Tsambouna – der griechische Dudelsack

Die Tsambúna, der griechische Dudelsack, besteht aus dem aus einem Ziegenfell gefertigten Luftsack, aus dem Mundstück, über das der Spieler die Luft in den Sack bläst, und der Spielpfeife, mit der der Ton erzeugt wird und auf der der Spieler die Melodie spielt. In der Spielpfeife sitzen zwei identische Spielrohre.


Die typische Tsamboúna von den Ägäisinseln besitzt zwei identische Spielrohre mit je 5 Löchern.

Die Tsamboúnes werden von den Spielern üblicherweise selbst hergestellt. Für die Herstellung werden traditionellerweise ausschließlich natürliche Materialien verwendet: Ziegenfell, Kuhhorn, Knochen, Rohr, eventuell auch anderes Holz und Lederriemen.


Hier sieht man die Materialien, die zur Herstellung einer Tsamboúna benötigt werden.


Und so wird die Tsamboúna hergestellt: die bibíkia, die den Ton erzeugen…


…die skáfi…


…die bibikománes…


…der choní.


Die fertige Spielpfeife wird am Fell befestigt.


Und nun kann gespielt werden!

Die Tsamboúna war früher eines der wichtigsten Instrumente in der griechischen Volksmusik, bis sie im Lauf des letzten Jahrhunderts auf dem Festland von der Klarinette und auf den Inseln von der Geige verdrängt wurde. Heutzutage wird sie wieder häufiger gespielt; man versucht, diese schöne, alte Tradition wiederzubeleben. Unentbehrlich ist die Tsamboúna nach wie vor zu Karneval, wo sie von der Trommel, dem Toumbáki, begleitet wird.

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