{"id":10525,"date":"2018-11-14T09:05:45","date_gmt":"2018-11-14T07:05:45","guid":{"rendered":"http:\/\/klqewmpxo.cyon.link\/?page_id=10525"},"modified":"2026-03-03T21:08:26","modified_gmt":"2026-03-03T19:08:26","slug":"kaefer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/azalas.de\/de\/kaefer\/","title":{"rendered":"K\u00e4fer"},"content":{"rendered":"<p><big>D<\/big>ie K\u00e4fer sind mit etwa 350.000 beschriebenen Arten die gr\u00f6\u00dfte Insektenordnung. Rund ein F\u00fcnftel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten sind K\u00e4fer, und ihre gesamte Artenzahl wird auf 1 bis 5 Millionen gesch\u00e4tzt. J\u00e4hrlich werden Hunderte neuer Arten beschrieben, vor allem aus den tropischen Regenw\u00e4ldern. Viele Arten sind in ihrer Lebensweise sehr spezialisiert und beispielsweise an eine einzige Pflanzenart gebunden. Ein gro\u00dfer Anteil der beschriebenen Arten ist nur von einer Fundstelle bekannt; nicht selten hat man nur ein einziges Exemplar gefunden, nach dem die Art beschrieben worden ist. In Deutschland kommen etwa 6.500 K\u00e4ferarten vor.<\/p>\n<p><a href=\"#Arten\">Hier kann man die Einleitung \u00fcberspringen und direkt zu den vorgestellten Arten kommen.<\/a> <\/p>\n<h3>K\u00f6rperbau<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie K\u00e4fer geh\u00f6ren generell zu den relativ gro\u00dfen und kr\u00e4ftigen Insekten. Im Gegensatz zu den anderen Insektengruppen sind bei ihnen die hinteren zwei Thoraxsegmente verschmolzen zum &#8222;Pterothorax&#8220;; dieser liegt dem Abdomen an und ist durch keinen Einschnitt von ihm getrennt. Der Prothorax tr\u00e4gt auf dem R\u00fccken ein besonders gro\u00dfes Chitinschild, das Halsschild. Das R\u00fcckenschild des ehemaligen mittleren Brustsegments ist oft als kleines Dreieck zwischen den Fl\u00fcgeldecken-Ans\u00e4tzen zu erkennen. Aufgrund der Angliederung der hinteren zwei Brustsegmente an den Hinterleib sitzen die hinteren zwei Beinpaare und die Fl\u00fcgel bei den K\u00e4fern am hinteren K\u00f6rperabschnitt. Der K\u00e4fer fliegt nur mit hinteren Fl\u00fcgeln, w\u00e4hrend die Vorderfl\u00fcgel zu starren, sch\u00fctzenden Deckfl\u00fcgeln umgebildet sind, unter denen die Hinterfl\u00fcgel zusammengefaltet liegen. Beim Fliegen werden die Deckfl\u00fcgel abgespreizt; sie erzeugen den Auftrieb, w\u00e4hrend die h\u00e4utigen Hinterfl\u00fcgel den Vortrieb erzeugen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/anisoplia_spec-3.jpg\" alt=\"K\u00e4fer K\u00f6rperbau\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Kopf der meisten K\u00e4fer ist eher klein. Hinter ihm liegt die &#8222;Brust&#8220;, die nur aus dem ersten Thoraxsegment besteht und das vorderste Beinpaar tr\u00e4gt; ihr R\u00fcckenschild wird Halsschild genannt. Die Fl\u00fcgel und die hinteren zwei Beinpaare sitzen am hinteren K\u00f6rperabschnitt (&#8222;Hinterleib&#8220;), der aus dem mittleren und hinteren Thoraxsegment und den Hinterleibssegmenten besteht. Bei diesem Tier sieht man die zusammengefalteten h\u00e4utigen Hinterfl\u00fcgel unter den starren Deckfl\u00fcgeln hervorschauen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/beetle_underside-1\n.jpg\" alt=\"K\u00e4fer Unterseite\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Blick auf die Unterseite eines K\u00e4fers. Die Bauchschilde des mittleren und hinteren Thoraxsegments, an denen die hinteren zwei Beinpaare sitzen, bedecken \u00fcber die H\u00e4lfte des Hinterleibs. Die eigentlichen Hinterleibs-Segmente sind dahinter als schmale Ringe zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/exochomus_starting_to_fly.jpg\" alt=\"Marienk\u00e4fer beim Abflug\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Zum Abfliegen versuchen Marienk\u00e4fer immer auf die h\u00f6chste Stelle zu klettern. Dann spreizen sie ihre starren Deckfl\u00fcgel weit ab und entfalten die darunter liegenden h\u00e4utigen Fl\u00fcgel.<\/small><\/p>\n<p><big>D<\/big>ie F\u00fchler (Antennen) der K\u00e4fer sind oft besonders lang und k\u00f6nnen fadenf\u00f6rmig, am Ende keulig oder gef\u00e4chert sein. Die Facettenaugen sind mehr oder weniger rund oder schmiegen sich halbkreisf\u00f6rmig um den F\u00fchleransatz. Die Mundwerkzeuge sind stets kauend-bei\u00dfend. Der Chitinpanzer kann Haare, Schuppen oder Dornen tragen und weist oft eine metallische F\u00e4rbung auf, die durch eine spezielle Oberfl\u00e4chenstruktur entsteht.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie ersten K\u00e4fer sind als Fossilien schon aus dem Perm nachgewiesen. Die lange Entwicklungszeit der Ordnung der K\u00e4fer ist vielleicht ein Grund f\u00fcr ihre gro\u00dfe Artenvielfalt und f\u00fcr die Ausbildung der &#8211; im Vergleich zu vielen anderen Insektengruppen &#8211; gro\u00dfen Vielfalt in Aussehen, K\u00f6rperbau und Lebensweise.<\/p>\n<h3>Lebensweise und Entwicklung<\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie K\u00e4fer kommen au\u00dfer der Antarktis und den Ozeanen in allen Lebensr\u00e4umen der Erde vor. Viele Arten leben r\u00e4uberisch, andere fressen Pflanzen und viele auch totes organisches Material wie Holz, Federn, Aas oder Kot. Insbesondere die Zersetzer und Abfallverwerter spielen oft eine entscheidende Rolle in den \u00d6kosystemen. Viele K\u00e4fer leben hochspezialisiert nur auf einer einzigen Pflanzenart, andere sind sehr anpassungsf\u00e4hig und weltweit verbreitet. Zahlreiche Arten haben sich an das Leben im oder auf dem S\u00fc\u00dfwasser angepasst. Einzelne Arten leben parasitisch oder in Symbiose mit Ameisen. Durch ihre Flugf\u00e4higkeit sind viele K\u00e4fer in der Lage, einfach und schnell neue Lebensr\u00e4ume zu besiedeln und sich auszubreiten.<\/p>\n<p><big>W<\/big>ie alle Insekten legen die K\u00e4fer Eier. Diese werden oft sehr sorgf\u00e4ltig an die geeigneten Pl\u00e4tze gelegt, z.B. in die passende Pflanze oder an tote Tiere, die manchmal vergraben werden; einige Schwimmk\u00e4fer stellen kleine Schiffchen f\u00fcr die Eier her, die auf der Wasseroberfl\u00e4che treiben. Manche Arten betreiben eine aufw\u00e4ndige Brutpflege, so einige K\u00e4fer, die in Ameisenbauten leben und bei denen die Weibchen eine Substanz abscheiden, die von den Ameisen gerne gefressen wird, oder manche im Holz lebende Arten, die spezielle Pilzg\u00e4rten f\u00fcr ihre Larven anlegen.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Larve der K\u00e4fer ist g\u00e4nzlich anders aufgebaut als der erwachsene K\u00e4fer. Sie besitzt einen langgestreckten, meist eher schlanken K\u00f6rper aus fast gleichgestalteten Segmenten; die bekanntesten K\u00e4ferlarven sind die Mehlw\u00fcrmer und die &#8222;Engerlinge&#8220; der Maik\u00e4fer. Die Larven besitzen nur kleine oder gar keine Beine, sehr kurze Antennen und winzige Punktaugen. Sie fressen meist in etwa dasselbe wie die erwachsenen Tiere; auch bei ihnen ist die Ern\u00e4hrungsweise oft sehr stark spezialisiert. Es gibt sowohl r\u00e4uberische als auch pflanzenfressende Larven als auch solche, die sich von totem organischen Material ern\u00e4hren. Je nach Ern\u00e4hrungsweise der Larve wird f\u00fcr die Dauer der Larvalentwicklung sehr unterschiedlich lange Zeit ben\u00f6tigt, von wenigen Tagen, so z.B. bei aasfressenden Larven, bis zu 15 Jahren bei Larven, die in altem, sehr trockenem Holz leben. \u00dcblicherweise dauert das Larvenstadium deutlich l\u00e4nger als das Leben als erwachsenes Tier.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/beetle_larva-1.jpg\" alt=\"K\u00e4fer Larve\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Larven der K\u00e4fer besitzen einen langgestreckten K\u00f6rper aus fast gleichgestalteten Segmenten, der keine Fl\u00fcgel tr\u00e4gt und nur kurze Beine und Antennen besitzt. Die dicken Engerlinge, bei uns meist die Larven von Nashornk\u00e4fern, leben in der Erde und ern\u00e4hren sich von Wurzeln und anderen Pflanzenteilen.<\/small><\/p>\n<p><big>W<\/big>ie alle Insekten k\u00f6nnen auch die K\u00e4fer nur als Larve wachsen. Dazu muss die Larve sich in gewissen Zeitabst\u00e4nden h\u00e4uten. Die Umwandlung in den adulten K\u00e4fer erfolgt abrupt durch eine Holometamorphose, die in einer sch\u00fctzenden Puppe abl\u00e4uft und bei der der gesamte K\u00f6rper umstrukturiert wird. F\u00fcr den Bau der Puppenh\u00fclle werden oft Sand, Pflanzenteile oder Erde verwendet. In den gem\u00e4\u00dfigten und kalten Regionen der Erde \u00fcberwintern die K\u00e4fer meist als Larve oder Puppe; manchmal \u00fcberdauern aber auch die erwachsenen K\u00e4fer an gesch\u00fctzten Stellen die kalte Jahreszeit.<\/p>\n<h3>K\u00e4fer als Sch\u00e4dlinge und N\u00fctzlinge<\/h3>\n<p><big>E<\/big>ntsprechend ihrer Ern\u00e4hrungsweise sind viele K\u00e4fer wichtige Sch\u00e4dlinge f\u00fcr den Menschen, insbesondere die in Mehl und Getreide lebenden Arten (Mehl-, Korn- und Reisk\u00e4fer usw), die betr\u00e4chtlichen Schaden in Getreidevorr\u00e4ten anrichten k\u00f6nnen, und manche pflanzenfressende Arten wie der Kartoffelk\u00e4fer und der Maiswurzelbohrer. Die gr\u00f6\u00dften Sch\u00e4den richten die in B\u00e4umen lebenden Arten an wie die Borkenk\u00e4fer, die innerhalb weniger Jahre riesige Waldgebiete zum Absterben bringen k\u00f6nnen, oder auch andere Arten, die auf eine bestimmte Baumart spezilialisiert sind und diese abt\u00f6ten wie der Palmr\u00fcsselk\u00e4fer, der den Wachstumskegel von Palmen zerst\u00f6rt. In manchen F\u00e4llen entsteht der Schaden dadurch, dass der K\u00e4fer eine Krankheit \u00fcbertr\u00e4gt, wie beim Ulmensterben, das durch einen vom Ulmensplintk\u00e4fer \u00fcbertragenen Schlauchpilz hervorgerufen wird, und das m\u00f6glicherweise zum vollst\u00e4ndigen Ausssterben der Ulme f\u00fchren wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/red_palm_weevil_damage-1.jpg\" alt=\"abgestorbene Palme Palmr\u00fcssler\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Palme in unserem Nachbargarten ist aufgrund von Befall durch den Palmr\u00fcsselk\u00e4fer abgestorben.<\/small><\/p>\n<p><big>E<\/big>s gibt aber auch einige K\u00e4ferarten, die dem Menschen n\u00fctzlich sind, insbesondere die Marienk\u00e4fer, deren Larven von Blattl\u00e4usen leben, und die deswegen oft auch in der biologischen Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung eingesetzt werden. Die Larven zahlreicher K\u00e4ferarten sind essbar und stellen in vielen Gegenden der Welt eine wichtige Proteinquelle f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung dar. Auch in Europa wurden bis ins Mittelalter hinein einige Engerlinge sowie Maik\u00e4fer gegessen. Nicht zu \u00fcbersch\u00e4tzen ist ferner die Bedeutung der aas- und kotfressenden K\u00e4fer f\u00fcr die \u00d6kosysteme der Erde. Der von Dung lebende Pillendreher war den alten \u00c4gyptern als Skarab\u00e4us heilig; er versinnbildlichte den Sonnengott Re, was sich wohl von seinem Verhalten, eine Dungkugel umher zu rollen, ableitet. Aus den Beschreibungen antiker Naturforscher wie Aristoteles und Plinius k\u00f6nnen \u00fcber 100 K\u00e4ferarten identifiziert werden.<br \/>\n<br class=\"clear\" \/><\/p>\n<hr style=\"border-width: 2px;\">\n<a name=\"Arten\"><font color=\"#ffffff\">K\u00e4fer-Arten auf Naxos<\/font><\/a><\/p>\n<h3>K\u00e4fer-Arten auf Naxos<\/h3>\n<p><big>N<\/big>at\u00fcrlich gibt es viel zu viele K\u00e4ferarten auf Naxos, als dass ich hier eine auch nur im Entferntesten vollst\u00e4ndige Auflistung anbieten k\u00f6nnte, aber zumindest viele der h\u00e4ufigeren oder auff\u00e4lligeren Arten kann man in den folgenden Beschreibungen finden.<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/azalas.de\/de\/fotouebersicht-kaefer\/\"><strong>Foto-\u00dcbersicht der K\u00e4fer<\/strong><\/a> findet man einen \u00dcberblick \u00fcber alle bislang von mir fotografierten Arten. <\/p>\n<p><small><strong>Eine Anmerkung zur Bestimmung:<\/strong> Einige der K\u00e4ferarten sind leicht und sicher zu erkennen. In vielen F\u00e4llen gibt es jedoch mehrere verwandte Arten, die schwer zu unterscheiden sind. Oft sind in den Bestimmungsb\u00fcchern nicht alle Arten enthalten, aber auch im Internet kann man zu vielen Arten kaum Informationen finden. F\u00fcr die genaue Artbestimmung m\u00fcssen in vielen F\u00e4llen Merkmale, die auf den Fotos nicht zu erkennen sind, hinzugezogen werden wie Feinheiten der Form beispielsweise der Beinglieder &#8211; hier m\u00fcsste man das Tier fangen oder gar t\u00f6ten, um eine korrekte Bestimmung durchzuf\u00fchren. Deswegen bleibt die genaue Artzugeh\u00f6rigkeit meist unsicher, manchmal sogar die Gattung, zu der der K\u00e4fer geh\u00f6rt. Gl\u00fccklicherweise kann man im Internet Hilfe bekommen: Ich danke Bestimmungsforum der K\u00e4fer-Webseite <a href=\"https:\/\/www.kerbtier.de\">Kerbtier.de<\/a> f\u00fcr mehrere Bestimmungen.