Schwebfliegen

Die Schwebfliegen (Syrphidae) sind mit etwa 6.000 Arten eine große Familie der Fliegen (Zweiflügler). Sie sehen recht unterschiedlich aus; es gibt beispielsweise Arten, die Bienen, Wespen oder Hummeln nachahmen. Alle Schwebfliegen haben die Angewohnheit und Fähigkeit auf der Stelle zu schwirren und tun das oft, wenn sie Blüten besuchen. Die erwachsenen Tiere ernähern sich von Pollen und Nektar. Sie besitzen keinen Wehrstachel, aber viele Arten versuchen eventuelle Fressfeinde durch eine wespenähnliche Warnfärbung abzuschrecken.

Blasenköpfige Schwebfliege, Scaeva pyrastri

Diese Art ist bei uns recht häufig anzutreffen. Sie ist in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet.


Diese kleine Schwebfliege, vermutlich die Art Scaeva pyrastri, zeigt eine abschreckende Färbung mit weißen, wespenähnlichen Streifen.


Hier Scaeva pyrastri im typischen Schwirrflug der Schwebfliegen.


…und noch einmal, hier von der Seite.

Gemeine Feldschwebfliege, Eupeodes corollae

Auch diese Schwebfliegen-Art ist in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet und häufig. Die Larven ernähren sich von Blattläusen.


Diese Art trägt gelbe Streifen auf dem Hinterleib. Während diese bei den Weibchen der in der Mitte unterbrochen sind, ähnlich wie bei der Blasenköpfigen Schwebfliege, sind die beiden Hälften bei den Männchen wie hier zu sehen durch einen schmalen gelben Steg verbunden.

Mondfleck-Feldschwebfliege, Eupeodes luniger


Die Mondfleck-Feldschwebfliege ist der vorigen Art sehr ähnlich, außer dass die gelben Streifen auf dem Hinterleib in der Mitte getrennt sind. Wie bei der Blasenköpfigen Schwebfliege sind die vordersten Streifen gerade und die hinteren gebogen.


Hier von der Seite.

Hain-Schwebfliege, Episyrphus balteatus

Die Hain-Schwebfliege mit ihrer typischen Streifung auf dem Hinterleib ist in Europa eine der häufigsten Schwebfliegen-Arten. Sie wandert im Herbst in großen Zahlen in den Mittelmeerraum. Die Larven fressen große Mengen an Blattläusen, so dass die Art auch in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird.


Die Hain-Schwebfliege ist gut an der charakteristischen Streifung des Hinterleibs zu erkennen.

Gemeine Stiftschwebfliege, Sphaerophoria scripta

Die Larven dieser kleinen, schlanken Schwebfliege ernähren sich von Blattläusen. Diese in Europa und Asien auftretende Art zeigt Wanderbewegungen.


Das Männchen der Gemeinen Stiftschwebfliege besitzt einen schmalen, am Ende leicht keulenförmigen und nach unten gebogenen Hinterleib. Der Thorax ist bronzefarben mit undeutlichen Längsstreifen, der Hinterleib trägt eine kräftige schwarz-gelbe Querstreifung. Die gelben Beine sind recht lang.


Die Weibchen besitzen einen zugespitzten Hinterleib. Auch bei ihnen ist die Querstreifung des Hinterleibs kontrastreich und auffällig.


Man sieht das Weibchen öfter auch mit nach unten gekrümmten Hinterleib sitzen.

Sphaerophoria spec.


Hier handelt es sich wohl um eine andere Art der Gattung Sphaerophoria; der Hinterleib dieser kleinen Fliege ist orange, während die Form sehr der vorigen Art ähnelt.

Kleine Mistbiene, Syritta pipiens

Die Kleine Mistbiene ist entgegen des Namens keine Biene, sondern eine Schwebfliege. Sie besitzt verdickte Oberschenkel an den Hinterbeinen; der Körper ist recht schmal und bräunlich. Die Kleine Mistbiene ist in Europa und auch bei uns sehr häufig. Die adulten Tiere leben von totem Pflanzenmaterial und besuchen Blüten; die Larven leben in Kompost, Mist und Dung.


Die Kleine Mistbiene ist leicht an den verdickten Oberschenkeln der Hinterbeine zu erkennen, die an der Unterseite kleine Dornen tragen. Der Thorax ist kräftig braun gefärbt; der Hinterleib ist dumpf orange mit dunkleren Streifen.


Kleine Mistbiene im Flug. Wie ihr Name sagt ist die Kleine Mistbiene sehr klein.


Hier sieht man noch einmal die verdickten Hinterbeine. Dieses Exemplar besitzt weißliche Streifen, nicht orangegelbe.

Bienenschwebfliege, Brachypalpus spec.


