwa 15 cm) und d\u00fcnn. Sie ist bronzefarben mit einem dunkleren L\u00e4ngsstreifen an der Seite; der R\u00fccken gl\u00e4nzt stark. Sie ern\u00e4hrt sich vor allem von Insekten. Man bekommt Johannisechsen nur recht selten zu Gesicht, obwohl sie bei uns im Garten recht h\u00e4ufig sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/ablepharus_kitaibelii-1.jpg\" alt=\"Johannisechse, Ablepharus kitaibelii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Johannisechse \u00e4hnelt aufgrund ihrer schl\u00e4ngelnden Fortbewegungsweise einer kleinen Schlange.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/reptiles\/ablepharus_kitaibelii-2.jpg\" alt=\"Johannisechse, Ablepharus kitaibelii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Es handelt sich um einen \u00dcbergangszustand zwischen Eidechse und Schlange mit nur sehr kleinen, kaum noch benutzten Beinchen.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-amphibien-und-reptilien\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-tiere\/\">Tiere<\/a><\/p>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schlangen\/\">Schlangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/froesche-und-kroeten\/\">Fr\u00f6sche und Kr\u00f6ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/unechte-karettschildkroete\/\">Die Unechte Karettschildkr\u00f6te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-tierwelt-fluesse\/\">Tiere an den Fl\u00fcssen von Naxos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reptilien geh\u00f6ren zu den charakteristischsten Tieren des Mittelmeerraumes. In den warmen Regionen der Erde sind Reptilien wesentlich h\u00e4ufiger als etwa in Mitteleuropa, weil sie als wechselwarme Tiere auf hohe Au\u00dfentemperaturen angewiesen sind. Auf Naxos kommen eine Bachschildkr\u00f6ten-Art, zwei Gecko-Arten, eine Agame, zwei Eidechsen-Arten und die Johannisechse vor. Hier kann man direkt zu den Arten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":62317,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,9,22],"tags":[268,266,866,264,265,263,869,267,271,34,865,262,269,270],"class_list":["post-1059","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-natur","category-naxos","category-tiere","tag-agaische-mauereidechse","tag-agaischer-nacktfinger","tag-azalas","tag-eidechsen","tag-europaischer-halbfinger","tag-geckos","tag-griechenland","tag-hardun","tag-kaspische-wasserschildkrote","tag-kykladen","tag-naxos","tag-reptilien","tag-riesen-smaragdeidechse","tag-schildkroten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1059"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1059\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77630,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1059\/revisions\/77630"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}