Der Dionysos-Tempel in Iria

In der Nähe der Chóra liegen die Überreste eines der bedeutendsten Tempel der Kykladen. Sie lagen über viele Jahrhunderte unter der Schwemmerde der fruchtbaren Ebene um Naxos verborgen, bis sie in den Sechziger Jahren entdeckt und später ausgegraben wurden. Man fand die Fundamente von vier knapp übereinanderliegenden Tempeln aus der geometrischen und archaischen Zeit. Ganz zuunterst lagen die Reste eines mykenischen Heiligtums. Der letzte der Tempel wurde bis in das 5. Jhd. n. Chr. genutzt und danach in eine Kirche umgewandelt.


Auf dem Tempelgelände sind einige Fundamente und Säulenreste zu erkennen.

Die Tempelanlage war dem Dionysos, dem Hauptgott der Insel, geweiht. Sein Kult war als Fruchtbarkeitskult seit jeher für die Naxier von besonderer Bedeutung. Der letzte Tempel war von monumentaler Größe und sollte somit die Bedeutung der Insel und ihres Kultes betonen. Auch seine Architektur war von besonderem Interesse: Es handelte sich um einen der ersten Bauten im sogenannten Inselionischen Baustil mit einem Giebeldach, das als reine Marmorkonstruktion angelegt war und mit Marmor-Dachziegeln.

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