Lebermoose, Marchantiaceae

Die Lebermoose stellen eine Abteilung (Marchantiophyta) innerhalb der Pflanzen. Sie stehen verwandtschaftlich in der Nähe der übrigen Moose (Bryophyta); beide gehören nicht zu den Gefäßpflanzen, welche die Bärlapppflanzen, Farnen und Samenpflanzen umfassen.

Die meisten Lebermoose wachsen blattartig am Boden liegend. Der Thallus ist dabei der Gametophyt, d.h. die haploide Generation (mit nur einem Satz genetischer Information, entsprechend der Ei- und Samenzelle bei höheren Organismen), der die geschlechtlichen Sporen produziert, wobei die männlichen Sporen in scheibenförmigen und die weiblichen in schirmförmigen Gametangien gebildet werden. Die Spermatzoiden gelangen über das Regenwasser zu den Archegonien (weibliche Gametangien). Die nach der Befruchtung entstehende diploide Generation (mit doppeltem Chromosomensatz) ist bei den Lebermoosen sehr kurzlebig: sie wächst auf dem Archegonium und löst sich auf, nachdem sie ungeschlechtliche Sporen produziert hat, aus denen der nächste Thallus (haploider Gametophyt, d.h. nur ein Chromosomensatz) hervorwächst. Die Sporen werden mit dem Wind verbreitet.

Marchantiaceae: Preissia quadrata?


Die Lebermoose bilden einfache, hier bandförmige Thalli, die dem Boden anliegen. Die Zellen enthalten oft Ölkörper; der Thallus bildet einzellige Rhizoide.


Hier sieht man (leider etwas unscharf) die schirmförmigen Antheridien, in denen die weiblichen Geschlechtszellen produziert werden. Es könnte sich um die Art Preissia quadrata handeln.

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