<\/small><\/p>\n<p>Hier kann man direkt <strong>zu den artenreicheren Gruppen springen<\/strong> (zur\u00fcck kommt man durch Zur\u00fcckbl\u00e4ttern):<br \/>\n<a href=\"#A\">Laufk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#J\">Kurzfl\u00fcgler<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#K\">Taumelk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#L\">Zipfelk\u00e4fer <em>(Melyridae)<\/em><\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#M\">Prachtk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#B\">Leuchtk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#C\">Marienk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#N\">Bohrk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#O\">Speckk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#D\">\u00d6lk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#P\">Stachelk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#Q\">Scheinbockk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#E\">Mistk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#F\">Blatthornk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#G\">Bockk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#H\">Blattk\u00e4fer<\/a>&nbsp; &#8211; &nbsp;<a href=\"#I\">R\u00fcsselk\u00e4fer<\/a>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"A\">Laufk\u00e4fer, <em>Carabidae<\/em><\/a><\/h3>\n<h6>Feld-Sandlaufk\u00e4fer, <em>Cicindela campestris<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Sandlaufk\u00e4fer leben auf dem Boden in offenen, sandigen oder erdigen Bereichen; der Feld-Sandlaufk\u00e4fer ist im Fr\u00fchjahr bei uns im Garten h\u00e4ufig anzutreffen. Die Sandlaufk\u00e4fer k\u00f6nnen sehr schnell laufen und fliegen meist nur kurze Strecken. Die Larven leben in der Erde; Larven und adulte Tiere ern\u00e4hren sich r\u00e4uberisch vor allem von Spinnen und anderen Insekten. Die Art kommt in Europa und Asien vor; in Deutschland steht sie aufgrund der Zerst\u00f6rung der Habitate inzwischen unter Naturschutz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/cicindela_campestris-1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Feld-Sandlaufk\u00e4fer besitzt eine metallisch-gr\u00fcne F\u00e4rbung. Von anderen verwandten Arten ist er an der Form und Anordnung der wei\u00dfen Flecken auf den Fl\u00fcgeldecken zu unterscheiden.<\/small><\/p>\n<h6><em>Cicindela (Calomera) littoralis<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/calomera_littoralis-1.jpg\" alt=\"Calomera littoralis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>An den Sandstr\u00e4nden von Naxos &#8211; hier in Kaland\u00f3s &#8211; kann man h\u00e4ufig einen weiteren Sandlaufk\u00e4fer antreffen: <em>Calomera littoralis<\/em>. Die unruhigen und scheuen Tiere fliegen \u00fcberall auf, wenn man sich ann\u00e4hert. Sie besitzen dunkelbraune, leicht kupferfarben gl\u00e4nzende Fl\u00fcgeldecken mit charakteristischen wei\u00dfen Flecken, von denen der vorderste C-f\u00f6rmig ist. Die K\u00e4fer ern\u00e4hren sich r\u00e4uberisch. Auch die Larven leben in selbstgegrabenen L\u00f6chern im Sand, von denen aus sie ihrer Beute auflauern.<\/small><\/p>\n<h6>Kahnl\u00e4ufer, <em>Calathus<\/em> spec.<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/calathus_spec-1.jpg\" alt=\"Kahnl\u00e4ufer, Calathus spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser etwa 1,2 cm gro\u00dfe Laufk\u00e4fer geh\u00f6rt in die Gattung <em>Calathus<\/em> in der Unterfamilie <em>Harpalinae<\/em>, die mit etwa 20.000 gr\u00f6\u00dftenteils im Aussehen recht \u00e4hnlichen Arten etwa die H\u00e4lfte aller Laufk\u00e4fer stellt. Die Artbestimmung ist meist nur anhand einer mikroskopischen Untersuchung m\u00f6glich.<\/small><\/p>\n<h6><em>Acinopus megacephalus ?<\/em>, P. Rossi<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/acinopus_megacephalus-1.jpg\" alt=\"Acinopus megacephalus ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei diesem K\u00e4fer k\u00f6nnte es sich um <em>Acinopus megacephalus<\/em> handeln, der durch seinen breiten Kopf auff\u00e4llt. Auch diese Art geh\u00f6rt zu den <em>Harpalinae<\/em>.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"J\">Kurzfl\u00fcgler, <em>Staphylinidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Kurzfl\u00fcgler sind eine sehr gro\u00dfe Familie innerhalb der K\u00e4fer mit \u00fcber 47.000 beschriebenen Arten, wobei die tats\u00e4chliche Artenzahl vermutlich wesentlich h\u00f6her liegt. Es handelt sich um sehr ungew\u00f6hnliche K\u00e4fer. Die meisten Arten sind sehr klein; oft sind sie nur wenige Millimeter lang. Kopf und Hals sind etwa gleich gro\u00df; der ganze K\u00f6rper ist langgestreckt und sehr beweglich. Die Fl\u00fcgeldecken sind stark verk\u00fcrzt, so dass sie nur etwa ein Drittel des Hinterleibs bedecken. Die h\u00e4utigen Hinterfl\u00fcgel sind dagegen so lang wie der Hinterleib und liegen, wenn sie nicht zum Fliegen benutzt werden, zusammengefaltet unter den Fl\u00fcgeldecken. Zum Einfalten und zum Entfalten der Fl\u00fcgel benutzt der K\u00e4fer seinen Hinterleib, mit dem er unter den Fl\u00fcgeln entlang streicht, bzw sie zusammenschiebt. Dabei sind ihm feine Borsten am Hinterleibsende behilflich.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Kurzfl\u00fcgler haben alle Lebensr\u00e4ume der Erde au\u00dfer dem Wasser erobert und kommen auch in recht lebensfeindlichen Gegenden vor, in denen sonst fast keine Tiere existieren k\u00f6nnen. In den g\u00fcnstigen Habitaten wie der Streuschicht feuchter W\u00e4lder leben sie oft in sehr hohen Individuenzahlen und spielen eine wichtige Rolle im \u00d6kosystem. Sie haben so gut wie alle Ern\u00e4hrungsformen ausgebildet: Es gibt r\u00e4uberische, pflanzen- und pilzfressende und parasitierende Arten, au\u00dferdem viele Zersetzer tierischer und pflanzlicher Stoffe. Viele Arten leben in Ameisenbauten, wo sie sich von den Ameisen f\u00fcttern lassen oder Abfallstoffe im Nest fressen, die Ameisen selbst erbeuten oder sich von ihnen auf ihren Jagdz\u00fcgen mittragen lassen &#8211; der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.<\/p>\n<p><big>V<\/big>iele Kurzfl\u00fcgler produzieren Giftstoffe, die sie bei St\u00f6rung aus ihrem Hinterleib spritzen k\u00f6nnen. Es handelt sich um eine der erfolgreichsten und h\u00e4ufigsten Tiergruppen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/rove_beetle-1.jpg\" alt=\"Kurzfl\u00fcgler\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die meist nur 2 bis 8 mm langen Kurzfl\u00fcgler werden wegen ihrer geringen Gr\u00f6\u00dfe leicht \u00fcbersehen, obwohl sie in den meisten Lebensr\u00e4umen h\u00e4ufig vorkommen. Sie sehen mit ihrem langen, beweglichen, unbedeckten Hinterleib kaum nach K\u00e4fern aus. Die meisten Kurzfl\u00fcgler sind braun oder schwarz gef\u00e4rbt. Die Unterscheidung der Arten ist schwierig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/rove_beetle-2.jpg\" alt=\"Kurzfl\u00fcgler\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Fl\u00fcgeldecken der Kurzfl\u00fcgler sind sehr kurz und bedecken nur etwa ein Drittel des Abdomens. Die h\u00e4utigen Hinterfl\u00fcgel reichen dagegen bis zum Hinterleibsende.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/rove_beetle-3.jpg\" alt=\"Kurzfl\u00fcgler\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/rove_beetle-5.jpg\" alt=\"Kurzfl\u00fcgler\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wenn der Kurzfl\u00fcgler seine Fl\u00fcgel nicht benutzt, tr\u00e4gt er sie unter den Fl\u00fcgeldecken zusammengefaltet. Zum Zusammenfalten benutzt er den mit langen Borsten besetzten Hinterleib, den er nach oben kr\u00fcmmt, um die Fl\u00fcgel zusammenzuschieben.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/ocypus_fulvipennis-1.jpg\" alt=\"Ocypus fulvipennis?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Kurzfl\u00fcgler-Art ist mit gut 1 cm wesentlich gr\u00f6\u00dfer. Sie ist gl\u00e4nzend schwarz mit braunroten Fl\u00fcgeldecken. Es k\u00f6nnte sich um die Moderk\u00e4fer-Art <em>Ocypus fulvipennis<\/em> handeln.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/ocypus_spec-1.jpg\" alt=\"Ocypus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser noch gr\u00f6\u00dfere Moderk\u00e4fer geh\u00f6rt zur auch zur Gattung <em>Ocypus<\/em>. Es gibt zahlreiche sehr \u00e4hnliche Arten; eine Bestimmung am Foto ist nicht m\u00f6glich.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"K\">Taumelk\u00e4fer, <em>Gyrinidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Taumelk\u00e4fer geh\u00f6ren zu den K\u00e4fern, die sich in Lebensweise und K\u00f6rperbau an das S\u00fc\u00dfwasser angepassten haben. Sie leben st\u00e4ndig auf der Wasseroberfl\u00e4che von stehenden oder langsam bewegten Gew\u00e4ssern und schwimmen unabl\u00e4ssig taumelnd und kreisend durch eine schnelle, sehr effektive Schwimmbewegung ihrer kurzen, verbreiterten mittleren und hinteren Beine. Die l\u00e4ngeren Vorderbeine dienen dem Greifen der Beute. Die Taumelk\u00e4fer ern\u00e4hren sich vor allem von ins Wasser gefallenen Kleintieren, die sie mithilfe ihrer kurzen F\u00fchler lokalisieren, die die feinsten Wasserbewegungen registrieren. Die Taumelk\u00e4fer vergr\u00f6\u00dfern ihren Auftrieb durch eine Luftblase, die sie unter ihren Fl\u00fcgeldecken tragen. Auch am K\u00f6rperende h\u00e4ngt eine Luftblase, die dem Aufnehmen von Atemluft dient. Sie besitzen zweigeteilte Augen, deren obere H\u00e4lfte dem Sehen oberhalb der Wasseroberfl\u00e4che dient, w\u00e4hrend sie mit der unteren H\u00e4lfte unter Wasser sehen; die Ommatidien (Einzelaugen) dieser Augenh\u00e4lfte sind speziell an das Sehen unter Wasser angepasst. Taumelk\u00e4fer k\u00f6nnen auch gut fliegen, um einen neuen Lebensraum aufsuchen zu k\u00f6nnen, falls der Teich in dem sie leben austrocknet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/gyrinus-3.jpg\" alt=\"Taumelk\u00e4fer\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die kleinen, schwarzen Taumelk\u00e4fer kommen an ruhigen Stellen der Fl\u00fcsse von Naxos vor. Sie gleiten unabl\u00e4ssig in &#8222;taumelnden&#8220; Bewegungen \u00fcber die Wasseroberfl\u00e4che.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/gyrinus-1.jpg\" alt=\"Taumelk\u00e4fer\" border=\"0\"><br \/>\n<small>In Europa leben 19 Taumelk\u00e4ferarten, die schwer zu unterscheiden sind. Hier handelt es sich vermutlich um eine Art der Gattung <em>Gyrinus<\/em>.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"B\">Leuchtk\u00e4fer, <em>Lampyridae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Leuchtk\u00e4fer, im Volksmund als &#8222;Gl\u00fchw\u00fcrmchen&#8220; bezeichnet, haben die F\u00e4higkeit, durch Biolumineszenz Lichtsignale auszusenden. Bei den meisten Arten leuchten vor allem die Weibchen; M\u00e4nnchen und Larven zeigen oft nur ein schw\u00e4cheres Leuchten. Die Leuchtsignale dienen dem Anlocken der Geschlechtspartner und sind artspezifisch. W\u00e4hrend die drei in Mitteleuropa vorkommenden Arten kontinuierlich leuchten &#8211; bei den M\u00e4nnchen teilweise im Flug &#8211; machen sich mindestens zwei der auf Naxos vorkommenden Arten durch Blinken bemerkbar. Die Gl\u00fchw\u00fcrmchen sind bei uns recht h\u00e4ufig und k\u00f6nnen in manchen Jahren in warmen Fr\u00fchsommern\u00e4chten leicht beobachtet werden; auch tags\u00fcber trifft man die Tiere nicht selten an.<\/p>\n<p><big>E<\/big>ine weitere Besonderheit vieler Leuchtk\u00e4fer-Arten ist ihr ausgesprochener Geschlechtsdimorphismus. W\u00e4hrend die M\u00e4nnchen wie ein kleiner, brauner Weichk\u00e4fer aussehen, sind die Weibchen bei vielen Arten deutlich anders gestaltet. Sie besitzen gar keine oder stark zur\u00fcckgebildete Fl\u00fcgel und ihr K\u00f6rper zeigt eine f\u00fcr K\u00e4fer v\u00f6llig untypische gleichf\u00f6rmige Segmentierung, so dass sie eher wie Larven aussehen als wie adulte K\u00e4fer. W\u00e4hrend die erwachsenen Leuchtk\u00e4fer nur wenig oder gar nicht essen, leben die Larven r\u00e4uberisch; sie erbeuten vor allem Schnecken. Die Weibchen sterben kurz nach der Eiablage. Die meisten Arten sind giftig oder schmecken sehr unangenehm, so dass sie nur wenige Fressfeinde haben.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Lichterzeugung erfolgt bei Leuchtk\u00e4fern (wie auch bei manchen anderen Tiergruppen mit Biolumineszenz) mithilfe des Enzyms Luciferase, das ein spezielles Protein, das Luciferin, unter Verwendung von Sauerstoff und ATP oxidiert, wobei Energie freiwird, die zu einem erstaunlich hohen Anteil als Licht abgegeben wird. Bei den Leuchtk\u00e4fer ist die Chitinschicht auf dem unteren Teil des Hinterleibs lichtdurchl\u00e4ssig, so dass das Leuchten deutlich zu sehen ist.