Herbstzeitlose und Krokus, Colchicum und Crocus

Im Mittelmeergebiet ist der Winter keine kalte, graue, triste Jahreszeit wie in nördlicheren Regionen Europas. Im Gegenteil – hier ist es im Sommer (staub)grau und karg, im Winter dagegen ergrünt und erblüht alles. Mit den ersten Regenfällen im Herbst lebt die Landschaft auf; und die ersten Blumen, die dieses Wiedererstehen ankündigen, sind die Herbstzeitlosen und die Krokus-Arten, die als mehrjährige Geophyten den Sommer in ihren unterirdischen Knollen überstehen und im Herbst noch vor den Blättern ihre schönen Blüten treiben.

Herbstzeitlose und Krokus sehen sich recht ähnlich, sind aber trotzdem grundverschieden: die Herbstzeitlosen, die bei uns in zwei Arten vorkommen, sind hochgiftig, während die Narben einer der drei Krokus-Arten, die auf Naxos anzutreffen sind, als Gewürz und Färbemittel genutzt wurden.


Die eindrucksvolle, große Herbstzeitlosen-Art Colchicum variegatum besitzt weit ausgebreitete, sternförmige lila Blüten mit einem schwachen Schachbrett-Muster.


Colchicum cupanii hat viel kleinere, Krokus-ähnliche Blüten.


Crocus cartwrightianus besitzt lila Blüten mit deutlicher Aderung und dicke, leuchtend rote, unverzweigte Narben.


Crocus tournefortii unterscheidet sich von der vorigen Art an seiner blasseren Färbung und den zarten, stark verzweigten Narben.


Die Blüten vom sehr ähnlichen Crocus laevigatus sind von der Oberseite fast rein weiß oder rosa getönt. Oft sind die Narben wie hier an der offenen Blüte noch kurz und unauffällig.


Von der Unterseite weisen sie eine unverkennbare dunkel-lila Zeichnung auf.

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