Seide, Cuscuta

Alle Arten der zu den Windengewächsen gehörenden Seiden (Cuscuta) leben als Vollschmarotzer, d.h. sie betreiben keine Photosynthese, sondern leben auf anderen Pflanzen, denen sie die Nährstoffe entziehen. Die Seiden besitzen weder Blätter noch Wurzeln: Die Blätter fehlen völlig oder sind zu winzigen Schuppen reduziert, und eine kleine, kurzlebige Wurzel bildet nur der Keimling aus, um sich mit ihr auf einer Wirtspflanze zu verankern. Die Seiden zapfen die Stängel ihrer Wirte mit sogenannten Haustorien an, kleinen Saugorganen, die in die Stängel hineinwachsen. So entnehmen sie der Wirtspflanze alle Nährstoffe, die sie benötigen. Dabei ist auch bei starkem Bewuchs der Schaden an der Wirtspflanze meist nicht so groß, dass diese abstirbt. Die Seiden-Arten wachsen auf unterschiedlichen Wirtspflanzen, oft auf Zwergsträuchern wie Ginster oder der Dornigen Bibernelle. Auf mehrjährigen Wirtspflanzen wächst auch die Seide mehrjährig.


Die Angehörigen der Gattung Cuscuta leben parasitisch auf anderen Pflanzen. Sie betreiben selbst keine Photosynthese und sind nicht grün.


Sie bilden ein dichtes Gewirr weicher, dünner Stängel aus, die sich um die Wirtspflanze winden. Mit kleinen Saugorganen, den Haustorien, entzieht die Seide ihrer Wirtpflanze die benötigten Nährstoffe.


Die Seide bildet zahlreiche kleine, rundliche Blütenstände aus. Stängel und Blüten sind oft rötlich gefärbt.

Cuscuta palaestina?


Bei den bei uns anzutreffenden Seiden handelt es sich vermutlich größtenteils um die Art Cuscuta palaestina , die auf Naxos sehr häufig vorkommt und deren Blüten vierzählig sind; allerdings öffnen sie sich normalerweise nicht so weit wie an diesem Exemplar.

Cuscuta planiflora?


Bei der Art Cuscuta planiflora besitzen die Blüten fünf Blütenblätter. Sie können entweder weiß oder rötlich gefärbt sein. Normalerweise öffnen sie sich weiter als hier.

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