Interessante Tiere am Tümpel

Diese Tage habe ich zweimal ein Stündchen an den Wasserlöchern in der Nähe von Kinídaros verbracht, wo es vieles zu entdecken gab.


Im Migmatit-Gebiet versickert das Wasser der winterlichen Regenfälle (im Gegensatz zu den Marmorgebieten) nur langsam. Am der Schotterstraße Richtung Keramotí haben die Bauern zwei Gruben ausgehoben, in denen sich das Wasser lange hält, so dass sie von dort aus mittels einer Pumpe ihre Felder bewässern können.


Als ich mich dem Tümpel nähere, fliegt, praktisch direkt vor meinen Füßen, eine Zwergdommel auf, die hier auf dem Zug ihre Rast eingelegt hat. Ich kann sie wunderbar sehen – was für ein hübscher Vogel, so klein für einen Reiher! Ein Foto habe ich nicht machen können, aber um diesen seltenen Vogel zu würdigen habe ich ein Foto von meinem Vater Winfried Scharlau eingefügt.


Kurz darauf sehe ich zu meiner Überraschung und Freude eine Ringelnatter, die zum anderen Ufer schwimmt. Die Ringelnatter kommt auf Naxos vor, ist aber eher selten, da sie sich am liebsten am Wasser aufhält. Sie frisst vor allem Frösche und kleine Reptilien. Frösche sehe ich nicht, aber ich höre welche; sie kommen also hier am Teich vor. Die auf den Ägäisinseln lebenden Ringelnattern sind im Gegensatz zu den mitteleuropäischen Exemplaren kontrastreich gefleckt.


Die Ringelnattern kann man gut am halbmondförmigen Fleck am Hinterkopf erkennen, der bei mitteleuropäischen Tieren gelb, bei unseren hier weißlich gefärbt ist.


Außerdem hielten sich am Wasserloch viele Libellen auf. Ich konnte drei Arten fotografieren, die ich bislang noch nicht kannte. Hier die Gabel-Azurjungfer, wunderbar leuchtend blau gefärbt, bei der Paarung.


Die schöne Feuerlibelle ist durchgehend intensiv rot gefärbt.


Der Große Blaupfeil ist eine von drei Blaupfeil-Arten, die auf Naxos vorkommen. Zu erkennen ist er unter anderem am tiefschwarzen Flügelmal.

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