<\/p>\n<h6>Italienischer Leuchtk\u00e4fer, <em>Luciola italica<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Italienische Leuchtk\u00e4fer ist mit nur etwa 5 mm K\u00f6rperl\u00e4nge sehr klein. Die Arten dieser vor allem in Asien verbreiteten Gattung zeichnen sich durch ihr etwa im Sekundentakt blinkendes Licht aus. Die Weibchen sehen nicht larven\u00e4hnlich aus, sondern \u00e4hneln den M\u00e4nnchen, sind aber flugunf\u00e4hig. Sowohl die M\u00e4nnchen als auch die Weibchen senden Lichtsignale aus. Die M\u00e4nnchen leuchten auch im Flug. Der Italienische Leuchtk\u00e4fer ist in S\u00fcdosteuropa heimisch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/luciola_italica-1.jpg\" alt=\"Italienischer Leuchtk\u00e4fer, Luciola italica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Italienische Leuchtk\u00e4fer ist mit nur etwa 5 mm K\u00f6rperl\u00e4nge sehr klein. Man sieht ihn bei uns, wenn im Fr\u00fchling die N\u00e4chte w\u00e4rmer werden: Dann sitzen nachts hier und da die blinkenden K\u00e4fer an den Mauern im Garten. Die Lichterzeugung findet bei den Leuchtk\u00e4fern in den hinteren Segmenten des Abdomens statt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/luciola_spec-1.jpg\" alt=\"Italienischer Leuchtk\u00e4fer, Luciola italica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier handelt es sich wohl um ein Larvenstadium des Italienischen Leuchtk\u00e4fers, das noch keine Fl\u00fcgel besitzt und bei dem fast das ganze Abdomen leuchtet.<\/small><\/p>\n<h6><em>Nyctophila colorata ?<\/em>, Geisthardt<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Nyctophila<\/em>, die zu den Leuchtk\u00e4fern geh\u00f6rt, umfasst etwa 20 Arten. Bei unseren Exemplaren auf Naxos k\u00f6nnte es sich um <em>Nyctophila colorata<\/em> handeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/nyctophila_colorata_male-1.jpg\" alt=\"Nyctophila colorata ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die F\u00e4rbung und die Form des Halsschildes und der Fl\u00fcgeldecken dieses m\u00e4nnlichen Leuchtk\u00e4fers lassen vermuten, dass es sich um <em>Nyctophila colorata<\/em> handelt, die auf den Kykladen vorkommt. Die M\u00e4nnchen sind mit etwa 2 cm sehr gro\u00df und kr\u00e4ftig. Bislang habe ich M\u00e4nnchen dieser Art nur tags\u00fcber gesehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/nyctophila_colorata_male-2.jpg\" alt=\"Nyctophila colorata ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier dasselbe Exemplar von unten.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/nyctophila_colorata_female-1.jpg\" alt=\"Nyctophila colorata ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Weibchen sehen bei vielen Leuchtk\u00e4fer-Arten fast wie Larven aus: Sie zeigen eine deutliche Segmentierung und besitzen keine oder stark zur\u00fcckgebildete Fl\u00fcgel. Von den Larven sind sie vor allem am gro\u00dfen Halsschild zu unterscheiden.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/nyctophila_colorata_female-2.jpg\" alt=\"Nyctophila colorata ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Vom \u00e4hnlichen Gro\u00dfen Leuchtk\u00e4fer <em>(Lampyris noctiluca)<\/em> unterscheiden sich die Angeh\u00f6rige der Gattung <em>Nyctophila<\/em> daran, dass die Weibchen kleine (stark zur\u00fcckgebildete) Fl\u00fcgel aufweisen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/nyctophila_colorata_female-3.jpg\" alt=\"Nyctophila colorata ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man die leuchtenden Hinterleibssegmente. Das Weibchen sitzt so gekr\u00fcmmt, dass die leuchtende Unterseite gut zu sehen ist. Im Gegensatz zum Italienischen Leuchtk\u00e4fer leuchtet diese Art kontinuierlich, nicht blinkend.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/nyctophila_colorata_larva-1.jpg\" alt=\"Nyctophila colorata ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier eine Larve des Leuchtk\u00e4fers. Von den Weibchen unterscheidet sie sich an ihrem schmalen Kopf und kleinen Halsschild.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/nyctophila_colorata_larva-3.jpg\" alt=\"Nyctophila larva\" border=\"0\" ><br \/>\n<small>Die Larve schiebt sich beim Laufen auch mit ihrem Hinterleib vorw\u00e4rts, indem sie ihn nach vorn einschl\u00e4gt und wieder ausstreckt.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"L\"><em>Melyridae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Familie der Wollhaark\u00e4fer ist vor allem in tropischen Regionen verbreitet. Heute werden auch die Angeh\u00f6rigen der fr\u00fcher als eigene Familie (<em>Malachiidae<\/em>) gehandelten Zipfelk\u00e4fer zu den <em>Melyridae<\/em> gestellt. Es handelt sich \u00fcberwiegend um eher weiche, langgestreckte Arten von bis zu 1 cm K\u00f6rperl\u00e4nge.<\/p>\n<h6>Gro\u00dfer Blasenk\u00e4fer, <em>Malachius aeneus ?<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Blasenk\u00e4fer geh\u00f6rt zu den Zipfelk\u00e4fern. Sein Gattungsname <em>Malachius<\/em> (von gr. <em>malak\u00f3<\/em>) bezieht sich auf das wenig sklerotisierte Au\u00dfenskelett. Dieser K\u00e4fer besitzt wie zahlreiche Arten dieser und verwandter Familien eine einfache, eher langgestreckte K\u00f6rperform und fadenf\u00f6rmige, mittellange F\u00fchler. Die F\u00e4rbung ist recht variabel mit einer blaugr\u00fcnen Grundf\u00e4rbung und roten Fl\u00fcgeldecken.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Larven der Blasenk\u00e4fer sind omnivor, d.h. sie fressen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung; weil sie viele Blattl\u00e4use und Larven anderer Getreidesch\u00e4dlinge erbeuten, ist diese Art f\u00fcr den G\u00e4rtner und Landwirt n\u00fctzlich. Auch die adulten Tiere erbeuten vermutlich zum Teil andere Insekten, ern\u00e4hren sich aber \u00fcberwiegend von Graspollen. Der Blasenk\u00e4fer ist in Europa und Asien weit verbreitet und auch in Nordamerika eingeschleppt worden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/malachius_aeneus-1.jpg\" alt=\"Gro\u00dfer Blasenk\u00e4fer, Malachius aeneus?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei diesem K\u00e4fer handelt es sich um den Gro\u00dfen Blasenk\u00e4fer oder eine verwandte Art.<\/small><\/p>\n<h6><em>Malachius bipustulatus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/malachius_bipustulatus-2.jpg\" alt=\"Malachius bipustulatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Malachius bipustulatus<\/em> ist fast blauschwarz gef\u00e4rbt mit roten K\u00f6rperseiten und ein bisschen rot am Hals.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/malachius_bipustulatus-1.jpg\" alt=\"Malachius bipustulatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>F\u00fcr die Art charaktertistisch sind die roten Spitzen der Fl\u00fcgeldecken.<\/small><\/p>\n<h6><em>Psilothrix viridicoerulea<\/em>, Geoffroy<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ieser h\u00fcbsche kleine K\u00e4fer mit seiner intensiv metallisch gr\u00fcnen F\u00e4rbung wird bis gut 6 mm lang. Er ist oft auf Bl\u00fcten zu finden. Die Art ist in Europa und dem Nahen Osten weit verbreitet. Die Larven leben erst von toten Insekten, dann in Pflanzenstengeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/psilothrix_viridicoerulea-1.jpg\" alt=\"Psilothrix viridicoerulea\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Psilothrix viridicoerulea<\/em> ist sehr d\u00fcnn und langgstreckt und hat eine h\u00fcbsche metallisch gr\u00fcne Farbe.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"M\">Prachtk\u00e4fer, <em>Buprestidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Prachtk\u00e4fer haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Tropen. Es handelt es sich meist um bunte, metallisch schimmernde Arten. Sie besitzen gew\u00f6hnlich gro\u00dfe Augen und einen unter das Halsschild zur\u00fcckgezogenen Kopf. Viele enthalten in der H\u00e4molymphe den giftigen Stoff Buprestin als Schutz gegen Fressfeinde.<\/p>\n<h6><em>Anthaxia<\/em> spec.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Prachtk\u00e4fer der Gattung <em>Anthaxia<\/em> sind recht klein und kompakt geformt. Sie sind \u00fcberwiegend gr\u00fcnlich oder bronzefarben bis purpurn gef\u00e4rbt. Die adulten Tiere findet man im Sommer auf Bl\u00fcten, deren Pollen und Bl\u00fctenbl\u00e4tter sie fressen. Die Larven leben meist in Holz oder anderen Pflanzenteilen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/anthaxia_spec-1.jpg\" alt=\"Anthaxia spec.\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/anthaxia_spec-2.jpg\" alt=\"Anthaxia spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die h\u00fcbschen Prachtk\u00e4fer (Gattung <em>Anthaxia<\/em>) sind an ihrer charakteristischen kompakten K\u00f6rperform und der meist gr\u00fcnlichen oder bronzefarbenen metallischen F\u00e4rbung zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"C\">Marienk\u00e4fer, <em>Coccinellidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Marienk\u00e4fer sind bei uns wohl die bekanntesten K\u00e4fer und geh\u00f6ren zu den bekanntesten Insekten \u00fcberhaupt. Die Familie <em>Coccinellidae<\/em> umfasst \u00fcber 6.000 Arten, von denen etwa 250 in Europa vorkommen. Der Schwerpunkt der Verbreitung mit dem gr\u00f6\u00dften Artenreichtum liegt in den Tropen. Alle Marienk\u00e4fer sind eher klein und kugelig bis oval geformt mit einer stark gew\u00f6lbten Oberseite. Die kurzen F\u00fchler sind an ihrem Ende leicht keulenf\u00f6rmig verdickt. Der Kopf und die Unterseite sind \u00fcblicherweise schwarz gef\u00e4rbt; die Fl\u00fcgeldecken sind dagegen oft auffallend bunt mit meist roter oder gelber F\u00e4rbung. Der Halsschild ist entweder schwarz oder er zeigt dieselbe Farbe wie die Fl\u00fcgeldecken. Viele Arten tragen zwischen 2 und 24 schwarze, farbige oder wei\u00dfe Punkte. Die Anzahl und Anordnung der Punkte ist bei der Artbestimmung wichtiger als die F\u00e4rbung, die bei manchen Arten sehr variabel ist.<\/p>\n<p><big>M<\/big>arienk\u00e4fer k\u00f6nnen gut fliegen. Sie treten oft in Massen auf; die Arten der gem\u00e4\u00dfigten Zonen \u00fcberwintern teilweise auch in dichten Ansammlungen. Sowohl die adulten Tiere als auch die Larven ern\u00e4hren sich r\u00e4uberisch. Die Hauptnahrungsquelle sind Blattl\u00e4use und andere Pflanzensch\u00e4dlinge. Im Laufe seines Lebens verzehrt ein Marienk\u00e4fer um die 3.000 Blattl\u00e4use. Entsprechend sind diese K\u00e4fer im Garten und in der Landwirtschaft sehr n\u00fctzlich: Sie k\u00f6nnen einen Befall mit Blattl\u00e4usen vollst\u00e4ndig eliminieren. Heutzutage werden die Marienk\u00e4fer h\u00e4ufig auch als biologische Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung eingesetzt. Allerdings sind die Marienk\u00e4fer gegen chemische &#8222;Pflanzenschutzmittel&#8220; empfindlich, da sie diese mit den Blattl\u00e4usen aufnehmen und in ihrem K\u00f6rper anreichern.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Marienk\u00e4fer selbst werden von V\u00f6geln und Reptilien sowie gr\u00f6\u00dferen Insekten gefressen. Sie produzieren zur Abwehr ihrer Feinde einen Giftstoff, das Coccinellin, das f\u00fcr viele Tiere giftig ist und schlecht schmeckt. Die auff\u00e4llige F\u00e4rbung der Marienk\u00e4fer dient als Warnsignal an m\u00f6gliche Fressfeinde. Bei Gefahr sondern die Marienk\u00e4fer die Gift- und Bitterstoffe als Sekrettropfen aus den Gelenken der Beine ab.<\/p>\n<p><big>S<\/big>eit alters her sind die Marienk\u00e4fer bei den Menschen beliebt. Das ist vermutlich haupts\u00e4chlich durch ihre N\u00fctzlichkeit f\u00fcr G\u00e4rtner und Bauern zu erkl\u00e4ren, vielleicht aber auch durch ihr h\u00fcbsches Aussehen. Schon ihr Name weist darauf hin, dass diese K\u00e4fer von den Bauern fr\u00fcherer Zeiten f\u00fcr ein Geschenk der Jungfrau Maria gehalten wurden. In vielen Kulturen werden die Marienk\u00e4fer als Gl\u00fcckbringer angesehen. Die \u00e4lteste bekannte Darstellung ist ein 20.000 Jahre alter aus Mammutelfenbein geschnitzter Marienk\u00e4fer, der in Frankreich gefunden wurde.<\/p>\n<h6>Siebenpunkt-Marienk\u00e4fer, <em>Coccinella septempunctata<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Siebenpunkt-Marienk\u00e4fer ist die h\u00e4ufigste und bekannteste Marienk\u00e4fer-Art. Er besitzt leuchtend rote Fl\u00fcgeldecken mit je drei schwarzen Punkten sowie einem zus\u00e4tzlichen Punkt am Schildchen, der von zwei wei\u00dfen Flecken flankiert ist; auch der schwarze Halsschild und der Kopf tragen je zwei wei\u00dfe Punkte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/coccinella_septempunctata-1.jpg\" alt=\"Siebenpunkt-Marienk\u00e4fer, Coccinella septempunctata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Siebenpunkt-Marienk\u00e4fer ist die h\u00e4ufigste Marienk\u00e4fer-Art. Er ist an den sieben schwarzen Punkten auf den roten Fl\u00fcgeldecken zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/coccinella_septempunctata-2.jpg\" alt=\"Siebenpunkt-Marienk\u00e4fer, Coccinella septempunctata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Siebenpunkt-Marienk\u00e4fer bei der Paarung.