Bei dieser Schwebfliege handelt es sich vermutlich um eine Angehörige der Gattung Brachypalpus, die im Aussehen mit ihrem behaarten Körper eine Biene nachahmen. Charakteristisches Merkmal sind außerdem die verdickten Oberschenkel insbesondere der Hinterbeine.

Mistbiene, Eristalis tenax

Die Mistbiene ist eine große Schwebfliege und kommt bei uns häufig vor. Ihre Larven leben in schmutzigem Wasser, feuchtem Dung und Misthaufen. Sie besitzen ein langes Atmerohr, das ihnen eine charakteristische Körperform verleiht („Rattenschwanzlarven“). Dadurch dass sie Bakterien und organische Stoffe aus dem Wasser herausfiltrieren, tragen sie zur Klärung der Abwässer bei und sind darum nützlich. Von dieser Lebensweise stammt auch der deutsche Name dieser Fliegenart („Mistbiene“).


Die Mistbiene ist keine Biene, sondern eine Schwebfliege, obwohl sie auf den ersten Blick mit ihrer bräunlichen Färbung einer Biene ähnlich sieht.


Manche Exemplare sind dunkelbraun gefärbt ohne erkennbare Zeichnung.


Dieses Exemplar zeigt dagegen einen auffälligen, auf charakteristische Art eingebuchteten rötlichen Steifen auf dem Hinterleib.


Bei dieser großen Mistbiene sieht man gut die charakteristische Flügeläderung vieler Schwebfliegen mit einer stark geschwungenen Ader in der Nähe der Flügelspitze.

Eristalinus taeniops


Diese Schwebfliege ist an den schönen, längsgestreiften Facettenaugen zu erkennen. Ihre Larven leben wie bei der Mistbiene in Dung oder schmutzigem Wasser. Bei uns ist sie nur selten zu finden.

Totenkopf-Schwebfliege, Myathropa florea

Diese große Schwebfliegen-Art ist in ganz Europa und großen Teilen von Asien und Nordafrika verbreitet und häufig.


Die Totenkopf-Schwebfliege hat ihren Namen von der Zeichnung auf dem Thorax erhalten, die entfernt an einen Totenkopf erinnert. Der schwarze Hinterleib trägt seitliche gelbe Flecken. Anders als viele andere Schwebfliegen zeigt diese Art auch am Hinterleib eine deutliche gelbe Behaarung. Die Flügel sind leicht braun getönt.

Hornissenschwebfliege, Volucella zonaria

Die Hornissenschwebfliege gehört zu den größten Schwebfliegen-Arten in Europa; sie erreicht bis 2,2 cm Länge. Sie besitzt einen gelb-schwarz geringelten Körper, rotbraune Augen und eine auffällige gelbe Stirn, so dass sie einer Hornisse ähnelt, was mögliche Fressfeinde abschreckt. Die Hornissenschwebfliege saugt an diversen Blüten Nektar, hier am Oregano in unserem Garten. Sie legt ihre Eier in Wespen-, Hornissen- oder Hummelnester, wo die Larven jedoch keinen Schaden anrichten, sondern den Wirten sogar nützlich sind, da sie sich von Abfällen und toten oder kranken Tieren ernähren.


Die Hornissenschwebfliege wird sehr groß. Ihre Flügel sind braun getönt und das Abdomen ist gelb mit zwei schwarzen Streifen.


Von vorn sieht man die gelbe Stirn. Hier handelt es sich um ein Weibchen, was an dem Abstand zwischen den Augen zu erkennen ist.


Bei den Männchen stoßen die Augen auf der Stirn aneinander.

Milesia semiluctifera


Auch diese Schwebfliege ist sehr groß; sie ahmt in ihrer Färbung wohl eine Wespe nach. Diese Art kommt bei uns nur sehr selten vor.


Hier ein anderes Individuum mit einem rotbraunen Schildchen und einer etwas anderen Zeichnung; es handelt sich aber vermutlich um dieselbe Art.

Paragus haemorrhous?


Diese Schwebfliege mit dem metallisch grünlich glänzenden Thorax und dem orangeroten Hinterleib gehört vermutlich der Gattung Paragus an; es könnte sich um Paragus haemorrhous halten, eine ein Europa, Asien und Nordamerika weitverbreitete Art. Die adulten Tiere ernähren sich von Nektar und fungieren dabei als Blütenbestäuber, aber auch die Larven sind im Garten nützlich, da sie von Blattläusen leben.

unbestimmte Schwebfliege


Diese kleine Fliege mit dem behaarten, braunen Thorax und dem orangebraunen Hinterleib mit dünnen weißen Ringen und den großen, gebogenen Hinterbeinen habe ich noch nicht bestimmen können. Vermutlich handelt es sich auch um eine Schwebfliege.

siehe auch: