Wunderbaum, Ricinus communis

Der Wunderbaum, ursprünglich in Nordostafrika und em Nahen Osten heimisch, wächst verwildert im Flusstal von Potamiá. Er gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist die einzige Art seiner Gattung.

Obwohl der Wunderbaum außerhalb der Tropen meist einjährig ist, wächst er zu einem mehrere Meter hohen Strauch heran. Aus den hochgiftigen Samen wird das Rizinusöl (= Castoröl) hergestellt, das als technisches Öl, für kosmetische Produkte und auch in der Medizin verwendet wird. Das in den Samen enthaltene Gift, Rizin, ist wasserlöslich und ist entsprechend im raffinierten Öl nicht mehr enthalten. Die Samen ähneln einer vollgesaugten Zecke, wovon sich vermutlich der wissenschaftliche Name (von lat. ricinus = Ungeziefer) ableitet.


Der Wunderbaum besitzt große, handförmige Blätter und wächst zu einem hohen Strauch heran, obwohl er meist einjährig bleibt. Er wächst verwildert im Flusstal von Potamiá und in der Nähe der Chóra.


Die Blüten stehen in dichten Rispen, bei denen sich die männlichen Blüten im unteren, die weiblichen im oberen Bereich befinden. Hier sieht man eine männliche Blüten mit den zahlreichen gelblichen Staubblättern und den festen, eiförmigen Kelchblättern; Kronblätter sind nicht vorhanden.


Die weiblichen Blüten bestehen nur aus den roten Narben; die Kelchblätter fallen bald ab. Der Fruchtknoten ist oberständig und stachelig.


Hier sieht man die unreifen Früchte, die ebenfalls stachelig sind. Es handelt sich um Spaltfrüchte mit etwa 1 cm großen Samen.

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