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/ladybug_larva-1.jpg\" alt=\"Siebenpunkt-Marienk\u00e4fer, Coccinella septempunctata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Larve des Siebenpunkt-Marienk\u00e4fers ist schwarz gef\u00e4rbt mit kleinen orangenen Flecken; der K\u00f6rper weist zahlreiche kleine Warzen auf, die Borsten tragen. Die Larve ist im Garten sehr n\u00fctzlich, da sie viele Blattl\u00e4use verzehrt; sie schafft bis zu 50 Blattl\u00e4use pro Tag.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/ladybug_larva-2.jpg\" alt=\"Siebenpunkt-Marienk\u00e4fer, Coccinella septempunctata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier eine Puppe, in der die Metamorphose zum erwachsenen Tier in etwa 5 Tagen abl\u00e4uft.<\/small><\/p>\n<h6>Asiatischer Marienk\u00e4fer, <em>Harmonia axyridis<\/em>, Pallas<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Asiatische Marienk\u00e4fer stammt urspr\u00fcnglich aus Asien, ist jedoch in vielen Gegenden der Welt, so auch in Europa unbeabsichtiger Weise eingeschleppt oder mit Absicht f\u00fcr die biologische Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung freigesetzt worden. Inzwischen ist er vielerorts so h\u00e4ufig, dass er die einheimischen Marienk\u00e4fer-Arten verdr\u00e4ngt, unter anderem weil er meist von einem parasitischen Einzeller befallen ist, gegen den er selbst unempfindlich ist, den er aber auf andere Marienk\u00e4fer \u00fcbertragen kann. Der Asiatische Marienk\u00e4fer vermehrt sich sehr effektiv: Vom Zeitpunkt der Eiablage bis zum Schl\u00fcpfen der Imagos dauert es nur gut drei Wochen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/harmonia_axyridis-1.jpg\" alt=\"Asiatischer Marienk\u00e4fer, Harmonia axyridis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Asiatische Marienk\u00e4fer ist eine invasive Art, die vielerorts zur biologischen Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung eingef\u00fchrt worden ist. Er zeigt eine sehr variable F\u00e4rbung, meist mit vielen schwarzen Punkten. Am besten ist er an der schwarzwei\u00dfen Zeichnung auf dem Halsschild zu erkennen. Ich habe den Asiatischen Marienk\u00e4fer in diesem Jahr (2022) zum ersten Mal bei uns gefunden.<\/small><\/p>\n<h6>Variabler Flach-Marienk\u00e4fer, <em>Hippodamia variegata<\/em>, Goeze<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Variable Flach-Marienk\u00e4fer ist klein und besitzt eine l\u00e4ngliche und recht flache Form. Meist sitzen auf jedem Deckfl\u00fcgel nur drei schwarze Punkte, alle in der hinteren H\u00e4lfte. Charakteristisch ist au\u00dferdem die Zeichnung des Halsschildes. Wie auch die anderen Marienk\u00e4fer-Arten ern\u00e4hrt er sich von Blattl\u00e4usen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/hippodamia_variegata-1.jpg\" alt=\"Variabler Flach-Marienk\u00e4fer, Hippodamia variegata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Variable Flach-Marienk\u00e4fer ist in den letzten Jahren bei uns h\u00e4ufiger geworden. Er ist leicht an der l\u00e4nglichen K\u00f6rperform und den charakteristisch angeordneten Punkten zu erkennen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/hippodamia_variegata-2.jpg\" alt=\"Variabler Flach-Marienk\u00e4fer, Hippodamia variegata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ist ein Variabler Flach-Marienk\u00e4fer einer Wanze zum Opfer gefallen.<\/small><\/p>\n<h6>Zweiundzwanzigpunkt, <em>Psyllobora vigintiduopunctata<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Zweiundzwanzigpunkt ist ein recht kleiner Marienk\u00e4fer, der intensiv gelb gef\u00e4rbt ist mit schwarzen Punkten. Er ist fast halbkugelf\u00f6rmig. Auch die Larve ist gelblich mit schwarzen Punkten. Erwachsene K\u00e4fer und Larven ern\u00e4hren sich von Mehltau-Pilzen und sind darum im Garten n\u00fctzlich. Auch diese Art ist bei uns recht h\u00e4ufig anzutreffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/psyllobora_vigintiduopunctata-1.jpg\" alt=\"Zweiundzwanzigpunkt, Psyllobora vigintiduopunctata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der leuchtend gelbe Zweiundzwanzigpunkt tr\u00e4gt anders als sein Name vermuten l\u00e4sst 25 schwarze Punkte.<\/small><\/p>\n<h6><em>Exochomus quadripustulatus ?<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie meisten Marienk\u00e4fer besitzen auff\u00e4llige Farben und eine charakteristische Zeichnung, wenn auch die F\u00e4rbung manchmal variabel ist. Diese kleine Art habe ich noch nicht bestimmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/exochomus_quadripustulatus-1.jpg\" alt=\"unbestimmter Marienk\u00e4fer\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Es ist mir bislang nicht gelungen, diese kleine Marienk\u00e4fer-Art zu bestimmen. Manche Aspekte der F\u00e4rbung \u00e4hneln <em>Exochomus quadripustulatus<\/em>, bei dem jedoch die schwarze Farbe \u00fcberwiegt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/exochomus_quadripustulatus-2.jpg\" alt=\"unbestimmter Marienk\u00e4fer\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier handelt es sich vermutlich um dieselbe Art.<\/small><\/p>\n<h6><em>Chilocorus bipustulatus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese kleine Marienk\u00e4fer-Art zeichnet sich dadurch aus, dass die Punkte wie ein Strich quer \u00fcber den R\u00fccken angeordnet sind. Meist ist die Grundfarbe schwarz, kann aber auch wie hier tiefrot sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/chilocorus_bipustulatus-1.jpg\" alt=\"Chilocorus bipustulatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der kleine, stark gl\u00e4nzende <em>Chilocorus bipustulatus<\/em> besitzt sechs kleine leuchtend orangefarbene Punkte, die wie ein Querstrich \u00fcber dem R\u00fccken angeordnet sind.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"N\">Bohrk\u00e4fer, <em>Bostrichidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Bohrk\u00e4fer bohren in Holz. Die Familie hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Tropen; in Europa kommen nur 47 Arten vor. Eine Art, der mit 2 bis 3 mm K\u00f6rperl\u00e4nge nur sehr kleine Getreidebohrk\u00e4fer lebt in Getreide, Reis, H\u00fclsenfr\u00fcchten und N\u00fcssen lebt und ist ein bedeutender Sch\u00e4dling.<\/p>\n<h6>Karminroter Kapuzinerk\u00e4fer, <em>Bostrichus capucinus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>W<\/big>ie bei vielen Bohrk\u00e4fern ist auch beim Kapuzinerk\u00e4fer der Kopf weitgehend unter dem hochgew\u00f6lbten Halsschild verborgen. Der Halsschild tr\u00e4gt auf der Oberseite Z\u00e4hne, die sich im Lauf der Zeit jedoch abnutzen. Die adulten Tiere halten sich an B\u00e4umen auf und bohren teilweise auch wie die Larven im harten Holz; sie bevorzugen Obstb\u00e4ume und Weinst\u00f6cke.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/bostrichus_capucinus-1.jpg\" alt=\"Karminroter Kapuzinerk\u00e4fer, Bostrichus capucinus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Karminrote Kapuzinerk\u00e4fer ist an der roten Farbe der Fl\u00fcgeldecken zu erkennen sowie am schwarzen, hochgew\u00f6lbten Halsschild, unter dem der Kopf verborgen ist und der raspelartige Z\u00e4hne tr\u00e4gt, die vermutlich bei der im Holz bohrenden Lebensweise von Nutzen sind.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"O\">Speckk\u00e4fer, <em>Dermestidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Speckk\u00e4fer sind mit etwa 1.300 Arten weltweit verbreitet. Sie sind klein und kompakt rundlich oder oval geformt. Viele Arten leben von toten tierischen oder pflanzlichen Materialien, so auch von Haaren und Federn, die sonst nur von wenigen Tieren zersetzt werden k\u00f6nnen. Entsprechend haben sich einige Arten zu bedeutenden Sch\u00e4dlingen entwickelt. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise der Teppichk\u00e4fer und der von den Biologen gef\u00fcrchtete Museumsk\u00e4fer, der in vielen Sammlungen gro\u00dfe Sch\u00e4den angerichtet hat. Andere Arten sind harmlose Bl\u00fctenbewohner.<\/p>\n<h6><em>Anthrenus pimpinellae<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ieser h\u00fcbsche K\u00e4fer ist wie alle Speckk\u00e4fer sehr klein und rundlich geformt. Er ist in wei\u00dfen und br\u00e4unlichen Farben gemustert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/anthrenus_pimpinellae-1.jpg\" alt=\"Anthrenus pimpinellae\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Anthrenus pimpinellae<\/em> wird nur 4 mm gro\u00df. Man findet ihn im Sommer auf Bl\u00fcten wie hier auf dem Griechischen Dost.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/anthrenus_pimpinellae-2.jpg\" alt=\"Anthrenus pimpinellae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Individuen k\u00f6nnen deutlich unterschiedlich gef\u00e4rbt sein, auch wenn die Zeichnung meist \u00e4hnlich ist.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/anthrenus_pimpinellae-3.jpg\" alt=\"Anthrenus pimpinellae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Fr\u00fchjahr sitzen die Speckk\u00e4fer oft in gro\u00dfer Zahl auf den Bl\u00fcten der Wilden M\u00f6hre.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"D\">\u00d6lk\u00e4fer, <em>Meloidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie \u00d6lk\u00e4fer haben ihren Namen von ihrer Verteidigungsstrategie erhalten: Sie produzieren einen Giftstoff, das Cantharin, das sie bei Bedrohung als einen gelblichen Tropfen aus den Kniegelenken absondern. Das Cantharin ist f\u00fcr Ameisen und Laufk\u00e4fer giftig, nicht jedoch f\u00fcr V\u00f6gel oder Igel, die die \u00d6lk\u00e4fer trotzdem fressen. Manche Insektenarten werden durch den Giftstoff \u00fcber weite Entfernungen angelockt und nehmen ihn auf, um das Gift in sich anzureichern und so ebenfalls giftig zu wirken. Sogar eine Vogelart macht sich denselben Effekt zunutze: die afrikanische Sporngans, die in gro\u00dfen Mengen \u00d6lk\u00e4fer frisst und dadurch &#8211; je nach Menge &#8211; f\u00fcr Fressfeinde und auch f\u00fcr den Menschen giftig sein kann.<\/p>\n<p><big>E<\/big>ine weitere Besonderheit der \u00d6lk\u00e4fer ist ihre komplizierte Larvalentwicklung. Die Weibchen legen sehr viele Eier: pro Individuum bis zu 10.000 St\u00fcck. Sie m\u00fcssen sehr viel Nahrung aufnehmen, um derartige Mengen an Eiern produzieren zu k\u00f6nnen. Sie ern\u00e4hren sich von Pflanzen und k\u00f6nnen in der Landwirtschaft einen gewissen Schaden anrichten. Die Larven der \u00d6lk\u00e4fer leben ausschlie\u00dflich parasitisch in den Nestern von solit\u00e4ren Bienen (oder bei manchen Arten von Heuschrecken). Das erste Larvenstadium der \u00d6lk\u00e4fer sieht deutlich anders aus als die sp\u00e4teren Stadien. Diese sogenannte Triungulinus-Larve oder Dreiklauer klettert auf Bl\u00fcten, wo sie auf Bienen wartet, an denen sie sich anklammert und so zum Nest tragen l\u00e4sst. Dabei kann sie nicht zwischen passenden und ungeeigneten Arten unterscheiden, was die hohe Eizahl erkl\u00e4rt: Nur ein geringer Anteil der Dreiklauer erreicht ein passendes Bienennest, in dem er sich weiterentwickeln kann. Mit ihren langen Beinen mit Klauen an den F\u00fc\u00dfen ist die Triungulinus-Larve speziell an dieses Mitreisen auf den Bienen angepasst. Der Dreiklauer nimmt kein Essen auf, kann aber trotzdem wochenlang warten, bis er einen Transportwirt findet. Im Bienenstock l\u00e4sst die Larve ihr Transporttier los. Sie h\u00e4utet sich nun und wird zu einer einfacher gestalteten Sekund\u00e4rlarve, die sich von den Honigvorr\u00e4ten im Bienennest ern\u00e4hrt. Nach mehreren H\u00e4utungen verl\u00e4sst die Larve das Bienennest. Sie nimmt nun kein Essen mehr auf und \u00fcberwintert als Scheinpuppe. Im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr h\u00e4utet sie sich in ein letztes Larvenstadium, das sich schlie\u00dflich verpuppt und in das adulte Tier umwandelt.<\/p>\n<h6>Violetter \u00d6lk\u00e4fer, <em>Meloe violaceus ?<\/em>, Marsham<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Arten der Gattung <em>Meloe<\/em> sehen kaum wie K\u00e4fer aus, da sie stark zur\u00fcckgebildete Fl\u00fcgel mit kurzen Fl\u00fcgeldecken besitzen, hinter denen der segmentierte, sehr dicke Hinterleib frei bleibt. Der Kopf wirkt ein bisschen ameisen\u00e4hnlich. Charakteristisch sind die in der Mitte geknickten F\u00fchler der M\u00e4nnchen. Es gibt mehrere \u00e4hnliche Arten im Mittelmeergebiet (und auch in Mitteleuropa), so dass die Bestimmung nicht ganz sicher ist. Die Arten der Gattung <em>Meloe<\/em> leben haupts\u00e4chlich in eher trockenen Wiesen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/meloe_violaceus-1.jpg\" alt=\"Violetter \u00d6lk\u00e4fer, Meloe violaceus (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der flugunf\u00e4hige Violette \u00d6lk\u00e4fer zeigt mehrere interessante Besonderheiten in seiner Lebensweise. Auch sein K\u00f6rperbau ist ungew\u00f6hnlich mit den stark verk\u00fcrzten Deckfl\u00fcgeln, die den Hinterleib freilassen.