Hydrophyten

Naturgemäß kommen auf Naxos nur sehr wenige Wasserpflanzen (Hydrophyten) vor, jedenfalls was Arten betrifft, die das Süßwasser bewohnen: Nur 1% der Pflanzenarten der Insel sind Hydrophyten.

Eine der wenigen richtigen (Süß-)Wasserpflanzen ist die Kleine Wasserlinse (Lemna minor); sie ist hier und da in nicht austrocknenden Teichen anzutreffen, sowie gegebenenfalls auch auf Flüssen, wo diese aufgestaut sind oder sehr langsam fließen.

Die Wasserlinsen sind kleine, einfache gebaute Pflanzen: Sie bestehen nur aus einem oder wenigen Blättchen, bei denen es sich eigentlich um Phyllokladien handelt, d.h. blattartig verbreiterte Stängel. Die Phyllokladien besitzen luftgefüllte Hohlräume, aufgrund derer sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Außerdem besitzt das Pflänzchen eine herabhängende Wurzel, mit der sie Mineralien aufnimmt und die zur Stabilisierung dient. Die Kleine Wasserlinse pflanzt sich hauptsächlich vegetativ durch Sprossung fort. Ihre Blüten sind stark reduziert: Die männliche Blüte besteht nur aus einem Staubblatt, die weibliche nur aus dem Griffel mit einer Narbe.


Die Kleine Wasserlinse kommt auf Naxos in nicht austrocknenden Gewässern vor wie hier einem kleinen Teich an einer Quelle.


Auch auf langsam fließenden Flüssen ist sie hier und da anzutreffen.


Das kleine Pflänzchen besteht nur aus wenigen Blättchen und einer herabhängenden Wurzel, mit der die Pflanzen Mineralien aufnimmt.

Ein weiterer Hydrophyt ist der Schild-Wasserhahnenfuß (Ranunculus peltatus), der ebenfalls nur in nicht-austrocknenden, stehenden Gewässern gedeihen kann. Wir haben ihn in Gräben und Tümpeln beim Dorf Kinídaros gefunden. Er besitzt zwei Arten von Blättern: haarfein gefiederte Unterwasserblätter und meist aus dem Wasser stehende, dreilappige Schwimmblätter.


Auch der Schild-Wasserhahnenfuß ist eine echte Wasserpflanze.

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