Bootstour nach Kalandos

Wem das Bootsfahren gefällt, der kann sowohl von Naxos-Stadt als auch von Ágia Ánna aus an schönen Touren diverser Ausflugsboote teilnehmen, größtenteils an die Südküste von Naxos und nach Koufonísi. Wir fahren mit dem Boot Iason von Ágia Ánna aus bis zur Bucht von Rína, mit vier Stopps zum Schwimmen, davon einer als längere Pause mit Grillen in Kalandós.


Bei Mikrí Vígla geht es an diesen schönen Felsen vorbei. Auf den Felsen sitzen viele Krähenscharben, die sich von ihren Fischzügen ausruhen und trocknen.


Die urigen, runden Felsen bestehen aus Granodiorit.


Auf einem größeren Inselchen steht eine kleine Kapelle.


Nach dem Kap von Alykó, wo das Boot kurz ankert und man eine Runde schwimmen kann, kommen wir an der Siedlung Agiassós vorbei. Im Hintergrund sieht man den steilen Berg von Apalírou, auf dem eine große byzantinische Festung lag, der die Bucht von Agiassós als Hafen diente. Ganz rechts im Bild der Zeus-Berg.


Nach Agiassós ist die Südküste weitgehend unbesiedelt. Wir kommen an dieser malerischen Steilküste vorbei.


Das Südwestende von Naxos ist unglaublich öde. Auf den trockenen Berghängen wächst eine lockere Macchie aus Phönizischem Wacholder.


nah an der Südspitze von Naxos

Wir fahren zunächst an Kalandós vorbei zur Bucht von Rína, wo man in eine kleine Höhle hineinschwimmen oder vom Höhlendach herunterspringen kann. In der Bucht liegen schon mehrere andere Jachten und Ausflugsboote – längst kein Geheimtipp mehr.


Blick auf die Bucht von Kalandós


Felsküste nahe bei Rína


bei der Schwimmpause in der Bucht von Rína


unser Boot


An der großen, windgeschützten Bucht von Kalandós mit einer kleinen Hafenanlage gibt es eine zweistündige Pause, während derer die Crew Essen bereitet und serviert: Fleischspieße, Gemüse und Tsatsiki.


Hier sieht man unser Ausflugsboot an der Mole in Kalandós.


Die Bucht von Kalandós besitzt einen langen, schönen Sandstrand. Dahinter liegt ein größerer Feuchtbereich mit Schilf und Binsen.


Im Schilfrohr (Phragmites australis) brüten Teichhühner und Rohrsänger (Teich- und Drosselrohrsänger). Um diese Jahreszeit ist von diesen Arten allerdings nichts zu sehen.


Trotz des geringen Regenfalls führt das kleine Bächlein, das neben der Mole ins Meer mündet, etwas Wasser. Die Kinder finden eine Balkan-Bachschildkröte.


Die Bachschildkröte kommt auf Naxos an allen ganzjährig wasserführenden Flüssen und an den größeren Flussmündungen vor. Sie geht auch in brackiges Wasser und kann Trockenperioden eingegraben im Schlamm überstehen.


Im Flüsschen kommt die Blaue Schwimmkrabbe vor, die im 20. Jahrhundert aus Amerika eingewandert ist. Sie lebt besonders gern im Brack- und sogar im Süßwasser der Flussmündungen. Die Krabben besitzen einen bis zu 20 cm breiten Rückenschild. Sie sind ganz schön aggressiv und schnappen nach einem Zweig, den wir ihnen hinstrecken – entsprechend trauen wir uns nicht, eine zu fangen.


Am Sandstrand treffen wir häufig einen Sandlaufkäfer an: Calomera littoralis. Die unruhigen und scheuen Tiere fliegen überall auf, wenn man sich annähert. Sie besitzen dunkelbraune, leicht kupferfarben glänzende Flügeldecken mit charakteristischen weißen Flecken, von denen der vorderste C-förmig ist. Die Käfer ernähren sich räuberisch. Auch die Larven leben in selbstgegrabenen Löchern im Sand, von denen aus sie ihrer Beute auflauern.


ein Mastixstrauch am Strand

Um 17 Uhr kommen wir müde und sonnengebraten, aber zufrieden wieder in Ágia Ánna an.

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