<\/small><\/p>\n<h6>Vierpunktiger \u00d6lk\u00e4fer, <em>Mylabris quadripunctata<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese \u00d6lk\u00e4fer-Art ist im Mittelmeerraum h\u00e4ufig und leicht zu sehen. Sie lebt vor allem auf Bl\u00fcten und ern\u00e4hrt sich vom Pollen und von den Bl\u00fctenbl\u00e4ttern, w\u00e4hrend die Larven unterirdisch an den Eiern und Larven von Heuschrecken leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/mylabris_quadripunctata-1.jpg\" alt=\"Vierpunktiger \u00d6lk\u00e4fer, Mylabris quadripunctata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Vierpunktige \u00d6lk\u00e4fer sitzt meist auf Bl\u00fcten und frisst den Pollen und die Bl\u00fctenbl\u00e4tter.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/mylabris_quadripunctata-2.jpg\" alt=\"Vierpunktiger \u00d6lk\u00e4fer, Mylabris quadripunctata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ein Individuum mit einer etwas anderen Zeichnung.<\/small><\/p>\n<h6>Pannonischer \u00d6lk\u00e4fer, <em>Mylabris pannonica<\/em>, Kaszab<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Pannonische \u00d6lk\u00e4fer sind ebenfalls im Mittelmeerraum und bis nach Ungarn verbreitet. Die adulten Tiere sitzen auf Bl\u00fcten; die Larven parasitieren in Bienennestern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/mylabris_pannonica-1.jpg\" alt=\"Pannonischer \u00d6lk\u00e4fer, Mylabris pannonica\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Es gibt mehrere \u00d6lk\u00e4fer-Arten mit gelblichen und schwarzen Querstreifen auf den Fl\u00fcgeldecken, wobei die F\u00e4rbung betr\u00e4chtlich variieren kann. Hier handelt es sich vermutlich um den Pannonischen \u00d6lk\u00e4fer. Er ist an den gelben, schwarz ges\u00e4umten Hinterenden der gl\u00e4nzenden Fl\u00fcgel zu erkennen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Zonitis immaculata ?<\/em>, Olivier<\/h6>\n<p><big>H<\/big>ier eine weitere \u00d6lk\u00e4fer-Art, die zur artenreichen Gattung <em>Zonitis<\/em> geh\u00f6rt. Sie sieht auf den ersten Blick eher wie ein Weichk\u00e4fer aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/zonitis_immaculata-1.jpg\" alt=\"Zonitis immaculata (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Zonitis immaculata<\/em> besitzt braune bis braunorangene Fl\u00fcgeldecken und Halsschild, w\u00e4hrend der Kopf, die Extremit\u00e4ten und die Unterseite wie bei den meisten \u00d6lk\u00e4fern schwarz sind.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"P\">Stachelk\u00e4fer, <em>Mordellidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Stachelk\u00e4fer sind kleine K\u00e4fer, die meist auf Bl\u00fcten oder an Holz leben. Sie besitzen oft einen spitz ausgezogenen Hinterleib, wovon sich der Name ableitet. Umgangssprachlich werden sie auch als &#8222;Purzelk\u00e4fer&#8220; bezeichnet, was auf die merkw\u00fcrdigen purzelnden Bewegungen zur\u00fcckgeht, die die K\u00e4fer bei St\u00f6rung durchf\u00fchren. Dazu f\u00fchren sie eine Reihe sehr schneller Spr\u00fcnge durch, bei denen sie sich spiralig drehen. Diese Drehung wird durch das in einzigartiger Weise zu Drehungen bef\u00e4higte Schraubengelenk am Schenkelring des Hinterbeins erm\u00f6glicht. Auch manche verwandte Arten besitzen eine \u00e4hnliche Drehbarkeit, aber nirgendwo ist diese so hoch wie bei den Stachelk\u00e4fern.<\/p>\n<h6><em>Mordella<\/em> spec.<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/mordella_spec-1.jpg\" alt=\"Mordella\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die winzigen Stachelk\u00e4fer sind leicht an ihrem zugespitzten Hinterleib zu erkennen. Sie leben auf Bl\u00fcten und sind im Sommer f\u00fcr eine kurze Zeit bei uns recht h\u00e4ufig anzutreffen. Auff\u00e4llig und interessant sind die purzelnden Bewegungen, die sie bei St\u00f6rung durchf\u00fchren. Eine Bestimmung der Art ist ohne genauere Untersuchung nicht m\u00f6glich.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"Q\">Scheinbockk\u00e4fer, <em>Oedemeridae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Scheinbockk\u00e4fer oder Schenkelk\u00e4fer sehen den Bockk\u00e4fern in der langgestreckten K\u00f6rperform und den langen, d\u00fcnnen F\u00fchlern \u00e4hnlich, ihr K\u00f6rper ist aber weicher und sie sind meist reicht klein. Sie sind \u00fcberwiegend gelblich, gr\u00fcnlich oder schwarz gef\u00e4rbt. Die erwachsenen Tiere leben von Pollen und halten sich oft auf Bl\u00fcten auf, die Larven in Holz und Pflanzenst\u00e4ngeln.<\/p>\n<h6><em>Oedemera flavipes<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/oedemera_flavipes_female-1.jpg\" alt=\"Oedemera flavipes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser kleine Schenkelk\u00e4fer sitzt meist auf Bl\u00fcten. Er wird etwa 1 cm lang und ist sehr schmal. Von der Seite betrachtet wirkt der Hinterleib etwas aufgeblasen. Die Fl\u00fcgeldecken verschm\u00e4lern sich zum Ende hin.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/oedemera_flavipes_flying-1.jpg\" alt=\"Oedemera flavipes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Im Flug nimmt der Schenkelk\u00e4fer diese unbeholfen wirkende Haltung ein.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/oedemera_flavipes_male-1.jpg\" alt=\"Oedemera flavipes\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die M\u00e4nnchen der Schenkelk\u00e4fer haben oft stark verdickte Schenkel an den Hinterbeinen. Hier vermutlich dieselbe Art. F\u00fcr die Bestimmung danke ich den engagierten Mitgliedern der griechischen Facebook-Seite &#8222;Insects of Greece and Cyprus&#8220;.<\/small><\/p>\n<h3>Schwarzk\u00e4fer, <em>Tenebrionidae<\/em><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Schwarzk\u00e4fer geh\u00f6ren mit 20.000 Arten zu den gr\u00f6\u00dften K\u00e4ferfamilien. Sie zeigen eine gro\u00dfe Variabilit\u00e4t in K\u00f6rperform und Lebensweise. Viele Arten sind, wie der Name vermuten l\u00e4sst, \u00fcberwiegend schwarz gef\u00e4rbt. Sie bevorzugen meist warme und trockene Lebensr\u00e4ume und sind Pflanzen- oder Allesfresser.<\/p>\n<h6><em>Omophlus lepturoides ?<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/omophlus_lepturoides-1.jpg\" alt=\"Omophlus lepturoides (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser K\u00e4fer mit den gl\u00e4nzenden orangeroten Fl\u00fcgeldecken und dem schwarzen Halsschild und Kopf ist vermutlich <em>Omophlus lepturoides<\/em>, eine in Europa und S\u00fcdostasien verbreitete Art.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/omophlus_lepturoides-2.jpg\" alt=\"Omophlus lepturoides (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>bei der Paarung<\/small><\/p>\n<h6><em>Cephalostenus orbicollis<\/em>, M\u00e9n\u00e9tri\u00e9s<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/cephalostenus_orbicollis-1.jpg\" alt=\"Cephalostenus orbicollis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser K\u00e4fer ist daran zu erkennen, dass der Kopf auff\u00e4llig schmal ist und nur etwa die H\u00e4lfte der Breite des rundlichen Thorax erreicht. Er ist nur recht selten zu sehen. F\u00fcr die Bestimmung danke ich den engagierten Mitgliedern der griechischen Facebook-Seite &#8222;Insects of Greece and Cyprus&#8220;.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"E\">Mistk\u00e4fer, <em>Geotrupidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Mistk\u00e4fer geh\u00f6ren zu den bekannteren K\u00e4fern. Sie sind meist schwarz oder metallisch gl\u00e4nzend gef\u00e4rbt, haben eine gedrungene K\u00f6rperform und leben auf dem Boden. Sowohl die erwachsenen Tiere als auch die Larven ern\u00e4hren sich von Dung, Humus oder Pilzen. Die Mistk\u00e4fer betreiben eine ausf\u00fchrliche Brutpflege. Sie legen unterirdische Brutkammern mit Nahrungsvorr\u00e4ten f\u00fcr ihre Larven an. Den Dung formen sie zu Kugeln, da er sich so leichter transportieren l\u00e4sst. Indem sie den Dung in die Erde einarbeiten und zersetzen, erf\u00fcllen die Mistk\u00e4fer eine wichtige \u00f6kologische Funktion.<\/p>\n<h6>Fr\u00fchlings-Mistk\u00e4fer, <em>Trypocopris vernalis ?<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Fr\u00fchlings-Mistk\u00e4fer ist in Europa und Westasien h\u00e4ufig. Er besitzt nur wenig gerillte Fl\u00fcgeldecken und hat meist eine metallisch blaue Farbe. Die Bestimmung der Art ist nicht sicher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/trypocopris_vernalis-1.jpg\" alt=\"Fr\u00fchlings-Mistk\u00e4fer, Trypocopris vernalis (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Mistk\u00e4fer sind meist schwarz oder dunkelblau gef\u00e4rbt und haben eine gedrungene Gestalt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/trypocopris_vernalis-3.jpg\" alt=\"Fr\u00fchlings-Mistk\u00e4fer, Trypocopris vernalis (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man gut den kleinen Kopf mit dem flachen Kopfschild, das gro\u00dfe, halbkugelig gew\u00f6lbte Halsschild und zwischen den Fl\u00fcgeldecken das kleine dreieckige Scutellum (Schildchen), das R\u00fcckenschild des Mesothorax.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/trypocopris_vernalis-2.jpg\" alt=\"Fr\u00fchlings-Mistk\u00e4fer, Trypocopris vernalis (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Dieser Mistk\u00e4fer transportiert erstaunlich effektiv und geschickt einen Ziegenk\u00f6ttel in seine Brutkammer.<\/small><\/p>\n<h6><em>Typhaeus fossor<\/em>, Waltl<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie im Balkanraum vorkommende Mistk\u00e4fer-Art <em>Typhaeus fossor<\/em> \u00e4hnelt dem in Mittel- und Westeuropa verbreiteten Stierk\u00e4fer <em>(Typhaeus typhoeus)<\/em>. Ebenso wie der Stierk\u00e4fer besitzt sie hornartige Ausw\u00fcchse am Halsschild, deren mittlerer bei dieser Art nur sehr klein ist. Sie besitzt eine \u00e4hnliche Lebensweise wie die anderen Mistk\u00e4fer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/typhaeus_fossor-1.jpg\" alt=\"Typhaeus fossor\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Stierk\u00e4fer <em>Typhaeus fossor<\/em> \u00e4hnelt auf den ersten Blick einem normalen Mistk\u00e4fer; bei genauerer Betrachtung fallen allerdings die zwei nach vorn gerichteten H\u00f6rner am Halsschild auf. Das mittlere Horn ist bei dieser Art sehr klein.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/typhaeus_fossor-2.jpg\" alt=\"Typhaeus fossor\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Wie die anderen Mistk\u00e4fer vergr\u00e4bt auch diese Art Mistkugeln, von denen sich die Larven ern\u00e4hren.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"F\">Blatthornk\u00e4fer, <em>Scarabaeidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Blatthornk\u00e4fer sind eine gro\u00dfe Familie mit 27.000 beschriebenen Arten. Allen gemeinsam sind die an ihrem Ende f\u00e4cherf\u00f6rmigen F\u00fchler. Die K\u00f6rperform ist meist gedrungen. Viele Arten sind sehr bunt, oft metallisch gef\u00e4rbt, andere sind schwarz. Manche Gattungen wie z.B. <em>Scarabaeus<\/em> sehen den Mistk\u00e4fern sehr \u00e4hnlich und haben auch fast dieselbe Lebensweise: Sie ern\u00e4hren sich von Dung, den sie zu runden Kugeln formen, und betreiben Brutpflege. Auch die \u00fcbrigen Blatthornk\u00e4fer ern\u00e4hren sich von pflanzlichem Material.<\/p>\n<h6><em>Scarabaeus variolosus<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><big>Z<\/big>u den Blatthornk\u00e4fern geh\u00f6ren die Skarab\u00e4us-Arten wie der den alten \u00c4gyptern heilige Pillendreher <em>(Scarabaeus sanctus)<\/em>. Auf Naxos kommt <em>Scarabaeus variolosus<\/em> vor. Er sieht einem Mistk\u00e4fer (Familie <em>Geotrupidae<\/em>) sehr \u00e4hnlich; das beste Unterscheidungsmerkmal ist der (wie bei allen Skarab\u00e4us-Arten) gezackte Vorderrand des Kopfschildes. Der K\u00f6rper ist schwarz mit deutlichen hellen Punkten, die zum Rand der Fl\u00fcgeldecken hin etwas dichter werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/scarabaeus_variolosus-1.jpg\" alt=\"Scarabaeus variolosus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Scarabaeus variolosus<\/em> betreibt eine aufw\u00e4ndige Brutpflege. Die Eier werden in Erdl\u00f6cher abgelegt, in denen der K\u00e4fer Dungkugeln als Nahrungsvorrat f\u00fcr die Larven deponiert. Hier sieht man den K\u00e4fer wie er eine Dungkugel rollt. <\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/scarabaeus_variolosus-2.jpg\" alt=\"Scarabaeus variolosus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Kugel wird im R\u00fcckw\u00e4rtsgang mit den Hinterbeinen gerollt.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/scarabaeus_variolosus-3.jpg\" alt=\"Scarabaeus variolosus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier ist der K\u00e4fer an seiner unterirdischen Brutkammer angekommen und beginnt die Kugel hinein zu ziehen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/scarabaeus_variolosus-4.jpg\" alt=\"Scarabaeus variolosus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Gattung <em>Scarabaeus<\/em> unterscheidet sich am charakteristischen gezackten Vorderrand des Kopfschildes von den Mistk\u00e4fern. Halsschild und Fl\u00fcgeldecken tragen gro\u00dfe, eingestanzt wirkende Punkte, die eine wei\u00dfliche F\u00e4rbung haben.