Flechten

Flechten sind eigenartige Lebewesen: Sie sind Doppelorganismen aus Pilz und Alge, die in sehr erfolgreicher Symbiose zusammenleben.

Entsprechend der Gestaltung ihres Thallus werden die Flechten in drei Wuchsformen eingeteilt, die dünnen, dem Substrat eng angeschmiegten Krustenflechen, die blattartig ausgebildeten Blattflechten und die strauchartig in die Höhe wachsenden oder bartartig hängenden Strauchflechten. Die Gallertflechten mit Cyanobakterien als Algenpartner quellen bei Wasseraufnahme gallertartig auf.


Hier wachsen gemeinsam Strauch- und Blattflechten (gelb) sowie dicke und dünne Krustenflechten.


Die Gallertflechten (hier Collema cristatum) sind meist dunkelbraun bis schwarz gefärbt.


Die Bartflechten (Usnea) hängen bartartig von den Zweigen, auf denen sie wachsen.


Die Flechten enthalten meist spezielle organische Säuren, die Flechtenstoffe, die unter anderem oft für ihre intensive Färbung sorgen, so hier bei Xanthoria parietina.


Die Krustenflechte Squamarina lentigera wächst auf der Erde.


Krustenflechten auf Granit


Krustenflechten auf Marmor


Einige Krustenflechten, die auf Marmor vorkommen, wachsen endolithisch in der oberen Steinschicht; bei diesen Arten schauen oft nur die Fortpflanzungsorgane aus dem Stein.

Die Flechten haben verschiedene Fortpflanzungsorgane entwickelt: Bei der geschlechtlichen Vermehrung über Apothecien pflanzt sich nur der Pilz fort, während durch die Isidien und Soredien, kleine Stiftchen, Schüppchen oder Kügelchen, die sich am Thallus bilden, auch der Algenpartner verbreitet wird.


Blattflechte mit Apothecien (Parmelia quercina)


Blattflechte mit Isidien (Parmelia tiliacea)


Blattflechte mit Soralen (Physcia caesia)

Die Flechten sind im Allgemeinen eher unempfindlich gegenüber Umweltbedingungen wie großer Kälte, Trockenheit, Strahlung oder Trockenheit; oft sind sie aber sehr empfindlich gegenüber Luftverschmutzungen.


Viele Ramalina-Arten sind sehr empfindlich gegen Luftverschmutzung und können nur in Gegenden mit sauberer Luft existieren.

mehr…

Dieser Beitrag wurde unter Griechenland, Natur, Naxos, Pflanzen abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.