Enziangewächse, Gentianaceae

Wenn es um Enziangewächse geht, denken die meisten Menschen sicher an die Alpen. Dort kommen zahlreiche Arten der Echten Enziane (Gattung Gentiana) vor; sie gehören zu den charakteristischsten und bekanntesten Pflanzen der Bergwelt. Es gibt aber auch im Mittelmeergebiet Enziangewächse, wie zum Beispiel die Tausendgüldenkräuter (Gattung Centaurium), die hier sogar ihren Verbreitungsschwerpunkt aufweisen. Alle Arten haben einen sehr hohen Gehalt an Bitterstoffen; entsprechend werden manche zur Herstellung von Arzneimitteln oder Appetitanregern verwendet. Die Enziangewächse umfassen weltweit etwa 1500 Arten in gut 80 Gattungen. Auf Naxos kommen drei Arten Tausendgüldenkräuter und ein Bitterling (Gattung Blackstonia) vor.

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Bitterlinge, Blackstonia

Durchwachsenblättriger Bitterling, Blackstonia perfoliata


Der Durchwachsenblättrige Bitterling ist in der Phrygana nicht selten. Charakteristisch sind die gegenständigen, miteinander verwachsenen und dadurch stängelumfassenden Blätter.


Die gelben Blüten besitzen oft sieben Blütenblätter, eine sehr ungewöhnliche Anzahl. Sie öffnen sich nur vormittags. Sehr hübsch sind auch die aufgedrehten Knospen.

Tausendgüldenkräuter, Centaurium

Centaurium maritimum


Fast alle Tausendgüldenkräuter besitzen rosa Blüten. Eine Ausnahme bildet das gelbblühende Centaurium maritimum. Es kommt auf Naxos stellenweise in der Phrygana vor.


Die kleine Pflanze trägt nur wenige Blüten in einem lockeren Blütenstand.

Centaurium tenuiflorum


Häufig in der Phrygana ist Centaurium tenuiflorum. Es blüht erst im Mai und Juni, wenn die meisten anderen Kräuter schon vertrocknet sind.


Die intensiv rosa Blüten bilden einen dichten doldigen Blütenstand.


Die Blüten besitzen einen sehr langen, schmalen Kelch und sind fast ungestielt.

Kleines Tausendgüldenkraut, Centaurium pulchellum


Das Kleine Tausendgüldenkraut ist bei uns deutlich seltener. Es unterscheidet sich darin, dass der Stängel sich schon weiter unten verzweigt und der Blütenstand lockerer und rispig aufgebaut ist, und dass die Blüten zumindest teilweise erkennbar gestielt sind.


Hier Centaurium tenuiflorum (links) und C. pulchellum (rechts) im Vergleich. Centaurium tenuiflorum besitzt meist über 5 Paar Stängelblätter und der Stängel verzweigt sich erst recht weit oben, während sich bei C. pulchellum der Stängel weiter unten verzweigt und der Blütenstand lockerer ist.

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