<\/small><\/p>\n<h6><em>Onthophagus<\/em> spec.<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/onthophagus_spec-1.jpg\" alt=\"Onthophagus spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier eine weitere Mistk\u00e4fer-Art, diesmal der Gattung <em>Onthophagus<\/em>. Eine genauere Bestimmung ist leider nicht m\u00f6glich. Ungew\u00f6hnlich und charakteristisch ist der halbkreisf\u00f6rmige, mit einer deutlichen Ecke abgesetzte vordere Teil des Kopfschildes.<\/small><\/p>\n<h6>Walker, <em>Polyphylla naxiana<\/em>, Reitter<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er mit bis fast 4 cm sehr gro\u00dfe Walker oder T\u00fcrkische Maik\u00e4fer besitzt ungew\u00f6hnliche F\u00fchler mit einer gro\u00dfen gef\u00e4cherten Spitze, die oft zusammengefaltet gehalten wird. Auf den Kykladen kommt eine eigene Art vor, die nach der Insel Naxos benannt ist. Der gro\u00dfe, hellgraue K\u00f6rper ist l\u00e4nglich und an der Unterseite stark behaart. Die Fl\u00fcgeldecken und das Halsschild sind dunkelbraun mit zahlreichen, dichtsitzenden sehr kleinen und vielen etwas gr\u00f6\u00dferen hellgrauen Flecken.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Walker lebt in Weinbergen oder offenen Nadelw\u00e4ldern. Die bis zu 8 cm langen Larven ern\u00e4hren sich von Wurzeln. Die Adulte sind \u00fcberwiegend d\u00e4mmerungsaktiv. Der Name dieser Art stammt von den Lauten, die die Tiere produzieren, indem sie die Hinterfl\u00fcgel an einer Kante am vorletzten Hinterleibssegment reiben, und die sich \u00e4hnlich anh\u00f6ren wie das Walken von Stoffen oder Leder. Die Art kommt im Mittelmeergebiet vor, ist aber \u00fcberall eher selten. Da es mehrere sehr \u00e4hnliche Arten gibt, ist die genaue Bestimmung nicht sicher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/polyphylla_naxiana-1.jpg\" alt=\"Walker, Polyphylla naxiana\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Walker geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften K\u00e4fern bei uns.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/polyphylla_naxiana-2.jpg\" alt=\"Walker, Polyphylla naxiana\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Gattung ist an der charakteristischen Form der F\u00fchler und der F\u00e4rbung zu erkennen; die Musterung ist auch innerhalb der Arten oft variabel.<\/small><\/p>\n<h6>\u00c4hnlicher Rosenk\u00e4fer, <em>Protaetia affinis ?<\/em>, Andersch<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Rosenk\u00e4fer der Gattung <em>Protaetia<\/em> sind auff\u00e4llige, sch\u00f6ne K\u00e4fer mit einer leuchtend metallischen, gr\u00fcngoldenen F\u00e4rbung. Die K\u00f6rperform ist gedrungen und rundlich; die Oberfl\u00e4che der R\u00fcckenschilder und Fl\u00fcgeldecken ist fein punktiert. Eine der Besonderheiten dieser Gruppe ist, dass die Fl\u00fcgeldecken miteinander verwachsen sind, weswegen sie beim Fliegen nicht wie bei allen anderen K\u00e4fern abgespreizt gehalten werden, sondern an ihrem Platz bleiben, w\u00e4hrend der K\u00e4fer die Hinterfl\u00fcgel seitlich unter ihnen hervorgestreckt.<\/p>\n<p><big>I<\/big>n Europa treten eine Reihe von Rosenk\u00e4fer-Arten auf, die nur an schwer zu erkennenden Merkmalen zu bestimmen sind, wie an Einzelheiten der Beine. Hier handelt es sich vermutlich um <em>P. affinis<\/em>, den \u00c4hnlichen Rosenk\u00e4fer. Rosenk\u00e4fer leben an B\u00e4umen, vor allem an Eichen. Sie fliegen gern und sind h\u00e4ufig an Obst oder an Stellen, an denen Baumsaft austritt, zu finden. Die Larven ern\u00e4hren sich von faulendem Holz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/protaetia_affinis-1-1.jpg\" alt=\"\u00c4hnlicher Rosenk\u00e4fer, Protaetia affinis (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die sch\u00f6nen, schwer zu bestimmenden Rosenk\u00e4fer sind metallisch gl\u00e4nzend mit gr\u00fcngoldener F\u00e4rbung. Sie sind auf Naxos h\u00e4ufig anzutreffen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/protaetia_affinis-2.jpg\" alt=\"\u00c4hnlicher Rosenk\u00e4fer, Protaetia affinis (?)\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/protaetia_affinis_flying-1.jpg\" alt=\"\u00c4hnlicher Rosenk\u00e4fer, Protaetia affinis (?)\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man (obwohl kein gutes Foto), dass der Rosenk\u00e4fer die Deckfl\u00fcgel zum Fliegen nicht zur Seite klappt, sondern nur die h\u00e4utigen Hinterfl\u00fcgel darunter hervorstreckt.<\/small><\/p>\n<h6>Goldgl\u00e4nzender Rosenk\u00e4fer, <em>Cetonia aurata<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er in Eurasien weitverbreitete Goldgl\u00e4nzende Rosenk\u00e4fer sieht den Arten der Gattung <em>Protaetia<\/em> \u00e4hnlich, geh\u00f6rt aber zur Gattung <em>Cetonia<\/em>, die ebenfalls viele sehr \u00e4hnlich sehende Arten umfasst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/cetonia_aurata-1.jpg\" alt=\"Goldgl\u00e4nzender Rosenk\u00e4fer, Cetonia aurata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Goldgl\u00e4nzende Rosenk\u00e4fer zeigt eine deutliche L\u00e4ngskante auf den Fl\u00fcgeldecken und eine st\u00e4rkere Skulpturierung mit kleinen vertieften Punkten. Die Fl\u00fcgeldecken tragen im hinteren Bereich mehrere kleine wei\u00dfe Striche.<\/small><\/p>\n<h6>Trauer-Rosenk\u00e4fer, <em>Oxythyrea cinctella<\/em>, Schaum<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Rosenk\u00e4fer der Gattung <em>Oxythyrea<\/em> (Trauer-Rosenk\u00e4fer) sind schwarz gef\u00e4rbt mit wei\u00dfen Flecken. Sie leben vor allem auf Bl\u00fcten und ern\u00e4hren sich von Pollen. Die Larven fressen Pflanzenwurzeln. Dieser K\u00e4fer ist bei uns mit Abstand die h\u00e4ufigste Art: Im Fr\u00fchling und fr\u00fchen Sommer trifft man sie \u00fcberall auf Bl\u00fcten an, vor allem auf Wucherblumen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/oxythyrea_cinctella-1.jpg\" alt=\"Trauer-Rosenk\u00e4fer, Oxythyrea cinctella\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Oxythyrea cinctella<\/em> ist von \u00e4hnlichen Arten am wei\u00dflichen Rand des Halsschildes sowie an den zwei kleinen wei\u00dfen Punkten an dessen Hinterrand zu unterscheiden. Die Trauer-Rosenk\u00e4fer leben auf Bl\u00fcten und ern\u00e4hren sich von Pollen. Sie sind bei uns sehr h\u00e4ufig.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/oxythyrea_cinctella-3.jpg\" alt=\"Trauer-Rosenk\u00e4fer, Oxythyrea cinctella\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Oft sieht man Individuen bei der Paarung. Hier haben sich drei aufeinandergesetzt und ein vierter ist im Anflug!<\/small><\/p>\n<h6>Zottiger Rosenk\u00e4fer, <em>Tropinota hirta<\/em>, Poda<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Zottige Rosenk\u00e4fer ist, wie sein Name andeutet, behaart. Er ist braun gef\u00e4rbt mit einigen wei\u00dfen Flecken und Strichen auf den Fl\u00fcgeldecken. Wie auch der Trauer-Rosenk\u00e4fer lebt er auf Bl\u00fcten und ern\u00e4hrt sich von Pollen. Die Larven leben in modrigem Holz. Wie immer gibt es auch hier \u00e4hnliche Arten, die nicht einfach zu unterscheiden sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/tropinota_hirta-1.jpg\" alt=\"Zottiger Rosenk\u00e4fer, Tropinota hirta\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Zottige Rosenk\u00e4fer ist br\u00e4unlich mit einer deutlichen Behaarung und meist einigen wei\u00dfen Strichen auf den Fl\u00fcgeldecken.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/tropinota_hirta-2.jpg\" alt=\"Zottiger Rosenk\u00e4fer, Tropinota hirta\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Manche Exemplare weisen keine wei\u00dfen Flecken auf. Auff\u00e4llig ist die dichte kranzartige Behaarung um die Fl\u00fcgel herum und auf dem Halsschild.<\/small><\/p>\n<h6>Getreide-Laubk\u00e4fer, <em>Anisoplia<\/em> spec.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Getreide-Laubk\u00e4fer sieht ein bisschen wie eine kleinere Ausgabe des Maik\u00e4fers aus, ist im Gegensatz zu diesem jedoch tagaktiv. Manche Angeh\u00f6rige der Gattung <em>Anisoplia<\/em> sind Getreidesch\u00e4dlinge. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die zwei Klauen an den Fu\u00dfspitzen unterschiedlich gro\u00df sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/anisoplia_spec-2.jpg\" alt=\"Getreide-Laubk\u00e4fer, Anisoplia spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Getreide-Laubk\u00e4fer ist rostbraun gef\u00e4rbt mit unbehaarten, gl\u00e4nzenden Fl\u00fcgeldecken. Um die Fl\u00fcgeldecken herum sitzt ein auff\u00e4lliger Kranz aus dichten wei\u00dfen Haarb\u00fcscheln. An diesem Exemplar kann man gut die an ihrer Spitze dreigeteilten f\u00e4cherartigen F\u00fchler erkennen, die f\u00fcr die Familie der Blatthornk\u00e4fer typisch sind.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/anisoplia_spec-1.jpg\" alt=\"Getreide-Laubk\u00e4fer, Anisoplia spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Oft sitzen die K\u00e4fer in dieser Art auf der Spitze von Pflanzenst\u00e4ngeln. Was es damit auf sich haben mag?<\/small><\/p>\n<h6><em>Melolontha pectoralis<\/em> ?, Megerle<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Maik\u00e4fer-Art, auch Kaukasischer Maik\u00e4fer genannt, ist im Balkanraum und in Kleinasien bis zum Iran verbreitet. In Mitteleuropa ist sie selten und vom Aussterben bedroht. Die Larve, die drei bis vier Jahre f\u00fcr ihre Entwicklung braucht, lebt im Boden und ern\u00e4hrt sich von Wurzeln. Diese Art ist auf Naxos selten; wir haben bislang nur einmal ein totes Exemplar gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/melolontha_pectoralis-1.jpg\" alt=\"Melolontha pectoralis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der auf dem Balkan vorkommende &#8222;Kaukasische&#8220; Maik\u00e4fer <em>Melolontha pectoralis<\/em> ist dem gew\u00f6hnlichen Maik\u00e4fer sehr \u00e4hnlich. Die genaue Artbestimmung ist schwierig. Man sieht die f\u00fcr die Maik\u00e4fer typischen dreieckigen wei\u00dfen Flecken an den Seiten der Hinterleibssegmente.<\/small><\/p>\n<h6>Nashornk\u00e4fer, <em>Oryctes nasicornis<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Nashornk\u00e4fer ist auf Naxos h\u00e4ufig. Er ist nachtaktiv, so dass man ihn vor allem in warmen Fr\u00fchlingsn\u00e4chten antrifft, wenn er durch die Lichter angelockt wird. Diese Art lebt von Holz; die Larven sind mit Hilfe symbiotischer Bakterien in der Lage Zellulose zu verdauen. Im Zuge der Anpassung an den Menschen ist der Nashornk\u00e4fer dazu \u00fcbergegangen, auch von Kompost und anderen an Pflanzenfasern reichen Materialien zu leben. In Deutschland ist der Nashornk\u00e4fer selten geworden und streng gesch\u00fctzt. Die M\u00e4nnchen benutzen das gro\u00dfe Horn auf ihrem Kopfschild dazu um miteinander um die Weibchen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/oryctes_nasicornis-1.jpg\" alt=\"Nashornk\u00e4fer, Oryctes nasicornis\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der m\u00e4nnliche Nashornk\u00e4fer tr\u00e4gt ein eindrucksvolles Horn auf seinem Kopf. Der Halsschild ist stark vergr\u00f6\u00dfert mit einer dreih\u00f6ckrigen Aufw\u00f6lbung im hinteren Bereich. Kopf, Halsschild, Fl\u00fcgeldecken und Beine sind gl\u00e4nzend dunkelbraun. Auf der Unterseite ist der K\u00f6rper rostbraun behaart.<\/small><\/p>\n<h6><em>Phyllognathus excavatus<\/em>, Forster<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ieser K\u00e4fer, der ebenso wie der Nashornk\u00e4fer zur Unterfamilie der Riesenk\u00e4fer <em>(Dynastinae)<\/em> geh\u00f6rt, zeichnet sich durch sein wesentlich kleinere Horn und durch das tief grubenf\u00f6rmig &#8222;ausgeh\u00f6hlte&#8220; Halsschild aus. Er kommt bei uns nur selten vor. Die Art ist in S\u00fcdeuropa und Teilen Asiens und Nordafrikas verbreitet. Die Larven k\u00f6nnen in Weinbergen Sch\u00e4den anrichten. <small>F\u00fcr die Bestimmung danke ich herzlich Jannis Gavalas.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/phyllognathus_excavatus-1.jpg\" alt=\"Phyllognathus excavatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Phyllognathus excavatus<\/em> ist mit dem Nashornk\u00e4fer verwandt, besitzt aber ein deutlich kleineres Horn.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/phyllognathus_excavatus-2.jpg\" alt=\"Phyllognathus excavatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Halsschild ist vorn tief grubenartig ausgeh\u00f6hlt.<\/small><\/p>\n<h6><em>Copris hispanus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese Art sieht dem Nashornk\u00e4fer sehr \u00e4hnlich, zeigt aber eine deutlich andere Lebensweise: Die adulten Tiere und die Larven leben wie die Dungk\u00e4fer von Mist. Das Weibchen legt nur wenige Eier, die es in einer Bruth\u00f6hle in der Erde sorgf\u00e4ltig pflegt. Das M\u00e4nnchen bringt den Dung herbei, der vom Weibchen zu Kugeln geformt wird. \u00dcber vier Monate bis zur Verpuppung der Larven und zum Schl\u00fcpfen der jungen K\u00e4fer \u00fcberwacht das Weibchen die Dungkugeln, gl\u00e4ttet ihre Oberfl\u00e4che und entfernt Schimmel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/copris_hispanus-1.jpg\" alt=\"Copris hispanus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese auf den ersten Blick \u00e4hnliche Art unterscheidet sich vom Nashornk\u00e4fer an den L\u00e4ngsrippen auf den Fl\u00fcgeldecken, an den wesentlich kleineren H\u00f6ckern an der oberen Leiste des Halsschildes und an der schw\u00e4rzeren Farbe. Der Halsschild, der Kopf und sogar das Horn sind durchgehend fein gepunktet.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"G\">Bockk\u00e4fer, <em>Cerambycidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Bockk\u00e4fer sind mit 26.000 bekannten Arten eine der artenreichen K\u00e4ferfamilien. Sie zeichnen sich durch ihre sehr langen, d\u00fcnnen F\u00fchler aus, die mindestens zwei Drittel des K\u00f6rpers lang sind, aber auch bis zu f\u00fcnffache (!) K\u00f6rperl\u00e4nge erreichen k\u00f6nnen. Die Augen der Bockk\u00e4fer liegen sichelf\u00f6rmig um die gro\u00dfen und kr\u00e4ftigen F\u00fchlerans\u00e4tze herum. Der oft recht gro\u00dfe K\u00f6rper ist sehr langgestreckt und weist nicht selten kr\u00e4ftige Farben auf; viele Arten sind jedoch auch br\u00e4unlich oder grau gef\u00e4rbt. Der Halsschild zeigt oft seitlich mehr oder weniger spitze Ausw\u00fcchse.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie Bockk\u00e4fer ern\u00e4hren sich \u00fcberwiegend von Pflanzen; die Larven leben meist in Holz. Einige Arten sind erstzunehmende Forstsch\u00e4dlinge. Der Hausbock bef\u00e4llt die Holzkonstruktion von H\u00e4usern und D\u00e4chern und kann zu einer unangenehmen Plage werden. Die meisten Arten fliegen gut. Einige sind in der Lage Ger\u00e4usche zu produzieren, die St\u00f6renfriede abschrecken sollen. Heute sind viele insbesondere der waldbewohnenden Arten in Deutschland sehr selten geworden und streng gesch\u00fctzt.<\/p>\n<h6>Ver\u00e4nderlicher Widderbock, <em>Chlorophorus varius<\/em>, O. F. M\u00fcller<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Widderb\u00f6cke sind eine sehr artenreiche Gattung. Sie halten sich oft auf Bl\u00fcten auf und fressen Pollen; die Larven leben im Holz von Laubb\u00e4umen. Sie besitzen gro\u00dfe, leicht gew\u00f6lbte Halsschilder und einen kleinen Kopf, der kaum \u00fcber das Halsschild herausragt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/chlorophorus_varius-1.jpg\" alt=\"Ver\u00e4nderlicher Widderbock, Chlorophorus varius\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/chlorophorus_varius-2.jpg\" alt=\"Ver\u00e4nderlicher Widderbock, Chlorophorus varius\" border=\"0\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/chlorophorus_varius-3.jpg\" alt=\"Ver\u00e4nderlicher Widderbock, Chlorophorus varius\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Ver\u00e4nderliche Widderbock besitzt eine wespen\u00e4hnliche F\u00e4rbung, mit der er m\u00f6gliche Fressfeine abschreckt, indem er vort\u00e4uscht wehrhaft und giftig zu sein.<\/small><\/p>\n<h6>Wei\u00dfbindiger Widderbock, <em>Chlorophorus sartor<\/em>, O. F. M\u00fcller<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/chlorophorus_sartor-1.jpg\" alt=\"Wei\u00dfbindiger Widderbock, Chlorophorus sartor\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Wei\u00dfbindige Widderbock ist schw\u00e4rzlich gef\u00e4rbt mit d\u00fcnnen hellen Binden auf den Fl\u00fcgeldecken. W\u00e4hrend die Larven an Laubb\u00e4umen wie Eichen oder dem Johannisbrotbaum leben, halten sich die erwachsenen Tiere meist auf den Bl\u00fcten von Doldenbl\u00fctlern auf, wie hier auf unserem Griechischen Dost, der von vielen Insekten besucht wird.<\/small><\/p>\n<h6><em>Chlorophorus trifasciatus<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/chlorophorus_trifasciatus-1.jpg\" alt=\"Chlorophorus trifasciatus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese Art zeichnet sich durch ihren rotbraunen Halsschild und den geschwungenen vorderen und geraden mittleren Querstreifen auf den Fl\u00fcgeldecken aus.<\/small><\/p>\n<h6>Dichtpunktierter Walzenhalsbock, <em>Opsilia coerulescens (= Phytoecia caerulescens)<\/em>, Scopoli<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ieser kleine schlanke Bockk\u00e4fer ist in Europa, Asien und Nordafrika weit verbreitet, bei uns jedoch nicht besonder h\u00e4ufig anzutreffen. Seine Larven leben in Raublattgew\u00e4chsen, in denen sie im unteren St\u00e4ngel leben, was meist auf die Dauer dazu f\u00fchrt, dass die Wirtspflanze abstirbt. Der Walzenhalsbock ist in Australien zur biologischen Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung des Wegerichbl\u00e4ttrigen Natternkopfes <em>(Echium plantagineum)<\/em> eingef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/opsilia_coerulescens-1.jpg\" alt=\"Dichtpunktierter Walzenhalsbock, Opsilia coerulescens\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der Dichtpunktierte Walzenhalsbock ist eigentlich schwarz gef\u00e4rbt, erscheint jedoch wegen einer feinen Behaarung t\u00fcrkisfarben. Seine Augen sind zweigeteilt, wobei die eine H\u00e4lfte oberhalb des F\u00fchleransatzes liegt, die andere H\u00e4lfte au\u00dfen darunter.<\/small><\/p>\n<h6>Beherzter Halsbock, <em>Stictoleptura cordigera<\/em>, Fuesslin<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Beherzte Halsbock hei\u00dft nicht so, weil er besonders mutig ist, sondern weil er auf den roten Fl\u00fcgeldecken einen schwarzen Fleck tr\u00e4gt, der etwa herzf\u00f6rmig ist. An seiner F\u00e4rbung ist er leicht zu erkennen. Die Larven dieser Art leben in morschem Holz zum Beispiel von Eichenarten oder dem Mastixstrauch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/stictoleptura_cordigera-1.jpg\" alt=\"Beherzter Halsbock, Stictoleptura cordigera\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der h\u00fcbsche Beherzte Halsbock wird bis 2 cm gro\u00df. Er ist bei uns nur selten anzutreffen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Purpuricenus desfontainii<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/purpuricenus_desfontainii-1.jpg\" alt=\"Purpuricenus desfontainii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Eine weitere Bockk\u00e4fer-Art mit roten Fl\u00fcgeldecken, die unseren Oregano im Fr\u00fchling ab und zu besucht, ist <em>Purpuricenus desfontainii<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/purpuricenus_desfontainii-2.jpg\" alt=\"Purpuricenus desfontainii\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier sieht man gut die endlos langen F\u00fchler des M\u00e4nnchens; das Weibchen hat deutlich k\u00fcrzere F\u00fchler.<\/small><\/p>\n<h6><em>Agapanthia cynarae<\/em>, Germar<\/h6>\n<p><big>D<\/big>iese s\u00fcdeurop\u00e4ische Bockk\u00e4ferart ist besonders schmal und langgestreckt; sie wird bis \u00fcber 2 cm lang. Der K\u00e4fer ist dunkel gef\u00e4rbt mit gelben Streifen, die durch die Behaarung entstehen. Die Larven leben in den St\u00e4ngeln verschiedener Pflanzenarten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/agapanthia_cynarae-2.jpg\" alt=\"Agapanthia cynarae\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Agapanthia cynarae<\/em> besitzt einen schmalen K\u00f6rper. Auff\u00e4llig sind die langen, schwarzwei\u00df geringelten F\u00fchler.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/agapanthia_cynarae-1.jpg\" alt=\"Agapanthia cynarae\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die gelben Streifen am K\u00f6rper entstehen durch eine gelbe Behaarung. Ich habe diese Art auf Akanthus angetroffen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Pedestredorcadion insulare<\/em>, (Kraatz) Sama<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Gattung <em>Pedestredorcadion<\/em> wird von manchen Autoren von der gro\u00dfen Bockk\u00e4fergattung <em>Dorcadion<\/em> abgespalten. Beide kommen vor allem in trockenen und warmen Gebieten S\u00fcdeuropas und Asiens vor. Die Angeh\u00f6rigen dieser Gattungen sind phytophag und ern\u00e4hren sich vor allem von Gras. Die meisten Arten k\u00f6nnen nicht fliegen; sie besitzen keine Hinterfl\u00fcgel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/pedestredorcadion_insulare-1.jpg\" alt=\"Pedestredorcadion insulare\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Pedestredorcadion insulare<\/em> sieht ein bisschen wie eine Spinne aus. Die Fl\u00fcgeldecken zeigen vier wei\u00dfe L\u00e4ngstreifen und eine wei\u00dfe Naht in der Mitte, die sich auch auf Hals und Kopf erstreckt. Dieser flugunf\u00e4hige K\u00e4fer h\u00e4lt sich stets am Boden auf. Es gibt eine ganze Reihe verwandter Arten, die sehr \u00e4hnlich sind. <em>Pedestredorcadion insulare<\/em> ist auf den Kykladen endemisch.<\/small><\/p>\n<h6><em>Hesperophanes sericeus<\/em>, Fabricius<\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/hesperophanes_sericeus-1.jpg\" alt=\"Hesterophanes sericeus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der graubraune <em>Hesperophanes sericeus<\/em> ist im Mittelmeergebiet verbreitet. Auf diesem Foto kann man gut die sichelf\u00f6rmigen Facettenaugen sehen, die sich um die Basis der Antennen schmiegen.<\/small><\/p>\n<h6><em>Prinobius myardi<\/em>, Mulsant<\/h6>\n<p><big>Z<\/big>ur Unterfamilie Prioninae geh\u00f6rt die mit bis zu 17 cm gr\u00f6\u00dfte K\u00e4ferart, der Riesenbockk\u00e4fer. Der hier abgebildte, im Mittelmeergebiet verbreitete Vertreter ist wesentlich kleiner, aber mit bis zu 5 cm doch eine der gr\u00f6\u00dften einheimischen Arten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/prinobius_myardi-1.jpg\" alt=\"Prinobius myardi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Diese sehr gro\u00dfe Bockk\u00e4fer-Art ist nachtaktiv und wird in Fr\u00fchsommern\u00e4chten oft von den Lichtern der H\u00e4user angezogen. Die Larven leben im Holz von B\u00e4umen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/prinobius_myardi-2.jpg\" alt=\"Prinobius myardi\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier kann man gut die beeindruckenden, kneifzangenartigen Mandibeln sehen.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"H\">Blattk\u00e4fer, <em>Chrysomelidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie Blattk\u00e4fer sind eine weitere sehr artenreiche Familie (etwa 50.000 beschriebene Arten). Sie sind rundlich bis l\u00e4nglich geformt, oft sehr bunt oder metallisch gl\u00e4nzend und meist eher klein. Sie ern\u00e4hren sich von Pflanzen; einige Arten sind Sch\u00e4dlinge in der Landwirtschaft. Ein typischer Vertreter ist der Kartoffelk\u00e4fer. Die F\u00fchler sind fadenf\u00f6rmig.<\/p>\n<h6>Rosmarin-Blattk\u00e4fer, <em>Chrysomelina americana<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Rosmarin-K\u00e4fer lebt, wie der Name sagt, an Rosmarin und verwandten Pflanzen (Salbei, Lavendel). Er besitzt zur\u00fcckgebildete Fl\u00fcgel und ist nicht flugf\u00e4hig. Er ist klein und rundlich geformt. Die metallisch gl\u00e4nzenden Fl\u00fcgeldecken weisen abwechselnd gr\u00fcne und rote L\u00e4ngsstreifen auf. Entgegen seinem wissenschaftlichen Namen ist der Rosmarin-Blattk\u00e4fer nicht in Amerika, sondern in S\u00fcdeuropa, dem Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika verbreitet. Er tritt oft massenhaft auf und kann bei den befallenen Pflanzen einen betr\u00e4chtlichen Schaden anrichten. Seit einigen Jahren ist diese Art auch in unserem Garten aufgetaucht und frisst sich langsam von Rosmarin zu Rosmarin vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/chrysomelina_americana-1.jpg\" alt=\"Rosmarin-Blattk\u00e4fer, Chrysomelina americana\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der flugunf\u00e4hige Rosmarin-K\u00e4fer lebt in gro\u00dfen Zahlen auf Rosmarin-Str\u00e4uchern, die er weitgehend kahlfressen kann. Dieser kleine K\u00e4fer hat eine sehr sch\u00f6ne, metallische F\u00e4rbung.<\/small><\/p>\n<h6><em>Clytra novempunctata<\/em>, Olivier<\/h6>\n<p><big>E<\/big>in weiterer Vertreter der Blattk\u00e4fer ist <em>Clytra novempunctata.<\/em> Diese Art kommt von S\u00fcdosteuropa bis nach Zentralasien vor. Wie in den meisten F\u00e4llen gibt es mehrere \u00e4hnliche Arten, so dass die Bestimmung nicht ganz sicher ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/clytra_novempunctata-1.jpg\" alt=\"Clytra novempunctata\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Mit der gl\u00e4nzend orangenen Farbe und den schwarzen Punkten hat <em>Clytra novempunctata<\/em> eine gewisse \u00c4hnlichkeit mit den \u00d6lk\u00e4fern. Die Art tr\u00e4gt sechs schwarze Punkte auf den Fl\u00fcgeldecken sowie drei kleine schwarze Punkte auf dem Halsschild.<\/small><\/p>\n<h6>Samenk\u00e4fer, <em>Bruchidius quinqueguttatus ?<\/em>, Olivier<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Larven der Samenk\u00e4fer leben in Pflanzen, manchmal von Pflanzensamen. Oft sind sie auf eine Pflanzenart spezialisiert. Manche Arten k\u00f6nnen in der Vorratshaltung Sch\u00e4den anrichten; andere k\u00f6nnen zur Bek\u00e4mpfung eingeschleppter Pflanzenarten eingesetzt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/bruchidius_quinqueguttatus-1.jpg\" alt=\"Samenk\u00e4fer, Bruchidius quinqueguttatus ?\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Bei dieser h\u00fcbschen kleinen Art handelt es sich vermutlich um <em>Bruchidius quinqueguttatus<\/em>.<\/small><\/p>\n<h6>Flohk\u00e4fer, <em>Alticini<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie zahlreichen Angeh\u00f6rigen der Flohk\u00e4fer, einer Gruppe der Blattk\u00e4fer mit unsicherer systematischer Einordnung, leben meist nur an einer oder wenigen Pflanzenarten, von denen sich die erwachsenen K\u00e4fer und die Larven (letztere oft minierend im Blattgewebe) ern\u00e4hren. Manche Arten sind Pflanzensch\u00e4dlinge in der Landwirtschaft. Die Flohk\u00e4fer sind meist sehr klein und haben verdickte Hinterbeine, mit denen sie bis zum 100fachen(!) ihrer K\u00f6rperl\u00e4nge springen k\u00f6nnen. Es gibt viele sehr \u00e4hnliche Arten, so dass die genaue Bestimmung offen bleiben muss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/alticinae-2.jpg\" alt=\"Flohk\u00e4fer, Alticini\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die kleinen Flohk\u00e4fer haben oft metallisch gl\u00e4nzende Farben. Sie k\u00f6nnen mit ihren kr\u00e4ftigen Hinterbeinen unglaublich gut springen.<\/small><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/alticinae-1.jpg\" alt=\"Flohk\u00e4fer, Alticini\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier noch ein Exemplar. Die Artbestimmung ist nur mittels mikroskopischer Untersuchung am toten Tier m\u00f6glich. Hier sieht man auch den typischen Fra\u00dfschaden, den die Flohk\u00e4fer hervorrufen: kleine L\u00f6cher im Blatt, die die Blattadern nicht \u00fcberschreiten.<\/small><\/p>\n<h3><a name=\"I\">R\u00fcsselk\u00e4fer, <em>Curculionidae<\/em><\/a><\/h3>\n<p><big>D<\/big>ie R\u00fcsselk\u00e4fer sind mit \u00fcber 80.000 beschriebenen Arten die gr\u00f6\u00dfte K\u00e4ferfamilie und somit wahrscheinlich die artenreichste Familie aller Lebewesen \u00fcberhaupt. Sie kommen weltweit vor und sind fast ausschlie\u00dflich Pflanzenfresser. Viele R\u00fcsselk\u00e4fer-Arten sind auf nur eine Pflanzenart als Nahrung spezialisiert. Es gibt kaum eine Pflanze, die nicht von einer speziellen R\u00fcsselk\u00e4ferart gefressen wird. Dabei leben die meisten Arten an den weichen Pflanzenteilen wie den B\u00e4ttern und dem Trieb, aber es gibt auch Arten, die die Samen, das Holz oder die Wurzeln fressen. Die Larven leben oft in den Bl\u00e4ttern bzw. Trieben der entsprechenden Pflanzen. Manche R\u00fcsselk\u00e4fer sind bedeutende Sch\u00e4dlinge, so vor allem Arten wie der Kornk\u00e4fer und die heutzutage ebenfalls zu den R\u00fcsselk\u00e4fern gerechneten Borkenk\u00e4fer. Andere Arten k\u00f6nnen zur gezielten Bek\u00e4mpfung versehentlich eingeschleppter Pflanzenarten eingesetzt werden.<\/p>\n<p><big>D<\/big>ie R\u00fcsselk\u00e4fer besitzen eine l\u00e4ngliche Form, meist recht lange Beine und den namengebenden &#8222;R\u00fcssel&#8220;, eine r\u00fcsselartige Ausst\u00fclpung des Vorderkopfes. Etwa auf der H\u00e4lfte dieses kurzen bis k\u00f6rperlangen R\u00fcssels sitzen die d\u00fcnnen, am Ende keulig verdickten F\u00fchler, die einen charakteristischen Knick in der Mitte aufweisen. Die K\u00f6rperoberfl\u00e4che und die Fl\u00fcgeldecken der R\u00fcsselk\u00e4fer tragen oft kleine Schuppen, die ihnen ein mattes oder leicht best\u00e4ubtes Aussehen verleihen. Die F\u00e4rbung h\u00e4lt sich meist in unauff\u00e4lligen Braun-, Gr\u00fcn- oder Olivt\u00f6nen. Viele R\u00fcsselk\u00e4ferarten sind sehr klein und kaum zu entdecken; andere Arten erreichen eine mittlere Gr\u00f6\u00dfe (1 bis 2 cm).<\/p>\n<h6>Sumpfr\u00fcssler, <em>Lixus spec.<\/em><\/h6>\n<p><big>D<\/big>ieser auf Naxos h\u00e4ufig anzutreffende R\u00fcsselk\u00e4fer besitzt eine olivbraune F\u00e4rbung und den typischen K\u00f6rperbau der R\u00fcsselk\u00e4fer. Er geh\u00f6rt zur artenreichen Gattung <em>Lixus<\/em>; die Bestimmung der Art ist schwierig und meist nur nach mikroskopischen Merkmalen m\u00f6glich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/lixus_spec-1.jpg\" alt=\"Sumpfr\u00fcssler, Lixus spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die R\u00fcsselk\u00e4fer sind leicht an der r\u00fcsselartigen Vorst\u00fclpung des Kopfes zu erkennen. Sie ern\u00e4hren sich von Pflanzen; viele Arten sind auf eine oder wenige Pflanzenarten spezialisiert.<\/small><\/p>\n<h6>Roter Palmr\u00fcsselk\u00e4fer, <em>Rhynchophorus ferrugineus<\/em>, Olivier<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Rote Palmr\u00fcsselk\u00e4fer stammt aus Asien und wandert in den letzten Jahren im Mittelmeergebiet ein; seit einiger Zeit hat er auch die Insel Naxos erreicht. Er wird mit bis zu 3,5 cm vergleichsweise gro\u00df und ist leicht an seiner Form, der rostroten Farbe und den schwarzen Punkten auf dem Halsschild zu erkennen; die F\u00e4rbung ist allerdings variabel. Die Larve ist als Sagowurm bekannt und wird in S\u00fcdostasien gegessen; in manchen Gegenden ist sie als Eiwei\u00dflieferant ein wichtiger Bestandteil der Nahrung.<\/p>\n<p><big>D<\/big>er Palmr\u00fcsselk\u00e4fer ist ein \u00e4u\u00dferst unangenehmer Sch\u00e4dling, der Palmen verschiedener Arten bef\u00e4llt. Die Weibchen legen bis zu 300 Eier auf den ganz jungen Bl\u00e4ttern der Palme ab. Die Larven leben im allerobersten Stammabschnitt, dem Wachstumskegel der Palme, von dem aus sie sich in den Stamm der Palme hineinfressen. Der Befall wird erst dann durch herabh\u00e4ngende Palmwedel bemerkbar, wenn der Baum schon schwer gesch\u00e4digt oder unrettbar verloren ist. Die Larven verpuppen sich in den St\u00e4ngelans\u00e4tzen der Palmwedel, die herabfallen, sobald der Wachstumskegel zerst\u00f6rt ist. Die erwachsenen Tiere fliegen dann zu einer anderen Palme. Der Rote Palmr\u00fcsselk\u00e4fer hat im Mittelmeergebiet schon einen gewaltigen Schaden unter den Palmen angerichtet und frisst sich munter von Palme zu Palme fort. Trotz intensiver Bem\u00fchungen hat man bislang au\u00dfer dem gezielten Spritzen von B\u00e4umen im fr\u00fchen Stadium des Befalls mit einem Gemisch aus Insektiziden keinen Weg gefunden, diese Art wirksam zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/rhynchophorus_ferrugineus-1.jpg\" alt=\"Roter Palmr\u00fcsselk\u00e4fer, Rhynchophorus ferrugineus\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Der aus S\u00fcdostasien stammende Rote Palmr\u00fcsselk\u00e4fer ist dabei, die Palmenbest\u00e4nde des Mittelmeergebiets zu zerst\u00f6ren; er breitet sich unaufhaltsam aus und f\u00fchrt zum schnellen, vollst\u00e4ndigen Absterben der B\u00e4ume.<\/small><\/p>\n<h6><em>Sitona<\/em> spec.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie Arten der Gattung <em>Sitona<\/em> und verwandter Gattungen zeichnen sich durch einen nur sehr kurzen R\u00fcssel aus. Wie bei den \u00fcbrigen R\u00fcsselk\u00e4fern sind die F\u00fchler auf charakteristische Art geknickt. Unser Exemplar ist grau gef\u00e4rbt mit schwarzen Streifen an den Kopf- und Halsseiten. Die K\u00e4fer der Gattung <em>Sitona<\/em> ern\u00e4hren sich von Schmetterlingsbl\u00fctern: Die adulten Tiere fressen die Bl\u00e4tter, die Larven ern\u00e4hren sich von den Wurzelkn\u00f6llchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/sitona_spec-1.jpg\" alt=\"Sitona spec.\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die K\u00e4fer der Gattung <em>Sitona<\/em> besitzen nur einen sehr kurzen R\u00fcssel.<\/small><\/p>\n<h6><em>Brachycerus barbarus<\/em>, L.<\/h6>\n<p><big>D<\/big>ie sehr artenreiche Gattung <em>Brachycerus<\/em> geh\u00f6rt zu den R\u00fcsselk\u00e4fern, obwohl der R\u00fcssel hier klein und schwer zu sehen ist. Die Angeh\u00f6rigen dieser Gattung sind klein und meist br\u00e4unlich mit gerippten oder anders skupturierten Fl\u00fcgeldecken. Alle Arten sind an eine spezielle Pflanzenart angepasst, auf und von der sie leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/brachycerus_barbarus-1.jpg\" alt=\"Brachycerus barbarus\" border=\"0\"><br \/>\n<small><em>Brachycerus barbarus<\/em> lebt aussschlie\u00dflich an der (im Hintergrund zu sehenden) Meerzwiebel.<\/small><\/p>\n<h6>Distelgallenr\u00fcssler, <em>Cleonis pigra<\/em>, Scopoli<\/h6>\n<p><big>D<\/big>er Distelgallenr\u00fcssler ist in Eurasien weit verbreitet. Die Larven leben an Distelwurzeln. Er besitzt einen relativ langen R\u00fcssel; die kurzen geknieten F\u00fchler setzen etwa auf der H\u00e4lfte seiner L\u00e4nge an. Die Musterung der Fl\u00fcgeldecken ist unterschiedlich gut zu erkennen. Die jungen K\u00e4fer sind wei\u00dfgrau behaart; diese Behaarung nutzt sich jedoch im Lauf der Zeit ab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/cleonis_pigra-1.jpg\" alt=\"Cleonis pigra\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Die Larven von <em>Cleonis pigra<\/em> leben im Wurzelhals diverser Distelarten.<\/small><\/p>\n<h6><em>Hyperini<\/em><\/h6>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/azalas.de\/wp-content\/uploads\/photos\/naxos\/fauna\/beetles\/hyperini-1.jpg\" alt=\"Hyperini\" border=\"0\"><br \/>\n<small>Hier noch ein Beispiel &#8211; einer der zahlreichen kaum zu bestimmenden R\u00fcsselk\u00e4fer, aus dem Tribus <em>Hyperini<\/em>.<\/small><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/fotouebersicht-kaefer\/\">zur Foto-\u00dcbersicht<\/a><\/p>\n<p>weiter: <a href=\"http:\/\/azalas.de\/libellen\/\">Libellen<\/a><\/p>\n<p>zur\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/naxos-tiere\/\">Die Tiere von Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/insekten\/\">Die Insekten von Naxos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/schmetterlinge\/\">Schmetterlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/azalas.de\/spinnen\/\">Spinnen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Weiterlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/MittMuenchEntGes_073_0023-0044.pdf\">M. Geisthardt: Beitrag zur Revision der Gattung Lampyris<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.koleopterologie.de\/gallery\/index.html\">Koleopterologie.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.naturagraeca.com\/ws\/170,232,1,\u039a\u03bf\u03bb\u03b5\u03cc\u03c0\u03c4\u03b5\u03c1\u03b1&amp;page=1\">NaturaGraeca: Griechische Seite mit Fotos von K\u00e4fern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/groups\/708035362603739\/\">Griechische Facebook-Seite: Insects of Greece and Cyprus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kerbtier.de\">Kerbtier.de: Fotogalerie der K\u00e4ferfauna Deutschlands mit Bestimmungsforum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/coleonet.de\/coleo\/html\/start.htm\">Bestimmungstabellen der K\u00e4fer Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.insektenbox.de\/index.html\">Insektenbox.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/gluehwuermchen.ch\/species\/leuchtkaeferarten.htm\">Gl\u00fchw\u00fcrmchen.ch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/azalas.de\/inhaltsverzeichnis\/\">Zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die K\u00e4fer sind mit etwa 350.000 beschriebenen Arten die gr\u00f6\u00dfte Insektenordnung. Rund ein F\u00fcnftel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten sind K\u00e4fer, und ihre gesamte Artenzahl wird auf 1 bis 5 Millionen gesch\u00e4tzt. J\u00e4hrlich werden Hunderte neuer Arten beschrieben, vor allem aus den tropischen Regenw\u00e4ldern. Viele Arten sind in ihrer Lebensweise sehr spezialisiert und beispielsweise an [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":67683,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1991,11,9,22],"tags":[869,927,34,865,875],"class_list":["post-10525","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-insekten","category-natur","category-naxos","category-tiere","tag-griechenland","tag-kaefer","tag-kykladen","tag-naxos","tag-tiere"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10525","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10525"}],"version-history":[{"count":146,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10525\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77929,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10525\/revisions\/77929"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10525"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10525"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/azalas.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10525"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}